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leute mit psychischen problemen zwischen 20-30

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von jajader, 15 Juni 2007.

  1. jajader
    jajader (36)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    wo seid ihr?

    hallo erst mal bin neu hier...
    lost in psycholand

    ein paar fakten vorweg:

    -ich bin mitte 20
    -diagnostiziert wurde eine schwere angsterkrankung schrägstrich soziale phobie.. das ganze geht schon über jahre so
    -ich bin krankgeschrieben sprich derzeit arbeitsunfähig

    also im laufe meiner krankheitsgeschichte hab ich schon ein paar maßnahmen durch bzw. laufen die aktuell noch.
    psychotherapie (gesprächstherapie), ergotherapie, betreutes wohnen (ich wohne nicht in einem betreuten wohnprojekt oder dergleichen)... so und jetzt bin ich schon soweit dass ich im internet derartige themen eröffne: D

    suboptimalerweise haben sich die wege meiner privaten kontakte, sprich freunde und bekannte, in den ersten 2-3 jahren durch verschiedene faktoren (abkapselung meinerseits, unguter zeitpunkt -neuer lebensabschnitt und so, oder einfach desinteresse wer weiß das schon) so nach und nach verabschiedet, bis ich irgendwann mehr oder weniger allein mit mir und meinem problem da stand.

    von dingen wie der ergotherapie und dem betreuten wohnen habe ich mir eigentlich erhofft, irgenwie kontakte, welcher art auch immer, zu leuten in meinem Alter knüpfen zu können... im privaten ist es halt schwer wenn man einmal den anschluss verloren hat und und die sozialen kontakte minimiert sind, so dass sich darüber nichts ergeben kann... ist halt auch schwierig leute kennen zu lernen, wenn man gehemmt ist da man nicht mit seinen problemen hausieren gehen möchte die ja irgendwie unvermeidbar hinterfragt werden usw "und was machst du so?"
    so ganz offen damit umzugehen wäre nicht mein ding.
    auch wenn man nicht das bild eines sonderlings erfüllt, befürchtet man halt schnell in eine schublade gesteckt zu werden, sobald begriffe wie "psychische erkrankung" oder so fallen
    ...

    ja ..und was mich halt überrascht hat, da ich immer der annahme war, dass die zahl der menschen mit psychischen problemen zunimmt, war die tatsache in diesen einrichtungen nur ein verschwindend geringer anteil junger menschen zwischen 20-30 anzutreffen ist wenn denn überhaupt.. da muss man sich ja zwangsläufig eigenartig vorkommen.
    also wo zur hölle seid ihr?: D

    schreibt einfach was wenn ihr selbst betroffen sei.. oder erfahrungen gemacht habt.. oder einfach ne meinung dazu habt
     
    #1
    jajader, 15 Juni 2007
  2. chrisdamathepro
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    hi,

    hab keine große erfahrung damit, rate dir aber vom internet mit solchen themen ab.
    ich bin der meinung, dass du hier nur viele schlechte ratschläge erhalten wirst.
    würde mich aufs wahre leben konzentrieren und stark an dem psychischen problem arbeiten, denn anders kommst du nicht weiter.
     
    #2
    chrisdamathepro, 15 Juni 2007
  3. jajader
    jajader (36)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    ob gut oder schlecht kann man ja dann abwägen, wenns soweit ist.ich komm nur irgendwie nicht voran und sich auf diese weise ein paar denkanstöße, oder sonst was, zu verschaffen ist halt eine von vielen möglichkeiten.
     
    #3
    jajader, 15 Juni 2007
  4. fractured
    fractured (31)
    Verbringt hier viel Zeit
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    1
    Single
    ich oute mich mal als total bekloppte :grin:

    naja mal im ernst... ich befinde mich auch gerade in gesprächstherapie, weil sich bei mir auch jede menge müll angesammelt hat....

    zwischen 13 und 18 jahren hatte ich auch eine soziophobie... ich hatte immer angst in die schule zu gehen, weil dort so viele leute waren mit denen ich auch nix zu tun haben wollte... ich hab so oft geschwänzt, es ist ein wunder, dass ich meinen schulabschluss bekommen habe.... :kopfschue

    außerdem hab ich ne fiese angst vor spinnen, die schon um einiges weiter geht als "normale" angst... es reicht schon ein foto und ich werde hysterich!
    mal abgesehen davon, dass ich mir beim zähneputzen immer einbilde, wenn ich jetzt das wasser ausspucke und dann in den spiegel schau, seh ich zb nen mann unter ner schwarzen kapuze oder sowas.... also wie aus nem schlechten horrorfilm...
    schon als kind bin ich panisch treppen hochgelaufen und ich weiß bis heute nicht warum :ratlos:

    mittlerweile hab ich keine angst mehr vor menschen, aber das hatte ich als kleines kind auch nicht... konnte also an meine geselligkeit von damals anknüpfen....

    das selbstverletzende verhalten und die angstattacken sind aber noch dinge, die abgearbeitet werden müssen... allerdings reicht meines erachtens eine therapie, die nebenbei gemacht wird. außerdem hab ich eh schon das gefühl, dass ich mein leben total verkackt habe, ich will nicht noch mehr zeit "vergeuden".... ich will endlich studieren und arbeiten und alles machen, was die "normalos" so treiben :zwinker:

    wenn du gern mit menschen kontakt haben willst, aber angst hast vor der frage, was du machst, dann denk dir eine ausrede aus, die einfach ist, nicht völlig gelogen und die man, wenn die freundschaft fester wird, auch beichten kann...

    also ich hab zum thema studium immer gesagt "ja ich hab angefangen, doch dann bin ich leider ziemlich krank geworden. es war auch nicht klar, wie lange das dauern würde, da hab ich mir überlegt ich konzentriere mich erstmal drauf gesund zu werden und dann gehts richtig los!"
     
    #4
    fractured, 15 Juni 2007
  5. jajader
    jajader (36)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    mit der ausrede ist das so eine sache..geschichten erfinden möchte ich nicht und es gestaltet sich auch schwer da ne diplomatischere lösung zu finden, da diese sache ein stück weit mein leben bestimmt.
    ich mach weder was berufliches und soziale kontakte gehen auch gegen 0 das lässt sich nicht verbergen, wenn man sich mit jemandem unterhält.

    zudem komme ich ja erst gar nicht in solche situationen..
     
    #5
    jajader, 15 Juni 2007
  6. Kakaokuh
    Kakaokuh (27)
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    Single
    DAs ist doch schon mal n guter Satz.
    Ich bin zwar noch nicht 20 :grin: aber ich hab auch eine Sozialphobie und befinde mich grad noch in Therapie.
    Ich hab auch immer extreme Angst, dass Leute mich fragen was ich denn grade mache.
    Ich hab mir da auch so n Satz zurecht gelegt. Ich sag immer, dass ich ab dann und dann wieder zur Schule gehe(was auch stimmt). Bisher hat keiner weiter gefragt. Und wenn, dann würde ich einfach sagen, dass es mir im Moment halt nicht so gut geht und ich nicht arbeiten bzw. zur Schule gehen kann oder ich sage einfach, dass ich darüber im Moment nicht reden will. Da sollen die Leute sich dann ihre eigenen GEdanken machen.
    Ist aber trotzdem echt schwer aber von Lügengeschichten auftischen halte ich auch nichts.
    Aber mir hilfts jedenfalls, dass ich da meine ganz bestimmten Sätze habe die ich dann sage. Denn wenn ich in so einer Situation dann auch noch überlegen müsste würde das ganz daneben gehen.
     
    #6
    Kakaokuh, 16 Juni 2007
  7. jajader
    jajader (36)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    6
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    nicht angegeben
    dein satz funktioniert in deiner situation bestimmt ganz gut.
    umso länger der zeitraum wird in dem man "nichts" gemacht hat und umso älter man wird desto schwieriger wird es sich da so einfach rauszuwinden
     
    #7
    jajader, 16 Juni 2007
  8. Gravity
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    nicht angegeben
    Mich (30) gibts da auch noch: Hatte seit der frühen Pubertät bis Anfang 2001 etwa 10 Jahre lang eine schwere soziale Phobie.

    Mit den Auswirkungen und Hinterlassenschaften kämpfe ich noch heute.


    Kann ich ein Lied von singen: Hab erst von 2002 bis 2004 meine Ausbildung gemacht und mit der Note "gut" (entspricht 1,6) bestanden - finde aber trotzdem keine Arbeit. Ich vermute, dass die Lücken im Lebenslauf und vor allem der UNgeradlinige Verlauf meistens dafür sorgen, dass ich direkt die Absage bekomme. Auf 100 Bewerbungen kommt meist ein einziges Vorstellungsgespräch - und spätestens dann die Absage.

    Und dann sag mal was, wenn Du gefragt wirst, was man da die ganze Zeit so gemacht hat. Krankheit? Was dauerte da so lange? Soziale Phobie... Erzähl das mal, wo immer Freude im Umgang mit Menschen, Kommunikationsstärke und sicheres Auftreten verlangt wird.


    Zur Therapie fällt mir ein: Ich hatte von 99 bis 2001 eine Verhaltenstherapie gemacht. Im Endeffekt haben mir aber erst das Zusammenspiel verschiedener Faktoren geholfen: Kontakte nach Außen mit positiven Erlebnissen, Therapie, Auszug aus dem Elternhaus, Weltbild-Änderung und eine neue Perspektive im Leben.
     
    #8
    Gravity, 16 Juni 2007
  9. Donnie_Darko
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    Single
    Hallo,

    ich leide ebenfalls an einigen psychischen Erkrankungen:

    -Depressionen (Chronisch seit ein paar Jahren)
    -Paranoide Schizophrenie (Unheilbar, etwas länger als die Depressionen)
    -Posttraumatisches Stressysndrom (Seit etwa 16 Jahren)
    -Vermutung auf Dissoziative Persönlichkeitsstörung, ist aber noch nicht genauer diagnostiziert worden.

    Dazu kommt noch eine fachmännisch festgestellte Hochbegabung, d.h. IQ > 130

    Kontakt zu anderen psychisch Kranken habe ich während meiner stationären Therapiezeit gesucht, halten konnte ich einen Kontakt durch jemand aus einem Sportverein, den ich so kennenlernte. Mit ihm kann ich hin und wieder noch über meine Probleme reden.

    Angst vor übler Nachrede habe ich eigentlich keine, da ich mich nur von Menschen umgebe, denen ich unterstelle, dass sie sich mit meinen Krankheiten auseinandersetzen und diese versuchen zu verstehen.
    Ansonsten kann man mir meine Krankheiten nicht anmerken - Ich gehe wie viel junge Männer in meinem Alter studieren und mache einen recht 'normalen' Eindruck.
     
    #9
    Donnie_Darko, 16 Juni 2007
  10. sternschnuppe83
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    .....
     
    #10
    sternschnuppe83, 16 Juni 2007
  11. Jolle
    Jolle (29)
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    vergeben und glücklich
    Joa, dann gesell ich mich auch mal dazu :smile:

    Ich hab seit dem ich 16 bin eine Panikstörung. Die ersten 3 Jahre wars ziemlich extrem. Ständig Panikattacken. Meine Freundschaften haben sehr darunter gelitten und meine Schule ebenso. Ich hab mich immer mehr zurückgezogen, gesagt, dass ich keine Lust habe mich mit jemandem zu treffen weil ich müde bin, Schule hab ich ständig geschwänzt oder bin hingegangen und dann abgehauen. Fluchtverhalten. Sobald ich im Kopf hatte "Oh Gott, hoffentlich gehts dir heute nicht schlecht, dir darfs heute nicht schlecht gehen, hoffentlich kippst du nicht um oder übergibst dich vor der Klasse, weil dir mal wieder schlecht geht" war der Tag gelaufen. Ich konnte nicht mal in nem Supermarkt einkaufen gehen, weil ich Angst hatte, dass ich da nicht schnell wieder rauskommen kann, weil z.B. die Kassen zu voll sind um sich vorbeizuschlängeln.
    Dieser ständige Druck war fast nicht auszuhalten. Sich dann ständig von Leuten aus der Schule anzuhören "Na, schon wieder geschwänzt?" oder von Freunden "Wir gehen auf Tour heute Abend. Aber dich brauchen wir ja nicht fragen, du kommst ja eh nicht mit, weils dir mal wieder nicht gut geht." Der Horror.

    Ich hab mich dann irgendwann entschlossen ne Therapie zu machen. Die hat mir anfangs noch geholfen aber irgendwann hab ich sie abgebrochen, weil mir der Therapeut nicht zugesagt hat - ebenso wenig die andern 6 bei denen ich schon war. Ich beschloss das ganze selbst in die Hand zu nehmen und mich quasi selbst zu therapieren, was auch ganz gut geklappt hat.

    Ich hab damals von meinem Therapeuten gelernt, meine Angst in meinem Kopf einfach anzuschreien und sie niederzumachen. Ich hab dann zu Hause gesessen, vor der Schule und mich innerlich selbst angemotzt :schuechte_alt: "Weißt du was? Du gehst da jetzt gefälligst hin! Du WEIßT, dass da NICHTS passieren wird. Du bist noch nie umgekippt, hast dich noch nie vor den anderen Leuten übergeben müssen, weil dir schlecht war. Du musst nicht flüchten, es wird dir nunmal einfach nichts passieren! Und selbst wenn! Was dann? Dann kippst du halt um. Na und?! Scheiß egal! So kanns jawohl nicht weitergehen! Beweg deinen Arsch dahin und lass die scheiß Angst zu Hause, sowas lächerliches! Mach was aus deinem Leben du kannst das!" :schuechte_alt: Und siehe da: Es hat mir geholfen.
    Ich konnte früher nicht mal am Bahnhof stehen ohne ne Attacke zu bekommen. "Nein, du kannts nicht in den Bus/Zug einsteigen, da kommst du nicht raus wenn dus willst, nein, lieber nicht." Ich konnte nicht mal Strecken fahren (auch nicht mit dem Auto) die 6km entfernt waren. Letztendlich hab ich mich dann letztes Jahr mit meinem Freund ins Auto gesetzt und bin nach Bremen gefahren und das sind vielleicht 80km.

    Meine "Selbsttherapie" klappt also ganz gut soweit :zwinker: Ich arbeite aber noch dran.

    Du siehst also, du bist definitiv nicht allein :smile:
     
    #11
    Jolle, 16 Juni 2007
  12. sternschnuppe83
    Verbringt hier viel Zeit
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    121
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    Verheiratet
    ....
     
    #12
    sternschnuppe83, 16 Juni 2007
  13. böses Mädchen
    Verbringt hier viel Zeit
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    86
    1
    nicht angegeben
    oh Gleichgesinnte :zwinker:

    Tja bei mir ist es Vermutung auf Borderline. Warum Vermutung? Ich war zwar schon in Therapie und der Therapeut hat mir dann nach diesem Kreuzeltest gesagt, dass viele Faktoren auf Borderline hinweisen. Aber eine genaue Diagnose hat er nie gemacht... Therapie wurde dann erstmal unterbrochen, da ich in der Zeit meinen jetzigen Freund kennengelernt hatte und ich keine Aussetzer etc. hatte. Ich sollte wiederkommen wenn es wieder anfängt... Es hat wieder angefangen, doch bin ich nicht noch einmal hingegangen. Ja nun ist die Beziehung kaputt (aber diesmal nicht nur meine Schuld) und ein anderer netter Mann interessiert sich sehr für mich. Und ich mich auch für ihn. Aber ich habe 1. Angst ihm das zu sagen und 2. überlege ich doch wieder eine Therapie anzufangen, einfach weil ich Angst habe das nun wieder kaputt zu machen...

    Freunde habe ich nur noch wenige. Hab mich von selbst zurückgezogen, viele Kontakte nur noch übers Internet. Aber alleine bin ich nicht, aber mit anderen drüber reden tue ich auch nicht, außer mit meinem besten Freund. Doch helfen kann er ja auch nicht.

    Tja ich bin jemand der nicht gerne als normalo abgestempelt wird, aber so unnormal wollte ich nun auch nicht sein. :frown:
     
    #13
    böses Mädchen, 16 Juni 2007
  14. Jolle
    Jolle (29)
    Meistens hier zu finden
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    vergeben und glücklich
    Das ist doch schonmal ein Anfang :knuddel:

    Ja, natürlich, kenn ich. Man muss die Gewissheit im Kopf haben, dass man raus kann, falls es einem nicht gut geht. Wenn man die nicht hat, dann kann mans gleich vergessen weil man dann mit dem Kopf so sehr dabei ist zu denken "Oh Gott, es darf mir nicht schlecht gehen, hoffentlich gehts mir gut, aah".
    Wenn ich dran denke nach dem Abi arbeiten zu gehen und dann womöglich noch irgendwelche Lehrgänge mitmachen zu müssen und eine Woche von zu Hause weg sein muss und nicht nach Hause kann wenn ich will - da krieg ich jetzt schon die Krise.
    Meine Klasse ist letzte Woche auf Klassenfahr gefahren - eine Woche Prag. Ich bin natürlich zu Hause geblieben. 10 Stunden Busfahren, soweit bin ich dann doch noch nicht.

    Hast du das schon mal ausprobiert, wovon ich da oben geschrieben habe? Die Angst einfach total anmotzen? :schuechte_alt: Vielleicht könntest du das einfach mal ausprobieren und dir gut zusprechen, quasi "Ich hab keinen Bock mehr auf den ganzen Mist hier, ich mach jetzt was dagegen, zack!"? :smile:
     
    #14
    Jolle, 16 Juni 2007
  15. sternschnuppe83
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    Verheiratet
    ....
     
    #15
    sternschnuppe83, 16 Juni 2007
  16. jajader
    jajader (36)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    @Gravity

    glückwunsch dass du es geschafft hast da halbwegs rauszukommen.
    konntest du denn während der zeit die schule noch erfolgreich abschliessen?

    die kontakte die dir geholfen haben, waren das welche die schon zuvor, oder während dessen existierten, oder musstest du auch wieder bei 0 anfangen und wenn ja, wie hast du das bewältigt?




    @Jolle
    die von dir beschriebenen situationen kommen mir sehr bekannt vor.
    wenn panik im anmarsch ist rede ich mir innerlich manchmal gut zu, wenn auch weniger motzend:grin:
    ich versuch mir meist ganz gelassen vor augen zu führen, dass ich solche und schlimmere situationen schon hinter mir hab und mir nie was passiert ist usw .
    die methode funktioniert ab und zu ganz gut.




    @Sternschnuppe
    wie offen gehst du denn mit der erkrankung um und was für reaktionen erlebst du?

    mir war und ist es auch ziemlich unangenehm, deshalb hab ich auch gar keine kontakte mehr, was eigentlich recht schade ist.auch im internet, wenn ich denn mal in irgendwelchen foren aktiv war, hab ich es vermieden es nach aussen dringen zu lassen.
    irgendwie hatte ich immer die befürchtung, dass man danach evtl. mit anderen augen gesehen wird, dass es in die bewertung der eigenen person miteinfliesst, oder wie auch immer...
    und was potenzielle freunde angeht, war ich auch ne weile ganz froh erst mal ganz für mich allein zu sein.mir war zu der zeit alles zu viel und die vorstellung sich auf andere befindlichkeiten und forderungen einzustellen erschien eher als belastung.
    na ja, aber seit längerem hab ich verständlicherweise einfach keine lust mehr aufs allein sein und möchte noch ein bisschen was vom leben haben trotz krankheit :zwinker:
    ihr scheint ja großteils noch mehr oder weniger im leben zu stehen durch schule oder beruf.
    das macht es natürlich ein stück weit leichter.ich hab einfach keine ahnung wie ich, wenn ich es nicht dem zufall überlassen möchte, mir die möglichkeit schaffen kann leute kennenzulernen
     
    #16
    jajader, 17 Juni 2007
  17. Megatherium
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    nicht angegeben
    Wieder anfängt? Borderline ist ne Persönlichkeitsstörung und zieht sich durchs gesamte Verhalten ohne Anfang oder Ende. Sind SVV, Dissoziation oder ähnliche Symptome gemeint, die oft im Zusammenhang mit BPS auftauchen?


    Bei mir:
    Früher coabhängiges Verhalten hat sich aber von selbst auskuriert. Seit keine Ahnung wievielen Jahren Cyclothymie mit stärkerer depressiver Ausprägung in letzter Zeit. Irgend ne undiagnostizierte PS sicherlich und von meinem Suchtverhalten wollen wir gar nicht anfangen.
    Naja, heulen bringt nichts. Jeder hat sein Bündel zu tragen. Ich kanns echt nicht haben, wenn Leute selbstmitleidig werden in Bezug auf ihre psychischen Probleme...
     
    #17
    Megatherium, 17 Juni 2007
  18. böses Mädchen
    Verbringt hier viel Zeit
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    1
    nicht angegeben
    Naja er meinte mehr die Symptome. Wobei SVV bei mir nur ansatzweise ist. Also kein ritzen etc. Früher ab und an mal mit Kopf gegen die Wand schlagen, aber das ist auch lange her.

    Ich habe gerade mal "Dissoziation" nachgeschlagen und hab da auch wieder erschreckend feststellen müssen, dass einige Dinge auf mich zutreffen.

    Mich nervt es halt nur, dass dieser Therapeut keine wirkliche Diagnostik gemacht hat. Wo gehe ich denn am besten hin? Wo man mir dann auch im Endeffekt mal sagen kann, was ich denne hab...
     
    #18
    böses Mädchen, 17 Juni 2007
  19. Gravity
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    0
    nicht angegeben
    Die Schule (Realschule) war kein Problem. War schon ewig ein Underarchiver, machte die Schule nur so nebenbei, weil sie mich nicht fesseln und schon gar nicht herausfordern konnte. Hab dann auch nur soviel Leistung gebracht, wie erforderlich war, um nicht sitzen zu bleiben. Herausragende Leistungen waren eh nicht drin, wegen der SozPhobie, hätte damit Kritik auf mich gezogen (Streber). Hab dann auch entsprechend eine FOR-Abschluß mit 3,6. Aber die Schule war sozial gesehen, die Hölle für mich. Ich hatte zwar Leute, mit denen ich zurecht kam, aber der negative Eindruck überwog irgendwie. Ohne die Lichtblicke hätte ich es nicht überlebt - im warsten Sinne des Wortes.

    Die Kontakte waren neu. Ich war zu dem Zeitpunkt völlig isoliert von der Außenwelt: Keine Freunde, keine Ausbildung, nichts. Hab nur auf meinem Zimmer gehockt und auf den nächsten Stress gewartet.
    In einer Sternstunde hab ich dann mithilfe meiner Eltern eine Maßnahme übers Arbeitsamt in die Wege leiten können. Dort waren dann auch extrovertiertere Persönlichkeiten, die mich dann irgendwann einfach angesprochen und eingespannt haben. Ich hab dann einfach erstmal mitgemacht, daraus hat sich dann eine zwei Jährige Freundschaft ergeben.

    Ich würde also sagen, dass ich nur die Chancen genutzt habe, die sich ergeben haben. Selber machen ging nur mit Hilfe von Außen. Wenn es dann aber erstmal lief, konnte ich auch selber was machen.

    Und ich hab echt bei Null angefangen: Ich hatte auch keinerlei Selbstbewusstsein. Etwas für mich tun war schon fast verboten, weil "ich es nicht verdiente". Kann mir das heute schon fast nicht mehr vorstellen, wie ich damals getickt habe.
     
    #19
    Gravity, 17 Juni 2007
  20. jajader
    jajader (36)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    6
    86
    0
    nicht angegeben
    das mit der schule kommt mir bekannt vor.

    kannst du mal genaueres erzählen, was das für eine maßnahme war?

    hast du mittlerweile einen festen freundes-/bekanntenkreis?
     
    #20
    jajader, 17 Juni 2007

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