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Mein Freund stirbt und ich kann nichts tun - Depressionen

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von Liia, 19 November 2007.

  1. Liia
    Gast
    0
    Mein Freund stirbt. Innerlich. Jeden Tag ein kleines bisschen mehr.
    Ich fühle es. Und ich kann nichts tun.
    Er will sich nicht helfen lassen. Er will nicht wieder in die Klinik, will das nicht noch einmal durchmachen, sagt er.
    Aber was er jetzt tut, ist der reinste Selbstmord. Bis zur ambulanten Therapie dauert es noch ein halbes Jahr. Wenn es so weiter geht, wird er zu diesem Zeitpunkt tot sein.
    Vielleicht körperlich, vielleicht aber auch psychisch.
    Er macht sich kaputt. Und er macht mich kaputt.
    Er macht unsere Beziehung kaputt.
    Aber ich liebe ihn.
    Ich kann und will ihn nicht aufgeben.
    Aber ich kann einfach nicht mehr.
    Ich kann nichts tun. Absolut gar nichts.
    Ich bin total am Ende.

    Ich weiß einfach nicht mehr weiter.
     
    #1
    Liia, 19 November 2007
  2. xikitito
    xikitito (27)
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    vergeben und glücklich
    Hi, Liia!
    Ersteinmal wünsche ich dir viel Kraft, damit du die schwere Zeit durchstehst :smile:
    Könntest du uns vielleicht genauer beschreiben, was dein Freund hat? Depressionen?
     
    #2
    xikitito, 19 November 2007
  3. capricorn84
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    298
    1.137
    Verheiratet
    Ich denke es hilft ihm auch wenn du einfach nur da bist. Wenn er weiß dass du ihn liebst und immer hinten ihm stehen wirst!
     
    #3
    capricorn84, 19 November 2007
  4. brainforce
    brainforce (33)
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    Single
    @Liaa:
    vielleicht könnten dir hier mehr Leute mit Tipps zur Seite stehen wenn du das Problem etwas konkreter beschreiben würdest.
     
    #4
    brainforce, 19 November 2007
  5. Liia
    Gast
    0
    Ja, er hat Depressionen.

    "Nur" für ihn da sein, das hilft nichts mehr. Es geht einfach nicht. Wir streiten uns ja nur noch. Wegen jeder Kleinigkeit wird er aggressiv. Früher war er total lieb und sanft und durch nichts aus der Ruhe zu bringen. (Er nimmt Tabletten - vielleicht ist er deshalb so aggressiv?)
    Ich halte das nicht mehr aus, er macht mich mit seinem Verhalten total fertig. Dieses ewige Auf und Ab. Irgendeine Kleinigkeit, etwas wirklich Unwichtiges, und er regt sich total darüber auf. Ignoriert mich dann total oder fängt Streit an. Dann kommt er irgendwann "angekrochen", es tut ihm total leid, will mich in den Arm nehmen. Dann sagt er wieder, es wäre alles seine Schuld und er würde alles kaputt machen.
    Dann kommt der Punkt, an dem ihm alles egal ist. Da ist er dann schon fast nicht mehr ansprechbar.

    Ich kann einfach nicht mehr.
    Die einzige Lösung ist in meinen Augen, dass er eine stationäre Therapie macht. Aber das will er nicht.
    Aber wenn er es nicht tut, macht er auch noch unsere Beziehung kaputt. :kopfschue
     
    #5
    Liia, 19 November 2007
  6. Cruzifix
    Cruzifix (26)
    Verbringt hier viel Zeit
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    1
    in einer Beziehung
    Dann mach ihm genau DAS klar ! Dass es so nichtmehr weitergehen kann, stell ihn vor die Wahl ! Wenn du ihm wichtig bist, dann kann er auch für "dich" die Therapie durchziehen !
     
    #6
    Cruzifix, 19 November 2007
  7. Liia
    Gast
    0
    Das habe ich ihm ja gesagt.
    Ich habe ihm gesagt, dass es zwei Möglichkeiten gibt.
    1. Er ist weiter mit mir zusammen und lässt sich jetzt helfen.
    Oder 2. er trennt sich von mir, dann kann er machen, was er will.

    Er sagt, dass er definitiv nicht wieder in die Klinik gehen wird. Er würde mich ja nicht dazu zwingen, bei ihm zu bleiben.

    Aber ich will ihn nicht aufgeben. Seit meinem 14. Lebensjahr habe ich alles getan, um ihm zu helfen. Ich war für ihn da, habe mit ihm geredet, ihn dazu gebracht, die Therapie zu machen. Ich habe wirklich alles getan.
    Das kann ich noch nicht einfach alles hinschmeißen. :kopfschue
     
    #7
    Liia, 19 November 2007
  8. Dillinja
    Dillinja (34)
    Verbringt hier viel Zeit
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    5
    nicht angegeben
    welche gründe hat er dafür? was ist seine geschichte?
     
    #8
    Dillinja, 19 November 2007
  9. Cruzifix
    Cruzifix (26)
    Verbringt hier viel Zeit
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    1
    in einer Beziehung
    Dann musst du dich aber auch fragen, ob er dir auch etwas so wertvolles gibt , wie du ihm ...
    Es ist schwierig,..mit seinen Eltern vllt reden ? Ich weiß es nicht.
     
    #9
    Cruzifix, 19 November 2007
  10. Liia
    Gast
    0
    Seine Geschichte... Na ja, einen konkreten Grund für seine Depressionen gibt es nicht, da spielen wohl mehrere Faktoren eine Rolle.
    Scheidungskind, Vater war Alkoholiker, Außenseiter, komplizierte frühere Beziehungen, von Natur aus melancholisch, Minderwertigkeitskomplexe, Probleme mit anderen, neurotisches Verhalten,...

    Ich zweifle auch ehrlich gesagt langsam daran, dass das wirklich "nur" Depressionen sein sollen. Ich bin kein Psychologe, kann das daher nicht beurteilen, aber ich habe den Verdacht, dass da mehr hintersteckt.

    Ich traue mich ganz ehrlich gesagt nicht, mit seiner Mutter zu reden. Ich habe auch überlegt, ihr eine E-Mail zu schreiben. Aber dann hätte ich das Gefühl, ihn zu hintergehen.
    Vor allen Dingen: So lange er keine konkreten Selbstmordabsichten hat, kann man da auch gegen seinen Willen gar nichts machen, oder?
     
    #10
    Liia, 19 November 2007
  11. brainforce
    brainforce (33)
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    Single
    Ich denke schon das es hilfreich wäre wenn du dich evtl. an die Mutter wendest (ich kann natürlich nicht einschätzen was das für eine Person ist...) bzw. an andere Bezugspersonen von ihm.

    Du schreibst das er nicht mehr in die Klinik will - d.h. er war schonmal in Behandlung deswegen?
    Vielleicht kam er mit den Therapeuten nicht klar etc.

    Auch wenns traurig klingt:
    Er ist evtl. noch nicht "weit genug unten" um Hilfe anzunehmen...
     
    #11
    brainforce, 20 November 2007
  12. Liia
    Gast
    0
    Er war sechs Wochen lang in teilstationärer Behandlung in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie.
    Meine Mutter war selbst mal in einer "richtigen" Klinik (also damit meine ich, eine für Erwachsene), und sie meinte, das könne man gar nicht vergleichen.
    Mein Freund hatte zwei Therapiegespräche in der Woche, ansonsten Entspannungsübungen und Beschäftigung. Die haben da scheinbar wirklich die meiste Zeit Kicker gespielt bzw. sind spazieren gegangen. :ratlos:
    Mit einer ambulanten Therapie wäre er einverstanden, aber das dauert halt noch. Er steht auf der Warteliste.

    Ich denke, dass er vielleicht sogar schon zu tief unten ist, und deshalb nicht will.
    Ihm ist ja scheinbar eh alles egal.
    Er hat das ja mal sehr sachlich und vernünftig sehen können, und meinte damals, bevor er auf dumme Gedanken kommt, lässt er sich freiwillig einweisen.
    Aber ich glaube, inzwischen ist er wieder so am Ende, dass er gar nicht mehr klar denken kann. Es ist ihm alles egal.
    Bzw. ich denke, diese Gleichgültigkeit ist eine Abwehrreaktion. Er kann einfach nicht mehr, deshalb verschließt er sich vor allem.
     
    #12
    Liia, 20 November 2007
  13. brainforce
    brainforce (33)
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    @Liia:
    was du schreibst hört sich ja echt nicht gut an.:kopfschue
    habt ihr den gemeinsame Freunde mit denen du drüber reden kannst? Sicher lastet im Moment ein riesen Druck auf dir.

    Im Moment befindet er sich in keinerlei Behandlung? und der Termin für eine ambulante Behandlung ist erst in einem halben Jahr?

    Das ist natürlich schwer vielleicht sollte er versuchen über die Krankenkasse etc. eine Art "Dringlichkeitsantrag" zu stellen.
     
    #13
    brainforce, 20 November 2007
  14. Liia
    Gast
    0
    Ja, ich habe schon überlegt, einen Freund von uns zu bitten, mal mit ihm zu sprechen.
    Aber ich denke nicht, dass das einen Sinn hat. Er meint, es ist sein Leben und da habe sich niemand einzumischen.

    Ich habe darüber nachgedacht, seiner Mutter eine E-Mail zu schreiben und ihr das alles zu erzälen. Was ich in den letzten zwei Jahren alles mit ihm durchgemacht habe. Sein Verhalten, seine Gedanken und Gefühle, was er mir alles erzählt hat. Dass er sich nicht nur dieses eine Mal geritzt hat, das sie mitbekommen hat. Dass er versucht hat, sich die Pulsadern aufzuschneiden, wovon sie nichts weiß.
    Das kann ich doch nicht machen. Aber dass ich ihr zumindest ansatzweise etwas schreibe, also dass ich ihr sage, dass ich Angst um ihn habe?
    Er meinte mal zu mir, wenn sie all das erfahren würde, was ich über ihn weiß, dann würde sie einen Nervenzusammenbruch bekommen.

    Aber kann man überhaupt irgendetwas machen? Solange er keine Suizidabsichten hat? Er ist volljährig, man kann ihn zu nichts zwingen, oder?
     
    #14
    Liia, 20 November 2007
  15. Kaya3
    Kaya3 (33)
    Sehr bekannt hier
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    168
    292
    nicht angegeben
    Hallo,

    ich würd dir raten, am besten morgen noch zu dem Therapeuten zu gehen, auf dessen Warteliste er steht und von seinem Zustand zu erzählen und zu fragen, was dein Freund machen kann.
    Desweiteren wäre es nicht schlecht, einen Psychiater zu kontaktieren, grade wenn es dringender ist, bekommt man da etwas schneller einen Termin. Der kann euch erstmal helfen und vielleicht nochmal die Tabletten deines Freundes neu checken. Wenn es ihm mit Tabletten so schlecht geht, bekommt er vielleicht nicht die richtigen.

    Ansonsten kann ich dir langfristig nur raten, dich nicht zu sehr in dein Helferbestreben hineinzusteigern. Trotz Depressionen ist dein Freund immernoch ein eigener Mensch mit eigener Meinung, nicht dein Projekt. Er muß sich selbst zur Therapie entschließen und das wollen, sonst funktioniert das nicht. Die Frage ist, ob das ganze Drängen und der Druck, der damit verursacht wird, sooo hilfreich ist.
    Für dich selbst ist das auch alles andere als gut, du gehst selber kaputt, wenn du ihm nicht helfen kannst. Vielleicht wäre es nicht schlecht, wenn du auch mal mit jemandem sprechen könntest.


    Alles Gute,
    Kaya
     
    #15
    Kaya3, 20 November 2007
  16. User 48403
    User 48403 (47)
    SenfdazuGeber
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    nicht angegeben
    Das passt aber nicht zusammen damit, dass er noch keine Suizid absichten hat....oder etwa doch. Von daher kannst Du also nicht wirklich sagen, dass er stirbt. Dein Anfangspost irritiert etwas, da ich erstmal von einer unheilbaren Krankheit ausgegangen bin.

    Aber faktisch gesehen, ist es ja so, dass er ne Therapie braucht, und das Problem liegt lediglich darin, dass er sich nicht helfen lässt. Wenn das so ist, muss er wohl noch weiter absacken, bevor sich bei ihm die Vernunft einschaltet.
    Du kannst eigentlich nix weiter tub, als selbst Kontakt zu nem Therapeuten aufzusuchen, und ihm die Sache erklären.

    Dass Du ihn nicht aufgeben willst, ist verständlich. Aber Du wirst auch nicht glücklich damit, indem er sich gehen lässt und nix unternimmt. Wahrscheinlich ist es ihm schon sogar egal, wie Du Dich dabei fühlst.
    Als letzter Ausweg bleibt Dir dann nur noch die Trennung. Ich weiss, das willst Du nicht hören.....aber Du willst doch aber auch einen Partner haben, der mit beiden Füssen im Leben steht, oder? Schliesslich ist er selbst dafür verantwortlich, ob er sich helfen lassen will oder nicht.
     
    #16
    User 48403, 20 November 2007
  17. User 37284
    User 37284 (31)
    Benutzer gesperrt
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    474
    vergeben und glücklich
    Normalerweise kann man ja nichts machen wenn keine Fremd-oder Eigengefährdung besteht, dachte ich zumindest immer!

    Ich wurde vor 2 Monaten eines Besseren belehrt, mein Cousin wurde zwangseingewiesen, auf Wunsch meiner Tante und soweit ich weiß, lag bei ihm definitiv keine Selbstgefährdung vor!
    Mittlerweile ist er in der Klinik (offene) und es geht ihm um einiges besser, er hat auch ne Beschäftigungstherapie und obwohl er seit 7 Wochen dort ist, wurde noch keine konkrete Diagnose gestellt. Er wird jetzt im Anschluss daran, diese Woche noch in die Tagesklinik kommen.

    Ich würde das mit der E-mail machen, das ist ein guter Anfang und vielleicht kann auch seine Mutter auf ihn einreden und ihn dazu bringen in die Klinik zu gehen, alles andere bringt einfach nichts!

    Geht er denn noch raus, arbeitet er, hat er eine Aufgabe oder liegt er den ganzen Tag nur zu Hause rum?
     
    #17
    User 37284, 20 November 2007
  18. krava
    krava (35)
    Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
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    Verliebt
    Mich hat das auch irritiert.
    Ohne das Thema Depressionen verharmlosen zu wollen, aber daran sterben tut man nicht - es sei denn, man will es so. (Meine Oma wollte das auch so, in Therapie begeben hat sie sich auch nicht)

    @TS
    Versuch weiter, ihn dazu zu bewegen, in die Klinik zu gehen. Hol dir Unterstützung bei Freunden und Familie, damit du nicht allzu sehr belastet wirst. Gemeinsam schafft ihr es vielleicht.
     
    #18
    krava, 20 November 2007
  19. User 37284
    User 37284 (31)
    Benutzer gesperrt
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    474
    vergeben und glücklich
    Aber innerlich stirbt man schon ein Stückchen aus, zumindest sterben Teile des Charakters.
    Mein Opa hat auch Depressionen und zum Teil auch schlimme, obwohl er immer ein sehr sehr lebensfroher mensch war, er war immer im Faschingsverein aktiv gewesen, hat jedes Jahr auftritte auf den Kanaren als "Anton aus Tirol" etc... und jetzt haben sie dieses Jahr den Urlaub abgesagt und alles, einfach weil er innerlich leer ist.
     
    #19
    User 37284, 20 November 2007
  20. Traumfänger*
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    Ganz ehrlich...lass ihn fallen!
    Ich selbst war in einer ähnlichen Situation wie Dein Freund gerade ist. Es ist schwer in solch einer Lage zu sehen was einem wirklich wichtig ist! Vielleicht genießt er sogar deine "Hilflosigkeit" und Fürsorge....erst wenn Du ihm klare Grenzen setzt, ihn vielleicht vorübergehend "verlässt" wird er aufwachen und sich endlich helfen lassen.
    Mach Dich nicht kaputt, das wäre das Schlimmste was du tun könntest.....
     
    #20
    Traumfänger*, 20 November 2007

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