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Mal den ganzen Kummer loswerden..

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von User 53748, 29 November 2008.

  1. User 53748
    User 53748 (28)
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    in einer Beziehung
    Es tut mir Leid, wenn ich jetzt einen Roman schreibe.. aber ich muss es einfach loswerden und jemandem erzählen.

    Ich fang einfach mal da an , ab wo es steil bergab ging..

    Ich habe dieses Jahr Abitur gemacht. In Niedersachsen, mit Schnitt 2,5. Trotzdem war ein Studienplatz für mich leider nicht drin und es hat nur Absagen gehagelt, was sehr an meinem Selbstbewusstsein kratzte. Alle studieren oder machen eine Ausbildung und ich.. ? Ich mache nichts. Denn mein Gelegenheitsjob wurde mir gekündigt und so einfach ist es nicht was neues zu finden. Ab Januar mache ich ein dreimonatiges Vorpraktikum und hoffe eine Zusage für den Studiengang Sozialpädagogik zu bekommen... wobei ich mir immer noch nicht sicher bin ob ich das will. Denn die Jobaussichten sind damit ja auch nicht so rosig... ich hab tierische Angst vor der Zukunft...

    Ich versuch mal alles was mich sonst so bedrückt bedrückt kurz zusammenzufassen.... : Ich habe keinen Zugang zu mir selbst, weiß nicht was ich will und wer ich bin... mache mich nur schlecht, sehe wirklich alles pessimistisch, habe ab und an sogar Selbstmordgedanken, mein Leben kotzt mich an und langweilt mich zu Tode.. aber ich krieg es einfach nicht gebacken was zu ändern. Ich habe das Gefühl dafür keine Kontrolle über mich zu besitzen. Das Einzige was ich kann ist Leiden. Ich kenne nur meine Schwächen, Stärken habe ich meiner Ansicht nach keine. Ich fühl mich wie Abschaum, ich kann mich selbst nicht leiden und ich habe einfach null Selbstbewusstsein.

    Das alles belastet natürlich auch meine Beziehung. Ich weiß nicht mehr, was Liebe ist, habe den Glauben daran verloren, ich empfinde keine Lust mehr und finde meinen Partner körperlich kaum noch attraktiv. Aber ich weiß nicht was ich will und was ich fühle. Bei dem Gedanken ihn zu verlassen kriege ich starke Verlustängste. Der Gedanke ihn zu verlieren ... das was ich habe zu verlieren... der macht mich kaputt. Ich könnte nie Schlussmachen. Obwohl der Punkt hier ziemlich klein ausfällt ist es im Moment das was mich am meisten fertig macht, die Angst ihn zu verlieren, das er mich verlassen könnte... usw..

    Es ist einfach alles scheiße im Moment. Meine Mutter wurde gestern zu allem Übel auch noch gekündigt... mit einer ziemlich beschissenen Begründung. Ich empfinde nur noch Hass auf die Gesellschaft und mich selbst und ekel mich vor anderen Menschen. Ich kann kein Glück ertragen.. ich kann es auch nicht mehr empfinden...

    Ja.. jetzt rede ich so.. und in ein paar Stunden werde ich mich genau gegenteilig fühlen. Dann geht es mir super und ich werde mich fragen was ich hier für einen Stuss erzählt habe, das ich übertreibe usw.. Ich weiß einfach nicht wie ich weiter machen soll... mein Alltag.. ich treffe mich mit Freunden, babysitte und spiele Badminton.. das ist alles ... ich habe trotzdem nie Zeit für mich selber, bin rastlos, immer unterwegs und ich meide Situationen in denen ich über mich und mein Leben nachdenken könnte.. denn ich lande immer nur wieder in Sackgassen.. ich kenne mich einfach nicht...

    Tut mir Leid das alles so wirr ist.. ich weiß auch gar nicht was ihr dazu sagen könnt.. denn meine Freunde sind damit alle heillos überfordert und können mir auch nicht helfen. .. Ich habe es immer abgelehnt zum Psychologen zu gehen... kenne das schon zur Genüge aus der Kindheit.. ich kann mir einfach nicht eingestehen das es mir so dermaßen schlecht geht und das ich es verdient habe, bei einem Arzt Zeit in Anspruch zu nehmen die jemand anders evtl. viel dringender nötig hätte.... Kann ich mir in dieser besch... noch selbst helfen oder soll ich wirklich besser einen Arzt aufsuchen? Wohin wendet man sich denn da? Ich hab Angst nicht Ernst genommen zu werden, irgendeine Krankheit aufgeschwatzt zu bekommen und in eine Schublade gesteckt zu werden...


    Es tat gut mal alles aufzuschrieben, danke fürs Lesen.
     
    #1
    User 53748, 29 November 2008
  2. zickzackbum
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Ich habe ein viel besseres Abi als du. Aber ich sehe meine Zukunft deswegen auch nicht rosiger. Ich denke da an ständig befristete Stellen, keine Planungssicherheit, etc.
    Ich glaube egal was man macht, man kann immer Pech haben. Man sollte das machen was man gut kann und wo man Spaß dran hat.

    Kenne ich. Habe damit auch schon einige Freundschaften kaputt gemacht. Die Leute wollen erstens das negative Rumgeheule nicht hören und wirklich helfen können sie auch nicht.
    Das Problem liegt in dir selbst, du musst dich da rausziehen.
    Ich würde versuchen nicht mehr so detailliert mit Freunden darüber zu reden. Leider ist das so.

    Das kenne ich auch und ich versuche mich gerade selbst kennen zu lernen. Das zu machen, was mir Spaß macht und gut tut und nicht in alten Mustern zu verharren. Klappt natürlich nicht von heute auf morgen, aber in kleinen Schritten. Man muss aber auch konsequent am Ball bleiben.

    Das kenne ich auch, wenn man über Liebe nachdenkt und sich vorstellt, mit einer bestimmten Person endgültig den Rest seines Lebens verbringen zu "müssen", eventuell noch öfters mal Stress mit dieser Person zu haben und blöde Kompromisse eingehen zu müssen, Erwartungen erfüllen zu müssen und all das nur damit man nicht allein ist, dann kommt mir das schon ziemlich zwanghaft und wenig erstrebenswert vor. Weiss ich auch noch keine Lösung.

    Solche Stimmungsschwankungen habe ich auch. Das wechselt sehr schnell von der einen in die andere Richtung. Ist


    Ich glaube du kannst zu einem Psychologen gehen und die Krankenkasse bezahlt dann erstmal generell 3 Stunden oder so. Und danach musst du dich glaube ich vom Arzt dahin überweisen lassen und der Psychologe stellt nen Antrag bei der Krankenkasse auf keine Ahnung, 20 Stunden oder so.
     
    #2
    zickzackbum, 29 November 2008
  3. User 44981
    User 44981 (29)
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    Hm... irgendwie kann ich es mir jetzt nicht wirklich vorstellen, dass du mit deinem doch ganz ordentlichen Abischnitt wirklich überhaupt nichts findest.
    Sind wirklich alle Studiengänge, die dich interessieren könnten, zulassungsbeschränkt mit so hohen Anforderungen? (Ich musste mich z.B. nur direkt einschreiben - ohne irgendwelche Anforderungen abgesehen vom bestandenen Abi und ohne irgend ein Bewerbungsverfahren)
    So etwas kenne ich teilweise auch von mir. OK. Ich war immer ziemlich gut in der Schule und wusste deshalb schon, dass ich etwas kann und nicht ganz blöd bin... aber sonst gab es auch wenig. Ich war der dünne, unsportliche Schwächling, hatte kaum Hobbies und nur wenige Freunde.
    Aber ich habe doch wieder tolle Sachen gefunden: Ich habe eine Sportart gefunden, die mir Spaß macht (und auf Grund derer ich auch kein unsportlicher Schwächling mehr bin)
    Ich war an der Organisation eines großen, äußerst erfolgreichen Schulprojektes beteiligt und habe dabei gemerkt, dass ich doch Einiges kann.
    Ich habe meine "Berufung" in einem tollen ehrenamtlichen Engagement gefunden, das mir unheimlich viel Spaß macht und bei dem ich weiß, dass ich damit auch Anderen etwas Gutes tue (als Skilehrer bei Kinderskikursen)
    Über diese ganzen Dinge habe ich neue Leute kennen gelernt: Leute, die mich akzeptieren und respektieren, wie ich bin. Leute mit denen ich Spaß haben kann und die mir zeigen, dass ich alles Andere als wertlos und nichtsnutzig bin.

    Und Angst vor der Zukunft habe ich auch. Zwar nicht so wie du (mein Studium bringt mir zum Glück rosige Berufsaussichten)... aber doch habe ich große Sorgen.
    (Ich frage mich, ob ich die politische und gesellschaftliche Situation in Deutschland ertragen kann und ob ich in Deutschland meine Zukunftspläne verwirklichen kann. - Mit starker Tenden zur Antwort Nein. - Und wenn ich dann wieter denke, frage ich mich, ob ich es schaffe, den nächsten logischen Schritt - Auszuwandern in ein besseres Land - durchzuziehen und ob ich es dann dort schaffe, meine Zukunftspläne zu verwirklichen... oder ob ich überhaupt ein geeignetes Land für diese Pläne finde.)
    Hm... Dann hast du ja eigentlich doch Hobbies, die dir Spaß machen und ein oftmals ausgefülltes Leben.
    Aber auch diese Sache kenne ich ziemlich gut. Manchmal habe ich auch einfach nichts zu tun, fühle mich einsam und alleine und weiß nicht, wie ich meine Zeit totschlagen soll...
    Und dann wieder kommen ganz viele tolle Sachen gleichzeitig. Ich kann mich kaum entscheiden, was ich jetzt machen will und was ich leider doch absagen muss.

    Aber so ist das Leben nun mal. Das Leben ist kein gleichmäßig fließender Strom, sondern viel eher ein Fluss mit starken Stromschnellen - aber auch mit zäh fließenden Stücken.
     
    #3
    User 44981, 30 November 2008
  4. User 53748
    User 53748 (28)
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    in einer Beziehung
    Danke für eure Antworten!

    Zu eurer Frage wegen dem Studium: leider bin ich im naturwissenschaftlich/technischen Bereich total unbegabt und desinteressiert, weswegen solche ein Studium für mich nicht in Frage kommt. Auch Wirtschaft und Politik interessiert mich nicht gerade brennend. Meine Interessen sehe ich eher im sprachlichen und sozialen Bereich. Ich hatte mich für journalistische Studiengänge beworben da ich sehr gerne schreibe und auch schon Vorerfahrung habe... aber da wird immer ein Schnitt im 1, Bereich verlangt... Und im sozialen Bereich sieht es bis auf vielleicht Altenpflege nicht soo gut aus. Und Sprachen... ich möchte weder reines Dolmetschen noch unterrichten... also kommen diese Dinge auch nicht infrage.

    Heute geht es mir ganz gut. Ich brauche einfach viel Zeit denk ich, um zu mir selbst zu finden und zu wissen was ich möchte. Über ein Ehrenamt habe ich auch schon nachgedacht und war im Sommer sogar auf einer Informationsveranstaltung über die verschiedensten Ehrenämter hier im Ort, aber entweder suchten sie ältere Helfer oder aber hauptsächlich Hausaufgabenhilfen, wozu ich mich nun nicht so sehr prädestiniert fühle. Kindern vorlesen, Ausflüge mitgorganisieren und verwirklichen, ... sowas wäre da schon eher mein Fall.. kann man einfach zu einem Kindergarten gehen und fragen, ob Interesse besteht an einer ehrenamtlichen Vorlesekraft? Ich hab jedenfalls öfter schon in der Zeitung gelsen, das solche Leute gesucht werden. Ich werd mich mal weiter informieren.

    Liebe Grüße und einen guten Start in die neue Woche,

    *Biene*
     
    #4
    User 53748, 1 Dezember 2008
  5. schneewante
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    hallo!

    vielleicht gibt es bei euch so eine art jugendheim...
    von der evangelischen oder katholischen kirche wird sowas doch für jugendliche angeboten.
    ich war, obwohl ich katholisch bin damals mit einer freundin in nem evangelischen "verein"
    die haben mit uns basketball, fußball, verstecken gespielt.
    wir haben pizza, plätzchen etc. gebacken...gebastelt :grin:
    und wir sind einmal im jahr in den ferien in ne jugendherberge gefahren inklusive nachtwanderung und allem schnickschnack der da eben dazu gehört.

    ich finds gut das du dich für soetwas interessierst!
    hab mir deinen text durchgelesen.
    denke das wäre vielleicht ein anfang.
    allerdings kommt die zeit für dich dann vielleicht ein bisschen zu kurz.aber soweit ich mich erinnern kann war das damals bei uns so das es mehrere gruppenleiter gab (jeder hatte einen festen tag in der woche). diese leiter haben sich untereinander auch immer getroffen. somit lernst du vielleicht interessante leute kennen, die zumindest schonmal dein interesse für ehrenamtliche arbeit teilen.

    die voraussetzung dafür wäre dann natürlich, dass es sowas in eurem ort gibt *daumen drück*

    ach, und keine sorge...du musst nix aus der bibel vorlesen, wir haben damals echt nur sachen gemacht, die einfach in so einem Alter spaß machen!!! :smile2:
     
    #5
    schneewante, 1 Dezember 2008
  6. einTil
    einTil (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    2
    vergeben und glücklich
    So wie du deine Stimmungsschwankungen beschreibst würde ich dir doch mal empfehlen, zum Psychologen zu gehen. Dein Hausarzt kann dich dahin verweisen.

    Ich bring mal ein paar Argumente, wieso du das darfst :zwinker:

    - Der Psychologe ist dazu da, mit dir einen Weg zu finden, damit es dir besser geht. Das ist sein Job. Geht niemand mehr hin, wird er arbeitslos.

    - Volkswirtschaftlich ist es günstiger jetzt mit 15 Therapiesitzungen das Problem in den Griff bekommen, als später alle 2 Jahre 6 Monate mit Depressionen auszufallen.

    - Das Gesundheitssystem geht eh immer mehr in Richtung Vorsorge, man sollte also zum Arzt, bevor man richtige Probleme bekommt (oder gehst du auch erst zum Zahnarzt, wenn 40% deiner Zähne weh tun?).

    - Du hast ein Problem. DIR soll geholfen werden. Die Anderen sollten dir da jetzt in gewissen Grenzen egal sein. Wenn du aus Altruismus nicht zum Psychologen gehst, geht der Altruismus zu weit.
    Das Problem kenne ich übrigens auch in anderen Bereichen. Ich musste mich auch erst überwinden, mit einer meiner Meinung nach nicht schwerwiegenden Schulterverletzung in die Notaufnahme des KH zu fahren (weil ich Notaufnahme mit "Es geht um Leben und Tod" verband), aber im Nachhinein hat es Sinn gemacht.

    Zum Studieren: Kannst du was machen, das dir dann vielleicht angerechnet werden kann? Du könntest ja mit Englisch Lehramt (oder ähnlichem) anfangen und dann schon Module hören, die dir für SoPäd was bringen. Musst du halt mal die Studienpläne lesen, oder zur Studienberatung gehen.

    Hoffe, dir hilft das etwas.
     
    #6
    einTil, 1 Dezember 2008

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