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Machtlos gegen Polizei?

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von Chafu, 3 Dezember 2007.

  1. Reliant
    Reliant (36)
    Sehr bekannt hier
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    vergeben und glücklich
    Off-Topic:
    Gut kann sein das es in Deutschland anders ist. Bei uns wars grad erst so das 3 typen ihren Hund auf einen Polizisten gehetzt haben und er ihn erschossen hat, fazit war das er wegen fahrlässigen Waffengebrauch und Sachbeschädigung dran war.

    Ausserdem haben polizisten ja auch für den Fall Pfefferspray dabei, und ein Hund reagiert drauf viel stärker als jeder Mensch.

    Mit Punkt 4 meinte ich auch eher das sie nicht so selbstverständlich auf ihn geschossen hätten, also wenn ich unbewaffnet bin und ruhig hab ich keine Angst vor nem Polizisten der mit ner Waffe auf mich zielt (ausser hintermir steht jemand der auch eine Waffe hat, oder die Situation ist sowieso gefährlich) was aber sowieso nicht vorkommen wird. Wenn du Angst vor Waffen hast mach nie Urlaub in Südamerika oder Afrika...
     
    #21
    Reliant, 3 Dezember 2007
  2. hummelchen0209
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    Ähmmm....sorry.....aber das meinst Du doch nicht wirklich ernst, oder?

    Polizisten werden dafür ausgebildet eben nicht "menschlich" zu reagieren, schonmal was von Deeskaltionstraining gehört?
    Ich bin mal eine Weile in Frankfurt um den Bahnhof herum mit dem Rettungsdienst im Einsatz gewesen und hab da schon einiges erlebt, aber niemals das einer von den nun wiirklich kaum noch ansprechbaren oder agrressiven oder nicht mehr zurechnungsfähigen Leuten "eins auf die Mütze" bekommen haben.

    Bei der "Bedrohung mit der Schusswaffe gebe ich Dir recht, wenn die mit einem angriffsbereiten Hund rechnen müssen ist das auch völlig gerechtfertigt. Aber immer noch keine Rechtfertigung für körperliche Gewalt und dafür finde ich auch keine, zumal dann nicht wenn die tatsächlich zu viert waren.

    Das könnte allerdings gut sein, denn 2 Beamte sind ein Team und wenn die Freundin gemeldet hat Suicidverdacht mit aggressieven Tendenzen (wonach es ja doch klang), dann werden die nicht nur einTeam losschicken, zumindest war das früher nicht so.
     
    #22
    hummelchen0209, 3 Dezember 2007
  3. Stonic
    Stonic (42)
    Grillkünstler
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    Verheiratet
    Ich habe ja nun weiß gott oft genug mit Polizisten zu tun und ich dneke mal eher das dein Freund da schon ein wenig der Auslöser war. Auf jedenfall kommt mir die Geschichte etwas schräg vor und ich weiß auch nicht ob bei einer Suiziddrohung gleich 4 Beamte los fahren das kann uns Novalis bestimmt besser sagen.
    Aber alle Polizisten die ich erlebt habe sind erst dann handgreiflich geworden als sie provoziert wurden. Ok dann haben sie vieleicht hin und wieder etwas über reagiert aber normalerweise gehen sie nicht hin und hauen einem potentiellen Selbstmörder was auf die mütze. Nur mal so ne Frage: War dein Freund alkoholisiert ?
     
    #23
    Stonic, 3 Dezember 2007
  4. jonny´G
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Off-Topic:
    klingt sehr übertrieben das ganze
     
    #24
    jonny´G, 3 Dezember 2007
  5. Novalis
    Novalis (36)
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben
    Doch, das meine ich ernst.
    Unmittelbarer Zwang ist nunmal ein Einsatzmittel der Polizei.

    Und der wird eben angewendet, wenn andere Maßnahmen nicht mehr greifen bzw. erfolgsevrsprechend sind.

    Natürlich weiß ich, was Deeskalation ist. Und ich weiß auch, daß Deeskalation nunmal nicht immer zum Erfolg führt.
    Im übrigen werden keinem Polizisten "menschliche Verhaltensweisen abtrainiert"

    Ich denke, Du störst Dich im Wesentlichen an meiner laschen Ausdrucksweise bezüglich "eins auf die Mütze bekommen".

    Korrekterweise heißt es natürlich, daß der Betroffene zur Durchführung der polizeilichen Maßnahmen mittels einfacher körperlicher Gewalt zu Boden gebracht und fixiert wurde.
    Deswegen wird ihn im Übrigen noch eine Strafanzeige wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt erwarten.

    In dem darauf folgenden Verfahren hat er natürlich das Recht zu seienr Entlastung Beweisanträge zu stellen. Das heißt, selbst wenn er keine Strafanzeige stellt, wird das Verfahren rechtstaatlicher Prüfung unterzogen.


    Nun, wir waren alle nicht dabei, deswegen wird kaum einer beurteilen können, wann die Vorraussetzungen für unmittelbaren Zwang vorlagen. (Dafür ist die Anzahl der Beamten auch tatsächlich irrelevant).
    Zudem neigen nicht fachkundige Beurteiler einer solchen Lage dazu, zu verkennen, wie der polizeiliche Alltag aussieht.
    Die hier geschilderte Situation ist eher Regel denn Einzelfall.

    Was die Suizidankündigung anbelangt, so ist das Einzelfallabhängig.
    Je nachdem wie ernst so eine Lage eingeschätzt wird, Beurteilungskriterien können sein:

    - Alter und Konstitution
    - polizeilicher Bekanntheitsgrad
    - Vorgeschichte
    - Bewaffnung
    - konkrete Drohung
    - Gewalttätigkeit

    kann von dem SEK mit der Verhandlungsgruppe, Rettungswagen und sozialpsychatrischem Krisendienst bis zu zwei Beamten und einem RTW alles dabei sein.
     
    #25
    Novalis, 3 Dezember 2007
  6. Augen|Blick
    0
    Also ich muß gestehen, dass ich dieser Geschichte auch sehr kritisch gegenüberstehe. Wenn er grün und blau geschlagen wurde und dazu noch ein paar Tage (zwangsweise) in der Psychiatrie war, dann wird ja auf jeden Fall etwas krasses vorgefallen sein. Doch ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Geschichte so abgelaufen ist, wie Du sie gehört hast. Wieso hat Dein Freund nicht bereits auf der Wache von seinem Recht auf einen Anwalt gebrauch gemacht? Selbstverständlich haben auch vorläufig Festgenommene dieses Recht. Zudem werden die Vernehmungsbeamten ja nicht die gleichen gewesen sein, die ihn vorläufig Festnahmen, weshalb hat er nicht gleich vor Ort eine Anzeige erstattet? Gut, in so einer Situation reagiert man vielleicht nicht mehr so überlegt.

    Doch für eine Zwangseinweisung in die Psychiatrie ist eine amtsärztliche Untersuchung Voraussetzung, sprich, spätestens der Amtsarzt hätte die Verletzungen dokumentieren können und wäre natürlich auch ein Ansprechpartner für das Vorgefallene gewesen. Und in der Psychiatrie ist die Zwangseinweisung spätestens einen Tag danach von einem Richter vor Ort zu bestätigen, d.h. ein Richter muß mit Deinem Freund geredet haben und zu dem Schluß gekommen sein, dass zumindest einige Tage Beobachtung gerechtfertigt sind. Weshalb Dein Freund während dieser ganzen Zeit nicht zumindest Angehörige informierte, damit diese einen Anwalt einschalten, dürfte wohl auch sein Geheimnis bleiben. Ebenso gibt es gewiss in jeder Psychiatrie auch Ärzte, die seine Verletzungen hätten dokumentieren können, dazu hätte wohl jedes Aufnahmegespräch (und das wird es auch gegeben haben) ausgereicht. Doch selbst wenn Dein Freund so gnadenlos schockiert gewesen ist, dass er tagelang traumatisiert nicht seine Rechte wahrnehmen konnte, so wäre doch die normale Reaktion, spätestens hinterher Anwalt und Arzt zu konsultieren.

    Statt dessen bleibt eine Geschichte, die in dieser Form in sich nicht schlüssig ist. Warum zur Hölle sollten vier Beamte einen suzid-gefährdeten grundlos zusammenschlagen? Ich habe zwar auch aus eigener Erfahrung eine sehr kritische Einstellung zu unseren Cops, aber klingt für mich schlicht absurd. Was ich mir vorstellen könnte und das paßt ja auch zu dem Anruf bei seiner Freundin, war Dein Freund vielleicht stark alkoholisiert oder auf sonstigen Drogen unterwegs? Denn im "Normalzustand" droht doch wohl kein Mensch seiner Freundin erpresserisch den Suizid an. Und wenn er vielleicht nicht ganz nüchtern war, könnte er da vielleicht die Beamten bedroht haben? Muß ja nicht mal beabsichtigt gewesen sein, manche Leute bekommen ja nicht mal mit, wie aggressiv sie in betrunkenen Zustand sind und meinen das vielleicht auch nicht mal so. Nur wer soll das von Außen einschätzen können? Dazu würde auch passen, dass Dein Freund eben kein Anwalt angerufen hat, keine Anzeige gestellt hat und der Amtsarzt so einfach eine Einweisung durchgenickt hat. Und womöglich scheut Dein Freund auch deshalb jetzt davor zurück rechtliche Schritte einzuleiten, da ihm vielleicht bewußt ist, dass er an diesen Vorfällen eine Teilschuld trägt. Was ich noch irritierend finde, dass da gleich vier Beamte eingelaufen sind, ich kenne verschiedene Frauen die massive Probleme mit ihrem Ex hatten und das ging teilweise bis zu Morddrohungen und wilder Randale und dennoch ist da nie mehr als der übliche Streifenwagen mit zwei Beamten gekommen.

    Könnte es sein, dass Dein Freund womöglich auch noch einschlägig bekannt ist oder andere Vorgeschichten so einen Einsatz begründeten? Ist natürlich alles nur Spekulation, aber eine die für mich mehr Sinn ergibt, als die Erzählungen Deines Freundes. Zu guter letzt möchte ich aber auch noch hinzufügen, egal welcher Hintergrund nun tatsächlich hinter dieser Geschichte steckt und egal wie Dein Freund sich nun tatsächlich verhalten hat, es kann auch nicht hingenommen werden, dass Dein Freund von Beamten grün und blau geschlagen wurde und ohne handfesten Grund zwangspsychiatriert wurde.

    Doch ohne Anwalt wird man da keinen mm weiterkommen und wenn Dein Freund das in jedem Fall ablehnt, dann würde ich mich auch ernsthaft fragen, ob die Geschichte nicht ein kleines bisschen anders abgelaufen ist.
    LG
     
    #26
    Augen|Blick, 4 Dezember 2007
  7. SexySarah
    SexySarah (32)
    Verbringt hier viel Zeit
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    1
    Verlobt
    also ich würde diesen spruch wegen dem hund ( weiß ja net welchen tonfall dein freund drauf hatte) als drohung ansehen.

    zudem bist du dir sicher dass dein freund die ganze story nicht schön ausgeschmück und tatsachen verdreht hat?? wenn man sich nur genug reinsteigert glaubt man das irgentwann selbst! und dann zittert auch die stimme.

    da meine schwester justizfachangestellte bei gericht war und jetzt in der jva tätig ist, weiß ich dass falls es so war ( was ich perönlich bezweifle) ernsthafte chancen vor gericht für den kläger bestehen.
    beispiel: wie ich bei tag der offenen tür der jva war, in der meine schwester tätig ist ( war erst letzten monat) wurde mich eine inhaftierte ex-polizistin (frauenknast) vorgestellt. weiß zwar nicht warum sie sitzt, aber laut ihr werden dinge bei polizisten schwerer bestraft.

    also ich würde diesen spruch wegen dem hund ( weiß ja net welchen tonfall dein freund drauf hatte) als drohung ansehen.

    zudem bist du dir sicher dass dein freund die ganze story nicht schön ausgeschmück und tatsachen verdreht hat?? wenn man sich nur genug reinsteigert glaubt man das irgentwann selbst! und dann zittert auch die stimme.

    da meine schwester justizfachangestellte bei gericht war und jetzt in der jva tätig ist, weiß ich dass falls es so war ( was ich perönlich bezweifle) ernsthafte chancen vor gericht für den kläger bestehen.
    beispiel: wie ich bei tag der offenen tür der jva war, in der meine schwester tätig ist ( war erst letzten monat) wurde mich eine inhaftierte ex-polizistin (frauenknast) vorgestellt. weiß zwar nicht warum sie sitzt, aber laut ihr werden dinge bei politzisten schwerer bestraft.
     
    #27
    SexySarah, 4 Dezember 2007
  8. Novalis
    Novalis (36)
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    nicht angegeben
    Generell darf das nicht der Fall sein, das wäre ein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz.
    Soweit aber subjektive Tatumstände gewertet werden können, wird dies getan. Und da ist es nunmal so, daß Polizisten aufgrund ihrer AUsbildung seltener Irrtümer begehen können bzw. sich darauf berufen können, etwas strafrechtlich relevantes nicht gewußt zu haben.
    Zudem wiegt es schwerer wenn jemand von dem man Recht und Ordnung erwarten kann, strafrechtliche Verstöße begeht.
     
    #28
    Novalis, 5 Dezember 2007
  9. Koyote
    Koyote (39)
    Verbringt hier viel Zeit
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    17
    Verheiratet
    Ich denke auch nicht dass Polizisten schwerer bestraft werden als andere, zumindest nicht grundsätzlich.
    Allerdings dürfte bei einer Reihe von Straftaten bei Polizisten erschwerend hinzu kommen, dass diese die Folgen ihres Handels wohl eher abschätzen können (müssen) als es der normale Bürger kann. Dies wird bei der Strafzumessung eine Rolle spielen, daher die scheinbar schwerere Bestrafung eines Polizisten.
     
    #29
    Koyote, 5 Dezember 2007
  10. Novalis
    Novalis (36)
    Benutzer gesperrt
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    103
    2
    nicht angegeben
    Nunja, es gibt ja auch noch das Disziplinarrecht...
     
    #30
    Novalis, 5 Dezember 2007
  11. Suisynoid
    Verbringt hier viel Zeit
    13
    86
    0
    nicht angegeben
    Vier Aussagen seitens der Polizei gegen eine ? :grin:
     
    #31
    Suisynoid, 5 Dezember 2007
  12. empirestate
    Verbringt hier viel Zeit
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    91
    0
    Single
    Soviel geballtes Halbwissen auf einmal ist ja echt zuviel :cry:

    Wer Widerstand leistet, kriegt halt die volle Breitseite.


    Quatsch, ein Polizist kann jederzeit seine Waffe ziehen, wenn er es für richtig hält. Erst wenn er sie auf jemanden richtet, liegt ein Schusswaffengebrauch vor. Und arbeitlos wird ein Polizist auch nicht so schnell, sofern er nicht Widerrufsbeamter ist. Ich kenne einige, die wegen KV im Amt verurteilt worden sind und weiterhin ihren Dienst verrichten.

    Wenn ein Polizist von nem Hund angegriffen wird, kann er selbstverständlich auf den Hund schießen.

    Deeskalieren funktioniert auch nur bis zu einem gewissen Punkt. Danach gibts einen zwischen dei Hörner. Punkt.


    @Chafu: Für mich hört sich die Geschichte eher so an: Die Beamten kommen zur Wohnung deines Freundes (laut Leitstelle suzidgefährdet, vielleicht auch noch polizeilich bekannt); der ist auf hundertachtzig, sein Hund auch, pöbelt rum und wird handgreiflich. Dann wird er eingesackt und kriegt dabei ein blaues Auge. Natürlich will er sich seinen Fehler nicht eingestehen und erzählt erstmal was von Polizeiterror und so weiter. Könnte das, überspitzt formuliert, sich so in etwa zugetragen haben?

    @Novalis: Man merkt an deiner Wortwahl und Ausdrücken, dass du dich ein bißchen mit der Mateire auskennst, bist du Polizist?
     
    #32
    empirestate, 7 Dezember 2007
  13. Wie die Situation nun tatsächlich von Statten ging, wissen wohl nur die Beteiligten selbst. Ich würde das Wort deines Freundes aber auch nicht in Frage stellen wollen, da meine Erfahrungen mit der polizei auch zu 95% negativer Natur waren, so dass ich schon so etwas wie tiefste Verachtung gegenüber dieser Berufsgruppe verspüre.

    Und bevor hier jemand anfängt sich über diese Wortwahl zu echauffieren: ja, ich weiß, dass mein Umgang mit diesem Thema wahnsinnig intolerant und undifferenziert ist. Die Erfahrungen die unzählige andere Menschen auch mit der Polizei hatten, stützen mich aber mich aber in meiner Hypothese, dass in diesen "Berufsdenunzianten" wie in keiner anderen Bevölkerungsgruppe ein extrem hohes faschistisches Potenzial schlummert. Und ja, auch wenn ich anerkenne, dass vielleicht nicht alle Bullen scheiße und oftmals auch leider notwendig sind, ist das in meinen Augen einfach ein verachtenswerter Beruf, für den kein Mensch gut genug sein kann. Nur Henker ist schlimmer.

    mein Senf.
     
    #33
    Serge Bailmann, 7 Dezember 2007
  14. empirestate
    Verbringt hier viel Zeit
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    91
    0
    Single
    Na Gott sei Dank *phew*
     
    #34
    empirestate, 7 Dezember 2007
  15. Novalis
    Novalis (36)
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    nicht angegeben
    Nichtmehr.
     
    #35
    Novalis, 7 Dezember 2007

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