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Mein Hund liegt (sozusagen) im Sterben und das an Weihnachten

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Piccolina91, 24 Dezember 2008.

  1. Piccolina91
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    Hallo ihr Lieben,

    ich muss mich jetzt einfach mal irgendwo ausheulen. Heute ist Heiligabend, alle sind glücklich und froh und besinnlich, nur ich (und meine Familie) kann mich nicht wirklich freuen..
    Mein Golden Retriever namens Charly weilt jetzt bereits seit 14 Jahren unter uns, wir haben ihn damals als Welpen im Alter von 8 Wochen bekommen.
    Wahrscheinlich werden mich jetzt nur die Tierliebhaber unter euch verstehen, aber für mich ist dieser Hund in dieser Zeit einfach wie ein kleiner Bruder, ein kleines Baby gewesen. Ein vollwertiges Familienmitglied, der einfach zu uns gehörte und immer und überall dabei war.
    Als wir ihn bekommen haben, war ich gerade mal 3 Jahre alt, ich bin mit ihm aufgewachsen und groß geworden, bis heute, wo ich hier mit meinen 17 Jahren stehe und selbst bald erwachsen bin.
    Im Urlaub war dabei, auf jedem Familienfest, im Winter waren wir mit ihm Schlittenfahren und so weiter und so fort - und jetzt geht es mit seinem Gesundheitszustand rapide abwärts.

    Dass er alt ist, wissen wir ja nun bereits seit einigen jahren - 14 ist ein stolzes Alter für solch eine Rasse. Aber dass es ihm so schlecht geht, das kam jetzt leider so plötzlich, Schlag auf Schlag.
    im Sommer verlor er auf einmal sein ganzes Fell, er hatte überall kahle Stellen und wir dachten, er hätte vllt Hautkrebs oder so, da ihm vor 4 Jahren bereits einmal ein bösartiger Tumor entfernt wurde.
    Körperlich ging es ihm jedoch so weit gut, er ging seine kleinen Gassirunden, war natürlich viel ruhiger als früher, was in dem Alter auch verständlich ist, schlief viel, aber mit seiner Gesundheit war alles bestens.

    Seit 2 Wochen kann er jetzt kaum noch laufen.. er ist sehr wackelig, rutscht mit seinen Pfoten auf dem Parkettboden aus, man muss ihm hoch helfen und ihn sogar manchmal noch festhalten, wenn er läuft, weil er so wacklig auf den Beinen ist und unsicher läuft.
    Anfangs war das jedoch nur so, nachdem er geschlafen hatte und verpennt war, aber seit etwa einer Woche muss man ihm IMMER aufhelfen, ihm die Treppen hoch/runter helfen, ihn ins Auto reintragen usw. Außer beim Gassigehen geht er kaum noch einen Schritt allein.
    Er frisst und trinkt auch noch kaum etwas, und seit gestern spuckt er Massen an weißem Schleim... Vorhin lag er im Korb, und ich hab ihm seinen Wassernapf unter den Kopf gehalten, nicht mal dann wollte er was nehmen. :geknickt:

    Da fragt man sich auch, was ist das für ein Hundeleben, wenn er nicht laufen kann, und nicht trinken und fressen möchte?
    Ich war erstmal total fertig und hab die letzten tage auch oft geweint, weil er mir eben doch so wichtig ist und einfach zu meinem Leben gehört, seit ich denken kann. Er war immer ein treuer Freund, gutmütig, verschmust und der tollste Familienhund den man sich vorstellen kann..
    Mein Vater war vorhin mit ihm beim Tierarzt, und ich hatte schon Angst, dass er ihn womöglich gar nicht mehr zurpck bringt..
    Der wollte ihn schon fast einschläfern, meinte aber, dass er so wohl keine großen Schmerzen hat(das war unsere größte Sorge, denn wir wollen ihn in dem Alter nicht noch quälen, nur weil WIR so sehr an ihm hängen - hätte er starke Schmerzen gehabt, hätten wir ihm wohl doch sein Lebensende geschenkt, um ihn nicht weiter zu foltern). Er bekam dann noich zwei Infusionen, weil er durch das Nicht-Trinken schon total ausgetrocknet war, zusätzlich noch eine Vitaminspritze, mit der es ihm wohl nun besser gehen müsste..
    Außerdem hatte der Arzt drn Verdacht, dass das Erbrechen evtl auch auf eine Schnee-Gastritis zurückzuführen sein könnte, da er beim Gassigehen in letzter Zeit öfters mal Schnee gefressen hat..

    Doch trotz alledem, wissen wir alle, dass der Hund alt ist, und es - Gastritis hin oder her - wohl nicht mehr allzu lange mit ihm gehen wird...Und das an Weihnachten, ich bin it den Nerven am Ende und will es einfach nicht wahrhaben, meine Mutter hat auch schon geweint deswegen, und ich sowieso...
    Vielleicht sind einige Tierliebhaber unter euch, die verstehen, was ich gerade durchmache; und die mir vllt Tipps geben können, mit dem Schmerz umgehen zu können? Wurde euer Hund auch schon eingeschläfert, oder ist an Altersschwäche gestorben? Was habt ihr gemacht, um damit klarzukommen?

    Musste das jetzt einfach mal loswerden...
     
    #1
    Piccolina91, 24 Dezember 2008
  2. User 12216
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    wie du vielleicht mitbekommen hast musste ich meinen hund voriges jahr auch nach fast 14 jahren einschläfern lassen!war zwar nicht weihnachten aber trotzdem sehr schlimm für mich,besonders weil es für mich noch bedeutend überraschender als es für euch sein wird,kam.

    die ersten wochen danach waren auch sehr schlimm für mich,aner inzwischen geht es mir schon viel besser auch dank meiner neuen kleinen,
     
    #2
    User 12216, 24 Dezember 2008
  3. Das Ich-Viech
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    Ach Gottchen, und das an Weihnachten =(
    Zu aller Erst: :knuddel:Lass dich mal drücken.

    Ich hab' zwar selbst keine Tiere, da das wohnungstechnisch nicht möglich ist, aber ich verstehe ziemlich gut, wie das sein muss. Charly hat dich beinahe dein ganzes bisheriges Leben über begleitet, wird als Familienmitglied gesehen und schlicht und ergreifend sehr geliebt. Da ist es vollkommen normal, dass man sehr traurig und mies drauf ist, wenn's dann mit der Gesundheit abwärts geht.
    Versuch einfach, daran zu denken, dass er bis jetzt ein schönes Leben hatte. Er war bei einer Familie, die ihn aufrichtig geliebt hat, ihm hat es an nichts gefehlt und man macht sich Gedanken über ihn, wenn es ihm schlecht geht. Was schöneres kann es für einen Hund gar nicht geben.
    Macht ihm ein schönes, möglicherweise letztes, Weihnachtsfest und versucht, die Zeit, die ihr noch mit ihm habt, zu genießen. Eine gedrückte Stimmung, die euch allen Weihnachten vermiest, würde niemandem helfen, besonders nicht dem Hund. Der spürt ja auch, wenn was nicht in Ordnung ist, jetzt mal abgesehen von seiner Gesundheit - euren Gemütszustand meine ich. Selbstverständlich kann man nicht einfach vergessen, wie es ihm geht, aber ihn weiterhin als vollwertigen Teil der Familie zu behandeln macht es allen leichter, denke ich zumindest.

    So unfair und unschön es auch ist, da müsst ihr nun alle durch. Aber Charly hatte ein langes (!) und schönes Leben - irgendwann geht es nunmal zu Ende.

    Ich wünsche dir dennoch ein frohes Fest, das du halbwegs genießen kannst - und Charly eine schöne letzte Zeit bei den Menschen, die ihn sein ganzes Leben über geliebt haben.

    Alles Gute!
     
    #3
    Das Ich-Viech, 24 Dezember 2008
  4. Ginny
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    vergeben und glücklich
    Das tut mir sehr leid. :geknickt: Ich hab zur Zeit zwar keine Tiere, aber hatte schon alles mögliche und dadurch leider natürlich auch entsprechend viele Tiere schon verloren. Mein Hund wurde vor ca. 6 Jahren eingeschläfert. Wir hatten ihn auch schon über 10 Jahre, er hatte mal einen ganz bösen Autounfall überlebt und wurde zuvor schon mal wegen eines Tumors operiert ... und dann kam wieder ein neuer Tumor. Meine Mutter wollte ihn erst mal nur zur Untersuchung zum Tierarzt bringen, ich musste in die Uni - und bekam dann eine Sms, dass sie ihn dort hat einschläfern lassen. Das war sehr hart, ich hatte mich gar nicht verabschiedet, es war ja nicht geplant, dass sie es direkt machen lässt, aber sie hat es nicht mhr übers Herz gebracht, ihn noch mal mit nach Hause zu nehmen. Das hab ich ihr auch übelgenommen. :geknickt: Ich heule heute noch ab und zu, wenn ich daran denke und er fehlt der Familie immer noch sehr. Ein Hund ist ja nun auch ein auffälliges Haustier, von dem man im Alltag sehr viel mitbekommt ... allein das Gebell, wenn jemand klingelt oder andere Hunde vorbeigehen, dass man begrüßt wird beim Reinkommen, dass man aufpasst, das er nicht ausm Garten auf die Straße entwischt ... das hat man so drin in den Gewohnheiten, dass man ständig daran erinnert wird, dass er eben nicht mehr da ist. Nun ja, er hat ein Grab im Garten bekommen und es ist ein kleiner Trost, dass er eben auch schon alt war und Schmerzen hatte und ganz friedlich eingeschlafen ist im Arm meiner Mutter. Wäre er Jahre zuvor bei dem Autounfall gestorben, wäre das schlimmer gewesen - dann lieber altersschwach und als Erlösung von einer schlimmen Krankheit.

    Tja, und der andere sehr schlimme Todesfall bei Haustieren war unser Kaninchen, das ich im Grundschulalter besaß. Im Garten war ein großer umzäunter Auslauf und eines Morgens fand mein Vater das tote Tier, mit Steinen beworfen von der Straße aus. Wir haben nie erfahren, wer DAS getan hat. Da kann ich auch sofort losheulen, wenn ich daran denke. Unglaublich, so was.

    Unsere Katze wurde auch im hohen Alter eingeschäfert, da waren wir dabei, das ging noch, er war wirklich schon sehr schwach und wurde immer dünner, da flossen auch Tränen, aber nicht so schlimm. Bei den Meerschweinchen ging es auch. Und die Vögel sind entflogen. :schuechte

    Also, so ganz wird man den Schmerz nicht los, da ist es bei mir mit liebgewonnenen Haustieren nicht anders als mit Menschen. Ich hab auch die ersten Tage Rotz und Wasser geheult, war mir egal, obs andere verstehen oder nicht. Aber ich hab mir immer gesagt, dass es für den Hund das Beste war, er sollte ja nicht leiden und wir hatten ihn sehr lange ... und wenn Zeit vergangen ist, erinnert man sich vor allem an die schönen Sachen, kann sich lustige geschichten über das Tier erzählen und es tut nicht mehr ganz so stark weh. Wir haben uns seitdem kein Haustier mehr geholt, zum einen weil das zeitlich nicht mehr passte - anderen hilft es allerdings, wenn sie sich nach der ersten Trauer ein neues Tier zulegen, hat meine Tante so gemacht.
     
    #4
    Ginny, 24 Dezember 2008
  5. User 35148
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    nicht angegeben
    Ich weiss nicht wie ich mich da verhalten würde.
    Klar ist es traurig daß er bald nicht mehr da sein wird, doch ich sehe das wie mit Großeltern...
    Er ist eben schon sehr alt.

    Versucht, ihm den restlichen Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen.
    Und seid nicht traurig, im Hundehimmel wird es ihm wieder besser gehen :engel:

    Ihr könnt außerdem froh sein, daß ihr euch darauf vorbereiten und euch von ihm verabschieden könnt.
    Euer Hund weiß doch selber was nicht stimmt, er ist sicher auch traurig darüber daß er euch nicht mehr sehen wird.
    Und sicherlich spürt er auch eure trauer.
    Versucht trotz allem mit ihm Weihnachten und Neujahr zu feiern, als ob nichts wäre. Sagt sich leichter als getan, ich weiß :geknickt:

    :engel_alt:
     
    #5
    User 35148, 24 Dezember 2008
  6. Malin
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    #6
    Malin, 24 Dezember 2008
  7. Martouf
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    nicht angegeben
    Charly ist als Golden Retriever mit seinen 14 Jahren schon ein richtiger Großvater. Du hast ihm immer ein warmes und liebevolles Zuhause gegeben, und mit Sicherheit ist er jetzt bereits älter als die anderen aus seinem Wurf geworden. Man kann nicht absehen, was passieren wird. Vielleicht ist es nur eine Phase, wo sein Immunsystem geschwächt ist, das kommt bei älteren Hunden nunmal vor. Bei uns Menschen ist es ja nichts anderes. Jedenfalls darfst du jetzt nicht den Kopf hängen lassen.
    Als du Charly damals bekommen hast, habt ihr beide gewusst, dass es eines Tages so kommen wird. Dass Menschen von Natur her älter werden wie Hunde. Charly hat als kleiner Welpe schon gewusst, dass er sich irgendwann einmal von dir verabschieden muss, so traurig das auch klingen mag. Aber Hunde gehen damit anders um. Sie sind sich der Natürlichkeit dieses Prozesses bewusst. Wenn es ihm wirklich nicht mehr besser gehen wird, dann wird er natürlich auch sehr traurig darüber sein, und euch alle vermissen, vor allem dich. Umgekehrt wirst du ihn genauso vermissen. Aber bedenke, dass ihr bestimmt eine lange und wundervolle Zeit miteinander verbracht habt, viel schöner als es manch andere Hunde heutzutage haben. Was könnte es Schöneres geben, außer das ewige Leben, das leider weder Hunden noch Menschen gegönnt wird?
    Lass den Kopf nicht hängen in diesen Stunden. Sei für deinen Charly da und begleite ihn. Er weiß das sicherlich sehr zu schätzen. Und wer weiß, auch wenn die Naturwissenschaft das (zur Zeit?) anders sieht, vielleicht werdet ihr euch eines Tages wieder begegnen. Dann wird er stolz sein, so ein tolles Frauchen zu haben, das immer für ihn da ist.

    Ich habe selbst einen 12 Jahre alten Berner Sennenhund. Auch wenn es ihm derzeit gut geht, weiß ich, dass die Lebenserwartung eines Berner Sennenhundes normalerweise bei 7-9 Jahren liegt. Er ist also - genau wie dein Charly - schon länger hier auf dieser Welt als die meisten anderen. Auch ich habe ihn bekommen als er 8 Wochen alt und noch ein kleiner Welpe war. Aber ich fange jetzt nicht an, die Tage zu zählen. Das hat er nicht verdient. Sondern ich genieße die Zeit mit ihm. Jeden Tag, der ihm gegönnt ist auf dieser Erde. Das solltest du mit deinem Charly auch tun und ich finde, es ist ein sehr würdevolles Verhalten, sich nicht vor dem Tod zu ängstigen.

    Vergiss niemals die Natürlichkeit dieses Prozesses.
    Viel Glück euch beiden! :smile:
     
    #7
    Martouf, 24 Dezember 2008
  8. Piccolina91
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    in einer Beziehung
    Ich danke euch ihr Lieben, jedem einzelnen von euch, für eure lieben Worte. Auch wenn ich jetzt nicht auf jeden Beitrag einzeln eingehe, ich hab sie ALLESAMT sorgfältig durchgelesen und zur Kenntnis genommen und schätze eure Anteilnahme.

    Tja, Neujahr werden Charly und ich wohl nicht mehr miteinander verbringen.. Immunsystemschwäche hin oder her, Gastritis ja oder nein, der Hund IST alt und es geht einfach von Tag zu Tag abwärts mit ihm.
    Mit den Aufputschmitteln wird er jetzt wohl die Feiertage noch über die Runden kommen - wenn überhaupt. Aber alles andere, ihn unseretwillen mit Spritzen vollzupumpen und durch die letzten Wochen zu schleppen, wäre Tierquälerei..
    Es schmerzt so, aber ich muss mich damit abfinden können..:cry:

    :cry: :cry: :herz:
     
    #8
    Piccolina91, 24 Dezember 2008
  9. User 70315
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    auch ich kann dir leider nichts anderes schreiben, als liebe worte. aber ich versteh sehr genau wie du dich fühlst. meine 15 jährige alte katzendame ist für mich auch so etwas wie eine große schwester...

    ich kann dir nur raten, die zeit die dir/euch noch verbleibt so intensiv wie möglich zu nutzen.

    ich wünsch euch alles gute! du bist mit sicherheit ein tolles frauchen.
     
    #9
    User 70315, 24 Dezember 2008
  10. User 56700
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    Die Geschichte könnte fast von mir sein. Wir haben auch einen Hund- genauer gesagt meine Eltern da ich nicht mehr Zuhause wohne- aber da ich mit ihr aufgewachsen bin, ist es einfach unser Hund.
    Die Kleine ist jetzt auch 12 Jahre alt. Vor 4 Jahren hat der Tierarzt auch ein bösartiges Krebsgeschwür festgestellt und gab ihr nach der Operation noch 4 Wochen zum leben.
    Aber sie überstand das alles probemlos bis zum Sommer dieses Jahres. Dann ist wieder dieses bösartige Geschwür am Schwanz wieder aufgetaucht. Seitdem sind die Tage wirklich gezählt...
    Ich denke auch dass es dieses Jahr definitiv das letzte Weihnachten mit der kleinen war....:flennen: So extrem wie das in den letzte Wochen gewachsen ist wird es nicht mehr lange gut gehen.
    Noch ist sie fit, aber man merkt oft dass es ihr nicht gut geht.
    Mir tut das auch in der Seele weh sie so leiden zu sehen, aber wir haben uns jetzt entschlossen ihr soweit wie möglich einfach noch ein schönes Leben zu machen... Ich kann es mir auch gar nicht vorstellen und ausmalen wie das ist wenn die Kleine nicht mehr da ist, aber es wird wohl in absehbarer Zeit so sein...:flennen:
    Ich konnte dir vermutlich damit jetzt keinen Mut machen, aber wenigstens bist du nicht alleine...:knuddel:
     
    #10
    User 56700, 25 Dezember 2008
  11. Félin
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    offene Beziehung
    Ich kann das sehr gut nachvollziehen.
    Unser Hund hatte vor einem halben Jahr einen Herzinfarkt - dank Tabletten ging es ihr eigentlich ganz gut damit - aber jetzt wurde ein Tumor bei ihr entdeckt, inoperabel, weil ihr Herz das nicht mehr mitmachen würde.
    Wir haben sie auch fast 14 Jahre und man gewöhnt sich so an ein Tier.
    Noch geht es ihr gut, sie frisst, trinkt, läufr fröhlich durch die Gegend - aber irgendwann kann sich das ändern und wir müssen sie einschläfern lassen :frown:
     
    #11
    Félin, 25 Dezember 2008
  12. Piccolina91
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    in einer Beziehung
    Ich danke euch!
    Ich weiß ja, dass er ein tolles Leben hatte, sein Hundeleben komplett gelebt und genossen hat... Aber ich hab so Angst davor, wie es sein wird, ihn nicht mehr um mich zu haben. Zur Tür reinzukommen, und keiner begrüßt einen schwanzwedelnd. Sich aufs Sofa zu legen, und keiner kommt angetapst, um sich dazuzukuscheln. Die Hundeleine zum Gassi gehen in die Hand zu nehmen, und zu merken, dass ja gar kein Hund mehr da ist... Es ist einfach die schöne Gewohnheit, ihn immer um sich zu haben, und ich glaube, es wird ne ganz schön schwere Zeit, nach seinem Tod.. :geknickt:

    Auch Angst habe ich vor dem Einschläfern. Dieses letzte "Tschüss-sagen", und ihn dann in die Hände meiner Eltern geben zu müssen - ich denke nicht, dass ich es verkraften könnte, ihm beim Einschläfern das Pfötchen zu halten,auch wenn er es natürlich vollstens verdient hat, in seinen letzten Minuten... Aber diese Aufgabe gebe ich dann doch lieber weiter. :geknickt:
    Am schönsten wäre es,wenn er eines Nachts einfach so einschlafen würde, friedlich und glücklich in seinem Körbchen, einfach nicht mehr aufwachen würde... Dann hätten wir dieses Drama mit dem Zum-Tierarzt-Bringen etc nicht.. :cry:
     
    #12
    Piccolina91, 25 Dezember 2008
  13. User 54458
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    Hallo Du,
    ich weiß, wie es Dir gerade zumute ist - wie schlimm es ist, wenn man loslassen muss, was man doch so sehr liebt. Ich habe das auch schon erlebt.
    Ich würde Euch auch wünschen, dass Dein Hund von selbst einschläft. Sollte es nicht so sein - bitte bleib bei ihm, wenn ihr ihn einschläfern lassen müsst. Du kannst und musst das durchstehen, auch wenn es schrecklich sein wird. Er hat Dich durch fast Dein ganzes Leben begleitet - es ist der letzte große Dienst, den Du ihm als Dank erweisen kannst, die Verantwortung, die jeder Tierbesitzer hat. Lass ihn nicht allein.
    :knuddel:
     
    #13
    User 54458, 25 Dezember 2008
  14. Aliena
    Aliena (38)
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    vergeben und glücklich
    Es tut mir auch total leid, das zu lesen und wünsche Dir für die nächste Zeit ganz viel Kraft :knuddel:

    Ich bin auch mit Hunden aufgewachsen und der, der letztendlich "mein" Hund war (ich hab ihn bekommen, als ich 13 war und mich hauptsächlich um ihn gekümmert), war für mich auch ein vollwertiges Familienmitglied (bei den vorhergehenden war ich zu jung, wobei es auch da schlimm war, als sie eingeschläfert wurden).

    Meine Kessie hatte irgendwann Krebs und wir haben immer gesagt, dass wir ihr Leiden nicht verlängern wollen. Deshalb hat meine Mom sie dann auch einschläfern lassen. Das schlimme war, dass ich nicht da war. Ich lebte zu der Zeit bereits in München und meine Eltern wollten mich im Urlaub besuchen kommen. Hatte mich so gefreut, meinen Wuffi noch mal zu sehen - aber eine Woche vorher ging es dann nicht mehr. Ich konnte es nicht fassen, als der Anruf meiner Mom kam und hab im Büro erstmal geheult.

    Was ich damit sagen will: versuch, stark zu sein und dabei zu sein, wenn es soweit ist. Dein Hund ist ein Teil Deines Lebens und hat Dir mit Sicherheit soviel gegeben, dass Du es bestimmt bereuen würdest, wenn Du ihn auf seinem "letzten Weg" im Stich lässt.

    Letztendlich sind wir alle darüber hinweggekommen, weil wir wieder einen neuen Hund gekauft haben. Da scheiden sich wahrscheinlich die Geister, aber für mich ist es kein Ersatz, denn meine Kessie wird immer meine Kessie bleiben. Aber ein neues Tier tröstet doch etwas.

    Kopf hoch, irgendwann vergeht der Schmerz und man erinnert sich gern an die gemeinsame Zeit zurück :herz:
     
    #14
    Aliena, 25 Dezember 2008
  15. krava
    krava (35)
    Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
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    Verliebt
    Das tut mir so leid für dich!!

    Unser Hund hatte auch vor kurzem eine Leberentzündung und wir haben auch schon befürchtet, dass er an Weihnachten nicht mehr da ist. Wie trostlos wäre das ohne ihn geworden. Zum Glück gehts ihm jetzt wieder gut (er ist auch schon 13).

    Unser erster Hund ist gestorben, da war ich 14. Wir bzw. meine Eltern haben ihn damals auch einschläfern lassen, weil er sich einfach nicht mehr erholt hat. Ich hab das damals nicht ganz so mitbekommen. Meine Mutter hat viel von mir fern gehalten und mir erst viel, viel später erzählt. Aber die Lücke nach seinem Tod hab ich natürlich schon mitbekommen!
    Vor allem meine Mutter hat immer gesagt, dass sie erstmal keinen Hund mehr will, aber dann hats doch keine 2 Wochen gedauert und wir haben uns umgeschaut.

    Unseren ELVIS (so hieß er) haben wir nie vergessen, aber ein neuer Hund hat natürlich schon geholfen gegen den Schmerz.
    Auch meine beste Freundin hat vor knapp 1 Jahre ihren 16jährigen Hund verloren. Es ging ihr richtig dreckig! Er war auch ihr Baby, weil sie nämlich keine Kinder bekommen hat (hatte eine Fehlgeburt). Auch ihrem Mann gings schlecht, der hat die meiste Zeit mit dem Hund verbracht, aber 16 Jahre sind eben die Zeit und er hatte ein schönes Leben - daran musst du auch immer denken!

    Ihr habt ihm ein schönes Leben bereitet und er wird euch das nie vergessen!
    Wenn es jetzt so sein soll, dass er gehen muss, dann ist es so. Klar wirds schwer werden und es wird dauern, aber es wird besser werden. Irgendwann.

    Ich heul jetzt schon mit während ich das hier schreibe. :flennen:

    Ich wünsch dir einfach viel Kraft und deinem Hund wünsch ich, dass er einfach friedlich einschlafen kann, wenn die Zeit gekommen ist.

    :knuddel:
     
    #15
    krava, 25 Dezember 2008
  16. *PennyLane*
    0
    Unabhängig davon ob Weihnachten ist oder nicht ist das furchtbar und tut mir sehr leid.:cry:

    Im Grunde ist alles gesagt worden: Ihr habt ihm 14 Jahre lang ein schönes Zuhause gegeben, habt ihn gepflegt und lieb gehabt, und das unterscheidet sein Leben von dem soooo vieler armer Hunde und ist deswegen umso wertvoller.

    Ich habe auch zwei Hunde. Letztes Jahr im November ist meine kleine Emma nach einer Routineoperation nicht mehr aufgewacht. Sie hatte einen Herzfehler, der vorher nicht festgestellt worden war, und ist deswegen sofort an der Narkose gestorben. Sie war 4 Jahre alt und es ging ihr gut, das war absolut nicht abzusehen. Ich bekomme den Anruf von meiner Schwester bis heute nicht aus dem Kopf, genauso wie ich sofort, genau so wie ich war und ohne Gepäck und Ticket, in den Zug gestiegen bin und nach Hause gefahren bin, wo ich die schlimmste Woche meines Lebens erlebt habe. Wir sind nicht mehr raus gegangen, haben nur geweint. Der Tod eines menschlichen Familienmitglieds hätte nicht schlimmer sein können.

    Darum - ich glaube es gibt viele Menschen, die genau nachfühlen können, was du gerade durchmachst. Aber du kannst versuchen dich daran festzuhalten, dass er ein Alter Herr ist. Dass er ein tolles Leben hatte und viele Menschen die ihn vermissen werden.

    Es sind die Zurückbleibenden die in so einem Fall leiden, nicht die die sterben. Natürlich ist es wichtig zu trauern und zu weinen, weil er nicht mehr da sein wird. Aber auf der anderen Seite geht es ihm bestimmt gut. Mir hat die Geschichte von der Regenbogenbrücke sehr geholfen. http://www.land-des-regenbogens.de/ und auf "Regenbogenbrücke" klicken.

    Außerdem bin ich wirklich kein religiöser Mensch, aber Beten hat mir damals wirklich gut getan. Dafür dass es ihr gut geht, wo auch immer sie ist.

    Und solange Charly noch lebt ist eben das Einzige was ihr tun könnt, ihm noch ein paar schöne Tage zu bereiten. Versuche dich auf den Abschied vorzubereiten, damit es dich nicht wie ein Schlag trifft.

    Ich wünsch Dir viel Kraft! :knuddel:
     
    #16
    *PennyLane*, 25 Dezember 2008
  17. Piccolina91
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    in einer Beziehung
    Mein Vater hat gerade bei uns angerufen. Charly ist bei ihm, und ihm geht es zunehmend schlechter. Die ganzen Spritzen usw, die er gestern bekommen hat, waren nur ein Kompromiss, damit er nicht an Heiligabend eingeschläfert werden muss..
    Aber heute wird es wohl soweit sein. :geknickt: Er ist total apathisch, bekommt um sich rum kaum noch etwas mit. Vorhin war er eine kleine Runde Gassi mit meinem Papa, danach hat er zuhause im Liegen in die Wohnung gemacht.. :geknickt:
    Es steht also echt nicht so toll um ihn, er quält sich nur noch und es wäre gemein, ihn aus Egoismus zwanghaft am Leben halten zu wollen.
    Meine Mutter meinte zu mir, dass es für mich bestimmt viel viel schrecklicher wäre, wenn ich ihn jetzt nochmal sehen würde..:cry:
     
    #17
    Piccolina91, 25 Dezember 2008
  18. Piccolina91
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    in einer Beziehung
    Charly sagt Goodbye.. :geknickt: :cry:
    Es schmerzt so schrecklich, aber das ist momentan das einzige, was er nach seinem tollen langen Hundeleben verdient hat..
    Wir werden ihn auch nicht in die Tierverwertung geben, sondern ihn begraben, mitsamt seiner Kuscheldecke, seinen Leinen..:kopfschue
     
    #18
    Piccolina91, 25 Dezember 2008
  19. User 12216
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    ob du jetz mit zum tierarzt gehst oder nocht is türlich deine entscheidung,aber vielleicht bereust du es auch wenn du ihm net auf seinen letzten weg begleitest!
     
    #19
    User 12216, 25 Dezember 2008
  20. Lily87
    Gast
    0
    Ich kenne das. Mit meinem Kater (18) habe ich im Februar/März viel durchgemacht, bis er am 4. März kurz bevor wir ihn zur TÄ bringen und einschläfern wollten, im Beisein meiner Mutter verstarb. Vor 4 Jahren starb meine Katze an Alterschwäche... sie wurde 18, war ein halbes Jahr älter als ich... letztes Jahr an Weihnachten wurde der erst 5 Monate alte Hund meiner Nichte überfahren, jetzt zu Weihnachten kommt das alles wieder hoch bei ihr, sie ist 9... ich habe etliche solche Geschichten, viele Tiere, v.a. Katzen zu Grabe getragen... :cry:

    Mein ältester Hund ist auch 14 und wird immer schwächer, aber momentan gehts noch. Er begleitet mich seit 13 Jahren, aber irgendwann muss er gehen :frown:

    Behalte ihn in guter Erinnerung. So wie er war. Er hatte ein schönes Leben und wird immer bei dir sein, in deinem Herzen :knuddel: :gruppe:

    Charly, machs gut im Regenbogenland!

    http://www.indigo.org/rainbow/rainbow-de.html
     
    #20
    Lily87, 25 Dezember 2008

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