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  • Cinnamon
    Cinnamon (32)
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    vergeben und glücklich
    3 Oktober 2005
    #1

    Mein FSJ und ich!

    Wie viele ja sicherlich wissen, mache ich ein sogenanntes Frewilliges Soziales Jahr. Habs am 1.8. angefangen und hab es für eine sinnvolle "Investition" gehalten, um mir über meine Berufswünsche klar zu werden.

    Leider hab ich schon relativ schnell gemerkt, dass der Beruf des Heilerziehungspflegers (arbeite in einer Behinderteneinrichtung) nichts für mich ist. Mir haben von Beginn an die anfallenden Büroarbeiten mehr Spaß gemacht, als mich stundenlang mit den Behinderten zu beschäftigen.

    Ich hab also festgestellt, dass ich für einen Bürojob wahrscheinlich geeigneter bin, als für einen Pflegeberuf, weil ich mich dort einfach unterfordert fühle. Eigentlich ist das alles wie "Babysitten" und die Zeit vergeht nur wahnsinnig langsam.

    Ich bin also nicht wirklich glücklich und will mich für das nächste Jahr als Kauffrau im Gesundheitswesen bewerben, aber ich bezweifle, dass ich das FSJ noch mit der angemessenen Motivation bis dahin zu Ende bringen kann und ich finde einfach, dass das den Behinderten gegenüber nicht fair ist, wenn ich eigentlich angenervt von der ganzen Situation dort bin und nicht mit ganzem Herzen zur Sache gehe.

    Ich spiele mit dem Gedanken das FSJ vorzeitig nach 6 Monaten zu beendigen, was theoretisch ja möglich ist. Allerdings würd mich an dieser Stelle interessieren, ob ich dafür nen besonderen Grund haben muss, oder ob ich einfach so kündigen kann? Vielleicht weiß das ja jemand und kann mir helfen...

    Bin mit der Situation so einfach nicht glücklich und wäre dankbar, wenn mir jemand seine Infos zu Kündigung etc. geben könnte.

    Sorry, wenn das so nicht in den Kummerkasten gehört. Wusste nicht genau wohin damit, weil es ja eigentlich mit meinem Kummer zu tun hat, aber gleichzeitig auch offtopic ist. Also bitte verschieben, wenn das Unterforum zu falsch gewählt ist!
     
  • brainforce
    brainforce (35)
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    nicht angegeben
    3 Oktober 2005
    #2
    hmm ist irgendwie schon eine schwache Leistung von dir wenn du nicht das zuende bringen willst was du angefangen hast.
    Aber eigentlich hast du recht es bringt niemanden was wenn du dich da ein Jahr lang durchquälst.
    Ist es evtl. möglich das du mal mit dem Leiter der Behinderteneinrichtung sprichst? Vielleicht ist es ja möglich das du nur noch im Büro eingesetzt wirst und dort "tiefere Einblicke" erhälst.

    Mit der Kündigung und den "rechtlichen Sachen" kann ich dir leider nicht weiterhelfen, wünsch dir aber viel Glück das alles so verläuft wie du es dir vorstellst.
     
  • Cinnamon
    Cinnamon (32)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    3 Oktober 2005
    #3
    Natürlich könnte ich das Ganze zu Ende bringen - 1 Jahr, was ist das schon. Aber wäre es ein Bürojob, bei dem ich Dinge am Computer erledigen müsste - der würde nicht merken, ob ich Lust oder nicht Lust habe.
    Klar, ich versuche es so gut wie möglich zu unterdrücken, aber ich merke doch selbst, dass ich im Umgang mit den Behinderten schneller ungeduldig werde als noch am Anfang.
    Klar denke ich bei einem Abbruch auch an mich, dass ich z.B. ein Praktikum in einem Bürojob machen könnte für die restliche Zeit, aber ich denke dabei auch an die Behinderten, weil ich es wie gesagt nicht fair finde, wenn ich mich ihnen gegenüber gelangweilt oder genervt verhalte!

    Ne, das ist leider nicht möglich denk ich. Wenn ich nur noch im Büro eingesetzt werde, dann ist es ja kein FSJ mehr.
    Ich arbeite in ner Wohngruppe und da gibt es natürlich auch ein kleines Dienstzimmer mit nem Computer, wo mal ein paar Dinge erledigt werden müssen, aber das ist bei weitem nicht so viel, als dass man damit den Tag füllen könnt!
     
  • brainforce
    brainforce (35)
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    nicht angegeben
    3 Oktober 2005
    #4
    also ich denke dann ist es wirklich besser wenn du das ganze zu Ende bringst. Hoffe du kommst da ohne Probleme raus.
     
  • Cinnamon
    Cinnamon (32)
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    vergeben und glücklich
    3 Oktober 2005
    #5
    Naja, so ganz so extrem wie ich es beschrieben habe ist es (mal wieder) nicht. Ich hab mich immer sehr gut im Griff - auch wenn ich innerlich koche vielleicht, die Behinderten merken es dann doch nicht. Ich habe aber Angst, dass das irgendwann noch kommt. Vor allem, weil da nicht nur die beruflichen Gründe reinspielen, dass ich das FSJ nicht zuende machen möchte - auch wenn das natürlich der Hauptgrund ist.

    Aus der Sache rauskommen tu ich ganz bestimmt, da mach ich mir eigentlich keine Gedanken drum. Vielleicht ändere ich ja auch noch meine Meinung, momentan denk ich in erster Linie an meine Bewerbungen und wenn ich dann irgendwo nen Ausbildungsplatz bekomme, überlege ich abzubrechen und mir dann eventuell noch nen Praktikumsplatz in irgendeinem Bürojob zu suchen.
     
  • Sternschnuppe_x
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    Single
    3 Oktober 2005
    #6
    Ich finde es nicht verkehrt, wenn du das ganze beenden willst.

    Immerhin ist es ein FREIWILLIGES soziales Jahr. Und soll ja wohl auch ein bißchen bei der "Orientierung" helfen, was man vielleicht in Zukunft mit seinem Leben anfangen möchte.

    Du hast eben herausgefunden, daß du etwas ganz bestimmtes NICHT machen möchtest - und daß dir etwas anderes wiederum Spaß macht. :smile: Sei froh, sonst hättest du vielleicht eine Ausbildung in der Richtung angefangen und da dann mittendrin gemerkt, daß es nichts ist. So war's immerhin noch "früh genug".

    Was hast du eigentlich für einen Schulabschluß gemacht? "Bürojobs" gibt's ja in allen Variationen, da solltest du dich vielleicht mal umschauen, was dich am meisten interessieren würde...

    Sternschnuppe
     
  • Cinnamon
    Cinnamon (32)
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    vergeben und glücklich
    3 Oktober 2005
    #7
    Das hab ich bereits.... Kauffrau im Gesundheitswesen soll es werden!

    Und ich hab übrigens Abi gemacht dieses Jahr!
     
  • Rettung
    Gast
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    3 Oktober 2005
    #8
    tja ich gehe nächstes Jahr zum Rettungsdienst das FSJ.
    warum bist auch net wo anderst gegangen????? versuch es doch zu schaffen. und 1 Jahr zu halten.
    viel glück
     
  • User 13029
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    Es ist kompliziert
    3 Oktober 2005
    #9
    Tja, dann Augen zu und durch. Zivildienst ist bei Jungs ein notwendiges Übel, bei dir ist es dann eben das FSJ.
     
  • Cinnamon
    Cinnamon (32)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    3 Oktober 2005
    #10

    Tja, hinterher ist man immer schlauer! Hab ja gedacht, es wäre das richtige für mich, aber es geht wohl doch definitiv in ne andere Richtung!
     
  • Pratze
    Pratze (34)
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    4 Oktober 2005
    #11
    Hi,

    ich habe auch ein FSJ als Ersatz für den Zivildienst gemacht und es hat mir viel Spaß gemacht, profitiere durch einen Aushilfsjob immer noch davon. Soweit ich mich aber erinnern kann, kann man ein FSJ beenden, wann immer man will, sprich, das Arbeitsverhältnis zwischen dir und deiner FSJ-Stelle beenden, sogar ohne Angaben von irgendwelchen Gründen.
    Ich meine, bei mir stands sogar im Arbeitsvertrag, darin stand auch, dass man aber bei einer sofortigen Kündigung 50€ bezahlen müsse, Gebühren oder sonstiges (Ausfallzeiten, etc.)
    Du wirst nicht gezwungen (wäre ja noch schöner), dieses Jahr beenden zu müssen, diese Privilegien genießen nur männliche Wesen, die als tauglich eingestuft werden :zwinker:

    Ich würde dir ebenfalls raten, dein FSJ zu beenden, falls du nicht aus Überzeugung dran bist. Denn allein aus Überzeugung und innerer Motivation (und natürlich als Praktium o- sonstiges) kann man ein FSJ absolvieren, wg der Bezahlung bestimmt nicht (1,62€/h ?!?). Da gibt es sicherlich andere Mittel und Wege, das Jahr zu "überstehen" und etwas mehr Geld zu verdienen.
    Ich will das FSJ sicherlich nicht schlecht machen, für mich heißt es aber wirklich freiwillig, und das sollte man auch so mit sich selbst vereinbaren.

    Viel Erfolg

    Ciao Pratze
     
  • k_punkt
    k_punkt (32)
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    4 Oktober 2005
    #12
    Servus,
    ich mach zur Zeit auch ein FSJ statt meinem Zivildienst beim Rettungsdienst. Notwendig, einen normalen Zivi hätten sie nicht genommen...
    Sicher bin ich mir, dass du dein FSJ beenden kannst, wenn du eine Ausbildungsstelle gefunden hast. Grundlos ist imho nicht drin, kann ich dir aber nicht mit Sicherheit sagen, steht aber eigentlich alles im Vertrag drinnen. Wenn du den nicht mehr hast (aus welchen Gründen auch immer), kann ich morgen ja mal nachschaun.
    Zahlen musst du soweit ich weiß nix (zumindest beim BRK nicht).
     
  • Rettung
    Gast
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    4 Oktober 2005
    #13
    ja du bist noch etwas jung, da kannst du dir anschauen was dir steht, wenn du mal familie hast und sowas dann geht das net mehr.
    viel glück
     
  • wundergibtes
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    vergeben und glücklich
    4 Oktober 2005
    #14
    Leider hast du dir da nicht so das richtige Feld ausgesucht, in dem du 1 Jahr arbeiten kannst. Es gibt so viele unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten im sozialen Bereich.
    Ich bin Heilerziehungspflegerin und sehr zufrieden damit. Ich arbeite im psychiatrischen Bereich und da ist es alles andere als langweilig.

    Da es ein freiwilliges Jahr ist, kannst du damit jederzeit aufhören.
     
  • Cinnamon
    Cinnamon (32)
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    vergeben und glücklich
    7 Oktober 2005
    #15

    Vielleicht war das etwas voreilig ausgedrückt: Eigentlich interessiert mich der Job des Heilerziehungspflegers schon, aber ich habe dafür bei mir wohl definitiv die falsche Gruppe erwischt. Ich fühle mich einfach nicht gefordert.

    Mein "normaler" Tag sah heute so aus:

    - um 13.30 Uhr ankommen, mittag essen
    - 2 Schwerstmehrfachbehinderte ins Bett bringen
    - 1 Stunde auf dem Balkon gammeln
    - eine 80-Jährige Omi mit steigender Demenz aus dem Bett holen
    - Kaffee trinken mit den Behinderten
    - Auf dem Balkon gammeln
    - Einen Schwerstmehrfachbehinderten aus der Werkstatt abholen
    - Auf dem Balkon gammeln
    - Abendessen
    - Abendpflege, die um 19.30 Uhr fertig war - in folgedessen: Nochmal bis 21 Uhr gammeln und warten das die Zeit rumgeht.
     
  • wundergibtes
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    vergeben und glücklich
    7 Oktober 2005
    #16
    Ok, du hast die falsche Gruppe erwischt :geknickt:
    Allerdings ist es ein "ganz normaler" Alltag in einem Wohnheim für schwerstmehrfachbehinderte Menschen. Das kenne ich auch. Hat mir anfangs Spass gemacht. Jetzt kann ich es mir aber wneiger vorstellen.
    Deshalb macht mir die Arbeit im Psychiatriebereich sehr viel Spass.

    Was möchtest du denn jetzt unternehmen?
     
  • Cinnamon
    Cinnamon (32)
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    vergeben und glücklich
    7 Oktober 2005
    #17

    Klar, ich verstehe, dass das der ganz normale Alltag für die Behinderten ist. Natürlich wollen - v. a. auch die geistig Behinderten - ihre Ruhe haben und z.B. die Flippers hören. Schließlich leben sie dort, es ist ihr zuhause und wenn ich mir vorstelle, dass hier bei mir immer jemand hinter mir herrennt und mich beschäftigen will - ne, danke.

    Was ich unternehmen möchte?`
    Erstmal da bleiben und mich als Kauffrau im Gesundheitswesen bewerben. Wenn ich wirklich ne Zusage bekommen sollte, werd ich mir wohl ernsthaft überlegen, ob ein Praktikum im voraus in diesem Bereich nicht sinnvoller ist, als das FSJ zu beenden - rein "karrieretechnisch" gedacht....

    Aber momentan steht der Wind eher nach "da" bleiben und erstmal nen Ausbildungsplatz bekommen. Kann ja auch schon schwer genug werden...
     

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