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  • Grinsekater1968
    Chauvinist
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    nicht angegeben
    5 März 2006
    #1

    Leute die den Arsch nicht hoch bekommen

    Der feste Freund meiner besten platonischen Freundin ist Deutschtürke, südländischer Typ, groß und kräftig, ein richtiger Macho - und seit einem Dreivierteljahr arbeitslos. Er jobbt hier und da mal ein bißchen aber muß eigentlich für jedes bißchen Hausarbeit und für jede Bewerbung erst mal von ihr getreten werden bevor er sich in Gang setzt.
    Sie hat zwei Jobs und studiert nebenbei. Sie kennt es eigentlich nicht anders aus einem Tag soviel Arbeit wie möglich herauszuholen (kommst aus Weissrussland) und sie scheint ganz gut damit zu leben.

    Der Bruder meiner Trauzeugin hat jahrelang von Sozialhilfe gelebt und war am Wochenende auf jeder Party bis zum Schluss mit dabei. Dann irgendwann hat es wohl "Klick" gemacht in seinem Leben und er eröffnete zwei Tatoo-Shops auf einmal. Mittlerweile hat er nur noch einen, aber der läuft wohl ziemlich gut.

    Ich habe mir überlegt, dass das für mich selbst eher ein Problem wäre, wenn jemand so gar nichts gebacken bekommt, oder grundsätzlich nur ein Drittel von dem, was er sich vornimmt. Ich mein - mir selbst geht es ja auch oft so daß ich viel mehr will, als ich schaffen kann, und zwischendurch hat man schon mal so Tiefpunkte wo es einfach nicht mehr weitergeht. In gewissem Rahmen kann ich damit leben, - aber ich frag mich natürlich : Woher kommt so etwas ? Wieso verhält sich der Mensch so ?
    Wenn die Antwort dann letztlich lautet : das war schon immer so, der wird sich nie ändern ..... :kopfschue

    Wie seht Ihr das ? Kennt Ihr so Leute ?
     
  • TheRapie
    TheRapie (35)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    5 März 2006
    #2
    es ist ja heut zutage schon schwierig solche leute nicht zu kennen und ich frage mich dann immer: wie machen die das?
    was tickt bei denen anders als bei mir.
    ich habe mein studium abgebrochen weil es mir nicht gefallen hat.
    nix unnormales mit damals 22. die unsicherheit darüber wie es weiter gehen soll damals hat mich aber fast krank gemacht und das obwohl ich schon etwas neues ( wie sich mittlerweile raus gestellt hat besseres) in aussicht hatte.
    wenn ich mir nun vorstelle wie jmd leben muss der tag für tag aufsteht und im prinzip keine perspektive hat und auch keine lust daran etwas zu ändern, denke ich mir für mich: da berühren sich zwei drähte die sich nicht berühren sollten :grin:.
    Ums nicht ganz ins OT abschweifen zu lassen:
    Ich glaube so eine 0-Bock-Einstellung entwickelt sich mit der Zeit.
    Wenn man erst mal genug Niederlagen erlitten hat, kann ich mir schon vorstellen das man sich irgendwann fragt warum man sich denn überhaupt noch anstrengen soll, wenn doch sowieso nix klappt.
     
  • Mieze
    Mieze (32)
    Sehr bekannt hier
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    vergeben und glücklich
    5 März 2006
    #3
    Kann sowas nicht ab. Für mich ist es zwar kein Kriterium, ob jemand Arbeit hat oder nicht, aber man sollte sich zumindest bemühen, etwas auf die Reihe zu bekommen. Mag keine Menschen die sich derart gehen lassen :wuerg:
     
  • simon1986
    simon1986 (32)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Verheiratet
    5 März 2006
    #4
    Aber so ausgesprochen nützlich ist das auch wieder nicht. Eine Arbeit statt keine.

    Ich kenne auch so Menschen deren einzige Leistung darin besteht, ein Mann zu sein.
    Aber für die wird der Platz eng auf der Welt. Ich hoffe nur dass sie es rechtzeitig merken und nicht zuviel Schaden anrichten.
     
  • MooonLight
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    nicht angegeben
    5 März 2006
    #5
    Ja, mich. Davon abgesehen, dass ich doch noch nen Job habe.

    Also kann ich mir nicht anmaßen, darüber zu urteilen.
    Generell käme es drauf an, was/wieviel ich davon mitbekomme.
     
  • Grinsekater1968
    Chauvinist Themenstarter
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    nicht angegeben
    5 März 2006
    #6
    Du solltest nicht so streng mit Dir umgehen, ich schätz dich inzwischen etwas anders ein ...
    Es würde dich bei Anderen aber auch nerven wenn es überhand nimmt, oder ?
     
  • SexySellerie
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    Single
    5 März 2006
    #7
    Ich finde das ziemlich verwerflich, wenn sich Leute in der heutigen Situation nicht um Arbeit bemühen und vom Staat durchfüttern lassen.
    Ich bin ehrlich, ich werde bei sowas wirklich sauer, mich macht das aggressiv.
    Mein Exfreund ist ohne Schulabschluss von der Schule geflogen, weil er einfach keinen Bock hatte, dort aufzutauchen... Find ich ziemlich asozial.
     
  • Morry
    Morry (35)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    5 März 2006
    #8
    ...und ich kann es gerade wegen der heutigen Situation nachvollziehen.
    Ich glaube richtige "Sozialschmarotzer" gibt es nur noch vereinzelt. Die meisten Menschen finden entweder einfach keine Arbeit mehr oder sind so deprimiert über die Arbeitsmarksituation und die ewigen Niederlagen, dass es ihnen einfach an die Psyche geht und sie aus Selbstschutz aufgeben.
     
  • User 38570
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    in einer Beziehung
    5 März 2006
    #9
    Sorry, ich kann ja nachvollziehen, dass es einen deprimiert, wenn man eine Absage nach der anderen bekommt, aber deshalb aufgeben?

    Ob es diese Sozialschmarotzer so selten gibt, bezweifel ich mal ein wenig. Wie oft kommen bei mir Bewerber zu Vorstellungsgesprächen wo ganz deutlich wird, dass diese es ganz bewusst darauf anlegen, KEINE Arbeit zu bekommen: Bringen die kleinen Kinder mit, sind vollkommen ungepflegt und absolut desinteressiert. Und oft sind es die Vermittlungen vom Arbeitsamt. Sorry, aber das kann ich nicht nachvollziehen.
     
  • TheRapie
    TheRapie (35)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    5 März 2006
    #10
    ich glaube man kann diese (rhetorische) frage nur stellen wenn man sowas selber schonmal mitgemacht hat.
     
  • User 38570
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    in einer Beziehung
    5 März 2006
    #11
    Okay, dann stelle ich die mal zurecht...
     
  • Morry
    Morry (35)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    5 März 2006
    #12
    Ich weiß es nicht, ich war noch nie in der Situation und kann deshalb auch nicht beurteilen wie stark der seelische Druck ist, der auf einem lastet.
    In meinem näheren Umfeld gibt es aber mehrere Menschen, die das nach etlichen Jahren Jobsuche nicht mehr aushalten können/wollen.
    Menschen, die Arbeit generell ablehnen, sind nach meiner Beobachtung jedoch sehr selten anzutreffen.

    Soll heißen: ich versuche Menschen nicht über einen Kamm zu schweren, sondern höre mir erstmal das Einzelschicksal an und bilde mir dann meine Meinung.
     
  • User 38570
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    in einer Beziehung
    5 März 2006
    #13
    Da hast Du recht - man sollte nicht alle über einen Kamm scheren und sicherlich hat jeder seine eigenen Beweggründe oder Erfahrungen. Aber letztlich fallen diese Leute hinten runter, denn sie können nicht ernsthaft erwarten, dass jeder erstmal die ganze Vergangenheit auseinander nimmt, analysiert und dann versucht, den Leuten deutlich zu machen, dass es wichtig ist, sich nicht aufzugeben.

    Ich meine damit: Es gibt Menschen, die haben es wirklich schwer, wieder ins Arbeitsleben zurück zu finden. Vielleicht sind es aber auch mehr, die es gar nicht mehr wollen - warum auch immer. Wenn man in seinen bevorzugten Bereichen nichts findet, muss man sich vielleicht zunächst umorientieren und von vorn anfangen.
     
  • Dreamerin
    Gast
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    5 März 2006
    #14
    F - kann ich nicht ausstehen. Halte ich mich fern von, egal wie faszinierend sie sonst sind
    F - find ich nicht so prickelnd, aber gut - wenn der Rest stimmt ...


    Mich würde das tierisch nerven. Erwarte Beteiligung im Haushalt ohne Aufforderung und einen Beruf. Wenn er arbeitslos sein sollte und ich merk, er bemüht sich, isses okay.
     
  • inaj
    inaj (35)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    5 März 2006
    #15
    Ich kann die Leute verstehen oder es in gewisser Weise nachvollziehen. Ich mache ziemlich viel, aber ich hab auch Phasen wo mich nichts auf der Welt bewegen kann. Und da kann ich auch nicht über meinen Schatten springen.

    Ja und diese Leute haben wahrscheinliche durchgängig so eine Phase und können nichts dagegen tun.

    Ich weiß nicht, ob mich das bei meinem Partner stören würde, weil ich noch nie in so einer Situation war. Aber ich glaube das liegt daran, dass mich solche Leute grundsätzlich nicht anziehen. Und damit wird ich automatisch nie etwas mit so jemand anfangen.
     
  • büschel
    Gast
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    5 März 2006
    #16
    faulheit mag ich überhaupt nicht;

    vorankommen, was leisten, ja, sich weiterentwickeln, ja

    dass es mal phasen mit mehr oder weniger wind in den segeln gibt, ok, aber ich denke gleichgültigkeit dem gegenüber ist unelegant und billig;

    ich mag keine leute, die keine ansprüche an sich selbst haben und keinen ehregeiz..
    der muss ja nicht mal übertrieben sein.. aber präsent
     
  • neandertaler
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    5 März 2006
    #17

    leute die ne zeitlang nur das notwendigste machen stellen sich problemen vor dennen andere ihr leben lang weglaufen find ich . und haben so auch zeit nachzudenken was sie eigentlich wirklich im leben wollen.

    wer hat sich den schon die zeit genommen wirklich rauszufinden was er wirklich im leben will.
     
  • Grinsekater1968
    Chauvinist Themenstarter
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    nicht angegeben
    6 März 2006
    #18
    - Hoops -
     
  • Mr. Poldi
    Mr. Poldi (38)
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    6 März 2006
    #19
    ACK. So ist das bei mir zum Beispiel. Es ist schon soviel schief gegangen dass ich nicht mehr daran glaube dass mir noch irgend etwas gelingen könnte, daher tue ich auch nichts mehr dafür.
     
  • Witwe
    Witwe (36)
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    nicht angegeben
    6 März 2006
    #20

    Dito. Ja, so ist es meist. Mehr oder weniger stecke ich in selber Lage, so daß ich in manchen Lebensbereichen nicht mehr vorwärts komme und das schon seit einiger Zeit. Dachte selbst zwar nie, daß ich da einfach so reinrutschen würde, da ich selbst einige Leute kenne, denen es erst genauso dreckig ging, bis es dann auch mich verwischt hat, aber das passiert eben, wenn man mal an einem heftigen Tiefpunkt seines Lebens angekommen ist und nicht mehr weiter weiß.
     

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