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    16 November 2017
    #1

    Schule Mein Job macht mich fertig

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    Zuletzt bearbeitet: 9 Dezember 2017
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    16 November 2017
    #2
    Oh man, du arme. :knuddel:

    Dein Büro hat nur 6 Angestellte – dein Chef ist also eigentlich auch der richtige Ansprechpartner für Missstände, also wird ein Gespräch nichts bringen?
    Gibt es irgendwen anders, an den du dich wenden kannst? Du musst ja nicht meckern, dass dein Chef ein Arschloch ist – aber die kurze Einarbeitungszeit usw. sind ja strukturelle Dinge, die man durchaus mal ansprechen könnte.
    Wie viele Monate bist du konkret da? Wann ist deine Probezeit rum?

    Ich meine, wenn dir die Arbeit perspektivisch nichts bringt (weil deine Stärken ganz woanders liegen), du da also wenig Sinnvolles lernen und dich weiterentwickeln kannst UND es dann auch noch menschlich kacke ist, hält dich da doch eigentlich nichts mehr. Der erste Punkt ist im Zweifel auch eine gute Begründung, falls in einem anderen Bewerbungsgespräch gefragt wird, warum du "so schnell" wieder gewechselt hast.

    Wie "eingeschränkt" bist du denn beruflich? Also ist es möglich, dich aus der aktuellen Position heraus auf etwas Neues in der Nähe zu bewerben? Oder ist dein Feld eher speziell und ein Jobwechsel würde einen weiteren Umzug bedeuten? Oder willst du dir diesen anderen Stress im Moment nicht auch noch antun?
    Kannst du parallel einfach die Augen offen halten, Xing/LinkedIn-Profile aufhübschen und so versuchen, ohne viel zusätzlichen Stress neue Angebote zu bekommen?
    Abgesehen davon, dass es bei deiner Firma einfach kacke zu laufen scheint – generell lernt man im Studium halt auch selten richtig viele Sachen, die man im (Traum)job wirklich konkret anwenden kann. Mein Chef hat dazu mal gesagt, und das fand ich irgendwie inspirierend: Gib die Verantwortung für DEINE Fortbildung nicht an andere ab. Warte nicht darauf, dass du in eine Position kommst, in der du xyz lernen kannst – wenn dich xyz interessiert, dann setz dich selbst hin, lies Bücher dazu, arbeite dich in Software ein, google (auf Englisch!), such dir Mentoren usw. Es gibt viele Möglichkeiten, sich selbst Dinge beizubringen.
    Das ist bei dir jetzt eher der falsche Ratschlag, weil es anderen Stellen hapert. Aber vielleicht hilft es dir, nochmal konkret zu überlegen, was du gerne machen möchtest, wie du dahin kommen kannst und dann entsprechende Stellen zu suchen.

    Der Umzug, Fernbeziehung und jetzt die Kündigung deines Freundes ist bestimmt einfach auch voll viel auf einmal. Einen Brand nach dem anderen löschen. :knuddel:
     
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    16 November 2017
    #3
    Manche vermeintlichen Scheissjobs sind nach langer Betrachtung tatsaechlich echte Scheissjobs.
    Es wird ja vielleicht noch andere geben? Ich kann nur sagen, es gibt ja nicht vieles, was ich im Leben bereue, aber in graesslichen Situationen zu lange ausgeharrt zu haben, das bedauere ich wirklich. Mach nicht den gleichen Fehler.
     
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    16 November 2017
    #4
    Ich weiss noch, ich fühlte mich damals in meinem ersten AiP-Job auch extrem überfordert.
    War auch ein sehr kleines Büro, alle schienen ungeduldig und missmutig zu sein. Keiner hatte Lust und Zeit sich meiner anzunehmen.
    Ich dachte mir auch, oh mein Gott, wo bin ich denn hier gelandet.

    Der einzige Lichtblick war ein anderer junger Mitarbeiter, der ähnlich tickte wie ich... Und mit dem ich mich auch mal ehrlich auskotzen konnte.
    Dadurch wusste ich dann wenigstens, dass nicht nur ich hier bekloppt war.
    Das hat etwas geholfen.
     
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    16 November 2017
    #5
    Schreibe nach Feierabend Bewerbungen. Am besten für Jobs in deiner Heimat.
    Wenn du an einer passenden Stelle zu einem akzeptablen Gehalt genommen wirst, kannst du kündigen.

    Wenn der Job so hässlich und die Bezahlung so niedrig ist das du da weg musst, dann schreibe überall dahin Bewerbungen, wo es besser ist und du zumindest zeitweise (paar Jahre) damit leben könntest.
    Und wenn du sowas hast, nix wie weg.

    PS: Trotz dieser direkten Ansage, bedenke das es woanders nicht unbedingt besser sein muss.
    Aber es wird auf jeden Fall anders sein. Im ungünstigsten Falle anders scheiße und noch schlimmer.
    Soll heißen: Wenn du eine Veränderungsmöglichkeit hast, dann prüfe diese intensiv. Und nur wenn definitiv die Verbesserungen überwiegen mach es. Wenn nich such weiter. Im Zweifel weitersuchen.
     
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    16 November 2017
    #6
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    Zuletzt bearbeitet: 9 Dezember 2017
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    16 November 2017
    #7
    Und gab's da zum Ende der Probezeit hin auch mal Feedbackgespräche? Wie sieht der Plan der Firma für dich aus – du wirst auf jeden Fall weiter beschäftigt?
    Naja, also so "nur" nach kaltem Wasser klingt es für mich jetzt nicht, aber das musst du am Ende selbst wissen. Ich persönlich finde knapp ein halbes Jahr als ersten Job nach dem Studium mit den genannten Gründen auch echt nicht so kurz, dass das nicht "vertretbar" wäre.
     
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    16 November 2017
    #8
    Na dann weisst du ja auch, wo deine Zukunft ist.
    Lass dir dein Selbstbewusstsein nicht absaugen. Du hast bestimmt was besseres verdient.
    Und eventuell ist ja schon die nächste Stelle die, die zu dir passt.
     
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    16 November 2017
    #9
    Oh Mann, ihr seid echt lieb. Das tut so gut sowas mal von Außenstehenden zu hören. :knuddel:


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    Zuletzt bearbeitet: 9 Dezember 2017
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    16 November 2017
    #10
    Also eigentlich ist es ganz einfach:
    Love it, change it or leave it. Darauf läuft es immer hinaus.

    Meinen 1. Job nach meiner Ausbildung habe ich nach 3 Monaten gekündigt. Aus diversen Gründen, es war für mich einfach nicht tragbar. Da habe ich auch nicht lange gefackelt oder überlegt, wie das im Lebenslauf aussieht. Ich weiß, was ich kann und ich kann in Bewerbungsgesprächen auch begründen, warum ich nur so kurz irgendwo gearbeitet habe.

    Zu vielem, was du geschrieben hast, muss ich leider schreiben: Willkommen im Berufsleben. Die Realität sieht oft anders aus als im Studium oder in der Ausbildung. Die Erwartungshaltung und Motivation ist groß und dann knallt man auf dem harten Boden der Realität auf.

    Im Job wird dir nichts geschenkt, für die eigenen Belange muss man selbst einstehen. Die ersten Wochen hat man eventuell noch Welpenschutz, aber nach ein paar Monaten erwartet man eben Leistung. Du hast einen Abschluss, du bist somit qualifiziert und so wirst du eben auch behandelt.

    Ich kann mich bei meinen ersten Jobs auch nicht dran erinnern, dass jemand zu mir sagte: "Ah, okay, du bist noch Berufsanfängerin, da habe ich Verständnis." Ne. Auch daran, dass man wenig gelobt, dafür aber getadelt wird, muss man sich gewöhnen. Mittlerweile bin ich Profi darin, mich selbst vor anderen zu loben, damit da ein größeres Bewusstsein geschaffen wird. Wenn ich jedes Mal auf ein "gut gemacht!" warten würde..tja, würde mir wohl ein Bart wachsen. Leider ticken die meisten Menschen nicht so. "Nicht getadelt ist halb gelobt" ist da fest verankert. :rolleyes:

    Ich sage damit nicht, dass du dir alles gefallen lassen musst oder es okay ist, wie man mit dir umspringt, aber eins hast du in der Hand: du kannst es ansprechen. Du kannst deinen Mitmenschen direktes Feedback geben. Und meiner Meinung nach solltest du das auch umgehend tun. Natürlich auf professioneller Basis, aber das muss ich wohl nicht extra erwähnen.
    Das kriegen die wenigsten Chefs mit. :zwinker:Trotzdem habe ich einige Feedbackgespräche geführt und eigentlich würde ich das auch einfordern. Bloß weil du angestellt bist, bist du nicht automatisch in einer Bitthaltung. Du hast auch ein Recht zu wissen, wo du stehst, gerade in der Probezeit. Eigentlich sollte so ein Gespräch schon längst statt gefunden haben.
    Auch das ist völlig normal. :grin: Da kommt ja keiner vorbei und fragt jeden Angestellten, ob er ein Gespräch möchte. Also bei Feedbackgesprächen sollte das eigentlich schon so sein, aber es gibt ja auch genug Chefs, die Eigeninitiative sehen wollen. Generell kann man sich hinter die Ohren schreiben: wenn du was willst, musst du aktiv werden.

    Wenn ich ein Problem oder Gesprächsbedarf habe, geht mein Chef auch davon aus, dass ich auf ihn zu komme. Das macht für mich auch vollkommen Sinn.

    Ich würde also umgehend das Gespräch mit dem Vorgesetzten suchen. Egal wie "nett" er ist, gerade deshalb würde ich darauf bestehen. :grin: Du hängst doch blöd in der Luft und das muss ja nicht sein. Und mir ging es nach solchen Gesprächen immer besser, da ich eben alles ansprechen konnte, was mich beschäftigte.

    Wir hatten das letzte (und eigentlich auch dieses) Jahr eine Fluktuation vom feinsten. In 3 Monaten gingen 3 Angestellte, die sich auf einen Platz bewarben. Also jeder blieb ca. 1 Monat, bis er das Handtuch warf. Ist hier nicht so ungewöhnlich. Generell kenne ich viele Bereiche, bei denen sich die Angestellten die Klinke in die Hand geben. :grin:

    Ich will auch nicht den Teufel an die Wand malen, aber was du da beschreibst, wie mit dir umgegangen wird, klingt nach Überbrückung. Eingestellt für eine gewisse Zeit, damit der Laden weiter läuft, aber keine Intention, denjenigen lange zu beschäftigen. Leider habe ich auch das mitbekommen müssen.

    Also an deiner Stelle würde ich mir Gedanken machen, was du willst. Scheiß mal auf alle Konsequenzen und sei ehrlich, was du am liebsten machen würdest. Die Antwort darauf ist bestimmt nicht so schwer zu finden. Dann musst du es nur noch tun. :smile:
     
    Zuletzt bearbeitet: 16 November 2017
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    17 November 2017
    #11
    Einfach mal so als Denkanstoß: Eine Probezeit wird immer gerne als Möglichkeit für den Arbeitgeber gesehen, sich den neuen Mitarbeiter anzuschauen und festzustellen, ob dieser in ein Unternehmen passt. Ob er die Erwatungen erfüllt. Aber, und das wird leider häufig vergessen, es ist auch eine Chance für den Mitarbeiter, zu sehen, ob das Unternehmen zu ihm passt. Und wenn du das Gefühl hast, dass du in dem Unternehmen nicht glücklich wirst, wird dir über Kurz oder Lang nichts anderes übrigbleiben, als dich aktiv nach etwas anderem umzusehen.

    Ein Gedanke den Mrs. Brightside geäussert hat ist mir beim Lesen deiner Zeilen auch immer wieder druch den Kopf gegangen: Willkommen in der Arbeitsrealität. Die Hochschulen bilden nicht gezielt für diesen oder jenen Job in einer Firma aus. Dein Studium vermittelt dir das nötige Gundwissen in einem Fachbereich. Was du damit dann auf dem freien Arbeitsmarkt anstellst bzw. was für Anforderungen der Arbeitsmarkt nachher an den frischgebackenen Bachelor oder Master hat, steht auf einem ganz anderen Blatt Papier.

    Und machen wir uns nichts vor. Da drausen tummeln sich viele Firmen, die auf das Wohlbefinden und die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter sch***en! Für die sind Mitarbeiter ein Werkzeug, Material um die anfallende Arbeit zu erledigen. Wenn der MA nicht funktioniert oder überfordert ist oder nach kurzer Zeit wieder geht, weil er unzufrieden ist, wird halt ein neuer eingestellt. Aber auf der anderen Seite wird dann wieder über Fachkräftemangel geklagt...

    Letztendlich liegt es in deriner Entscheidung, ob du für dich entscheidest den Job weiterzumachen (und sei es nur für 1 oder 2 Jahre um Erfahrungen zu sammeln) oder die anderweitig zu orientieren, wenn du das Gefühl hast, es passt einfach vorne und hinten nicht.
     
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    17 November 2017
    #12
    Ich kann meinen Vorrednern nur beipflichten.

    Studium und die Wirklichkeit im Beruf sind Lichtjahre von einander entfernt. Gerade in Architektur.
    Im Studium lernt man eigentlich (fast) nichts, was man nacher direkt und ohne Anpassung umsetzen kann.

    Off-Topic:
    Das ist übrigens ein ganz grosses Manko des A-Studiums, die Landung entsprechend hart.


    Die schönen Arbeiten sind erst mal für andere reserviert. Selber muss man nehmen, was übrig bleibt.
    Das gilt vor allem für kleine A-Büros, wo von allen immer alles unter Zeitdruck das gemacht werden muss, was gerade anfällt.
    Chance und Risiko zugleich. Das ist der berühmte Sprung ins kalte Wasser.
    Wenn man das gut macht, zäh genung ist und sich einfügt in Kollektiv, dann kommt bestimmt auch bald mehr.

    Mit dem AiP beginnt meistens die ultimative Ochsentour, in der man sich von ganz unter hoch arbeitet und durch beissen muss.
    Ein regelrechter Kulturschock nach dem kuschligen und wunderschönen Studium. So ging es mir wie gesagt auch.

    Übrigens. Ich bin im Büro geblieben und nach ein paar Monaten war ich angekommen und wurde zu einer Stütze des Büros. Auch wandelte sich mit zumehmender Stellung auch das Verhältnis zu den Chefs. Am Ende dutzten wir uns sogar und es wurde eine recht erfolgreiche Zusammenarbeit.
    Aber wie gesagt, das alles braucht Zeit und ist sehr tränenreich und anstrengend.

    Ich weiss nicht, ob es sich in deinem Fall lohnt, im Büro zu bleiben, oder ob es für dich nicht besser wäre, weiter zu ziehen.
    Das kannst nur du für dich entscheiden.
    ... Und am besten zusammen mit deinem Chef erörten.

    Nimm dir Zeit und überlege, was gut für dich ist. Auch mit deinem Umfeld zusammen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17 November 2017
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    17 November 2017
    #13
    Ich werde mich hierzu später oder am Wochenende äußern, nun muss ich wieder ins Büro und bekomme später Besuch von meinem Lieblingsmensch. Ich freue mich wie blöde darauf :love:

    Ich freue mich auch über weiteres Feedback, nur zu! :smile:
     
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    #14
    Das klingt alles psychisch nicht gesund für dich.

    Würde mir nach der Probezeit einen dicken Krankenschein holen und sehen, dass du da weg kommst.

    Man sollte nicht wegen eines beschissenen Jobs anfangen, an seiner Einschätzung der Welt zu zweifeln. Im Normalfall ist ein beschissener Job mit beschissenem menschlichem Umgang genau das, ein beschissener Job mit beschissenem menschlichem Umgang.
    Es gibt in der Arbeitswelt einfach genug Arschlöcher. Aber in den meisten Branchen bei weitem nicht so viele, als dass man sich deswegen kaputt machen müsste.
     
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    #15
    Nutze die Zeit und bewerbe dich weg.

    Du hast einen Job und bekommst Geld dafür, ist doch alles in bester Ordnung! Du hast jetzt Zeit, in Ruhe nach etwas anderem zu suchen. Scheiss auf deinen Chef, ein Arschloch bleibt ein Arschloch. Versuche was du kannst, aber Übermenschliches kannst du nicht machen. Schau, dass du dann kein schlechtes Zeugnis bekommst und noch jeden Tag in den Spiegel schauen kannst!

    Du musst es so sehen: aktuell kannst du nicht viel anders machen, akzeptiere deine Lage, schau was die härteste Konsquenz wäre und stell dich innerlich darauf ein. Meist kommt es nicht so hart und du gehst gestärkt daraus hervor. Es ist eine Erfahrung, die dich in deinem Berufsleben weiter bringt, kein Personaler wird dich in Zukunft verurteilen, weil du einen Griff ins Klo gemacht hast. Er wird dich dafür verurteilen, es solange ausgehalten zu haben. Lass dich auf alle Fälle nicht runterziehen, es ist NUR EIN JOB.

    Mir persönlich hat in einer ähnlichen Situation das Buch SORGE DICH NICHT - LEBE von DALE CARNEGIE geholfen, gibts auch bei Spotify zum Anhören. Ist kein so ein Geschwurbel sondern hilft, so Situation neutral betrachten zu können. Man bekommt eine schöne Teflon-Schicht...
     
    Zuletzt bearbeitet: 17 November 2017
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    17 November 2017
    #16
    Lass dich verwöhnen und auf andere Gedanken bringen. :thumbsup:
     
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    17 November 2017
    #17
    Kann ich so unterschreiben. Wenn ich - egal bei was - in den ersten Tagen wusste, dass es SCHEISSE ist, dann war es auch so.

    Wahrscheinlich gibt es Branchen, wo man am Anfang durch irgendwas Mieses durch muss, in meiner ist das nicht so. Ich hätte diekt auf mein Gefühl hören sollen, statt über ein Jahr dort zu bleiben. Ich habe mich davon in allen Bereichen verunsichern lassen (und wusste daher auch gar nicht, wohin bewerben, der Job klang ja auch mal gut und wer weiß......) und kämpfe heute noch teilweise mit dem Mist.

    An dem fehlenden Geld für einen Umzug würde ich es jedenfalls nicht scheitern lassen. Zum einen gibt es Firmen, die den Umzug bezahlen, wenn man zu ihnen wechselt (sagt einem oft keiner, da muss man selbst fragen). Zum anderen wiegen 2000€, die man hinterher wieder zusammensparen muss, kein Unglück auf. Wenn du meinst, du kriegst da noch irgendwann die Füße auf den Boden, go for it. Wenn nicht, brauchst du auch nicht ewig auf Besserung hoffen, die kommt selten von alleine.
     
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    17 November 2017
    #18
    Leider kann ich dir keinen Ratschlag geben. Persönlich war ich mal an einem Punkt, an dem ich selbst gekündigt habe, ohne eine neue Anstellung gehabt zu haben. War Scheiße, aber die aktuelle Arbeit halt auch. Deshalb würde ich an deiner Stelle besser früher als später nach einer neuen Stelle suchen. Sehe es ähnlich wie reed: ein halbes Jahr im Lebenslauf ist kein Beinbruch.
    Wie sieht denn deine Kündigungsfrist nach der Probezeit aus? Teilweise ist die dann ja recht langfristig gesetzt, sodass du auch lang genug Zeit hättest, was Neues zu suchen, wenn die Kündigung ohnehin bspw. nur zum Quartalsende möglich ist.
     
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    #19
    Weißt Du, normalerweise bin ich voll und ganz Deiner Meinung...einfach aufgeben ist auch nicht mein Stil, aber manchmal muss man gut für sich Sorgen.
    Ich hatte mal ne Stelle im Studium, die eigentlich auf 400 Euro angelegt war. 20 Stunden die Woche, lief. Meine Woche sah so aus, dass ich täglich 5 - 6 Stunden gearbeitet habe, am Wochenende dort auflaufen sollte und meine damalige "Chefin" mir schon deutlich gemacht hat, dass sie mich absolut kacke fand. Wie jeden einzelnen ihrer Untertanen. Gipfel war, dass sie mir fehlende Kommunikation vorwarf, dazu noch einen I-Punkt, als sie mir meinen eigentlich freien Samstag strich, weil sie mich da auch benötigte.
    Ich merkte, dass diese "nur" 3 Monate echt an mir und meinen Nerven gezerrt haben.
    Ich musste eine Entscheidung treffen: gehen oder bleiben. Wenn ich nach meiner Art gehandelt hätte, hätte ich diese Kack-Stelle durchgehalten, bis der Vertrag ausgelaufen wäre. Aber ich habe einfach gemerkt, dass mich die Belastung der Stelle und auch die Menschen auf der Stelle 24/7 beschäftigt haben. Studium...pfft, keine Zeit für gehabt, Freunde???...was das? Wohnung putzen - no chance. Mich pflegen...ach hör doch auf. Also, bin ich Montags nach diesem tollen Samstag zu ihr, hab ihr erklärt, dass Kommunikation keine Einbahnstraße ist und ich für mich die Entscheidung gefunden habe, dass wir nicht zusammen passen. Ihre Reaktion war so schick, dass ich im Gespräch in Gelächter ausgebrochen bin. Ach, schade, dass sie gehen, ja, in der Probezeit, hmmh, ok, dann schon heute? Jaaaa, ist dann wohl so, bitte kümmern sie sich noch um Person XY...
    :what:

    Mir ist damals aufgegangen, dass das kein Aufgeben einer Aufgabe war, sondern das Wiederfinden meiner Person, meines positiven Geistes, meines inneren Friedens und auch das Verstehen, dass ich nicht versagt habe, sondern dass die Stelle einfach keine gute Wahl war. Auch bei mir war es so, wie bei Dir, dass die Fluktiation riesig war. In den 3 Monaten, wo ich dort gearbeitet habe, haben ungefähr 6 Menschen gekündigt und noch einige andere waren in meinem Kündigungsmonat bei ihr und haben den gleichen Schritt gewagt.

    Es liegt nicht immer an der eigenen Person, wenn eine Stelle nicht funktioniert.

    Suche für Dich und für Dein Seelenheil eine andere Stelle und kündige da. Lass Dich von einem Arzt untersuchen und Dich krank schreiben. Deine Psyche ist auch schon ganz schön angekratzt und braucht dringend einen freien Kopf.

    Viel Erfolg und pass auf Dich und Dein Glück auf.
     
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    17 November 2017
    #20
    Kann mich Mercur nur anschließen. Nimm es nicht so, als ob du aufgibst. Manche Sachen im Leben sind einfach nicht das Richtige für einen.

    Vor allem wenn dabei Gesundheit und Privatleben extrem einschränken muss, wäre dass für mich schon Grund genug , zu kündigen. Du musst dir immer im Klaren sein, warum du überhaupt arbeitest. Und wenn deine Antwort darauf nicht die ist, die du damals am Anfang deiner Jobsuche für dich bestimmt hast, kündige. Das klingt zwar einfach dahergesagt, ist aber im Großen und Ganzen so :smile:
     
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