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Libidoverlust bei ihm

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von User 20579, 7 September 2008.

  1. User 20579
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    Huhu,

    ich habe ein etwas selteneres Problem, zu dem umgekehrten Fall schreiben ja genug Leute... Bei uns ist es im Moment leider so, dass er nicht mehr soviel Lust hat, wie vorher.

    Wir haben viel darüber geredet, und ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob es an mir, an ihm oder an was körperlichem liegt.

    Mein Freund sagt, dass er einfach nicht mehr soviel an Sex denkt, wie früher (z.B. mit 17 oder 18) und auch nicht mehr weiß, wann er es sich zuletzt selber gemacht hat.

    Sex haben wir im Moment so 1-2 Mal die Woche, von mir aus könnte es ruhig täglich sein :frown: Das Ganze belastet uns beide, weil ich mich oft zurückgewiesen fühle. In solchen Momenten kann ich tun, was ich möchte, er lässt sich gar nicht motivieren. Mich wundert das, weil er doch meistens einen Ständer hat, und trotzdem nicht möchte...

    Bei uns kam dann gestern die Idee, dass es vielleicht auch was hormonelles sein könnte, z.B. Schilddrüse. Eben auch weil er zugenommen hat, sein Gewicht nicht wegkriegt, häufig müde ist und träge, nach eigener Auskunft "nie richtig wach" ist und auch nicht mehr so konzentriert arbeiten kann.

    Andererseits kann das ja auch für Mitte 20 ganz normal sein, da ändert sich ja im Vergleich zu 17 sowieso einiges...

    Ich habe natürlich auch Angst, dass ich Schuld bin, weil ich unsere Beziehung durch meine "Forderungen" sozusagen oversexe und ihn unter Druck setze... Da bei uns zu Beginn der Sex relativ "schlecht" war, d.h., 5 Minuten dauerte und er dann einschlief, habe ich Angst, dass ich ihn durch Gespräche etc. da irgendwie "psychisch kastriert" habe - wenn jemand versteht, wie ich das meine?

    Eben indem ich ihm gesagt habe, dass ich von 5 Minuten rein vaginalem Sex nichts habe, ich auch auf meine Kosten kommen möchte, so Dinge halt. Als wir zusammengekommen sind, kannte er sich mit weiblicher Sexualität eigentlich gar nicht aus. Jetzt habe ich Angst, dass er jedes Mal denkt, dass er meine Ansprüche erfüllen muss, und dass er deshalb vielleicht Angst hat und nur an den Tagen, wo er sicher sein kann, "standfest" zu sein und nicht müde, sich darauf einlässt, um sicher zu gehen, dass ich nicht sauer werde?

    Ich habe ihm natürlich schon oft gesagt, dass das nicht so ist, und dass er sich da keine Sorgen machen muss... Auf Anfrage, ob es daran liegt, kriege ich keine richtigen Auskünfte, er ist bei dem Thema ziemlich empfindlich.

    Er meint, er möchte nur dann, wenn er wirklich munter ist und wirklich möchte, aber das ist halt verdammt selten geworden... Und ich möchte auch nicht immer als Bittsteller fungieren und "froh sein" wenn ich Sex "bekomme"...

    Was würdet ihr uns raten? Er möchte gerne mal zum Arzt, das alles abchecken lassen. Zu welchem soll man da gehen?

    Und wenn da alles in Ordnung ist - was soll ich machen? Ich habe große große Angst, dass wir vielleicht einfach zu verschieden sind, was das angeht- und wenn ich schon Mitte 20 nach 1,5 Jahren Beziehung regelmäßig frustriert ins Bett gehe, wie soll das erst werden, wenn wir zusammen ziehen oder so?

    Vielleicht weiß ja jemand was...
     
    #1
    User 20579, 7 September 2008
  2. xoxo
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    Libidoverlust

    Libidostörungen scheinen in unserer Zeit keine Seltenheit zu sein. Im folgenden Beitrag geht es um den Libidoverlust beim Mann. Volker van den Boom beantwortet die entsprechenden Frage und bringt dabei seine langjährigen Erfahrungen aus seiner Praxis für Sexual- und Partnerschaftsberatung ein.


    Frage einer Hausärztin

    In den letzten Jahren habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht, bereits im Anamnesegespräch Themen wie Partnerschafts - oder Eheprobleme abzufragen und anzusprechen. Hierbei mache ich eine interessante Feststellung, die mich im Lauf der Zeit immer mehr verwundert: Immer häufiger höre ich von Männern Ende 20 die Klage, dass sie an ihrer Sexualität völlig das Interesse verloren hätten. Besonders bemerkenswert scheint mir, dass sich ihre Lustlosigkeit nicht nur auf die eigene Partnerin bezieht, sondern generalisiert auftritt und sich sogar auf das Thema Selbstbefriedigung bezieht. Mich würde sehr interessieren, ob Sie als Sexualtherapeut einen solchen Trend ebenfalls beobachtet haben und welches Erklärungsmodell Sie hierfür haben. Welche Rolle ordnen Sie Umweltgiften, Konservierungsstoffen usw. hierbei zu? Welche psychosozialen und gesellschaftlichen Faktoren halten Sie für ausschlaggebend? Ist es vielleicht so, dass diese jungen Männer sich nicht mehr auf tiefe Partnerschaften einlassen wollen und somit - unbewusst - auch die sexuelle Nähe abwehren?


    Antwort

    Ich muss Ihre Beobachtung leider bestätigen: War es bis vor fünf Jahren noch eine Seltenheit, wenn ein Mann keine Lust auf Sexualität mehr hatte,so kann ich seitdem eine deutliche Trendänderung feststellen. Immer mehr Männer Anfang 30 klagen über starken und anhaltenden Libidoverlust. Und diese Lustlosigkeit bezieht sich nicht nur auf die aktuelle Partnerin, nein, sie umfasst den gesamten Bereich der Sexualität. Da dieser Trend bundesweit zu beobachten ist, gab es natürlich schnell auch Erklärungsversuche derart, dass dies eine erste Reaktion auf die erstarkten, emanzipierten Frauen sei - d.h. dass die Männer vor der Kraft ihrer Frauen zurückweichen, nachgeben und die fehlende eigene Dominanz zu einem Selbstwertverlust und somit zu einer Libidoreduzierung führt. Insofern war ich gespannt, was die betroffenen Männer selbst mir über die Hintergründe ihres Problems erzählen würden. Zwei Erklärungen kristallisierten sich im Lauf der Zeit dabei heraus, die sich seitdem immer wieder bestätigen lassen.


    Die falsche Partnerin?

    Etwa 20% der betroffenen Männer mussten im Beratungsgespräch feststellen und sich selber auch eingestehen, dass sie eigentlich die falsche Frau zur Partnerin genommen hatten. Ungewollte Schwangerschaften, Angst vor dem Alleinsein und/oder Druck aus der Verwandtschaft hatten sie vor Jahren zu dem voreiligen Schritt veranlasst, die damalige Freundin zur Frau zu nehmen und zu heiraten. Bald (spätestens nach den ersten Kindern) mussten sie jedoch feststellen: „Eigentlich liebe ich diese Frau nicht!“ Die Männer strengen sich dann in aller Regel an - der Frau, den Kindern, dem Eigentum und den schönen Erlebnissen zuliebe - diese Partnerschaft fortzuführen. Oft machen sie sich auch etwas vor, indem sie sagen: „Das ist Liebe.“ Ihre Emotionen lassen sich jedoch nicht betrügen und reagieren mit Rückzug. Entsprechend verhält es sich auch mit der Lust auf Körperkontakt und Sexualität - sie verschwindet. Sexualberatung mit diesen Männern ist natürlich in erster Linie Lebensberatung: Wollen sie diese Ehe fortführen? Kann - in gemeinsamer Anstrengung beider Partner - aus dieser Partnerschaft vielleicht doch noch eine Liebesbeziehung werden? Die Erfahrungen lassen da jedoch kaum Hoffnungen zu. Mehrheitlich trennen sich die Männer von ihren Frauen. In Beziehungen mit anderen Frauen können sie dann die Erfahrung machen, dass ihre Lust durchaus nicht abgestorben ist, sondern plötzlich wieder aufflammt.


    Beruflicher Stress?

    Bei 80% der mit Lustlosigkeit geschlagenen Männer sind die Hintergründe für ihre Lustlosigkeit jedoch eindeutig in starken, existenziellen Ängsten im beruflichen Umfeld zu suchen. Auf meine Frage, wann der Libidoverlust begann, berichten sie einheitlich von Situationenwie angedrohter Kündigung im Betrieb, erhöhtem Druck durch den Chef aufgrund aktueller Wirtschaftslage, Konkurs- und Insolvenzanmeldungen sowie Arbeitsplatzverluste mit befürchteter längerer Arbeitslosigkeit. Verständlich, dass in solchen existenziellen Krisen der „Spaß an der Freud“ als erstes verloren geht. Schwierig ist das für die Sexualberatung, weil unabänderliche wirtschaftliche Faktoren eine großeRolle spielen. Insofern wird es in der therapeutischen Arbeit in erster Linie darum gehen, den betroffenen Mann innerhalb der vorgefundenen Rahmenbedingungen zu stabilisieren: Förderung des Zusammenhaltes in Partnerschaftund Familie,Rückhalt suchen im Freundes- und Kollegenkreis, aktives Eingreifen in die innerbetrieblichen Vorgänge, Suche nach beruflichen Alternativen bzw. Beschäftigungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten in Leerlaufzeiten. Diese sicherlich begrenzten Möglichkeiten stärken den betroffenen Mann. Bewusst verlässt er die „Opferrolle“ - soweit möglich - und entscheidet sich für die Position des Handelns. Sexuelle Lust wird in dieser Zeit punktuell oder phasenweise wieder aufflackern, jedoch schnell auch wieder verschwinden können. Dies als natürliche Reaktion auf die existenzielle Krise zu akzeptieren ist eine sicherlich nicht einfache Aufgabe für den betroffenen Mann und seine Partnerin.

    Quelle
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    Der "lustlose" Mann

    Männer wollen immer! (?) - ein Alter Mythos, dem das starke Geschlecht nur allzu gerne entsprechen möchte. Ist dem aber nicht so, kann sich Frustration breit machen.

    Die mangelnde Lust bereitet Männern zwar zunehmend Probleme, wird jedoch - im Gegensatz zu den Frauen - nur selten besprochen. Während bei der Lustlosigkeit der Frauen eher Psychologen oder Psychotherapeuten zu Rate gezogen werden, wird die des Mannes häufig mit zu viel Stress am Arbeitsplatz und Leistungsdruck abgetan. Häufig macht "Mann" auch die "falsche" Partnerin dafür verantwortlich.

    Den lustlosen Männern wird in der Zukunft wesentlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden müssen. Denn Probleme, welche die mangelnde Lust "verschleiern", beispielsweise Erektionsstörungen oder vorzeitige Orgasmen, lassen sich immer besser behandeln. Das tatsächliche Problem "Lustlosigkeit" komme so ans Licht, sind Sexualwissenschaftler überzeugt.


    Wie wird Lustlosigkeit definiert?

    Von verminderter sexueller Appetenz spricht man, wenn sexuelle Fantasien fehlen und kein Verlangen nach körperlicher Liebe vorliegt. Dabei ist jedoch zu hinterfragen, ob dieses Problem "immer" gegeben ist, partner- bzw. situationsabhängig ist oder nur bestimmte Sex-Praktiken betrifft. Steigert sich die Lustlosigkeit zu Ekel oder starker Abneigung gegenüber dem Sexualpartner oder wird jeglicher sexuelle Kontakt vermieden, so spricht man von sexueller Aversion.


    Was macht das sexuelle Verlangen aus?


    Die drei Säulen der sexuellen Lust:

    * Der Trieb: Dieser körperliche Prozess basiert auf der Wirkung von Hormonen. Durch die Ausschüttung von männlichen Geschlechtshormonen steigt die Erregung, die Aufmerksamkeit gegenüber sexuellen Reizen wird erhöht und die Fantasie angeregt.

    * Die sexuelle Motivation: Dabei handelt es sich um die "psychische Säule". Hier kommt die Partnerbeziehung zum Tragen. Es wird entschieden, ob dem Trieb nachgegeben wird oder nicht.

    * Der Wunsch: Im Mittelpunkt steht das Umfeld, das die Sexualität steuert. Gesellschaftliche Normen, religiöse Vorstellungen etc. spielen in diesem Zusammenhang eine Rolle.

    Die sexuelle Unlust ist vor allem auf die mangelnde Motivation zurückzuführen.


    Wie häufig wird das Problem mit der Lust angegeben?


    Über Lustmangel klagen rund 16 Prozent der Männer. In Relation zu den Hauptproblemen wie Erektionsstörungen und vorzeitige Ejakulation tritt die fehlende männliche Lust daher eher in den Hintergrund. Eine Zunahme der Appetenz-Störung bei Männern ist mit fortschreitendem Alter zu beobachten.


    Welche Ursachen hat die Lustlosigkeit?


    Eine Libido-Störung kann nur selten auf eine einzige Ursache zurückgeführt werden. Vielmehr wird in der Mehrzahl der Fälle ein Zusammenspiel von unterschiedlichen Ursachen zu finden sein, wobei es darum geht, das Kernproblem zu erfassen.

    Körperliche Ursachen:

    o Andere sexuelle Störungen, z.B. vorzeitige Ejakulation oder Erektionsstörung. Durch Lustlosigkeit wird die Konfrontation mit diesen Problemen vermieden.

    o Hormonstörungen

    o Neurologische Störungen

    o Leber-/Nierenerkrankungen

    o Chronische Erkrankungen

    o Angst vor Erkrankungen

    o Medikamente (z. B. Antidepressiva)

    o Drogen, Alkohol


    Seelische Ursachen:

    o Zu hohe sexuelle Ansprüche an sich selbst

    o Unzufriedenheit beim Sex mit der Partnerin

    o Beziehungsprobleme

    o Unerfüllte oder nicht erfüllbare sexuelle Wünsche

    o Ängste und Angststörungen

    o Depressionen

    o Psychosen

    o Hirnorganische Syndrome

    o Stress

    o Zeitmangel

    o Missbrauchserfahrungen


    Soziale Faktoren:

    o Lange Arbeitslosigkeit

    o Berufliche Probleme

    o Überforderung


    Bei jüngeren Männern (bis 45 Jahre) ist die Appetenz-Störung häufig eine Reaktion auf Orgasmus- oder Erektionsstörungen. Ferner kommen unterdrückte Wünsche nach gesellschaftlich verbotenen oder nicht akzeptierten sexuellen Vorlieben, massive Sexualängste oder sexuelle Orientierungskonflikte in Frage. Bei älteren Männern kommen die körperlichen Faktoren mehr ins Spiel. Allerdings wird der Mangel an Sex gern auf mögliche Erektionsstörungen geschoben, nur selten wird Lustlosigkeit eingestanden.


    Was kann man dagegen tun?

    Zunächst sollte ein ausführliches Gespräch stattfinden. Abhängig von den Beschwerden und den Befunden der urologischen bzw. labormedizinischen Untersuchung sollte versucht werden, die Appetenz-Störung individuell näher einzugrenzen.

    Die Therapie richtet sich im Einzelnen also nach den Beschwerden und Ursachen. Hormondefizite oder -überschüsse können beispielsweise behandelt werden. Bei Medikamentennebenwirkungen kann eventuell ein Wechsel das Präparats überlegt werden. Im Fall einer bestehenden Drogenabhängigkeit bzw. Alkoholismus ist eine Behandlung anzuraten.

    Liegt eine seelische Ursache vor, empfiehlt es sich, ein individuelles Behandlungskonzept zu erstellen. Es gibt keine klassische Vorgangsweise. Die Therapie muss auf die einzelnen Probleme und Bedürfnisse, aber auch auf Bereitschaft und Offenheit von Seiten des Mannes abgestimmt werden.

    Da die Luststörung ja auch die Partnerin betrifft, sollte diese in manchen Situationen in die Psychotherapie einbezogen werden (Paartherapie). Ziel ist es, die Körperwahrnehmung zu verbessern sowie die Kommunikation zwischen den Partnern zu erneuern. Zudem gilt es, die sexuellen Ängste abzubauen, Blockierungen zu erfassen und zu verändern. Die Prognose ist sicher abhängig von der Grundursache.

    Quelle
     
    #2
    xoxo, 7 September 2008
  3. Fuchs
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    Moderator
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    Hi Hexe!

    Ein paar Gedanken zu deinem Post:

    Du wirst ja sicherlich wissen, dass es nicht ungewöhnlich ist, dass die männliche Libido sowohl postpubertär als auch in festen Beziehungen etwas zurückgeht. In meiner letzten Beziehung war das von fast täglichen Sex auch auf 1-2 mal die Woche heruntergerutscht, was für mich in Ordnung war (gegen Ende wurde es dann noch weniger, was nicht mehr in Ordnung war - aber andere Geschichte :engel: ).

    Dann kann man von einer Erektion nicht unbedingt darauf schließen, dass ein Mann wirklich Lust verspürt. Eine Erektion kannst du dir eher als einen körperlichen Reflex vorstellen, der mit dem Bedürfnis der Befriedigung zusammenhängt. Ich halte es für wahrscheinlich, dass er in solchen Momenten Befriedigung möchte, aber nicht wirklich Lust hat. Typischerweise behebt man dieses Problem dann durch Selbstbefriedigung binnen weniger Minuten und schläft dann gut ein - aber bei dir ist er in der Zwickmühle: Er kann dir ja schlecht sagen - nein, ich habe keine Lust - ich muss mir aber einen runterholen...

    In solchen Situationen beginnt man schnell, die eigene Sexualität sozusagen "aufzugeben" und in Verwantwortung des Partners zu sehen - er möchte dich ja auch nicht verletzen. Er hat also die Wahl zwischen Selbstbefriedigung welche dir höchstwahrscheinlich ein minderwärtiges Gefühl vermitteln könnte ("warum nimmt er mich nicht einfach?") oder Sex mit dir, der ohne Lust weder für dich noch für ihn toll wäre. Schön blöd... :geknickt:

    Seine körperlichen Veränderungen würde ich auch einmal untersuchen lassen... das hört sich in der Tat hormonell an - Schilddrüse oder eventuell Diabetes? Ich will es für ihn nicht hoffen - aber keine Sorge, ich bin medizinisch echt nicht bewandert. Lasst das lieber mal von einem Arzt klären - der Allgemeinmediziner wird euch schon an die richtige Adresse verweisen.

    Zum Thema Oversexing - jaa... das macht die Sache nicht besser, wie du ja schon erkannt hast. Sehr viele Männer fühlen sich einer Art "Leistungsdruck" ausgesetzt, wenn sie ihre Partnerin quantitativ wie auch qualitativ nicht genug befriedigen. Einige steigern sich völlig in solche Dinge hinein und machen sich die übelsten Sorgen, ihr einfach nicht genügen zu können. Kann man das noch steigern? Ja - nächste Stufe ist Verlustangst - das kann richtig haarig werden :frown:

    Anstatt dann aber nach Alternativen zu suchen, welche man durchaus auch in Verhältnissen mit größerer Libidodifferenz finden kann, wird dann eher "verdrängt" und "abgewehrt". Ist dein Männchen von dieser Sorte? Redet er gerne über Sex, oder macht ihn das Thema verlegen, wenn du es ansprichst? Spricht er es selbst an? Kommt er auf Ideen? Beichtet er dir schmutzige Phantasien oder beschränkt er sich auf ein Routineprogramm im Bett, bei dem er zumindest sicher sein kann, dass er das hinbekommt und von dem du irgendwann mal gesagt hast, dass du es mögen würdest?

    Zusammenfassend würde ich sagen, existieren hier 3 Probleme: Libidodifferenz, gesundheitliche Probleme beim Männchen und dieses unter Druck setzen, was du nunmal dummerweise betrieben hast. Alles 3 lässt sich aber in den Griff bekommen, wenn man es ernst meint und sich diese Probleme noch nicht allzu fest gefahren haben. Berichte mal, wie du das so siehst :smile:
     
    #3
    Fuchs, 7 September 2008
  4. User 20579
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    Huhu,

    @xoxo: Da ich nicht glaube, dass es 80 % Arbeitsstress sind oder ich zu 20 % nicht die Richtige, muss es irgendwas anderes sein :zwinker: Danke aber für den Artikel.


    Nee, also das ist es auch nicht wirklich. Er holt sich ja überhaupt keinen mehr runter. Ich fände das völlig in Ordnung wenn er es tun würde, aber er tut es nicht. Ich bin damit in dieser Beziehung die einzige. Für mich gehört das dazu - aber nichtmals danach hat er ein Bedürfnis. Gut, nun kann man sagen, spricht für unseren Sex - er meint, der wäre so gut, da bringt ihm SB nichts - das wäre im Vergleich so schlecht, dass er hinterher frustrierter wäre, als vorher. Aber nichtmals das Bedürfnis danach?

    Und selbst wenn ich ihm sage, dass ich es ihm auch einfach ohne Gegenleistung eben mache, will er es nicht - dann hat er ein schlechtes Gewissen... :ratlos:

    Irgendwie hat er den Gerechtigkeitsgrundsatz da falsch verstanden - nur weil ich beim Sex einfordere, auch was davon zu haben, heißt das ja nicht, dass ich das jetzt bei jedem unverbindlichen BJ oder HJ auch einfordere - das kann man ja auch einfach mal so machen ^^ Das kann er dann aber mit seinem Gewissen nicht vereinbaren...

    Irgendwas läuft da gründlich falsch - erst wusste er nichtmals, dass nicht jede Frau automatisch in 3 Minuten vaginal kommt, und hatte von OV etc. bei Frauen kaum Ahnung (also was jetzt über 30 Sek. als Bestandteil des Vorspiels hinausgeht) und ich blieb regelmäßig unbefriedigt übrig - und heute führt dieser "du musst doch aber auch" Grundsatz dazu, dass ich ihm kaum zwischendurch einfach mal einen runterholen kann. Also von daher ist es irgendwas in seinem Kopf, und ich habe das Gefühl, ich bin irgendwo Schuld daran :frown:

    Eben genau das. Und ich muss ja auch zugeben, dass ich zum Teil böse Gedanken habe und denke, da draußen gibts wahrscheinlich zig Kerle, die sich über ein Mädel wie mich im Bett freuen würden - und dann ärgert es mich, das ausgerechnet meiner abblockt, wo er doch bei Freunden ein bisschen "angeben" geht, wie toll ich eigentlich bin - auch in dieser Hinsicht (finde ich auch nicht schlimm, ich rede mit Freundinnen ja auch mal über sowas).
    Also da muss man halt sagen, es hat sich verändert. Zu Beginn der Beziehung wollte er mir irgendwie beweisen, was er für ein toller Macker ist, hat mir von seinen Frauengeschichten erzählt, blieb demonstrativ bei Unterwäscheplakaten stehen... hat mein Vertrauen in der ersten Zeit nun nicht unbedingt gestärkt. Im Nachhinein denke ich, dass er da irgendwie unsicher war, aber diese beschissene Zeit hängt mir auch manchmal noch nach - eben weil ich Nr. 6 bin, auf Parties z.T. Probleme habe, weil da böse-guckende Exaffären rumlaufen, die mich nicht grüßen.. halt solche Dinge. Da hätte ich ja dann gedacht, wenn der Herr schon zig Affären hatte, wieso habe ich dann nichtmals was im Bett davon?

    Also insgesamt hat es sich eben gewandelt. Damals musste ich noch die Verhütung ansprechen, heute denkt er mit an die Pille. Zum Aidstest ist er freiwillig gelaufen, und er redet nun auch über Sex - allerdings nicht von sich aus, ansprechen muss ich es. Dann ist er aber sehr viel offener geworden, spricht auch mal Ideen an. Die meisten kommen allerdings von mir.

    Routineprogramm kann man eigentlich nicht sagen, der Sex ist schon richtig gut. Allerdings fragt er ca. 5-6 mal, was ich möchte, ob das so in Ordnung ist - da fehlt mir halt z.T. ein bisschen die Spontaneität - ich würde mir eher wünschen, dass er sich mal völlig fallen lässt und nicht nur guckt, wie es mir geht - wobei ich zugeben muss, dass die Waage für ihn auch total schwierig ist, da er extrem schnell kommt und dann halt Angst hat, zu schnell zu sein und sich dann halt ein bisschen "kontrollieren" muss - meint er zumindest.

    Soviel sind erstmal meine Gedanken. Zur Klarstellung noch: Ich reduziere meine Beziehung nicht auf Sex, aber mein Freund und ich sehen beide das Problem, und er hat auch Angst, ob irgendwas mit ihm los ist. Ich habe Angst, dass ich ihn "kaputt" gemacht habe, indem ich zuviel über das Thema geredet und meine Bedürfnisse klargestellt habe.

    Wenn noch jemand was weiß, wäre ich froh :smile:
     
    #4
    User 20579, 8 September 2008
  5. waschbär2
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    Waschbärs Kurzfassung:

    Es gibt Zeiten, da möchte ich dauernd über meine Partnerin "herfallen".
    Und es gibt Zeiten, da möchte ich keinen Sex.

    Warum ? Keine Ahnung.

    Man kann es nicht immer "wissenschaftlich" erklären. Es ist eben so.

    Das hat nichts mit der Attraktivität der Partnerin zu tun.

    Jeder Mensch (und auch Männer sind Menschen :tongue: ) hat gewisse Phasen und woher diese Phasen kommen, kann so viele Ursachen haben, wie es Sterne am Himmel gibt ....

    Und mit Liebe hat das nichts zu tun.
     
    #5
    waschbär2, 8 September 2008
  6. User 20579
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    Huhu,

    wenn trotzdem noch jemand was weiß und sich durch diese langen Postings schlagen möchte, würde ich mich sehr freuen :zwinker:
     
    #6
    User 20579, 9 September 2008
  7. Fuchs
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    Melde ich mich halt noch einmal zu Wort :zwinker:

    Mhh... ich weiß nicht - da tue ich mich ein wenig schwer mit dem Gedanken. Wenn du ausschließen kannst, dass er es heimlich macht, deutet das für mich wirklich drauf hin, dass seine Libido einfach gut bedient ist. Es gab auch in meiner letzten Beziehung Phasen, wo nur 2-3 mal die Woche was lief und ich komplett auf SB verzichtet habe. So völlig unnormal ist das nicht... :hmm:

    Jaaa... also sowas kann natürlich der Lustkiller schlechthin sein, wenn man ein Gewissen mit sich herumschleppt. Also - das Problem kenne ich von mir selbst auch. Ich denke, es liegt oftmals daran, dass Männer beim Sex Probleme damit haben, festzustellen, was der Frau gerade gefällt, was zu viel verlangt ist, was vielleicht egoistisch ist - permanente Rücksicht! Höflichkeit beim Sex! :jaa:

    Ich mein, ich verstehe ja deine Position - ich sehe das auch so mit mal eben einen runterholen und SB erlaubt und so - aber er macht sich da womöglich unnötig einen großen Kopf drum - und je größer sein Kopf wird, umso kleiner wird das Tier in ihm. Ich sage ja nicht, dass er nun rücksichtslos werden soll, aber die Menge macht das Gift...

    Was man gegen solche Gewissensblockaden tun kann: Sex nicht so ernst nehmen und ruhig auch mal egoistisch sein dürfen. Solange das nicht zum Dauerzustand wird, ist dagegen ja nichts einzuwenden, oder würde es dich stören, wenn er dich einfach mal "benutzt"? :zwinker:

    Vorallem lachen drüber sollte man auch können. Da du das Thema vermutlich bei ihm überdramatisiert hast, wird das nun aber schwierig. Wenn du es jetzt wieder herunterspielst, ist er völlig verwirrt. Klärende Gespräche, viel Vertrauen und vorallem Geduld können auf lange Sicht vielleicht helfen, dass er seine rationalen Blockaden da etwas abbaut. Auf lange Sicht, weil ja momentan kaum die Gelegenheit zum Sex besteht :frown:

    Vielleicht sollte er mehr über den weiblichen Orgasmus, (welcher in meinen Augen ebenso wie der männliche überbewertet wird) lernen? Soll Frauen geben, die noch nie einen hatten, aber dafür trotzdem Spaß am Sex :zwinker:

    Kann er dich denn mittlerweile befriedigen? Dich stört doch eher die Quantität und nicht die Qualität des Sex, oder? Weil dann macht er sich vielleicht über Dinge Sorgen, die am Anfang eurer sexuellen Beziehung zwar wirklich noch problematisch waren, aber jetzt einfach nicht mehr bestehen? Hast du ihn auch mal positives Feedback gegeben?

    Ach nein, wie putzig... :herz:
    Aber daraus solltest du jetzt nicht auf die "Manneskraft" Rückschlüsse ziehen... :zwinker:

    Solche Gedanken sind schlecht... auch wenn du sie ihm gegenüber nicht direkt äußerst, sondern nur ausstrahlst... Macht die Situation nicht besser :kopfschue

    Oh-oh... hier verbündet sich in seinen Kopf die Vorstellung einer nicht befriedigten Frau mit der, er hätte nicht genug Stehvermögen. Ganz böse Kombination. Wenn das so ist, wird er Sex eher als Bürde oder Arbeit empfinden und weniger als Entspannung, was seine Probleme in dieser Hinsicht nur noch verschärfen wird. Es gibt ja bereits zahllose Threads über Männer, die zu früh kommen. Wenn das wirklich ein belastender Faktor ist, solltet ihr vielleicht mal dran arbeiten? Es gibt ja so viele Alternativen, zu denen man greifen kann oder auch wirklich Übungen, die Besserung versprechen - da gehe ich jetzt mal nicht näher drauf ein... :zwinker:

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass da zumindest ein Kopfproblem besteht, was seine Libido senken könnte. Es ist nicht gesagt, dass es jetzt mehr werden wird, wenn ihr das in den Griff bekommt - aber ich kann mir schon vorstellen, dass ihr beide unter dieser Sache leidet. Unabhängig davon solltet ihr da also mal gegen angehen. Mache ihm klar, dass die Probleme, die es vielleicht am Anfang gab sich nun gewandelt haben. Das es nichts schlimmes ist, dass er früh kommt oder du hin- und wieder nicht befriedigt wirst. Erwarte nicht, dass er nach dieser Offenbahrung nun jede Nacht mit dir pennt, aber nutzt halt den wenigen Sex, den ihr habt intensiv und fangt an, euch danach darüber auch auszutauschen. Sowas aus den Kopf rauszukriegen, ist schwierig, da hier Ängste überwunden werden müssen. Versuche ihm ein wenig Mut zu machen und baue seine Wahn-/Idealvorstellungen des ewig könnenden Mannes und der stets befriedigten Frau ab.
     
    #7
    Fuchs, 9 September 2008
  8. xoxo
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    Off-Topic:
    Ich habe zwei Artikel gepostet. Der erste geht von 20:80 aus, aber der zweite Stellt dies ebenfalls in Frage. Es geht auch nicht um 20% nicht die Richtige sein und 80% Arbeitsstress. Bei 20% der Männern ist es die falsche Frau und bei 4/5 der Arbeitsstress. Wie dem auch sei, ich habe extra den zweiten Artikel gepostet, weil er dies relativiert.
     
    #8
    xoxo, 9 September 2008
  9. User 20579
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    PFff, überhaupt nicht - wenn er es denn mit seinem Gewissen vereinbaren kann :zwinker:

    Ja, mach ich ja. Ermuntern, ermutigen, gut zureden, loben - mach ich alles. Ist ja auch wahr, also ich denke mir ja auch nix aus. Geduld ist halt bei mir schwierig - ich arbeite daran :zwinker:

    Und Sex haben wir im Moment ja auch - und der ist auch richtig (!!) gut. Nur halt geht es immer von mir aus und ich muss ihn zum Teil "überreden" - und würde mir mehr Aktivität von ihm aus wünschen.

    Ich gehör jedenfalls nicht dazu. Ich brauche das und fordere es auch ein. Ich könnte sonst Dinge auseinandernehmen, bin extrem frustriert und übellaunig. Das ist halt auch mein Problem. Aber eben WEIL es zu Beginn so schwierig war, auf die Kosten zu kommen, schwingt bei mir auch jedes Mal die Angst mit, ob es "diesmal" klappt. Auch wenn das jetzt seit gut einem halben Jahr immer alles super ist, sobald was nicht so läuft, wie ich es möchte, habe ich gleich Angst, dass jetzt bald alles vorbei ist und er schnarchend neben mir liegt :zwinker: Das ist halt eben MEIN Kopfproblem - ist ja nicht so, als ob ich keine hätte....

    Ja ist alles super - und das sage ich ihm auch. Es war halt zwischenzeitlich nicht immer so leicht.

    Eben, genau das. z.T. ging das zu Beginn keine 30 Sekunden, dann war Feierabend. Dann ist er z.T. eingeschlafen oder hat sich geweigert, noch was mit mir zu machen - weil ist ja eklig, wenn alles voller Sperma ist :eek: Dadurch war meine Laune dann natürlich nicht immer so optimal, um es mal so zu sagen ^^ Dadurch ist natürlich bei ihm jetzt das Problem, dass er länger machen möchte, und sich dabei total konzentrieren muss - bremst sich total ab, multipliziert im Kopf hohe Zahlen... nur damit es länger dauert. Eine zweite Runde hängt dann auch - seiner Meinung nach- vom Glück ab, ich meine, es ist auch sein Kopf. Ich kann zugucken, wie er an sich runterschaut, sich Sorgen macht, und alles wieder einschrumpft, um es drastisch zu sagen.

    Dann muss ich eben echt einschreiten und das Denken abschalten - das ist mittlerweile aber viel viel besser geworden, es dauert insgesamt länger und auch danach geht noch was. Ich hoffe, das ermutigt ihn jetzt auch und nimmt ihm etwas Zweifel!

    Ich habe ja auch kein Problem damit, wenn das nicht ewig dauert - nur wenn er sich danach weigert, mir noch was Gutes zu tun, weil er das "eklig" findet, dann reicht es mir auch. Da hatten wir halt lange Diskussionen und mittlerweile haben wir da einen Kompromiss gefunden.

    Nee, ich weiß - und ich kann nicht mal mit Sicherheit sagen, ob ich sowas nicht mal angedeutet hätte :cry: Ich bin halt auch manchmal blöd - deswegen ja auch meine Angst, dass ich Schuld bin....

    Zumindest zu letzterem finde ich, dass das bei gemeinsamen Sex eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte. Kein Mann käme auf die Idee, mit dem Sex aufzuhören, nur weil SIE fertig ist. Das schließt natürlich nicht aus, dass man auch mal nur einseitig was machen kann. Es sollte aber nicht darauf hinauslaufen, dass sie BJs, HJs liefert und ihm beim Sex befriedigt, und ihr Orgasmus "Glück" oder "Zufall" oder "Gnade" bleibt - denn diesen Zustand möchte ich eigentlich nicht zurückhaben und habe lange genug daran Überzeugungsarbeit geleistet, um das wegzukriegen. Weiß auch nicht, wieso da so oft mit zweierlei Maß gemessen wird?

    Vielen Dank aber für die guten Tipps, vieles hatte ich mir auch schon gedacht und werde versuchen, es mit ihm umzusetzen.

    @xoxo: Ich weiß, und dafür auch Danke, ich hatte das extra aus dem Kontext gezogen, daher auch der :zwinker: Anscheinend bin wohl ich echt Schuld, Arbeitsstress ist es bei ihm eher nicht, zumindest nicht in dem Maß, wie es die Artikel beschreiben.
     
    #9
    User 20579, 9 September 2008
  10. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
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    Erneut, es werden mehr Ursachen als falsche Frau und Arbeitsstress aufgeführt:

    Körperliche Ursachen:

    o Andere sexuelle Störungen, z.B. vorzeitige Ejakulation oder Erektionsstörung. Durch Lustlosigkeit wird die Konfrontation mit diesen Problemen vermieden.

    o Hormonstörungen

    o Neurologische Störungen

    o Leber-/Nierenerkrankungen

    o Chronische Erkrankungen

    o Angst vor Erkrankungen

    o Medikamente (z. B. Antidepressiva)

    o Drogen, Alkohol


    Seelische Ursachen:

    o Zu hohe sexuelle Ansprüche an sich selbst

    o Unzufriedenheit beim Sex mit der Partnerin

    o Beziehungsprobleme

    o Unerfüllte oder nicht erfüllbare sexuelle Wünsche

    o Ängste und Angststörungen

    o Depressionen

    o Psychosen

    o Hirnorganische Syndrome

    o Stress

    o Zeitmangel

    o Missbrauchserfahrungen


    Soziale Faktoren:

    o Lange Arbeitslosigkeit

    o Berufliche Probleme

    o Überforderung
     
    #10
    xoxo, 9 September 2008
  11. User 20579
    Planet-Liebe Berühmtheit Themenstarter
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    Hm Sorry, frag mich nicht wieso, aber irgendwie muss ich gestern den 2. Artikel übersehen haben - habe nur den einen gelesen :ratlos: Tut mir total leid, den führe ich mir jetzt mal zu Gemüte... :schuechte
     
    #11
    User 20579, 9 September 2008
  12. Fuchs
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    Weil sich - meiner Meinung nach - männlicher und weiblicher Orgasmus doch schon unterscheiden...

    Es ist vielleicht ein wenig unglücklich formuliert - natürlich sollte die Frau eine ebensolche Befriedigung erfahren, wie der Mann. Nur das Befriedigung mit Orgasmus gleichgesetzt wird, erachte ich als problematisch. Du hörst dich nach einer Frau an, die ihren Orgasmus braucht - gut, muss man sehen, wie man es arrangiert, dass du auf deine Kosten kommst - ist ja jetzt auch nicht dein Problem, denn mittlerweile funktioniert es ja auch. Aber allein, wenn du dir den Problemkomplex Orgasmuslüge mal anschaust, ergeben sich dadurch oftmals viele Probleme, die beim männlichen Orgasmus weniger existieren. Ich sage nicht, dass man sich nicht bemühen sollte, die Frau zu befriedigen - aber Sex ist so viel mehr als der Orgasmus.

    Dann noch eine Randbemerkung: Er betreibt beim Sex Kopfrechnen, um nicht so schnell zu kommen? :eek:
    Sorry - das ist mal echt hart. Bist du dir sicher, dass es ihm Spaß macht? Das ist doch nicht der Grundgedanke, dass er sich da so durchkämpft, nur um in dir länger zu können :kopfschue
    Ist dir das so wichtig? Kann er dich nicht mit Spielzeug, Hand, Zunge oder sonstwas befriedigen? Und selbst wenn nicht - du wirst dich doch wohl dabei selbst zum Orgasmus bringen können, oder? Ist ja nicht verwerflich, wenn Frau da einfach nachhilft.

    So hört es sich jedenfalls an, als ob er es als heilige Pflicht, Bürde oder schlicht und ergreifend Arbeit ansieht, dir einen Orgasmus zu bescheren, was bei seinen Kopfproblemen und dem Stehvermögen zudem auch noch mühseelig ist.

    Zudem ist es seltsam, dass er sich scheinbar vor seinen eigenen Sperma ekelt. Ich glaube, er hat insgesamt keine so gesunde Einstellung zum Sex... Hört sich für mich nicht schön an.
     
    #12
    Fuchs, 9 September 2008
  13. User 20579
    Planet-Liebe Berühmtheit Themenstarter
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    Huhu,

    naja, ich denke, das klingt etwas dramatischer, als es nun ist.

    Doch schon. Macht er mittlerweile nicht mehr so schlimm - aber halt nur mal als Anhaltspunkt, _wie_ dramatisch er das findet.

    Was glaubst du, was ich tue? Ich meine, wenn ich es in 30 Sekunden nicht schaffe, dann muss ich halt gucken, wo ich bleibe - zumindest war das ne ganze zeitlang so. Und mit Zunge weigert er sich, wenn da was von ihm dran ist - mit Hand kann er nicht, Spielzeuge kommen erst neustens hinzu.

    Und das Rechnen bezog sich jetzt auf die Zeit, wo wir mit Unterbrechungen keine 30 Sekunden hatten, das ist schon extremst kurz! Für mich wurde der Sex dann auch zum Leistungsmarathon, denn wenn er schon war, gab es ja für mich teilweise nichts mehr!

    Und nein, ich finde es jetzt nicht die ultimative Erfüllung, es mir bei jedem Sex quasi selber zu machen - das verlange ich von ihm auch nicht. Und trotzdem läuft es darauf hinaus - indem ich meine Hand dazunehme oder es mir danach eben selber mache (n muss). Da bin ich froh, dass wir das mittlerweile meistens hinkriegen - eben indem ich zuerst dran bin, wir eine 2. Runde starten können (was früher eben oft nicht ging) oder Ähnliches.

    Ja, das ist mir schon auch klar. Aber trotzdem denke ich nicht, dass das jetzt darauf hinauslaufen sollte, dass ich beim Sex übrig bleibe.

    Man sollte das mal zusammenfassen: Ich tue alles (!!) was er wollen würde, und ich tue es gut. Ich bin eigentlich immer willig, sehe nicht schlecht aus. Alles was ich möchte, ist beim Sex auch auf meine Kosten zu kommen? Ist das SOO dramatisch? Ich denke nicht. Und ich denke auch nicht, dass mein Freund damit sein Problem hat, denn das hat er mittlerweile sehr gut aufgenommen und ihm macht der Sex ja auch - oh Wunder - viel mehr Spaß mit einer Frau, die im Bett abgeht und Spaß daran hat, als mit einer, die da liegt wie ein Brett, wie seine bisherigen.

    Das ist ja auch grundlegend geklärt zwischen uns und läuft in 90 % der Fälle gut.

    Problem ist halt, dass ich befürchte, da zum Teil zu unsensibel drangegangen zu sein, und dadurch einen Leistungsdruck bei ihm aufgebaut habe, der so gar nicht sein sollte. Ich meine, es ist ja "nur" ein Orgasmus, und kein Weltwunder - und nur weil viele Frauen Orgasmen vortäuschen und keine kriegen, heißt das ja nicht, dass die, die welche kriegen, keine mehr haben dürfen oder nicht einfordern sollen?

    Wie gesagt, umgekehrt wäre es niemals denkbar, andersrum finden viele Männer immer noch, wir Frauen sollen froh sein, wenn wir einen kriegen und sind fertig, wenn sie es sind. :kopfschue

    Und mal im Ernst: Wenn die Tatsache, dass die Frauen beim Sex auch einen Orgasmus haben wollen, nun ernsthaft dazu führen sollte, dass reihenweise die Männer impotent und lustlos würden, dann müsste man sich mehr Sorgen über die männliche Sexualität und die Gleichberechtigung machen, als einer zugeben wollte :zwinker:

    Prinzipiell muss ich mich auch eigentlich nicht dafür rechtfertigen, dass ich beim Sex auf meine Kosten komme, sondern ich möchte eigentlich nur, dass mein Freund nicht deswegen einen solchen Druck aufbaut, dass gar nichts mehr geht. Und irgendwie muss man das ja kombinieren können, sonst sieht die Zukunft für gleichberechtigten Sex ja sehr schlecht aus.... ?
     
    #13
    User 20579, 9 September 2008
  14. rough_rider
    Meistens hier zu finden
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    vergeben und glücklich
    nimmt er irgendwelche medikamente - z. b. finasteride?
     
    #14
    rough_rider, 9 September 2008
  15. Trauerklops
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Zitat Anfang:

    Wie gesagt, umgekehrt wäre es niemals denkbar, andersrum finden viele Männer immer noch, wir Frauen sollen froh sein, wenn wir einen kriegen und sind fertig, wenn sie es sind.

    Zitat Ende:

    Wenn Du genau so deinem Freund gegenüber trittst .. dann wundert Dich sein Verhalten? – das ist doch jetzt nicht wirklich dein Ernst gewesen und doch wohl eher eine Verdeutlichung deiner Verzweiflung – oder?

    Deine Einschätzung, dass man durch falsche Kommunikation durchaus die sexuelle Lust einiger Männer zerstören kann, ist vollkommen richtig. Ist bei mir nicht anders. Das ständige gehacke von meiner Frau hat mich persönlich nur noch abgestumpft. Erst war das nicht richtig, dann dieses nicht mehr – dann wollte sie nicht mehr – und zur guter letzt habe ich das Handtuch geworfen – ich habe komplett aufgegeben – und ich frage auch nicht mehr nach dem Sex nach. Im Gegenteil – teilweise fühle ich mich nur noch genervt, wenn sie ankommt und Sex haben möchte.

    Das ganze zieht sich schon mehr als drei Jahre bei uns hin – und an Besserung glaube ich persönlich nicht mehr. Meine Frau hat mich bei manchen Dingen so unsensibel behandelt, dass ich einfach keinen Bock mehr auf die Diskussion Sex habe. Wie gesagt, es geht schon eine lange Zeit so – und es ist auch so, je weniger Sex Mann hat, desto „aufregender“ ist es für ihn – ergo – das Ende liegt doch nahe am Anfang. Wenn man sich dann auch noch seinen eigenen Gedanken stellen darf – mal wieder souverän versagt zu haben – ja, dann beginnt so langsam aber sicher der innere Zerfall der eigenen sexuellen Welt …

    Meiner Frau ist das so langsam aber sicher klar geworden, was sie mit ihrem Wort angerichtet hat. Hat lange gedauert. Ich bin ein Mensch, der einen „Anschiss“ einsteckt, darüber wochenlang nachdenkt und wenn es klick macht, rastet ein Mechanismus ein, der dafür sorgt, dass so was nicht noch mal passiert. Mit der Zeit hat sich eine Art asexuelles Verhalten breitgemacht – und das komische ist – ich persönlich kann damit sehr gut leben.

    Nun ist das Beispiel zwischen mir und meiner Frau ein wirkliches Extrem – aber ich wurde ausgebildet auch im Extremen zu überleben – ich blende solche Situationen einfach aus. Ich weiss, dass das eine harte Nummer für meine Frau ist – aber ich durfte mehr als 3 Jahre ihre „Schläge“ einstecken – nun stehe ich mit dem Rücken an der Wand.

    Ich würde vorschlagen, dass Du für Dich erste Mal feststellst, wieviel Porzellan bei deinem Freund wohl kaputt gegangen ist – ich meine nämlich deine Vermutung kommt doch nicht von ungefähr – oder?
    Und dann solltest Du versuchen die eine oder andere Schramme im Kopf deines Freundes wieder zu reparieren. Es geht nicht um den Orgasmus – es geht bei euch wenn um den gemeinsamen Sex – wo der Orgasmus ein Ziel darstellen kann, ist aber kein Zwingendes Muss.
    Wenn Du dein Anliegen so deinen Freund vorträgst wie es hier teilweise geschrieben steht, dann wird er Dich falsch verstehen und sich weiter unter Druck gesetzt fühlen. Ein wenig mehr Diplomatie ist sicherlich ein guter Weg zum Teilerfolg.



    Zitat Anfang:
    Und mal im Ernst: Wenn die Tatsache, dass die Frauen beim Sex auch einen Orgasmus haben wollen, nun ernsthaft dazu führen sollte, dass reihenweise die Männer impotent und lustlos würden, dann müsste man sich mehr Sorgen über die männliche Sexualität und die Gleichberechtigung machen, als einer zugeben wollte
    Zitat Ende:

    Ah –ja, im Grunde eine legitimer Denkweise – aber dennoch, Einfühlungsvermögen gleich Null. Weiter solchen Statements gegen deinen Freund und Du wirst genau das Gegenteil erreichen.


    Zitat Anfang:
    Prinzipiell muss ich mich auch eigentlich nicht dafür rechtfertigen, dass ich beim Sex auf meine Kosten komme, sondern ich möchte eigentlich nur, dass mein Freund nicht deswegen einen solchen Druck aufbaut, dass gar nichts mehr geht. Und irgendwie muss man das ja kombinieren können, sonst sieht die Zukunft für gleichberechtigten Sex ja sehr schlecht aus.... ?
    Zitat Ende:

    Weist Du das Du Dir selbst im Satz widersprichst. Das ist so als ob Du sagen würdest: Wasch mich – aber mach mich bitte nicht nass.
    Nochmals – deine Gedanken dazu sind ja richtig, aber wenn Du sie so formulierst kommst Du da nur schwer weg wo Du gerade stehst.

    Manchmal habe ich das Gefühl, dass manchen Frauen denken, dass Männer keine Gefühle haben. Sie können stets die nackte Wahrheit ab – ist es aber wirklich so? Im Grunde genommen können das sicherlich viele – ich ebenfalls.
    Aber es liegt doch auf der Hand, wenn ich was erreichen möchte, merke aber, dass mein gesamtes Handeln bis jetzt in eine andere Richtung gewirkt hat, dann wird doch wohl eine persönliche Einstellungsänderung notwendig sein, um überhaupt den Stein wieder ins rollen zu bekommen. Du möchtest, dass er sich weniger Druck macht, dann gib ihn auch die Möglichkeit sich in diese Richtung zu entwickeln.
     
    #15
    Trauerklops, 10 September 2008
  16. User 20579
    Planet-Liebe Berühmtheit Themenstarter
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    Verheiratet
    Huhu,

    du glaubst doch nicht ernsthaft, dass ich das, was ich hier so unsensibel schreibe, meinem Freund so als Vorwurf an den Kopf knalle? Das sind doch eher Argumente, die manch andere Argumente ins Absurde führen sollen.

    Ich meine, sicherlich bin ich ehrlich und direkt - aber nicht so taktlos, wie hier mancher meinen mag.

    Davon abgesehen hatte ich gestern noch ein langes Gespräch mit meinem Freund - und ich glaube nicht, dass er so unter mir leidet, wie manche hier vermuten möchten :zwinker:


    Doch, leider ist das mein Ernst - nicht von meinem Freund, aber ich kenne genug, die es ähnlich sehen. Und mal im Ernst: Wer würde einem Mann in einem ähnlichen Thread schon raten, auf seine eigene Befriedigung zu verzichten? Umgekehrt ist das oft noch normal, wenn man nicht gleich als sexgeil oder nymphoman gelten will. Ist doch schon irgendwie seltsam?

    Also bist du der Meinung, dass ein Mann eine Frau nur befriedigen kann, wenn er sich solchen Druck aufbaut, dass nichts mehr geht? Sorry, aber das widerspricht sich noch viel mehr und ist ein Affront für all diejenigen Männer, für die es einfach normal und selbstverständlich ist, das BEIDE was vom Sex haben - wo ist daran das Problem?

    Da bin ich ja dran. Wenn ich auch sagen muss, dass das Gehacke jetzt auch keine guten Tipps gibt. Aber es war ja klar, dass das kommt, sobald ich sage, dass ich Angst habe, dass ich manchmal etwas zu harsch bin - nur "Produktives", was ich nun damit machen kann, kommt auch nicht.

    Ja gut, ich denke nicht, dass ich den Mitgliedern hier zu soviel Einfühlungsvermögen verpflichtet bin :zwinker: Und ein Schluss von einem seltsamen Argument muss nicht immer "nett" sein, sondern zeigt eher, wie albern das Argument ist. Da eben die Realität zeigt, dass es eben sehr wohl Männer gibt, die ihren Frauen guten Sex bescheren, ohne dabei völlig lustlos und impotent zu werden, würde ich mal wissen, was die - und deren Frauen - anders machen.

    Jemanden, der davon keine Ahnung hat, bekommt man nicht von selber dazu - man muss es ihm auch mal sagen. An jeder anderen Stelle wird gesagt: "Rede mit ihm" - das habe ich gemacht. Irgendwann bin ich dann vielleicht auch mal etwas drastischer geworden und habe ihm klar gemacht, was ich mir vom Sex erwarte. So dramatisch? Ich habe nie irgendwas gesagt, dass ich mir woanders Sex suche, ihn betrüge oder verlasse - wie zahlreiche Männer in anderen Threads schreiben und z.T. noch Bestätigung dafür kriegen. Ich habe lediglich gesagt, dass ich beim Sex was davon haben möchte und nicht am Ende unbefriedigt daliege und er neben mir schnarcht. So gemein und so ein Unding? Nee, sorry, den Schuh zieh ich mir nicht an.

    Alles, was ich möchte, ist, dass er sich davon nicht so einen Druck aufbaut - da habe ich in der Anfangsphase der Beziehung eben nicht mit gerechnet, dass er so sensibel ist - zumal er meine Gefühle ja auch nicht so sonderlich berücksichtigt hat. Wer mir den kompletten Tag von seinen Affären und Exen erzählt und beim Sex nur auf seine Kosten kommt - wer rechnet denn damit, dass da insgeheim ein solches Sensibelchen drin steckt, dass da nun für 1,5 Jahre eine Blockade entsteht? Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich echt anders vorgegangen - aber das kann ich heute nicht mehr ändern, genauso wenig, wie er ändern kann, dass mein Vertrauen in der ersten Zeit gelitten hat.

    Was mich interessiert ist, was ich JETZT machen kann, nicht, was ich früher hätte anders machen sollen, was ich damals nicht hätte sagen sollen etc. Die Formulierungen hier im Thread sind überzogenes Beispiel dafür, wie das damals bei uns war und damals so gelaufen ist. Da waren wir beide nicht ganz unschuldig dran. Umso wichtiger wäre mir, dass ich das jetzt wieder hinkriege, zusammen mit ihm.
     
    #16
    User 20579, 10 September 2008
  17. Trauerklops
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Gut, dann bin ich wirklich beruhigt. Naja – manche verhalten sich wirklich so, wie Du geschrieben hast. Es ist ja formal alles richtig – allerdings fehlt dann m.E. einfach die Diplomatie, die notwendig ist um weiter zu kommen. Daher meine Nachfrage.
    Ähm – ich habe Dich nicht also taktlos bezeichnet – wollte ich wirklich nicht. Es sollte ein sensibilisierender Hinweis darauf sein, wie es wirken könnte, wenn man sich so äußern würde wie niedergeschrieben.
    Mmh – ich unterscheide eigentlich das Sexuelle Leben von Frau und Mann nicht. Sollte es in der Tat so sein, dass Frau stets dem Mann dienlich sein sollte, dann zeugt das m.E. von einer wirklich einfach strukturierten Denkweise. Das ist ja glatt peinlich – gut das solche Menschen nicht im meinem Bekanntenkreis zu finden ist. Jeder hat halt seine eigene Einstellung zur Sexualität. Keiner sollte auf seine sexuelle Befriedigung in einer Beziehung verzichten – oder zwanghaft verzichten müssen. Es sei denn, es bleibt einen nichts anders mehr übrig. Meine Frau muss ja auch auf Sex verzichten, weil ich schlicht und ergreifend keinen Bock mehr habe auf den Blümchensex – entweder sie akzeptiert es oder sie lässt sich scheiden. Ich musste es ja auch akzeptieren dass sie nur auf die Standartnummer steht – also, gleiches Recht für alle in einer Beziehung. Wenn man damit nicht leben kann, müssen Konsequenzen gezogen werden.

    Zitat Anfang:

    Zitat:
    Weist Du das Du Dir selbst im Satz widersprichst. Das ist so als ob Du sagen würdest: Wasch mich – aber mach mich bitte nicht nass.

    Also bist du der Meinung, dass ein Mann eine Frau nur befriedigen kann, wenn er sich solchen Druck aufbaut, dass nichts mehr geht? Sorry, aber das widerspricht sich noch viel mehr und ist ein Affront für all diejenigen Männer, für die es einfach normal und selbstverständlich ist, das BEIDE was vom Sex haben - wo ist daran das Problem?
    Zitat Ende:


    Nein, der Meinung bin ich nicht. Du versuchst Dinge aus einer Extremsituation auf eine normale Lebenssituation zu übertragen – und das funktioniert nicht. Solange dein Freund diese Denkweise des „sich unter Druck gesetzt fühlen“ im Kopf hat, kannst Du mit deiner Aussage doch nur auf die Nase fallen. Vor allem wenn Du der Zukunft des Sexuellen Lebens davon abhängig machst ob jemand nun den vorstehend benannten Druck im Kopf hat oder nicht. Es scheint mir so, dass dein Freund beim Thema Sex sich leicht in die Ecke gedrängt fühlt – und exakt das Gefühl musst Du aus seinem Kopf treiben – sonst kommt man leicht in einem Kreislauf und den wieder zu verlassen ist schwer. Sexualität SOLLTE ungezwungen geschehen – aber sobald ein Wunsch von einer Seite geäußert wird, kann dadurch eine Drucksituation entstehen, die wieder alles kaputt macht, was man vorher sich mühsam erarbeitet hat.
    Zitat Anfang:

    Zitat:


    Du möchtest, dass er sich weniger Druck macht, dann gib ihn auch die Möglichkeit sich in diese Richtung zu entwickeln.

    Da bin ich ja dran. Wenn ich auch sagen muss, dass das Gehacke jetzt auch keine guten Tipps gibt. Aber es war ja klar, dass das kommt, sobald ich sage, dass ich Angst habe, dass ich manchmal etwas zu harsch bin - nur "Produktives", was ich nun damit machen kann, kommt auch nicht.
    Zitat Ende:


    Wenn Dir meine Kritik als Gehacke vorkommen sollte, so tut es mir leid. War nicht meine Absicht. Ich lege halt mal gerne den Finger in die Wunde um zu sensibilisieren. Oftmals sind die Menschen polarisiert von ihrer Meinung und Denkweise – und dass führt meistens ins Leer.
    Was die Forderung zum Produktiven angeht:
    Jeder Mensch ist anders, jeder Mensch denkt und empfindet anders. Das einigste was Du machen kannst / solltest diplomatisch an diese Sache herangehen. Versuche doch erste Mal zu verstehen, wodurch Drucksituationen im Kopf deines Freundes entstehen können. Wenn Du diese Gefunden hast, wirst Du Mittel und Wege finden um diese Situationen zu umschiffen. Versetze Dich doch mal in die Lage deines Freundes, versuche doch einfach mal ihn zu verstehen und dann versuche gegen den Knoten im Kopf von Ihm anzukämpfen. Thematisiere nicht sofort immer alles – und vor allem beziehe nicht immer bei im auf das Thema Sex – auch das könnte ihn polarisieren.
    Um noch mehr mich über diese Situation äußern zu können, müsste ich deinen Freund schon persönlich kennen – Ferndiagnosen sind und bleiben einfach unmöglich.
    Was das Einfühlungsvermögen angeht: Man wird doch oft gemessen an dem was man schreibt und wie man es schreibt. Welche andere Möglichkeit habe ich sonst dich wahrzunehmen? Des weiteren ist es doch eher so, wie Du die gesamte Sache wahr nimmst – hat allerdings nichts mit der Realität zu tun. Sonst muss ich gleich wieder die Fahne heben und „Pauschalisierung“ rufen. Denn es gibt so gesehen auch Männer die vollkommen Lustlos es schaffen ihre Frauen zu befriedigen – sie tun halt nur „ihren Job“ in der Beziehung.
    Ich glaube wir sind uns doch einig, dass man in unterschiedlicher Art und Weise miteinander reden kann. Ich persönlich äußere mit stets so wie ich die Dinge wahrnehme. Ich Thematisiere die Dinge so wie sie sind – ich glaube Du bist auch ein direkter Mensch. Ich für meinen Teil habe oft feststellen müssen, dass meine direkte Art oft bei andern einschlägt wie eine Bombe (und ich glaube Du hast Dich auch bei der einen oder anderen Textstelle von mir „aufgeregt“ – war aber echt nicht meine Absicht) – dennoch hast Du mich so wahrgenommen.
    Erlaube mir ein Zitat von Vera Birkenbihl anzubringen: Wahr ist nicht was Du sagst, wahr ist das was der andere versteht.

    Du bist also darauf angewiesen richtig von deinem Freund wahrgenommen zu werden – und genau das ist der Schlüssel der m.E. euch wieder zusammenführt. Die Kommunikation über das Thema Sex sollte geändert werden. Ich glaube, dein Freund hat viel zu seinen Geschichten „hinzugewebt“ – bist Du sicher, dass er der „Stecher“ war für den er sich bei Dir verkauft hat? Überdenke das mal mit dem gesamten Wissen was Du heute über ihn hast …
    Mich würde es nicht wundern, wenn man seine Aussagen in den Bereich „Imponiergehabe“ schieben könnte. Ich kann diese Frage nicht beantworten – Du schon. Ich denke, er muss erste Mal lernen sich über Sexualität mitzuteilen. Ich glaube weiterhin, dass Du ihn vieles gezeigt hast, was er vorher von den anderen Beziehungen nicht mal im Ansatz gekannt hat. Wenn es tatsächlich so war, dann lässt sich sein verhalten sogar sehr gut erklären. Er dürfte sich so ziemlich „enttarnt“ vorkommen. Selbst vorher große reden geschwungen und auf einmal kommt eine Frau an, die es dann tatsachlich so macht und lebt wie er gesagt hat. Das schlägt in der Großhornrinde ein wie eine Bombe. Er muss einfach verstehen, dass er was von Dir lernen kann – und nicht umgedreht. Ich weiß, dass viele Männer da ein Ego – Problem haben.

    Deine Bedürfnisse kann ich wirklich sehr gut nachvollziehen. Glaubst Du, dass ich mir mein sexloses Leben ausgesucht habe? Nein – mit Sicherheit nicht! Ich war frügher sehr sexuell aktiv, hatte meine Freude daran. Im Grunde genommen war ich an der Stelle wo Du jetzt stehst. Ich durfte Madame stets befriedigen – aber meine Wünsche blieben ungesehen. Mein verhalten ist nur eine langjährige Entwicklung auf die Problematik, die Du gerade durchlebst. Ich hatte einfach keine Befriedigung beim Sex mehr - und deshalb habe ich aufgehört überhaupt nach Sex zu fragen. Es ist eine wirklich scheiß Zeit gewesen – und ich ziehe momentan nur das „Pflichtprogramm“ durch. Ich forderte genau die Dinge ein, die Du gegenüber deinem Freund forderst – aber ich konnte mich zum totalen Hampelmann machen – geändert hat es nichts an der Situation. Glaube mir, ich bin wortgewandt und nicht auf den Kopf gefallen – argumentieren kann ich auch …. – und? Was hat es mir genutzt?  nichts! Ich wollte mir diesen „Schuh“ auch nicht mehr anziehen, und deshalb bin ich nun der, der ich heute bin. Ich will und werde meine Frau nicht betrügen – obwohl sich täglich die Gelegenheit bietet. Aber ich tue es nicht, weil ich loyal hinter ihr stehe, sie nicht belüge und vor allem sie nicht betrüge. Ich liebe Sie trotz ihr Verhalten im Bereich Thema Sexualität in der Beziehung. Sie ist mein Lebensmittelpunkt und ich musste lernen mit ihrer Blockade umzugehen. Für mich war es so wie „Friss oder stirb“.

    Bitte mache Dir eines bewusst. Wenn erste Mal bei jemanden die Psyche in Schutt und Arsch liegt, da reicht kein einfaches Lippenbekenntnis in Form von einer Entschuldigung (soll jetzt als exemplarisches Beispiel dienen). Da muss man Jahre wieder für arbeiten, bis diese Schieflage wieder behoben ist. Lass Dir Zeit und lass ihm Zeit, Reden ist ein guter Einstieg, mein Tipp, lass ihn reden, Du musst Dich auf die Suche begeben und gucken, warum er sich unter Druck gesetzt fühlt. Mache ihn klar, dass Sexualität zwar eine gemeinsame Sache ist – es aber auch dort Bereich es Egoismus gibt. Das Beispiel von Dir mit den HJ oder BJ zeigt schon deutlich, dass er genau diesen gesunden Egoismus nicht leben kann. Ich glaube, wenn Du da erste Mal ansetzt, dann kommst Du/ihr auch weiter.

    Nochmals, ich will Dich wirklich nicht angreifen. Ich möchte Dich in die Lage versetzen mal eine andere Perspektive einzunehmen. Meine Äußerungen bitte nicht als Beschimpfung empfinden, sondern viel mehr als ein Anreiz über das eine oder andere nochmals Nachzudenken.
     
    #17
    Trauerklops, 10 September 2008
  18. gemini
    gemini (33)
    Verbringt hier viel Zeit
    528
    103
    2
    in einer Beziehung
    Das du da am Anfang der Beziehung etwas zuviel Druck aufgebaut hast, hast du ja jetzt schon bestätigt. Ich denke halt mal gerade dieses Thema, die Potenz und die Partnerin ausreichend zu Befriedigen ist bei Männern ein ganz heißes Thema.
    Vielleicht zu vergleichen mit dem Thema "Bin ich zu dick?" bei Frauen. Wenn der Partner da mal was falsches sagt, das hängt vielen Frauen dann auch ewig hinterher.

    Und auch wenn er vielleicht mit früheren Frauengeschichten geprahlt hat, dass kann auch nur den Zweck gehabt haben seine eigentliche Unsicherheit beim Thema Sex zu Überspielen. Du hast ja gesagt, dass er nicht wusste das Frauen vaginal nicht schon nach 3 Minuten kommen und mit OV kannte er sich auch kaum aus. Da hat er wohl etwas übertrieben, weil er bei dir als guter Liebhaber dastehen wollte.
    Ich meine, wie viele Männer würden freiwillig zugeben: Du ich habe zwar schon mit einigen Frauen geschlafen, aber eigentlich bin ich noch ziemlich unerfahren und unsicher beim Sex?
    Und da deine Erwartungshaltung wohl sehr hoch ist, hat ihn das noch mehr verunsichert.

    Ich denke nicht, dass er nicht schätzt eine Partnerin wie du zu haben, die sehr viel Spaß am Sex und auch oft Lust hat. Aber ich vermute er hat Angst nicht deine Erwartungen zu erfüllen und bevor du wieder schlecht gelaunt bist danach -->
    ... dann lässt er es halt lieber ganz und seine Lust auf Sex sinkt.
    Und genau diese Angst hat er wahrscheinlich auch. Du hast auch gesagt du würdest dir wünschen, dass er sich mal richtig fallen lässt. Hm ich könnte mich an seiner Stelle da leider auch nicht fallen lassen. Wenn man da immer im Hinterkopf hat: na wenn ich sie diesmal nicht ausreichend befriedige, dann ist sie schlecht drauf. Daher denkt er zu sehr an deine Befriedigung, fragt oft "gefällt dir das so?", alles ein Ausdruck seiner Unsicherheit.

    Auch wenn du jetzt sagst, es sei besser geworden. Das Kind ist nunmal in den Brunnen gefallen und ich denke er kriegt das einfach nicht aus dem Kopf. Da wirst du ganz viel Überzeugungsarbeit leisten müssen. Und ich denke so schnell wird das nicht gehen.

    Ich weiß jetzt nicht, wie du das deinem Freund gegenüber genau formuliert hast, aber so wie du es schreibst hört es sich für mich etwas zu fordernd an. Zumindest für ihn war das zu drastisch. Würde mir jemand sagen: ich erwarte beim Sex das und das, dann wäre ich auch eingeschüchtert und könnte mich nicht fallen lassen. Ich hätte wohl dauernd eine Liste im Kopf, das und das musst du machen damit er seinen Spaß hat.

    Auch wenn du ihn deswegen nicht verlassen wirst, diese Angst bekommt doch bestimmt jeder wen der Partner seine Unzufriedenheit über das Sexleben äußert.
    Du sagst: dass du beim Sex was davon haben möchtest = er denkt: der Sex so wie er momentan ist, macht dir keinen Spaß
    Die Folge: er zieht sich zurück, ist unsicher, Nachfragen beim Sex, auf Dauer keine besonders große Lust mehr auf Sex. Auch wenn du das nicht so wolltest und anders gemeint hast, ich versuche mich nur mal in die Situation deines Freundes zu versetzen und wie ich reagieren würde.
    Du sagst: ich möchte nicht danach unbefriedigt daliegen = er denkt: sie ich momentan unbefriedigt, ich mache alles falsch.
     
    #18
    gemini, 10 September 2008
  19. User 20579
    Planet-Liebe Berühmtheit Themenstarter
    5.398
    398
    3.883
    Verheiratet
    Tja, man erntet halt auch, was man säht - heißt: Ich habe nie viel erwartet, außer dass sich jemand Mühe gibt, denn das tue ich auch. Wenn hier aber einer einen auf letzten Macker macht und dann nichts kommt - dann fragt man sich halt, was die "anderen" vorher alle konnten, dass sie das bekommen, was ich nicht bekommen habe. Ist das irgendwie verständlich?

    Ich war ja dann die erste in einer Reihe, die "angeblich" nicht total damit zufrieden war, was er konnte.

    Und auch, wenn ich jetzt in Eile bin und deshalb nur exemplarisch auf ein paar Sachen eingehe- er hat das zu Beginn genauso versiebt, wie ich.

    Mal im Ernst: Welche Frau hat noch Spaß am Sex, wenn sie gesagt bekommt "Du bist die erste, die das so braucht! Die anderen sind alle einfach so gekommen! Deine Hand stört mich!"

    Solche Sachen haben es ja für mich auch nicht einfach gemacht - d.h. ich dachte, ich bin hier die einzige, die nicht innerhalb von 3 Minuten einfach so kommt, obwohl ich ja eigentlich wusste, dass das nicht so ungewöhnlich ist, dachte aber, in Echt können das wahrscheinlich alle rein vaginal und ruck zuck, nur ich nicht :frown: Das hat ja auch an meinem Ego genagt.

    Es ist ja nicht so, als ob ich in dem Thema nicht zu verunsichern wäre - eben weil ich mich ständig zurückgewiesen fühle. Wenn das dann noch bei jemandem auftaucht, der 5 Affären hatte (die gibt es wohl wirklich, nur sind es halt nicht die Orgien gewesen, die ich mir zu Beginn vorgestellt habe, sondern 5 Minuten rein-raus und Feierabend), dann fragt man sich ja, wieso er da dauernd wollte und nun bei mir auf einmal nicht - obwohl ich angeblich tausend mal hübscher, toller, sexier und besser bin.

    Gerade was OV angeht, da bin ich die erste die das "kann" und auch macht. Das irritiert mich ja dann auch.

    Die Versuche laufen, glaub mir das :zwinker: Und ich hab das mit dem Gehacke nun auch echt nicht böse gemeint, man kann halt in Foren nicht immer direkt alles richtig verstehen. Viele denken vielleicht, ich bin hart und gemein zum armen Sensibelchen Freund, der vor Druck kaputt geht, würde mein Freund hier schreiben, entstünde womöglich ein ganz anderes Bild- und wie so oft liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen.

    Schwierig. Mein Freund und reden.... Auf eine Frage braucht er 20 Minuten, um eine Antwort zu finden, die keinen Sinn ergibt :zwinker: Aber gut, wir haben gestern viele Sachen besprochen und ich übe mich im Lob und Ermutigen - ich glaube echt, dass das irgendwo wichtig ist. Vielleicht vernachlässigt man das ja auch irgendwie - als Frau möchte man immerzu Komplimente und wie toll man ist, vielleicht habe ich das meinem Freund gegenüber vernachlässigt.


    Tja, da hast du den Nagel wohl auf den Kopf getroffen :schuechte Und da wird wohl was zu tun sein, um das wieder weg zu kriegen.

    Sorry für das zusammenhanglose Zitieren und auseinanderpflücken, ich habe dennoch alles gelesen und nehme es mir zu Herzen...
     
    #19
    User 20579, 10 September 2008
  20. Trauerklops
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Schwups – und es werde licht im dunklen Kämmerlein. In der Tat machen deine nachfolgenden Posts vielmehr den Eindruck, dass Du wirklich am Anfang überzeichnet hast. Und was mich in dieser Annahme bestätigt ist die Erkenntnis, dass auch wir Kerls ab und an ein Lob gebrauchen können – und selbst wenn es nur geheuchelt ist (wäre). Toll – ich wünschte viele andere Frauen (meine eingeschlossen) würden mal auf diese Erkenntnis kommen.

    Kein Wunder das dein Freund so lange für eine Antwort braucht – er scheint wirklich verunsichert. Aber nun mal Butter bei die Fische, dein Freund kann sich auch in etwas hineinsteigern. Wenn er wirklich so lange braucht, dann soll er seine Gedanken zum Thema schriftlich formulieren. Haben wir damals auch gemacht. Ich bin wortgewandt, meine Frau nicht so sehr. Ich bin schlagkräftig, meine Frau nimmt sich schnell was zu sehr zu Herzen. Um dieses Ungleichgewicht in unserer Diskussion entzerren zu können, sind wir auf Flüssigtinte und Papier umgestiegen. Jeder hatte somit soviel Zeit, wie er nun halt brauchte um sein Anliegen zu formulieren.

    Vielleicht noch ein kleiner Gedankenansatz. Das Problem was dein Freund hat, dass er wohl nicht unbedingt das ist, wofür er sich bei Dir „verkauft“ hat. Er hat gemerkt, dass Du in der sexuellen Hinsicht im sicherlich überflügelst. So ein Problem ist jetzt nicht mehr mit der blanken Diskussion über sexuelle Bedürfnisse zu reparieren – im Gegenteil – ich glaube das wird ihn noch mehr einschüchtern. Versuche das Thema Sex und alles was dazu gehört einfach nicht ständig zu thematisieren, warte auf passende Gelegenheiten, die wirst Du finden. Ich denke, ihr müsst einfach erste Mal wieder in Gang kommen, dann wird sich der Knoten in seinem Kopf alleine lösen.

    Nochwas – Erkenntnis ist der Weg zu Lösung. Du hast richtig erkannt das ihr beide daran arbeiten müsst. So muss dein Freund sich über kurz oder lang dieser Problematik stellen. Mache ihn bei so einer Diskussion klar, dass es nicht um die Person an sicht geht (also kein „Du“ oder „ich“) sondern um das Mitteilen von Bedürfnissen. Ob der Partner nun die Bedürfnisse annimmt oder nicht – muss ihn überlassen bleiben.
    [Vergleich: Ich überrede meine Frau ja auch nicht zu OV – sie mag es nicht, damit muss ich leben, fertig].
    Diese Diskussionen werden kraft kosten, ich hoffe das dein Freund erkennt, was er an Dir hat, und ich hoffe das ihr dann unbescherter miteinander leben könnt.
     
    #20
    Trauerklops, 10 September 2008

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