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Schule/Beruf Mein erster Arbeitstag

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von momo, 12 Juli 2010.

  1. momo
    momo (29)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Hallo Leute,

    hatte heute meinen ersten arbeitstag nach meiner ausbildung und auch schon ziemlich bammel davor gehabt....aber erstmal was zu mir.

    ich leide seit meiner schulzeit unter depressionen und sozialer phobie und damit auch unter na großen isolation in meinem leben. irgendwie habe ich es aber durch meine ausbildung geschafft und heute wie gesagt meinen ersten tag in meiner neuen firma gehabt.

    ich kam mir heute aber ziemlich allein und verlassen vor an meinem ersten tag. ich wurde einem mitarbeiter der schon 5 monate dort arbeitet zugeteilt und wir fuhren über 100km zu zweit zu einem einsatzort um dort ne reparatur vorzunehmen. wie sich einige andere sozialphobiker jetzt vorstellen und mitfühlen können war ich ziemlich nervös die ganze fahrt und weiß nie so recht was ich die ganze zeit denn so reden und erzählen soll. naja aber ich habe es einigermaßen durch den tag geschafft und auch einige sätze mit meinem mitarbeiter gewechselt.

    ich überspiele meine fehlende erfahrung und meine extreme schüchternheit meistens eigentlich mit fragen die ich stelle um von mir abzulenken oder betreibe smalltalk und setze natürlich mein falsches lächeln und das falsche selbstbewusstsein auf, weil ich nicht möchte dass mein gegenüber all zuviel von meinem leben erfährt.
    wahrscheinlich könnt ihr euch vorstellen wie anstrengend das für mich ist bis 4 uhr nachmittags durchzuziehen.

    und das hat vllt heute geklappt (mehr oder weniger) aber morgen muss ich ja wieder raus.

    dazu muss ich sagen ich war bereits bei einem psychologen und habe meine sitzungen dort durchgezogen. ein wenig hat es auch geholfen aber ich glaube ich bin immernoch weit davon entfernt nen normalen freundeskreis oder nen geregelten tagesablauf hinzubekommen. heute hat mich irgendwie total runtergezogen und ich habe mich mal wieder hier im forum umgesehen und bin da mal wieder auf die verhaltenstherapie gekommen...

    jetz frag ich mich natürlich sollte ich vllt nun so eine anfangen und wie würde ich das mit meinem arbeitsplatz unter einen hut bekommen.

    eigentlich ist das da ne super stelle und ich würde den job auch echt gerne behalten aber mir fehlt halt die soziale komponente um mit jemandem zusammen zu arbeiten. wahrscheinlich würde ich auch nur die erste zeit mit meinem einarbeitungskollegen zusammen arbeiten danach bekäme ich einen eigenen firmenwagen und würde alleine zu den einsätzen fahren (ca. 1-2 monate einarbeitung)

    was würdet ihr mir raten? soll ich ne therapie machen? oder habt ihr vllt noch andere gute Tipps für mich?

    danke leute fürs lesen:frown:
     
    #1
    momo, 12 Juli 2010
  2. Nevery
    Nevery (30)
    Planet-Liebe ist Startseite
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    in einer Beziehung
    tip? durchhalten.

    ich war auch extrem menschenscheu und hab mich von einem tag aufn andern in nen job geschmissen, bei dem ich täglich mit hunderten leuten direkt kontakt hatte. die ersten wochen waren horror, aber man gewöhnt sich dran... man kanns lernen.
     
    #2
    Nevery, 12 Juli 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  3. darkangel001
    Meistens hier zu finden
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    vergeben und glücklich
    Wie bist du denn aus deiner ersten Therapie entlassen worden? Als austherapiert? War es eine tiefenpsychologische Therapie? Wie lange ist die her? Normalerweise kann man doch bis zu sechs Monate nach der Therapie noch einmal beim gleichen Therapeuten vorsprechen, wenn sich wieder Probleme ergeben.

    Du könntest dir ja einfach einen Verhaltenstherapeuten suchen und mal dort vorsprechen, dir anhören, was er zu deinem Problem sagt. Abgesehen davon, dass es ja erst einmal mehrere Wochen oder Monate dauern kann, bis du überhaupt einen neuen Therapeuten findest.

    Da ich nicht weiß, wie ausgeprägt deine soziale Phobie ist, kann ich dir keine konkreten Tipps zu deiner Arbeitssituation geben. Aber wenn du schon einmal in Therapie warst, werden dir dort doch Hilfestellungen gegeben worden sein, wie du mit solchen Situationen umgehen sollst?
     
    #3
    darkangel001, 12 Juli 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  4. KleineJuli
    Gast
    0
    Ich habe genau das selbe Problem wie du (Depressionen und soziale Phobe) und das hat bisher mein ganzes Leben eingeschränkt, weil ich sowohl in beruflichen als auch privaten Situationen (wo man sein Selbstewußtsein unter Beweis stellt) extrem verkrampfe.
    Ich überspiele meine Unsicherheit mit übertriebener Freundlichkeit und spiele Gelassenheit vor, aber innen drinnen bin ich total unsicher. Und die Fassade augrecht zu erhalten braucht es sehr viel Kraft.
    Ich muß es an den Wurzeln packen und daran arbeiten, und das ist ein Prozess, der dauern kann.
    Aber wenn man das Problem erkannt hat und mithilfe eines Verhaltenstherapeuten die richtigen Schritte macht, dann ist es machbar, mit gewissen Dingen undSituationen, Gefühlen und Ängsten besser umzugehen, auch ganz abzulegen und es im Leben einfacher zu haben.

    Ich mache seit knapp einem halben Jahr eine Verhaltenstherapie bei einem ganz hervorragenden Therapeuten, der mir wirklich hilft. Ich erkenne mich selber besser, wie ich als Mensch bin und was meine Stärken sind, auch meine Schwächen, und an denen arbeite ich sehr intensiv und auch schon mittlerweile erfoglreich, weil ich mit Hilfe meines Therapeuten kleine Schritte mache.

    Mache eine Therapie, sonst wird es weiterhin dein Leben beherrschen und beeinträchtigen. Beginne es jetzt ab nun anders zu machen, arbeite daran und mache alles in kleinen Schritten. Suche dir einen Theraputen, wo die Chemie super stimmt (dazu muß man manchmal ein paar abklappern), und schau, daß du möglichst einmal die Woche zu ihm kommen kannst, sonst sind die Abstände zu groß und die Entwicklung wäre eher sehr langsam. Ich gehe einmal die Woche hin und mit jedem Mal merke ich eine Art Entwicklung, die mich weiterbringt.

    Ich habe schon in den 6 Monaten in meiner Therapie sehr, sehr viel erreicht und mich laut meines Therapeuten schon sehr entwickelt. Anfangs war ich sehr verbissen und verkrampft und ängstlich. Jetzt bin auch noch kein "Held", aber schon deutlich weiter als zu Beginn meiner Sitzung.

    Mach es. Es ist eine Inverstition fürs Leben. Ich bin jetzt auf mein weiteres leben besser vorbereitet und das ist ein Gefühl von Sicherheit und auch Stolz.
     
    #4
    KleineJuli, 12 Juli 2010
  5. momo
    momo (29)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    91
    0
    nicht angegeben
    erstmal danke für eure antworten. also glaub nicht dass es tiefenpsychologisch war hatte glaub ich 25 stunden
    und der psychologe meinte ich wäre auf nem guten weg und dass ich erstmal versuchen sollte die sachen die tips die er mir vorgeschlagen hatte anzuwenden und dass ich mich jederzeit wenns nicht klappen sollte wieder melden könnte zu nem neuen termin. ich war aber irgendwie froh dass es erstmal vorbei war und ich meine ruhe hab. meistens lief es so ab, dass er mir fragen zu meinem leben stellte und nach der ursache dafür gesucht hat. er hat auch immer versucht dass ich mal von mir aus über meine probleme erzähle was nicht so gut geklappt hat.

    ist immer die frage wo ich nen guten therapeuten finde aber es gibt doch auch diese therapiegruppen, so stell ich mir das zumindest immer vor mit der verhaltenstherapie

    die ist ziemlich ausgeprägt ich hatte vorher teilweise panikattacken bei denen sich ziemlich viele muskeln in meinem körper angespannt haben und ich dabei nur sehr flach atme und wenn ich dann noch vor nem gesprächspartner sitze versuch ich dass natürlich so weit wies geht zu unterdrücken so dass es nicht auffällt....

    und die Tipps waren meistens so in der art dass ich mehr auf leute in meiner umgebung zu gehn soll und mal alleine wegzugehn etc., wofür ich mich irgendwie gar nicht bereit gefühlt hab.

    was mir bisschen geholfen hat ist halt über die gründe für meine ängste zu sprechen was die symptome aber nicht wirklich gelindert hat.

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 22:19 -----------

    hoi kleine juli,

    klingt echt nach mir...
    wie lange dauert denn sone verhaltenstherapie? und wie siehts mit deinem freundeskreis aus?
    bis jetz hab ich immer nach dem prinzip gehandelt "einfach rein" oder mitm kopf durch die wand anstatt kleiner schritte. man sagt ja immer das soll gegen die ängste helfen, mir aber nicht. wüsste auch nicht wie ich das mit den kleinen schritten machen sollte funktioniert das denn arbeit und therapie unter einen hut zu bringen?
     
    #5
    momo, 12 Juli 2010
  6. KleineJuli
    Gast
    0
    Erstmal ist es wichtig, daß du selber erkannt hast, daß du Hilfe brauchst, um dich selbst weiterzubringen. Denn das macht nicht dein Therapeut, denn er gibt nur Hilfen, aber du bist es letztendlich, der daran arbeitet. Wenn du erkannt hast, daß du von alleine nicht weiterkommst (das ist keine Schande, ist das Selbe wie Nachhilfe-Unterricht, wenn man in Mathe nicht mehr weiterkommt, also einfach letztendlich eine Hilfestellung im Leben) suche dir die Hilfe.
    Und kein "Kopf durch die Wand", das ist nicht die Lösung. Erkenne selber, daß du an was arbeiten mußt und was du auch KANNST, indem du die Wurzeln deiner Probleme packen wirst, weil du diese Hilfe bekommst.

    Bei mir geht die Therapie deswegen ziemlich schnell, weil ich meine Gefühle sehr gut beschreiben und ausdrücken kann, und ich meinem Therapeuten damit sehr "nachhelfe", Dingen auf den Grund zu gehen, bezüglich Ursachen, und er es da packen kann und mir Hilfen gibt. Er sagte, daß meine Therapie ca. 6-12 Monate gehen wird, je nachdem, wie gut ich meine Schritte nach vorne mache und an mir arbeite, was mit viel Selbsterkennung zu tun hat, und da hilft mir ja der Therapeut (ich erzähle viel von mir und er zieht daraus Schlüsse).
    Und ca. ein Jahr Verhaltenstherapie ist nicht sehr lange, wenn man bedenkt, daß man sein tiefes "Inneres", wo dort die Probleme enstehen, von Grunde auf verändern will, also "entwickeln" will und einen Prozess beginnt, der einen voranbringt. Mein Therapeut hat dazu gesagt "Ich schätze mal, so etwa ein jahr und dann werden wir das mit Ihnen schon hinbekommen", was er sehr aufmunternd und zuversichtlich gesagt hat.
    Du mußt den Willen haben, daß du dich weiterentwickeln willst und die Erkenntnis, daß du dafür Hilfe brauchst, und die bekommst du. Und es ist was fürs Leben, weil es nicht nur für jetzt ist, sondern auch später, für dein restliches (!) Leben soll es dir eine Hilfe sein, vieles einfacher zu haben.

    Meine Freunde wissen, was ich mache, und behandeln mich deswegen nicht wie eine "Komische". Sie wissen, daß ich mir Hilfe hole, die ich brauche, und damit ist das okay. Sie finden toll, daß ich mir helfen lassen will, damit es mir nur besser gehen kann. Sie unterstützen mich und sind "normal" zu mir.

    Mit dem Kopf durch die Wand bringt das niemanden weiter. Manchen vielleicht, aber nicht allen. Und wenn dir das bisher nichts gebracht hat, wird es dir auch nie helfen, und so nützt es dir nichts, wenn dir andere das weismachen wollen.

    Na klar funktioniert Arbeit und Threrapie. Mache ich auch, Therapie neben Ausbildung. Wenn ich "nur" einmal die Woche dahingehe, läßt sich immer einen Thermin dafür finden, wo ich mir einmal die Woche die Zeit nehmen kann. Außerdem ist die Arbeit ein Übungsfeld, um zu testen, wie weit du in deiner Therapie gekommen bist und wie du schon was anwenden kannst.
     
    #6
    KleineJuli, 12 Juli 2010
  7. darkangel001
    Meistens hier zu finden
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    vergeben und glücklich
    Das klingt schon nach Tiefenpsychologie. Der Unterschied ist, dass sich Tiefenpsychologen mit der Vergangenheit beschäftigen, also nach der Kindheit, nach Eltern, Freunden, Schulzeit usw. fragen, um herauszufinden, wo die Ursache des Problems liegt.

    Verhaltenstherapeuten konzentrieren sich auf die Gegenwart, auf dein momentanes Verhalten eben, das du ändern möchtest. Sie geben dir Strategien an die Hand, machen gegebenenfalls Rollenspiele oder Gedankenexperimente und Übungen. Sie stellen auch oft Aufgaben, die du dann bis zur nächsten Sitzung versuchen sollst, zu lösen.

    Natürlich überschneiden sich die beiden Therapieformen, aber grundsätzlich könnte man es so zusammenfassen.

    Vielleicht rufst du einfach mal einen Verhaltenspsychologen an (einfach in deiner Stadt googeln) und schilderst ihm dein Problem. Wie gesagt, es wird wahrscheinlich eh dauern, bis du einen Therapieplatz bekommst. Alternativ könntest du nochmal deinen alten Therapeuten kontaktieren, nachfragen, nach welcher Methode er arbeitet und noch einmal mit ihm sprechen, ob eine Verhaltenstherapie für dich sinnvoll wäre.
     
    #7
    darkangel001, 13 Juli 2010
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  8. brainforce
    brainforce (33)
    Beiträge füllen Bücher
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    Single
    @momo:
    das du dein Problem erkannt hast ist doch schonmal ein großer Schritt - auch warst du schon in psychologischer Behandlung - es gibt Personen die schaffen schon diesen Schritt nie!

    Ich bin der Meinung das du deinen Job als weitere Chance ansehen solltest was deinen Umgang mit Mitmenschen etc. angeht...

    Vielleicht kann dich ein Psychologe unterstützend beraten etc. - aber da kenne ich mich nicht wirklich mit aus...
     
    #8
    brainforce, 13 Juli 2010
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  9. momo
    momo (29)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    erstmal danke an eure antworten es baut schon auf wenn man eure kommentare zu lesen bekommt.

    habe ja im grunde auch schon ein halbes jahr beim psychologen verbracht (25 stunden) jede woche eine stunde. kam mir im rückblick irgendwie gar nicht so lang vor. wennu aber so gut von dir selber und deinem inneren erzählen kannst hast es schon bissl leichter :smile: schön wenn deine freunde dich so unterstützen, dass sollte es echt mal öfter geben aber richtige freunde sind sehr schwer zu finden.
    ich war immer der komische in der schulclique und bin es wahrscheinlich immernoch.
    freundeskreis hab ich quasi gar nicht was mich wohl am meisten hemmt. weil worüber soll man auch erzählen wenn man nicht mal weggeht, sich mit freunden trifft und was unternimmt...und wie findet man potenzielle freunde wenn man sich nicht mal mit irgendwelchen gesprächen bei ihnen interessant machen kann.

    ich werd wohl mal meinen alten psychologen anrufen und nachfragen wies mit so einer verhaltenstherapie so wäre.

    @darkangel001
    ja war wohl dann tiefenpsychologisch weil es sehr oft um meine vergangenheit ging und die aufzuarbeiten aber auch ein wenig darum mein verhalten zu ändern

    übrigens empfand ich es schonmal heute weniger schlimm als gestern auf der arbeit mitm kollegen hoffe das bleibt bzw. wird besser. ich will noch diese woche abwarten bevor ich meinen psychologen anrufe und schaun wie sichs entwickelt
     
    #9
    momo, 13 Juli 2010

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