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Massen-Depression ?

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Optimus Prime, 13 Mai 2004.

  1. Optimus Prime
    0
    In den letzten 30-50 Jahren muss die kollektiv-Depression explosionshaft angestiegen sein. Einige meiner Kollegen sind depressiv, jemand den ich kenne ritzt sich, und anscheinend gibts Leute die sich im Intim-Bereich ritzten... die komplette Jugend verarmt wohl langsam aber sicher.

    Alleine schon diese "Depression bei Jugendlichen" ist meiner Meinung nach gleichermassen schlimm wie lächerlich. Jeder fühlt sich unter Druck gesetzt, glaubt unangemessenem Stress ausgesetzt zu sein und mit der Parole "Tja in der heutigen Zeit, ist's eben doch krasser als früher" ist die Sache besiegelt: "Mr. XY muss zur Therapie sonst springt er von der nächsten Brücke ..."

    Es geht mir nich darum, jemanden als "lächerlich" darzustellen, weil er Probleme hat. Aber sind jugendliche heutzutage so schwach? Nicht mehr fähig zu denken "verdammt nochmal ich beisse mich durch und schaffe das", lieber nen Joint rauchen und in tiefe Depression verfallen hauptsache jemand anders versucht das Problem zu lösen, für irgendwas hat man ja Freunde ...

    Der grösste Wiederspruch liegt für mich in der Gesellschaft. Depressionen werden auf die Gesellschaft abgewälzt. Egal ob schulischer Druck oder Familiäre-Probleme, selbst kann man schliesslich nix dafür. Folgendes Beispiel ist überissen, was mir selber klar ist, aber wie kommt es, dass der kleine Junge von nebenan mit 14 den ersten Psychologen auf Rezept erhält und ein missgebildetes Kind in Vietnam, dass 10 Stunden täglich arbeiten muss, sein Leben besser auf die Reihe kriegt? Es geht um selbstständigkeit. Es geht um Abhängigkeit. Und wenn man morgens zur Schule geht (im Alter von vielleicht 16./17.) und man sich aufregt, dass keine Milch im Haus ist und natürlich der Mutter die Schuld dafür gibt anstatt zu überlegen "Hey, ich bin total unselbstständig sonst würde ich a) selber schnell Milch kaufen gehen oder b) hätte am Tag zuvor einen Blick in den Kühlschrank riskiert ... und genau so ist es mit Problemen. Jemand anders ist Schuld, jemand anders soll mir Helfen.

    Hilf dir selbst sollte die Devise lauten! Und es stellt sich nicht die Frage wer an welchem Problem schuld ist, sondern was man selber dagegen unternehmen kann.

    Ich denke, dass Abhängikeit der Hauptgrund für die Massen-Depression und krankhaftigkeit unter Jugendlichen ist, wie seht ihr das?
     
    #1
    Optimus Prime, 13 Mai 2004
  2. delicacy
    Gast
    0
    Also eigentlich hast du Recht. Obwohl ich keine Depressionen bekomme, wenn mal keine Milch im Haus ist :grin: ne scherz beiseite.
    Wir werden einfach zu verwöhnt. Aber meine Eltern haben mir von Anfang an beigebracht selbstständig zu werden. und ob du es glaubst oder nicht, ich BIN es!
    Meine Eltern tragen mir nichts zum Arsch! Ich würde nie auf die Ideekommen, mich aufzuregen, dass kein Essen da ist. Ich denke ich bin alt genug um mir selbst eins zu machen.
    Du tust irgendwie so, als ob du hier ALLE miteinbeschließen würdest, nicht nur die Jugend. Glaubst du, dass alle EINFACH SO depressiv geworden sind? Es kann doch auch kein Zufall sein, oder dass wir einfach schwach geworden sind. Dann wären ALLE schwach. Aber wer weiss, vielleicht sind wirs ja.
    Ausserdem gibt es viele Leute (vor allem in der Pupertät) die einfach jedem erzählen, dass sie sich jetzt umbringen, nur um wahrgenommen zu werden. Aber es geht auch anders. man kann auch mit schulischen, oder sportlichen Leistungen Aufmerksamkeit erregen.
    Ich hab eine freundin die hat mit 13, jeden tag gesagt, sie bringt sich jetzt umd, weil sie so Liebeskummer hatte. Ich habs ihr nicht geglaubt. Und sie hats auch nicht gemacht, ich kenne diese Masche schon.
    An depressionen leide ich nicht, du musst nurzugeben, dass man vor allem inder Jugend viele Veränderungen erlebt. Man wird erwachsen, man sieht anders aus, und das macht uns Angst, weil wir denken bei uns ist was falsch gemacht worden. Früher waren alle noch prüder, da hat sich keiner getraut wegen sowas traurig zu sein.
    Klar, ich weine hin und da aus gründen, bei denen ich mir eigentlich nicht bewusst bin, WARUM eigentlich, aber ich wollte mich noch nie umbringen. In keinster Weise.

    Ich denke, viele bekommen zu wenig Aufmerksamkeit oder glauben zumindest zu wenig zu bekommen und glauben dass durch Selbstmordandrohungen alles besser wird.
     
    #2
    delicacy, 13 Mai 2004
  3. Tomcat25
    Gast
    0
    Das auftreten von Depressionen hat ganz viele Ursachen und kann nicht so ohne weiteres auf ein oder zwei dinge Reduziert werden.
    Man muß auch unterscheiden zwischen der eigentlichen Krankheit und den von einigen vorgeschobenen Krankheiten.
    Viele Probleme liegen heute in der Diskrepanz zwischen den Erwartungen (selbst oder von außen) und der tatsächlichen Umsetzung des Lebens. Die Erwartungen für alle in der Gesellschaft sind so stark gestiegen (in allen Bereichen) das hier schon keiner mehr mittkommt und diese Gesellschaft an ihre Eitelkeit und dem Wohlstand langsam aber sicher zu grunde geht.
    Es gibt doch kaum noch jemanden der keine Existenzängste mehr hat (Gesundheit, Beruf, Schule, Familie) und auf der anderen Seite verlangen die Medien immer neue Leistungen. Das Leben wird heute schon lange nicht mehr von einem selbst oder von den FAmilien deffiniert, sondern mehr und mehr von aussen. Solange wir nicht wieder das selbstvertrauen haben unser Leben in die eigenen Hände zu nehmen wird es auch immer mehr Fälle von Depressionen geben.
     
    #3
    Tomcat25, 13 Mai 2004
  4. Optimus Prime
    0
    Ich habe das keinesfalls auf "Alle" bezogen. Ich will damit sagen, dass es im Vergleich zu früher mehr Leute gibt die Depressionen haben, bzw. wegen "Kleinigkeiten" keinen Ausweg mehr sehen.

    Ich könnte mir vorstellen, dass es bald ein Mode-Trend wird! Sie nennen sich dann die "Depri-Outer" und veranstalten anstatt Tupper-Abende wöchentliche Pychologie-Sitzungen in der darüber diskutiert wird, dass jemand magersüchtig ist. Weil ein Freund des Freundes, einem Bekannten von nirgendwo hinterm Mond, einem völlig Fremden ohne feste Adresse angeblich gesagt hat "hey, willste nicht mal ein bisschen abnehmen" ?
     
    #4
    Optimus Prime, 13 Mai 2004
  5. president
    Verbringt hier viel Zeit
    691
    101
    0
    nicht angegeben
    dies ist keine verallgemeinerung und ich möchte die tragweite auch nicht ins lächerliche ziehen. aber seit meine sinne für dieses thema durch meine (depressive) ex-freundin geschärft wurden, ist mir genau dieses problem auch aufgefallen.

    die anzahl von jugendlichen mit psychischen problemen ist gewaltig gross und es ist beängstigend was da in den nächsten jahren auf uns zu kommt! irgendwie scheinen alle verantwortlichen (schulen, politik, ...) die ganze problematik zu verdrängen, aber es wird katastrophale auswirkungen auf die gesellschaft und die wirtschaft haben.

    der gesellschaftliche druck und die angst den erwartungen und anforderungen nicht gerecht zu werden hat auch viel mit selbstbewusstsein und selbstwertgefühl zu tun. irgendwie scheint da in der letzten zeit etwas schief gelaufen zu sein...

    btw: was mich bei betroffenen trotz allem gewaltig aufregt, ist dieses eigenverantwortungslose und absolut unkritische abschieben der probleme auf die umwelt und die krankheit "depression" als solches: ich kann nichts dafür. es liegt an der depression. ich kann nichts dagegen machen. es liegt an der depression. ich bin nicht schuld. es liegt an der depression. aber hauptsache die eigene (wahn?)(traum?)welt gerät nicht ins wanken!

    btwbtw: saturns schatten - die dunklen welten der depression, andrew salomon, isbn 3100704029, ab € 24,90 --> zu empfehlen für betroffene und angehörige!

    btwbtwbtw: nicht nur für betroffene ist es schlimm, auch angehörige resp. indirekt betroffene gehen durch die hölle. ich habe das erlebt, wie die Beziehung stück für stück unaufhaltsam zerstört wurde. es war die schlimmste zeit meines lebens. aber ich habe das ganze hinter mir und heute geht es wenigstens mir wieder gut.
     
    #5
    president, 13 Mai 2004
  6. bunnylein
    bunnylein (34)
    Verbringt hier viel Zeit
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    123
    2
    vergeben und glücklich
    stimm dir zu!
    ich denk mir so oft - mensch mädl/junge reiß dich zusammen... wenn wieder mal aus ner mücke ein elefant gemacht wird

    ich hab in meinem jungen leben selbst ne menge durchgemacht, wurde psychisch und körperlich aufs ärgste fertig gemacht, belogen, betrogen, hab keine eltern die hinter mir stehen - aber letztendlich bin ich für mich und mein leben verantwortlich!!

    ich kann psychische krankheiten nicht nachvollziehen. jeder mensch hat schlechte phasen und erlebt unangenehme bzw. schlimme erlebnisse, aber so isses und da muss ma durch!

    ich kann ja klar denken - und wenns mir schlecht geht, und ich steiger mich da hinein, eventuell bis hin zu einer psychischen krankheit, gehts mir im endeffekt ja nur noch schlechter. wie kann man es soweit kommen lassen?
     
    #6
    bunnylein, 13 Mai 2004
  7. Tomcat25
    Gast
    0
    Lieber president,

    auf der einen Seite fordest du Gesellschaft und Politik zu handeln auf und im nächsten Absatz kommt die nummer mit der Selbsverantwortung, was den nun? :blablabla
    Genau hier liegt doch das Problem!!! :mad:
    Sobald jemand ein Problem hat ist jeder schuld, nur nicht er selbst. Sofort schreien wir nach unsem Sozialstaat und warten auf hilfe von außen. Wir müssen endlich wieder selbst unsenr Arsch (sorry) in bewegung setzen um vorwärz zu kommen.
    Wir und unsere Kinder werden ja nicht von der Politik erzogen, ja noch nicht einmal von der Schule. Hier sind ganz einfach die Eltern und Familien gefragt und statt sich mit 30 bis 40 noch mal selbst zu verwirklichen sollten sich einige mal lieber um ihren Nachwuchs kümmern. Der wird doch heute nur noch in der Schule und vor der Glotze "geparkt".
    Wir werfen unser Politikern immer vor Deuschland gegen die Wand zu fahren, dabei sitzen wir selbst mit am Steuer und drücke noch auf Tempo. :mad:
     
    #7
    Tomcat25, 13 Mai 2004
  8. majra
    majra (37)
    Verbringt hier viel Zeit
    74
    91
    0
    vergeben und glücklich
    Ich kann mir zumindest ein wenig vorstellen, warum es immer mehr depressive Jugendliche gibt.
    Heute gibt es nicht mehr die Grossfamilien, wo man das soziale Miteinander von klein auf mitbekommen hat. Man weiss nicht, wie Kleinkinder aufwachsen, man kann sich nicht so leicht verteidigen, wenn man verbal angegriffen wird, man hat oft auch keine älteren Geschwister, die wie Vorbilder sein können und im Haushalt mithelfen müssen, weil es nicht anders geht.
    Bei heutigen Kleinfamilien reicht es, wenn die Mutter alles selbst tut. Eventuell will man auch, dass die Kinder ihre Kindheit geniessen können und plant für sie ihre Zukunft, sprich voller Terminkalender, druck, dass aus einem was werden soll. Was ist dann, wenn man nicht den Vorstellungen der Eltern entspricht?
    Ausserdem werden heutige Jugendliche früher sexuell reif. Durch Werbung, Klamotten in Kaufhäusern, Serien und Pubertät. Die setzt immer früher ein. Das heisst, es gibt auch früher Liebeskummer und Leute, die einen einfach nur "missbrauchen", weil sie nur auf Abenteuer aus sind. Ihre Eltern leben es ihnen dann auch noch vor, dass eine Beziehung nicht ein Leben lang halten kann, so dass sie von Liebeskummer zu Liebeskummer schwimmen.
    Dann das Internet und Fernsehen, was immer weiter verbreitet ist. Computerspiele, die die Kinder ruhig stellen sollen, anstatt dass die Eltern sich mit den Kindern beschäftigen und damit die familiäre Bindung festigen. Nur weil ein Kind im Fernsehen das sehen darf, was es will, wird noch lange keine Liebe gezeigt. Woher soll sich das Kind aber die Bestätigung suchen, dass es wert ist zu leben?
    Ich selbst habe auch nicht sehr viel Liebe erfahren, aber ich habe schon irgendwie gemerkt, dass meine Eltern hinter mir standen und meine Grosseltern von meinem Vater haben mir gezeigt, dass sie mich gern haben.
    D.h. wiederum ich hatte jemanden für den es sich gelohnt hat zu leben!
    Und wegen dem 10 jährigen Jungen in Kambodscha oder sonstwo in einem armen Land, der arbeitet doch wahrscheinlich, weil seine Familie ihn arbeiten geschickt hat, um Geld zu bekommen, damit sie was zu essen haben. Und der kleine Junge arbeitet auch, um Essen zu bekommen. Das Problem gibt es bei uns, würd ich sagen, kaum. Man kann irgendwie immer an Essen kommen. Sogar kostenlos. Wenn jemand unselbsständiges irgendwann mal richtigen Hunger bekommt, weil man ihm nichts vor die Nase setzt, dann wird er auch mal überlegen, wie er jetzt nun zu Essen kommt. Aber wer kennt das schon?
     
    #8
    majra, 13 Mai 2004
  9. president
    Verbringt hier viel Zeit
    691
    101
    0
    nicht angegeben
    @tomcat: klar passt das nicht zusammen. ich meinte jedoch damit, dass einerseits die eigentverantwortung und auch ein gesundes selbstbewusstsein gefördert werden muss. dies ist natürlich grundsätzlich sache der familie resp. erziehung. trotzdem muss man ein soziales netz (bitte nicht zu extrem feinmaschig) aufbauen und betroffene gleich bei beginn professionell betreuen.

    hier versagt unser gesundheitswesen, die politik und schulen komplett. die probleme werden nicht erkannt, das problem verdrängt (notfalls ein paar bunte antidepressiva) und schon hast du mit grösster wahrscheinlichkeit eine tickende zeitbombe gebastelt.

    es ist ein miteinander. sensibilisierung ist gefragt! und das wiederum ist (leider) aufgabe von schulen, gesundheitswesen, politik. warum? weil es kinder-vor-dem-tv-parkierende-eltern ganz offensichtlich nicht packen!
     
    #9
    president, 13 Mai 2004
  10. majra
    majra (37)
    Verbringt hier viel Zeit
    74
    91
    0
    vergeben und glücklich
    @president
    Eins der Probleme, das mitverantwortlich ist, ist aber denk ich schon längst bekannt: die viel zu niedrige Geburtenrate! Denn die ist auch Schuld, dass wir bei den Renten ein Problem haben und das kennt ja wohl jeder. Und die Gründe dafür.
     
    #10
    majra, 13 Mai 2004
  11. Tomcat25
    Gast
    0
    Ok die Theorie hört sich ja ganz gut an. Aber wie soll so ein Modell in der Praxis aussehen?
    Willst du jeden Bürger ein mal im Jahr zwangsweise zum Psyschater schicken um eine diagnose zu bekommen?
    Es gibt heute schon genug Einrichtungen die sich um die Unterstützung von Familien kümmern. Viele Schulen bieten hilfe bei Familienkonflikten an und erst gar nicht von den Kirchlichen und öffetlichen Trägern zu sprechen. Jedes Jugendamt bietet seine Unterstützung an. Das Problem ist doch, dass die Leute noch nicht mal die Energie haben um sich einen Termin geben zu lassen!!!
    Da nützt auch das tollste System nichts wenn die Leute nur noch bis in den nächsten Supermarkt kommen.
    Das zweite Problem ist das liebe Geld. Wir können uns doch schon heute dieses System nicht mehr leistem und der Erfolg mit der Praxisgebühr wird schule machen und eine optimale Versorgung nur mit Zusatzversicherungen zu machen sein. Da ist das verschreiben von Antidepresiva noch die billigste Lösung.
    Familien müssen endlich mehr Anreize haben (Kindergeld) auch ihre Sprösslinge zu erziehen und nicht nur zu verwaren. Das kann auch heute keine stattliche Stelle leisten.
    Auch müssen wir uns mal vor Augen führen welche Familien heute 3 oder mehr Kinder haben. Die Karierefrauen bekommen doch wenn überhaup heute nur noch ein Kind und das mit mitte 30. Wir fahren lieber zwei drei mal in Urlaub und leisten uns sonstigen Luxus als das Geld in unsere Zukunft mit Kindern zu inverstieren.
     
    #11
    Tomcat25, 13 Mai 2004
  12. president
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    *räusper*

    sorry, dieser herleitung kann ich jetzt nicht folgen...
     
    #12
    president, 13 Mai 2004
  13. president
    Verbringt hier viel Zeit
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    101
    0
    nicht angegeben
    *ggg*

    so lange die ganze thematik mit depressionen, essstörungen, ritzen, kaufsucht, zukunftsangst, angst den anforderungen nicht gerecht zu werden, übrigen gesellschaftszwängen, etc... ein tabuthema bleibt, wird es sicher nicht besser werden. und wenn schon die eltern mit sich selbst (aus teilweise bereits genannten gründen) überfordert sind und auch nicht sensibilisiert sind: wie wollen sie denn ihren eigenen kindern helfen?

    Off-Topic:
    völlig krank: ich brauche in deutschland und teilweise in der schweiz (?) einen "hundeführerschein" für sogenannte "kampfhunde", aber ich kann ohne eignungstest ein kind auf die welt stellen...


    ich habe keinen pauschalen lösungsansatz. das einzige was ich machen kann, ist auf mein eigenes umfeld achten und dort meine unterstützung hilfe anbieten.
     
    #13
    president, 13 Mai 2004
  14. Mieze
    Mieze (31)
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    vergeben und glücklich
    @ Optimus Prime

    Sorry aber du hast echt keine Ahnung :angryfire
    Echte, richtige Depressionen kriegt man nicht durch solche Lapalien
    Du musst unterscheiden zwischen Leuten die sich nur wichtig machen wollen und welche, die wirklich Hilfe brauchen weil es denen echt dreckig geht!!!
     
    #14
    Mieze, 13 Mai 2004
  15. president
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    da hast du sicher ein stück weit recht. und es ist auch unbestritten, dass kranke menschen professionelle hilfe brauchen - und diese auch bekommen sollten. aber dein beitrag geht am threadthema vorbei.

    die frage zielt doch mehr in die richtung "ursache". ist es eine frage der zeit? mangelnde erziehung (vor allem im bereich selbstbewusstsein, kritischer umgang mit sich und der umwelt, selbständigkeit)? fehlendes weitergeben (vorleben) von werten? ist es ein zeichen unserer zeit? wenn ja, warum?

    ganz abgesehen davon braucht es nicht immer zwingend einen "schlimmen" und tiefgreifenden vorfall, um eine depression hervorzurufen.
     
    #15
    president, 13 Mai 2004
  16. buNNy87
    Gast
    0
    @blondeMieze du hast den nagel auf den punkt getroffen!
     
    #16
    buNNy87, 13 Mai 2004
  17. Mieze
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    Das sehe ich nicht so!
    Er zieht Depressionen ins Lächerliche und als Modeerscheinung und das ist meine Meinung dazu!
     
    #17
    Mieze, 13 Mai 2004
  18. Optimus Prime
    0
    @ blondeMieze
    Du nimst dir wohl lieber die Zeit ein paar Feuer-Smilies und Ausrufezeichen zu setzten, anstatt meinen Beitrag mal genau durchzulesen aber macht nix :zwinker:.

    Zitat aus meinem eigenen Text
    Ich habe zudem mehrfach von "Massen-Depression" gesprochen. Aus meinem Text sollte eigentlich erkennbar sein, dass "Massen-Depression" keine eigentliche Depression ist, sondern es nur als solche Bezeichnet wird weil es den Leuten "ach so schlecht geht" automatisch hat man natürlich eine Depression. Wäre ja tragisch wenn man auf dem nächsten Familienfest nicht vom neuesten Dorf-Therapeuten erzählen könnte ...

    Es ist mir klar, dass es Leute gibt die Depressionen haben und diese brauchen auch Hilfe. In meinen Augen sind das aber Leute die ihre Familie durch einen schrecklichen Unfall verloren haben, Leute die todkrank sind, ... - aber nicht der kleiner verwöhnte Kerln, der meint eine Depression zu haben, nur weil die Sicherung rausgefolgen ist und der TV für 5 Minuten ausser Betrieb war ...
     
    #18
    Optimus Prime, 13 Mai 2004
  19. SottoVoce
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    Ich denke, viel kommt auch daher, dass auch alle es immer so hinstellen, als wäre es unmöglich, eine Zukunft zu haben. Die Renten werden immer niedriger, man bekommt eh keinen Ausbildungsplatz, man muss Noten mit nem Endschnitt von 1, irgendwas (Schweiz halt entsprechend) haben, weil man sonst schon verloren hat, etc... Der Druck ist schon enorm groß. Und wenn man das alles aushält, hat man ja noch kein "normales" Leben gemeistert mit seinen Höhen und Tiefen. Mir ist nämlich aufgefallen, dass meistens die Menschen am "lebenstauglichsten" sind, die extrem viel mitgemacht haben. Die dramatisieren dann Kleinigkeiten nicht mehr so, sondern "halten mehr aus".
     
    #19
    SottoVoce, 13 Mai 2004
  20. Mieze
    Mieze (31)
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    vergeben und glücklich
    @ Optimus Prime

    Ok, du hast geschrieben das es dir net darum geht, aber trotzdem hast du es getan, wenn du weißt, was ich meine :tongue:

    Und mal ehrlich, es gibt auch ach so verwöhnte Menschen, die unter Depressionen leiden, obwohl es ihnen materiell gesehen gut geht..
    Man kann es einfach nicht verallgemeinern, welche "Bevölkerungsschicht" nun am meisten Depressionen hat und wo es auch gerechtfertigt ist.
    Manche Leute sind nun mal am Boden zerstört, wenn irgendwas kaputt geht und deswegen ist eine Depression ja auch eine Krankheit :zwinker:

    Und zwischen Depression und der Aussage "mir geht es schlecht" ist ein himmelweiter Unterschied..
     
    #20
    Mieze, 13 Mai 2004

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