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Mein Cousin; er bringt mich zum Verzweifeln.

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von User 85918, 12 November 2009.

  1. User 85918
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    Hallo liebe PL-User,

    um mit meinem "Problem" anzufangen, wobei ich nicht weiß, ob das auch wirklich ein Problem ist.

    Es geht um meinen Cousin (17). Gestern habe ich seine Freundin kennengelernt. Ich war nicht schockiert, aber dennoch habe ich mich gefragt, was sie an ihm findet. Sie ist 26. Ich frage mich, was eine 26jährige an einem 17jährigen interessant findet, denn oft wird ja gesagt, das die Jungs in dem Alter eins, zwei Jahre zurück sind.
    Mich macht dieser Unterschied von 9 Jahren doch schon etwas stutzig, obwohl gerade ich mich zurückhalten sollte. Mein Freund ist 26 und ich 19, ich weiß nicht, warum ich also ewig darüber nachdenke, was eine 26jährige an nem 17jährigen findet.


    Ich bin mit meinem Cousin übrigens wie Geschwister aufgewachsen, ich sehe ihn als Bruder, wir erzaehlen uns alles und halten stets zusammen. Er hat schnell falsche Freunde gehabt, konsumierte seit seinem 13. Lebensjahr regelmäßig Cannabis, probierte in den letzten vier Jahren aber auch mit Speed und Pilzen rum. Die tat er alles mit ein und demselben Freund. Seit einigen Wochen besteht der Kontakt zu diesem Freund nicht mehr, er trifft sich nun häufig mit einem Anderen, dieser ist 25, dieser konsumiert auch seit vielen Jahren Cannabis, dealt und scheint nach Außen hin ein Vernünftiger Mensch zu sein, dem man das alles überhaupt nicht ansieht. Über diesen 25jährigen, nennen wir ihn A., ist mein Cousin nun mit Kokain in Kontakt gekommen, er fängt an zu strecken, zu dealen und konsumiert auch selbst. Ich weiß nicht wo ich Anfangen soll. Ich habe das Gefühl, dass seine neue Freundin genauso mit drin steckt, sie allesamt immer fein ihre Kokspartys feiern und was nicht alles miteinander treiben.

    Nun stehe ich da. Was soll ich machen? Über den Cannabiskonsum meines Cousins wissen seine Eltern bescheid, dass aber auch schon seit 1,2 Jahren. Immer wieder haben sie mehr oder minder unangekündigte Drogentests gemacht, die sich mit Hilfe seines Bruders als negativ herausstellten (sein Bruder pinkelte für ihn in den Becher!) Somit gingen sie immer wieder davon aus, dass er nicht weiter konsumiert, vorallem auch, weil ich ihn deckte bzw immer wieder beteuerte von Allem nichts zu wissen. Vor zwei Wochen wurde er wieder beim Kiffen erwischt, konsequenzen gab es von seinen Eltern keine. Er hat sogar noch einen Roller geschenkt bekommen. "Wenn er kiffen will, soll er kiffen, im Januar ist er eh 18." sagte seine Mutter zu mir. Sie haben ihn aufgegeben, dabei wären noch ein paar Wochen Zeit um ihm irgendwie auf den richtigen Weg zu leiten.

    Nun stehe ich da, mit einem dicken Fragezeichen auf der Stirn. Wie kann eine 26jährige einen 17jährigen lieben? Und wie hilft man einem, der meint, dass das, was er tut absolut Richtig ist?
     
    #1
    User 85918, 12 November 2009
  2. brainforce
    brainforce (33)
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    nicht angegeben
    viel schlimmer als den Altersunterschied finde ich den generellen Umgang zu "sonderbaren" bzw. "falschen" Freunden die dein Cousin hegt...

    Genaugenommen hast du in einem Thread "zwei Probleme" angesprochen die zwar irgendwie miteiander zusammenhängen aber doch gänzlich unterschiedlich sind...:ratlos:

    Erstmal kurz zum Altersunterschied - sicher ist es sonderbar bzw. kommt selten vor - aber es gründsätzlich ist es nicht deine Sache bzw. können auch 17jährige "erwachsen" sein... :smile:

    Als schlimmer sehe ich das "Drogenproblem" an - ab und an kiffen tun sicher viele - ohne das verharmlosen zu wollen seh ich das jetzt nicht als Weltuntergang an, an dem alles zugrunde geht...

    Schlimmer erscheint mir das dein Cousin da in irgendetwas "reinzuschlittern" droht... (Speed, Kokain, dealen). So etwas kann deinem Cousin letztlich das Genick brechen - sowohl strafrechtllich als auch körperlich!

    Sind diese Vorwürfe alles nur Vermutungen deinerseits oder sind sie gesichert?:ratlos:

    Ehrlich gesagt glaub ich kaum das die Eltern da noch groß was ausrichten können egal ob er nun erst 17,5 Jahre alt ist oder bereits 18... dennoch sollte man sich um ihn bemühen - und dazu hätte auch gehört nicht für ihn "in den Becher zu pinkeln" oder ihn zu "decken"! Vielleicht wäre der Ganz zu einer Suchtberatungsstelle für die Eltern bzw. den Sohn ganz hilfreich!

    Zurück zum Altersunterschied - wie gesagt seh ich bei einer Beziehung nicht grundsätzlich Probleme... bei deinem Cousin besteht allerdings das Problem das er als 17jähriger von seinen 7/8 Jahre alten Kumpels scheinbar "verhängnisvolles beigebracht bekommt in Bezug auf Drogen...:geknickt::schuettel:
     
    #2
    brainforce, 12 November 2009
  3. Damian
    Damian (36)
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    Oha...

    Wie auch mein vorposter: der Altersungerschied ist unwichtig...viel problematischer ist sein Umfeld.
    Ich kenne mehrere Drogengeschichten (bin ich Froh, dass ich nur auf Kaffee stehe) und dabei spielt IMMER das Umfeld eine entscheidenede Rolle. Diejenigen mit denen ich gesprochen habe und die aus der Drogenszene ausgestiegen sind, mussten sich IMMER von ihren ganzen alten "Freunden" trennen. Das klappt aber erst wenn sie verstehen, dass das keine Freunde sind und niemels werden.

    Ich bin mir sehr Sicher, dass er schon ganz ganz tief drin steckt. Du kannst ihm lediglich helfen indem du ihm den Kopf wäschst. Du solltest ihn dabei nicht decken oder mitziehen, das hilft ihm nicht, sondern zieht ihn weiter mit rein. Wenn dich jemand fragt, kannst du ja sagen, dass du dich da raushältst...damit sagst du etwas ohne es zu sagen und führst es auch nicht aus!

    Wenn das allerdings nicht fruchtet, wirst du ihn verlieren. Er muss von selbst merken, dass er sich damit zugrunde richtet und mit den Drogen, die er sich da reinfährt wird er a) niemals glücklich und b) frühzeitig sterben. Das sind die Fakten.

    Wenn ihr also tatsächlich so eng miteinander seid, müsstet ihr über soetwas auch offen reden können. Er wird nicht umhin können die Notbremse zu ziehen.

    viel Kraft und LG

    Damian
     
    #3
    Damian, 12 November 2009
  4. kaninchen
    Gast
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    Kann mich meinem Vorredner anschließen. Dein Cousin lässt sich anscheinend leicht von seinen "Freunden" beeinflussen - und aus diesem Umfeld sollte er schnellstens weg. Mit Drogengeschichten aufhören, während Freunde und Freundinn fröhlich weiter ziehen und rauchen ist sehr schwer. Die Versuchung ist zu groß und von seinen Freunden wird wahrscheinlich Unverständnis kommen..

    Wie reagiert dein Cousin denn, wenn du ihn drauf ansprichst, ihm sagst, dass du dir arge Sorgen um ihn machst? Klar muss er selber erkennen, dass er auf einem sehr schlechten Weg ist, es schadet aber nichts, wenn man ihn da ein bisschen anstubst, wenn du ihm zeigst, wie wichtig er für dich ist, dass er sich auf dich verlassen kannst und du für ihn da bist. Seine Eltern würden, wenn sie von der Kokserei wüssten bestimmt auch anders reagiern... Ob es so sinnvoll ist die beiden mit ins Boot zu holen - ich weiß nicht. Ist ein sensibles Thema und Eltern neigen gerne schon mal zu merkwürdigen Maßnahmen...

    Versuch ihn - ohne Vorwürfe usw. - davon zu überzeugen, dass das Mist ist was er betreibt. Zeig ihm Alternativen zu seinen Freunden auf, unternimm was mit ihm und zeig Präsenz. Ich hoffe er lässt sich überzeugen!

    Alles Gute
     
    #4
    kaninchen, 12 November 2009
  5. User 53338
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    Also den Altersunterschied halte ich auch für das aller kleinste Problem, wenn es denn überhaupt eins ist. Meine beste Freundin steht nur auf jüngere Männer und hatte bisher fast immer Freunde, die 4 oder 6 Jahre jünger waren als sie. Da sehe ich nun also nicht so das Problem. Es ist halt ungewöhnlich, aber mit Sicherheit nicht schlimm.

    Zum Drogenproblem und das halte ich für das wichtigere und größte Problem: zu aller erst solltest du und auch der Bruder aufhören deinen Cousin zu decken! Damit tut ihr ihm keinen Gefallen, im Gegenteil: ihr gebt ihm damit das Gefühl, dass alles noch gar nicht so schlimm sein kann, denn mit euren Lügen gebt ihr ihm quasi den Segen Drogen zu nehmen und dass das auch "so gerade eben noch OK" ist.

    Warst du schon mal bei der Drogenberatung? Wenn nicht, würde ich dir den Schritt erstmal empfehlen. Ich glaube das die Mitarbeiter dort dir durchaus weiterhelfen können. Auch die Eltern deines Cousins müssen erkennen, dass sie sich nicht so einfach aus der Affäre ziehen können. Wenn ein Familienmitglied Suchtkrank ist, dann ist es nicht nur das Problem des Erkrankten bzw. Süchtigen, sondern der ganzen Familie und da liegt es auch an dem sozialen Umfeld des Süchtigen diesen zu unterstützen und bei der Therapie mitzuwirken! Alleine wird dein Cousin so gut wie keine Chance haben, nicht zuletzt weil ihm derzeit von allen Seiten das Signal vermittelt wird, dass Drogen im Grunde zwar schlimm, aber ja "nicht sooo schlimm" sind - sonst würde sein Umfeld bei seiner Sucht ja nicht so mitziehen!

    Sein Denken ist es, was erstmal neu geordnet werden muss. Sobald er nicht selbst die Konsequenzen seiner Drogensucht erkennt, wird es sehr schwer bis unmöglich werden ihn aus dieser auch heraus zu helfen...
     
    #5
    User 53338, 12 November 2009
  6. User 85918
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    Er spricht immer und immer wieder davon, dass er es nicht immer tut. Er könne auch gut ohne (aber da ich nicht ewig an ihm klebe, kann ich das natürlich nicht beurteilen, immerhin ist er ein freier Mensch und ich bin auch nicht seine Nanny, die ewig hinter ihm herdackeln kann.)
    Zudem sagt er mir immer wieder, dass ich am besten gar nichts dazu sagen solle, einfach aus dem Grund, dass ich selbst ab und zu mal kiffe. Wobei ich zwischen ab und zu mal kiffen und täglich kiffen/Speed/Kokain konsumieren einen Unterschied sehe.

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 15:15 -----------

    Leider sind das alles keine Vermutungen. Ich sehe ihn täglich und solangsam kann ich an seinem Verhalten, seinen Pupillen und seinem Auftreten einschätzen was er konsumiert hat. Zudem habe ich ihn mehrmals gesehen, wenn er anfing wieder diese Filme zu schieben, d.h. wenn er Anfing wahnvorstellungen zu bekommen. Dinge zu sehen, die nicht existieren, es ging soweit, dass ich ihn mehrmals gefunden habe und dachte er würde nicht mehr leben.
     
    #6
    User 85918, 12 November 2009
  7. kaninchen
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    Wenn er von sich selbst nicht drauf kommt wie mies das ist und das immer noch verharmlost ohne einzusehen, dass zwischen ab und an mal ner Tüte und täglichem Konsum n Unterschied besteht... Hm mies... Warst du mal bei einer Drogenberatungsstelle? Oder kennst vielleicht jemanden, der dank der Drogerei noch tiefer gerutscht ist und erfolgreich aufgehört hat?

    Hat dein Cousin eigentlich auch noch ein paar drogenfreie Freunde, die du mit ins Boot holen kannst? Oder hat er sozusagen nur noch seine Junk-Kollegen? Vielleicht zieht es bei ihm, wenn er von mehr Leuten Kontra kriegt... (Also mir persönlich hat es damals sehr geholfen zum einen zu sehen, was der Dreck bei anderen Leuten anrichtet und mir hat es weh getan, dass ich meine Freunde und Schwester damit verletze - das war z.B. bei mir das ausschlaggebende zum Aufhören)...
     
    #7
    kaninchen, 12 November 2009
  8. brainforce
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    Wenn es so schlimm ist kann ich ehrlich gesagt nicht verstehen weshalb die Eltern da mehr oder weniger komplett wegsehen!

    Ein Gang zu einer Suchtberatungsstelle ist wohl das mindeste was man von den Eltern verlangen kann! - zumindest wenn ihnen etwas an ihrem Sohn liegt.

    Das es Personen gibt die gnadenlos abstürzen ist leider wahr - schlimm ist es wenn dies geschieht ohne das vorher aktiv versucht worden ist ihnen zu helfen bzw. Unterstützung zu bieten!
     
    #8
    brainforce, 12 November 2009
  9. User 48403
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    Mich würde vor allem interessieren, von welchem Charakterschlag er ist. Er scheint ja recht beeinflussbar zu sein. Das hat nicht zwangsläufig damit zu tun, dass er schon früh falsche Freunde hatte (ich denke, das kommt den meisten in der Jugend vor), sondern, dass er sich in das Milieu mit reinziehen lassen hatte, statt alles mal kritischer zu sehen und sich damit auseinander zu setzen.

    Von Seitens der Eltern finde ich das total verantwortungslos. Verstehe nicht, wie man einfach tatenlos zusehen kann, dass ihr eigener Sohn ins Verderben rennt. Unglaublich...

    Man kann ihn schwer dazu zwingen, dass er eine Beratungsstelle aufsuchen soll, er muss es schon selbst wollen. Aber manche Leute müssen erst mal ganz weit unten sein, bis sie merken, dass es Zeit ist, was zu ändern.

    Und was seine Freundin betrifft - kA....Sie muss schon selbst wissen, warum sie mit ihm zusammen ist. Man kann sich nicht aussuchen, wo die Liebe hinfàllt.
     
    #9
    User 48403, 13 November 2009
  10. User 85918
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    Er hat es nicht so deutlich mitbekommen, wie ich. Mein Onkel war über 20 Jahre lang süchtig nach so ziemlich allem was er kriegen konnte bis er sich vor zwei Jahren den goldenen Schuß gesetzt hat. Angefangen hat damals alles mit Cannabis, ging dann über zu Kokain und Heroin. Ich habe ihm mehrmals versucht das so deutlich zu machen, dass er auch so enden kann, wenn er nicht endlich versteht, dass seine Kifferei alles kaputt macht.

    Nun redet er mit mir seit gestern nicht mehr, weil ich ihm gesagt habe, dass ich bei einer Drogenberatungsstelle war und ihn beim nächsten Mal gerne mitnehmen möchte. Ich weiß nicht weiter, das einzige was ich mitlerweile weiß ist, dass ich ihn auf kurz oder lang verlieren werde.
     
    #10
    User 85918, 13 November 2009
  11. User 68557
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    Auch ich muss sagen, dass der Alterunterschied eigentlich doch total unproblematisch ist. Soll er halt Liebestechnisch ein bisschen rumtüfteln. Kann zwar die Frau auch nicht verstehen, aber naja :grin:

    Viel schlimmer ist natürlich der Drogenkonsum.
    Es wird dir jeder schon 1000x gesagt haben. Bei jeder Sucht(erkrankung), sei es Alkoholismus, Anorexie etc. ist eben die Einsicht der erste und unbedingt nötige Schritt zur Heilung.

    Ich kenne Eltern, die mit Anzeigen gedroht haben, um ihre Tochter zu 'zwingen' sich therapieren lassen. (Ich rufe beim Straßeverkehrsamt an und melde dich als fahruntüchtig -> Magersucht im höchsten Grad).. Selbst das hat nichts gebracht. Das Mädchen hat noch ~2 Jahre gebraucht, um sich in Therapie begeben zu können.

    Ich fürchte wirklich, dass du da von außen nichts ausrichten kanns. Pass auf ihn auf, sei für ihn da. Mehr wird nicht zu machen sein. Es tut mir leid, dass dir sowas passieren musst und du mit der Bürde leben musst von allem zu wissen und vllt doch nichts ändern zu können :frown:

    Liebe Grüße,
    Alessa
     
    #11
    User 68557, 15 November 2009

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