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Liebe Lehrer,...

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von Malin, 30 Juni 2008.

  1. Malin
    Malin (29)
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    Dieses Thema richtet sich an die Lehrer und Lehramtstudenten unter euch. Ich studiere jetzt im 2.Semester und habe außer einem kurzen Praktikum vor Jahren und einer Tätigkeit als "Hausaufgabenbetreuerin" noch keine praktischen Erfahrungen. Ich traue mir schon zu später meine eigenen Kinder liebevoll zu verantwortungsvollen und selbständigen Menschen erziehen zu können, und das auch -soweit es möglich ist- bei meinen Grundschülern fortzuführen. Aber immer wieder frage ich mich, wie ich mit Kindern umgehen soll, die von ihren Eltern falsch oder überhaupt nicht erzogen werden. Wenn man sich mal so umschaut scheint es davon jede Menge zu geben. Kinder die regelrecht zu Gewaltausbrüchen gegen Gegenstände und andere Kinder neigen- und die Eltern stehn hilflos daneben und tun einfach garnichts. Andere bekommen nur harte Worte von den Eltern und kein bisschen Liebe ... Diese Liste lässt sich endlos fortsetzen. Dass solche Kinder dann auch in der Schule "auffällig" werden in ihrem Verhalten ist kein Wunder. Manchmal habe ich Zweifel ob ich dem immer gerecht werden kann? Ob ich nicht mit Einzelnen vollkommen überfordert sein werde? Oder ob all die Mühe, die ich mir machen werde überhaupt etwas bringen wird, wenn es doch zu Hause wieder in den alten Trott verfällt... ? usw...

    ich wollte euch anderen mal fragen, wie ihr dazu steht? Hattet ihr schon Schüler, die eine größere Herausforderung waren und wie seid ihr vorgegangen?
     
    #1
    Malin, 30 Juni 2008
  2. Kiya_17
    Kiya_17 (27)
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    Ich bin keine Lehrerin und ich studiere nicht auf Lehramt - meine Mutter ist aber Beatungslehrerin in ein oder zwei Schulen und hat genau mit solchen Kids zu tun (Volksschulalter).

    Was ich so mitbekomme, kann sie nur mit den Eltern reden und ihre Hilfe anbieten. Wenn die Eltern mitmachen - toll fürs Kind, wenn nicht, Pech gehabt. Ihre Meinung ist auch das einiges mit Legasthenie, etc. zu tun hat (sie ist auch Legasthenietrainerin und macht noch einige andere Sachen in der Richtung) und das man auch hier arbeiten kann.
    Aber die Eltern müssen mitmachen, sonst geht es nicht.

    Oft ists auch so, dass die Kinder es von ihren Eltern nicht anders lernen, als gewaltätig zu werden. Sie können ihre Aggressionen Zuhause nicht raus lassen, also explodieren sie in der Schule, beschimpfen Mitschüler (auch stark milieuabhängig), schmeißen mit Sachen um sich und stören den Unterricht.
    Der Lehrer kann da relativ wenig machen, leider.

    Im Grunde (das wurde mir von mehreren Lehrern gesagt) verhält es sich so: Die Eltern sind für die Erziehung da und die Lehrer um dem Kind Wissen zu vermitteln.
    Die Lehrer sind nur für den Feinschliff der Erziehung zuständig. Den Grundstein MÜSSEN die Eltern legen. Anders geht es nicht.

    Wie man mit gewaltitätigen Kids umgeht?
    Sie aus dem Unterricht zum Direktor schicken, Verwarnungen bis Schulverweis aussprechen -meine Meinung- und die Eltern vorladen und ihnen oben Gesagtes klar und deutlich machen.
    Wenn die nicht mitspielen hilft wirklich nur mehr der Schulverweis, so leid es mir tut.
     
    #2
    Kiya_17, 30 Juni 2008
  3. User 48246
    User 48246 (30)
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    Die meisten Schüler sind Herausforderungen!

    Ganz so allgemein kann man das ja nicht sagen und keiner kann vorhersagen, ob man mit allen Problemen die sich einem in den Weg stellen umgehen kann, aber:

    - mach viele praktische Erfahrungen! (Wo studierst du? Wie viele Pflichtpraktika habt ihr?) Man lernt viel von guten und schlechten Praktikumslehrern. Zum einen, was man am besten nicht so macht, zum anderen was man später vielleicht mal übernehmen kann. Ausserdem wirst du mit der Zeit immer routinierter.

    - bleib gelassen. Nimm dir nicht alles zu sehr zu Herzen. Versuch nicht immer zu "gewinnen". Manchen Kindern kann man einfach nur in einem begrenzten Maße helfen. Das muss man ausnutzen, aber manchmal stoßt man eben auch Grenzen.

    - scheue dich nicht Hilfe von außen zu holen. Bei manchen Problemfällen kommt man als Lehrer nicht mehr unbedingt weiter. Wichtig ist dann eine interdisziplinäre Arbeit! Lass dich beraten, oder schick das Kinder weiter... überleg dir das nicht allein, du kannst immer Hilfe bekommen.

    - hab klare Regeln! Die meisten Kinder können am besten lernen, wenn sie klare Regeln und Strukturen haben. Auch "Problemkinder" können in einem solchen Rahmen besser "gebändigt" werden. Sei konsequent und überleg dir eben im Vorfeld, wie deine Rahmenbedingungen aussehen, was du zulässt und was nicht.
     
    #3
    User 48246, 30 Juni 2008
  4. Reliant
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    vergeben und glücklich
    Das es anders geht beweisen aber Waldorfschulen, wo Problemkinder sehr wohl "umerzogen" werden. Zumindest bei der bei uns ansässigen ist es so, das sie für viele Schüler die verhaltensauffällig sind die letzte Station ist, weils den Lehrern an den "normalen" HS oder Gymnasien einfach egal ist, und das die Lehrer dort halt wirklich den Einsatz zeigen sich mit dem Kind und auch mit den Eltern zu beschäftigen und versuchen das Problem zu lösen, anstatt zu strafen oder zum Direktor chicken oder eben einen Schulverweis aussprechen.
     
    #4
    Reliant, 30 Juni 2008
  5. Kiya_17
    Kiya_17 (27)
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    Ich gebe nur das wieder, was ich so mitbekomme.

    Walddorfschulen sind bei uns nicht so sehr verbreitet. Es gibt sie kaum, und wenn, dann meistens erst nach Abschluss der 4. Klasse.

    Meine Mutter versucht auch die Hintergründe zu durchleuchten, statt zu bestrafen. Die Eltern müssen allerdings mitmachen. Anders geht es nicht.
     
    #5
    Kiya_17, 30 Juni 2008
  6. User 48246
    User 48246 (30)
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    Und das ist eben leider oft das Problem. In vielen von den problematischen Familien, die die TS im ersten Post angesprochen hat, sind die Eltern nicht bereit mit der Schule oder den Lehrern zusammen zu arbeiten. Oft ist es ihnen auch egal, was mit den Kindern ist.
    Und da ist es dann eben schwierig als Lehrer noch viel zu verändern.
     
    #6
    User 48246, 30 Juni 2008
  7. Tinkerbellw
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    Bin keien Lehrerin aber Tehrapeutin und habe oft auch kleine Patienten bei denen es die Eltern wenig schert ob die Therapie was bringt oder nichts!!!
    Was soll ich machen? Ich fördere im Rahmen meiner Möglichkeiten und wenn ich denke da stimmt ganz schlimm was nicht, würde ich wohl das Jugendamt einschalten!
    Nur leider muss man in so Berufen einsehen, dass man nicht jedes Kind "retten" kann.Primärerzieher sind die Eltern und wenn es die nicht kümmert, wird es ein Sekundärerzieher kaum schaffen das Kind da rauszuholen.
    Traurig aber wahr.
     
    #7
    Tinkerbellw, 30 Juni 2008
  8. User 4590
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    Eine Freundin von mir ist Grundschullehrerin (Referendarin genauer gesagt :zwinker: ) und hat im Studium während des Semesters für einen Tag in der Woche an der Grundschule unterrichtet. Erkundige dich doch mal, ob es so eine Möglichkeit in deiner Umgebung auch gibt; meine Freundin sagt, die Erfahrungen, die sie dabei gesammelt hat, haben ihr wirklich viel gebracht, weil sie dadurch einfach auf viele Fälle schon etwas vorbereitet war, wie z.B. schwierige und verhaltensauffällige Kinder. Meistens sind ja im Studium auch nicht viele Praktika vorgesehen, und Pädagogik fällt ja auch nicht unbedingt immer üppig aus, da ist es umso besser, wenn du Eigeninitiative ergreifst.
     
    #8
    User 4590, 30 Juni 2008
  9. Malin
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    @love&war
    meinst du das einführungspraktikum/ Tagesfachpraktikum ? Das gibts bei uns auch. Oder meinst du sie war sowas wie ein Aushilslehrer?
     
    #9
    Malin, 30 Juni 2008
  10. User 4590
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    Gute Frage, nächste Frage. :zwinker: Ich weiß nicht, ob das Aushilfslehrer genannt wurde, auf jeden Fall war es kein regulär in der Studienordnung vorgesehenes Praktikum.
     
    #10
    User 4590, 2 Juli 2008
  11. Richtig böse sind ja die subtilen Schüler, die nichtmal zu Gewaltausbrüchen und ähnlichem greifen.

    Es gibt Schüler die systematisch Lehrer in eine Ecke drängen und ihn so auszunehmen und wenn das Messer erstmals drin steckt, wirds nochmals umgedreht.

    Zumindest meine Erfahrungen haben sowas gezeigt und ich hab schon mindestens zwei LehrerInnen gesehen die dadurch wirklich Probleme gekriegt haben.

    Eine die wir als Praktikantin hatten, war da schon sehr labil, später kam sie zu einem jetzigen Kollegen und musste da Beruhigungstabletten nehmen.

    Weitere Lehrer sind sogar soweit gegangen und haben das ignorieren aufgegriffen. Den Schüler in RUhe gelassen, dann wurde er auch in Ruhe gelassen.

    WIe sowas entsteht kann verschiedene Gründe haben, eins weiss ich nur, wenn der Lehrer sich mit dem falschen anlegt und psychisch nicht wirklich stark ist, sind oben genannte Situation 'normal'
     
    #11
    Chosylämmchen, 2 Juli 2008
  12. Reliant
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    Wer psychisch nicht stark ist, und nicht solche Spiele kontern kann, sollte auch seine Berufswahl überdenken.
     
    #12
    Reliant, 2 Juli 2008
  13. Das ist klar – wie in jedem Beruf – aber zumindest ich habe die Erfahrung gemacht, dass es eben viele nicht können. :zwinker:
     
    #13
    Chosylämmchen, 3 Juli 2008
  14. NikeGirl
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    Das ist ein Thema, wo man seitenlang drumherum reden könnte ohne auf einen grünen Zweig zu kommen. Aber es gibt ein Wort, dass das alles zusammenfasst: Konsequenz!!!
    Ich bin bei meinen Schülern durch und durch konsequent und das wissen die auch. Die kennen ihre und meine Grenzen. Klar versuchen die jeden Tag, diese Grenzen auch zu überschreiten und wenn dann keine klaren Konsequenzen folgen, dann hat man verloren. Da heißt es einfach immer hinten dran sein (und eben gerade nicht - wie von Mitzie so schön beschrieben - gelassen bleiben). In dem Moment, wo die Schüler meine Grenzen erkannt haben, bzw. wo sie erkannt haben, sie sie meine Grenzen ausreizen können, da drehen die erst so richtig auf. Man muss immer auch selbst daran glauben, dass man alles und jeden im Griff hat und das müssen auch die Schüler merken. Wenn die merken "ach, die hat mich eh schon aufgegeben, ich kann ja eh machen was ich will" bekommt man bei schwierigen Schülern kein Fuß mehr auf den Boden. Da heißt es wirklich immer hinten dran sein, die eigenen Grenzen zu überschreiten und NIE den Wunsch verlieren, jedem irgendwo helfen zu wollen. Klar schafft man das nicht immer allein und braucht oft Hilfe von außen, Hilfe von Fachpersonen. Aber "gelassen bleiben" ist das letzte, was schwierige Schüler brauchen - genauso wenig brauchen sie natürlich jemand, der sich wegen ihnen fertig machen. Ein gesundes Mittelmaß!
    Man darf nie an sich selbst zweifeln, ob man es schafft, denn das merken die kleinen Biester sehr sehr schnell und nützen das oft auch gnadenlos aus.
    Auf viele Eltern hat man allein aufgrund seiner pädagogischen Autorität einen ziemlichen Einfluss. Den gilt es natürlich zu nutzen. Andersrum, wenn ich merke, dass Eltern gar kein Einsehen haben, dann bin ich für mich konsequent, d.h. die Schüler wissen, wie sie sich bei mir und in der Schule zu Verhalten haben und die kennen die Konsequenzen, wenn sie sich nicht an die Regeln halten. Wie sie sich Zuhause verhalten ist dann nicht mein Problem. Ich kann auch nur nach meinen Möglichkeiten handeln, ich kann die Eltern zu nichts zwingen, was sie nicht wollen. Und im Endeffekt müssen sie mit ihren Kindern zusammenleben...

    @Ts: Wo sudierst du denn???
     
    #14
    NikeGirl, 4 Juli 2008
  15. User 37284
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    vergeben und glücklich
    Die Frage ist doch aber, wie man sich genau verhalten soll.
    Wenn die Kinder immernoch stören, obwohl man sie schon angeschrieen, ihnen ne Strafarbeit verpasst oder kurz vor die Tür gesetzt hat, was dann? Gleich ne Drohung mit dem Schulleiter? Und was, wenn es nicht nur ein Schüler, sondern gleich 5 sind? Dann hat man nämlich den Mist :ratlos:

    Bin mal gespannt, wie das bei mir mal wird... In der Grundschule gehts ja noch :grin:
     
    #15
    User 37284, 4 Juli 2008
  16. User 48246
    User 48246 (30)
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    vergeben und glücklich
    Off-Topic:
    erstmal meinen Namen richtig schreiben


    Und zweitens richtig lesen. Das gelassen bleiben war mit keinem Wort auf die Unterrichtssituation bezogen, sondern auf sie selber und ihre Ängste:

    Ansonsten hab ich mit meinem letzten Punkt (klare Regeln) genau das geschrieben, was du auch meinst.
     
    #16
    User 48246, 4 Juli 2008
  17. NikeGirl
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    vergeben und glücklich
    Also 1. ich schreie keine Schüler an. Bringt null, außer das man sich selbst komplett lächerlich und unglaubwürdig macht.

    2. Auch hier gilt: Konsequent bleiben. Ich hab einen Schüler der wieder und wieder und wieder gestört hat. Immer immer immer wieder. Ich hab ihn jeden einzelnen Mittag kommen lassen. Wir haben Aquarien geputzt, er hat Klassenzimmer geschrubbt, Materialräume ausgeräumt, Bücher sortiert, Fenster geputzt, er hat mir geholfen meinen Unterricht vorzubereiten usw. Tagaus tagein. bestimmt 4 oder 5 Wochen lang. Irgendwann hat auch er kapiert, dass er mir nichts anhaben kann. Das er meine Grenzen niemals knacken wird. Das ICH am längeren Hebel sitze. Seitdem ist Ruhe.
    Also konsequent bleiben. Durchziehen, was man einmal angekündigt hat und nicht locker lassen, weil man plötzlich was besseres zu tun hat.
    Es klappt.

    @Mietzie (nicht das ich hier noch wegen einem falschgeschriebenen Namen gesteinigt werde :kopfschue ):

    Bist du Lehrerin?
     
    #17
    NikeGirl, 4 Juli 2008
  18. SottoVoce
    SottoVoce (34)
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    Verheiratet
    Gleichzeitig, denk ich aber auch, muss man auch etwas geduldig, verständnisvoll und liebevoll den Kindern gegenüber sein.

    Mein Sohn ist momentan noch in der 1. Klasse und er war im letzten Jahr für seine arme Lehrerin auch eine Herausfoderung. Inwiefern das am Elternhaus liegt - keine Ahnung.

    Ihm ist aber schlichtweg stinklangweilig im Unterricht. Es ist nicht so, dass er alles schon vorher wüsste, aber sein Lerntempo ist mindestens doppelt so schnell wie laut Lehrplan vorgesehen. Die Lehrerin sagt selbst, er würde sich IMMER (!), bei JEDER Frage melden, aber natürlich kann sie ihn dann nicht jedesmal drannehmen. Er würde es ja sowieso IMMER wissen. ER sagt, er meldet sich ja immer (was ja wohl auch stimmt), käme aber NIE dran und deshalb wäre ihm SO langweilig (was ich gut verstehen kann). Dann stört er halt - meldet sich zwar, quasselt aber gleichzeitig mit seinem besten Freund und lässt sich nicht mal davon stören, dass der inzwischen eigentlich 3 Tische entfernt sitzt... Man kann ja rüberrufen.

    Ich glaub, man muss einfach auch für jedes Kind individuelle Lösungen finden. Der Keks kriegt jetzt jeden Tag ein lachendes, ein weinendes oder ein neutrales Gesicht ins Hausaufgabenheft. Bei 3 lachenden oder 10 neutralen darf er was besonderes unternehmen. Das hat einige Zeit gedauert, bis er das angenommen hat, aber jetzt so langsam entwickelt er doch Ehrgeiz, lachende Gesichter zu bekommen...

    Das war jetzt halt ne individuelle Lösung, die wir gemeinsam mit der Lehrerin ausgedacht haben und ich bin nur froh, dass sie da mitmacht. Normalerweise hätte sie auf Verhalten wie auf seins (dauerndes herumkaspern, stören, quer durchs Zimmer rufen usw.) sicher eher streng und mit Strafen reagiert - aber das hat bei ihm halt jetzt über insgesamt 8 Monate nichts geholfen und die Gesichter helfen jetzt endlich doch...
     
    #18
    SottoVoce, 4 Juli 2008
  19. Dieser Weg kann unter anderem sehr gefährlich werden, wenn man es mit einem wirklich sturen Schüler zu tun hat.

    Ein Fehler von dir und er wird den Lehrer sowas von ausnehmen und wird da auch keine Grenzen kennen, natürlich alles im rechtlichen Rahmen, aber denoch, er wird Freude daran haben, dem Lehrer das Messer reinzurammen und danach noch schön paar mal umdrehen, dass natürlich nur im übertragenen Sinne.

    Ein Lehrer hat da aufgegeben, als ich ihn vor Gericht zerren wollte um mein Recht zu bekommen, er hat aufgegeben.

    Eine Lehrerin muss mittlerweile Antidepressiva einnehmen.

    Schön ist das freilich nicht, aber allemal Wert um Recht zu kriegen, wenn man den Recht hat. Ganz schlimm endet sowas, wenn der Lehrer ums verrecken Recht behalten möchte.

    Falls man dagegen ankämpft, drohen viele mit Strafen usw, dass ist dann der Todesstoss des Lehrers.

    Jeden Fehler der ein Lehrer macht, wird ihm so richtig schön auf die Nase gebunden und es wird ihm rausgekitzelt, dass er es sagen muss, dass er einen Fehler gemacht hat, am besten vor der ganzen Klasse.

    Zeit um sowas auszuhecken ist genug da, die Schulstunde eignet sich perfekt dafür.

    Das mit der Unterforderung kenne ich nur zu gut, man wird gezwungen, sich zu langweilen, unnützes Zeugs zu machen und letztlich fördert sowas die Aggressivität.

    Ist ein typisches Problem des momentanen Schulsystems, dagegen kann ein Schüler nicht viel unternehmen, es endet in Frust und in einem Guerilla-Kampf. :zwinker:
     
    #19
    Chosylämmchen, 5 Juli 2008
  20. NikeGirl
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    vergeben und glücklich
    Nenn mich doof, aber ich hab kaum was vom dem geblickt, was du da geschrieben hast. wer soll mir weswegen das Messer reinrammen? Warum wolltest du deine Lehrer vor Gericht zerren? Wieso nimmt wegen dir jemand ADs? Und um welches "Recht" gehts hier überhaupt??? Ich hab keine Ahnung, was du mir sagen willst...

    Btw. war das jetzt nicht als Patentrezept gedacht schwierige Schüler "therapieren" zu wollen, sondern ein Beispiel aus meinem Alltag... Und es hat funktioniert und niemand wollte mich deswegen fertig machen ^^ So ein Blödsinn...
     
    #20
    NikeGirl, 5 Juli 2008

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