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Meine Anti-PU-Flirttheorie.

Dieses Thema im Forum "Flirt & Dating" wurde erstellt von spätzünder, 18 Dezember 2009.

  1. spätzünder
    Benutzer gesperrt
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    Single
    Meine Anmerkungen zum Flirten.

    Dieser Text folgt aus einem Thema aus dem Kummerkasten-Unterforum: 'Warum stehen Frauen auf Arschlöcher?' (Wieso stehen Frauen auf Arschlöcher? ) Dieses Thema artete, wie so oft in der Frage des Flirtens und der zwischenmenschlichen Beziehungen, in pseudowissenschaftlichen PU-Erklärungen aus, wie so oft. Die Reaktion darauf kam prompt, wie so oft. Zu einem der am schärfsten zurückschießenden Gegner des PU zähle ich mich. Ich werfe der PU-Theorie vor, dass ihre Flirttheorie menschenverachtend ist, da sie die Individualität von Menschen negiert und ihn als 'biologische Maschine' betrachtet. PU-ler schmücken ihre Theorie mit pseudo-biologischen Erklärungen, stempeln Frauen als graue, hirnlose Masse ab, die einheitlich funktionieren würde wie ein PC-Programm. PU-ler sehe ihre Theorie als allgemeingültig an, haben aber bis heute keinen empirischen Beweis für die Gültigkeit ihrer Theorie erbracht. Viele der Beweise sind einfach nur irgendwelche unsicheren Erfahrungen. Es gibt keinerlei Studie oder Statistik, die die Wirksamkeit von PU belegen würde.

    PU ist also im Wesentlichen eine Ideologie, die frauen- und auch männerverachtende Theorien aufstellt, die auf Egozentriertheit, Rücksichts- und Respektlosigkeit basieren. Am Ende des Themas kündigte ich an, eine Gegentheorie zum PU zu entwerfen. Meine Gedanken zum Flirten basieren im Gegensatz zum PU nicht auf Pseudo-Evolution oder auf Zwang, sondern auf Freiwilligkeit, Freiraum, Individualität und Respekt. Vor Allem aber sehe ich den Flirt nicht als eine MÜSSEN, wie es PU-ler tun, sondern als ein KÖNNEN, als ein 'Spiel der Möglichkeiten'.
    PU-ler sehen den Flirt lediglich als Mittel zum Zweck an, nämlich als Vorspiel zum Sex. Überhaupt dreht sich beim PU alles nur um Kopulationen, und davon möglichst viel. PU-lern geht es also nicht um's Flirten, sondern generell nur um Sex. Und PU-ler behaupten, eine Theorie aufgestellt zu haben, wie man möglichst viel davon bekommen könne, indem man PU-Techniken anwende. Denn, wie schon gesagt, für PU-ler sind Frauen alle gleich. Und daher könne man, so der PU-ler, die Frau unabhängig von ihrer Individualität erforschen wie eine Wissenschaft.

    Ich gehe im Folgenden von mir aus, wenn ich Beispiele anbringe.
    Gegen die PU-Ideologie polarisierend setze ich meine Flirttheorie entgegen, in der es DIE Frau nicht gibt. Eine erste Grundannahme meiner Flirttheorie lautet also:

    1.Menschen sind individuell und nicht geschlechter-einheitlich bzw. generell nicht einheitlich!!! Frauen sind genauso individuell wie Männer. DIE Frau gibt es genausowenig wie DEN Mann. Beispiel: Wenn ich durch die Stadt gehe, sehe ich lauter verschiedene Menschen. Sie alle haben unterschiedliche Bedürfnisse, Wünsche und Abneigungen. PU-ler ignorieren, dass es verschiedene Bedürfnisse und Abneigungen gibt. Stattdessen erscheinen andere Menschen nur als passive Statisten, bei denen man nur irgendwelche Knöpfe drücken müsse, um sie zum Funktionieren zu bringen. PU-ler setzen als den Flirter ins Zentrum allen Geschehens, während andere Menschen jeglicher Existenz mit eigenem Willen beraubt sind. Allein aus dieser Aussage folgen bereits weitere Aussagen, nämlich:

    2.Wenn jeder Mensch individuell ist, dann kann man auch davon ausgehen, dass jeder Mensch eine eigene subjektive Sichtweise zu einem Geschehen hat und dieses in einem zwischenmenschlichen Ereignis auch einbringt.

    3.Wenn Punkt 2 stimmt, dann hängt eine gelingende Kommunikation zwischen zwei Menschen, wie auch immer man sie definiert, nicht ausschließlich und einseitig von einer Person ab, sondern von beiden Personen. Denn genauso wie der Angeflirtete ein Individuum darstellt, so ist auch der Flirter ein Individuum. In einer zwischenmenschlichen neuen Beziehung prallen also zwei individuelle Personen aufeinander mit einer unterschiedlichen Persönlichkeit. Keine 2 Menschen gleichen sich 100%ig in ihrer Persönlichkeit. Daraus folgt: Flirten ist keine Einbahnstraße, sondern eine Kommunikation, die in beide Richtungen ablaufen muss, um zu 'funktionieren'.
    4.Aus Punkt 3 folgt wiederum, dass eine gescheiterte Kommunikation bzw. ein gescheiterter Flirt nicht zwingend einseitig dem Fehlverhalten des Flirters zuzuschreiben ist. Denn wenn der Angeflirtete zum Flirter entgegengesetzte Interessen, Wünsche und Abneigungen hat, dann ist hier dem Flirter kein Vorwurf zu machen – sofern die Interessen des Flirters nicht völlig unakzeptabel sind.

    Beim Kennenlernen und Flirten treffe ich also auf ein Individuum mit einem eigenen Willen, mit eigener Persönlichkeit und eigenen Wünschen und Abneigungen. Ich spreche hier, wie gesagt, nicht nur von Frauen, sondern auch von Männern. Die Individualität des Menschen ist also die erste Grundannahme. Die zweite Grundannahme ist, dass ich, wenn ich auf einen mir fremden Menschen zugehe, ich nicht seine Bedürfnisse und Abneigungen kenne, und er, sofern ich ihm fremd bin, auch meine Bedürfnisse und Abneigungen nicht kennt.

    Zweite Grundannahme: Wenn ich eine mir fremde Person kennenlerne, dann lerne ich auch eine Person kennen, von deren Bedürfnissen, Wünschen und Abneigungen ich nichts weiß.

    Diese beiden Grundannahmen für sich alleine machen es unmöglich, eine allgemeine Theorie zu entwerfen, wie man DIE Frau zu irgendwas bringt, weil es eben DIE Frau nicht gibt, genausowenig wie DEN Mann; oder DEN Menschen. Zwar gibt es gewissen Gemeinsamkeiten, diese sagen jedoch nichts über individuelle Bedürfnisse aus. Ich weiß zwar, dass auch eine Frau vor mir Hunger empfinden kann, aber ich weiß nicht, ob sie jetzt gerade Hunger hat, was sie gerne isst, was sie überhaupt nicht mag usw.. Wir alle haben Bedürfnisse, aber diese sind nicht grau und einheitlich, sondern gefüllt mit Individualität und den Erfahrungen und Sichtweisen der jeweiligen Person.

    Ich gehe davon aus, dass die Frau, die ich anflirten will, mir völlig unbekannt ist. Und nach den oben gemachten Annahmen weiß ich nicht, wie sie heißt, was sie will oder nicht will. Und ich weiß auch nicht, ob sie und ich auf einer Wellenlänge liegen, ob sie jetzt Lust auf Sex hat oder ob sie einfach in Ruhe gelassen werden will. Auch diese Aussagen widersprechen den PU-Ideologen, die doch behaupten, schon von vorneherein zu wissen, was JEDE Frau will oder nicht will. Es handelt sich bei der von mir anvisierten Frau eben nicht um eine 'biologische Maschine', sondern um ein individuelles atmendes Wesen. Das Gleiche gilt natürlich auch, wenn ich einen Mann ansprechen würde. Ich werde gleich noch sagen, warum Flirten erst einmal nichts mit Sexualität zu tun hat.
    Was auch immer ich also sage und tue, ich bekomme von meinem Gegenüber eine entsprechende Reaktion, die aus ihren individuellen Erfahrungen und eigenen, subjektiven Sichtweisen resultiert.

    Deshalb ist es auch unsinnig, mit einer bestimmten 'Masche' etwas bei einem Menschen bewirken zu wollen. Ich weiß gar nicht, ob es wirkt oder nicht. PU-ler propagieren, dass ihre Methode bei JEDER Frau funktioniert, aber das ist eine glatte Lüge. Diese Behauptung ist nirgends bewiesen. Es gibt keine Flirttechnik, mit der ich bereits im Voraus weiß, dass ich mit ihr ein bestimmtes Ziel bei einer Frau erreichen werde. Es gibt auch keine Flirttechnik, die bei JEDER Frau funktioniert. Meine Behauptung ist stattdessen: Schluss mit allen Flirttechniken, 'Maschen' und Flirtstrategien, von denen man glaubt, sie würden bei ALLEN Frauen dieselben Reaktionen auslösen. Was also tun? Wie soll ich mich verhalten?

    Einen anderen Menschen als Individuum wahrnehmen heißt auch, ihn erst einmal zu respektieren. Denn da ich seine Bedürfnisse und Abneigungen nicht kenne, weiß ich auch nicht, wie er auf welche meiner Aktionen reagiert. Meine dritte Grundannahme lautet also, dass dem mir unbekannten Menschen der Freiraum bzw. der freie Wille (was auch immer man darunter versteht) gelassen wird, seine Bedürfnisse, Wünsche und auch Abneigungen zu äußern. Um die wirkliche Persönlichkeit eines Menschen kennenzulernen – und da wird mir wohl jeder zustimmen – ist es vor Allem wichtig, ihm seinen Freiraum zu lassen.

    Aus diesen drei Grundannahmen folgt für mich nun die erste und wichtigste Flirt-These: Alles kann, nichts muss.
    Was bedeutet das? Es bedeutet, dass, wenn ich einen vor mir stehenden Menschen kennenlernen will, er mich nicht akzeptieren MUSS. Er KANN mich akzeptieren. Er darf mich aber auch ablehnen, so wie auch ich das 'Recht' habe, andere Menschen abzulehnen. Flirten hat also nichts mit MÜSSEN zu tun. Flirten hat etwas mit Möglichkeiten zu tun, mit verschiedenen Wegen, die beschritten werden können. Vielleicht ist die Frau, auf die ich treffe, doch gerade scharf. Oder sie ist scharf, möchte aber erst ein langes Gespräch führen. Oder sie tut nur so, als ob sie scharf wäre. Vielleicht aber bin ich auch einfach nicht ihr Typ. Vielleicht steht sie auf muskolöse Männer, vielleicht auf nicht-muskolöse, vielleicht auf schlanke, vielleicht auf dicke usw.. Da jeder Mensch individuell ist, ist auch jeder Flirt individuell. Jeder Flirt ist ein neuer Flirt, und er kann anders verlaufen.

    Um Flirten zu können, braucht man zwingend also keine Strategie. Diese ist eher hinderlich, da sie den Flirter unflexibel macht. Wenn ich abgelehnt werde, ist das kein Beinbruch, denn es muss noch nicht einmal an mir liegen.

    Zweite Flirtthese: Ich habe bereits genug, um zu flirten. Da ich die Bedürfnisse und Abneigungen eines mir fremden Menschen nicht kenne und der mir fremde Mensch ein Individuum ist, sind alle Taktiken und Flirtstrategien letztendlich für die Katz. Ich kann also waffenlos in den Flirtkampf gehen und dort je nach Entwicklung des Flirts meine Waffen selbst schmieden. Natürlich gibt es bestimmte Grundvoraussetzungen wie z.B. Hygiene oder dass man Klamotten anhat, nicht aus dem Mund riecht etc.. Aber alles darüber hinaus ist nicht festgelegt.
    Da auch ich ein Mensch mit eigenen Bedürfnissen und Abneigungen bin, und auch ich ein 'Recht' darauf habe, andere Leute zu akzeptieren oder abzulehnen, bin ich aus dieser Perspektive nicht per se schlechter oder besser als Andere. Auch ich habe ein 'Recht' darauf, Andere kennenzulernen, wobei dieses 'Recht' kein einklagbares individuelles ist, sondern ein gesellschaftliches 'Recht'.

    Dritte Flirtthese: Ich bin per se (kommt natürlich auch immer auf die Handlungen und Denkweisen an) kein schlechterer oder besserer Flirter als andere Menschen. Eine Ablehnung macht mich nicht zu einem Versager, genausowenig wie ein Erfolg mich zu einem Helden macht. Beides gehört mit zum Flirten. Und Beides kann passieren. Indem ich mich also in einen Flirt stürze, ermögliche ich, dass von 0 auf 100 alles mit mir passieren kann, von einer Ablehnung bis hin zum Ereignis, dass ich meine Traumfrau gefunden habe.

    Meine vierte Flirtthese: Flirten bedeutet Risiken eingehen! Verschiedene Flirtratgeber, unter Anderem auch PU-ler, versuchen immer wieder, Körbe und Ablehnungen zu umgehen und zu vermeiden. Dies ist aber nicht möglich aufgrund der oben genannten Individualität und der Forderung nach Freiraum. Wenn ich jemandem seinen Freiraum lasse, dann gilt das nicht nur für Akzeptanz, sondern auch für Ablehnung. Ich werde dadurch nicht zum schlechteren Menschen, da die Gründe für die Ablehnung nicht zwingend bei mir liegen müssen. Ich kann auch abgelehnt werden, einfach weil mein Gegenüber eine schlechte Laune hat, einen miesen Tag hatte oder ich ihm irgendwie, warum auch immer, unsympathisch bin. Von einer nicht zustande gekommenen Kommunikation auf mich selbst zu schließen ist also unnötig und auch schädlich. Wenn ich natürlich nach 10 oder mehreren Flirtversuchen immer noch keinen Kontakt zustande gebracht habe, liegt die Vermutung nahe, dass ich etwas falsch mache. In den meisten Fällen, so schätze ich, ist dies jedoch nicht der Fall. Wenn der Flirter nicht gerade völlig nerd-haft und freakig rüberkommt, dürfte er hier und da mal einen Kontakt zustande bringen.

    Wie soll nun so ein Flirt zustande kommen? Dazu ist es erst einmal notwendig, mir klar zu machen, was ich will. Meine eigenen Bedürfnisse und Abneigungen zu reflektieren. Das heißt jedoch nicht, dass ich sie einfach bei anderen Leuten rücksichtslos durchsetzen kann. Es bedeutet nur, dass ich ein Bild von meiner jetzigen Persönlichkeit mache. Dieses Bild ist wichtig, um es überhaupt zu einem Flirt kommen zu lassen.
    Damit es generell zu einem Flirt zwischen zwei Menschen kommt, müssen Beide aufeinander irgendwie aufmerksam werden. Zweifellos könnte ich mich jetzt in eine Ecke stellen und einseitig warten, bis jemand auf mich aufmerksam wird. Das wird jedoch eher selten der Fall sein. Der Grund dafür liegt einfach darin, dass ich durch meine introvertierte und zurückgezogene Haltung kaum Flirtsignale ausstrahle. Flirtsignale sind aber wichtig, damit überhaupt jemand auf mich aufmerksam wird. Und wenn Jeder sich zurückzieht und Keiner mehr aktiv auf den Anderen zugehen würde, kämen keine Flirts mehr zustande. Ergo muss ich aktiv werden.

    Fünfte Flirtthese: Eigene Flirtsignale ausstrahlen! Nicht verstellen, sondern die eigenen Bedürfnisse und Gedanken, Ecken und Kanten zeigen. Die graue eigene Erscheinung mit Farbe füllen. Was sind nun eigene Flirtsignale? Flirtsignale, das sagt ja schon das Wort, sollen etwas signalisieren, und zwar von mir. Ich will mit meinen Flirtsignalen wie mit einem Radar also etwas rüberbringen. Und hier kann man unterscheiden zwischen non-verbaler und verbaler Ebene. Auf non-verbaler Ebene, da wird mir wohl jeder zustimmen, sind Lächeln und Offenheit die richtigen Signale. Auf verbaler Ebene kommen als Flirtsignale nur meine eigenen Wünsche, Bedürfnisse und Abneigungen und die Anderer in Betracht. Und wie bringe ich diese Signale am Stärksten rüber? Indem ich mein eigenes Interesse an meinen eigenen und an anderen Signalen zeige. Indem ich Leidenschaft und Überzeugung gegenüber meinen Bedürfnissen und Abneigungen signalisiere und gleichzeitig mich interessiert und offen zeige an anderen Menschen.

    Sechste Flirtthese: Zeige ich Interesse an mir selbst und an anderen Menschen, erhöhe ich meine Flirtchancen und die Wahrscheinlichkeit einer Kommunikation. Das heißt natürlich nicht, dass ich Alles in einem rosigen Licht sehen soll und ständig dauergrinse, sondern dass ich meiner bislang unbekannten Individualität Farben verpasse und diese anderen Menschen mitteile. Ich teile anderen Menschen also ein Stück aus meinem Leben mit. Auch dies ist mit Risiko behaftet, da man hierdurch verletzlich und angreifbar wird. Aber auch das gehört mit zum Flirt.

    Wie also gehe ich nun in einen Flirt, wenn jeder Flirt individuell ist? Auch ich habe bestimmte Vorstellungen von einem Flirt. Vielleicht suche ich ein Abenteuer, vielleicht will ich nur jemanden kennenlernen, vielleicht aber will ich auch eine Partnerin finden. Jedoch weiß ich nicht, ob die Person, mit der ich flirten will, dies auch so sieht, zu mir passt, mich mag etc.. Wie schon gesagt, geht es bei einem Flirt um Möglichkeiten, nicht um ein MUSS. Und ebenso handelt es sich beim Flirt nicht um Wunschphantasien. Stattdessen sollte ich mit meinen Gedanken in der Gegenwart bleiben. PU-ler und auch andere Flirtratgeber propagieren Methoden, die darauf ausgerichtet sind, ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

    Meine siebte Flirtthese dagegen lautet: Flirten hat kein Ziel, denn es kommt immer auf den Moment an.
    Es ist völlig falsch, ein Gespräch mit dem Ziel im Hinterkopf beginnen zu wollen, wie ich denn die Dame mir gegenüber ins Bett bekomme. Man setzt sich erstens damit nur unnötig unter Druck, man setzt auch den Anderen damit unter Druck, indem man ihn auf ein bestimmtes Ziel hin steuern will. Dieser Druck bringt es mit sich, dass man unsicher wird, man sich verstellt, in der Hoffnung, dass der Gegenüber so reagiert, wie man es gerne haben möchte. Das ist aber nie der Fall. Und selbst wenn einem dies gelingt, so handelt es sich um Manipulation und 'Rumkriegen', nicht um die freie Entscheidung oder den freien Willen. Wenn eine Frau mit mir ins Bett gehen will, dann will ich das nicht, weil ich sie unter Druck gesetzt oder sie manipuliert habe, sondern weil sie es wirklich wollte. Und ich bin sicher, das sehen auch andere Foristen hier so.

    Anstatt also irgendwelche Taktiken mir durch den Kopf gehen zu lassen, wie ich was bei einer Frau erreichen könnte, gebe ich dem Moment eine Chance und bleibe mit meinen Gedanken in der Gegenwart. Der einzelne Moment hat beim Flirten unbedingten Vorrang vor meinen Wunschträumen. Hieraus wird, denke ich, ersichtlich, dass das Flirten durch eine das individuelle Moment berücksichtigende Haltung eine gewisse Komponente des Glücks oder Zufalls erhält. Und dass dadurch der Flirt wieder zu etwas Spannendem oder Aufregendem werden kann, weil er durch seine Individualität unvorhersehbar wird.
    Zu Recht beschweren sich manche Frauen, wenn sie den Männern vorwerfen, sie würden nur an Sex denken. An Sex während eines Flirts mit meinem Gegenüber denken ist nicht verkehrt. Es ist aber verkehrt, sich darauf zu versteifen. Ein Flirter sollte den Flirt nicht als eine Einbahnstraße, sondern als Netz begreifen, bei dem verschiedene Wege eingeschlagen werden können.

    Ein Flirt ist daher auch zugleich immer wieder ein aufregendes Spiel; ein Spiel der Möglichkeiten.
    Es kann zum Sex kommen, muss es aber nicht. Es kann zu einer verbalen Kommunikation kommen, muss aber nicht. Deswegen ist ein non-verbaler Flirt nicht schlechter. Und ein verbaler Flirt ist auch nicht schlechter als ein Flirt, bei dem es zum Sex kommt. Schlecht ist nur der Flirt, den ich als Mittel zum Zweck missbrauche. Auch dadurch werde ich unsicher. Flirten heißt also auch, jedem Flirtmoment seine eigene Berechtigung zu geben.

    Achte Flirtthese: Jedes Flirtmoment hat seine eigene Berechtigung! Ein Flirt ist nicht erst dann 'erfolgreich', wenn er mit Sex endet. Diese wirre Phantasie entspringt den PU-Hirnen. Schon wenn ich eine Frau anlächle, und sie lächelt zurück, ist das ein erfolgreicher vollständiger Flirt, auch wenn sie und ich nicht ins Gespräch kommen. Schon wenn ich mit einem Typen in der Bahn ins Gespräch komme, weil er zufällig in einer Spielezeitschrift blättert, ist das eine erfolgreiche Kommunikation, auch wenn ich hinterher nicht sein Kumpel werde. Der Flirt bzw. die menschliche Kommunikation ist nicht Bestandteil der Sexualität oder des Sex. Es ist genau umgekehrt: Sex ist nur einer von vielen Möglichkeiten menschlicher Kommunikation oder des Flirts. Auch ein gegenseitiges Augenzwinkern, Blickkontakt, Lächeln, gemeinsames Lachen, Smalltalk etc. - all diese Dinge sind bereits erfolgreiche Flirts. Wer gemeinsames Lachen, Reden, Blickkontakt, Körperkontakt etc. als nutzlos ansieht, bloß weil es nicht zum Verkehr gekommen ist, der ist wirklich ein Idiot.

    Wenn ich keine Gewalt und keine Manipulation anwenden will, und wenn ich einem anderen Menschen seinen Freiraum und Willen lassen will, und wenn ich wissen will, wie er oder sie ehrlich über mich denkt, so geht dies nunmal nur dadurch, dass ich ihm oder ihr die Möglichkeit gebe, keinen Sex zu wollen. Das nennt man nicht Versagen, sondern Respekt. Eine schüchterne Person, die – zu Recht oder zu Unrecht – jammert, er bekomme keine Freundin, wird dies auch nicht durch Anwendung irgendwelcher 'Maschen' bekommen. Und noch weniger kommt er seinem Ziel näher, indem er sich selbst fertig macht und als Versager sieht. Ebensowenig aber erreicht er seine Wünsche, indem er sich in Ideologien flüchtet (z.B. alle Frauen über einen Kamm schert). Es bringt gar nichts, sich darüber aufzuregen, warum alle bisherigen Frauen, die ich angequatscht habe, auf Arschlöcher stehen. Die Frage müsste eigentlich an mich gerichtet sein: Was will ich eigentlich von Frauen, die auf Arschlöcher stehen? Sollte ich nicht viel lieber nach Frauen Ausschau halten, die auf Leute wie mich stehen?
    Die sogenannte Schüchternheit rührt eben meist daher, dass man mit einem festgelegten Plan im Kopf, mit einer 'Masche', ein bestimmtes Ziel bei einer Frau erreichen will. Oftmals versucht der Schüchterne dann, den zweiten vor dem ersten Schritt zu machen, indem er die Distanz zur Frau voreilig verringert. Der PU-ler tut dies auch, aber eben aus Respektlosigkeit. Zu einem Flirt gehört eben auch die Annäherung. Und auch hier hat non-verbale Kommunikation dieselbe Existenzberechtigung und auch ein Eigenleben wie verbale Kommunikation. Respekt vor der Individualität beinhaltet auch, jemandem Freiraum im wahrsten Sinne des Wortes zu geben, also nicht mit der Tür ins Haus zu fallen, sondern erst einmal von fern die Angel auszuwerfen und dann zu schauen, ob die Angebetete anbeißt. Der größte Feind eines Flirts ist der Druck, und zwar auch der Zeitdruck und der Versucht, im Eiltempo ein bestimmtes Ziel beim Flirtpartner zu erreichen.

    Flirtthese 9: Die Distanz zum Flirtpartner sollte nur kurzfristig durchbrochen werden als Risikospiel, aber nicht längerfristig. Im Klartext heißt das, dass man sich einem Menschen nie aufdrängen sollte, da man sonst eine notwendige Körperdistanz, die er braucht, einreißt. Lediglich als Risiko innerhalb eines Flirts sollte die Distanz kurzfristig eingerissen werden, um damit Flirtsignale auszusenden. Dies ist durchaus berechtigt. Dennoch gilt es, jederzeit dem Flirtpartner gegenüber respektvoll zu sein.

    Letztendlich gilt die Eigenmächtigkeit der einzelnen Flirtmomente bis zum Sex und zur Partnerschaft hin. Flirten ist etwas, was die Kommunikation zu Menschen 'flüssig' hält. Es gibt nichts Schlimmeres als nicht mehr zu flirten, nur weil man nun in einer Partnerschaft lebt. Ein Flirt hat, wie ich schon sagte, per se erst einmal nichts mit Sex zu tun, sondern ist ein Spiel der Möglichkeiten. Das heißt nicht, dass ich alles mit mir machen lassen muss in einem Flirt, sondern dass ich meine eigenen Wünsche, Bedürfnisse und Abneigungen quasi spielerisch mit denen anderer Menschen abgleiche, wie bei einem Trumpf-Kartenspiel.
    Zehnte Flirtthese: Daher sollte im Leben stets geflirtet werden, ob in man sich in einer Partnerschaft befindet oder nicht.

    Das ist so meine Theorie vom Flirten. Ich denke, ich habe hier hinreichend gesagt, was meine Grundannahmen eines Flirts sind, wovon ich ausgehe und was ein Flirt aus meiner Sicht eigentlich darstellt, nämlich ein Spiel der Möglichkeiten. Ich gehe von der faktischen unbekannten Individualität des Menschen aus und richte danach den Flirt aus und nicht – wie PU-ler verlangen – nach einer Theorie, die alle Menschen gleich machen will und ihre Individualität ignoriert und missachtet. PU ist somit eine Ideologie, die Menschen zu Respektlosigkeit und Asozialität verleitet. Meine Theorie geht stattdessen davon aus, dass ich individuelle Bedürfnisse und Abneigungen habe, und dies ebenso bei Anderen der Fall ist.

    Zum Abschluss betrachte ich nochmal den Fall der Schüchternheit: Schüchternheit ist, wie ich sagte, kein Verbrechen oder kein Unheil. Sie ist ein Teil der Persönlichkeit. Und selbst wenn sie eine Schwäche ist, so ist sie doch ebenso mit ins 'Spiel der Möglichkeiten' mit einzubringen wie meine Stärken. Denn es könnte durchaus sein, dass der Frau meine Schüchternheit gefällt und sie diese anziehend findet. Es ist auch völlig egal, ob ich 'langweilige' Hobbies habe. Langweilig sind diese Hobbies meistens nur in den Augen bestimmter – keineswegs ALLER – Leute. Es kommt darauf an, was man mit seinen Hobbies macht, welche Leidenschaft dahinter steckt. Es bringt nichts, Hobbies zu erfinden und einer Frau diese zu erzählen, wenn man diese nicht tatsächlich hat. Das kommt dann auch leidenschaftslos rüber. Um mich interessant zu machen, muss ich ein ehrliches Interesse an mir und Anderen haben. Vorurteilsfrei und ohne festgesetzte Ziele. Wenn ich also in eine Disko gehe, gehe ich nicht mit der Absicht hin, dort jetzt unbedingt eine Frau abschleppen zu müssen, sondern mit dem offenen Gedanken „Mal schauen, was heute so alles passieren kann“. Ich rechne sowohl mit einem langweiligen Abend als auch mit einem spannenden.
    Ein weiterer Punkt, den ich einem Schüchternen raten kann, ist, erst einmal die non-verbale Kommunikation zu trainieren. Das können leider nur die Wenigsten, und die PU-ler gar halten diese oft für total unwichtig. Stattdessen fordern manche von ihnen sogar, potentielle Flirtpartner zu ignorieren und gar nicht erst anzuschauen. Angeblich würde man so Interesse wecken. Aber das ist falsch. Stattdessen sollte man versuchen, den Leuten in die Augen zu schauen und ihnen, wenn möglich zuzulächeln. Nur sehr wenige Menschen können das. Ich sehe auf der Straße ständig Männer und Frauen, die einfach aneinander vorbeischauen, auf den Boden gucken oder aus dem Fenster starren. Darüber kann ich mittlerweile nur den Kopf schütteln. Ich habe manchmal in der Tat das Gefühl eines allgemeinen Misstrauens zwischen den Menschen um mich herum. So als will keiner mit dem Anderen was zu tun haben. Dem kann man eben entgegenwirken durch Blickkontakt und Zulächeln.
    Das fällt mir natürlich nicht immer leicht. Ich habe aber einen kleinen Trick für mich: Ich denke mir einfach im Kopf einen Witz, und schon grinse ich dabei. Hat bisher gut geklappt. Wenn die Angeflirtete dann ein- oder zweimal zurücklächelt, sollte man sie dann ansprechen. Lächelt eine Frau (oder generell ein Mensch) auch nach dem zweiten oder dritten Mal nicht zurück, kann man davon ausgehen, dass er oder sie kein Interesse an einem Flirt hat. In jedem Falle gilt, sich auf eine bestimmte Frau nicht zu 'versteifen', also sie bereits als Auserwählte zu sehen, sondern den Blick auch weiter herumschweifen lassen. Was tun, wenn man sich nicht traut, die Frau, die einem zugelächelt hat, anzusprechen? Ich weiß nur, dass ich mich eher getraut habe, eine Frau anzusprechen, wenn ich vorher non-verbalen Kontakt mit ihr hatte, als wenn ich diesen nicht hatte.
    Ich weiß nur, dass auch Überwindung und Risiko Teilaspekte des Flirtens sind und man irgendwann mal allen Mut zusammennehmen und sich überwinden sollte. Mir haben beim Ansprechen keine Tricks geholfen. Was mir aber hilft, ist der Gedanke, dass ich sie einfach nur ohne konkrete Absichten anquatschen will und ich einen Korb mit einkalkuliere. Was mir ebenso hilft, ist der Gedanke, dass auch schon ein erwidertes Lächeln ein gelungener Flirt ist. Schon das freut mich.

    Ich finde es einfach toll und genieße es, von einer unbekannten Frau angelächelt zu werden. Das kribbelt immer so schön in der Bauchgegend und mir wird dann immer ganz warm. :grin: Es ist gerade dieses Sich-Fallen-lassen und dieses Genießen-des-Augenblicks, welches mir so einen Spaß macht. Früher habe ich sowas immer ignoriert. Für mich war immer nur die Frage wichtig, wie ich denn eine Frau jetzt unbedingt sexuell kontaktieren kann. Mit dieser Einstellungen habe ich viele Dinge beim Flirten verpasst.
    Wenn man mich jetzt fragen würde, ob und wie 'erfolgreich' ich mit meiner praktischen Anwendung meiner Flirttheorie bin, würde ich sagen: Besser als früher auf jeden Fall. Ich weiß mittlerweile, dass ich mir keinen Kopf machen muss, wenn jemand mich ablehnt. Im Gegenteil: Wenn ich im Nachhinein an bestimmte Leute denke, die mich abgelehnt haben und wie sie es taten, dann bin ich froh, dass ich nichts mehr mit ihnen zu tun habe. Wer mit mir nichts zu tun haben will, der kriegt ein gedankliches 'Dankeschön' von mir zurück, dass das so schnell geklärt wurde; denn mit solchen Leuten will ich auch nichts mehr zu tun haben. Und ich mache mir auch keinen Kopf mehr drum, welche Frauen mit welchen Typen rumhängen. Wenn irgendwelche Weiber auf Arschlöcher stehen: Sollen sie doch. Das zeigt, dass diese Tussies nicht mein Fall sind und auch nie wären.

    Eine weitere Einstellung, die ich hinsichtlich des Flirtens pflege, ist die weitestgehende Vermeidung von Neid und Konkurrenz. Wenn ich sehe, wie ein Typ mit einem hübschen Mädel davonzieht, hake ich diese Beziehung gedanklich ab und denke daran, dass meine Traumfrau mir irgendwann über den Weg laufen wird - und der Flirt mit einem gegenseitigen Lächeln und einem Kribbeln im Bauch beginnen wird. :smile:
     
    #1
    spätzünder, 18 Dezember 2009
  2. diskuswerfer85
    Sehr bekannt hier
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    838
    in einer Beziehung
    Interessant. Hast du quellen für deine theorie? nicht das ich dir das nicht zutraue das aus deiner eigenen erfahrung geschlossen zu haben, aber wenn die erfahrung gut ist bist du ja sicher nicht der erste der sie gemacht hat. wäre interessant darüber zu lesen.

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 01:28 -----------

    Was sinddie lehren aus deiner theorie in der praxis. Niemanden zu berdrängen und seine individualität zu achten ist ja schön, aber eine theorie muss doch auch testbare hypothesen zulassen.

    Für mich ist das was du schreibst eine durchaus sehr gute und interessante! innere einstellung zum flirten. Ich sehe halt nur noch nicht inwiefern sie das flirtverhalten der spezies mensch beschreibt. welche verhaltensweisen erfolgreicher flirter leiten sich aus ihr ab?
     
    #2
    diskuswerfer85, 18 Dezember 2009
  3. spätzünder
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    Single
    Diese Theorie habe ich überwiegend von einem Online-Flirtkurs auf geocities.de, der leider nicht mehr verfügbar ist. Aber ich habe hier zu Hause Kopien davon gemacht. Ich kenne nur noch ein Buch, das ich mal gelesen habe "Ich finde mich so toll, warum bin ich noch Single?". Ich denke, es gibt mehrere Nicht-PU-Flirtratgeber. Und die praktischen Anwendungen, die ich daraus gezogen habe, habe ich doch genannt. Dass ich offen auf Menschen zugehe, Frauen anlächle, und wenn sie zurücklächelt, sie anspreche ohne feste Hintergedanken.

    Das sind meine Verhaltensweisen. Oder was willst du hören? Ich erzähle hier natürlich nur etwas über das Flirten des Menschen, nicht über Tiere. Von daher verstehe ich nicht ganz, was du jetzt verlangst. Es steht doch eigentlich alles in meinem Text.
     
    #3
    spätzünder, 18 Dezember 2009
  4. diskuswerfer85
    Sehr bekannt hier
    3.198
    198
    838
    in einer Beziehung
    Der text ist auf jeden fall gut zu lesen. Sind einige gute anregungen drin. Dieser faktor ich muss sie jetzt kennenlernen wirkt oft sehr abturnend, da ist es besser nicht ergebnisorientiert vorzugehen und zu schauen was der moment bringt.

    Auch die einstellung "ich bin genug" und muss nichts tolles an mir haben um es wert zu sein zu flirten ist sehr wertvoll.

    Die frage ist nur: bei allem individualis, glaubst du nicht das es gewisse verhaltensweisen die "erfolgreiche flirter"(jetzt keine PUAs sondern leute die von natur aus viel "erfolg" haben) größtenteils gemeinsam haben? Damit meine ich jetzt nicht gleichmacherei und nicht auf die frau eingehen sondern gewisse grundverhaltensweisen?
     
    #4
    diskuswerfer85, 18 Dezember 2009
  5. DerLiebhaber
    Verbringt hier viel Zeit
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    103
    3
    vergeben und glücklich
    Was bedeutet PU? :grin:
     
    #5
    DerLiebhaber, 18 Dezember 2009
  6. User 27629
    User 27629 (33)
    Meistens hier zu finden
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    136
    nicht angegeben
    Ich finde die Grundannahmen gut. Individualität, Freiräume, keine Fixierung auf ein bestimmtes Ziel, Respekt.. ja, das trifft meine Vorstellungen ziemlich genau. :jaa:

    Ich für mich unterscheide allerdings nochmal zwischen unverbindlicher Kommunikation und Flirten, d.h. wenn ich mit einem Mann ins Gespräch komme, ihn vielleicht auch anlächle, weil ich eben grad gut drauf bin, dann ist das für mich noch kein Flirten. Für mich macht die Hauptsache der direkte und intensive Augenkontakt.. nicht unbedingt als bewusste Handlung, aber es ist für mich auf jeden Fall das "Magische", was einen guten Flirt ausmacht. Ich schaue natürlich auch anderen Gesprächspartnern in die Augen, aber da ist es weniger intensiv. Bei Flirtpartnern suche ich auch eher mal körperliche Nähe, was ich bei nicht-Flirt-Partnern, mit denen ich mich nur unterhalte, nicht mache, bzw. wo ich bei körperlichen Annäherungsversuchen auch eher auf Distanz gehe.

    Wenn man mir nun die Frage stellen würde, worin sich denn nun ein Flirtpartner von einem reinen Kommunikationspartner unterscheidet, dann würde ich schon sagen, dass es auf jeden Fall an der sexuellen Komponente liegt. Also auch wenn ich in dem Moment nicht unbedingt mit demjenigen Sex haben will, so braucht es doch eine sexuelle Anziehung und die wiederum ergibt sich recht schnell in der verbalen und/oder nonverbalen Kommunikation, d.h. auf beiden Ebenen. Wenn ich einen fremden Mann von der Ausstrahlung her anziehend finde und dann aber im Gespräch mit ihm überhaupt nicht auf einer Wellenlänge liege, werde ich da bald wieder vom Flirten und auch von der Kommunikation ablassen, da der verbale Austausch für mich unabdingbar ist, sowohl beim Flirten als auch bei unverbindlicher Kommunikation. Wenn anders herum nun einer verbal ziemlich stark mit mir auf einer Wellenlänge liegt, aber wir non-verbal nicht harmonieren, dann kann ich mich mit demjenigen immer noch gut unterhalten, aber die sexuelle Komponente, die den Unterschied ausmacht, fällt raus.

    PU werfe ich an dieser Stelle vor, einen non-verbalen Gleichklang herstellen zu wollen, der so "natürlicherweise" nicht vorhanden gewesen wäre, sondern nur in bewussten "Spielchen" begründet liegt. Es sollte eher das Ziel sein, seine empathischen Fähigkeiten zu schulen und keine Angst vor non-verbaler Kommunikation zu haben, sonst hat man es nämlich schwer! Flirten allein auf verbaler Ebene ist für mein Verständnis nicht möglich und es genügt nicht, permanent die eigenen Flirtsignale zu streuen, es braucht eine stimmige non-verbale Interaktion.

    Zu dem Punkt "Flirten trotz Partnerschaft" möchte ich ergänzen, dass es vor allem auch wichtig ist, innerhalb der Partnerschaft weiterhin zu flirten.

    Was ich noch wichtig finde, ist die gezielte Auswahl des potenziellen Flirtpartners. Zwar finde ich auch, dass man sich nicht auf eine bestimmte Person versteifen sollte, allerdings halte ich auch nichts davon, an einem Abend sonstwieviele Personen in einen Flirt verwickeln zu wollen. Ich persönlich verspüre auch gar nicht bei sooo vielen Typen diese bestimmte Anziehung. Das sind bei einem Weggeh-Abend vielleicht 1 bis max. 3, die da überhaupt in Frage kommen, rein von der Anziehung her.. wenn's gut läuft, manchmal auch keiner. Will man natürlich seine Kommunikation üben oder einfach Leute kennenlernen, kann man auch ohne Flirtabsichten Kontakte aufnehmen und sich unterhalten, aber mit Fremden ergibt sich sowas bei mir eher zufällig und zwanglos.

    Das mal noch meine Ergänzungen zu dem, wie ich finde sehr guten, theoretischen Flirt-Model von spätzünder.
     
    #6
    User 27629, 18 Dezember 2009
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    Weil ich noch etwas Zeit hab, bevor ich anfangen muss zu arbeiten, geh ich mal auf die wichtigen Punkte ein.

    Aber ich möchte mal anders anfangen. Denn die PU Community ist inzwischen ziemlich groß, es gibt sehr viele Bücher und sehr viele selbsternannte Profis. Deshalb ist es sehr schwer DAS PU zu identifizieren, es ist schließlich kein eingetragener Markenname (oder?) und es gibt kein Gesetzbuch das PU beschreibt.
    Ich selbst bin durchaus durch PU sehr geprägt was mein Flirtverhalten angeht, stimme aber z.B. ThirdKing nur sehr selten zu. Deshalb möchte ich über deine Flirtthesen hauptsächlich aus meiner Sicht diskutieren, da es sehr müßig ist zu diskutieren ob das jetzt PU ist oder nicht. Manchmal werde ich direkt auf PU eingehen, hauptsächlich wenn du es auch tust, ansonsten gehen ich von dem aus was ich durch PU gelernt habe.

    Fast alle Menschen teilen sich aber auch gewisse Bedürfnisse und Wünsche. Fast alle Menschen wollen geliebt werden, wollen Sicherheit für ihr Leben, wollen die Nähe zu einem anderen Menschen und wollen auch körperliche Nähe zu einem anderen Menschen. Ich wiederhole: Fast alle! Damit jetzt nicht auf irgendwelchen Ausnahmen herumgehackt wird.
    Und auf diesen Bedürfnissen bauen viele PU Techniken auf, denn diese teilt jeder Mensch und dementsprechend hat man auch einen höheren Erfolg, wenn man diese Bedürfnisse anspricht.

    Stimme ich zu. Wobei natürlich die eigene Sichtweise mit der Sichtweise einer anderen Person übereinstimmen kann.

    Wird wohl auch niemand bestreiten.

    Es ist ihm nicht zwingend ein Vorwurf zu machen und es gibt sicherlich Situationen, bei denen der Flirt-Gott persönlich vor einer Frau stehen kann und nicht voran kommt, weil die Frau eben glücklich vergeben/lesbisch/sehr religiös/etc. ist.
    Wenn wir jetzt aber annehmen, dass wir es mit einer jungen single Frau zu tun haben, die dem Kennenlernen eines Mannes nicht unaufgeschlossen ist, dann kann der Flirter mit unterschiedlichem Verhalten und Auftreten zum Erfolg kommen oder nicht.
    In deiner Theorie klingt es irgendwie eher so, als ob sich jeder Mann nur vor die Frau stellen muss, "Hallo" sagen und der Rest liegt dann an der Frau. Und das ist einfach falsch, denn man kann seine Chancen durch richtiges Auftreten und gute Kommunikation verbessern.

    Wieder abgesehen von den Bedürfnissen, die fast jeder Mensch hat.

    Du bist irgendwie der einzige der immer wieder behauptet, dass PU weiß was JEDE Frau will. Es gibt immer Ausnahmen, aber es gibt auch immer Tendenzen.

    Zitat Wiki:
    Genau, diese Reaktionen müssen aber nicht bei jeder Person unterschiedlich sein und bei vielen Menschen ruft mit einer Aktion die gleiche Reaktion hervor. Geh auf die Straße und sag zu einer fremden Frau: "Hey, wir ficken jetzt!". Ich wette mit dir, dass über 90% (frei geschätzt) die gleiche Grundreaktion zeigen, nämlich Ablehnung.

    Du bist wieder der einzige der das behauptet. Deine einzige Quelle an die ich mich erinnere war der Buchtitel eines Buches. Dabei befasst sich jedes PU Buch auch mit Absagen und dem Verhalten bei einem Korb.

    Ok, nichts dagegen.

    Muss nicht, aber kann.

    Falsch, da du wieder die Grundbedürfnisse jedes Menschen vergisst. Wenn mein Gegenüber zu einem Flirt bereit ist, dann werde ich mit gewissen Verhaltensweisen eher zum Ziel kommen.

    Das finde ich falsch. Um die zwei Extreme zu nennen: Jemand der keine Menschen anspricht ist auf jeden Fall ein schlechterer Flirter als jemand, der gerne Frauen anspricht. Oder um das ganze aus den Extremen rauszunehmen.
    Jemand der nur "Hallo, wie geht's?" sagt und dann nichts weiter sagen kann, weil seine Kommunikationsfähigkeiten nicht ausreichen um einen ungezwungenen Smalltalk zu führen, ist auch schlechter als jemand, der danach ein interessantes Gespräch führen kann.

    Jeder versuchst sie zu umgehen und zu vermeiden. Ich glaube kaum, dass es Menschen gibt, die das Flirtziel haben einen Korb zu bekommen. Es ist nicht immer möglich, das stimmt, aber man sollte einen Flirt hoffentlich mit dem Gedanken starten, dass man keinen Korb bekommt.

    Sehr guter Punkt, man sollte wissen was man möchte und auch dazu stehen.

    Sehr richtig. Ich übersetzte das mal mit selbstbewusst und interessant sein.

    Ein paar Zeilen obendrüber sagst du noch, dass man wissen sollte was man möchte, dass man die eigenen Bedürfnisse kennen sollte. Dann sollten diese auch dein Ziel bei einem Flirt sein. Was bringt es dir, wenn dein Ziel eine langjährige, platonische Beziehung ist, dein Gegenüber aber nur eine Nacht möchte? Dann hast du dein Ziel nicht erreicht.

    Falsch, flirten hat ein Ziel. Du suchst beim Flirten jemanden, der die Bedürfnisse die du hast befriedigen kann und möchte.

    Ein Flirter darf aber auch nicht vergessen warum er flirtet.

    Das ist absolut falsch und steht in keiner PU Literatur die ich je gelesen habe. Ein Erfolg definiert sich jeder PUA selbst. Ein erfolgreicher Flirt muss auf keinen Fall mit Sex enden. Einfach eine klare Falschaussage.

    Im anderen Thread wurde eigentlich recht eindeutig geklärt, dass die Sicht des "Arschloches" oft eine subjektive Sichtweise der Person ist, die einfach keinen Erfolg bei Frauen hat. Dabei sind diese "Arschlöcher" oft ganz nette Kerle, die einfach ein selbstsicheres Auftreten haben.

    Sorry, den Punkt versteh ich nicht. Blickkontakt ist einer der Punkte, die bei sehr vielen PU Techniken an erster Stelle stehen.

    Die These verstehe ich auch nicht so ganz. Welche Distanz? Die körperliche? Wie lange ist "kurzfristig"? Was ist die "notwendige" Körperdistanz?

    Wie du so schön sagst: "Ein Spiel der Möglichkeiten." Für mich auch ein Spiel der Wahrscheinlichkeiten. Das Gegenüber kann meine Schüchternheit sexy finden, wahrscheinlich aber eher nicht.

    Wieder eine klare Falschaussage. So sind z.B. Augenkontakt mit Frauen zu halten eine der Grundübungen für Anfänger: Gehe auf die Straße und schaue den Frauen in die Augen.
    Auch Körpersprache bekommt in so ziemlich jedem Buch ein eigenes Kapitel.

    So, einiges hab ich gekürzt oder ausgelassen. Wenn ich etwas ausgelassen habe, dann bin ich entweder deiner Meinung oder habe nichts dazu zu sagen.

    Mein Fazit von deinem geschriebenen ist:

    1. (um den PU Punkt abzuhaken) Einige der PU Aussagen sind schlichtweg falsch. Du hängst dich da an Kleinigkeiten auf, weil du den Buchtitel gelesen hast oder weil du es dir einfach falsch zusammengereimt hast ("alle Frauen", nonverbale Kommunikation, etc.)

    2. Mir scheint es, als ob du die Verantwortung des Flirtens vollkommen von dir abgibst. Wenn es nicht klappt, dann ist die Frau "schuld", weil sie einfach nicht passt. Dass der Mann selbst auch Dinge falsch machen kann, wird total ignoriert.

    3. Gut finde ich die Einstellung zu den Körben. Wobei diese nicht im Gegensatz zur PU-Einstellung ist. Körbe gehören auch dort zum Spiel und sind auch dort nicht vermeidbar.

    Werde nachher bestimmt bereuen das hier abgeschickt zu haben. :zwinker:
     
    #7
    Subway, 18 Dezember 2009
  8. Ich habe den Text nun gelesen und nun, das einzige was ich daraus gezogen habe ist, dass ich nun in etwa weiss, wie du das ganze siehst. Die Annahmen waren mir bekannt und wenn man die Grundlagen wie "freier Wille", "Individualität" usw. für sich selbst beansprucht, dann sind das die normalen Konsequenzen, aus den Überlgeungen.

    Der Text ist als oberflächlicher Aufsatz "Was ist ein Flirt?" ausreichend, aber keineswegs als Ratgeber zu betrachten, sondern viel mehr als Prämisse. Natürlich ist es eine Theorie, aber diese Theorie kann man grundlegend in die Person einbetten und sich so verhalten, erfolgreich ist sie, nicht immer, aber sie kann.
    Das weiss ich aus eigener Erfahrung und wie andere flirten.

    Aber mir fehlt jegliche Substanz um damit arbeiten zu können, was für einen Ratgeber durchaus nötig ist. Ein schön philosophischer Text, der durch Leute verstanden wird, die das ähnlich sehen und dadurch eventuell auf paar neue Gedanken kommen, aber selbst diese werden dann wohl nicht viel weiter sein, da sie sehr schnell an das Ende der Informationen gelangen werden.

    Was und wie setz ich non-verbale Kommunikation ein? Wie verbale Kommunikation? Wie soll ich gewisse Signale deuten? Wie soll ich auf ein lächeln reagieren?

    Das sind alles Fragen die aus Unsicherheiten resultieren und diese sind nicht allgemein und individuell zu beantworten in einem Ratgeber, da es zuviele Nuancen gibt. Man muss hier also mit Möglichkeiten arbeiten, die sein könnten, so dass es dem Leser erstmals klar wird. Es ist kein Muster, es sind Möglichkeiten, die einem helfen, die Kommunikation zu verbessern

    Aber nun kommt noch bisschen destruktive Kritik:

    Das man den Flirt als Mittel zum Zweck ansieht, ist zwar schade, aber keineswegs schlimm, es gibt Leute die wollen damit bestimmte Ziele erreichen – nicht grade wenige – dies muss aber nichtmal Sex sein; weiter muss ich auch sagen, dass ich grad auch bei einigen PU Texte, die ich mir nun doch mal angetan habe, selten den expliziten Verweis gesehen, dass es nur um Sex geht.

    Und du scheinst diesen Punkt vehement zu bestreiten:

    Hier zum Beispiel der Verweis darauf, dass es eben nicht nur um Sex geht.

    Das sind jetzt zwei Beispiele, der erste ein Ratgeber der zweite ein Ratsuchender, die ich auf die Schnelle gefunden habe.

    Deine allgemeine Aussage, kann man hier als widerlegt sehen, auch wenn er zuerst nur poppen wollte, so hat er sich nicht davor gescheut, dennoch nichts zu finden und sich weiterhin zu treffen. Flirten ist hier also viel mehr geworden (Vielleicht auch, weil sich ein erfolgreicher Flirt nicht in PU einsperren wird)

    Ich verneine nicht die grundlegene Ausrichtung von PU, aber gewisse differenziertere Ansichten, auch zu PU, schaden auch dir nicht.

    Weiter stört mich sehr, dass deine PU grundsätzlich gegen PU schiesst. Wen interessiert das? Das stört doch beim lesen und steigert höchstens das Interesse für PU. Du machst sozusagen gratis Werbung dafür und es scheint, als wäre diese Theorie aus Frust gegenüber dem PU entstanden und sowas ist als Ratgeber/Tipp/Theorie langweilig, es wird nicht als alternative gepriesen, sondern als überlegene Theorie und das ist ein Status der dir sich eine differenzierte Theorie nicht annehmen sollte. Der Text an sich ist neutral und offen geschrieben, aber dadurch, dass du das ganze mit PU Seitenschlägen spickst, wird es zu einem wertenden Text. Wobei das grad eine sehr individuelle Sache ist, aber dennoch bin ich ja niemand, der PU als "gut" bezeichnet, oder es sogar selbst macht, sondern jemand der eindeutig gegen PU diskutiert, wenns um gewisse Einstellungen geht.


    Weiter möchte ich noch etwas anmerken:

    Ein Flirt ist auch immer eine Manipulation; Menschen manipuilieren, die meisten unbewusst, aber es dient eigentlich aller einer gezielten Zweckmässigkeit. Manipulation ist grundsätzlich nicht schlecht konnotiert, es wird lediglich im allgemeinen Sprachgebrauch so gebraucht, dies ist schade und hindert so manchen daran, dass Wort klar zu verstehen und auch zu benutzen.
    Ein lächeln, ein Zwinkern, ein Kompliment alles dient einem Zweck und wenn man dessen bewusst ist, merkt man, dass diese Art von Manipulation völlig natürlich und von wohl jedem Menschen eingesetzt wird.
    Unter Manipulation muss man nicht zwingend das belügen und betrügen einer Person verstehen um seine Position zu vertreten, nein Manipulation ist viel mehr und kann völlig neutral von Statten gehen.

    Dies war es erstmals von mir dazu.

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 09:41 -----------

    @subway

    Es wurde wohl schon mehrfach identifiziert, dass PU grundlegend auf bereits bekannten und "funktionierenden" Dingen aufbaut. Dies macht dann aber PU noch nicht aus, sondern mit der Kombination der biologischen Erklärungen und den Prämissen die gesteckt wurden.

    Diese beiden Dinge werden ja oft kritisiert und wenn amn diese nicht ausübt, ist PU nicht mehr nötig, sondern lediglich eine gute Grundlage, die auch so existieren.

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 09:43 -----------

    Wobei er aber eindeutig die Wichtigkeit aller Parteien explizit angesprochen hat.
     
    #8
    Chosylämmchen, 18 Dezember 2009
  9. Subway
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    Meine Lernzeit was PU angeht ist zugegeben schon etwas her und ich verfolge das ganze nicht mehr aktiv, aber ich kann mich nicht erinnern, dass es beim PU so sehr um die biologischen Hintergründe geht. Es geht hauptsächlich um das Verhalten gegenüber anderer Menschen.

    Vieles davon hat sicherlich nicht PU erfunden, Leute haben es zusammen getragen, ausprobiert, erprobt, weitere Techniken ausgedacht und wieder erprobt. Und dann PU drauf geschrieben.

    Es bringt Männern ja nichts, wenn es Dinge schon immer gab und immer geben wird, es aber keinen zentralen Ort gibt, an denen sie es lernen könnten.

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 09:48 -----------

    Ja, aber mit dem Mann als unveränderliches "ich bin halt so" Wesen.
     
    #9
    Subway, 18 Dezember 2009
  10. Joppi
    Gast
    0
    @spätzünder

    Ich möchte deine geistige Leistung nicht schmälern, aber in meinen Augen hast du das gleiche Problem wie ein PU-ler.

    Der PU-ler versucht einen Flirt bis ins letzte Detail aufzuschlüsseln und es zu beeinflussen. Er macht ein riesen TraTra um den Flirt und beschäftigt sich Stunden, Tage, Wochen, Monate mit einem Konstrukt, welches derart theoretisch ist, dass es die Mühe niemals (nie!nie!nie!) wert ist.

    Du machst nun genau das Gleiche. Du beschäftigst dich mit einem unverhältnismäßig hohen Aufwand mit dem Flirt und stellst ihn dadurch automatisch auf ein gedankliches Podest, sprichst ihn also heilig. Wenn man sich zu viel mit einer Materie beschäftigt hat man eben keinen normalen Bezug mehr dazu, das ist menschlich.

    Naja, ich wünsch euch nun viel Spaß beim "Gegenseitig-die-Köpfe-einschlagen" auch wenn es absolut für die Katz' sein wird.

    Euer Spielverderber.
     
    #10
    Joppi, 18 Dezember 2009
  11. Als direktes Ziel nicht, aber Körbe sind toll. Gibt von mir auch den ein oder anderen Text hierzu. Ich hab auch schon öfters bewusst so geflirtet, dass ein Korb die Konsequenz ist, aber dies ist dann viel weiter als nur reines Flirten, da geht es schon um die Metaebene.

    Viel zu komplex für eine oberflächliche Theorie, wie es diese momentan noch ist.

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 10:36 -----------

    Ach und deine absolut ablehnende Meinung gehört nicht in dieses Feld rein? Dies kann genauso für die Katz' sein.

    Für die Katz' ist etwas nur, wenn man sein gestecktes Ziel nicht erreicht. Und wenn spätzünder es erreicht, dann ist alles in Ordnung. Gibt es andere Wege? Wohl sicherlich, aber das stört hier nicht.

    Die Lehre die man aus den Flirts zieht, sind keineswegs beschränkt darauf, diese kann man in jeder Interaktion mit Menschen verwenden. Geschäftsgespräche usw usf.

    Es gibt für alles Ratgeber und diese sind keineswegs für die Katz, adss einzig was ist, dass diese nicht zaubern, sondern es auch von alleine schaffbar ist. Ob nun bewusst oder nicht, wer es aber bewusst anscheinend nicht kann, dem kann dadurch geholfen werden, dass er es sich bewusst macht, dass er es eben doch kann.

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 10:41 -----------

    Also grade die Texte die mir hier empfohlen wurde, haben sehr oft das ARgument, dass Frauen nunmal so funktionieren und das alles drumherum sowieso schon, mit evolutionstechnischen Erklärungen.

    Wie ich im anderen Thread geschrieben habe, ist bei PU dann einfach die Gefahr sehr gross, dass man sich auf diese biologischen Pseudobeweise festlegt und sich in einer Ideologie gefangen hält.

    Also es gibt genug Ratgeber, die diese Tricks benennen. PU erlebt halt einen Hype, da es sich um eine Bewegung handelt und nicht nur ein Ratgeber ist. PR Technisch hat hier PU halt gewonen und macht es sehr gut, da ja einige durchaus viel Kohle damit machen. Dafür zolle ich meinen höchsten Respekt vor diesen Leuten (Die, die die Kohle machen.)



    Stimmt, da hast du recht. Er geht auf die veränderlichkeit des Menschen nicht wirklich ein.
     
    #11
    Chosylämmchen, 18 Dezember 2009
  12. Joppi
    Gast
    0
    Ich möchte mich hier jetzt nich in die Diskussion einklinken, aber ich glaube ich wurde etwas falsch verstanden. Falls ich jemanden hier zu nahe getreten bin, ja dann ist das leider so, vielleicht muss man das manchmal auch.

    Nochmal zusammengefasst:

    Wenn man trotz größerer Anstrengungen, in diesem Fall sein Heil bei Internetratgebern und Foren zu suchen, über einen längeren Zeitraum nicht zum Ziel kommt, sollte man sich zumindest einmal fragen, ob man den richtigen Weg geht. Ich zumindest sehe das Internet für gewisse Dinge als ungeeignet an.

    Natürlich kann man das jetzt wieder sofort zerschmettern und abwehren, oder man macht sich zumindest einmal Gedanken darüber. Wie es gehandhabt wird liegt nicht an mir und meine Anstrengung jemanden davon zu überzeugen, nimmt hiermit auch sein Ende. :anbeten:
     
    #12
    Joppi, 18 Dezember 2009
  13. Wurde das in dieser Theorie je irgendwie bezweifelt? Bzw überhaupt angesprochen. spätzünder hat es doch als Theorie gekennzeichnet und plädiert auf Individualität.

    Ein grossteil der Pflicht besteht immer noch beim "Flirter" selbst.
     
    #13
    Chosylämmchen, 18 Dezember 2009
  14. Wette
    Wette (32)
    Öfters im Forum
    630
    53
    53
    offene Beziehung
    Ich habe den Text nun gelesen, ich glaube hier und da zusammen geklaut und mit eigenen Gedanken dazu versehen. DAS soll nicht das Thema und auch keine Kritik sein.

    Was du da beschreibst ist naja eine Ideologie, wenn auch Teile davon im PU bekannt sind und "gang und gäbe", andere sind wiederum Suboptimal...

    Wenn ich einen Erfolg Definieren sollte, dann der kleinste gemeinsame Nenner auf den wir hier alle kommen können ist eine Partnerschaft, wenn du nach deinem Text lebst und auch so handelst Frage ich mich warum du noch Single bist.

    Desweiteren möchte ich anmerken das jemand der Probleme hat einen Partner zu finden damit nicht geholfen wird, er weiss dann immernoch nicht wie er das anstellen soll.
     
    #14
    Wette, 18 Dezember 2009
  15. spätzünder
    Benutzer gesperrt Themenstarter
    1.337
    0
    95
    Single
    Dann lies nochmal meinen Text. Da steht die Antwort: Weil ein Flirt nun mal kein "Alles tanzt nach meiner Nase"-Spiel ist. An einem Flirt ist nicht nur einer, sondern mindestens zwei Personen sind beteiligt. Meine Flirttheorie ist keine Versicherung, wie man einen Partner findet, sondern nur, wie man Spaß am Flirten bekommen kann. Man kann keine Partnerschaft erzwingen. Selbst wenn ich mit meinen Flirthandlungen eine Menge Frauen kennenlerne, heißt das nicht, dass ich eine Partnerin finde. Es kann durchaus passieren, dass ich sie ablehne oder sie mich.
    Ihr PU-ler behandelt Flirts immer nur aus Perspektive des Mannes, der quasi ALLES in seiner Hand hat und seines Glückes Schmied ist. Und wenn es mal nicht klappt mit seinen Flirtsignalen, dann ist immer der Mann schuld, er war dann nicht 'alpha' genug oder hat ihr Interesse nicht geweckt, weil PU-ler immer denken, dass ein Mann JEDE Frau kriegen kann, wenn er nur richtig flirtet. DAS ist aber falsch. KEIN Mann kriegt jede Frau.
     
    #15
    spätzünder, 18 Dezember 2009
  16. The Lebowski
    Benutzer gesperrt
    16
    0
    0
    offene Beziehung
    Oh man. Threadstarter, warum bist du so wütend auf Pick up Menschen?
    Was haben die Jungs dir angetan?

    Ich muss hier jetzt einfach mal ein paar sachen kritisieren.
    Bisse bereit? Ok!

    1tens. Es gibt nicht die PICK UPPER. Oder die Pick Up Theorie.
    Es gibt verschiedene Theorien innerhalb der Szene. Diese sind äußerst Pragmatisch. Wieviel davon jeder r Afc für sich annimt bleibt jedem selbst überlassen.
    Ich persönlich bin ja in erster Linie ein Mensch, dann der Bruder meiner schwester, der freund meiner freunde, der liebhaber meiner affären, ein guter sportler und auch ein pick up praktizierender.
    DEN Pick Upper gibt es gar nicht.

    2tens. Pick Up ist Idr nicht Frauenfeindlich oder MännerVerachtend.
    Die Kunst der Verführung ist nur per se unmoralisch und sexsistisch. Das ist definitiv ein Unterschied.

    3. Ich sach dir ganz ehrlich, deine ganze Flirttheorie ist total abstrakt und ungenau. Ich kann damit so gar nichts anfangen. Das gehört für mich eher in ne Philo zeitschrift.

    4. verführung ist nur EIN Teil der Pick Up Szene.
    Es beinhaltet wesentlich mehr.

    5. Das rennomierte Magazin der Spiegel hat pick Up, genau wie Nlp sehr treffend als motivationshilfe zur Selbsthilfe beschrieben.
    Das trifft es meiner Meinung nach am besten.

    6. Allein aufgrund dieser Fehler und Ungenauigkeiten, kann ich dir ganz klar sagen, das dein ganzer Thread nur ausdruck deiner emotionalen Abneigung gegen Das böse böse pick Up ist. Du rationalisierst nur deine Gefühle.
    Das hat nur bedingt etwas mit der Realität gemeinsam.

    gruß
     
    #16
    The Lebowski, 18 Dezember 2009
  17. Wette
    Wette (32)
    Öfters im Forum
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    53
    offene Beziehung
    Du entschuldigst dich schon bevor was passiert ist. Wobei du so wie oben beschrieben deine Sozialen Kontakte selbst limitierst, aber das ist deine Entscheidung.
    Wie viele mögliche Partner, für eine Beziehung hast du in letzter Zeit abgelehnt, und wie oft wurdest du abgelehnt?
    Richtig, da stimme ich zu 100% zu.


    Du bist wirklich ein Frustrierter Durchschnittstyp, mit einer ordentlichen Portion Selbsthass und Verbitterung über das andere Geschlecht.
     
    #17
    Wette, 18 Dezember 2009
  18. ThirdKing
    ThirdKing (28)
    Benutzer gesperrt
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    146
    offene Beziehung
    Also erstmal eines vorne Weg:
    Das find ich jetzt nen bisschen hart. Aber wenigstens siehst du ein, dass es an deiner Einstellung liegt.

    Den netten Anfang von deinem Text werd ich einmal nicht kommentieren... will mir ja immerhin keine Verwarnung einhandeln...

    Wuhu! Ich sehe Moral... aber wo ist der Erfolg?

    Und hier hast du schon den ersten Fehler. Menschen sind nicht individuell. Schon allein die Tatschache, dass ein Mensch ein Mensch ist, schränkt die Individualität aufs Übelste ein.
    Zwischen zwei zufäälig ausgewählten Menschen, wirst du immer mehr Gemeinsamkeiten, als Unterschiede finden.

    Ja, haben sie... aber nicht jeder völlig verschiedene.
    Die meisten Menschen haben die gleichen Wünsche, Hoffnungen, Träume... aber auch Abneigungen und Ängste.
    Da gibts nichts, was jeden vom anderen unterscheidet. Es gibt zwar viele Unterschiede, aber nochmehr Gemeinsamkeiten.

    Ja... und?
    Ich bin der wichtigste Mensch in meiner Realität... und auch der einzige, über den diese sich beinflussen lässt.

    Sagst du. Es gibt einige Dinge, die bei allen Menschen gleich sind.
    Und diese reichen aus, um damit zu arbeiten.

    Und was ist, wenns nicht reicht?
    Weil genau das scheint bei dir ja der Fall zu sein... wenns reichen würde, könntest du ja eine Freundin finden.

    Juhu, ich hab den Erfolg gefunden... hat sich, in der Abstellkammer, erhängt.
    Flirten ist ein Handwerk, dass jeder lernen kann. Somit gibt es auch Menschen, die es besser können, als andere.

    Was ist mit ganz, ganz vielen Abfuhren... ich sag mal 100 Versuche, 100 Körbe. Jemand, dem sowetwas passiert, ist ein Versager, wenns ums Flirten geht.
    Und diese Erkenntnis ist notwendig, um etwas ändern zu können.

    Das ist nicht neu... das ist eine Grundannahme von PU.

    Auch PU...

    Wie wäre es mit entwicken, statt verstellen?
    Wenns nicht so klappt, wie du bist... änder was.

    Schonwieder PU...

    Es ist reichlich schwer, ohne Ziele etwas zu erreichen.

    ThirdKing
     
    #18
    ThirdKing, 18 Dezember 2009
  19. User 27629
    User 27629 (33)
    Meistens hier zu finden
    704
    128
    136
    nicht angegeben
    Bei vielen kritischen Beiträgen hier, fehlt mir irgendwie die Substanz, was eigentlich genau inhaltlich kritisiert wird (abgesehen vom letzten Beitrag).

    Witzig find ich auch die Aussage, dass einem Single mit dem Text ja nicht geholfen wird. Da frage ich mich echt, was ihr eigentlich lesen wollt? Eine Benutzungsbedienung für alle Frauen der Welt?! Auf der einen Seite ständig Aktivität fordern, aber wenn's drum geht, aus Anregungen heraus eigene Schlüsse zu ziehen, ist das schon wieder zu viel verlangt. Als ob es "aktiv" wäre, irgendwelche vorgeschriebenen Schritte umzusetzen!

    @Thirdking
    Wenn du die Individualität von Menschen grundsätzlich in Frage stellst, dann kannst du auch bei einzelnen Aspekten der Theorie nicht auf PU verweisen. Flirten, dass als Grundeinstellung eine individuelle Sichtweise hat, ist nicht das gleiche wie ein Flirt mit der Einstellung "alle sind gleich". Die Flirtsignale, die jemand mit so einer Einstellung aussendet sind völlig anders, ebenso das Interesse, welches er zeigt usw..
     
    #19
    User 27629, 18 Dezember 2009
  20. MrShelby
    Sehr bekannt hier
    1.393
    198
    813
    Single
    Oho, abschreiben, und es dann ganz bescheiden "MEINE Anti-Pu-Flirttheorie" nennen :rolleyes:
    Wir war das noch mit deinem hohen Anspruch an Moral?

    An sich ist die Theorie das, was man erwarten konnte: Eine reine Theorie für die Theorie. Im anderen Thread hat Spätzünder ja schon gesagt, dass ihm die Übersetzung in die Praxis sowie fassbare Ergebnisse nicht wichtig sind. Von daher ist es eine pseudo-philosophische Theorie, wie man in einer Welt nach dem zuckersüßen Vorbild einer Meg Ryan-Romanze theoretisch gut ankommen könnte. Oder eben ein Weg, eigene Fehlschläge zu romantisieren. Das kann man sehen, wie man will.

    Den ganzen Hass auf die Umwelt und insbesondere die bösen Leute, die Pick Up betreiben, mögen Spätzünders Ego gut tun, ändern aber nix an seinem Single-Status.
     
    #20
    MrShelby, 18 Dezember 2009

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