Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren

Mein Sturm der Liebe

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von Nischara, 4 August 2008.

  1. Nischara
    Nischara (24)
    Verbringt hier viel Zeit
    9
    86
    0
    vergeben und glücklich
    Liebe Forumsgemeinde, auch wenn es für manche schwer zu glauben scheint, aber ich spreche als gerade erst 16 Jahre alt gewordener zu euch, um euch eine wahre Geschichte meines Sturms der Liebe zu berichten, jeder Satz ist der Realität entsprechend und nichts ausgeschmückt oder gar verändert:

    Es war der 3. September im Jahr 2007. Kein besonderer Tag, wenn man mal von dem Forumstreffen absah, was an dem Tag stattfand. Ich war natürlich gespannt, mal die ganzen Gesichter zu sehen, die hinter meinen Freunden stecken. Anfangs fiel es mir schwer, die Gesichter dem Nick zuzuordnen, was mir auch nie gelang, allerdings, nach nur wenigen Minuten, sah ich bereits eine, bei der ich auf mysteriöse Art und Weise sofort wusste, um wen es sich handelte. Michaela oder "Flocke", wie sie sich im Forum nannte, sprach nicht viel mit mir, doch ich spürte sofort eine Verbindung, die mich mit ihr umgab und das Gefühl, als würde ich sie ewig kennen, als sei sie genauso ich, wie ich selbst. Doch ich war verunsichert, verwirrt und gar verängstigt...was sollte ich nur tun? Noch nie hatte ich einen Menschen so sehr geliebt, wie ich es nun tat, noch nie war mir diese Forum der Wärme aufgefallen...wir sprachen nicht miteinander, doch ich brachte auch kein Wort heraus, zu verwundert war ich, was zog mich an ihr an? Auch im Forum kannte ich sie kaum, ihr Charakter war mir weitestgehend unbekannt, ihr Körper frei von erotischen Einflüssen, aber was zog mich so an sie heran? Ich ging bereits früh und wusste nicht, wie mit all dem umgehen. Klar, wir waren uns ja schon ähnlich, aber nur die Tatsache, dass wir beide begnadete Dichter sind, kann doch nicht eine solche Anziehung ausmachen? Woher kommt sie also, wenn biologisch und ethisch nicht erklärbar? Ich wusste nicht weiter und fraß es in mich hinein...

    Ich wurde die Gedanken an sie nicht los und als ich am Sonntag darauf nach hause kam, staunte mein bester Freund nicht schlecht, als er die Nachricht erfuhr. Viel mehr ermutigte er mich dazu, zu meinen Gefühlen zu stehen, wie auch ein paar wenige im Forum, denen ich mich anvertraute. Doch ich fühlte mich zu schwach, zu unsicher, ich kannte sie doch kaum, sie wohnte endlose 250 km weit weg und dieses Gefühl, war zu abstrus, um eine lang anhaltende Liebe zu sein. Doch eines schien mir klar: im Forum konnte ich nicht weiter bleiben und weiter so tun, als wäre nichts weiter, als sei es nur ein Fünkchen unerklärbarer Liebe. Ich verkündete meinen Abschied und lief davon, trieb gegen den Strom, schrieb Liebesgeschichten und redete mir selbst mehr und mehr ein, dass die Liebe zu unerklärbar ist, um real zu sein, schließlich glaubte ich es irgendwann selbst. Ich war geheilt, ich dachte nicht mehr an sie, musste keine Träne verschwenden, konnte mein Leben endlich wieder leben, war wieder frei wie ein Vogel. Ich war sicher, alles war nur pure Einbildung und nun vorbei...

    Wir schreiben den ersten Schultag 2007/2008, nur wenige Wochen nach dem Forumstreffen. Mein bester Freund fragt an, wann ich mir eine Freundin suchen werde, ich antworte trocken, dass ich warten werde, bis das Schicksal mir eine sendet, eine zu suchen, habe keinen Sinn. Genau einen Tag später betritt mein ärgster Rivale, Robin Hagenmüller, das Klassenzimmer und macht mich dumm von der Seite an, weil ich mich gegen seine Klasse entschieden habe, weil ich das Mobbing nicht hätte ertragen können. Plötzlich dreht sich ein Mädchen der vorderen Reihe namens Katha um und verteidigt mich vor Robin und legt ihm nahe zu verschwinden, weil ich jetzt in der Klasse bleiben werde. Ob es war, um mir zu helfen oder um Robin eins auszuwischen, war mir gleichgültig, ich sah ihr in die Augen und um ihr strahlendes Lächeln taten sich Sonnenstrahlen auf. Ihr Körper war schön wie Aphrodite selbst und ihr Verstand schlau wie ein Adler. Ich war wie paralysiert und merkte, dass ich endlich eine Liebe gefunden habe. Das musste die wahre Liebe sein! Die, mit der man Berge versetzen könnte und die einem die unendliche Kraft tausender Götter gab, ich schien sie endlich gefunden zu haben, die einzige Liebe, die nicht dazu verdammt ist, zu verstummen oder gar zu zerbrechen. Ich erzählte Domi, meinem besten Freund davon, doch er war unschlüssig, ob sie wirklich was für mich empfand. Ich hatte keinen richtigen Kontakt zu ihr, trotz Mühen brachte ich kaum ein ordentliches Gespräch zustande, ich sah sie nur jeden Tag und damit tausende Schmetterlinge in meinem Bauch...

    Schließlich fragte ich meine Mutter um Rat, die mir mit einem Horoskop Kathas und einem Film über dem Geheimnis von Glück versucht hat zu helfen, was ich mir auch durchaus zu Herzen nahm. Ich beschloss, mein Leben zu überdenken, nicht immer negativ, sondern optimistisch nach vorne zu schauen, auf eine bessere Zukunft zu pochen und das Leben zu genießen. Bereits nach wenigen Tagen bot sich mir die Gelegenheit, als ich aufschnappte, dass Katha an einem Tanzkurs teilnahm, aber einfach keinen Partner fand. Es schien umso verrückter, als Jonny mir erzählte, dass Katha mich gerne hätte, sich aber nicht trauen würde, mich zu fragen, weil sie zu schüchtern sein. War das nicht ein zu großer Zufall? Log Jonny? Oder war es einfach Schicksal? Gut möglich, schließlich wussten nur Domi und meine Mutter von meinen Gefühlen zu Katha. Im Zuge meines neues "Ichs" ging ich also gleich los und fragte Katha, ob sie mit mir am Tanzkurs teilnehmen will, doch sie lachte mich nur aus und ließ mich am Boden zerstört zurück. Innerhalb von wenigen Tagen war mein neues Leben bereits zerstört, als ich erkannte, wie viel Schmerzen es bereitet, wenn man sich öffnet. Ich war getrübt, gefrustet und tot traurig, doch ich wollte mir nichts anmerken lassen, niemand sollte etwas von dem Schmerz und dem Pein wissen. Deshalb verkündete ich offiziell, dass ich von Katha nichts mehr will und mein Leben frei führen werde, doch ich spielte mir selbst etwas vor: jeden Tag war sie das einzige, was ich in der Schule begehrte und sie das einzige, was ich wahrnahm...

    Als wir schließlich mal in ein Gespräch verfielen und sie mich sogar anlächelte, konnte ich mein Herzpochen nicht mehr zurückhalten und erzählte Domi alles davon, doch er hielt es für klüger, sich von ihr fern zu halten, genauso wie meine Mutter. Doch ich konnte nicht mehr still halten und meine schwache Seite sickerte wieder mehr und mehr durch, die Seite, die man nicht haben durfte, wenn man was von Katha wollte. Ich wollte mit ihr reden, doch als ich merkte, wie sehr das Klassenklima geschädigt werden würde, wenn meine Gefühle rauskommen sollten, hielt ich doch dicht und redete der Welt und mir ein, dass wir nicht zusammenpassen würde. Doch anstatt, dass es im Laufe der Monate besser wurde, wurde es schlimmer und schlimmer, immer mehr verankerte sich mein Herz in Trostlosigkeit und fixierte sich auf ein Begehrelement, einzig auf Katha. Die Schule wurde trotz intensivem Lernen unaufhaltsam schlechter und meine sozialen Kontakte litten immer mehr, ich hatte so gut wie keine Freunde mehr. Domi bekam mein Leiden mit und stiftete mich dazu an, klaren Tisch zu machen, aber ich weigerte mich trotz aller Schmerzen dazu, ihr die Wahrheit zu sagen. Als es dann ins neue Jahr ging, wir ich fest davon überzeugt, mit ihr zumindest eine normale Freundschaft schließen zu können, umso dringender vermehrte sich die Hoffnung, als ich einen schweren Streit mit Domi hatte und unsere Freundschaft zerbrochen zu seien schien. Ich fühlte mich komplett alleine und hoffte auf ihren Beistand, doch meine Probleme schienen sie nicht im Entferntesten zu Interessieren. Ich war immer mehr alleine und schien von allem abgeschottet und nur noch ein Schatten zu sein...

    Es dauerte zwei Wochen, doch dann versöhnte ich mich wieder mit Domi und zumindest das Schicksal zwischen meinem Freund und mich war nicht erledigt. Doch ich fühlte nach wie vor so viel für Katha und tat mich sichtlich schwer damit, mein Leben normal zu bestimmen. Ich hatte wieder Sehnsucht nach Freunden und kehrte ins Forum zurück...doch mich schien niemand vermisst zu haben...bis auf Michaela, die nachgefragt hatte, wo ich abgeblieben war. Ich fühlte mich seltsam gerührt, doch merkte schnell, dass ich ganz andere Probleme hatte, trotz allem meldete ich mich nicht bei Michaela sondern ging nur knapp wieder meinen Beschäftigungen im Forum nach. Der Ärger in der Schule nahm hingegen zu, als ich von meiner Spanischlehrerin genötigt wurde, mich neben Katha zu setzen. Ich war komplett erledigt und nun fiel mir der Unterricht so schwer, wie noch nie zuvor, vor allem, weil ich kein einziges Wort herausbrachte. Ich fühlte, wie das Schicksal sich gegen mich verschwören zu scheinen schien, und ich sprach, mit dem einzigen Menschen, die für mich da waren: Domi und meiner Mutter. Nachdem ich auch noch fast vor einen Kuss zu Katha stand, schien ich endgültig den Verstand zu verlieren, vor allem, als die Ferien eintrafen. Ich solte zwar erleichtert sein, nun nicht mehr neben sie sitzen zu müssen, aber ich spürte dennoch stechenden Schmerz und als am ersten Ferientag nicht Freude, sondern Trauer darüber auftrat, Katha vorerst nicht mehr zu sehen, dachte ich, ich sei am durchdrehen. Ich war verzweifelt und schrieb einen Monolog, der den Abschied einläuten sollte:

    Leere. Mit einemmal ist es vorbei. Wie ein Stachel der Entrüstung bohrt sich der Schmerz in mein Herz und lässt es rot bluten. Wie ein totes Tier lasse ich meine Hand fallen und blicke dich entsetzt an. Was meinst du mit „Schluss“? Wie soll alles vorbei sein, wo es gerade doch begonnen hat? Wie soll mein Herz das aushalten, ohne zu zerfallen und abzusterben?

    Du kannst nicht Schluss machen! Du bist mein Elixier des Lebens, welches mich aus meiner Finsternis holt und nach vorne treibt. Du bist das Fünkchen Feuer im Himmel, welches mir jede Nacht begegnet und mich zärtlich in den Schlaf wiegt. Du bist mein Ein und Alles…ich brauche dich…ich liebe dich, glaube nicht, was so finster und dunkel wird, glaube was du fühlst und was dein Herz dir sagt. Du kannst mich nicht ablehnen, kannst mich nicht von dir stoßen, ohne dass ich diese Trauer in deiner Hand spüre und die Verzweiflung an dir fühle, kannst mir nicht gegenüberstehen ohne dass dein Herz pumpt und weint, ich kenne dich, du kannst ohne mich genauso wenig leben, wie ich ohne dich.

    Oder war das alles nur erlogen? Alles eine Illusion? Ich schaue dir in deine Augen. Wo ist das Flackern geblieben, das ich immer darin entdeckte? Wo ist der Schein der Sonne geblieben, welches ich in deinen warmen Blicken fand? Da kann doch nicht nur noch Schatten sein? Es kann doch nicht vorbei sein, mit deiner Liebe? Das kann doch nicht nur Lug und Trug gewesen sein? Unsere Liebe, wie sie sich uns offenbart hat, das kann doch nicht nur ein Spiel gewesen sein…eine Beschäftigung. Ich kann nicht…ich kann dich nicht loslassen, ich brauche dich.

    Wieso schließt du die Tür hinter dir? Wieso lässt du mich alleine? Bin ich dir wirklich egal? War das nun wirklich dein letzter Blick, den du mir gabst? Wo kommt diese Kälte her, diese Angst um dich herum? Wie kann es sein, dass ich dir nun plötzlich egal bin? Niemals werde ich so Leben können, niemals alleine…ohne dich. Der Raum ist kahl, niemand mehr ist da. Ich hasse dich. Ich hasse dich dafür, dass du dem Schatten mehr glaubst als mir. Niemals sollst du mehr mein Leben teilen, nie mehr werde ich dich wollen…nie mehr werde ich mit dem Schmerz fertig werden.

    Aber was soll ein Leben ohne dich bringen? Dein Bild, ich habe es noch so schön vor Augen. In deiner ganzen Pracht vor mich verliebt. Kann es ohne dich weitergehen? Nein. Mein Herz schmilzt bei deinem Anblick, es denkt nicht, es handelt nur. Ohne dich ist das Leben sinnlos, ohne dich geht mein Stern unter. Nichts mehr bleibt mir zu tun, außer meinen Pein zu beenden. Nie mehr werde ich dich wieder sehen, da wo ich nun hingehe…aber es muss sein. Du warst das letzte was ich noch hatte, nachdem alles andere gegangen war. Passe auf dich auf und vergesse mich nie. Nie mehr werde ich deine schwarzen Haare streicheln und deine lebendige Anmut spüren können…aber du wolltest mich nicht mehr. Lebe in Frieden und vergieß nie, dass du immer ein Teil in meinem Herzen haben wirst.

    Nischara



    Ich stellte es ins Forum und ließ meiner Trauer freien Lauf, ich fühlte mich zwar etwas besser, doch der Schmerz war trotzdem hoch. Doch plötzlich...bekam ich eine Private Nachricht, als einzige Reaktion auf meinen Monolog: es war Michaela, die von meinem Text sehr gerührt war und unbedingt mehr davon lesen wollte. Ich war stutzig. Vor ein paar Tagen erst hatte ich mich gefragt, wie ich mich je in sie verliebt gehabt haben könnte und nun das? Ich dachte mir aber nichts dabei und nahm das Gespräch mit ihr an und mit jedem Satz, den sie mir schrieb, wurde meine Pein kleiner und kleiner. Ich wunderte mich, wie diese unreelle Liebe plötzlich wieder hersrchaft seien konnte, doch es platze alles raus, übermannte mich und diese so "unwirkliche Liebe" stellte die so starken Gefühle zu Katha bei weitem in den Schatten, ich fühlte plötzlich wieder das, wo ich mich einst vor gesträubt hatte, ich merkte, das nur einem Menschen mein Herz gehörte, ich schloss mit dem Monolog mit dem Alten ab und bekam mein Neues Leben durch den Abschied geschenkt. Es wurde plötzlich alles anders, ich genoss jeden Tag im Leben, ich musste ihr nichts von meinen Gefühlen sagen, ich liebe sie, so wie sie war und auch sie war mehr als freundlich zu mir. Ich war endlich neu geboren, endlich bereit, positiv zu leben, positiv zu denken und voller Strahlen ins Leben zu gehen, sie war für mich da, als ich ihr von meinen Problemen erzählte und ich vergas Katha mehr und mehr, obwohl ich sie Tag für Tag sehen musste. Die Weite schien grenzenlos, ich wusste kaum noch, wie sie aussah, doch so hässlich ich sie mir auch versuchte vorzustellen, desto weniger Anziehung hatte das nicht zur Folge...

    Vor zwei Tagen, an meinem Geburtstag, kam sie zu mir. Mein Herz spuckt immer noch Funken vor Glück, als sie extra 250 km angefahren kam, nur wegen mir. Es war der schönste Tag meines Lebens und ich war mir sicher, dass ich eines Tages mit ihr zusammen komm und nichts uns mehr trennen wird. Doch nun dreht ihre Mutter durch und hat sogar versucht, Michaelas Tür einzutreten. Sie ist tief verletzt und hält es nicht mehr aus, ihre einzige Möglichkeit ist, weit in den Norden zu ihrem Patenonkel unterzukommen, der aber kein Internet hat. Ich weiß nicht, wann ich sie je wieder sehen werde und mein Herz schmerzt nach all dem, doch ich weiß, dass sie ihren eigenen Weg gehen muss, auch wenn unsere Wege nun vorerst getrennt sind, ich werde immer bei ihr sein, wenn nicht Komunikativ, dann geistlich, denn ich liebe sie.
     
    #1
    Nischara, 4 August 2008
  2. RedRosex3
    RedRosex3 (25)
    Verbringt hier viel Zeit
    218
    101
    0
    nicht angegeben
    Hmm. Ich versteh nicht ganz, warum der Kontakt abbrechen muss, nur, weil sie kein Internet mehr hat. Telefon? Briefe?
     
    #2
    RedRosex3, 10 August 2008
  3. Nischara
    Nischara (24)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    9
    86
    0
    vergeben und glücklich
    Erstmal danke für all die, die es bis hierhin verfolgt haben. Für die, die es interessiert, folgt hier die Fortsetzung:

    Mir wurde schnell und immer mehr klar, wie mein Herz nur Michi gehörte. Ich konnte fast schon denken und fühlen wie sie, so fiel es mir nicht schwer, einen Monolog darüber zu verfassen, wie sie sich beim Streit mit ihrer Mutter fühlte. Aber ich wusste, dass sie diese schwierige Zeit mit sich aus machen muss...und ich ihr diese Zeit geben muss. Traurig brach ich also zu meiner Oma auf, um jeglichen Frust zu vergessen, aber von morgens bis abends gehörten meinen Gedanken nur dieser einen Person. Als ich schließlich meinem Onkel von den Geschehnissen erzählte und dabei eine riesige Wut bekam, merkte er, dass ich viel mehr als nur Freundschaft für sie empfand. Doch auch wenn seine Ratschläge mich kein Stück weiterbrachten, musste ich mir eingestehen, dass meine Bindung zu ihr stärker wie alles war. Ich bin nicht in sie verliebt, ich liebe sie! Und das mehr als alles andere. Diese endlos langwierige Woche neigte sich ihrem Höhepunkt zu, als ich plötzlich mitbekam, dass Michi vor hatte, ins Stadion zu kommen. Mein Herz pochte, als ich im Stadion war und nach dem Spiel wollte ich trotz dem unmöglichen Unterfangen, in einem 55.000 Zuschauer fassenden Stadion Michi suchen. Ich ging also gerade vom Block hinunter, schaute quer und sah sie plötzlich da stehen. Unglaublich! Ja fast mystisch! (Hierbei betone ich erneut, das ALLES die reine Wahrheit ist). Unglaublich, wie ich sie in dieser großen Menschensammlung finden konnte. Es war ein magischer Moment. Doch das sollte ich mich aufhalten, ich eilte gleich zu ihr, unaufhaltsam und schloss sie in meine Arme. Ich war glücklich, dass ich sie wieder sah und dass nur 5 Tage nach unserem letzten Treffen bei meinem Geburtstag.

    Wir trafen uns mit ein paar anderen (Jungs) und feierten den Saisonausklang. Dabei konnte ich mein Schweigen nicht mehr unterdrücken und als Michi kurz auf die Toilette verschwand, vertraute ich mich Andy, einem, der ebenfalls auf dem Treffen war, an. Dieser riet mir schließlich, nachdem er meine Gedichte gelesen und mein Talent erkannt hatte, nicht so zu klammern und ihr den Freiraum zu lassen, den sie braucht. Nach einigem Überdenken kam ich schließlich zu der Einsicht, dass er recht hatte und ich versuchte in Zukunft etwas vorsichtiger mit ihr umzugehen. Wir gingen nach dem Tag wieder auseinander, Michi und ich, aber ich fühlte mich immer noch bei ihr und jedes mal, wenn ich an sie dachte war es, als würde man ein glühendes Eisen gegen mein Herz halten: Warm aber zugleich schmerzhaft. Die Zeit verging und ich genoss jeden Tag nach ihrer Rückkehr zuhause, in der ich mit ihr chatten konnte. Zeit schien unendlich, und als Deutschland gegen Kroatien verlor, aber sie mir zugleich berichtete, dass sie ihr Abitur geschafft hat, war mir statt Trauern plötzlich Feiern zu Mute. Und auch von mysteriösen Ereignissen wurde ich nicht verschont. Für ein Beispiel war, als sie ihr Abitur zurückbekam. Sie war schrecklich angespannt am Tag zuvor und am darauffolgenden Tag fühlte auch ich mich plötzlich angespannt wie Espenlaub und total unwohl, obwohl eigentlich nichts los war. Das ging bis ca. 10 Uhr so, danach war dieses Gefühl plötzlich wie verflogen. Ich rätselte, was es seien könnte, als ich plötzlich auf eine Idee kam und Michi fragte, ob sie um 10 Uhr ihr Abi zurückbekommen hat, was sie mit einem "Ja" beantwortete. Ich erkannte, dass ich immer mehr wie sie fühlte und die Verbindung immer stärker wurde. Ich war gestärkt und bereit, ihr meine Liebe zu gestehen, sobald sie wieder zu mir kam...doch heute geschah der Schock.

    Ich freute mich darauf, mit ihr zu chatten, als sie mir plötzlich erzählte, dass sie in Bregenz einen total süßen Österreicher getroffen hatte, mit dem sogar was war und dass sie eventuell unser Treffen wegen am Wochenende wegen ihm verschieben würde. Ich war fertig...sämtliches Blut in meinem Herzen leerte sich und leert sich immer weiter. Nichts kann ich mit diesem Gefühl des völligen Schmerzens gleichsetzen, nichts bisher dagewesenes. Ich fühlte plötzlich wieder die Schattenseiten der Liebe, der in unendlichem Schmerz ausschlug. Ich fühle mich so leer, plötzlich wieder so allein...war ich gerade voller Flammen folgte erneut der Absturz. Doch noch bin ich nicht bereit das Handtuch zu werfen, ich fühle, wie stark die Bindung zu ihr ist und bin bereit bis zum letzten Atemzug um sie zu kämpfen und sollte alle Poesie der Welt nötig sein und ich bis ans Ende meiner Tage nicht mehr schreiben können: Ich werde kämpfen und ich werde diesen Kampf gewinnen! Ich liebe sie so wahnsinnig, so wie ich noch nie einen Menschen zuvor geliebt habe und lieben werde, der Faden unserer Bündnis ist zu stark um ihn durchzuschneiden und ich weiß, dass ich siegen werde! Und sollte sie am Wochenende kommen, so werde ich ihr alles sagen und auf eine Antwort hoffen, während mich die Sehnsucht trägt, sie eines Tages sehr bald in meinen Armen halten und küssen zu können, ihre Anmut zu spüren und einfach glücklich mit ihr zu sein.

    Sie ist am Wochenende tatsächlich mit einiger Verspätung erschienen. Erst dachte ich, sie würde am Samstag morgen kommen, doch irgendwie hatte sie wohl was missverstanden. Jedenfalls war ich der Annahme und legte so am Freitag und Samstag alle Kraft in mein Haus, was ich von oben bis unten putzte. Ich freute mich wahnsinnig auf das Treffen und darauf, sie wieder zu sehen, doch begann ich mich etwas zu wundern, als sie um 14 Uhr immer noch nicht da war und mich traf fast der Schlag, als ich ins ICQ ging und sie on sah. Ich war wütend, traurig und enttäuscht und ging sie sofort maßlos übertrieben an. Doch es lag wohl nur ein Missverständnis vor und Michi hatte was falsch verstanden und entschuldigte sich tausendfach, bis sie schließlich dazu bereit war, möglicherweise entgegen den Wunsch ihrer Mutter, am Abend noch zu mir zu kommen und bei mir zu übernachten. Mein Herz schlug Wellen, als ich davon hörte und ich freute mich wie ein kleiner Junge über Ostern und Weihnachten gleichzeitig. Sofort teilte ich Domi dies mit, doch er blieb skeptisch und warnte mich davor, mich auf so eine Liebe einzulassen, doch ich war geballt und von Feuer befangen, jedes mal, wenn ich an sie dachte. Meine Gefühle zu ihr waren stärker wie alles andere, was ich bisher erlebt hatte, ich musste mir eingestehen, dass sie die "große Liebe" war, die ich in meinem Leben finden werde, so groß, dass ich sie nur einmal existieren kann. Sofort sagte ich meinem Vater bescheid, welcher mich zum Bahnhof fuhr, nachdem sie nach 4 Stunden Fahrt ankam. Als ich sie sah, war mein Herz wieder in die Glut getunkt, die ich jedes mal spürte, wenn ich sie sah. Sofort schloss ich sie in meine Arme und machte ihr klar, wie sehr es mich freuen würde, sie zu sehen.

    Ich war mir sicher, dass sie was für mich empfand, diese lange Strecke auf sich zu nehmen...nur um mich zu sehen...mein Herz war gerührt und mein Gemüt voller Freude, ich hatte gehofft und ersehnt es zum schönsten Wochenende aller Zeit zu machen. Wir kamen bei mir zuhause an und ich servierte ihr meinen selbstgemachten Spinat mit Nudeln, der sogar essbar war^^. Wir redeten viel und ich genoss jedes Wort, das wir miteinander wechselten, ich war einfach glücklich. Den Rest des Abends verbrachten wir in meinem Zimmer, wo ich uns Bruce Allmächtig als Film startete. Sie legte sich auf Bett und ich kuschelte mich ein wenig an sie und streichelte ihre Haare sanft. Ich fühlte mich wie in einem nie endenden Traum, als ich ihre lebendige Anmut fühlte...so frei...so sanft. Als der Film vorbei war, spielten wir Fifa07 (was ich für mich entschied) und legten uns schließlich schlafen, sie auf meinem Bett, ich auf einer Matratze. Ich dankte in dieser Nacht Gott für alles, genauso wie alle Engel des Universums, ich fühlte mich unendlich glücklich, mit allem, so wie ich es noch nie tat. Seitdem ich sie kannte, habe ich immer einen Schritt vorwärts gemacht, immer weiter, bis ich in der Nacht im endgültigen Sonnenschein eingetaucht war, ich wollte mein Leben voller Elan fühlen, mit ihr an meiner Seite, mich der Welt und den Mitmenschen öffnen, die Schule schaffen, ich träumte von allem wie noch nie zuvor, ich war endlich oben angekommen, da ein glücklicher Mensch seien zu können. Ich drehte mich zu ihr um und gab ihr einen Gutenacht Kuss auf die Wange, bevor auch ich mich hinlegte.

    Als sie am nächsten Morgen aufwachte, war ich auch sofort zur Stelle. Ich spürte, dass das mein Tag war, meine Liebe zu ihr, die die Zeit mit Katha überstanden hatte, war so schicksalshaft, so unglaublich, wie ich sie spüren konnte, wie ich immer mit ihr fühlte, wie wir uns wieder gefunden haben durch den Monolog damals, es schien alles zu passen, sogar mein Horoskop sagte mir voraus, im Juli meiner Liebe zu begegnen und an dem Tag war auch noch der Internationale Kusstag, es war fast unglaublich. Ich wachte auf und brachte ihr Frühstück ans Bett und sie begann lächelnd zu essen. Nach einer Revange beim Fifa07, die sie gewann, legte sie sich wieder aufs Bett und ich legte mich neben ihr und begann erneut sie zu streicheln. Dabei war der Moment so magisch und die Anziehung zu ihr so groß, dass ich langsam, begann ihren Hals zu streicheln, was Michi aber zögerlich abblockte und mir sanft klar machte, dass ihr Freund das dürfte, wenn sie einen hat und ich das bitte lassen sollte. In dem Moment war ich zornig...aber nur auf mich selbst. Ich erkannte, dass ich sie bedrängt hatte und entschuldigte mich mehrmals bei ihr, doch sie machte mir klar, dass sie mir nicht böse sei. Um das Thema zu vergessen, ging ich raus mit ihr einen Spaziergang machen, wobei wir über Vieles redeten. Dabei erwähnte sie, dass sie eigentlich gerne um 12 Uhr gegangen wäre, um ihre Tante noch besuchen zu können, aber bleiben werde, weil sie nicht wolle, dass ich deswegen traurig bin. Aber ich machte ihr klar, dass sie frei seien soll und selbst entscheiden soll, was sie in ihrem Leben macht und ich sie nirgendwo hinketten wolle. Sie suchte zuhause also eine Zugverbindung raus und ich bereitete mich innerlich auf den Abschied vor. Meine Hoffnungen hatten zwar einen Dämpfer erhalten, aber ich vertraute nach wie vor allem dem Schicksal und die unendliche Liebe, die mich mit ihr umgab. Mein Vater fuhr uns zum Bahnhof und als ich kurz vor dem Abschied stand, war mir klar, dass ich es ihr sagen musste.

    Ich drehte mich zu ihr um und schaute ihr fest in die Augen. Michi begann ich ich hab einen Klos im Hals...aber ich...ich wäre wirklich gerne dein Freund...weil...weil du ein ganz...ein ganz...unglaublicher Mensch bist...aber wenn du nicht willst, akzeptiere ich das! Michi schaute mich für einige Momente an und als ich ihren Blick sah, merkte ich, dass ich verloren hatte. Doch der Blick...er war eines der wenigen Sachen, die ich in meinem Leben nie vergessen werde. In ihm sah ich ein unendliches Leid-Tun, ich sah, wie wichtig ich ihr eigentlich war und wie traurig sie bei ihrer Entscheidung war. Doch (es tut mir leid, dass ich an dieser Stelle weinen muss, doch es geht nicht anders ) plötzlich nahm sie mich in den Arm, drückte mich fest an sich und versuchte sich zu rechtfertigen, doch ich machte ihr klar, dass ich es akzeptieren werde, auch wenn es mich schmerzt, denn sie sei mir zu wichtig, als dass ich was anderes tun könnte. Wir schauten uns einige Minuten an, bis ich schließlich meinte, dass wir doch bitte Freunde bleiben sollten, was Michi auch wollte. Sie stieg in den Zug ein und ich blieb zurück...geschlagen, gebrochen, vernichtet! Domi hatte recht, wie immer, ich hatte die ganze Zeit an mein Glück geglaubt und daran, endlich glücklich werden zu können. Fast hätte ich es geschafft, die tiefe Finsternis in der ich lebte zu überwinden und endlich in ein glückliches Leben aufzubrechen, doch nun wurde ich kurz vor dem Ziel von dem Menschen zurückgeworfen, der mich diesen Weg hinaufgegleitet hat, wie kein anderer, dem tollsten und fantastischstem Mädchen, das ich je kannte und kennen werde. Ich habe den Glauben an alles verloren: an die Liebe, ans sogenannte Schicksal und in mich. Ich steh am Ende komplett ohne Freundin da, ohne Liebe, ohne Geborgenheit, ohne einen, der einen auffängt und Halt gibt, wenn man nicht mehr weiter kann, ohne dem Feuer, was mir dir Kraft gegeben hätte, weiter zu kämpfen. Doch nun gibt es nichts mehr, wofür ich kämpfen müsste, ich bin wieder in dem tiefen, dunklen Loch, in dem ich vor der Geschichte lag und sogar noch tiefer, ohne jemanden, der mir die Kraft geben könnte, je wieder aufzustehen. Ich bin alleine, einsam und verlassen, nur noch Domi ist für mich da. Ich glaube zwar daran, eines Tages wieder aufstehen zu können, doch glaube ich nicht, je wieder jemanden finden zu können, den ich so liebe wie Michi, ihr Körper hat mich angezogen wie ein Magnet, ihr Charakter war golden wie die des größten Heiligen und ihr Lächeln war der reinste Sonnenschein...ich liebte alles an ihr, nie mehr finde ich jemanden wie sie, das war einmalig...und selbst wenn ich je jemanden finden sollte, der mal zur Abwechslung meine Liebe erwidert, werde ich sie niemals so lieben können, wie Michi, sie war und ist die Frau meines Lebens! Doch woher noch Kraft zum Kämpfen nehmen? Ich schaffte nichts, außer diesem Monolog:

    Aus…vorbei…Ende! Meine Gefühle, zerschmettert wie Glas auf hohlem Stein, mein Herz vereist und taub von jeden Emotionen. Es ist nichts mehr da, keine Freude, kein Zorn, kein Lachen, nur noch Trauer, die sich in jegliches bohrt, was ich erhoffte, bis an mein Lebensende führen und leiten zu können. Das rote Blut, das in meinem Innersten fließt, wird von der schwarzen Säure des Leidens übersäht und langsam aber sicher vergiftet. Meine Organe stehen still und meine Seele ist leer, nichts mehr steht vor euch, als die Hülle meines ehemaligen, von Leben umworbenen Körper. Mein Geist ist lange nicht mehr hier, verzweifelt pocht er ans Tor zum Himmel, um endlich wieder da zu sein, wo er seien sollte, dort wo der Pein kein Platz und Dunkelheit keine Möglichkeit hat zu existieren in den unendlichen Gestaden des Himmels.

    Ich schickte Michi diese gesamte Geschichte, als sie nach hause kam und sie glaubt trotz allem weiterhin an eine Freundschaft. Doch wie lange das gut geht, weiß ich nicht, ich weiß nur, dass nichts mehr so seien wird wie früher und auch, dass mein Leben nur noch leer ist und es nie wieder einen Menschen geben wird, der sie ersetzen kann. Denn was auch immer kommt, Michi, ich werde dich ewig lieben.

    Gruß Nischara
     
    #3
    Nischara, 10 August 2008
  4. RedRosex3
    RedRosex3 (25)
    Verbringt hier viel Zeit
    218
    101
    0
    nicht angegeben
    Ui.
    Ich fang gleich an zu weinen. Schade, dass es so geendet hat.


    P.S: Lies die Geschichte nochmal durch und berichtige vllt, wenn du das möchtest, die Rechtschreibfehler...
     
    #4
    RedRosex3, 11 August 2008

jetzt kostenlos registrieren und hier antworten
Die Seite wird geladen...

Ähnliche Fragen - Sturm Liebe
JackThomson2908
Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches Forum
29 August 2016
6 Antworten
Funksoulbrother
Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches Forum
20 Juni 2016
9 Antworten