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Mal ein sehr interessanter Text gegen den alltäglichen Geschlechterwahn!

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von spätzünder, 18 März 2008.

  1. spätzünder
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    Single
    http://www.spiegel.de/spiegelspecial/0,1518,537794,00.html

    Kommentar: Interessant fand ich vor allem diesen Satz:

    Ich finde diesen Text interessant, weil er einer der wenigen Gegenpositionen gegen den alltäglichen 'Männer-sind-so-und-Frauen-so'-Wahnsinn.

    Ständig hört man in den Medien neue, angeblich seriöse Studien zu fundamentalen Unterschieden zwischen Mann und Frau. Liest man aber diese Studien genauer, findet man derartige Behauptungen, die immer so groß angekündigt werden in den Überschriften, nirgends belegt.
     
    #1
    spätzünder, 18 März 2008
  2. Scheich Assis
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Beispiel? Quelle?
     
    #2
    Scheich Assis, 18 März 2008
  3. squarepusher
    Sehr bekannt hier
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    Single
    was daran prinzipiell aber noch schlimm sein soll.. im idealfall wollen wir ja eine gleichberechtigung und keine gleichschaltung.
     
    #3
    squarepusher, 18 März 2008
  4. spätzünder
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    Single
    Auf Web.de wurde eine solche Studie mal gezeigt. Finde ich jetzt nicht, aber es gibt auch andere solcher Texte, die von angeblich grundlegenden Unterschieden sprechen, aber keine Beweise vorlegen.

    http://neu.az-web.de/sixcms/detail.php?template=an_detail&id=432621&_wo=Lokales:Aachen
    http://www.focus.de/auto/unterwegs/fahrsicherheit/psychologie/mann-frau-auto_aid_25041.html
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,464715,00.html
    http://www.medizinauskunft.de/artikel/liebe/18_06_kleine_unterschied.php
    http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/mensch/x-chromosom_aid_119869.html
     
    #4
    spätzünder, 18 März 2008
  5. simon1986
    simon1986 (30)
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    Verlobt
    En ce qu'ils ont de commun, les deux sexes se sont égaux.

    En ce qu'ils ont de différent, ils ne sont pas comparables.

    Jean-Jacques Rousseau



    (Die ersten französischen Sätze, die ich in meinem Leben korrekt wiedergegeben habe:engel:
    Dank geht an meine Schwester:knuddel: )

    Es gibt den biologischen Unterschied zwischen den Geschlechtern. Aber dass der so verallgemeinert und auf den ganzen Menschen übertragen wird, dass lange Haare bei Männern und kurze Haare bei Frauen ein NO GO sein sollen, habe ich nie richtig verstanden.
     
    #5
    simon1986, 18 März 2008
  6. neverknow
    neverknow (28)
    Meistens hier zu finden
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    27
    Single
    Off-Topic:
    Ich hatte hier einen Beitrag geschrieben, aber der wurde wohl irgendwie gelöscht, oder von meinem PC geschluckt ... :ratlos:
     
    #6
    neverknow, 18 März 2008
  7. xela
    Gast
    0
    Hm. Kannst du denn mal auf stichpunktartig-beispielhafte Weise näher erläutern, worin für dich der angeblich alltägliche 'Männer-sind-so-und-Frauen-so'-Wahnsinn besteht? Mir ist nämlich vollkommen unklar, worüber du dich nun konkret beschwerst.

    Welche der in diesen Artikeln vertretenen Thesen sind denn z. B. für dich Ausdruck des angeblich alltäglichen 'Männer-sind-so-und-Frauen-so'-Wahnsinns?

    Du sagst, für die dort vertretenen Thesen würden keine Beweise vorgelegt. Welche Art von Beweisen findest du dagegen im folgenden, von dir positiv aufgenommenen Artikel?

     
    #7
    xela, 19 März 2008
  8. carbo84
    Benutzer gesperrt
    593
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    0
    nicht angegeben
    Hinter diesem Gerede über Unterschiede zwischen Mann und Frau steckt Mario Barth, der Gender-Nischen-Comedian.^^

    Jedenfalls eins ist scheinbar geklärt : Mit zunehmender Zahl an X-Chromosomen lassen die intellektuellen Fähigkeiten nach. :tongue:

    Ich weiß aber nicht, ob das noch aktueller Stand ist.
     
    #8
    carbo84, 19 März 2008
  9. Liza
    Liza (32)
    im Ruhestand
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    47
    nicht angegeben
    Das kann ich mal aus meiner Perspektive tun, ich sehe das nämlich ähnlich.
    - Allan und Barbara Pease konnten in unserer Gesellschaft zu Bestsellerautoren werden, indem sie an der Steinzeit zu belegen versuchen, dass Frauen evolutionsbedingt geschwätziger sind und Männer Dinge nicht sehen, die sich direkt vor ihrer Nase befinden.
    - Mario Barth hat einen Wahnsinnserfolg damit, dass er den ganzen Tag Witze über angeblich typisch weibliches Verhalten macht.
    - Eine Freundin von mir redet von unserem gemeinsamen weiblichen Freundeskreis stets als "Wir Mädels", während die männlichen Freunde meines Mitbewohners "Die Jungs" sind - und für die Beschaffung von Getränken beim gemeinsamen Waffelessen abkommandiert werden, anstatt mit in der Küche zu helfen, weil: "Wenn 'die Jungs' das machen, ist nachher ja die ganze Küche versaut."
    - Unzählige Themen hier im Forum haben solche oder so ähnliche Überschriften: "Könnt ihr Frauen mir dieses Verhalten erklären?", "@Boys: Warum verhält ein Mann sich so", "Frauen: Warum macht ihr sowas?"

    Ich könnte diese Liuste noch beliebig fortsetzen.

    Ich finde den Artikel sehr gelungen und bin froh, dass er tatsächlich mal eine andere Position vertritt als Allan und Barbara Pease, John Gray und Konsorten. Die gefährliche Gleichschaltung der Geschlechter in der heutigen Welt besteht meiner Ansicht nach gerade nicht darin, dass Männer und Frauen gleichgeschaltet werden, sondern darin, dass Frauen untereinander und Männer untereinander gleichgeschaltet werden. Dabei verliert man sehr leicht etwas Wesentliches aus den Augen: Wir sind immer noch alle Menschen und sind so, wie wir sind, weil wir WIR sind, und nicht, weil wir Männer und Frauen sind. Und Menschen sind sich untereinander viel ähnlicher, als sie häufig denken, auch Männer und Frauen untereinander.
    Wenn man jetzt allerdings so tut, als würden die Geschlechter komplett unterschiedlichen Kulturkreisen, wenn nicht gar Planeten entstammen, und als sei ein komplexer Übersetzungs- und Analysevorgang notwendig, damit Männer und Frauen überhaupt miteinander klarkommen, dann übersieht man die unzähligen Gemeinsamkeiten. Und gerade die könnten einem wirklich helfen, einfach untereinander, von Mensch zu Mensch, miteinander klarzukommen.

    An dieser Stelle empfehle ich mal das Gegenbuch zu "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken": "Warum Frauen glauben, sie könnten nicht einparken, und Männer ihnen Recht geben". Das ist ein Buch, welches die Unterschiede zwischen den Geschlechtern nicht leugnet, diese aber komplett auf Basis von geschlechtsspezifischer Erziehung zu begründen vermag.
    Viele Ideen daraus finden sich auch in dem anfangs verlinkten Spiegel-Artikel wieder, so zum Beispiel, dass Frauen sich nicht etwa aufgrund steinzeitlicher Verhaltensmuster eher an Wegmerkmalen orientieren als Männer, sondern deshalb, weil kleine Mädchen auch heute noch nicht so herumstromern dürfen wie kleine Jungen und deshalb diese Art von Orientierungssinn entwickeln.
    Ist auf jeden Fall sehr lesenswert.
     
    #9
    Liza, 19 März 2008
  10. unbekannte
    unbekannte (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    @ liza

    sind aber beides unbewiesene themen

    zb ich war als kind hauptsächlich zuhause udn bin nicht durch die gegend gelaufen und kann trotzdem karten lesen und find beschreibungen ala am schlecker links (gibt ja nur 2 an jeder ecke) schlecht


    ich denke männer und frauen sind unterschiedlich warum ist mir egal

    aber ich sehe im alltag eher das es heißt männer und frauen sind total gleich und wie kann man sie nur anders behandeln

    ob frauen jetzt gerne shoppen gehen weil es genetisch ist oder anerzogen ist doch dabei egal die unterschiede bestehen und sie zu ignorieren halte ich für falsch

    besonders solche sachen wie girlsday

    firmen bieten technische berufe an 95% der bewerber sind männlich und die setzen sich ne quote mindestens 50% frauen einzustellen weil das ja dann gleichberechtigung ist

    etc
     
    #10
    unbekannte, 19 März 2008
  11. metamorphosen
    Sehr bekannt hier
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    227
    vergeben und glücklich
    Man muss doch nur mal einen realistischen Blick auf die hehren, freien Wissenschaften werfen um zu erkennen, dass auch herbei Modeströmungen und sonstige Interessen durchaus eine Rolle spielen. Wir leben im Moment in einer Zeit in der "die Begeisterung für die Gene" enorme Ausmaße erreicht hat.

    Sicher wird es einen Wissenschaftler aus diesem Bereich grausen, bei den meisten Schlagzeilen die er so liest, aber da auch Forschungsgelder genauso wie seine eigene Bedeutung davon abhängen, wie populär seine Wissenschaft ist, wird er großzügig über die Verallgemeinerungen hinwegsehen. Wenn ein Journalist seine Grundlagenforschung zusammen mit einen kurzen Ausflug in die Steinzeit nutzt, um zu erklären warum Frauen angeblich nicht einparken können, dann ist das halt so.

    Die Bedeutung der Sozialisation steht im Moment nun mal nicht hoch im Kurs, aber auch die Forscher in diesen Bereichen können zumindest wehmütig zurückblicken auf die Zeiten, wo sie noch von den Modeströmungen profitiert haben.

    Ich gebe dem Artikel insofern recht, dass man endlich wieder eine gewisse Umkehr wagen muss, um dieses extreme Ungleichgewicht innerhalb der Faktoren, die menschliches Verhalten nachweislich beeinflussen, zu erreichen.

    Das wäre natürlich bedauerlich für die Trittbrettfahrer dieser Theorien, also z.B. diejenigen die sich als Verlierer der Emanzipation fühlen oder die ewig gestrigen, die ihr sauberes deutsches Heimchen am Herd wieder wollen.

    Aber mittlerweile treibt dieses Gerede von den Genen wirklich zu große Blüten. Andauernd erklären hier die Leute Dinge mit Hilfe "steinzeitlichen Verhaltens", gerade so als wären sie selber dabei gewesen. (Naja, wenn man sich die Sachen von denen durchliest, würde man das ja auch für gar nicht so unwahrscheinlich halten. :engel: )

    Aber diese Verhaltensmuster sind ja nun schon seit ein paar Jährchen Vergangenheit und die Anpassung an eine hochkomplexe Umwelt wie wir sie heute vorfinden wirft eine enorm große Lücke auf, die sich durch die Evolutionstheorien selber nicht schließen lässt. Die Zeiträume in denen sich die Menschen verändert und angepasst haben, haben einfach nichts mehr mit Evolution zu tun, sondern hier ist die Sozialisation und das Lernen von entscheidender Bedeutung.

    Wenn wir tatsächlich so stark von steinzeitlichen Verhaltensmustern geprägt wären, dann würden wir doch wahrscheinlich schon einen tödlichen Unfall auf einer Rolltreppe bei Kaufhof erleiden, lange bevor es uns gelingen würde, dort die Speerabteilung zu finden.

    Die Anhänger dieser Theorien schalten aber völlig ohne Bedenken permanent um, zwischen Verhaltensweise die unabänderlich immer gleich bleiben und welchen, die sich, nachdem sie 10.000e Jahre galten innerhalb von nur 10 Jahren ändern. Argumente kann dafür aber keiner liefern, wodurch das bei manchen Dingen möglich ist, bei anderen wiederum nicht.

    Wieviel bei den Geschlechterrollen anerzogen und wieviel Veranlagung ist, kann man wissenschaftlich kaum untersuchen. Für die Unterscheidung werden bei anderen Fragestellungen Zwillingsuntersuchungen herangezogen. Das es bei den Geschlechterfragen keinen Sinn macht, liegt auf der Hand. Wie soll man das also untersuchen? Experimente sind aus ethischen Gründen nicht vorstellbar, also ist auch die Wissenschaft hier auf sehr schwammige Theorien aufgebaut und auf Versuchsanordnungen, die nur kleine Teilbereiche beleuchten können.

    Man kann also nicht so genau wissen wie das tatsächlich ist. Ich persönlich teile durchaus die Vermutung, dass die Sozialisation eine ganz erhebliche Rolle dabei spielt, wie sich die Geschlechter verhalten und welche Fähigkeiten sie verstärkt entwickeln. Das leite ich allerdings aus gänzlich unwissenschaftlichen persönlichen Beobachtungen her.

    Und was die Kritik an der Emanzipation betrifft, für die die Evolutionstheorien oft herhalten müssen, die halte ich für eine ganz normale Erscheinung. Bis sich in den Köpfen etwas ändert braucht es zwar keine tausendjahrelange Evolution, aber ein paar Jahrzehnte sind eindeutig zu kurz. Irgendwann werden die Maßnahmen die von den Gegnern kritisiert werden, nicht mehr nötig sein und vielleicht kapieren mit der Zeit immer mehr Menschen, das Gleichberechtigung nicht identisch mit Gleichbehandlung ist und auch nicht immer etwas mit den identischen Pflichten zu tun hat.

    In diesem Dialog sollte aber doch hauptsächlich die Gesellschaft eine Rolle spielen, in der wir Leben wollen und nicht ständig die Keule einer steinzeitlichen Gesellschaft ausgepackt werden, um jegliche Argumente totzuschlagen.
     
    #11
    metamorphosen, 19 März 2008
  12. Liza
    Liza (32)
    im Ruhestand
    2.206
    133
    47
    nicht angegeben
    Stimmt, es handelt sich um unbewiesene Thesen, in BEIDEN Fällen... das Buch, auf das ich verwiesen habe, hat auch nicht zum Zweck, die ultimative Wahrheit verbreiten zu wollen, sondern es will Gegenthesen zu diesem Steinzeit-Evolutionszeug liefern, welches in letzter Zeit leider Gottes so beliebt ist. Und das gelingt dort definitiv, weil eben gezeigt wird, dass es zu jeder Neandertaler-Theorie auch ein in der modernen Erziehung begründetes Pendant gibt, welches nicht weniger logisch und nachvollziehbar ist.


    Da besteht aber ein ganz signifikanter Unterschied zwischen "angeboren" und "anerzogen": Wie wir erziehen, liegt in unserer eigenen Hand. Dass die Geschlechter unterschiedlich sind, bestreite ich nicht - aber wen wundert das auch, wenn weiterhin kleinen Jungen Puppen verboten werden und kleine Mädchen sich in ihren hübschen Kleidern nicht schmutzig machen dürfen? Und dieser Zustand ist einfach absolut nicht erstrebenswert, weil er die Menschen an der Selbstverwirklichung hindert. Viele Frauen machen nicht Karriere, weil sie nicht dazu erzogen worden sind, sich beruflich durchzusetzen. Jungen werden schräg angeguckt, wenn sie Erzieher werden wollen, weil Jungen normalerweise nicht dazu erzogen werden, ihr Glück in der Beschäftigung mit kleinen Kindern zu finden. Das ist traurig, weil dadurch vielen Menschen ihr persönliches Glück entgeht, weil sie einfach nie gelernt haben, dieses Glück durchzusetzen. Und solange sich nur genug Leute schulterzuckend auf's Sofa setzen und "Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus, die Steinzeit hat uns geprägt und daran können wir auch nix ändern!" proklarieren, werden die Zustände weiterhin so bleiben.
    Das ist der Unterschied zwischen "angeboren" und "anerzogen" - ersteres wird häufig als Ausrede dafür verwendet, letzteres nicht ändern zu können.

    Vor zwanzig Jahren war das noch anders.
    Wenn ich mich heute umschaue, sehe ich, dass kleine Mädchen wieder häufiger im Alltag in diese bunten Flatterkleidchen gesteckt werden, um hübsch auszusehen, obwohl damit keine Sau auf einen Baum klettern kann. Wenn ein kleiner Junge die fingernägel lackiert haben möchte, wird ihm das verweigert, er könnte ja schwul werden. Und wenn ich mir die geschlechtsspezifische Werbung im Kinderfernsehen ansehe, wird mir schlecht.
    Ich bin anders erzogen worden. Ich habe viel gestromert, stets praktische Kleidung getragen. Als meinen Eltern mein Geheule zu blöd wurde, wenn ich gekämmt wurde, schnitten sie mir eben die Haare kurz. Nach längerem Betteln bekam ich eine Barbiepuppe, rettete die aber fortan aus dem Schwimmbecken, in das ich sie zuvor geworfen habe, anstatt mit ihr "shoppen" zu spielen. Und meine Legosteine waren deshalb auch nicht uninteressanter. Mein Bruder war neidisch, dass ich gelegentlich mal Röcke trug, und fing auch an, Röcke zu tragen - hat er sich wieder abgewöhnt, als er in den Kindergarten kam.

    Das Ergebnis sehe ich an mir und ihm. Denn wir beide sind einfach nur Wir und betrachten uns völlig unabhängig von allen Geschlechterklischees. Mal ist er in manchen Verhaltensweisen "maskuliner" oder "femininer", mal ich... aber wir tun das, was uns entspricht. Uns beiden ist genau das beigebracht worden. So zu sein, wie wir sind - und nicht, "Mädchen" und "Junge" zu sein.

    Und dabei geht es doch jetzt gar nicht um das alltägliche Denken der Menschen, das sich in den Köpfen festgesetzt hat, sondern um politische Regelungen, für die der Großteil der Bevölkerung kein Verständnis hat.
    Du kannst sagen, das ist die böse GleichSCHALTUNG der Geschlechter heutzutage, die auf Kosten der GleichBERECHTIGUNG geht (denn dass das absolut keine Gleichberechtigung ist, steht wohl außer Frage). Bis zu einem gewissen Grad gebe ich dir da Recht. Chancengleichheit wäre, wenn Bewerber entsprechend von Fähigkeiten ausgewählt werden und nicht wegen ihres Geschlechts. Wenn man dann aber noch ein bisschen weiter denkt, kommt man an den Punkt, dass zur Chancengleichheit auch gehört, dass jeder unabhängig vom Geschlecht die gleiche Möglichkeit bekommen haben muss, Interesse an technischen Berufen zu erlangen und Informationen darüber zu bekommen. Und genau das ist nicht gegeben. Da versucht man mit Quoten im Nachhinein eine geschlechterspezifische Erziehung auszugleichen, die sich nicht so einfach ausgleichen lässt.

    "Girls Day" hingegen halt ich aber übrigens für ne gute Sache, das dient ja nur der Information und soll das Interesse der Mädchen wecken. Ich finde nur, dass es äquivalent einen "Boys Day" geben sollte, an welchem Jungen sich mal über typische Frauenberufe informieren können.


    Off-Topic:
    edit: Hab deinen Beitrag erst jetzt gelesen, metamorphosen - und mal davon abgesehen, dass ich ihm nur zustimmen kann, hat mir das hier
    gerade ein paar ganz böse Blicke von anderen Bibliotheksbesuchern eingebracht... die sehen es nicht so gern, wenn man laut lacht :grin: .
     
    #12
    Liza, 19 März 2008
  13. waschbär2
    Beiträge füllen Bücher
    6.405
    218
    275
    vergeben und glücklich
    Ich persönlich bin ein Verfechter der "Genetisches-Programm"-Theorie.

    Allerdings war ich das schon, als es noch keine Bücher darüber gab, gschweige denn Mario Barth - Auftritte. Meine Überzeugung leitete ich rein aus meinen persönlichen Erfahrungen her.

    Jedoch gilt bei mir genauso diese Einstellung:
    Der Mensch ist ein Tier und grundsätzlich seinem genetischen Programm unterworfen. ABER der Mensch ist auch das einzige Tier, das sein genetisches Programm bezüglich seiner Verhaltensweisen abändern kann.

    Meta hat das schon verdammt gut ausgedrückt:
    Das kann ich nur bestätigen.
     
    #13
    waschbär2, 19 März 2008
  14. xela
    Gast
    0
    Ich glaube, du hast nicht ganz verstanden, was mein Problem mit dem Beitrag des Threadstarters ist. Ich verstehe nämlich nicht so richtig, worüber er sich nun genau mokiert.

    Will er entweder die Tatsache negieren, daß sich Männer und Frauen im Mittel recht deutlich in ihren Interessen und Verhaltensweisen unterscheiden, oder regt er sich stattdessen über eine bestimmte Klasse von Erklärungsmodellen auf, die versuchen, die Ursachen für diese Unterschiede aufzudecken?
     
    #14
    xela, 19 März 2008
  15. spätzünder
    Benutzer gesperrt Themenstarter
    1.337
    0
    95
    Single
    Wenn du das nicht weisst, kann ich dir auch nicht helfen. Alle anderen hier im Thread haben verstanden, worüber ich mich hier aufrege. Warum du nicht?

    Beides. Das hat auch jeder - bis auf dir - hier verstanden.

    @meta

    Es gab mal eine Zeit, da schlug das Pendel in genau die andere Richtung. In den 70ern und 80ern hieß es, ALLES sei auf Sozialisation zurückzuführen. HEUTE hingegen heisst, ALLES sei den Genen und der Evolution geschuldet. Beides ist hirnrissig. Die Wahrheit liegt tatsächlich irgendwo in der Mitte.
     
    #15
    spätzünder, 19 März 2008
  16. User 16351
    Verbringt hier viel Zeit
    418
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Wo? In der Wissenschaft zumindest nicht. Die tollen "Putzfimmel-Gen" und "Einpark-Gen"-Schlagzeilen beruhen doch lediglich auf fehlendem Verständnis der Journalisten bzw. der Unmöglichkeit, wissenschaftliche Ergebnisse, bei denen es um genetische Disposition geht, volksnah aufzubereiten.
    Zumal sie ja einfach nur langweilig sind, wenn sich kein Klischee oder keine Entschuldigung für irgendein geschlechtertypisches Fehlverhalten daraus ableiten lässt.
     
    #16
    User 16351, 19 März 2008
  17. spätzünder
    Benutzer gesperrt Themenstarter
    1.337
    0
    95
    Single
    Also in den Quellen, die ich zitiert habe, werden schon 'Studien' angeführt (Biopsychologie), welche den Geschlechterdifferentialismus abgeblich untermauern.
     
    #17
    spätzünder, 20 März 2008
  18. xela
    Gast
    0
    Off-Topic:
    Warum ich nicht? Nun, das liegt sicherlich ganz einfach daran, daß ich ein bißchen dumm bin. :grin:

    Nein, mal im Ernst. Ich beobachte einfach, daß du hier in letzter Zeit regelmäßig Threads erstellst, in denen du beinahe mit Schaum vor dem Mund irgendwelche vermeintlich schlimmen Zustände in unserer Gesellschaft anprangerst. Jüngstes Beispiel ist dein Thread über DSDS, GNTM und Konsorten.

    Offenbar treibt hier unbändige Wut deine Finger über die Tastatur. Da Wut bekanntlich blind machen kann, frage ich mich nun, ob du überhaupt noch präzise und mit klarem Blick sagen kannst, worüber du dich nun eigentlich konkret aufregst.


    Wenn du hier z. B. unter Verweis auf die von dir geposteten Quellen von "alltäglichem 'Männer-sind-so-und-Frauen-so'-Wahnsinn" sprichst, dann frage ich mich einfach, was du damit meinen könntest.

    Ich weiß lediglich, daß sich Frauen und Männer voneinander unterscheiden, kann daran aber erstmal nichts "Wahnsinniges" finden. Daher habe ich auch in meinem ersten Beitrag die Bitte an dich gerichtet, doch mal ein paar sinnfällige Beispiele dafür zu nennen, was hier für dich in die Kategorie "Wahnsinn" fällt, denn ich weiß es nach wie vor nicht.

    Wenn ich es nunmal nicht weiß, dann heißt das nicht, daß du mir da auch nicht weiterhelfen könntest:

    Wenn das nämlich wirklich so einfach ist, daß das hier alle - außer mir - verstehen, was du mit "alltäglichem 'Männer-sind-so-und-Frauen-so'-Wahnsinn" meinst, dann müßte es doch ein Kinderspiel für dich sein, mal ein paar prägnante Beispiele dafür aufzuzählen. Nur aufzählen, sonst nichts weiter.

    Beides? Wirklich beides?

    Erster Punkt:
    Möchtest du also wirklich bestreiten, daß sich Männer und Frauen im Mittel recht deutlich in ihren Interessen und Verhaltensweisen unterscheiden?

    Zweiter Punkt:
    Bevor ich zum Schluß meine eigentliche Frage zu diesem Punkt an dich stelle, fasse ich mal ein paar Dinge zusammen:

    Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann äußerst du ja Kritik an einer bestimmten Klasse von Modellen, die diese Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu erklären suchen.

    Wenn man es grob einteilen möchte, dann gibt es zwei Klassen von Erklärungsmodellen: Die Klasse A besteht aus solchen Erklärungsmodellen, die diese Unterschiede hauptsächlich auf Unterschiede in der Sozialisation zurückführen möchten. Die Klasse B besteht hingegen aus solchen Erklärungsmodellen, die die Unterschiede mehrheitlich auf genetische und (evolutions-)biologische Faktoren zu schieben suchen.

    Deine Kritik richtet sich nun völlig zielsicher auf Klasse B mit der Begründung, daß für die dortigen Thesen keinerlei Beweise vorgelegt würden.

    Da man sich aber in beiden Fällen (Klasse A und B) jeweils auf die Meinung von Soziologen, Psychologen, Biologen, Neurologen und auf Studien, die von diesen Personen durchgeführt wurden, beruft, kommt jetzt meine Frage an dich:

    Welchen Typ von Beweisen und Belegen zur Untermauerung der jeweiligen Thesen findest du hier,


    die du hier

    so dringend vermißt?
     
    #18
    xela, 20 März 2008
  19. carbo84
    Benutzer gesperrt
    593
    0
    0
    nicht angegeben
    Nö, wenn man es genau nimmt, ist das doch Ungleichberechtigung.

    DENN, wenn z.B. 90% der Studenten eines Studiengangs männlich sind kommt eine Frauenquote für die weiblichen Studenten dieses Fachs einer Berufsgarantie gleich, die männlichen Studenten jedoch werden allein aufgrund ihres Geschlechts benachteiligt.
    Und zwar nur, weil nicht mehr Frauen Lust/Interesse an diesem Studienfach haben.

    Ich finde man sollte nur nach Qualifikation einstellen, denn Gerechtigkeit heisst im Berufsleben, dass der am besten geeigente Bewerber/in eingestellt wird, finde ich.


    Ich bin mir fast sicher, dass das kein einziger Genetiker oder Biologe auf der gesamten Welt behauptet.^^

    Wer sowas behauptet sind doch fast ausschließlich Journalisten, Comedians, etc die es sich so hinbiegen, wie sie es gerade brauchen.
     
    #19
    carbo84, 20 März 2008
  20. xela
    Gast
    0
    Zu dieser Stelle hat sich doch Liza bereits hinreichend geäußert:

     
    #20
    xela, 20 März 2008

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