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Liebe über religiöse/ethnische Grenzen hinaus

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von ogelique, 11 Oktober 2009.

  1. ogelique
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    Ich weiß nicht, ob sich hier noch jemand mit diesem Problem auskennt, aber auch wenige Gleichgesinnte, Ideen oder Tips würden mir hier weiterhelfen.

    Ich führe eine in allem sehr glückliche Beziehung und wohne seit kurzem mit meinem Freund zusammen. Es ist alles perfekt, der einzige "Schönheitsfleck" ist der, dass ich zu einer ethnischen und religiösen Minderheit angehöre. Meine Familie ist nicht religiös, eher auf Tradition zum Erhalt des ethnisch-religiösen Hintergrunds bedacht, wovon das wichtigste Merkmal ist, dass man einen entsprechenden Partner heiratet. Mit diesem Partner hat man dann Kinder, die man mit demselben Hintergrund erzieht und die dann ebenfalls passende Partner heiraten. So grob ist die Philosophie. Sonstige Einschränkungen gibt es nicht, aber diese eine ist meiner Familie extrem wichtig.

    Wie ihr wahrscheinlich bereits erraten habt, ist mein Freund nicht "einer von uns". Wir beide sind nicht religiös und halten nicht viel von diesem Kram, wobei wir gerne ab und an ein paar Traditionen verfolgen. Meine Familie kennt und mag ihn, sie haben nichts an ihm auszusetzen, außer eben, dass er nicht "dazu" gehört. Deshalb wird dauernd auf mich eingeredet, dass er ja übertreten soll. Das wiederum kommt für ihn und auch für mich nicht in Frage, denn dann wäre er ja nicht derselbe Mensch, in den ich mich verliebt habe und ich ihn auch nicht mehr respektieren würde, wenn er einfach mal so übertritt, obwohl es überhaupt nicht seiner Überzeugung entspricht. Soweit so gut, denn wir Beide sind uns einig.

    Was mir an dieser Situation weh tut, ist das Verhalten meiner Familie und auch Freunde, die denselben Hintergrund haben. Ich habe das Gefühl, es macht ihnen z. T. richtig zu schaffen, sie können sich nciht recht für mich freuen. Außerdem habe ich teilweise das Gefühl, dass sie die Beziehung auch nicht ernst nehmen bzw. akzeptieren, da es ja nicht sein kann, dass ich einen heiraten könnte, der nicht dazu gehört. Irgendwie ist er permanent ein wenig ausgeschlossen, zumindest nicht aufgenommen.
    Diese Einstellung macht in mir jedes Mal, wenn sie davon anfangen ein wenig kaputt. Ein wenig von meinen Gefühlen der Familie und den Freunden gegenüber verschwindet oder verändert sich.

    Um ehrlich zu sein, verstehe ich den Punkt nicht so ganz. Ich finde nicht, dass man einen Glauben oder eine Gemeinschaft konservieren sollte, allein schon aus evolutionären Gründen. Ich finde auch, dass es eine völlig künstliche Einteilung ist und dass das, was eigentlich zählt, der Mensch an sich ist. Aber das ist natürlich für die Traditionalisten schwer zu verstehen. Ich würde meinen Freund auch niemals aus solchen bescheuerten Gründen verlassen.

    Glaubt ihr, dass das Verhalten sich jemals ändern könnte/würde? Kann ich irgendwie dazu beitragen?

    Es würde mich freuen, wenn sich hier jemand findet, der sich in diese Situation hineinversetzen und Erfahrungen austauschen kann.
     
    #1
    ogelique, 11 Oktober 2009
  2. User 38494
    Sehr bekannt hier
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    395
    Verheiratet
    was ist das wichtigste in einer partnerschaft?
    die partner und das glücklichsein.

    wie du schon richtig gesagt hast, sollten religionen nicht starr sein, sondern sich flexibel der zeit anpassen.

    sieh doch ganz neutral mal DEINEN fall an.
    du sagst, das du nicht sonderlich religiös bist ... ok. .... so gesehen wandelt sich da doch bei dir religiös etwas.
    dir ist der mensch wichtiger als die tatsache an was oder wen er glaubt.

    ich finde es schon reichlich vermessen als familie und auch als freund mehr oder weniger darauf bestehen zu wollen, das derjenig welche nun den glauben des partners annehmen soll/muss, um in der gemeinschaft akzeptiert und aufgenommen zu werden.
    solch ein verhalten erinnert mich ja regelrecht an sekten die dann so versuchen eine möglichst große anhängerschaft zu bekommen. :ratlos:

    nachvollziehen kann ich so ein verhalten nicht und ich finde es (wie du vermutlich auch) eher kritikwürdig.

    es ist wohl eher sehr egoistisch zu meinen seine tochter dazu anhalten zu müssen ihren freund überreden zu sollen, das er erst einem verein beitreten muss um als mensch angenommen zu werden.

    wir haben das glück hier in einem schmelztiegel zu leben und im großen und ganzen alle ganz gut miteinander klar kommen.
    dazu gehört eben auch, das man den menschen als individuum wahrnimmt und ihn so nimmt wie er ist.

    die welt ist ständig im wandel.
    vor 50 jahren hätte kein paar, welches nicht verheiratet ist, eine mietwohnung bekommen ... weil es eben als unmoralisch galt.
    meine mutter musste damals beispielsweise katholisch werden, weil es nicht sein konnte, das der eine part evangelisch ist und der andere katholisch ... die leute hätten geredet. :grin:
    heute kann man sich so ein verhalten der gesellschaft kaum vorstellen.

    mich persönlich würde aber mal interessieren, welcher religion du genau angehörst. :smile:
     
    #3
    User 38494, 11 Oktober 2009
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  3. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
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    698
    2.618
    Verheiratet
    Ich glaube, dass sich das Verhältnis besser wird, je länger ihr zusammen seid, aber erwarte nie, dass die "Dazugehörigen" ganz warm mit ihm werden.
     
    #4
    xoxo, 11 Oktober 2009
  4. User 91095
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    598
    8.057
    nicht angegeben
    Ich verstehe nicht, warum er übertreten muss, wenn ihr eh nicht religiös seid. Traditionen hin oder her, dafür braucht man nicht in einer bestimmten Religion zu sein. Ein Übertritt nur der Traditionen wegen und nicht wegen des Glaubens kann doch von deiner Familie auch nicht gewüscht sein. Wie halbsichtig ist das denn...
     
    #5
    User 91095, 11 Oktober 2009
  5. User 76250
    Planet-Liebe Berühmtheit
    3.193
    348
    3.050
    Single
    Kommt drauf an. Einige Familiendenken sicherlich, das sei dann ein wachsender Prozess, dass derjenige immer gläubiger wird und seine innere Ablehnungshaltung ablegt, je mehr man ihn da einbindet. Andere Familien wiederum dürften damit zufrieden sein, den bloßen Schein zu wahren bzw. wenn ihnen gegenüber der Schein gewahrt wird. Und vielleicht gibt es auch einige Familien, die denken, wenn man ihn nur genug mit Traditionen und Werten nervt, mit denen er nichts anfangen kann, trennt er sich irgendwann, und sie ist dann wieder frei für einen von "ihnen" - und gleichzeitig "kuriert", weil sie ja gezeigt bekommen hat, dass zwischen ihr und einem der "anderen" nie funktionieren kann...
     
    #6
    User 76250, 11 Oktober 2009
  6. User 46728
    Beiträge füllen Bücher
    5.180
    248
    677
    vergeben und glücklich
    Ich verstehe das.
    Wir sind nur traditionell, jedoch nicht religiös o.ä. Es gibt paar schöne Traditionen, das wäre schön, wenn sie in meiner Hochzeit nen Platz finden würden. Im weiteren Eheleben gibts da kaum was, was ich machen möchte, nur rechtzeitig meinen Kindern die Tradition weitergeben oder einmal im Jahr den höchsten Feiertag feiern.
    Mein Freund ist evangelisch, aber war noch nie interessiert an den Glauben bzw der Religion, seine Eltern genauso. Sie kennen meine Ansichten und haben nix gegen. Im Gegenzug würde ich Weihnachten feiern:smile:, was ich sonst nie mache.

    Das mit dem Überreden-da würd ich keinesfalls mitmachen... Alles andere wird sich vll einspielen, wenn ihr länder zusammen seid.
     
    #7
    User 46728, 11 Oktober 2009
  7. Subway
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    398
    2.212
    Verheiratet
    Möchte deine Familie mit deinem Freund zusammen sein oder du? Du bist nicht religiöse, er ist nicht religiös, passt. Hat denn deine Familie kein Problem damit, dass du schon nicht an das Zeug glaubst?

    Wobei ich mir von der Beschreibung her eh keinen Reim auf diese "Religion" machen kann. Ich komme aus einer Familie von Atheisten und auch wir feiern, aus traditionellen Gründen, das ein oder andere Fest oder heiraten auch in der Kirche, einfach weil es manchen gefällt.

    Was für eine "Religion" ist es denn?
     
    #8
    Subway, 11 Oktober 2009
    • Danke (import) Danke (import) x 1

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