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Mein Papa hat einen Darmtumor

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von User 48246, 27 März 2008.

  1. User 48246
    User 48246 (30)
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    vergeben und glücklich
    Ich bin im Moment grad ziemlich fertig und muss mir das einfach grad mal von der Seele schreiben.

    In den letzten Monaten lief bei mir alles drunter und drüber. Ich hatte viel Stress und viele Probleme.

    Vor kurzem fing es dann an langsam besser zu werden... doch nun kommt der Rückschlag: mein Papa hat vielleicht Darmkrebs.


    Er hat bei seiner Firma bei einem Programm zur Darmkrebsvorsorge mitgemacht.
    Sein Test war positiv, was noch nicht unbedingt was heißen musste.
    Er hat daraufhin einen Termin zur Magen-Darm-Spiegelung bekommen. Keine angenehme Sache... und jeder wusste, wie sehr er sich schon Sorgen machte. Nicht nur er, sondern natürlich auch ich und meine Familie.

    Heute war dann der Termin.
    Meine Mama hat ihn dann aus der Praxis abgeholen wollen. 2 Stunden später waren sie beide immer noch nicht zurück.... da hab ich mir dann schon größere Sorgen gemacht.

    Als sie dann kamen, weinte meine Mama schon die ganze Zeit.

    Ich fragte was denn herausgekommen ist.

    Man hat ausser einem Magengeschwür und mehreren Polypen im Darm auch einen 5 cm großen Tumor im Darm entdeckt. Ob der wirklich bösartig ist, wird erst die histologische Untersuchung zeigen.

    Nach dem Befund wurden dann auch Ultraschall und Röntgenaufnahmen gemacht, wobei sich gezeigt hat, dass auch die Leber nicht "normal" ist. Es besteht also der Verdacht auf Lebermetastasen.

    Ich bin im Moment einfach total verwirrt und durcheinander und mit meinen Nerven ziemlich am Ende.

    Nächste Woche muss er ins Krankenhaus, hat dort einen Termin zum CT und für das Gespräch mit dem weiterbehandelnden Arzt.
    Der Tumor wird dann in einer OP entfernt und je nachdem was die Gewebeprobenuntersuchungen sagen, kommt dann noch eine Chemotherapie.

    Chemotherapie - was für ein schreckliches Wort....

    Meinem Papa gehts jetzt auch ziemlich schlecht... er hatte so eigtl keine beschwerden und jetzt sowas.
    Er ist auch sonst NIE krank... er war in den letzten 25 Jahren einmal krankgeschrieben, als er in der Arbeit die Treppe runtergefallen ist und sich das Bein gebrochen hat...

    Und nun sowas.....
     
    #1
    User 48246, 27 März 2008
  2. krava
    krava (35)
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    Das ist hart und sicher kann jeder nachvollziehen, dass dich das fertig macht. Würde mir nicht anders gehen.
    Leider könnt ihr nichts ändern, höchstens das Beste hoffen. Vielleicht ist doch alles gutartig.
    Versucht einfach, ihn so gut wie möglich zu unterstützen.

    Das Programm hatte ja auf jeden Fall sein Gutes. Es wäre sicherlich viel schlimmer gewesen, wenn man das erst später entdeckt hätte. Jetzt stehen seine Chancen vielleicht noch ganz gut.

    Chemotherapie ist wirklich ein schlimmes Wort, aber sie kann ja auch gut ausgehen.

    Ich drück euch die Daumen und wünsch euch viel Kraft!
     
    #2
    krava, 27 März 2008
  3. User 48403
    User 48403 (47)
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    nicht angegeben
    Das ist gerade das Heimtückische am Krebs; Man hat ihn schon viele Jahre in sich, bevor man was merkt. Und wenn er dann entdeckt wird, kann es oft schon zu spät sein.
    Du kannst froh sein, dass er beim Vorsorgeprogramm mitgemacht hatte, sonst würde er nix wissen und der Krebs wütet weiter.
    Jetzt ist noch was zu machen, und ich drück Dir die Daumen, dass die OP und Chemotherapie erfolgreich verläuft.
     
    #3
    User 48403, 27 März 2008
  4. Stonic
    Stonic (41)
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    Das ist natürlich übel aber vieleicht hilft es dir wenn ich dir sage das die heutigen Behandlungsmethoden bei einer Vielzahl an Krebserkrankungen hohe Wahrscheinlichkeiten beinhalten den Krebs zu besiegen.
    bei einem meiner besten Freunde wurden letztes Jahr 3 inoperable Lungentumore festgestellt aber nach der Therapie hatten die sich verkapselt und soweit verkleinert das operiert werden konnte und mittlerweile hat er auch seine Haare wieder und es geht ihm gut. Man darf nur die Hoffnung nicht aufgeben
     
    #4
    Stonic, 27 März 2008
  5. User 505
    Planet-Liebe-Team
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    Krebs ist kein Todesurteil mehr, egal ob der Tumor gut- oder bösartig ist, dein Vater hat Chancen. Eine "komische" Leber kann noch einen Haufen anderer Gründe haben als Lebermetastasen - und eine Chemo ist schlimm, aber schaffbar insbesondere wenn du selbst sagst, dass es deinem Vater eigentlich gut geht.

    Lenk dich ab, bis Untersuchungsergebnisse da sind. Momentan ist fast alles Spekulation, erst nach der OP kann man mehr sagen.

    Kopf hoch. Meine Tante hatte Brustkrebs, die Chemo war schlimm für sie (insbesondere, weil ihre schönen, braunen Locken ausgefallen sind, wie sie immer wieder betont :zwinker: ), aber sie hats geschafft und gilt heute als geheilt. Einen ehemaligen Darmkrebspatienten kenne ich auch - auch er ist heute geheilt und es geht ihm gut.


    Ich drück euch die Daumen.
     
    #5
    User 505, 27 März 2008
  6. User 48246
    User 48246 (30)
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    Danke schon mal für eure lieben Worte.

    Ich weiß selber, dass solange es noch nicht wirklich feststeht, es eigtl noch gar nicht so schlimm ist.

    Aber der Arzt hat wohl schon ziemlich sicher Metastasen in der Leber sehen können...


    Ich hab jetzt auch dazu schon einiges gelesen, aber immer sobald es um Lebenserwartung nach der Behandlung geht fang ich an zu weinen...

    Zu Hause ist die Stimmung fürchterlich... jeder ist total fertig....
     
    #6
    User 48246, 27 März 2008
  7. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    Vor einigen Jahren hatte auch mein Vater Darmkrebs. Er hatte auf einer gründlichen Vorsorgeuntersuchung inkl. Darmspiegelung bestanden, weil in seiner Familie mehrfach Darmkrebsfälle vorkamen. Der Hausarzt war skeptisch, ob nun auch unbedingt eine Darmspiegelung sein müsse... und war dann beschämt und kleinlaut, als er das Ergebnis erfuhr. Polypen - und bei der OP stellte sich heraus, dass im Zentrum dieser Polypen bereits erste bösartige Zellen zu wuchern begannen. War also gerade noch rechtzeitig genug.

    Meinem Vater gehts heute gut! Für ihn war es mit der OP getan. Er geht heute zu den Nachuntersuchungen, klar, aber ansonsten denken wir da nicht mehr oft dran.
    Ich selbst werde auch Vorsicht walten lassen und mich beizeiten untersuchen lassen, die Häufung von Fällen ist halt schon vorhanden.

    Inwiefern die Lebersache bei Deinem Vater mit dem Darmbefund zu tun hat, ist doch noch gar nicht klar. Er wird jetzt eben mal richtig durchgecheckt.

    Klar habt Ihr jetzt alle Angst. Versucht dennoch die Ruhe zu bewahren und nicht sofort vom Schlimmsten auszugehen. Krebs ist eben nicht unbedingt ein Todesurteil. Chemotherapie heißt schlicht medikamentöse Behandlung - nicht jede Chemotherapie führt zu all den allseits bekannten Nebenwirkungen, die man mit Krebspatienten in Verbindung bringt.

    Lasst Euch informieren und haltet zusammen. Gut, dass es dieses Früherkennungsprogramm gibt und Dein Vater daran teilgenommen hat!

    edit: Ist doch okay, ist doch ein Schock. Also heul. Aber bedenke, dass es eben einige Behandlungmöglichkeiten gibt. Lies am besten jetzt keine Statistiken, die ziehen nur runter! Genau wie Nebenwirkungsaufzählungen bei Medikamenten.
     
    #7
    User 20976, 27 März 2008
  8. User 15352
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    Verheiratet
    :cry:
    Leider (?) habe ich keine eigenen Erfahrungsberichte zu diesem Thema. Aber ich wollte Dir und Deinem Vater alles Gute wünschen und hoffe, dass es nicht so schlimm ist, wie es sich momentan anhört :geknickt: . Ich drück Euch die Daumen...

    Fühl Dich ganz feste ge:knuddel: !

    LG,
    Daylight
     
    #8
    User 15352, 27 März 2008
  9. User 48246
    User 48246 (30)
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    @Daylight: danke :knuddel:


    @mosquito: wie gut, dass das bei deinem Vater so früh erkannt wurde und es ihm jetzt gut geht.

    Ja wie gesagt, ich weiß selber, dass es im Moment alles noch nicht 100% sicher ist... und das versuch ich auch schon den ganzen Tag meiner Mama beizubringen. Gar nicht so einfach, weil sie auch seit heut Mittag nur am weinen ist und einfach vom schlimmsten ausgeht...
    Und es ist so schwer stark zu sein und zu versuchen sie und meine kleine Schwester optimistischer zu machen, wenn man selber so viel Angst hat.

    Am Montag wollt ich eigtl zu Freunden fahren, um mich von dem ganzen Mist, der in letzter Zeit passiert ist, mal abzulenken und Kraft für das neue Semester zu schöpfen...
    aber das werd ich auch sein lassen, weil das soweit weg ist... und am Montag wenn das CT gemacht wird und das Gespräch stattfindet, da wird ja dann auch festgelegt, wann die OP ist... und da will ich schon hier sein.. ausserdem will ich die Ergebnisse nicht übers Telefon erfahren...


    Wieso muss immer alles so schwierig sein....
     
    #9
    User 48246, 27 März 2008
  10. Kleines_Luder
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    Erstmal wünsche ich euch, dass alles gut verläuft und drücke euch ganz fest die Daumen!!!

    Meine Mom hatte zwar keinen Krebs, aber als bei ihr ein Aneurhisma (So ne Art Blase an einer Ader, die platzen kann) diagnostiziert wurde, gings mir auch nicht besonders gut. Das war auch noch im Kopf! Sie wurde operiert, hatte aber trotzdem Hirnbluten. Sie lag 3 Monate im künstlichen Koma und ich hatte wahnsinnige Angst, dass sie stirbt!

    In dieser Zeit habe ich entweder mit Freunden darüber geredet oder bin abends weggegangen um mich abzulenken. Zu Hause ist mir die Decke auf den Kopf gefallen und ich wollte meinen Dad nicht noch mehr belasten...
    Das weggehen hat mir echt geholfen mal auf andere Gedanken zu kommen. Allerdings musste ich mir von einigen Leuten (nicht von meinen Feunden) anhören: Deiner Mutter gehts so schlecht und du gehst Party machen!
    Diese Leute wussten natürlich nicht, dass ich, sobald nur ansatzweise das Thema Familie angesagt war, angefangen habe zu heulen! Auch als ich abends weggegangen bin!!! Ich habe in meiner Stammkneipe gesessen und hab geheult wie Sau! Aber alles zusammen, das Heulen, das Reden mit Freunden und das Weggehen zum Ablenken, hat mir echt geholfen diese Zeit (und auch die 1,5 Jahre Wachkoma) zu überstehen!!!

    Fühl dich ganz doll gedrückt!!!!!!!!!!!!!!!!
     
    #10
    Kleines_Luder, 27 März 2008
  11. User 48246
    User 48246 (30)
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Danke...


    heut ist es fast noch schlimmer...



    Meine Mama war mit den Ergebnissen beim Hausarzt. Er möchte auch keine Vermutung äussern, bzgl der Art der Metastasen in der Leber. DAs welche da sieht, sieht er so gut wie sicher an.

    Sind es nur einzelne (und die nicht zu groß) kann man mit OPs einiges erreichen.
    Sind sie schon zu weit fortgeschritten sind die Chancen eher geringer...............

    Meiner Mama gehts total schlecht... der Arzt wollte ihr auch ein Beruhigungsmittel geben.

    Mein Papa redet die ganze Zeit davon, was wir unbedingt noch erledigen müssen, da er nicht weiß, wie es nächste Woche weitergeht und was er dann noch machen kann.
    Wir renovieren zB grade das Nebengebäude, das beim Sturm vor einigen Wochen stark beschädigt wurde....

    Auch habe ich ihn heute das erste mal weinen sehen... in meinem ganzen Leben....


    In 8 Wochen heiratet meine Cousine... wir freuen uns alle schon recht darauf... und heute war ausgemacht, dass wir Kleider kaufen gehen.
    Also war ich mit meiner Mama ein Kleid kaufen.. ich hab endlich eins gefunden und wir wissen nicht mal ob wir dann wirklich hingehen oder was bis dahin sein wird....


    Auch ist vor einem halben Jahr erst meine Oma gestorben... das war für alle ziemlich hart und ich glaub, dass es noch keiner richtig verarbeitet hat.
    Zu dieser Zeit hab ich auch nicht die Unterstützung in meiner Partnerschaft gehabt, die ich vielleicht gebraucht hätte... jetzt kommt also auch noch die Angst dazu, dass das wieder so wird...


    Und zu der Angst, dass ich vielleicht meinen Papa verlier, kommt, dass ich seit kurzem weiß, dass ich selber eine Darmkrankheit habe, die auch erblich bedingt ist...


    Ablenkungen funktionieren auch immer nur kurz... ich hab einfach so große Angst....
     
    #11
    User 48246, 28 März 2008
  12. Björk
    Björk (28)
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    vergeben und glücklich
    Ich wünsch Dir und Deiner Familie wirklich alles erdenklich Gute, es ist schrecklich, wenn man sowas durchmachen muss... Aber es ist noch nicht alles verloren.. Ich hoffe wirklich für euch, dass das ein gutes Ende nimmt, ich weiß, wie schwer es ist, in solchen Momenten positiv zu bleiben, aber ich wünsche euch trotzdem, dass ihr das schafft.
    Mir macht sowas immer wieder klar, dass man wirklich jede Minute mit den Menschen, die man liebt nutzen soll... Und irgendwelche Streitigkeiten mit meiner Familie erscheinen mir dann so lächerlich, wer weiß, wie lange man sich noch hat :-(
     
    #12
    Björk, 28 März 2008
  13. sonnenschein26
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    nicht angegeben
    Mein Ex-Freund hatte auch Darmkrebs - kurz vor dem Darmverschluß und Metastasen in der Lunge. Heute fehlt ihm ein Teil Darm und die halbe Lunge. Er hat dadurch zwar Einschänkungen, aber sonst geht es ihm seit 4 Jahren wieder gut. Die Chemo hat zwar Übelkeit und Mattheit mit sich gebracht, aber das war mit Medikamten gut in den Griff zu kriegen. Ein Bekannter von ihm, der Lungenkrebs hatte, hat die Chemo in Tablettenform bekommen und keinerlei Nebenwirkungen verspürt.

    Wünsch deinem Vater und euch alles Gute.
     
    #13
    sonnenschein26, 28 März 2008
  14. LaCoer
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    nicht angegeben
    arbeite auch im krankenhaus unter anderem auf der Onkologie ( Krebs....) es ist wahnsinn wie selbst junge patienten mit solchen diagnosen umgehen ! Kann dir nur sagen, dass viele von ihnen mit viel lebensmut an diese sache rangehen was auch richtig ist, denn heutzutage ist die medizin wirklich sehr gut und wird der krebs ( der ja nicht immer bösartig sein muss...es kann auch gewebe sein, was entarten kann deswegen entnimmt man es !!!) früh entdeckt, sind die heilungschancen echt gut...klar besteht immer ein risiko, dass er beginnt zu streuen oder wieder zu kommen aber man sollte die hoffnung nicht aufgeben !
    alles liebe
     
    #14
    LaCoer, 28 März 2008
  15. User 29904
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    #15
    Zuletzt bearbeitet: 22 Februar 2016
    User 29904, 29 März 2008
  16. sandrina43
    sandrina43 (27)
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    Single
    ich kenne das zu gut. mein vater hatte 1 mal magenkrebs und einmal speiseröhrenkrebs. als beim 2. mal wieder krebs diagnostiziert wurde, da gaben ihm die ärzte nicht viele chancen. nach einer 1 tägigen op hatte er es geschafft. heute-10 jahre später geht es ihm bis auf einige einschränkungen in ernährung und den regelmäßigen routineuntersuchungen. ausgezeichnet.
    das wichtigste ist, dass du und deine familie ihm kraft gebt. er darf niemals das gefühl haben, alleine zu sein oder das alleine surchstehen zu müssen.

    fürmich war damals sher hilfreich, mit ihm zu kämpfen. du musst dich selbst davon überzeugen, dass alles gut wird. ich habe mich vor dem schlimmsten verschlossen und es war gut so. sonst hätte mein vater meine zweifel gemerkt, das hätte ihn geschwächt und mich noch unglücklicher. auch wenn es für ich selbst veilleicht schwerer seon mag!

    alles alles gute sandra
     
    #16
    sandrina43, 29 März 2008
  17. User 75021
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    Verheiratet
    Oh Mietzie, ich seh den Thread jetzt erst...tut mir furchtbar leid mit deinem Papa. :knuddel:

    Ich mache dir jetzt mal Mut, denn ich kenne zwei Fälle von Krebserkrankungen die wirklich gut ausgeganden sind.

    1. Die Schwester von meinem Ex-Mann:
    Vor 5 Jahren bekam sie die schreckliche Nachricht, sie hätte Brustkrebs...bösartig, streuend und unwahrscheinlich schnell wuchernd. Es war ein großer Schock für uns alle. Ihre kleine Tochter war damals keine 2 Jahre alt.
    Sie wurde dann operiert und man konnte ihre Brust erhalten...jedoch stellte man fest, das die Lymphknoten auch schon vom Krebs befallen waren. Sie musste dann ein Jahr lang eine Chemotherapie machen.
    Es ging ihr damals auch sehr schlecht, sie war schwach, hatte keine Haare mehr am ganzen Körper...konnte sich kaum um die kleine Tochter kümmern-es war schrecklich.
    Nach dem Jahr Chemotherapie (sie musste wirklich alle Nebenwirkungen erleiden, die es dabei gibt) musste sie dann auch noch ein paar Monate bestrahlt werden. Auch das war nicht einfach.
    Jedoch ist das ganze nun über 5 Jahre her und alle nachfolgenden Untersuchungen haben gezeigt, das kein Krebs mehr nachgekommen ist.
    Sie war sehr stark und wusste die ganze Zeit, das sie den Krebs besiegt. Und das hat sie geschafft!

    2: Mein Opa:
    Mein Opa kam ende letzten Jahres mit dem Rettungswagen ins KH. Er hatte Blut im Urin und schlimme Schmerzen beim wasserlassen.
    Man stellte im KH dann fest, das er Blasenkrebs hat.
    Der Schreck saß tief, vor allem bei meinem Opa.:cry:
    Man hat ihn dann aber operiert. Die Blase wurde entfernt und man hat aus einem Stück Darm eine neue Blase gemacht. Ich finde es unglaublich, was heutzutage alles möglich ist. Vor ein paar Jahren noch hätte er mit einem künstlichen Ausgang leben müssen.
    So hat er nun die Möglichkeit ein "fast" normales Leben weiterzuführen.
    Die OP war aber auch kein spaziergang, er wurde 10 Std.lang operiert, lag 7 Wochen im KH. Dann durfte er eine Woche nach Hause (über Weihnachten und Sylvester) und musste im Januar diesen Jahres in Kur.
    Nun ist mein Opa seit 3 Wochen wieder zu Hause. Es geht im gut, er hat abgenommen...das alles hat ihn sehr geschwächt, aber er ist zuversichtlich (und wir auch), das er keinen Krebs mehr bekommt.



    Ich drücke dir die Daumen, das alles gut geht.
     
    #17
    User 75021, 29 März 2008
  18. User 48246
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    Ich danke euch allen sehr für eure lieben Worte.

    Es ist kaum zu glauben, wir sehr einem das Mut macht, obwohl ich euch ja gar nicht kenne :zwinker:

    Aber es ist schön, wenn jemand an einen denkt und die Daumen drückt.


    Heute war der Schock bei allen schon ein wenig besser... bisher kaum Tränen....

    Aber mein Papa will so viel unbedingt noch erledigen, weil er nicht weiß, was er am Montag zu hören bekommt und was er danach noch machen kann.

    Heute haben wir fertig renoviert und ganz viel im Garten erledigt... jetzt müssen wir dann nur noch auf unserem Campingplatz fertig machen...


    Morgen hat mein Papa Geburtstag und werden es dann auch der Verwandschaft sagen.

    Denn durch das Ganze sind ja nicht nur ich und meine Schwester in die Risikogruppe gerutscht, sondern auch seine 4 Geschwister.

    Und sein Bruder (arbeitet beim gleichen Arbeitgeber und hat auch an dem Vorsorgeprogramm teilgenommen) hat letzte Woche auch ein positives Ergebnis bekommen... er muss jetzt auch zur Spiegelung... kaum vorzustellen, wenn sie bei ihm jetzt auch was finden....


    Na ja, ich werd jetzt einfach mal abwarten, was Montag herauskommt....
     
    #18
    User 48246, 29 März 2008
  19. User 38494
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    Verheiratet
    jep, so solltet ihr ALLE das machen ... dein vater eingeschlossen. :zwinker:

    er sollte sich meiner meinung nach auch nicht soo viel aufhalsen was seiner meinung nach unbedingt erledigt werden muss, denn letztlich ist das ja schwachsinn und kann alles warten.

    das wichtigste für euch alle ist doch wohl das ihm erstmal geholfen wird.
    das erkannt wird, was es genau ist und die ärzte dann einen geeigneten weg vorschlagen, wie man dagegen angehen kann.

    vielleicht hast du es ja schon mal gelesen, aber mein vater ist damals an blasenkrebs erkrankt und nach 2 jahren dann auch an krebs gestorben.
    allerdings war ich da auch schon 37 als ich die diagnose gehört habe und ich kann mir vorstellen das es für dich mit 21 besonders schlimm ist.

    es ist eben was anderes, wenn ein mensch mit 73 schlimm erkrankt, oder jemand bedeutend jüngeres.

    ich glaube meinem vater hat es sehr geholfen, das wir kinder (insbesondere meine frau und ich) für ihn da waren.
    ich habe ihn immer zur chemo gefahren und wir haben dadurch, das wir täglich beieinander waren, viel miteinander geredet.

    er konnte sich sicher sein, das wir für unsere mutter da sind und auch alles andere eben geregelt ist.

    tatsache ist wohl die, das ihr erstmal lernen müsst mit der vermutung und der anschließenden diagnose umzugehen.
    was auch immer da am montag bei raus kommt ... ihr solltet ihm zusammenhalt demonstrieren und ihm zeigen das für euch das wichtigste ist, das es ihm soweit wie möglich gut geht.

    gebt euch gegenseitig halt.

    auch das ihr das morgen bei der geburtstagsfeier dem rest der familie sagen werdet halte ich für richtig.
    euch wird hilfe angeboten werden und diese hilfe solltet ihr auch in anspruch nehmen.
    eben diese einfachen dinge wie das mit dem campingplatz und sowas.

    dein vater sollte sich eben voll darauf konzentrieren können, wie er am besten mit seiner erkrankung fertig wird und diese "lächerlichen" alltagssorgen ... da kann sich auch wer anders drum kümmern.

    aber es ist eben auch eine frage, ob dein vater sich beispielsweise damit auch nur ablenken will.

    hast du noch ältere geschwister, oder etwa eine gute tante, oder onkel mit denen du reden kannst?

    wenn es dir möglich ist und du dich stark genug fühlst, dann würde ich dir raten zu dem ct-termin, bei dem sicherlich auch deine mutter dabei sein wird, ebenfalls mitzugehen.
    zum einen kannst du dann evtl. deiner mutter eine stütze sein, zum anderen weißt du dann auch ganz genau was sache ist.
    aber wie gesagt ... nur wenn du dich selber stark genug fühlst.

    meinem vater ging es damals so, das er kaum einen klaren gedanken fassen konnte, wenn eine arztbesprechung angestanden hat.
    meine frau und ich haben dann dem arzt fragen gestellt und so war es dann eben bei meinem vater der fall, das der krebs zwar später gestreut hat und er auch knochenkrebs hatte, aber durch das sehr viele trinken (7 liter am tag) und das viele calcium seine knochen trotzdem stabil waren und er bis zuletzt seine lebensqualität behalten konnte.

    manchmal ist es hilfreich, wenn eine weniger stark emontional beteiligte person als die ehefrau oder die tochter involviert wird.
    man kann dann rationaler mit dem ganzen umgehen und so eben einen halbwegs klaren kopf behalten, um zu helfen.

    wie gesagt ... ich will nicht den teufel an die wand malen.
    vielleicht stellt sich das ganze ja auch als weniger gefährlich heraus, wie es derzeit den eindruck macht.

    ich wünsche dir und deiner familie die kraft und den nötigen zusammenhalt das alles gemeinsam durchzustehen.
     
    #19
    User 38494, 29 März 2008
  20. User 48246
    User 48246 (30)
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Danke auch nochmal an haarefan für deinen Beitrag.


    Heute war also der besagte Montag....


    kurz zum geburtstag gestern. Der Tag war sehr schön.

    Als mein Onkel von seinen Untersuchungsergebnissen erzählt hat (gerade noch rechtzeitig, mehrere Polypen entfernt) kam automatisch das Thema auf.
    Mein Papa hat es ihnen dann gesagt und alle waren ziemlich schockiert.

    Wir haben so viel Hilfe angeboten bekommen, was uns schon klar war. Ich hab ne tolle Familie und da ist jeder für jeden da :smile:

    Als sie abends gegangen sind, hatten alle Tränen in den Augen, alle haben ihm viel Glück und Kraft gewünscht und meine Tante hat ihm ihr kleines Glücksschwein gegeben, was sie immer bei sich trägt.


    Heute sind wir dann mittags ins Krankenhaus.
    Die meiste Zeit bestand aus warten, da man vor dem CT erst ein Kontrastmittel trinken muss und das dauert schon ne Stunde, dann werden Aufnahmen gemacht, dann dauert die Auswertung und dann hat man eine kurze besprechung mit dem Radiologen.

    Also es ist auch ein Tumor in der Leber, aber noch nicht aussichtslos, was ja schonmal gut ist.

    Im Anschluss daran sind wir zu dem Chefarzt, der dann auch operieren wird.

    Der hat sich dann die Bilder angeschaut und die berichte gelesen.
    Und wenn dann der Arzt währenddessen dauernd die Stirn runzelt und die Augen groß werden, da denkt man ja auch sonst was.....

    Na ja er hat dann gesagt, einfach ists nicht und er will das nicht allein entscheiden.
    Es gibt in dem zentrum jede Woche ein Konzil dieser Spezialisten, wo sie sich eben über besonders schwere Fälle austauschen. Das ist morgen und da wird er den Fall vorstellen.
    Da wird dann entschieden, ob
    - erst OP des Darmtumors, dann Chemotherapie, dann OP des Lebertumors
    oder
    - erst Chemotherapie, dann OP Darm, dann OP Leber, dann evtl nochmal Chemo

    Am Mittwoch haben wir dann den Termin, wo uns das mitgeteilt wird. Bei der ersten Variante ist die OP dann vermutlich schon am Freitag.

    Chancen konnte er uns nicht sagen, aber es ist nicht hoffnungslos.

    Die Leber ist das dramatische... aber wenn man erst Chemo macht, dann wird der Tumor hoffentlich kleiner und man muss weniger entfernen.
    Von der Leber können bis zu 80% entfernt werden, dann hat man noch Überlebens- und Heilungschancen.


    So, wir sind also jetzt wieder alle etwas besser drauf und hoffen jetzt auf das beste.

    Nur die folgenden Wochen werden bestimmt hart.......

    und ich verzichte jetzt auf meine geplante Reise um noch Zeit mit meiner Familie zu haben... aber in 2 Wochen geht das neue Semester los... und dann werd ich nur am WE daheim sein :cry:
     
    #20
    User 48246, 31 März 2008

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