Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren

mein traum vom psychoheini

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von relevantz, 13 April 2003.

  1. relevantz
    Gast
    0
    es ist nur ein traum gewesen, der mich hat aufschrecken lassen. um zu vermeiden, dass mein kopf platzt muss es raus !

    es war nicht einfach, zu fahren. doch musste ich es tun. sie erwarteten mich nach langer zeit, der abwesenheit. mein kopf brannte und ich war nicht in der lage gewesen mich ordentlich zu unterhalten. nun kommt die stunde der wahrheit, dachte ich bei mir und stieg aus dem zug. frankfurt. ich atmete die luft ein. dreckig, stinkend und dick kam sie mir vor. eigentlich wollte ich mit dem bus zu ihnen fahren, doch da stand er. mein vater. er holte mich ab. nun gut, dann fahre ich eben mit ihm. er schien froh, mich in seiner nähe zu haben. er vertraute der szenerie nicht, in der ich mich befand. wir fuhren ohne viele worte zu wechseln los. die stadt hatte sich kaum verändert. laut, voll und überfüllt, lag sie da. mit all ihren ampeln, häusern, türmen und menschen, die achtlos und kalt aneinander vorbeigingen. frankfurt, eine weltmetropole, die mir an manchen tagen mal mehr, mal weniger bedeutet. doch an diesem tag bedeutete sie mir mal wieder mehr. mein vater fuhr und fuhr, aber er benutzte nicht den weg, den ich in erinnerung hatte. an vielen stellen meiner erinnerung fuhr er vorbei. absichtlich? nein, ich denke nicht. es war einfach der weg. die stadt zog an mir vorbei. unaufhörlich bauten sich neue wolkenkratzer auf und wieder ab. immer wieder von neuem. er hielt an. mitten in frankfurt. nicht da, wo ich grade hinwollte. ein psycho-heini. ich mag sie nicht. ehrlich. doch er zerrte mich hinein. meinte, ich müsse das tun, mit ihm reden und so. sonst könne ich nie wieder glücklich werden. wir sassen im wartzimmer. die leute schauten mich an, als wenn ich nicht ganz knusper wäre. doch es war mir egal, warum mich all diese leute anstarrten. es ist mir immer egal gewesen, wenn mich jemand anstarrte, der in der gleichen situation ist, wie ich. ich überlegte mir, was er wohl von mir wissen wolle, der feine herr doktor. der nächste bitte, wir wurden aufgerufen. jetzt sitzt mein vater neben mir, im sprechzimmer. weisse wände. ein sessel. ein waschbecken. alles in hellen, hässlichen farben gehalten. selbst die stühle, auf denen wir gerade sitzen, sind aus hellrosanem leder. es macht mich nervös, hier in diesem raum zu sitzen. ich mag esw nicht. und das weiss mein vater ganz genau. seit wir ausgestiegen waren, wechselten wir kein einziges wort. nichts. der doktor kommt rein. alt, mit schwarzen haaren. leger gekleidet. mit heller anzughose und hellbraunem pulli, unter dem ein hellblau schimmerndes hemd hervorschaut. ich mochte ihn noch nie. ich weiss noch, wie das erste und bislang letzte mal dort war. er fragte mich aus über sachen, die ihn nichts angehen. meine eltern waren vorigen monat schon bei ihm. haben ihm irgendwas erzählt. über mich wahrscheinlich. wie sollte es auch anders sein? er gibt uns beiden die hand und fragt, wie es denn geht. ich sage okay. sehe ihm fest in die augen. er weicht mir aus. holt eine akte heraus, ein krankenblatt, oder so.er schaut mich kurz an und fängt dann an, mit meinem vater zu reden. was er denn mit mir schon geredet hätte. ich höre nicht zu. ich sehe dem doc die gesamte zeit in die augen, als er sich plötzlich an mich wendet. er fängt an zu fragen. ich verschränke die arme und meine trocken, dass ich, solange mein vater noch in diesem raum sitzt, keine einzige frage beantworten werde, und dass er ihn rausschicken soll. men vater geht wider willen heraus.der doc stellt mir schon wieder die frage. nein, es ist eher eine anweisung. ohne bitte. einfach nur eine eiskalte anweisung. erzähl mir mal deine geschichte! so stellt man doch niemendem eine frage, wenn man etwas von diesem menschen erfahren will, oder? ich stehe auf. was soll das? kann der nicht normal fragen? ich habe nicht die absicht noch länger in diesem raum zu bleiben. ich werde ihm jetzt meine meinung sagen. werde ihm erzählen, was ich von ihm und seiner gattung halte. ich fange nun an. ich werde ihn nicht mehr zu wort lassen. ich werde ihm etwas auftischen, das er sein ganzes leben noch nicht gehört und wird es auch wahrscheinlich nie wieder zu hören bekommen. ich sehe ihm fest in die augen, hole tief luft und spreche ihn an. so herr doctor, sie müssen wissen, dass ich eine abneigung gegen sie und iheren berufszweig habe. ich werde weder ihnen noch irgendeinem anderen doc irgendetwas erzählen. denn nicht sie bekommen heraus, was in mir vorgeht, sondern ich muss das ganz alleine für mich machen. ich muss entscheiden, ob ich mich krank fühle nicht sie. sie haben keine ahnung, was in mir vorgweht, und sie werden es auch niemals erfahren, denn wenn ich das bedürfnis habe zu reden, dann rede ich mit den menschen, die ich mir aussuche und nicht mit denen, die mir vorgesetzt werden. wenn ich jemanden was erzähle, dann nur das, was ich für nötig halte und nicht das, was man mir aus der nase zu ziehen versucht. ich werde mich den menschen öffnen, die mir etwas bedeuten, das sind nicht sie und das sind nicht meine eltern, das sind die leute, die ich mir aussuche. das sind menschen, die mich verstehen, menschen, die sich vielleicht in mich reinversetzen können. menschen, die nicht sind, wie sie. menschen eben und sie herr doktor sehe ich nicht als mensch an! nie und nimmer. ich will sie nicht und sie werden mich auch nicht brauchen. wenn ich mit so einem scharlatan wie sie einer sind und alle ihre kollegen, dann werde ich das tun, wenn ich nicht mehr auf dieser welt verweile, denn das ist gegen meine prinzipien, gegen jeden gesunden menschenverstand, gegen emotionale öffnung und ganz besonders gegen mich. ich werde nun gehen, ob sie wollen oder nicht. ich werde keine weitere minute in dieser praxis bleiben. denn das macht mich traurg, wenn ich drausen in all diese gesichter sehe, die ihe hilfe wollen und darauf bauen, oder in deren, die es müssen, weil sonst kein ausweg mehr besteht oder weil sie es einfach nur eingeredet bekommen haben. sie werden mich nie wieder sehen. und sollte meine mutter hier wieder auftauchen, dann sagen sie ihr einen schönen gruss von mir, ich werde nicht wieder nach hause kommen. sie darf sich deswegen bei meinem vater bedanken.
    somit schliesse ich das gespräch ab. gehe ohne aufwiedersehen oder so aus der türe und aus der praxis. mein vater ist nicht da. doch das auto steht. min rucksack liegt noch drin. ich muss ihn haben. komme, was wolle. der kofferraum ist noch offen. die zentrlverriegelung hat ein problem. ich nehme mir meinen rucksack und gehe. ich gehe zurück zum bahnhof. steige in einen zug und fahre zurück. mir geht es besser. ich bin frei. ich werde frankfurt nie wieder sehen müssen !
     
    #1
    relevantz, 13 April 2003
  2. Guzi
    Verbringt hier viel Zeit
    692
    113
    26
    nicht angegeben
    Nur ein Wort: WOW!
     
    #2
    Guzi, 14 April 2003
  3. Eierbrötchen
    0
    ich habe manchmal, wenn ich deine sachen hier lese, ein problem, zu realisieren, dass das echt sein soll. ich bin in einer viel zu heilen welt aufgewachsen, um das zu verstehen, was du schreibst, glaube ich. trotzdem kann ich, glaube ich, etwa verstehen was du meinst.

    da es nur ein traum war, versuch ich jetzt garnicht erst das genau zu verstehen. aber im zusammenhang mit deiner restlichen geschichte: hart.
     
    #3
    Eierbrötchen, 14 April 2003
  4. Jeanny
    Gast
    0
    was soll ich sagen.... viel fällt mir nicht ein.... aber wie eierbrötchen gesagt hat: wenn man deine geschichte gelesen hat, kann mans besser verstehen. auf jeden fall echt hart.
     
    #4
    Jeanny, 14 April 2003
  5. Beastie
    Beastialische Beiträge
    10.758
    218
    254
    Single
    ich liebe wie du schreibst.... ganz ehrlich....
     
    #5
    Beastie, 15 April 2003
  6. Eierbrötchen
    0
    as you said
     
    #6
    Eierbrötchen, 16 April 2003

jetzt kostenlos registrieren und hier antworten
Die Seite wird geladen...

Ähnliche Fragen - traum psychoheini
Arthanjak
Kummerkasten Forum
10 Februar 2016
2 Antworten
lara_mller
Kummerkasten Forum
6 Dezember 2015
5 Antworten