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Mein Zweiflerchen - Bindungsangst?

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von User 53748, 5 Juli 2008.

  1. User 53748
    User 53748 (28)
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    in einer Beziehung
    Wie einige vielleicht wissen bin ich im Januar nach nur einer Trennungswoche wieder mit meinem "Ex" zusammen gekommen und dachte eigentlich, dass wäre das Happy-End seines verzweifelten hin und hers und ja und neins was die Beziehung betrifft.
    Doch scheinbar war das ein Trugschluss...
    Er zweifelt wieder, bzw. mittlerweile glaube ich, dass er es unterbewusst immer getan hat. Er zweifelt an seinen Gefühlen, Beziehungen allgemein und glaubt, dass er ein Mensch ist, der sich nie fest an jemanden binden kann, geschweige denn den Traum nach Haus und Kindern hegt. Irgendwann zusammen ziehen kann er sich auch nicht vorstellen.
    Mich zerreisst das so. Es macht mich so traurig und wütend zugleich... ich war heute schon kurz davor Schluss zu machen, weil ich dachte "nein, nicht nochmal so viele Wochen hin und her." Immer wenn ich denke, wir haben sehr, sehr schöne Zeiten fängt er an zu zweifeln.... er will sich nicht trennen sagt er, er will mich nicht verletzen.. aber ob das genug "Basis" ist? Ich weiß es nicht.

    So viel geweint wie heute habe ich lange nicht mehr.. und er meinte "du tust mir leid... was ich dir antue..." Und das nach dem so schönen Abiball gestern... :herz:

    Ich kann ihm da irgendwie auch nicht helfen. Und einen Therapeuten oder so lehnt er ab, da er meint, es sei keine psychische Krankheit. (Was ich auch nicht unbedingt denke, ABER allem was quasi ungewöhnlich ist und oft auftritt wird ja ein Name gegeben, vielleicht kann ein Therapeut ihm doch helfen...)

    Bin ich einfach nicht die Richtige für ihn?

    Ich will mich nicht trennen.. ich will niemand anderen als ihn aber bei ihm weiß ich es einfach nicht... :cry:

    Weiß jemand etwas mehr über Bindungsangst und wie man die "heilen" kann... ?

    Liebe Grüße,
    *Biene*
     
    #1
    User 53748, 5 Juli 2008
  2. LeeteasY
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Ich denke, du solltest nicht versuchen, ihn zu ändern. Das ist wohl eine grundlegende Eigenschaft von ihm, und nicht irgend ein "Mini-Ding", das man schnell abstellen kann. Er will sich ja auch nicht ändern, bzw seine Einstellung dazu. Entweder musst du damit klar kommen und dich damit abfinden, dass es nie so eine enge Beziehung wird, bzw ihr miteinander Kinder bzw Familie habt, oder du musst in den sauren Apfel beißen und anderweitig nach deinem Glück suchen...
     
    #2
    LeeteasY, 5 Juli 2008
  3. Starla
    Gast
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    Es ist ja nicht gesagt, dass er seine Einstellung nicht noch ändern wird. Vor allem in dem Alter hat man doch oftmals ganz andere Interessen, das ist doch okay.

    Er sollte sich nicht stressen, dann wird das schon.
     
    #3
    Starla, 5 Juli 2008
  4. User 53748
    User 53748 (28)
    Meistens hier zu finden Themenstarter
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    in einer Beziehung
    Ja... es geht ja nicht nur um die Zukunft, wobei er meint, wenn man das gar nicht mit einbezieht, geht es ja auch irgendwie nicht, die Basis fehle dann wenn beide untersch. Vorstellungen haben.

    Aber das er oft sein Single-Leben will, sich zu anderen Mädchen hingezogen fühlt aber wie genau kann er auch nicht erklären, Angst hat sich zu verlieben und eben sich zu binden aus Angst was zu verpassen.
    Oft fallen Sätze wie "Vielleicht wäre es besser wenn wir nur Freunde wären"... oder das er mich "lieb hat" aber nicht weiß, ob er das gleiche für mich empfindet wie ich für ihn.
    Oft habe ich auch das Gefühl, dass ich eben oft "dabei" bin man aber kaum noch merkt, dass wir zusammen sind und er etwas für mich empfindet.
    Aber dass er immer so sehr zweifelt wenn es aus meiner Sicht so gut läuft macht mich einfach fertig. Er scheint einfach nie ohne sein zweifeln mit mir zusammen sein können, das sagt er auch selber und meint, er hat Angst, die Beziehung sei eben seit januar schon unrettbar kapputt, aber wissen tut er es auch nicht.
    wie soll ich mich verhalten... wie lang macht man das mit ohne kaputt zu gehen? Ich kann mir einfach nicht vorstellen mein Leben mit ihm zu teilen, wenn ich das Gefühl habe, ich bin nicht die Richtige für ihn... :cry: :cry: :cry:

    Wir haben oft das Gefühl uns in und auswendig zu kennen, uns alles gesagt zu haben. Er sagt auch oft bevor er mich überhaupt fragt "***** will das sicher nicht." usw, was mich auch aufregt. Aber ich glaube ihm fehlt das eben auch so ein bisschen, das unbekannte zu entdecken usw... das ist eben der bittere Beigeschmack, wenn man sich wirklich ALLES sagt.
     
    #4
    User 53748, 5 Juli 2008
  5. Asti
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Ich hab auch so ein Exemplar und ich kann da auch die Uhr nach stellen, wann wieder solche "Anfälle" kommen. Ich gebe ihm die Freiheit, die er braucht, versuche ihn so wenig wie möglich einzuschränken und bin trotzdem immer da :ratlos: Keine Ahnung, sowas lässt sich schwer erklären und mir gehts auch oftmals nicht gut, aber wir wollen die Beziehung beide, auch wenns manchmal total kracht und schwer ist.
    Da hilft nur Geduld und ein gewisses Verständnis.

    Bei meinem Freund fehlt auch das Vetrauen in Frauen. Seine erste Freundin hat ihn sehr oft betrogen und das hängt bei mir noch nach. Keine Ahnung, wie man so einem Opfer begreiflich machen soll, dass man ihm nix böses will. Aber wir sind auch seit nehm Jahr zusammen, mit vielen Höhen und diversen Tiefen. Und dennoch würde ich es als überwiegend positiv beschreiben.

    Du musst halt selbst wissen, was für dich überwiegt. Entweder du nimmst das jetzt hin, wie es nunmal ist und hast evtl. das Glück, dass er irgendwann mal ein Einsehen hat oder du lässt es bleiben.
     
    #5
    Asti, 5 Juli 2008
  6. User 53748
    User 53748 (28)
    Meistens hier zu finden Themenstarter
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    in einer Beziehung
    Schön, eine Person zu treffen, der es auch so geht. Die die gleichen Sorgen hat wie ich. Ich frage mich eben, ob beide Partner so überhaupt glücklich werden können..Wie äußert sich das bei deinem Ferund wenns "mal wieder losgeht?" Zu welchen Ergebnissen seit ihr gekommen? Reicht deinem Freund der Freiraum?

    Ich fühle mich zur Zeit ein bisschen wie ein "Platzhalter" weil er ja auch Angst hat was zu verpassen und sich manchmal sein Singleleben wünscht.
    Ich kann mir ein Leben ohne ihn nur schwer vorstellen... ich will kein Ende der Beziehung außer eben, dieses "Problem" lässt sich auf Dauer nicht beseitigen.
     
    #6
    User 53748, 5 Juli 2008
  7. Asti
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Vor zwei Wochen hatte er sone Phase, wo er meinte, er muss Schluss machen :ratlos: Das hielt genau sieben Tage, dann kam er wieder. Ich weiß nicht, das sind dann Zeiten, wo alles und jeder wichtiger ist als ich und dann krachts natürlich. ich seh nicht ein, dass er es vorzieht seinen Kumpel zum 20. Mal am Tag zu besuchen und mich dann außen vor zu lassen und er siehts genau andersrum.
    Dann schepperts und renkt sich aber meist auch genauso schnell wieder ein. Er meint auch, dass er gerne wieder sein Singleleben hätte, andererseits sagt er auch, dass es dämlich wäre ne Frau wie mich abzuservieren.
    Ob ihm die Freiheiten reichen, keine Ahnung. Ich will ehrlich gesagt gar nicht wissen, was so passiert, wenn ich nicht anwesend bin. Sicher wird er nicht fremdgehen, aber andere Frauen sind für mich generell ein Dorn im Auge, egal, obs nur reden ist oder sonstwas.
     
    #7
    Asti, 5 Juli 2008
  8. User 53748
    User 53748 (28)
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    in einer Beziehung
    Ja... wenn man weiß dem Partner fällt es schwer sich zu binden sind einem andere Frauen natürlich aus Angst noch mehr ein Dorn im Auge. Jeder enge Tanz, jede Umarmung ist dann gleich eine neue Wunde in der Narbensammlung. Vor allem wenn man weiß und einem gebeichtet wurde, dass er manchmal schon Sehnsucht nach der körperlichen Nähe anderer Frauen verspürt, wenn auch nur oberflächlich. Trotzdem, mir fällt es schwer das zu verstehen, weil ich das so gar nicht kenne...
     
    #8
    User 53748, 5 Juli 2008
  9. Asti
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    nicht angegeben
    Ich kann damit auch nur mit viel, viel Augenzudrücken leben. Nicht drüber nachdenken...
     
    #9
    Asti, 5 Juli 2008
  10. Prof_Tom
    Prof_Tom (28)
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    nicht angegeben
    Genau, Augen zu und durch. Versuch den Moment zu leben, und nicht an die Zukunft zu denken. Das ihr da sehr viele Differenzen habt, damit musst du halt auskommen, auch damit, dass du nicht seine Frau fürs Leben bist.. wenn du das gut kannst, dann ist es doch kein Problem ..
     
    #10
    Prof_Tom, 5 Juli 2008
  11. User 53748
    User 53748 (28)
    Meistens hier zu finden Themenstarter
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    in einer Beziehung
    Ja, wenn man das kann... falls ihr Leute kennt die das können und auch hier im Forum sind... sagt Bescheid... würde diese Fähigkeit gerne erlernen. Aber für mich ist er eben der Einzige und soll es auch bleiben. Klar das man sich dann wünscht, dass er das genauso sieht.Außerdem, wie soll man denn so leben können, wenn man mitbekommt, dass der Partner (ergo auch man selbst) nicht glücklich ist mit der momentanen Situation?
    Eure Vorschläge liegen doch sehr nah am schier unmöglichen, am Ideal.
    Gut, meine Vorstellungen von der Zukunft mögen das auch sein und ich teile die Meinung, dass man sich da nicht zu sehr den Kopf drüber zerbrechen sollte und sich das noch geben kann, wenn man noch so jung ist. Darum geht es ja auch gar nicht. Ich denke nur, wir beide wären glücklicher, wenn er einfach nicht zweifeln würde. Wenn er wüsste was genau er fühlt, was er will etc. Ich hoffe es gibt hier noch den ein oder anderen mit konstruktiven Tips, da ich eben leider kein Mensch bin, der das so hinnehmen kann. Ich leide einfach zu sehr unter der Situation. Und bitte erst mal andere Vorschläge als eine Trennung.
    Zum beispiel ob ihr Erfahrungen mit einer Therapie in die Richtung gemacht habt, ob das in dem Fall überhaupt sinnvoll/notwendig ist und wie man das Gezweifel loswird.
    Oder wie sehr ihr, wenn ihr solch einen Partner habt, noch über diese auftretenden Stimmungsschwankungen redet, ob das eher im Hintergrund bleibt um den anderen nicht zu verletzen und für sich selbst damit klarzukommen, oder doch oft dem Partner zur geteilten Last gemacht wird und wenn ja, ob ihr glaubt, dass das eine oder andere "besser" ist.
    Was für Hintergründe, Erfahrungen etc. diesen Bindungsängsten zugrunde liegen und ob es eben Chancen gibt diese überhaupt loszuwerden...
     
    #11
    User 53748, 5 Juli 2008
  12. Asti
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Ich kanns dir nur von meiner Seite aus sagen.
    Ich, mein Freund und auch viele Außenstehende sind der Meinung, dass unsere Beziehung eine Zukunft hat, sofern wir diese Phase irgendwie rumkriegen. Mit Sicherheit will er jetzt seine Freiheit und was weiß ich, andererseits ist er sich aber auch im Klaren, dass wir sehr gut harmonieren und das einfach langfristig gesehen was werden kann, wenn wir uns da beide jetzt zusammenreißen. Das gibt natürlich eine gewisse "Motivation".

    Das andere ist, dass ich ihm versuche, irgendwie Vetrauen zu vermitteln. Ich weiß, wie sehr in die Fremdgeherei seiner Ex zu schaffen gemacht hat, auch wenn ers nicht zugibt. Und solange er der Meinung ist, dass Frauen von Grund auf Böse sind, ist es natürlich schwer, da ne Basis zu schaffen.

    Und zu guter Letzt ist es auch eine prima Freizeitbeschäftigung so einen Herumtreiber langsam aber sicher in geordnete Bahnen zu leiten :grin:
     
    #12
    Asti, 5 Juli 2008
  13. User 27629
    User 27629 (33)
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    nicht angegeben
    Ich finde nicht, dass deine Vorstellungen von der Zukunft zu idealistisch sind. Wenn man nicht an die Zukunft der Beziehung glauben kann, wie soll man sonst Gefühle investieren, sich also der Gefahr aussetzen verletzt zu werden?!
    Meine Meinung dazu ist, sobald die Zukunftsvorstellungen zu weit auseinander gehen, wird früher oder später entweder einer von beiden seine Vorstellungen aufgeben müssen (was ein hoher Preis sein kann) oder es kommt zur Trennung.
    Natürlich kann man nie wissen, wie es ausgehen wird, aber mir persönlich wäre alles zu ungewiss, wenn ich wüsste, mein Partner glaubt nicht wirklich an eine gemeinsame Zukunft.

    Das Problem ist, dass du seine Einstellung nicht ändern kannst. Auch mit verschiedenen Mitteln, auf ihn einzuwirken, wird ihn vermutlich eher weiter in die "Abwehr" bringen.
    Du kannst also nur deine Einstellung zu dem Thema ändern (falls sowas überhaupt möglilch ist in einer Art, dass man vollen Herzens dahinter steht) oder weiter hoffen und warten, mit der Gefahr, dich damit irgendwann unglücklich zu machen, oder der Chance, dass er sich doch einmal auf eine tiefere Bindung einlassen kann (wie hoch diese Chance ist, kann dir niemand beantworten), was jedoch nicht gleichzeitig heissen muss, dass er dann plötzlich bereit zur Familiengründung usw. ist, das ist ja - neben seinen Zweifeln - nochmal eine andere Differenz zwichen euch..

    Sorry, dass meine Antwort nicht besonders positiv klingt, es soll auch keine Empfehlung zu irgendwas sein, nur meine Gedanken dazu.
     
    #13
    User 27629, 6 Juli 2008
  14. SandraChristina
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    nicht angegeben
    oh je, mädels warum tut ihr euch das an?

    ich habe selbst so eine beziehung hinter mir (5 jahre) und meiner besten freundin erging es ebenso.

    auf keinen fall würde ich mich wieder auf so einen menschen einlassen. ich habe bei mir festgestellt, das ich in bezug auf solche männer bisher ein muster hatte. oh wunder mein vater ist so einer. er ist 49 jahre alt, und verhält sich wie ein zwanzig jähriger. meiner erfahrung nach, wird das nicht besser. so wie sich männer darstellen, besonders wenn es "negativ" ist, so sind sie auch. männer machen einem da wenig vor. man fragt sich dann hinter her, warum man die warnzeichen nicht gesehen hat.
    meine freundin lernte ihren mit 18 jahren kennen. bereits beim ersten date erwähnte er, er wolle nicht zusammen ziehen, keine kinder etc. meine freundin dachte sich, "das wird schon, noch will ich ja auch nicht" das ganze zwischen den beiden zog sich 11 jahre, sieben jahre beziehung, 4 jahre immer mal wieder hick hack. er hat vieles gebracht. z.b. wollten die beiden ein haus kaufen. es stand bereits eines fest, und auf dem rückweg von der bank fiel ihm ein, er wolle doch nicht zusammen ziehen. in seiner wohnung gefalle es ihm so gut, da wolle er auch die nächsten 15 jahre alleine bleiben (genauer wortlaut :eek: ) ! bei dieser meinung ist er bis heute geblieben. oder er war an einem tag, bester laune, sprach vom heiraten, und fuhr eine stunde später heim, um sich ganze drei monate nicht mehr zu melden.... das ging endlos so weiter. heute hat sie bindungsängste, obwohl das ganze drei jahre zurück liegt.
    ich habe es ja selbst auch erlebt. wenn man ständig, wenn es in einer beziehung schön ist zurück gestoßen wird, ständig mehr möchte, und der partner verweigert, immer wieder die beziehung beendet wird, geht man daran kaputt. man verliert seine selbstachtung und der partner den respekt vor einem. er kann sich ja alles leisten.
    ich sage nicht dass diese männer (können auch frauen sein) das bewusst und bösartig machen. aber ich denke da sind soviele ungereimtheiten mit sich selbst, und das chaos wird auf den partner übertragen. sowas geht bis zum psychoterror. diesen menschen fehlt jegliches feingefühl, und verantwortungsbewusstsein für andere menschen. letztlich git es nur sie selbst. mein vater z.b. betrügt seine freundin seit über einem jahr. beide frauen glauben, er habe lediglich bindungsängste, welche man mit genug verständnis und zeit schon aus dem weg räumen könne. mein vater selbst fühlt sich als opfer, weil er schließlich mit der situation überfordert ist. ihm gehe es schlecht damit. es kommt immer nur von ihm "mir gehts schlecht damit". wies den beiden damen geht, welche meiner meinung nach die augen verschließen, erwähnt er nicht einmal. er hat dafür keine gefühl. seine magengegend meldet etwas unangenehmes, und er bemitleidet sich dafür noch selbst.

    meine freundin hat in den drei jahren hick hack mit ihrem ex auch dessen anderen beziehungen mitbekommen, es lief bei den anderen frauen genauso.

    ich habe gemerkt, ich muss an mir was ändern. der andere wirds nicht tun. ich muss an mir selbst entdecken, warum ich jemanden liebe (und das grenzte schon fast an sucht, denn immer wenn ich enttäuscht, gedemütigt wurde, habe ich noch mehr geklammert) der mich so behandelt. warum halte ich an etwas fest, das mir des öfteren fast den gesunden menschen verstand gekostet hat.
    klar, bei mir lags an der kindheit, dessen war ich mir auch vollkommen bewusst. aber die umstezung ist, ist fast wie bei einem drogen entzug. man muss seine persönlichkeit von grund auf ändern. man muss eigenliebe entwickeln. man muss den blick und das gefühl für normalität wieder lernen. man muss lernen, bei verletzung den richtigen weg zu finden, nämlich hin zu sich selbst, und auf distanz zum anderen. ich habe mich bei verletzungen, zurückweisungen noch mehr auf meinen partner gestürzt. zwei therapien waren notwendig, um mir dessen auch wirklich bewusst zu werden, wie ich da ticke. letztlich hab ich ein jahr gebraucht, um meinen ex zu verarbeiten. mein ex hat mir sogar noch beigebracht, dass ich die verrückte bin. ein beispiel unter vielen: mich hat es z.b. gestört, dass ich nach drei jahren beziehung nur eine person aus seinem freundeskreis gekannt habe. ich habe bis dato seinen besten freund nicht einmal gesehen. das ganze sei ja schließlich sein leben, das habe mit mir nichts zu tun, es ginge mich nichts an. ich sei krank und klammernd, dass ich mich in sein privatleben und seine hobbies einmischen wolle. ich habs irgendwann geglaubt, und mich sogar noch entschuldig. nur damit er bei mir bleibt.
    vertrauten aufbauen fällt mir heut noch schwer, obwohl mir mein partner keinerlei grund gibt. mit vertrauen meine ich nicht, dass er mich betrügt. ich habe die irrsinnige vorstellung, er könnte mich von einem augenblick auf den nächsten verlassen, wies mein ex so oft getan hat. daher ziehe ich mich zurück. kurz, aus der einstigen klammererin ist eine vermeiderin geworden. ich habe plötzlich angst, mich auf jemanden einzulassen. es kostet mich viel mut und selbsterkenntnis, es dennoch in einem gesunden maße zu tun.

    ich kenne deinen freund nicht, das alles sind meine erfahrungen, sie müssen mit deinem freund keinesfalls übereinstimmen. aber selbst ein bruchteil dessen ist meiner meinung nach schon unzumutbar. es gibt so tolle menschen auf dieser welt, vergeude deine zeit nicht an jemanden, der nichts geben will. keine sicherheit, keine treue, kein für einandereinstehen, keine verantwortung, kein gemeinsam geteiltes leben, keine zukunft
     
    #14
    SandraChristina, 6 Juli 2008
  15. Shiny Flame
    Beiträge füllen Bücher
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    Verlobt
    Ich hatte auch mal einen Partner mit Bindungsangst... Viel möchte ich darüber hier gar nicht schreiben, weil es irgendwie immer noch nachhängt und ich merke, dass alleine der Versuch, hier darüber zu schreiben, mir immer noch wehtut...

    Du siehst, ich schreibe, ich hatte. Ist nämlich vorbei. Irgendwann habe ich begriffen, dass er einfach immer wieder, wenn ich mir Nähe wünsche, sich wieder zurückziehen wird, weil die Nähe ihn überfordert und er dann wieder an der Liebe zweifelt - und immer, wenn ich kurz davor bin, dann wegen meiner Zweifel folgerichtig Schluss zu machen, kam er wieder zu dem Schluss, dass ich doch die Frau seines Lebens war. Aber immer erst kurz bevor ich endgültig weg war.

    Irgendwann habe ich das begriffen. Aber es ist schon ein Jahr her, dass ich mir eingestehen musste, dass sich an diesem Kreislauf nie etwas ändern wird. Und es ist schon ein Jahr, in dem er sich darein steigert, dass ich immer seine große Liebe war und es auch immer sein werde und ob ich nicht zurück will und und und...

    Und es wird wohl noch länger dauern, bis die Verletzungen, die das ständige Hin und Her mir angetan hat, verheilt sein werden. Bis ich ganz tief im Herzen wieder glauben kann, dass ich einen Mann verdiene, der sich tatsächlich einfach sicher ist, dass er mich liebt. Bis ich wieder jemandem vertrauen kann, dass er tatsächlich mehr Nähe möchte... Und trotzdem meine Autonomie verstehen und akzeptieren wird.

    Die Wunden aus solchen zerstörerischen Beziehungen können viel kaputt machen. Ich weiß nicht, ob es bei dir auch so ist. Bei mir... Wenn nicht mein Staatsexamen vor der Tür gestanden hätte, hätte ich dir Kurve auch nciht gekriegt. Aber ich hatte halt gemerkt, dass es ungesund ist, wenn meine Beziehung so viel Kraft von mir fordert, dass ich mich auf nichts anderes mehr konzentrieren kann. So musste ich Wohnungssuche, Umzug, Arbeit und übelst viele Prüfungen koordiniert kriegen - und ich hatte trotzdem noch mehr Kraft als ich sie vorher während der Beziehung hatte.

    Also, solche Beziehungen mit einem ewig zweifelnden Partner... Die können einen kaputt machen. Die können auf Dauer bewirken, dass man nicht mehr an sich selbst glaubt, dass man zu glauben anfängt, man verdient gar nicht mehr, als einmal im Monat mindestens zu weinen, weil er einen wieder zurückgewiesen hat.

    Ich weiß nicht, wie es bei dir ist. Aber so war es bei mir.
     
    #15
    Shiny Flame, 6 Juli 2008
  16. tierchen
    tierchen (31)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Hallo Biene,

    ich kenne diese Situation ganz gut und habe selber darunter gelitten. Bei mir mit meinem Ex war es so, dass es unsere jeweils erste Beziehung war, kaum Erfahrung davor. Irgendwie lief es ca. 3 Jahre totaaaaal gut, aber irgendwann hat sich mein Damaliger brutal verändert. Vielleicht ist er einfach nur erwachsen geworden, aber auf einmal hatte er auch diese Bindungsangst, Torschusspanik oder was auch immer. Er hat im Internet sowie im Real Life mit anderen Mädels geflirtet, teilweise vor meinen Augen. :cry: Irgendwann hat er sich von mir getrennt und ist einer anderen hinterhergelaufen. Da ich aber gefühlsmäßig so wahnsinnig stark an ihm hing (und diese Andere das Interesse an ihm verloren hat, sobald er keine "verbotene Frucht" mehr war), hab ich ihm irgendwann leid getan und aus Mitleid zu mir ist er dann doch zu mir zurückgekehrt. Ab da war die Beziehung im Nachhinein betrachtet nur noch Horror. Ich habe mir eine glückliche Beziehung vorgegaukelt, hab allen erzählt wie glücklich wir nach unserer Krise nun wieder sind. In Wirklichkeit war aber alles noch um einiges schlimmer als vor der kurzzeitigen Trennung. Er liebte mich nicht mehr und gab es auch zu. Solche krassen Dialoge wie "Ich lieb dich" - "Schön, ich dich aber nicht" oder "Schatz, wollen wir in einem halben Jahr dies und das machen?" - "Wenn wir da noch zusammen sind" waren an der Tagesordnung und ich war irgendwie so abhängig, dass ich mich nur damit vertröstet hab, dass er irgendwann auch wieder Gefühle für mich haben wird und dass es einfach schwer für ihn ist, sich nach der Trennung zurechtzufinden. :eek:
    Und hinter meinem Rücken bzw. vor meinen Augen hat er weiterhin andere Mädels angebaggert. Er hat es zwar immer als "freundschaftlich" abgestempelt, aber er wusste wie weh er mir damit tut. :ratlos:
    Naja, das Ende vom traurigen Lied: durch einen Zwischenfall, den ich mittlerweile als glücklich bezeichne und dem lieben Gott dafür danke, hat er sich irgendwann endgültig getrennt. Ich hing noch monatelang an ihm, weinte ihm nach, bin psychisch echt zu einem Wrack geworden und hatte nur noch einen Gedanken in meinem kranken Kopf. Ich glaub, meine Freunde waren in dieser Zeit ziemlich genervt von mir, weil ich nur noch ein Thema im Kopf hatte :ratlos:

    Irgendwann hab ich mich aber davon losgelöst und eine Zeit lang mein Single-Leben genossen. Da hab ich erst eingesehen, wie abhängig ich von ihm war und wie doof, dass ich das alles hab mit mir machen lassen.:geknickt:

    Man kennt viele Formen von Sucht oder Abhängigkeit. Dass man aber auch nach einem bestimmten Menschen süchtig sein kann, und dass es echt schwer ist, da wieder rauszukommen, wusste ich nicht und hätte es nie geglaubt. Im Nachhinein denk ich mir, wie konnt ich das nur soweit kommen lassen.

    Das traurige Fazit ist, dass ich durch meine Exbeziehung so geschädigt bin, dass ich in meiner neuen Beziehung extrem vorsichtig bin und meinem Glück nicht trauen kann, weil ich Angst davor habe, dass es zerbricht, kaum hab ich mich reingesteigert. So eine Situation will ich echt nicht nochmal durchmachen und wünsche es keinem.

    Ich will dir nicht raten, dich von deinem Freund zu trennen. Das rate ich allgemein nur ungern. Aber nimm dir meine Geschichte zu Herzen. Vielleicht wirst du auch erst im Nachhinein erkennen können, dass du vieles falsch machst, indem du dich fügst und so an ihm hängst. Aber wenn man sich einmal am heißen Herd verbrannt hat, langt man nicht nochmal hin. Manchmal muss man diesen Schmerz durchmachen.

    Ich hoffe ja, dass es bei dir / euch (noch) nicht so schlimm ist, wie das letzte Jahr bei mir mit meinem Ex. Aber es liegt in deiner Hand, es nicht soweit kommen zu lassen. Glaub mir, da hinwegzusehen und denken "Es wird schon wieder werden" ist die falscheste Lösung.

    Ich wünsch dir alles Gute.
     
    #16
    tierchen, 6 Juli 2008
  17. LiLaLotta
    LiLaLotta (31)
    Sehr bekannt hier
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    335
    vergeben und glücklich
    Sorry, wenn ich das so sage, aber das Ganze klingt echt so, als wäre die Beziehung für euch beide eine unsagbare Qual. Für ihn, weil er eigentlich lieber solo wäre, bzw. dauernd nur am rätseln und zweifeln ist und für dich, weil du immer in der Angst leben musst, ihn zu verlieren und ja euch eigentlich keine realistische gemeinsame Zukunft siehst. Es kommt so rüber, als würdet ihr euch zwingen, zusammen zu bleiben, obwohl ihr beide wisst, dass es auf lange Sicht gesehen sowieso nicht klappt.

    Ich hatte auch mal so eine Beziehung, wo er sich immer unsicher war und es war so schrecklich für mich, dass ich sowas nie, nie wieder will. Denn es gibt auch was anderes, es gibt auch Beziehungen, wo beide sich sicher sind, wo beide einfach zusammen gehören und schöne Zeiten auch schön bleiben. Und weil ich das weiß, würde ich nie wieder so eine halbherzige Qual, wie du sie beschreibst, über mich ergehen lassen :kopfschue

    Ich denke, ihr solltet wirklich mal in euch gehen und euch beide fragen, was ihr wirklich wollt. Dass du nicht ohne ihn sein willst, das glaube ich, aber meinst du nicht, dass du noch zu jung bist für ein "Augen zu und durch"? Muss man in dem Alter solche Kompromisse eingehen, muss man wirklich alles zurückstecken, nur um den anderen nich zu verlieren? Vielleicht hast du ihn ja schon verloren, nur gesteht ihr es euch beide nicht ein.

    Da steht es doch schon. Jetzt musst du nur noch deine Konsequenzen daruas ziehen...Es ist sehr schwer, aber irgendwann wirst du froh sein, diese Last los zu sein und wieder Chancen auf eine wunderschöne, viel bessere Beziehung zu haben :smile:
     
    #17
    LiLaLotta, 6 Juli 2008
  18. Tide_Of_Notion
    Verbringt hier viel Zeit
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    103
    2
    Single
    Männer werden eben halt nicht durch romantische Happy-End-Geschichten geprägt. Während Frauen schon im Kinderalter mit Barbiepuppen das große Liebesglück simulieren, haben sich Männer mit Kriegsspielzeug und Horrorgeschichten sozialisiert. Deswegen ist ihnen der Gedanke von einer langfristigen "Alles-ist-Glücklich"-Beziehung eher suspekt, weil bei ihnen immer der Horror des "Aufgefressen-werdens" im Vordergrund steht. Nur mal so ne gewagte Theorie... :grin:
    Frauen haben halt meist die Angewohnheit, den Partner einzementieren zu wollen und in ein Schaufenster zu stecken, mit einer Etikette drauf: "Er gehört mir." Mann jedoch stammt vom Urmensch ab braucht im gewissen Sinne (,den eher nicht sexuellen,) erstmal die freie Wildbahn. :zwinker:

    Das mit dem langfristig Binden ist eben oftmals einfach zu gigantomanisch gedacht. Jedenfalls wenns um die Altersklasse von 14-30 geht. Niemand möchte sich, wenn er noch mehr als sein halbes Leben vor sich hat, klarmachen müssen, dass er all seine Atemzüge in Verbindung mit einem einzigen Menschen zelebrieren "darf". Es ist schlichtweg beängstigend, sich so früh schon festlegen zu müssen, ohne die Welt selbst schon zu genüge zu kennen. Ich denke, das sollte man auch verstehen lernen. Ich persönlich würde mich gar nicht dazu in der Lage fühlen, mich auf einen Menschen langfristig einzulassen, wenn ich weiß, ich habe meine charakterliche Hauptentwicklung noch gar nicht gemacht. Da geschieht zwischen 21 und 30 noch ganz viel...

    Ich hab da jetzt auch so einen Fall. Frau will bald heiraten, um den Mann "für sich zu haben".
    Mann will nicht heiraten, um nicht total eingenommen zu sein und nicht das Gefühl zu haben, "Täglich schläft das Murmeltier" nachspielen zu müssen. Wenn man das Gefühl hat, man hat noch ganz viel zu tun und zu entdecken auf dieser Welt, ist es einfach unpassend, seine Fahne in den Boden zu rammen und zu sagen: "Hier werde ich sesshaft."

    Was mich angeht: Ich habe einem Partner gegenüber immer erstmal das Gefühl, dass er für mich Lebensabschnittspartner ist. Nicht mehr, nicht weniger. D.h. ich plane meine nächsten 3-7 Jahre für diesen Partner ein. Alles was danach kommt ist Bonus. Und sollte es wirklich länger dauern: erst dann würde ich meinen ersten Gedanken an ein ernsthaftes "Füreinander-bestimmt-sein" verschwenden, mit allem drum und dran. Alles andere wäre für mich nicht pragmatisch genug. Und ich denke, dass viele andere Männer auch so denken...
     
    #18
    Tide_Of_Notion, 6 Juli 2008
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    in einer Beziehung
    Oh man, was soll ich schreiben, eure texte haben mich wirklich berührt und da ich im Moment eh ein halbes Wrack bin hat mich das hier auch zum Weinen gebracht... Eure Geschichten ähneln der meinen sehr stark und man spürt eure Emotionen und euer Leid auch wenn alles schon so lange her ist bei euch...
    Es stimmt so vieles davon.. das ich ihm noch mehr hinterherrenne, ihn nur nicht verlieren will weil ich so sehr an ihm hänge, ihn so sehr brauche.. und von ihm klingt es so, als sei er nur mit mir wieder zusammen gekommen, ja, aus Mitleid, weil ich so viel geweint hab etc.
    Und doch ist mein Vertrauen zu ihm seit Januar ziemlich am wackeln. Dauernd frage ich mich ob er mich wirklich liebt oder wann die nächste Zweiflerei losgeht.. Ich kann mir, wie ihr euch sicher vorstellen könnt, vor Liebe einfach nicht vorstellen, dass es nochmal jemanden geben kann, dem ich so sehr meine Liebe schenken konnte wie ihm. Der mich so sehr versteht. Der mir doch in vielen Sachen so ähnlich ist. Der immer für mich da ist. ...
    Ich kann es nicht. Es zerbricht mir mein ganzes Inneres an eine Trennung zu denken..

    Und doch.. am Anfang der Beziehung hat er sehr geklammert... wollte jede Minute mit mir verbringen, ich dagegen meine gesunde Portion Freiraum, da ich es als langjähriger Single nicht anders kannte. Ich habe mich dem gefügt, ich bin irgendwie doch gut damit klargekommen, fast alle Zeit mit ihm zu verbringen und habe mich dabei selbst aus den Augen verloren. Ich weiß nicht mehr wer ich bin, hab kein Selbstbewusstsein, mache mich immer schlechter als ich bin da ich sehr perfektionistisch bin und immer alles auf einmal will... und klammere aus Liebe zu ihm.

    Ich werde gut über das nachdenken was ihr geschrieben habt und dennoch noch etwas abwarten bevor ich etwas vermutlich endgültiges tun könnte..


    @ tierchen: Ja, Sucht, vielleicht ist es das. Irgendwo fühlt man sich schon abhängig und es gibt sie, die Momente wo ich denke wie kann ich das nur mit mir machen lassen. Aber mein Herz sagt mir immer noch das er es wert ist. Und ich habe Angst vor einer möglichen Trennung, vor den Schmerzen, vor dem Singleleben.. wieder alleine klarzukommen, auch mal quasi nur mit mir glücklich zu sein, kann ich mir kaum vorstellen..

    @ Flame: Ja.. es läuft manchmal mies bei uns, dann reden wir, dann wird es super und dann kommt der Super-Gau. Er zweifelt, ich fange an zu weinen und wenn ich mich sehr distanziert gebe und wirklich vom Gefühl her fast schlussmachen könnte will er mich umarmen und beteuert das er die Beziehung will und alles dafür tut... Sehr berührende und schockierende Lebensgeschichte... in der ich mich auch gut wiederfinde...

    @ Sandra-Christina: Ja... gerade diese Eigenliebe, die ich vom Gefühl her nie hatte muss ich erst mal wieder entwickeln... ich danke dir für deinen sehr emotionalen Beitrag.

    @ Syleena: Ja... Einstellung ändern oder Abwehr ertragen. Ich glaube du hast es erfasst. Da ich nicht weiß ob ich meine Einstellung ohne große Verluste ändern könnte... ich muss nachdenken...

    @ LilaLotta: Vielleicht ist es noch schwerer, weil es am Anfang ja so war. Das wir uns sicher waren, beide sagen konnten "hey, ich liebe dich!" ohne Zweifel etc. Weil ich denke, dass das wiederkommen kann...
    Liebe Grüße,
    *Biene*
     
    #19
    User 53748, 6 Juli 2008
  20. User 36171
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    Verheiratet
    Ich kann, denke ich, auch etwas dazu sagen.
    Ich glaube, ich habe auch so einen Freund... zumindest geht es ein wenig in die Richtung.
    Allerdings habe ich erst ein solches Tief erlebt.

    Wir sind jetzt 9 Monate zusammen.
    Vor kurzem hat er gezweifelt. Er sagte, dass er nicht weiß, ob er mir das geben kann, was ich ihm gebe, dass er nicht weiß, ob er mich so liebt wie ich ihn.
    Es wurde ihm alles "zu viel" - O-Ton.
    Einerseits zweifelte er an seinen Gefühlen und auf der anderen Seite hatte er wieder furchtbare Angst mich zu verlieren und wollte die Beziehung auf jeden Fall weiterführen.
    Wir machten aus, dass uns weniger zu sehen. Das ging ein paar Tage gut, dann zweifelte er wieder. Wir machten eine Beziehungspause aus, die circa eine Stunde hielt... :zwinker: Er rief an und sagte mir Sachen wie "Ich liebe dich", "Es liegt nicht an dir", etc.

    Seit dem läuft es wieder besser.
    Wir sehen uns nicht mehr so oft, etwa zwei Mal die Woche, manchmal drei Mal. Das ist gut so. Denn ich habe gemerkt, dass ich zu sehr auf ihn fixiert war und dadurch nur mehr klammerte. Jetzt lebe ich wieder mehr ein eigenes Leben und fühle mich besser. Ich denke, dass das auch ihm hilft.

    Natürlich war/ist meine Situation (noch?) nicht so verzweifelt und schwierig wie deine!

    Aber vielleicht würde es euch auch helfen, wenn ihr euch zwingt, ein Sich-weniger-sehen durchzuhalten. Ich glaube, dass das sehr wichtig ist, auch wenn es schwer sein kann.
    Jeder von euch muss die Zeit, die er ohne den anderen verbringt, mit Inhalten füllen. Mit Hobbies. Mit Freunden. Mit Zielen, die nichts mit dem Partner zu tun haben. Mit Dingen, auf die man stolz sein kann. Dinge, die zeigen: Ich habe auch ohne meinen Partner etwas, wofür es sich zu leben lohnt.
    Ich hatte mit so etwas auch Schwierigkeiten... und habe sie immer noch. Aber man kann daran arbeiten und es lohnt sich wirklich!
    Die Erkenntnis "Es wäre zwar eine harte Zeit, aber es würde auch ohne gehen" tut sehr gut.
    Und ich bin der festen Überzeugung, dass sich gerade das sehr positiv auf eine Beziehung auswirken kann.
     
    #20
    User 36171, 6 Juli 2008

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