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mein Seelenleid

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von Andariel, 22 März 2010.

  1. Andariel
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    So, hier sitze ich nun. Es ist 5.15 Uhr am Montag morgen. Ich glaube ich habe heute Nacht sogar schon drei Stunden durchgeschlafen. Das ist seit letzten Donnerstag sehr viel.
    Ich fühle mich grässlich. Mein Herz rast, mein Magen hat Hunger aber meine zugeschnürte Kehle verweigert mir seit Tagen jede Aufnahme von Festem Essen, meine Hand zittert beim schreiben.
    Doch heute geht es mir schon besser, wahrscheinlich, weil ich gestern mit ihm telefoniert habe und endlich Gewissheit habe, wie es um uns steht.

    Zwei Tage hatte ich nichts von ihm gehört, wollte ihn aber auch in Ruhe lassen. Es waren grausame, endlose Stunden. Stunden voller Sehnsucht, Hoffnungslosigkeit und Schmerz.
    Am schlimmsten waren die Nächte ohne ihn. Seine Wärme, seine Arme, die mich die ganze Nacht festhalten. Das alles fehlt meinem Herz und es schreit nach ihm.
    Tränen füllen meine Augen, Tränen, von denen es seit Tagen tausende gab.
    Mir ist kalt. Jeder Atemzug schnürt mir die Kehle zu. Ich kann kaum klar denken.
    5.30 Uhr, in einer Stunde muss ich zur Arbeit. Werde ich ihn sehen? Ich wünsche es mir. Oder auch nicht? Ich weiß es nicht, ich weiß gar nichts mehr. Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll.
     
    #1
    Andariel, 22 März 2010
  2. Andariel
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Single
    Ein neuer Morgen, es ist 5.22 Uhr. Wieder eine schlaflose Nacht gehabt voller schmerzlicher Erinnerungen und Herzrasen.
    Gestern war ich bei ihm. Er wollte mich sehen. Ich hatte ja noch seinen Wohnungsschlüssel. Ich war früher da und fühlte mich fremd. Mir viel auf, das ich mich nirgndwo richtig zu Hause fühle. Ich habe kein zu Hause mehr. Keinen Ort, an dem ich mich sicher und geborgen fühle, nichts.
    Er war distanziert, hat mit mir geredet. Im Moment hat er sehr viel Stress auf der Arbeit und mit seinen Eltern. Seine Gefühle reichen nur noch für Freundschaft. Aber ihm liegt sehr viel an mir, er möchte mich auch öfter sehen, aber im Moment hat er dazu nicht die Kraft. Ist das mein Grashalm, an den ich mich klammern kann? Oder wird mich dann der Sturm der Enttäuschung niederreißen wie ein Mähdrescher?
    Obwohl er mir keine falschen Hoffnungen machen will und eigentlich in naher Zukunft keine Chanec für uns sieht will ich noch nicht ganz aufgeben.

    Ich war keine sehr gute Freundin. Habe ihm nur Kummer gemacht. Er war damals der erste Mensch, in dem ich hier, wo ich seit 18 Monaten wohne, Vertrauen gefasst habe und eine Bezugsperson gefunden habe.
    Leider blieb er auch der einzige Mensch. Ich klammerte wie verrückt, war eifersüchtig, und gekränkt, wenn er mal für eine Woche weg war. Und das habe ich ihm auch geziegt. Insgeheim und unbewusst habe ich nur daran gearbeitet, wie ich ihn dazu bringen konnte bei mir zu sein. Ich habe die Beziehung zerstört.
    Ich werde eine Therapie beginnen, die mir vielleicht hilft, andere Menschen kennenzulernen und auch dieses krankhafte Klammern zu lösen.

    Leider kommen all diese Erkenntnisse zu spät. Und eine zweite Chance werde ich wohl nicht mehr bekommen, aber was ich mache, ist ihm zeigen, das ich ein guter Mensch sein kann und vielleicht verliebt er sich ja wieder in mich. Ich hoffe so sehr darauf und bete jeden Tag dfür.
     
    #2
    Andariel, 23 März 2010
  3. Andariel
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Single
    Es ist 4.47 Uhr. Ich glaube ich habe heute Nacht schon länger geschlafen, zumindest erinnere ich mich kaum an längere Wachzeiten.
    Seit gestern sind meine Halsschmerzen, die ich schon seit einem Monat mit mir rumtrage und nur mit mäßigem Erfolg bekämpfen konnte. Meine Ärztin sagt, das liegt wohl am Stress, das sich mein Körper nicht richtig erholt und ständig krank wird.

    Der Tag gestern hatte furchtbar angefangen. Ich fühlte mich schwach, ausgelaugt, am Boden zerstört. Wie ausgekotzt, weggewischt und im Klo runtergespühlt. Meine Job konnte ich nur unter selbstzwang ausführen und immer kreisten meine Gedanken nur um ihn.
    Ich versuche verzweifelt einen Platz bei einem guten Psychiater zu finden. Meine Ärztin hatte mir zwei Vorschläge gemacht, aber beide sind überbelegt. Dabei brauche ich doch so dringend Hilfe.

    Bei einem Kollegen konnte ich mich dann entlich mal richtig ausheulen. Wir haben ziemlich lange geredet und er gab mir seine Telefonnummer, falls ich abends mal jemanden zum quatschen brauche um die langen, endlosen Stunden der qual zu überbrücken. Ich habe geradezu Angst vor den Abenden und Nächten.
    Mit Alkohol in Maßen betäube ich den Schmerz der Einsamkeit.

    Dann hat er gestern abend überraschend angerufen. Auch wenn es nur ein kurzes Gespräch war, er hätte ja auch eine Mail schreiben können. Ich brauchte einige Medikamente und er bot mir sogar an, am Abend noch kurz vorbeizukommen, da er später noch mit jemandem ein Bierchen trinken gegangen wär.
    In mir brannte die Frage mit wem, aber ich stellte sie nicht, aber Angst steigt in mir auf. Angst, das er eine Neue Freundin findet. Denn dann sind meine Chancen ganz und gar zugrunde.
    Ich habe jetzt auch Angst, wenn ich daran denke. Allerdingt bin ich mir auch ziemlich sicher, das er sich nicht mit einer Frau getroffen hat, denn er ging auch während unserer Beziehung ab und zu mit einigen Kollegen was trinken.
     
    #3
    Andariel, 24 März 2010
  4. Andariel
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Single
    Was für eine Nacht. Endlich ist sie vorbei, zumindest beschließe ich das jetzt um 3.53 Uhr.

    Ich habe von ihm geträumt. Zwar nur kurz, aber es hat gesessen. Muss ich jetzt auch noch Angst haben, das er mich im Traum verfolgt? Es war ein sehr kurzer Traum, Sekunden, Sekunden des Schreckens. Ich sah ihn auf Arbeit, er blieb stehen, schaute mich aber nicht an, sekundenlang. Ich brachte kein Wort raus, dann ging ich und als ich wiederkam, war er weg und ich wachte auf.

    Einige Tage sind inzwischen vergangen. Tage, in denen es mir recht gut ging. Ich habe viel unternommen mit Freunden. Ich habe auch viel gegrübelt und gelesen, haben mir Bücher gekauft und Artikel im Internet gelsen, Foren durchgewälzt und Ratschläge angehört. All das hat mir Mut und Hoffnung gegeben, das ich mein Leben auf die Reihe bekomme. Leider kommt es trotzdem noch öfter vor, das ich tiefe, schwarze Löcher falle, und niemand da ist, der mich auffängt.

    Er hat sich jeden Tag per Mail gemeldet. Hat immer gefragt wie es mir geht. Ich sagte ihm immer, das es mir gut ginge. Ich habe Angst, das er in die Freundschaftsschiene fährt, das packe ich nicht. Ich würde ihn so gerne fragen, wie es gedanklich bei ihm aussieht, habe aber Angst vor der Antwort.
    Ich werde also weiter warten müssen, warten und hoffen, das es bald besser wird.
     
    #4
    Andariel, 27 März 2010
  5. Andariel
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Single
    Wieder sind einige Tage vergangen. Mein Zustand hat sich nicht verändert, aber heute Nacht habe ich zum ersten Mal durchgeschlafen. Auch wenn ich schon wieder viel zu früh aufgewacht bin.

    Gestern ist mir die Erkenntnis gekommen, das ich mich in dieser WG, in der ich lebe, niemals richtig zu Hause fühlte. Was wohl auch ein Grund war, das ich immer bei ihm war. Er war mein zu Hause. Diese Wohnung hier gehört nicht mir, es ist nur ein Zimmer, wie in einer Pension. Und wer fühlt sich schon in einer Pension zu Hause?
    Meine erste Aufgabe ist also eine eigene Wohnung zu finden, in der ich mich wohl fühle.
     
    #5
    Andariel, 30 März 2010
  6. Andariel
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    Single
    Ein neuer Tag, und doch noch der alte Trott. Fühle mich leer und einsam. Denke nur an ihn, noch immer kann ich nicht richtig essen. Wenn ich umherfahre kommen Erinnerungen wieder hoch, immer wieder, egal wie oft die Wege gehe, die Erinnerungen sind mein ständiger Begleiter und der Schmerz.
    Ich zwinge mich selbst mich zu beschäftigen, es fällt sehr schwer. Ständig nur die Hoffnung auf Nachricht von ihm... ständig Hoffnungen auf Hoffnung. Ich halts kaum aus.

    Der Himmel ist grau, passend zu meiner Stimmung, und doch blitzt ab und zu die Sonne durch die dicke Wolkendecke und erinnert mich daran, wie schön es ist zu leben. Ihre Warmen Strahlen streichen sanft über meine Haut. Es tut so gut... und dann, ist sie verschwunden und Kälte umgibt mich wieder aufs Neue.

    Ich frage mich pausenlos, wie es ihm geht? Was macht er so? Was denkt er über uns? Aber die Fragen bleiben in meinem Kopf.

    Hute Nacht träumte ich wieder von ihm. Ich träumte, das er eine neue Freundin hatte... das war furchtbar, ich wachte auf, mein Herz raste, Schweiß rann mir von der Stirn...

    Was ist aus der stolzen Frau geworden, die ich einst war? Bin ich so tief gesunken? Es ist so Hoffnungslos... und dann doch wieder nicht. Ich weiß nicht mehr, was ich glauben soll...
     
    #6
    Andariel, 31 März 2010
  7. Andariel
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    Single
    Es sind fast zwei Wochen vergangen. Allein die Hoffnung gab mir die Kraft den Tag zu überstehen und manchmal sogar mit guter Laune meinen Alltag zu meistern.
    Bis gestern.
    Ich muss endlich einsehen, das es vorbei ist! Das es eine schöne Zeit WAR. Ich muss nach vorne sehen und ihn vergessen. Das schlimmste an der Sache ist, das ich innerlich immernoch nicht bereit bin, ihn aufzugeben.
    Ich habe immernoch keine Freunde und in meiner derzeitigen Situation werde ich auch keine finden.
    Wer will schon mit jemandem rumhängen, der ständig über seine verlorene Liebe jammert und darauf wartet, das ihm jemand Hoffnung macht? Das würde ich auch nicht.

    Es ist sehr schwer für mich.
    Ich hoffe das ich bald eine neue Wohnung finde und damit wieder eine Lebensbasis habe.
    Es tut so weh... so sehr.
    Es tut so weh...
     
    #7
    Andariel, 4 April 2010
  8. Andariel
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Single
    Eine Woche ist vergangen. Ich habe inzwischen auch fröhliche Momente gehabt.
    Heute ist mir zum ersten Mal aufgefallen, das es sogar schon kurze Momente am Tag gab, an dem ich so beschäftigt war, das ich nicht an ihn gedacht habe.
    Eine Wohnung habe ich inzwischen auch gefunden. Die Schlüsselübergabe ist nächste Woche. Ich freue mich sehr, das ich neu anfangen kann.
    Es gibt leider immernoch Momente, an denen ich mich einfach hemmungslos in meinem Kissen ausweine. Dann gehts aber auch meistens wieder besser. Da ich gerade bei meinen Eltern in der alten Heimat bin und mich beim weinen niemand sieht, lasse ich es einfach zu.

    Der Schmerz sitzt immernoch sehr tief. Von ihm kam seit einer Woche keine einzige Nachricht mehr. Ob er noch an mich denkt? Ob er mich vermisst? Was er wohl denkt über uns? Alles Fragen, die ich mir lieber nicht stellen sollte... weil es so sehr weh tun könnte, wenn ich die Antworten erfahre...
     
    #8
    Andariel, 10 April 2010

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