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Mein Leben im Moment ist einfach ein böser Traum... (lang)

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Te Quiero, 22 Juli 2008.

  1. Te Quiero
    Te Quiero (26)
    Verbringt hier viel Zeit
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    91
    0
    vergeben und glücklich
    Hey...
    Ich muss mir das jetzt einfach mal alles von der Seele schreiben..
    Mein Leben läuft in der letzten Zeit eigentlich auf zwei verschiedenen Ebenen ab.
    Die eine ist die 'schöne' sag ich mal.. Die Zeit die ich bei und mit meinem Freund verbringe..
    Bei ihm fühl ich mich einfach wohl und vergesse dort die meiste Zeit meine Probleme und Sorgen. Er ist für mich da und liebt mich und das tut einfach gut...

    Die andere Seite ist eigentlich der Rest meines Lebens momentan...

    Das weniger schlimme, was sich jetzt wider eingerenkt hat, ist die Situation zwischen mir und meiner besten Freundin, wir hatten uns in den letzten Wochen nur noch angezickt und hätten fast den Kontakt abgebrochen, so kam es mir jedenfalls vor..
    Jetzt ist wieder alles in Ordnung und das ist für mich mehr als wichtig..

    Der Grund weswegen wir uns anzickten, war wahrscheinlich meine Laune..
    Und jetzt komme ich zum eigentlich Grund, warum ich hier schreibe..
    Ich weiß einfach nicht.. wie ich damit klarkommen soll.
    Um es kurz zu erklären:
    Mein Vater liegt seit dem 27.6 im Koma. Er macht Fortschritte, kann allein atmen, ist aber nicht bei vollem Bewusstsein.

    An diesem Tag kam ich von der Schule nach Hause und meine Mutter kam auch mich zu und meinte, das mein Vater einen Herzinfarkt gehabt hätte und sich nicht meldet (er ist Kraftfahrer und war grade in der Nähe auf einer Raststätte und wollte sich eigentlich morgens zu hause melden).
    Und sie hat Andeutungen gemacht, dass es schon zu spät sei... Da sich auch keiner gemeldet hatte, der ihn vlt gefunden hatte oder so etwas.
    Ich war völlig fertig, weil ich sowas natürlich nicht erwartet hab und bin sofort in mein Zimmer und konnte einfach nur noch heulen...
    Meine Mum hat mich dann gerufen und meinte, seine Firma hat angerufen und dass ein Kollege losgeschickt wurde, ihn zu suchen und nach ihm zu sehen..

    Er wurde dann gefunden, die Fahrerkabine vollgespuckt...
    Er hatte wohl noch versucht die Fahrertür zu öffnen, war aber zu schwach..
    Der Kollege hat erzählt, dass sein Kopf blau angelaufen war und dass er dann auch bewusstlos geworden ist..

    Der Notarzt kam dann ein paar Minuten später, als er aus dem LKW gezogen wurde, hatte er einen Herzstillstand und musste wiederbelegt werden...
    Er kam dann in ein naheliegendes Krankenhaus und wurde versorgt. Er hat wahrscheinlich Beruhigungstabletten oder Schlaftabletten bekommen, um wieder ruhig zu werden...
    Die Ärzte meinten, dass er ein paar Stunden später wieder aufwacht... Ein Herzinfarkt oder Schlaganfall haben die Ärzte ausschließen können. Meine Mum hatte das nur vermutet, da mein Vater schon zwei hatte und bei einem schonmal einen Herzstillstand...
    Naja, es wurde später und später und er wurde einfach nicht wach..
    Das Krankenhaus wollte sich melden wenn es was neues gibt doch angerufen haben sie nicht...
    Wir dachten dann, er schläft vlt einfach länger, weil er die Tage zuvor sehr sehr wenig Schlaf bekommen hat..
    Am nächsten Tag war aber alles unverändert...
    Und uns wurde gesagt, dass er im Koma liegt..

    Und ab diesem Zeitpunkt warten wir darauf, dass er aufwacht...

    Meine ganze Familie hat meinen Vater schon besucht..
    Nur ich hab damit immernoch solche Probleme..

    In der erste Woche sind meine Schwester, meine Mutter und ich ins Krankenhaus gefahren und ich wollte diesmal wirklich mit in sein Zimmer kommen.. Als ich dann aber vor dem Zimmer stand und durch das Fenster geschaut hab, wodurch man in sein Zimmer gucken kann, musste ich sofort anfangen zu weinen und ich konnte den Anblick von ihm und den ganzen Schläuchen einfach nicht ertragen und bin so schnell es ging wieder rausgegangen und hatte dann noch lange das Bild vor Augen und konnte einfach nicht aufhören zu weinen...

    In der nächsten Woche dann, war ich noch einmal mit und bin diesmal gleich draußen geblieben..
    Als ich dann auf die Uhr geschaut hab, musste ich allerdings kurz zu ihm, und ich hab mir vorgenommen einfach nur kurz reinzugehen, bescheid zu sagen das wir losmüssen, und wieder rauszugehen..
    Ich hatte so ein mulmiges Gefühl..
    Als ich dann im Zimmer war hab ich bescheid gesagt.. dann hat meine Mum angefangen, mit meinem Vater zu reden, so Sachen wie "Guck mal wer hier ist.." etc..
    Und dann hab ich kurz zu ihm geschaut und ein Stück von seinem Gesicht gesehen..
    Ich hab angefangen zu zittern undd zu weinen und hab mich sofort umgedreht und bin rausgegangen.. Und wie beim letzten Mal hatte ich das Bild von ihm noch ewig im Kopf..
    Die Tränen liefen mir einfach so das Gesicht runter, ich konnte gar nicht dagegen tun..

    Seit der letzten Woche ist er nun in einer Spezialklinik und macht kleine Fortschritte..
    Er hat oft die Augen auf und bewegt manchmal eine Hand und einen Fuß..

    Und wir hoffen weiter dass er aufwacht..

    Was mir außerdem Bauchschmerzen bereitet ist die Tatsache (und es ist leider wirklich eine Tatsache....), dass er einen (vielleicht sogar schweren...) Gehirnschaden davon getragen hat, da sein Gehirn eben eine Zeit lang (wie lange weiß man nicht..) keinen Sauerstoff bzw. nicht genügend bekommen hat..

    Heißt: Es kann sein dass er die nächsten Jahre im Rollstuhl sitzt, oder dass er nicht mehr richtig sprechen kann oder oder oder...

    Keiner weiß das... Und damit klarzukommen bereitet mir wirkliche Schwierigkeiten.. Ich will das einfach nicht wahrhaben!
    Ich seh das ganze manchmal immernoch als einen Albtraum, aus dem ich doch bitte endlich aufwachen will..

    Und das mein Vater, der vorher so verrückt, spontan und vorallem stur und ehrgeizig war, jetzt vielleicht lebenslang auf Hilfe angewiesen ist...
    Ich kann mir das einfach nicht vorstellen! Ich will es nicht wahrhaben ich kann einfach nicht damit zurechtkommen...

    Ich muss die ganze Zeit daran denken, wie es sein wird..

    Und ich kann noch nicht einmal mit ihm darüber reden.. Wie auch?
    Was eine Ironie.. -.-

    Ich könnte so durchdrehen...

    Natürlich gibt es die Chance, dass sich wieder alles regeneriert aber die Chance ist eben nicht sehr groß..

    Meine Hoffnung ist jetzt, dass er auch noch nach dem Koma so stur ist wie davor und diese Schäden einfach aus seinem Gehirn rausekelt. Das er so ist wie er immer ist. Dass er sich davon einfach nicht unterkriegen lässt! So ist er.. so war er bei seinen Herzinfarkten auch. Er hat sich bei seinem ersten Herzinfarkt von seinem Vater ins Krankenhaus fahren lassen und hat sich einfach irgendwo(!) hingesetzt. Irgendwann kam dann ein Arzt vorbei und fragte, weshalb er so blass sei.. Als er dann meinte, er hatte wohl einen Herzinfarkt war da erstmal Remmi Demmi im Krankenhaus...
    Und beim zweiten Mal sagte er einem Kollegen ganz ruhig, er solle einen Notarzt rufen, weil er wohl gleich einen Herzinfarkt bekäme..
    Er ist schon eigenartig.. Und genau das macht mir Mut, dass auch diesmal nicht alles läuft wie es normal läuft.
    Dass er wieder normal wird. So normal wie er eben vorher war.

    Und wenn nicht, weiß ich nicht wie ich damit klarkommen soll..
    Ich wünsche mir das so sehr.. abe ich verliere von Tag zu Tag mehr und mehr die Hoffnung..

    Tut mir Leid das der Text so lang geworden ist aber ich musste das einfach alles loswerden...
     
    #1
    Te Quiero, 22 Juli 2008
  2. Trauerklops
    Verbringt hier viel Zeit
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    2
    nicht angegeben
    Das ist wirklich sehr hart. Aber es sollte ein Grundsatz für Dich gelten:

    Die Hoffnung stirbt zu letzt!

    Ich kann durchaus verstehen wie Du Dich fühlen musst. Es ist, als ob das ganze wie ein Schnellzug an einem vorbeirast und mal merkt seine eigenen Unfähigkeit nichts daran ändern zu können. Wenn es ein „schlimmes Gefühl“ auf dieser Erde gibt – dann dieses.

    Ich kann Dir nichts sagen, wie Du mit diesem belastenden Problem umgehen kannst – da musst Du in Dich selbst hineinhorchen. Was sich Dir geben kann ist nur ein kleiner Rat: Unterdrücke deine Gefühle nicht – weine wenn Dir dazu zu mute ist, aber lasse deinem Vater nicht unbedingt deine Traurigkeit über den Umstand merken. Auch wenn Du glaubst, dass er Dich nicht „mitbekommt“ – unterschätze das „Unbewußte“ nicht – ich könnte Dir dazu wahre geschichten erzählen, die hier kaum ein Mensch glauben würde.

    Versuche deine Vater zu unterstützen so gut wie Du kannst. Sei für ihn da – egal ob er im Rollstuhl sitzt oder im Koma liegt – es ist dein Vater. Und er braucht Dich jetzt mehr als je zu vor. Versuche die Kraft zu finden – und verbringe deine Zeit mit ihm. Er wird es merken und es wird ihm wichtig sein – schließlich bist Du seine Tochter, auf die er stolz ist.

    Rede mit deiner Mutter, Freundin, Schwester – egal mit wem, über deine Gefühle. Für dich ist dieser Lebensumstand neu und befremdend. Es ist klar, dass Dich so was überfordert – und das ist auch normal so. Wir sind alle nur Menschen mit Gefühlen und diese können einen ziemlich verwirren wenn so was passiert. Reden ist eine sehr gute Methode sich dem Problem zu nähern – nutze sie.

    Ich kann Dir nur Kraft wünschen für das was kommen mag. Verzweifle nicht an den Aufgaben, die das Schicksal an dich stellt. Lasse niemals zu, dass die Hoffnung stirbt, denn wenn die Hoffnung stirbt – stirbt auch ein Teil von Dir.
     
    #2
    Trauerklops, 22 Juli 2008
  3. Te Quiero
    Te Quiero (26)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Danke für die lieben Worte!

    Oh man..
    Grade rief die Klinik an - heute wurde ein CT von seinem Gehirn gemacht und die Hirnschädigung ist schlimmer als gedacht..
    Aber die Ärztin wollte darüber nicht am Telefon reden...

    :geknickt: :geknickt: :geknickt: :geknickt: :geknickt: :kopfschue
     
    #3
    Te Quiero, 22 Juli 2008
  4. Jakob220357
    0
    Hallo Te Quiero,

    da bist Du ja in einer wirklich schweren Situation. Bei dem was Du schreibst, hört es sich ja wirklich nicht gut an. Etwas Glück hatte er ja in der Situation. Gut ist, dass es nicht im Straßenverkehr sondern auf einem Rastplatz passiert ist und gut ist auch, dass er recht schnell von Kollegen gefunden wurde. Jetzt muss man erst einmal abwarten, was die Ärzte sagen und was die Zeit bringt. So schwer es auch ist, versuche Ihn im Krankenhaus zu besuchen. Man sagt ja immer, dass im Koma liegende Ihre Umgebung trotz allem wahrnehmen. Vielleicht hilft es Ihm, deine Anwesenheit zu spüren. Wie schon geschrieben, gib die Hoffnung nicht auf, manchmal geht sowas auch gut aus. Die Zeichen, dass er schon alleine atmet und Hände bewegt, sind in meinen Augen ja schon ein gutes Zeichen. Bei mir im engeren Bekanntenkreis gibt es gerade eine ähnliche Situation. Eine Frau ist beim Einkaufen plötzlich zu Boden gegangen, musste auch reanimiert werden und liegt seitdem im Koma. Man weiß zwar etwa wie lange sie ohne Sauerstoff war, trotzdem sieht die Situation eher schlechter aus als bei deinem Vater. Abschließend lasse ich auch jemand anderen zu Wort kommen, hier ein Zitat von Miguel de Cervantes. „Derjenige, der Wohlstand verliert, verliert viel; derjenige, der einen Freund verliert, verliert mehr; doch derjenige, der seinen Mut verliert, verliert alles.“

    In diesem Sinne. Ich wünsche Dir alles Gute in dieser schwierigen Zeit. Jakob
     
    #4
    Jakob220357, 22 Juli 2008
  5. Trauerklops
    Verbringt hier viel Zeit
    224
    103
    2
    nicht angegeben
    Das ist verständlich, dass die Ärzte das nicht machen. Es geht hier um das weiterer Leben eines Menschen, dass kann man wirklich nicht am Telefon bereden.

    Auch wenn diese Situation momentan sehr viel von Dir fordert, gib die Hoffnung nicht auf. Auch wenn es nicht mehr so werden kann wie es einmal war – gib die Hoffnung nicht auf – und vor allem, gebe deinen Vater nicht auf. Er wird Dich, deine Ma und alle die ihm was bedeutet haben mehr den je brauchen.

    Ich wünschte ich könnte Dir mehr Trost geben – aber das kann ich leider nicht. Ich weiß, dass es schwer wird und breits schwer ist. Ich denke deine Ma (und wenn vorhanden, deine Geschwister) braucht Dich jetzt ebenfalls. Ich denke, sie wird ihre Gefühle so gut wie es geht verstecken – aber so eine Situation kann nicht auf Dauer unterdrückt werden. Suche Dir jemanden, dem Du deine Gefühle, deine Ängste und Sorgen gut anvertrauen kannst. Reden hilft viel – nutze das Gespräch, wann immer es Dir angeboten wird. Es hilft Dir mit so einer Situation besser zurecht zu kommen.

    Mut und Kraft für euch – für alles was auf euch kommen mag!
     
    #5
    Trauerklops, 22 Juli 2008
  6. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    2.055
    vergeben und glücklich
    Kein Wunder, dass es Dir schlecht geht. Du steckst mitsamt Deiner Familie in einer Ausnahmesituation. Das ist nicht leicht zu verkraften.

    Die Ungewissheit und Angst sind quälend. Ich war noch nicht in der Situation, einen nahen Angehörigen im Koma auf der Intensivstation zu besuchen - ich stelle es mir auch ziemlich schlimm vor. Ist doch klar, dass Dir das sehr nahe geht, wenn Du Deinen Vater so siehst.

    Man merkt an der Charakterisierung und in all Deinen Worten, wie sehr Du Deinen Vater liebst. Versucht als Familie zusammenzuhalten. Mach Dir keine Vorwürfe, wenn Du nicht gern zu ihm ins Zimmer gehst, weil er Dir so fremd ist. Vielleicht bekommst Du es beim nächsten Besuch hin. Ggf. weinst Du dabei eben, das ist doch okay.

    Wie seine Zukunft aussieht, ist noch unklar, und nicht zu wissen, wie stark sein Gehirn geschädigt ist, ist eine große Belastung für Euch.

    Dass die Ärztin Euch nicht näher informiert am Telefon, ist ganz normal. Ich hoffe, Ihr erfahrt bald mehr und müsst nicht mehr die Ungewissheit aushalten. Auch wenn die Neuigkeiten nicht gut sein mögen - zumindest wisst Ihr dann, womit Ihr Euch befassen müsst und was eben Sache ist.
     
    #6
    User 20976, 22 Juli 2008
  7. Te Quiero
    Te Quiero (26)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Danke euch für die lieben aufmunternden Worte... :herz:

    Ich hab mich vorhin dazu durchringen können, morgen endlich wieder mitzufahren in die Klinik.. und ich werd das durchziehen denk ich. Irgendwie muss ich ja einen Schritt weitergehen.. Auch wenn es mir jetzt schon davor graut... Aber ich werd das schon irgendwie schaffen..
     
    #7
    Te Quiero, 22 Juli 2008
  8. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    vergeben und glücklich
    Schön, dass Du Dich dazu entschlossen hast.

    Es ist doch nicht schlimm, wenn Du dann dort weinst. Versuch zu bleiben. Du musst nicht stark sein, wenn Du das nicht kannst - dann bist Du eben traurig und heulst, wenn Du am Bett Deines Vaters stehst oder sitzt. Du kannst Dir vornehmen, es auszuhalten, auch wenn Du wegwillst - und wenn Du dann raus musst, geh aus dem Zimmer und beruhige Dich wieder, nimm Dir die Zeit. Versuchs dann nach einigen Minuten oder einer Viertelstunde noch einmal.
    Vielleicht kannst Du ja einfach seine Hand nehmen und einen Moment bei ihm sitzen.

    Es ist sehr schwer - versuch es, aber mach Dir keine Vorwürfe, wenn es Dich zu sehr mitnimmt. Du hast eben solche Angst um ihn, dass Dir die Begegnung mit Deinem so anders als normal wirkenden Vater sehr belastet. Das ist völlig in Ordnung.
     
    #8
    User 20976, 22 Juli 2008
  9. Te Quiero
    Te Quiero (26)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    :flennen: Ohhhh ich könnte durchdrehen!!!

    Ich weiß ich soll mir nicht zu viele Gedanken machen aber nachdem, was meine Mum und meine Schwester mir vorhin gesagt haben..

    Die beiden haben mir vorhin genau erzählt, was die Ärztin am Telefon gesagt hat.. nämlich dass das Groß- und das Kleinhirn beide geschädigt seien.. was das heißt weiß ich natürlich nicht, ich bin kein Arzt aber das klingt nicht gut.... :geknickt:

    Und außerdem hat mene Mum die Ärztin dann gefragt, ob es auch sein könnte, dass er gar nicht mehr aufwacht..
    Und die Ärztin hat dann eben nur gesagt, sie will morgen mit ihr darüber reden.
    Entweder heißt das jetzt einfach, es kann sein.. oder eben nicht...

    Ooohhh ich hab solche Angst vor morgen...
    Wenn dann rauskommt das er vlt... oh ich.. ne... :flennen: :flennen: :flennen: :flennen:
     
    #9
    Te Quiero, 22 Juli 2008
  10. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    2.055
    vergeben und glücklich
    :cry: Ich fürchte, im Moment kann man hier nicht viel tun, um Dir zu helfen...

    Warte ab, was morgen nun ist. Versuche, nicht zu viel zu grübeln - Du kannst leider nichts ändern und außer abzuwarten nicht viel tun. Vielleicht hilft es Dir ja, wenn Du einen Brief an Deinen Vater schreibst und Deine Gedanken loswirst?

    Du kannst auch hier Deine Ängste aufschreiben, vielleicht hilft das ja.

    Vielleicht hilft es Dir auch, mit Deiner Schwester und Deiner Mutter zusammen zu sein? Gebt Euch gegenseitig Kraft.

    Ich wünsche Dir "trotzdem" eine Gute Nacht.
     
    #10
    User 20976, 22 Juli 2008
  11. Iona
    Iona (32)
    Verbringt hier viel Zeit
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    in einer Beziehung
    Natürlich kann es sein, dass dein Vater ein Pflegefall bleibt. Das ist schlimm, natürlich, aber auch da gibt es große Unterschiede.

    Das Gehirn ist ein faszinierendes Organ - es hat Mittel und Wege zur Regeneration, die oft (auch von Ärzten) unvorhersehbar sind. Es kann sein, dass dein Vater wieder sehr viel (neu) lernen muss, es aber kann.
    Er wird nicht mehr der alte sein, aber damit werdet ihr zurechtkommen und lernen, es zu akzeptieren und euch über jeden kleinen Fortschritt freuen können.

    Man kann in solchen Situationen enorme Kraft aufbringen, und diese Kraft wünsche ich dir wirklich von ganzem Herzen!
     
    #11
    Iona, 22 Juli 2008
  12. Te Quiero
    Te Quiero (26)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Also. -.-
    Ich werd jetzt doch erst Freitag mitkommen, weil: Meine Schwester tatsächlich meinte, ich solle zuhause bleiben, weil sie findet, dass 5 Leute in so einem kleinen Auto einfach zu wenig Platz hätten. ôo
    Dann hat sie mich noch angeschnauzt, dass ich nich so zickig werden soll, als ich gefragt hab, was der Schwachsinn soll.. -.-'

    Ich hab mich geschlagen gegeben...... naja, vielleicht ist das ja besser so... wenn morgen rauskommt, was genau los ist, kann ich mich vielleicht besser drauf einstellen.... :hmm:
     
    #12
    Te Quiero, 22 Juli 2008
  13. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    2.055
    vergeben und glücklich
    Ich denke, Ihr steht im Moment alle ziemlich unter Stress...erklärt das Anschnauzen (ich nehm an, Ihr geht sonst nicht so miteinander um).

    Wenn Du morgen wirklich mitwillst, dann sag das, Du hast das gleiche Recht dazu wie Deine Schwester.
     
    #13
    User 20976, 22 Juli 2008
  14. Te Quiero
    Te Quiero (26)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    0
    vergeben und glücklich
    Sonst sind wir nicht so nein..
    Und ich hab ihr das erklärt aber sie meint auch, es wäre besser erst mal abzuwarten was die Ärztin morgen sagt.. Wenn ich dann alles direkt mitbekomme und dann noch im Auto sitzen müsste (eine Stunde ungf.) bis ich dann endlich allein sein kann.. das wäre glaub ich nicht so gut... :/ Ich würde da glaub ich am Rad drehen..
     
    #14
    Te Quiero, 23 Juli 2008
  15. Exelon
    Exelon (32)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Hallo,

    das ist wirklich eine schwierige und auch extreme situation, in der ihr euch da befindet.
    Das du nicht in das Zimmer von deinem Vater kannst, weil du die schläuche und Geräte nicht ertragen kannst, das versteh ich vollkommen.

    Ich arbeite in einem Krankenhaus und es geht sehr vielen Leuten so, dass sie den Anblick nicht ertragen können, dass der geliebte Mensch von Geräten abhängig ist.
    Wenn man keine medizinische Ausbildung hat, dann ist das schon ganz schön erschreckend.
    Meine Oma hatte letztens eine OP und musste länger als geplant auf der Intensivstation bleiben und meine Opa ist damit auch gar nicht klar gekommen.

    Du bist also nicht allein in der Situation, aber versuch es doch mit kleinen Schritten.
    Geh in das Zimmer, nimm die Hand von deinem Vater und sag ihm erst mal "hallo", wenn es dir zu viel wird, geh ruhig erst mal wieder aus dem Zimmer, aber bevor du gehst solltest du dich noch verabschieden.
    Beim nächsten Mal kannst du vielleicht länger im Zimmer "aushalten" .... mach dir keine Vorwürfe und lass dir Zeit dich an die Situation zu gewöhnen.
    Aber versuch den Kontakt zu deinem Vater zu halten, das ist auch für ihn wichtig, viele Menschen, die im Koma liegen bekommen ihre Umwelt mit und dein Vater freut sich sicher wenn er deine Stimme hört und deine Nähe spürt.

    Vielleicht gibt es in der Klinik eine Psychologin, mit der du über deine Ängste sprechen möchtest?
    Natürlich nur wenn du das möchtest, aber vielleicht hilft dir das ja.

    Ich wünsch dir viel Kraft für die nächste Zeit und hoffe, dass es deinem Vater bald besser geht. :knuddel:
     
    #15
    Exelon, 23 Juli 2008
  16. Te Quiero
    Te Quiero (26)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Meine Schwester und meine Mutter sind wieder da...
    Ich kann mich gar nicht mehr beruhigen.. :flennen:

    Also was er hat, die Ursache, die ist jetzt geklärt.
    Basilaristhrombose heißt das...
    Und das hat ohne Behandlung ein Sterblichkeitsrisiko von 95%.....
    Und das wurde erst JETZT (nach fast einem Monat) festgestellt und ich weiß0 nicht wie das jetzt bei ihm aussieht....

    Und falls er aufwacht ist sicher, dass er nicht mehr nach Hause kommt sondern in ein Pflegeheim muss...
    und sollte er jetzt aus welchem grun auch immer noch einen Herzinfarkt bekommen, wird er nicht mehr wiederbelegt, weil das alles nur noch schlimmer machen würde..

    Ich versuch mich jetzt irgendwie damit auseinanderzusetzen und klarzukommen...
     
    #16
    Te Quiero, 23 Juli 2008
  17. capricorn84
    Beiträge füllen Bücher
    8.752
    298
    1.137
    Verheiratet
    :knuddel:
     
    #17
    capricorn84, 23 Juli 2008
  18. Te Quiero
    Te Quiero (26)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    0
    vergeben und glücklich
    So, erstmal: meine Mutter war mit meinen Großeltern HEUTE schon im Krankenhaus und dafür fahren sie morgen nicht und ich konnte heute nicht mit, weil ich als die losgefahren sind, noch im Bett lag. -.-

    Das find ich erstmal ganz ganz toll. -.-

    Naja.
    Aber es gibt gute Nachrichten.
    Die Ärztin ist heute zufrieden mit meinem Papa, er hat die ganze Zeit auf das Foto von unserer Familie geguckt, was meine Mama mitgenommen hat und er hat wohl ab und zu einen Arm gestreckt.
    Er macht also Fortschritte. :smile::smile:

    Und meine Mum meinte auch, er sieht schon besser aus.
    Es geht Bergauf....
     
    #18
    Te Quiero, 24 Juli 2008
  19. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
    13.614
    398
    2.055
    vergeben und glücklich
    Das sind doch gute Nachrichten.

    Blöd, dass Du die Fahrt heute verpasst hast und morgen keiner hinfährt. Vielleicht dachte Deine Familie nach Deiner Reaktion von neulich, dass es für Dich eh zu viel ist, und sie haben Dich deswegen nicht geweckt?
     
    #19
    User 20976, 24 Juli 2008
  20. Te Quiero
    Te Quiero (26)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    38
    91
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    vergeben und glücklich
    Ja das denke ich auch.. Ich hab aber gar nicht mehr weiter mit meiner Mum drüber geredet, ich will sie jetzt auch nicht weiter mit irgendwas belasten.

    Es wird ja hoffentlich jetzt endlich eine Möglichkeit geben, mal mitkommen zu können..
     
    #20
    Te Quiero, 24 Juli 2008

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