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Liebes Tagebuch ...

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von famouslastwords, 23 Juli 2007.

  1. famouslastwords
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Ein neuere Gesichte von mir, ich hoffe sie ist mir nicht komplett misslungen. Würd gern Meinungen hören. Seid aber bitte nicht so streng mit mir, ich schreibe eigendlich nur Gedichte.

    LG famouslastwords

    Liebes Tagebuch,

    ich weiß, ich weiß, seit mehreren Jahren hab ich schon nichts mehr geschrieben. Es ist nie etwas passiert, was ich unbedingt festhalten wollte. Nichts auf das ich hätte stolz sein können. Nein, ich bin auch kein Kind mehr, ich bin jetzt eine Frau … die endlich, den Mann gefunden hat, auf den sie schon so lange gewartet hat. Aber bis es dazu kam, war mein Leben ein reines Chaos.
    Im letzten Jahr begann ich meine Therapie. Oh ja, eine Therapie … wozu? Ich leide an Borderline. Ich leidete schon sehr lange daran, habe nie den Schritt gewagt, die Therapie zu machen. Doch als ich dann versuchte, mir das Leben zu nehmen, führte kein Weg mehr daran vorbei. Jetzt geht es mir gut. Durch die Therapie weiß ich besser damit umzugehen. Auch wenn ich noch ständig von Selbstzweifeln geplagt werde. Ich halte mich an allem fest, was ich mir als Leben aufgebaut habe.

    Ich dachte ich würde nie jemanden kennenlernen, der mich akzeptiert so wie ich bin, der es mit mir aushält, trotz meiner Probleme. Die Zeit in der ich nur zerrissen und zerfetzt war ist jetzt vorbei. Er ist so, wie es die Männer nur in Träumen gibt. Ihn gibt es kein zweites Mal auf dieser Welt. Er ist groß, hat dunkle Haare und er ist immer für mich da. Oh man, das klingt wie ein Märchen, ich kann immer noch nicht glauben, aber es ist wirklich wahr. Wie einer meiner besten Träume, einer der wirklich wahr geworden ist.
    Er lässt mir Zeit, er ist für mich sofort da, wenn ich ihn brauche. Er geht, wenn ich alleine sein möchte, ohne mir dabei ein schlechtes Gewissen zu geben. Vor ein paar Jahren, hätte ich nicht geglaubt, das es sojemanden gibt, wenn, dann aber nicht für mich.

    Ich könnte jetzt schreiben, das es mein „Happy end“ ist … aber daran glaube ich nicht. Ja ja, ich sollte die Welt nicht immer so Pessimistisch sehen.

    Das war’s dann erst mal aus meinem Leben … vielleicht führe ich dich in anderes mal weiter.

    Deine Karen



    Liebes Tagebuch,

    zwei Monate sind jetzt vergangen. Ich schreibe nur, weil man mir es gesagt hat. Ich bin wieder in Psychiatrischer Behandlung. Ich weiß nicht genau, was passiert ist. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern. Was ich weiß ist, das ich gesprungen bin. Ich sehe in dunklen Nebeln vor mir, wie der Mann meines Lebens eine andere Küsst. Was dann passierte ist weniger als nur ein Nebel. Ich habe blaue Flecken und mein Arm ist angebrochen. Wovon das kommt, das habe ich nur von den Ärzten gehört. Mein heiler Arm ist überseht mit Kratzern … ich habe mich wieder selbst verletzt. Was hat mich dazu getrieben? Ich fühle mich leer. Tod sein oder Leben, das macht jetzt beides keinen Unterschied mehr. Habe ich mich wieder so verrannt? Ich bin doch eine erwachsene Frau, groß und stark …?

    Ich bekomme keinen Besuch, höchstwahrscheinlich will mich keiner sehen. Ich weiß ja selber, das keiner meine Gründe nachvollziehen kann. So ist das Leben mit Borderline nun mal. Alle kennen diesen Begriff, doch damit anfangen können sie wenig. Statt mir zu helfen und für mich da zu sein, haben sie Angst davor und entfernen sich noch weiter von mir. Am Ende bin ich wirklich alleine. Ich will die Schuld nicht allein auf meine Krankheit schieben. Aber mir bleibt nichts anderes.

    Für heute soll es reichen mit schreiben. Außerdem soll ich in den nächsten Tagen auch was schreiben … also bis dann.

    Deine Karen



    Liebes Tagebuch,

    heute geht es mir gut. Ich habe mit Alex, einem meiner Betreuer geredet. Er tut mir gut. Das merke ich. Ich glaube er mag mich. Aber ich muss vorsichtig sein. Ich habe Angst ihm zu nahe zu kommen. Wer will mich schon? Ich bin nichts Wert. Nein, das darfst du nicht schreiben – würde mein Arzt jetzt sagen, aber ich schreibe es trotzdem, weil ich es so empfinde.
    Wenn ich raus könnte, in die die Stadt, würde ich mich mit Alex verabreden, aber ich darf nicht. Also treffen wir uns im Garten. Ich freue mich. Ein Gefühl, was ich lange nicht mehr so intensiv gefühlt habe. Zum ersten Mal habe ich nichts zu verlieren. Oder ich glaube nichts zu verlieren. Freundschaft mit ihm will ich nicht, denn wenn dann mehr passiert … verliere ich seine Freundschaft. Das kenne ich. Das möchte ich nie mehr erleben. Ich möchte das er mich mag, mehr mag als eine Freundin. Aber wie sollte er das, ich bin Krank. Aber bin ich nicht eigentlich nur ein Mensch, der nach Liebe und Geborgenheit sucht? Ein Mensch der einfach Pech im Leben gehabt hat?
    Jetzt habe ich kapiert, warum ich das schreiben soll. Ich soll mich mit mir auseinander setzten. Und es deprimiert mich nicht einmal, etwas über mein Leben zu schreiben. Es fühlt sich gut an.

    Nun aber raus in den Garten. Ich kann schon nicht mehr warten.

    Deine Karen




    Liebes Tagebuch,
    wir haben uns geküsst. Er möchte mit ihm ein neues Leben anfangen, wenn meine Therapie zu Ende ist. Mir ist egal, das da was schief gehen könnte. Diesmal fühlt es sich einfach gut an. Einfach richtig. Irgendwann muss das Leben mir doch auch was gutes geben.

    Deine Karen
     
    #1
    famouslastwords, 23 Juli 2007
  2. NCISFan
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben
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    #2
    NCISFan, 23 Juli 2007
  3. User 77157
    User 77157 (28)
    Verbringt hier viel Zeit
    2.512
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    6
    vergeben und glücklich
    :smile: :smile:
     
    #3
    User 77157, 6 August 2007

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