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Magister vs. Master

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von Loomis, 25 August 2008.

  1. Loomis
    Loomis (29)
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    in einer Beziehung
    Guten Morgen allerseits!

    Derzeit studiere ich Sinologie und Japanologie im 2. Semester auf Magister.

    Inzwischen habe ich gemerkt, dass zumindest Sinologie eigentlich so gar nicht mein Ding ist... Und ich habe mir überlegt, es abzuwählen und stattdessen Germanistik zu belegen.

    Nun kommt mein Problem: Germanistik wird nur noch als Bachelor angeboten; hieße für mich eine Fachsemestereinstufung in Japanologie, da ich ja den Abschluss wechseln müsste.

    Was mich allerdings sehr verunsicher hierbei: Alle sagen mir - behalt den Magister!
    Aber wieso?
    Den Master würde ich auf alle Fälle noch anhängen wollen in beiden Fächern - und der ist doch eigentlich gleichwertig mit dem Magister, oder...?

    Warum bekomme ich überall zu hören, dass ich mich lieber durchbeißen soll, um meinen Magister zu behalten?? :ratlos:
    Ist der wirklich so viel besser? Und was genau ist denn daran besser...?

    Ratlose Grüße
     
    #1
    Loomis, 25 August 2008
  2. rainbowgirl
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    nicht angegeben
    Ich würde beim Bachelor/Master Studium das Problem sehen, dass an den meisten (oder sogar allen?) Unis nur ein bestimmter Prozentsatz der Studenten zum Master zugelassen wird. Das sind dann eben die mit den besten Noten. Es besteht also das Risiko, dass du deinen Master nicht machen kannst, bzw. dir dafür eine andere Uni suchen musst, die dich nimmt.
    ...Ansonsten zählen beim Bachelor/Master Studium so gut wie alle Noten mit zur Examensnote, während es beim Magister ja soweit ich weiß nur eine große Abschlussprüfung gibt. Musst also vielleicht auch danach entscheiden, ob du lieber kontinuierlich lernst und halt ein verschulteres Studium hast; oder ob du lieber selbst entscheidest, welche Veranstaltungen du besuchen möchtest und wo du deine Scheine machen möchtest, und dafür dann eben eine große Prüfung zum Schluss machst.
     
    #2
    rainbowgirl, 25 August 2008
  3. User 44981
    User 44981 (29)
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    Ich kenne zwar den Magister jetzt nicht wirklich...

    Aber die Abschlüsse Bachelor und Master haben auf jeden Fall einige Probleme:

    Deutsche Unternehmen wissen, was sie von einem Diplom/Magister/etc. erwarten können - Aber was sie von einem Bachelor/Master erwarten können, wissen sie nicht. - Da halte ich es für fraglich, ob ein Unternehmen das Wagnis eingeht, jemanden einzustellen, dessen Qualifikation unbekannt ist, sofern es auch Leute auf dem Arbeitsmarkt gibt, deren Qualifikation man gut abschätzen kann. (insbesondere bei kleineren Firmen sehe ich da auch auf längere Zeit große Probleme)

    Es kann Probleme geben, an seinen Bachelor noch einen Master dranzuhängen (begrenzte Anzahl an Master-Studienplätzen), obwohl der Bachelor kein berufsqualifizierender Studienabschluss, sondern nur ein zertifizierter Studienabbruch ist.
    (Zumindest in den Natur-und Ingenieurswissenschaften fehlt dem Bachelor jegliche Daseinsberechtigung, da es keine Jobs für Bachelor-Absolventen gibt und ich kann mir kaum vorstellen, dass in anderen Bereichen ein solcher Schmalspur-Abschluss für einen ordentlichen Job reicht)

    Die Umstellung auf das Bachelor/Master-System ist noch ziemlich neu, so dass es an den Unis diesbezüglich deutlich chaotischer abläuft, als bei einem etablierten System (Magister/Diplom/etc.).


    Ob es aber besser ist, ein Studium durchzuziehen, obwohl man gemerkt hat, dass es einem nicht liegt, halte ich für fraglich.
     
    #3
    User 44981, 25 August 2008
  4. xoxo
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    An meiner Uni wäre es Möglich Japanologie als Hauptfach zu behalten, Sinologie als Nebenfach runterzustufen und Germanistik als zusätzliches Bachelor Nebenfach zu wählen. Wäre diese Kombination etwas für dich ? Wenn du weiterhin auf Magister studieren möchtest, dann solltest du dir deiner Fächerwahl verdammt sicher sein, da es ab 2010 nur nich Bachelor Studiengänge geben wird. Ich studiere ebenfalls auf Magister und viele meiner Freunde haben jetzt schon Probleme mit der Fächerwahl gehabt, da so viele Angebote bereits umgestellt wurden.
     
    #4
    xoxo, 25 August 2008
  5. Loomis
    Loomis (29)
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    Danke für eure Antworten! :smile:

    Also wenn, dann will ich Sinologie definitiv abwerfen. Drei Fächer wären mir absolut zuviel, muss ich gestehen.

    Mit meiner Fächerwahl bin ich mir kein bisschen mehr sicher - daher auch die Überlegung, auf Bachelor umzusteigen.
    Nur dass eben praktisch jeder zu mir sagt: behalt deinen Magister!
    Aber die Sache mit den Noten täte mir eigentlich ganz gut; ich bin niemand, der sich freiwillig und im Vorfeld gut genug vorbereitet. Ein bisschen Druck in der Hinsicht täte mir ganz gut.

    Außerdem ist der Master für Japanologie hier zulassungsfrei; noch jedenfalls. Wenn er das bleibt, sollte auch das kein Problem darstellen.

    Mit dem Argument, dass man keine freie Entscheidung bzgl. der Kurse mehr treffen kann, kann ich auch nicht mithalten, da ich aufgrund der insgesamt 16 SWS Stunden Sprachkurs ohnehin immer sehr eingeschränkt war in der Wahl - das passte bisher wirklich immer nur knapp.

    Bitte weitere Kommentare, wenn möglich! :smile:
     
    #5
    Loomis, 25 August 2008
  6. franzius
    Gast
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    #6
    franzius, 25 August 2008
  7. Aeldran
    Aeldran (32)
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    Hmmm... Wo und was studiert der Herr denn? Vielleicht auf Diplom? Da wo eh gegen Master und Bachelor gehetzt wird?
    So ist es jedenfalls bei uns, ich rede da aus Erfahrung! Und ich bin der erste Master-Jahrgang...

    In meinem Bachelor-Studien- und Prüfungsordnung steht nach wie vor 'berufsqualifizierender Abschluss" und nich zertifizierter Studienabbruch'.

    Wie willst du das überhaupt durchsetzen so? Weniger als die Hälfte der BAs bekommen einen MA-Platz, wenn es so weitergeht. Das hat mit Studienabbruch kein bisschen was zu tun.
    Das Abi nach 12 JAhren ist ja auch kein zertifizierter Schulabbruch, nur weil es kürzer und internsiver ist...
     
    #7
    Aeldran, 26 August 2008
  8. dav421
    dav421 (28)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    nene, dass stimmt schon so
    wer als Ingenieur, Physiker, Mathematiker, Chemiker oder Biologe nach dem Bachelor auf hört, selbst schuld
    hätte er genau so gut nach dem Abi aufhören können
    die ersten 3 Semester wird sowieso nur gesiebt (wenn auch mit sehr interessanten Unterrichten)
    danach (also während deinem 4. und 5. Studienjahr, Master nennt sich das dann) fängst du richtig an das zu lernen wo du riskierst es im Beruf anwenden zu können, weil es nicht möglich ist sich ohne das davor erworbene Wissen ist nötig aber nach drei Jahren aufzuhören ist einfach nicht mehr als ein qualifizierter Studienabbruch
    wenn ich micht richtig erinner konnte man früher gar nicht an dieser Stelle aufhören (also in Belgien), mitlerweile ist es theoretisch möglich, aber das macht niemand
    jeder Arbeitgeber wird dir sagen, sie sind doch noch gar nicht mit Ihrer Ausbildung fertig, bringen sie erst mal die 2 Jahre hinter sich wenn du dich mit Bachelor bewirbst
    einzige mir bekannten Ausnahmen Sozialassistenten, Krankenschwestern und Primarschullehrer (die sind noch mitten in den Diskusionenn wie es weiter gehen soll)

    wenn bei euch in Deutschland die Master plätze im Vergleich zu den Bachelor Absolventen limitiert sind habt ihr das System schlicht und einfach nicht verstanden (also die Unis)
    das ist nämlich in den meisten Studiengängen von vornherrein darauf ausgelegt den Master durchzuziehen, alles andere ist ein kleiner Trostpreis

    Das ist eigentlich Europaweit der Normalfall bis auf eure Extrawurst die so langsam abgeschafft wird
     
    #8
    dav421, 26 August 2008
  9. franzius
    Gast
    0
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    #9
    franzius, 26 August 2008
  10. dav421
    dav421 (28)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    http://www.uclouvain.be/epl.html
    http://www.uclouvain.be/prog-2007-elme2m.html
    das ist jetzt die Perspektive aus der ich schreibe
    wenn du da nur Bac machen willst wirst du von allen (inkl Profs) ausgelacht, macht aber sowieso niemand
     
    #10
    dav421, 26 August 2008
  11. MrShelby
    Sehr bekannt hier
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    Single
    Sicherlich kommt es immer auf den Einzelfall an...d.h. wie gut eine Uni insgesamt bzw. ein Fachbereich im speziellen Bachelor/Master-Studiengänge einführt und dann in der Lehre pratisch umsetzt.

    Ich kann dir mal meine Erfahrungen schildern: Ich habe Sowi als Diplomfach studiert zu einer Zeit, in der gerade in fast jedem Fachbereich der Uni neben den "alten" Abschlüssen nun Bachlorstudiengänge gestartet wurden - somit habe ich bei den Studis, die mit mir angefangen haben, gesehen, wie es ihnen im Bachelor-Studiengang ging.
    Die meisten haben neben einer Sowi-Teildisziplin (wie Politikwissenschaft, Soziologie...) eine Sprache studiert. Wenn ich meinen Stundenplan mit ihrem vergleichen habe, habe ich schnell gesehen, dass sie in vielen Fällen länger in der Woche an der Uni sein mussten als ich. Auch in Fernsehberichten wird bei BA-Studiengängen kritisiert, dass das Arbeitspensum in vielen fällen sehr unausgewogen ist.
    Daneben hatte ich neben einigen Pflichtveranstaltungen durchaus sehr viele Wahlmöglichkeiten, und konnte mir (fast) immer Themen raussuchen, die mich interessiert haben. Bei den BA-Leuten war das schwieriger, da sie einen wesentlich strenger durchgeplanten Studienverlauf hatten. Da man die Bachelorphase von den Masterinhalten stärker trennen wollte, durften BA-Studenten manchmal Veranstaltungen nicht besuchen, die man als Diplomer mit identisch vielen Semestern Erfahrung belegen konnte.
    Auch in den Übungen und Seminaren war es anders: Ich als Diplomer musste nur recht selten Referate halten oder zwingend einen "Schein" machen (die Inhalte wurden später in Prüfungen abgefragt). Wer einen BA machen wollte, musste öfter ran. Daneben hat man die Anwesenheitspflicht für BA'ler eingeführt, was mit Anwesenheitslisten und so kontrolliert werden sollte...manchmal erinnerte mich das schon ein bischen an einen Kindergarten, wenn ich ehrlich bin.
    Obendrein gab es noch organisatorische Probleme bei der Umstellung...wenn ich jedes Mal einen Euro bekommen hätte, wenn ein BA'ler aufzeigte und sowas fragte wie "Muss ich hier ein Referat halten/eine Klausur schreiben....", hätte ich schon eine nettes Polster auf meinem Konto ;-) Manche Dinge bei der Umstellung wurden natürlich mit der Zeit nochmal reformiert und seitdem läuft vieles sicherlich besser. Aber ich bin im Nachhinein schon froh, keinen BA gemacht zu haben.

    Nochmal was zur Frage, wieviel der BA später wert ist: Manche haben mir erzählt, dass die Firma, in der sie ein Praktikum gemacht haben, sie auch ohne einen Master-Abschluss einstellen würden. Es kommt natürlich schon auf die Branche und Tätigkeit an...aber es kann klappen. Ein Argument soll wohl gewesen sein:"Was man an der Uni so alles macht, ist manchmal nur von rein akademischem Interessen, und wird bei uns in der Praxis eh nicht gebraucht". Das der mangelnde Bekanntheitsgrad von BA/MA-Abschlüssen ein Problem ist, kann ich mir nicht ganz vorstellen. Jetzt kommen ja schon verstärkt BA/MA-Absolventen von den Unis...ich glaube nicht, dass man in der heutigen Zeit als Firma "rumzicken" kann oder will, und gute Leute nicht nimmt, nur weil sie einen neuen Abschluss haben.
     
    #11
    MrShelby, 26 August 2008
  12. dav421
    dav421 (28)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    ich sags mal so, ab september ist auch der älteste Jahrgang an allen belgischen Unis im Master System, die Umstellung ist also schon komplett vollzogen
    es gibt gar nichts anderes mehr außer an Hochschulen

    in meinem Fall ist es z.B. so, dass kein Mensch vor dem Master irgendwelche Praktika macht, würde auch nichts bringen
    die ersten 3 Semester haben alle Ingenieure zusammen die gleichen Unterriche (Mathe, Physik, Info, Chemie, Projekte und noch son paar kleine) erst nach 1,5 Jahren Entscheidest du dich zum ersten mal für ne grobe Fachrichtung
    das ist einfach schwachsinnig da mit nem Bac aufzuhören, Studienabbruch mit kleinem Trostpreis mehr nicht
    so als würdest du Medizin nur bis zum Physikum studieren (das heißt doch so bei euch oder?)
     
    #12
    dav421, 26 August 2008
  13. User 44981
    User 44981 (29)
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    Ich versuche mal zwei verschiedene Erläuterungen:
    1. eine einfache Überlegung: Wenn ich dran denke, was ich bis jetzt in mein ersten 4 Semestern des Diplomstudiengangs gelernt habe (essentielle Grundlagen, die man zwar für das Fach braucht, die aber mit den aktuellen Themen überhaupt nichts zu tun haben) und wenn ich weiter denke, dass kaum jemand in der Lage wäre, in dieser Zeit noch deutlich mehr zu lernen, so blieben noch 2 Semester für die Dinge, die man dann auch im Beruf brauchen kann, was mit Sicherheit viel zu wenig ist.
    Ebenso kann ich mir unmöglich vorstellen, dass man in meinem Gebiet eine Chance hat, wenn man eben diese Grundlagen nicht so gut gelernt hat.

    2. Ein Vertreter der Studienstiftung des deutschen Volkes ("fördert bist zum ersten berufsqualifizierenden Abschluss") antwortete auf die Frage, ob nach dem Bachelor mit der Förderung Schluss sei, folgendermaßen: "Der Bachelor ist für uns kein berufsqualifizierender Abschluss, sondern ein zertifizierter Studienabbruch"
    Ich denke hier eher an die für Ingenieurs- und Naturwissenschaftler relevanten Bereiche Forschung und Entwicklung, wo man ohne ausreichendes Wissen aus dem Studium (sowohl Grundlagen, als auch berufsspezifische Dinge) mit Sicherheit keine Chance hat.

    Siehe hier meine Ausführungen zum vorherigen Zitat...
    In 6 Semester kann man zumindest in der Physik (was ich studiere) und vermutlich auch in den anderen Natur- und Ingenieurswissenschaften nur die Grundlagen lernen, in denen man nichts mehr forschen und entwickeln kann und zusätzlich noch 2 Semester in die aktuell interessanten Themen reinschnuppern.
    Mehr ist in 6 Semestern einfach nicht möglich!
    Zumindest in den ersten 4 Semestern des Diplomstudiengangs ist das Lernpensum so enorm, dass kaum ein Student dazu in der Lage wäre, noch mehr zu lernen, was für eine Berufsqualifizierung nach 6 Semester einfach notwendig wäre.
    Ich glaube, nach 4 Semestern im Studium kann ich durchaus beurteilen, dass es sowohl für mich, als auch für fast alle meiner Komilitonen unmöglich wäre, noch mehr Stoff in der gleichen Zeit zu lernen.
    Das Abi war im Gegensatz zu meinem Studium wirklich lächerlich.
    Ist nicht gerade die wissenschaftliche Auslegung das, was ein Uni-Studium von einem FH- oder BA-Studium abgrenzt und Uni-Absolventen für andere Bereiche qualifiziert?
    Zumindest für Naturwissenschaftler wird es wohl kaum Jobs in der Wirtschaft geben, in denen man keine gute wissenschaftliche Ausbildung braucht.
    In Studiengängen, die auch an einer FH angeboten werden, mag das stimmen.
    Da aber z.B. die Naturwissenschaften überhaupt nicht an FHs angeboten werden, weil es einfach keine Berufsaussichten für Naturwissenschaftler ohne fundierte wissenschaftliche Ausbildung gibt, wird das wohl auch in gleichem Maße für den Bachelor gelten.
     
    #13
    User 44981, 26 August 2008
  14. Daucus-Zentrus
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Im Grunde ist es doch sehr schwierig hier eine vernünftige Prognose abzugeben, denn die wenigsten Studiengänge sind schon solange mit Ba-Abschluss eingerichtet, dass es irgendeine Erfahrung geben kann, wie die Ba-Absolventen auf dem Arbeitsmarkt zurecht kommen.

    Da hilft es weder sich auf einen Volldeppen von der Studienstiftung zu berufen noch andersherum mit dem Bafög zu argumentieren, was erst mal nur für den Bachelor gezahlt wird. Es ist auch schwierig eine inhaltliche Prognose abzugeben, denn selbstverständlich schafft man in sechs Semestern nicht mehr, nur weil ein Abschluss schon nach dieser Zeit zu erreichen ist. Aber genauso wenig kann man beispielsweise aus dem Aufbau eines Physikstudiums schließen, dass man gerade in den Sem. 7 und 8 (oder auch 9 und 10) das lernt, was für den Arbeitsmarkt relevant ist, denn nur jeder zehnte Dipl. Physiker arbeitet in einem seinem Studium nahen Bereich.

    Schließlich sollte man auch nicht vergessen, dass auch heute nicht Diplome in der Wissenschaft X mit Magistern in Y zu vergleichen sind, wenn es um die Chancen am Arbeitsmarkt geht. Ein Magister in Philosophie oder eben auch Japanologie kann da von ganz anderen Problemen betroffen sein als ein Diplom in Physik und dem Master könnte es ähnlich gehen.

    ...abgesehen davon, dass die Chancen am Arbeitsmarkt auch nicht das einzige Kriterium bei der Studienwahl sein sollte.

    *Nicht dass hier ein Missverständnis entsteht und man denkt, ich fänd die Umstellung auf BaMa gut: Das ist keineswegs der Fall. Aber man sollte sich weniger auf Vermutungen und Intuitionen oder Einzelmeinung verlassen.
     
    #14
    Daucus-Zentrus, 27 August 2008
  15. MrShelby
    Sehr bekannt hier
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    198
    813
    Single
    Ähm...na ja...

    http://web.fu-berlin.de/career/praktikum_berufseinstieg/bachelor_master/bachelor_arbeitsmarkt.html

    ...und das war auch nur eine der ersten Seiten, die ich gefunden habe... ;-)
     
    #15
    MrShelby, 27 August 2008
  16. Daucus-Zentrus
    Verbringt hier viel Zeit
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    1
    nicht angegeben
    Off-Topic:
    Okay, du hast Recht. Ich habe gestern auch eine Studie zu den Aussichten von Ba-Absolventen gemacht: Nur jeder zehnte Teilnehmer an diesem Thread gab dabei an, dass er einen Ba-Abschluss gleichwertig mit Diplom- und Magister-Abschlüssen sieht. Folglich werden Ba-Absolventen auf dem Arbeitsmarkt wesentlich weniger Erfolgschancen haben.

    Die Studien bei deinem Link sind zum Teil von 2004. An meiner Uni haben zu der Zeit nur 2% der Erstsemester in einem Ba-Studiengang studiert, heute sind es 100%. Bis 2005 wurden noch 7+3 und 8+2 Modelle diskutiert, die es zumindest in meinem Bundesland nicht gibt, in NW ist die 6+4 Variante verpflichtend. Selbst in der "aktuellen" Studie von 2006 geben die Befragten, wie du sicherlich gelesen hast, nur Prognosen ab, weil sie gar keine Ba-Absolventen beschäftigen (vgl. dazu den von dir zitierten Abschnitt von mir).
     
    #16
    Daucus-Zentrus, 27 August 2008

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