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Lerngruppe - Eure Erfahrungen

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von User 62847, 11 Januar 2010.

  1. User 62847
    User 62847 (26)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Hallo!:smile:

    Inspiriert durch einen anderen Thread habe ich ein paar Fragen bezüglich Lerngruppen an die Studenten (gerne aber auch an Schüler ;-) ) unter euch.

    Sind in einer Lerngruppe Studenten mit ähnlichen Leistungen oder gibt es innerhalb der Gruppe große Leistungsunterschiede?

    Wie viele Studenten sind denn in einer Lerngruppe?

    Wie funktioniert das ganze? Trifft man sich regelmäßig? Wie lernt man dann gemeinsam?

    Irgendwie kann ich mir das im Moment nicht so gut vorstellen, denn lernen muss ja eigentlich jeder für sich selbst. Geht es in den Lerngruppen eher darum, sich gegenseitig zu helfen, wenn jemand etwas nicht verstanden hat und darum, sich gegenseitig zu motivieren oder geht es wirklich darum, gemeinsam für eine Klausur zu lernen?

    Ich frage auch deshalb, weil ich bald Abitur mache und ich eigentlich auch vor hatte, eine Lerngruppe zu bilden. Aber wie viel bringt das ganze wirklich? Ist es effektiv?

    Liebe Grüße, ann :winkwink:
     
    #1
    User 62847, 11 Januar 2010
  2. User 53338
    Meistens hier zu finden
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    offene Beziehung
    Sind in einer Lerngruppe Studenten mit ähnlichen Leistungen oder gibt es innerhalb der Gruppe große Leistungsunterschiede?

    Ich bin in mehreren Gruppen. In einer Gruppe gibt es große Leistungsunterschiede, da helfen die Leute, die besser sind, den Schwächeren nach. In der Regel macht dort jeder seine Übungsaufgaben und wenn es Fragen gibt, kann man fragen. In den Gruppen, in denen wir alle auf dem gleichen Stand sind, lösen wir die Aufgaben als Gruppe.

    Wie viele Studenten sind denn in einer Lerngruppe?

    Das variiert, weil auch nicht immer jeder kann. Bei mir sind es in der Regel zwischen 3 und 10 Leuten.


    Wie funktioniert das ganze? Trifft man sich regelmäßig? Wie lernt man dann gemeinsam?

    Wir treffen uns spontan und regelmäßig. Also manchmal bleiben wir nach der VL noch da und arbeiten den Stoff nach und wir treffen uns fest an 2 Tagen in der Woche. Wie schon oben geschrieben, je nachdem wie die Leistungen auseinander gehen macht jeder seine Aufgabe für sich und fragt bei Unklarheiten nach oder wir machen es als Gruppenaufgabe. Es kam aber auch schon vor, dass sich aus einer Gruppe heraus dann 2 gebildet haben und die dann am andere Ende des Raums ihre Übungen gemacht haben.

    Geht es in den Lerngruppen eher darum, sich gegenseitig zu helfen, wenn jemand etwas nicht verstanden hat und darum, sich gegenseitig zu motivieren oder geht es wirklich darum, gemeinsam für eine Klausur zu lernen?

    Also Lerngruppen ersetzen das eigene Lernen meiner Meinung nach nicht. Das würde in meinen Gruppen schon gar nicht gehen. Wir hatten auch schon Leute da, die im ganzen Trimester nichts getan haben und dann alles von Grundauf erklärt bekommen wollten ohne es jemals selbst probiert zu haben oder mal das Script aufgeschlagen zu haben. Das geht mal gar nicht. Die Lerngruppen betrachte ich als Unterstützung mit dem Stoff mitzukommen und zu verstehen, genau so wie ich dann andere bei Unklarheiten etwas nachfragen kann. Das finde ich pracktisch und besser, als wenn ich mich ganz allein zu Hause da durch wusel. Trotzdem muss ich das zu Hause für mich alleine nochmal selbst durchgehen.


    Ich frage auch deshalb, weil ich bald Abitur mache und ich eigentlich auch vor hatte, eine Lerngruppe zu bilden. Aber wie viel bringt das ganze wirklich? Ist es effektiv?


    Als ich mein Fachabitur gemacht habe, habe ich bestimmte Fächer immer gemeinsam in der Gruppe gelernt. Mir hat das sehr viel gebracht, weil das Fächer waren, in denen ich schwach war. Wir standen da alle nicht so gut, konnten uns aber gemeinsam durch die Übungsaufgaben kämpfen. Irgendwann kommt einfach der Punkt, da sitzt man an einer Aufgabe und kommt nicht mehr weiter und dann ist es einfach pracktisch, wenn da vier statt einem Kopf sitzen und dadrüber grübeln können und letzendlich so den Lösungsweg der Aufgabe heraus finden.

    Aber wie gesagt, ich betrachte Lerngruppen als Stütze zum normalen, alleine Lernen daheim.
     
    #2
    User 53338, 11 Januar 2010
  3. User 91095
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    nicht angegeben
    Hoi,

    ich war schon öfters bei Lerngruppen dabei, daher werd ich versuchen, deine Fragen erfahrungsgemäß zu beantworten :smile:

    1) Sind in einer Lerngruppe Studenten mit ähnlichen Leistungen oder gibt es innerhalb der Gruppe große Leistungsunterschiede?

    Unterschiedlich. Bei uns bestand die Lerngruppe auch oft aus Leuten, die sich sonst auch sympathisch waren. Oft ist aus einer Lerngruppe hinterher eine Clique geworden, die sich dann fix immer zum Lernen und anderen Aktivitäten getroffen hat. Eine gute Möglichkeit, um Leute besser kennenzulernen oder neue Leute zu treffen. Daher kamen Leistungsunterschiede durchaus vor.

    2) Wie viele Studenten sind denn in einer Lerngruppe?
    von 3 bis 10 schon alles gehabt. Zu groß sollte es nicht sein.

    3) Wie funktioniert das ganze? Trifft man sich regelmäßig? Wie lernt man dann gemeinsam?
    Wir haben meist für Prüfungen gelernt. Treffen waren unregelmäßig, wie man es eben wollte. Ich muss ehrlich sagen, dass ich am besten alleine lernen kann, wenn es keine Fragen zum Stoff gibt. Die Treffen waren aber gut, um an kniffligen Fragen gemeinsam zu arbeiten, und anderen zu helfen oder sich helfen zu lassen. Außerdem macht sowas Spaß.

    Im Grunde hatte die Lerngruppe immer einen sozial-interaktiven Hintergrund. Also, man lernt gemeinsam, motiviert sich, brütet gemeinsam über gewisse Themen. Wenn große Leistungsunterschiede da sind, dann gilt es, diese zu beseitigen. Die Schwächeren profitieren davon und die Stärkeren machen es gerne (sonst wären sie nicht da) und festigen ihr Wissen durch das Erklären.

    Für das Abitur weiß ich nicht, ob es zweckdienlich ist. Ich hab sowas in der Schule zwar auch immer wieder mal gemacht, aber zu Studienzeiten war das immer viel lustiger und effektiver :smile:
     
    #3
    User 91095, 11 Januar 2010
  4. User 46728
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    Sind in einer Lerngruppe Studenten mit ähnlichen Leistungen oder gibt es innerhalb der Gruppe große Leistungsunterschiede?
    In erster Linie gehts da um Sympathie, wir sind auch privat befreundet. Ja, es gibt Leistungsunterschiede.
    Danach haben wir meist noch was zusammen gemacht.

    Wie viele Studenten sind denn in einer Lerngruppe?
    4-10 glaub ich.

    Wie funktioniert das ganze? Trifft man sich regelmäßig? Wie lernt man dann gemeinsam?
    Vor den Klausuren, Blätter durcharbeiten, Aufgaben machen, besprechen, Fragen stellen und beantworten.
    In der neuen Uni (Studienfach geändert) auch zu Präsentationen u.a., hatten wir im anderen Studiengang nicht.
    Unregelmäßig.
    Meist in irgendnem Café oder auch mal bei Jmd zu Hause.

    Irgendwie kann ich mir das im Moment nicht so gut vorstellen, denn lernen muss ja eigentlich jeder für sich selbst. Geht es in den Lerngruppen eher darum, sich gegenseitig zu helfen, wenn jemand etwas nicht verstanden hat und darum, sich gegenseitig zu motivieren oder geht es wirklich darum, gemeinsam für eine Klausur zu lernen?
    Es geht ums gegenseitig Helfen und hin und wieder hilfts als Motivationsschub. Ersetzt das eigenständige Lernen nicht.

    Ich frage auch deshalb, weil ich bald Abitur mache und ich eigentlich auch vor hatte, eine Lerngruppe zu bilden. Aber wie viel bringt das ganze wirklich? Ist es effektiv?
    Dem Einen hilfts, dem Anderen nicht. :smile:
     
    #4
    User 46728, 11 Januar 2010
  5. User 48246
    User 48246 (30)
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    vergeben und glücklich
    Sind in einer Lerngruppe Studenten mit ähnlichen Leistungen oder gibt es innerhalb der Gruppe große Leistungsunterschiede?

    Also mit Menschen zusammen lernen, mit denen man sich menschlich nicht versteht, macht das ganze nur unnötig kompliziert. Von daher trifft man sich meistens in seinem Freundeskreis. Manchmal auch nur mit guten Bekannten - die dann aufgrund der Treffen auch zu Freunden werden können :zwinker:
    Wegen den Leistungsunterschieden ist das auch ganz praktisch: weil die einen immer gut erklären können und die anderen Fragen stellen, auf die man vielleicht selber nicht gekommen wär. Und außerdem ist erklären können immer ein guter Beweis, dass man etwas verstanden hat. :zwinker:

    Wie viele Studenten sind denn in einer Lerngruppe?

    Das ist auch unterschiedlich. Wenn man sich zB auf ein referat vorbereitet, dann so viele, wie vom Dozenten eingeteilt wurden.

    Als wir uns auf die Zwischenprüfungen bzw. aufs Examen vorbereitet haben, waren wir immer so zwischen 4-6. Je größer die Gruppe, umso schwieriger auf einen nenner zu kommen.

    Wie funktioniert das ganze? Trifft man sich regelmäßig? Wie lernt man dann gemeinsam?

    Das ist individuell unterschiedlich. Wir haben regelmäßige Treffen ausgemacht und hatten einen genauen Plan, was man zu welchem Termin vorbereiten sollte.
    Das hat dann jeder für sich gemacht und wenn wir uns getroffen haben, dann haben wir die Texte durchgesprochen - einer hats dann nochmal zusammengefasst - und dann haben wir oft auch alte Prüfungsfragen gemeinsam beantwortet.


    Irgendwie kann ich mir das im Moment nicht so gut vorstellen, denn lernen muss ja eigentlich jeder für sich selbst. Geht es in den Lerngruppen eher darum, sich gegenseitig zu helfen, wenn jemand etwas nicht verstanden hat und darum, sich gegenseitig zu motivieren oder geht es wirklich darum, gemeinsam für eine Klausur zu lernen?

    Also - gemeinsam Lernen war für uns immer zum gegenseitig Fragen beantworten, gegenseitig erklären und gemeinsames zusammenfassen. Trotzdem war es immer wichtig, dass man gut vorbereitet zum treffen kam (um die anderen nicht aufzuhalten) und das dann auch nachzubereiten.

    Ich frage auch deshalb, weil ich bald Abitur mache und ich eigentlich auch vor hatte, eine Lerngruppe zu bilden. Aber wie viel bringt das ganze wirklich? Ist es effektiv?

    Das sieht jeder anders... wir sind dann auch bei einigen Themen zu dem Entschluss gekommen: das muss jeder allein machen.

    Manche können auch mit Lerngruppen gar nichts anfangen.

    Man muss das testen. Kommt sowohl auf die Leute an, als auch auf den Lernstoff, die Motivation, die Umgebung... etc...
     
    #5
    User 48246, 11 Januar 2010
  6. drusilla
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    vergeben und glücklich
    Ich beschreibe mal, wie es a) in meiner letzten Lerngruppe war und b) jetzt im Tutorium ist. Ich weiß, ein Tutorium ist an sich nicht das Gleiche, für mich aber in gewisser Weise schon ähnlich. Beides war/ist an der Uni.

    Sind in einer Lerngruppe Studenten mit ähnlichen Leistungen oder gibt es innerhalb der Gruppe große Leistungsunterschiede?
    a) Es gab große Unterschiede, auch im Ehrgeiz. Die anderen wollten halt irgendwie bestehen, ich wollte so gut wie möglich abschneiden, da es mein absolutes Lieblingsthema ist, dass ich im weiteren Studium auch noch vertiefen möchte.
    b) Naja, wir sind alle nicht so die Experten und damit auf ungefähr einem Niveau.

    Wie viele Studenten sind denn in einer Lerngruppe?
    a) Wir waren ca. 5 oder 6 Mädels.
    b) Kommt auf den Termin an: Montags sind wir 1-4 Studenten, Mittwochs 3-6, Donnerstags 2-4.

    Wie funktioniert das ganze? Trifft man sich regelmäßig? Wie lernt man dann gemeinsam?
    a) Wir haben uns einmal die Woche getroffen für etwa 90 Minuten. Da haben wir dann über Unklares gesprochen (soll heißen, ich hab's erklärt) und die meiste Zeit zusammen Texte für die Prüfung übersetzt. Kurz vor den Prüfungen hat dann auch jeder versucht, Themen zu erklären, die ihm Probleme bereiteten, der Rest der Gruppe hat dann korrigiert/ergänzt. Leseübungen haben wir auch gemacht.
    b) Dreimal die Woche findet das Tutorium statt. Wir stellen dann den Tutoren Fragen, dann danach machen wir Formenübungen und übersetzen kleine Sätze. Wir üben also mehr, als dass wir lernen. Wobei er sehr hilft, dass die Tutoren manches anders erklären als der Dozent. Einige neue Vokabeln bleiben auch besser hängen irgendwie.

    Fazit: Das eigentlich Lernen im Sinne von Pauken macht in der Gruppe für mich wenig Sinn. Gemeinsam üben und erklären bringt aber schon Einiges. Egal übrigens, ob man eher schwach oder eher stark ist. Jetzt im Tutorium übe ich und bekomme Dinge erklärt, in der Lerngruppe hab ich quasi die Tutorin gegeben und durch das ständige Erklären aber selbst das meiste in den Kopf bekommen, ohne groß Pauken zu müssen.
    Wichtig ist eben, dass man sich versteht.
     
    #6
    drusilla, 11 Januar 2010
  7. honi soit qui mal y pense
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    Rückblickend auf meine Studentenzeit kann ich folgende Antworten auf Deine Fragen geben:

    Sind in einer Lerngruppe Studenten mit ähnlichen Leistungen oder gibt es innerhalb der Gruppe große Leistungsunterschiede?
    Meist trifft man sich in Lerngruppen mit denjenigen, mit denen man auch persönlich zurecht kommt. Alles andere kann Stress erzeugen, man kommt vom eigentlichen Thema ab. Dies war bei uns immer dann der Fall, wenn manche meinten, sie müssten das, was sie in einem Semester verpasst haben, über das "dabei sein" und "zuhören" schnell nachholen. Nach ein paar schlechten Erfahrungen haben wir solche Kommilitonen einfach ausgeschlossen bzw. ihnen das ins Gesicht gesagt ("Schmarotzer"), da schon eine einzige Personen die Gruppe demotivieren kann. Somit war bei uns das Niveau relativ ähnlich, wir sind schnell vorangekommen.


    Wie viele Studenten sind denn in einer Lerngruppe?
    Hängt vom Thema und dessen Anforderungen ab. Je komplexer die Materie, desto kleinere Untergruppen haben wir gebildet.

    Wie funktioniert das ganze? Trifft man sich regelmäßig? Wie lernt man dann gemeinsam?
    Auch das kann ich nicht pauschal beantworten. Wir haben uns dann getroffen, wenn es etwas zu tun gab, sprich Prüfungen anstanden, etwa 6-8 Wochen davor. Ab diesem Zeitpunkt regelmäßig. Am besten an einem neutralen Ort (ich möchte zum Lernen z.b. nicht auf dem Bett eines anderen sitzen), aber nicht in einem Café (da kann man danach hingehen). Gut sind nicht genutzte Hörsäle. Man kann Aufzeichnungen machen, wenn man sich mit dem akademischen Mitarbeiter gut versteht, bekommt man den Schlüßel für den Beamer und man kann Themen, erarbeitete Lösungen o.ä. für alle Anwesenden besser sichtbar machen, bevor man z.B. zu Fünft vor einem kleinen Laptop sitzt. Alle in unserer Gruppe waren davon überzeugt, dass eine Lerngruppe über einen längeren Zeitraum (sprich 3 Monate o.ä. vor Prüfungen, Referaten etc.) keinen Sinn macht, da die Themen inhaltlich noch nicht so fortgeschritten waren und zeitlich drückend erschienen, zum anderen weil dann generell der Gruppeneffekt flöten gehen kann. Das Lernen bzw. das Festigen des Erarbeiteten hat wiederum jeder für sich gemacht, weil jeder seinen eigenen Lernstil hat. In den Lerngruppen ging es darum, Unklarheiten zu beseitigen (Aha-Effekt durch die Gruppe), andere Meinungen einzuholen, gegenseitig Lernhilfen für das Einprägen zu geben sowie große Mengen an Stoff durch Aufteilen auf mehrere Personen zu bewältigen. Zudem hat jeder seine Präsentationsfähigkeiten en passant verbessert, wenn es galt, den anderen eine Zusammenfassung über ein Thema zu geben. Und zudem: tagelanges Lernen in den eigenen 4 Wänden alleine braucht Abwechslung - man bekommt einen anderen Blick auf den Stoff, ist auch entspannter, weil Kommilitonen die gleichen Schwierigkeiten haben und man merkt, dass man nicht maßlos hinterher hinkt. Es motiviert auch, wenn man anderen helfen kann.

    Aber wie viel bringt das ganze wirklich? Ist es effektiv?
    Das hängt davon ab, ob du die richtigen Personen um Dich hast, ob Du teamfähig bist, ob Du Dein Wissen, das andere vielleicht nicht haben, gerne Preis gibst. Das mag sich geschwollen anhören, doch auch solche Leute gibt es. Bei vielen erkennt man das wahre Gesicht erst dann, wenn es um Prüfungen, Leistungen und das Weitergeben von Informationen geht. Am besten ist es, in eine Lerngruppe einzutreten, sich das ein-, zweimal anzuschauen, sich zu beteiligen und zu prüfen, ob man sich wohl fühlt und wie einem die anderen begegnen. Zudem ist klar, dass eine Lerngruppe sich bei stupidem Lernen nicht eignet. Das wäre schlicht und einfach hinausgeschmissene Zeit.
    Ich habe mich zur Abizeit nie einer Lerngruppe angeschlossen. Zum einen weil ich mit wenigen "gut" konnte, zum anderen mit den paar Freunden es wahrscheinlich in die Hose gegangen wäre, weil wir zig andere Sachen im Kopf gehabt haben, was wir statt Lernen noch anstellen könnten. Den Druck haben wir erst im Studium empfunden. Daher war effektives Abilernen bei mir in den eigenen 4 Wänden ohne die Hilfe bzw. Anwesenheit anderer angesagt. Erst im Studium hat sich das für mich gelohnt, weil das Lernen ein wenig professioneller und wichtiger wurde, ich vom Typ her "Gleichgesinnte" hatte, der Umfang mehr wurde und ich wegen parallelem Arbeiten effektiv sein wollte. Wir waren hier max. 6 Personen (vgl. optimale Gruppengröße!). Deshalb: Ob sich eine Lerngruppe für Dich lohnt oder nicht, solltest Du einfach ausprobieren.
     
    #7
    honi soit qui mal y pense, 11 Januar 2010
  8. User 62847
    User 62847 (26)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    7
    nicht angegeben
    Vielen Dank für eure ausführlichen Antworten! ;-) Es ist wirklich interessant zu lesen, wie das ganze "funktioniert" und auch eure Einschätzungen zu hören!

    Momentan bin ich eher der Meinung, dass sich Lerngruppen zur Abiturvorbereitung wohl nicht so gut eignen. Wenn ich eine Frage habe, kann ich auch während den Biostunden fragen oder auch mal in einer Pause oder Freistunde mit einer Freundin über die Bücher schauen.

    So und jetzt muss ich auch nochmal in die Bücher schauen...:smile2: Schreibe Morgen Chemieklausur (10. + 11. Stunde :-!), Donnerstag Mathe und Freitag Musik.

    Vielen Dank nochmal an alle, die bis jetzt geantwortet haben!
     
    #8
    User 62847, 11 Januar 2010
  9. steamy
    steamy (29)
    Benutzer gesperrt
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    offene Beziehung
    Sind in einer Lerngruppe Studenten mit ähnlichen Leistungen oder gibt es innerhalb der Gruppe große Leistungsunterschiede?
    Etwa gleicher Leistungsstand

    Wie viele Studenten sind denn in einer Lerngruppe?
    zwischen 5 und 7, mehr fände ich ineffektiv

    Wie funktioniert das ganze? Trifft man sich regelmäßig? Wie lernt man dann gemeinsam?
    Meistens vor Prüfungen, während des Semesters eher selten.

    Geht es in den Lerngruppen eher darum, sich gegenseitig zu helfen, wenn jemand etwas nicht verstanden hat und darum, sich gegenseitig zu motivieren oder geht es wirklich darum, gemeinsam für eine Klausur zu lernen?
    Gegenseitige Hilfe, sich gegenseitig etwas erklären oder die anderen befragen. Gemeinsam für Klausuren lernen.

    Aber wie viel bringt das ganze wirklich? Ist es effektiv?
    Kommt immer auf das Fach und den Stoff an, und natürlich die Disziplin und Motivation der Beteiligten. Nicht zu viele Leistungsschwache in die Gruppe aufnehmen, das bremst nur.
     
    #9
    steamy, 11 Januar 2010
  10. Pink-Paradise
    Benutzer gesperrt
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    Verliebt
    Sind in einer Lerngruppe Studenten mit ähnlichen Leistungen oder gibt es innerhalb der Gruppe große Leistungsunterschiede?

    Zum lernen triffst du dich am besten mit den Leuten, mit denen du dich gut verstehst. Natürlich können dann auch Leistungsunterschiede innerhalb der Gruppe sein, was ich aber eher als vorteilhaft ansehe.

    Wie funktioniert das ganze? Trifft man sich regelmäßig? Wie lernt man dann gemeinsam?

    Regelmäßig treffen. Vor allem vor Klausuren und dann natürlich rechtzeitig zur
    Vorbereitung auf das Abitur. Wir haben damals im Januar angefangen mit den Lerngruppen und im Juni haben wir alle dann Abitur geschrieben.
    Wir haben einen genauen Ablaufplan erstellt, Zeiteinteilung für Themen, Fächer.
    Zuhause haben wir dann alleine intensiv den Stoff gelernt, den wir uns für die jeweilige Woche vorgenommen hatten. In der Lerngruppe haben wir dann alles reflektiert, gegenseitig Fragen gestellt, erklärt und geübt an Aufgaben.


    Ich frage auch deshalb, weil ich bald Abitur mache und ich eigentlich auch vor hatte, eine Lerngruppe zu bilden. Aber wie viel bringt das ganze wirklich? Ist es effektiv?

    Ich hab zum Abitur auch in einer Lerngruppe gearbeitet. Wir waren nie mehr als 5 Leute, das war übersichtlich und man konnte sich gegenseitig gut helfen.
    Ob es effektiv ist, kommt nach meiner Meinung darauf an was für ein Lerntyp du bist.
    Mir ist immer aufgefallen, dass ich den Stoff viel viel besser konnte nachdem ich ihn anderen Leuten erklärt hatte. Durch das Erklären hat man den Stoff im Kopf nochmals reflektiert, verschieden Erklärungsmöglichkeiten formuliert und oft wiederholt. Dadurch hat sich der Stoff bei mir im Kopf verdichtet und mir sind dann auch noch andere Dinge zum Stoff eingefallen die nachher sehr nützlich waren.
     
    #10
    Pink-Paradise, 12 Januar 2010
  11. Zwergenfrau
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    Sind in einer Lerngruppe Studenten mit ähnlichen Leistungen oder gibt es innerhalb der Gruppe große Leistungsunterschiede?
    Wir haben das selbe Leistungsniveau im Durchschnitt. Wobei jeder mal ein bisschen mehr, ein bisschen weniger Ahnung hat.

    Wie viele Studenten sind denn in einer Lerngruppe?
    Wir sind eine ganz kleine Lerngruppe, nämlich nur zu zweit. Warum? Weil wir zum einen eh nur noch fünf Studenten mit aktuellem Semesterstand sind und wir beide uns super verstehen.

    Wie funktioniert das ganze? Trifft man sich regelmäßig? Wie lernt man dann gemeinsam?
    Wir fangen etwa 4 Wochen nach Semesterbeginn an. Sortieren Themen, arbeiten Strategien aus, besprechen aktuelle Vorlesungen. Beantworten uns gegenseitig Fragen, da mal sie oder ich mehr verstanden hat/die Hintergründe klarer sind. Mehr oder minder regelmäßig. Manchmal zweimal/Woche, manchmal gar nicht. Telefonkonferenz gibt's auch sehr oft.

    Irgendwie kann ich mir das im Moment nicht so gut vorstellen, denn lernen muss ja eigentlich jeder für sich selbst. Geht es in den Lerngruppen eher darum, sich gegenseitig zu helfen, wenn jemand etwas nicht verstanden hat und darum, sich gegenseitig zu motivieren oder geht es wirklich darum, gemeinsam für eine Klausur zu lernen?
    Lernen muss erst einmal jeder selber. Wenn alle dasitzen und noch keinen Plan haben, bringt es nichts. Gut ist, immer abwechselnd ein Thema vorzubereiten. Und zwar richtig. So, dass man alle Fragen beantworten kann und der andere mit dem Gefühl raus geht, wirklich etwas gelernt zu haben.
    Motivation ist auch sehr wichtig. Sich zu sagen, dass man es gemeinsam schafft. Aber wir bequatschen auch davor/danach private Probleme und suchen Lösungen, damit das Thema vom Tisch ist und man sich den "wichtigen" Dingen mit voller Aufmerksamkeit widmen kann.

    Ich frage auch deshalb, weil ich bald Abitur mache und ich eigentlich auch vor hatte, eine Lerngruppe zu bilden. Aber wie viel bringt das ganze wirklich? Ist es effektiv?
    Ist es. Wenn man es richtig angeht, die passenden Leute hat, Teamfähig ist und sein Wissen auch in Worte packen kann - und zwar in ganzen Sätzen. Wobei es mir für's Abitur zuviel Aufwand gewesen wäre, da der Stoff klar war, nur die Menge eben (für mich damals) viel.
     
    #11
    Zwergenfrau, 12 Januar 2010

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