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Meine Ängste machen alles kaputt.

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von klassenpsycho, 16 November 2009.

  1. klassenpsycho
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    vergeben und glücklich
    Hallo zusammen.

    Ich bin jetz bald 5 Monate mit meinem Freund zusammen. Es ist wirklich die schönste Beziehung die ich in meinem Leben je hatte.
    Ich muss dazu sagen dass es sich hierbei um meinen besten Freund handelt.

    Er hatte vor 5 Monaten einen schweren Autounfall, wo ich dann feststellen musste dass er mir mehr bedeutet als 'nur' mein Bester Freund.

    Nach dem Unfall haben wir dann darüber geredet und gemeint wir versuchen es, was meiner Meinung nach kein Fehler gewesen ist.

    Doch in letzter Zeit fang ich immer mehr an mir Sorgen zu machen. Alleine schon wenn er zur Arbeit fährt, kann ich mich nur schwer von ihm trennen, weil ich einfach Angst habe ihn zu verlieren..
    Ich stell mir dann immer vor, was ist wenn er wieder einen Autounfall hat... Wenn es diesmal nicht so glimpflich ausgeht wie letztes mal? ...

    Oder ich bitte meinem Freund sich zu melden wenn er losfährt, und er es irgendwie vergisst. Ich kann nichtmehr ruhig bleiben und denke dann nurnoch an das schlimmste.

    Aber nicht nur das.. Ich habe auch totale Angst dass er mich nicht mehr liebt. Es braucht nur eine Kleinigkeit sein zb. wenn ich mich an ihn kuschel und er mich mal nicht beachtet .. dann dreh ich vollkommen durch. Es kommt dann alles in mir hoch. Meine ganzen Ängste ihn zu verlieren und was sonst den Tag über schief gelaufen ist. Ich fang dann an loszuheulen und beruhig mich erst Stunden später.

    Ich weiß dass das alles schon richtig krampfhaft ist. Und ich versuch auch das Gefühl zu unterdrücken, weil ich weiß dass mein Freund keiner ist, der mich jemals verletzen würde.. Ich kenn ihn schon so lange, ich weiß in etwa wie er so ist. Was aber das Wichtigste ist - ich kann ihm vertrauen.

    Ich habe mit meinem Freund auch schon geredet. Ihm gehen meine Anfälle - verständlicherweiße - tierisch auf die Nerven. Ich weiß dass ich langsam und sicher die Beziehung damit zerstöre. Wenn ich anfang zu weinen reagiert er meistens nicht mehr drauf.. Was mich dann noch mehr zum verzweifeln bringt.

    Das Ganze kommt immerwieder, auch wenn ich es nicht will.
    Ich weiß einfach nicht wie ich das unter Kontrolle bekommen kann. Meine Mutter hat mir schon vorgeschlagen mal zum Psychiater zu gehn weil sie selber schon mitbekommen hat was mit mir los ist. Sie sagt ich hätte Depressionen und starke Stimmungsschwankungen, was anscheinend nicht normal ist. (Was ich ehrlich gesagt an machen Tagen auch denke.)

    Vielleicht könnt ihr mir irgendeinen Rat geben. Ich will meine Beziehung auf keinen Fall mit meinen Ängsten zerstören.

    Danke.
    Lg. Dani
     
    #1
    klassenpsycho, 16 November 2009
  2. munich-lion
    Planet-Liebe ist Startseite
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    nicht angegeben
    Hallo,

    zumindest hast du schon einmal erkannt, dass es so nicht weitergehen kann, denn wer solche massiven Ängste wie du hat, der wird letztendlich verlieren - und zwar alles!

    Hast du dich schon einmal gefragt, woher diese Ängste resultieren? Ich vermute eine starke Abhängigkeit und wenn du dir nicht klar machst und dagegen ankämpfst, dass du es auch ohne deinen Partner schaffen würdest und deswegen nicht ein Nichts bist - ungeliebt und unbeachtet von allen Seiten - dann wirst du es in deinem Leben noch verdammt schwer haben.

    Niemand weiß, was morgen oder übermorgen sein wird, aber deshalb darf es doch nicht sein, dass man die schönen Momente nicht mehr genießen kann, weil ständig ein Schatten über euer Glück liegt.
    Verdammt, er ist doch gerne mit dir zusammen und will eine Partnerin, die nicht ständig zweifelt und Angst hat, denn er wird irgendwann nicht mehr nachvollziehen können und schlau aus dir werden, wenn sich bei dir nichts bessert, sondern immer schlimmer wird, was wiederum bei ihm Zweifel aufkommen lassen könnte, ob du ihn überhaupt liebst.
    Du kannst ihn nicht in einen Glaskasten hocken und immer um dich herum haben...Mensch, er verlässt dich doch nicht einfach so...nicht wegen einer anderen Frau, noch weil er sich bewusst in Gefahr begibt.

    Nur wer sich selber akzeptiert, erfährt auch die Akzeptanz von anderen und wer sich selber nicht liebt, wird sich immer zu wenig geliebt fühlen. Und genau darin vermute ich dein Problem.
    Niemand verlangt, dass du eine Maske aufsetzt und so tust, als wäre alles in Ordnung und lächeln musst du auch nicht, wenn dir schwer ums Herz ist.
    Aber die Tränen, die du vor deinem Partner vergießt, werden -wie du bereits mitbekommen hast- irgendwann nicht mehr Ernst genommen, weil es einfach auch nicht schön ist, auf diese Weise eine Liebe gezeigt zu bekommen.
    Er will dich glücklich machen und glücklich sehen, er will dir nur Gutes und nichts Böses...und er kann nur das zurückgeben, was von dir kommt und wenn es meist nur Angst und Verzweiflung ist, dann hat er auch irgendwann Angst um dich, was ihn innerlich zerreißt und kaputt macht.

    Du bekommst keine Garantie fürs Leben und niemand von uns weiß, was kommen wird und das ist auch gut so, sonst wären wohl die meisten Menschen völlig am Durchdrehen.
    Aber wenn du das Gefühl hast, du drehst dich im Kreise, findest keinen Ausweg und eure Liebe kann dir nicht helfen, dann solltest du dir wirklich dringend professionelle Hilfe suchen. Es nützt nicht nur dir etwas, sondern kann deinem Partner aufzeigen, warum dich diese Qualen heimsuchen und dadurch besseres Verständnis bringen.
    Und eines noch: Ein Nick mit Psycho mag für dich vielleicht gewissermaßen ein Eingeständnis sein, aber dadurch macht es das Ganze auch nicht besser.

    Ich wünsche dir auf deinem weiteren Weg viel Kraft und Mut, denn beides wirst du brauchen, da sich deine Ängste zu 99 % nicht plötzlich und über Nacht in Luft auflösen.
    Aber wenn du an dir arbeitest, dann wird es aufwärts gehen...vielleicht langsam und mit kleinen Fortschritten, aber es wird etwas Positives passieren.
    So kannst du jedoch nicht weitermachen und ein unvorhersehbares Ereignis dürfte dich in eine noch tiefere Lebenskrise stürzen, weil du es ja schon immer prophezeit hast.
     
    #2
    munich-lion, 16 November 2009
  3. klassenpsycho
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    86
    0
    vergeben und glücklich
    Danke für deine schnelle Antwort Munich-lion.
    Ich muss ehrlich zugeben, über das meiste was du mir eben geschrieben hast, habe ich schon öfters nachgedacht.

    Wenn ich ehrlich bin, bin ich wirklich abhängig von ihm. Ich geh kaum noch alleine weg, will mit ihm soviel Zeit wie nur geht verbringen.

    Mir ist durchaus klar was auf dem Spiel steht und versuche auch mich zu bessern, Dinge alleine zu machen. Aber plötzlich ist wieder der Moment da wo ich abstürze und in ein tiefes Loch falle. Dann geht das alles wieder von Vorne los.

    Heute Nacht hatte ich übrigens das erste mal einen Traum wo er mich nicht mehr bei sich haben wollte. Er hat mich dauernd weggeschickt. Klar, Träume sollte man nicht ernst nehmen, aber es hat mich doch sehr beunruhigt. Hab deswegen heut morgen auch schon wieder einen Heulanfall bekommen. Die Angst von ihm Alleine gelassen zu werden hat sich schon fest in meinem Unterbewusstsein verankert.

    Ich will das ganze ja nicht, ich weiß auch dass ichs nur schlimmer damit mache, aber die Gefühle, dass irgendetwas passiert holen mich immerwieder ein und dann geht es steil bergab.

    Ängste hatte ich schon immer in meinem Leben (nicht nur auf meine Beziehungen bezogen), obwohl bisher - gottseidank - noch nie etwas schlimmeres passiert ist. Zb. hatte ich mit 16 eine OP, wo ich fest davon überzeugt war dass ich dabei sterben werde.

    Ich stelle mir auch öfters ungewollt vor, was ist wenn mir was passieren würde. Ich denke dann mein Freund würd wie gewohnt weiterleben und nicht um mich Trauern. Völliger Quatsch! Das ist klar. Aber so sehr ich es auch versuche, meine absurden Gedanken kommen immer wieder.

    Vielleicht wäre es doch besser wenn ich mir Hilfe hole. Ich will so einfach nicht weiterleben. Ich bin mir auch ziemlich sicher dass du Recht hast und ich es sonst in meinem Leben sehr schwer haben werde..
     
    #3
    klassenpsycho, 16 November 2009
  4. klassenpsycho
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    0
    vergeben und glücklich
    Hallo zusammen.

    Ich wollte euch nur mitteilen dass sich die Situation momentan gebessert hat. Ich hab es irgendwie - auch wenn ich nicht weiß wie - in den Griff bekommen nicht mehr das schlimmste zu denken. Aber warum ich hier eigentlich schreibe ist, dass sich das Problem nun doch irgendwie nicht aufgelöst hat..

    Es wurde jedenfalls schon mal viel, viel besser. Doch seit Montag ist mein Freund jetz beim Bundesheer...

    Ich wusste dass es sicher schwer werden wird, aber nicht dass ich wieder SO abdreh..

    Er ist grade mal den 4. Tag weg, aber ich hab schon wieder Panikzustände ihn zu verlieren.
    Man hört ja dauernd solche Sachen wie "Die Typen verändern sich beim Bund" Egal ob jetz ins positive oder ins negative. Ich habe Angst dass er sich verändert. Ich liebe ihn doch so wie er ist.

    Klar, er hat jetz während der Grundausbildung kaum Zeit sich zu melden. Aber das macht mich richtig fertig. Unterm Tag gehts, aber am Abend (nach seinem Dienstschluss der momentan 21 Uhr ist) kann ich nimmer ruhig denken.

    Gestern hat er mich angerufen und war sehr komisch am Telefon. Er meinte ihm tut alles weh, aber das kann ned der Grund sein. Vll. liegt es auch einfach nur daran weil er unter Männern is und da is jeder ja anders als wenn man alleine is.

    Ach ich weiß auch nicht. Meine Freunde meinen, das wird bestimmt besser mit der Zeit, aber ich denke es wird jetz 6 Monate so durchgehen. Am Samstag kommt er wieder, aber sobald er Sonntag wieder weg ist, wird es wieder von vorne anfangen.

    Aber meine größte Angst ist einfach, dass er sich verändert und mich eventuell dann nicht mehr möchte/braucht oder dass es vielleicht sogar umgekehrt ist und ich ihn nicht mehr mag.

    Oh man, ich könnt mir selber SO in den Hintern treten wenns gehn würde.. Ich mein er ist nicht aus der Welt, er kommt fast jedes Wochenende wieder zu mir. Aber die Gedanken die ich habe bleiben doch immer so schlimm...

    Vielleicht weiß ja jemand von euch wie ich mich momentan fühle. Immerhin sind wir nun 7 Monate fast jeden Tag zusammen gewesen, und natürlich auch jede Nacht..

    Liebe Grüße
    Daniela
     
    #4
    klassenpsycho, 4 Februar 2010
  5. klassenpsycho
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    7
    86
    0
    vergeben und glücklich
    Hallo zusammen.

    Auch wenn hier niemand antwortet, es fühlt sich doch gut an wenn ich meine Sorgen hier niederschreiben kann.

    Das Wochenende war sehr kurz aber auch sehr schön. Ich hab gemerkt mein Freund braucht mich genauso wie ich ihn. Er hat gestern bevor er wieder los gefahrn ist sogar geweint.

    Heute bin ich wieder ziemlich traurig, es ist ja erst Montag. Hm.. Naja, was mich auch ziemlich fertig macht ist, dass ich jetz wieder in meinen alten Trott zurückfalle, sehr stark rauche, nurnoch vorm PC meine Zeit verbring und die Arbeit total schleiffen lasse.

    Ich weiß nicht wie ich das ganze in den Griff bekommen soll. Klar, es gibt soviele Sachen die ich nach der Arbeit machen kann. Aber mir fehlt der Antrieb. Mir kommts auch momentan so vor, ich lebe nur fürs Wochenende und schau dass ich die Woche ohne großen Aufwand hinter mich bringe.

    Naja, ich muss los zur Arbeit..
    Lg.
    Daniela
     
    #5
    klassenpsycho, 8 Februar 2010

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