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Meine Freundin hat Bulimie

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Toffee, 29 März 2007.

  1. Toffee
    Toffee (25)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Hallo... Meine Freundin hat schon lange Probleme, ist auch schon länger in Thearapie... Seit ein paar Monaten hat sie mir erzählt, dass sie Bulimie hat... Für mich ist das alles sehr schwer, ich versuche mein bestes sie immer wieder aufzumuntern, sie hat nämlich sehr häufig große Stimmungsschwankungen... Ich versuche das Beste draus zu machen und einfach für sie da zu sein... aber manchmal fühle ich mich überfordert und weiß nicht was ich tun soll... es ist auch sehr schwer im Alltag, wenn sich z.B. andere über Figurprobleme beklagen oder so und ich genau weiß was meine Freundin sich gerade denkt... Ich weiß dann einfach nicht was ich tun kann...

    Ist jemand vielleicht in einer ähnlichen Situation oder hat Erfahrungen mit Essstörungen?
    Hoffe, jemand kann mir weiterhelfen...
     
    #1
    Toffee, 29 März 2007
  2. khaotique
    khaotique (27)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Hallo Toffee!

    Zuallererst ein großes Lob an dich, dass du hinter deiner Freundin stehst und für sie da bist, wenn sie dich braucht. Das ist nicht selbstverständlich.
    Ich finde es sehr gut, dass deine Freundin ihr Problem erkannt hat und eine Therapie macht - nur das kann ihr wirklich helfen, ihre Essstörung zu überwinden. Leider, und das muss ich wirklich sagen, kannst du nicht mehr tun, als einfach für sie da zu sein und sie das auch wissen zu lassen. Stehe ihr als Stütze zur Seite, aber vergiss auch dein eigenes Wohl nicht. Dass du teilweise mit der Last (und auch Verantwortung) überfordert bist, kann ich gut nachempfinden (eine gute Freundin von mir litt an einer Anorexie). Deshalb ist es wichtig, dass auch du jemanden hast, dem du dich anvertrauen kannst und der dich auffängt (Freunde, Eltern, etc). Reden hilft wirklich was dieses Thema betrifft.

    Ich wünsche dir und vor allem deiner Freundin ganz viel Kraft, diese schwere Zeit gemeinsam durchzustehen.
     
    #2
    khaotique, 29 März 2007
  3. Toffee
    Toffee (25)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    danke... hoffe, die Therapie bewirkt etwas, denn sie ist noch nicht ganz überzeugt, ist gerade in einer Motivationstherapie. Danach stellt sich heraus, ob sie weiter macht oder nicht... hoffe wirklich sie bringt den Mut auf die Krankheit zu besiegen... Werde aber sicher immer hinter ihr stehen und hoffe ich kann ihr ein kleines Bisschen helfen...
     
    #3
    Toffee, 30 März 2007
  4. Toffee
    Toffee (25)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    Hat sonst noch jemand Erfahrungen mit diesem Problem, oder ähnlichem gemacht? Würde mich freuen, wenn mir jemand ein paar Erfahrungen erzählen würde...
     
    #4
    Toffee, 31 März 2007
  5. Somebody's love
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    vergeben und glücklich
    Respekt, ich kenne genug Menschen, die in deiner Situation die Flucht ergriffen haben. Eben wegen der von dir angesprochenen Überforderung... :smile:

    Ich hab leider keine Erfahrungen damit, wollte aber sagen, dass es wirklich das Wichtigste ist, immer hinter ihr zu stehen. Damit hilfst du ihr mehr, als es dir vielleicht bewusst ist.
     
    #5
    Somebody's love, 31 März 2007
  6. Sonata Arctica
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    vergeben und glücklich
    einer freundin von mir ging es mal genauso.vieleicht freut es dich zu hören,dass sie es geschafft hat und jetzt prima mit sich und ihrer umwelt klarkommt.sie macht grade ein auslandspraktikum in spanien, ihr gehts also richtig klasse.

    das hat sie aber auch so gut wie alles allein geschafft.man kann wirklich nicht mehr tun,als einfach nur da zu sein,wenn sie dich braucht.
     
    #6
    Sonata Arctica, 31 März 2007
  7. DasIch
    DasIch (30)
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    Verliebt
    Meine Ex-Freundin war/ist Bulimikerin.

    Ich weiß nicht, was ich dazu großartig sagen soll, da du keine Konkrete Frage gestellt hast.

    Naja, ich weiß nur, dass es mir immer sehr unangenehm war, in ihrer Gegenwart zu essen.

    Ich habe schon öfters damals versucht, ihr was zu essen zu geben.
    Aber sobald ich gefragt, ob sie was möchte (auch wenns nur ne Kleinigkeit war) wurde sie gleich aggressiv.

    Sie hat nicht direkt Bulimie...es ist eher ne Mischung aus Magersucht und Bulimie.
    Sie ist nie/kaum was, und wenn, dann erbricht sie es.

    Meine Eltern kamen mit ihr auch nur sehr schwer klar.
    Sie wussten nicht, ob sie sie fragen sollen, ob sie was essen möchte , oder nicht.
    Sie waren sich immer sehr unsicher, weil sie auch Angst hatten, dass sie es falsch versteht.

    Ihre Essstörung hatte sie , seitdem sie 14 war.
    Mitlerweile ist sie 20 und macht ne therapie.
    Ob es ihr was hilft , weiß ich nicht, da ich seit ca 6 Monaten nicht mehr mit ihr geredet habe.

    Ich habe vor einiger Zeit mal einen Thread geschrieben, wo ich über ihre Bulimie gesprochen habe.

    Wenn du Lust hast, kannste es dir ja mal durchlesen:
    http://www.planet-liebe.de/vbb/newreply.php?do=newreply&noquote=1&p=3295015

    LG: DasIch/Goethe
     
    #7
    DasIch, 1 April 2007
  8. *Luna*
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    Ich kann mir gut vorstellen, dass die Krankheit Deiner Freundin dich auch belastet und Du ihr gerne ein Stück davon abnehmen möchtest. Kannst Du auch. Indem Du für sie da bist, sprich mit ihr über die Probleme, die sie hat, über Sorgen und Ängste.Versuch mit ihr zu sprechen und herauszufinden warum sie es tut und ob du ihr helfen kannst. Steh ihr bei, zeig ihr, dass sie nicht allein ist und Du ihr gerne zur Seite stehst. Das mag wenig klingen, ist aber jede Menge wert. Wird sie stationär behandelt?
     
    #8
    *Luna*, 1 April 2007
  9. Toffee
    Toffee (25)
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    nicht angegeben
    Erstmal danke für die Antworten...
    Meine Freundin hat auch so ein Mittelding zwischen Magersucht und Bulimie, versucht also so wenig wie möglich zu essen und sucht wenn sie etwas gegessen hat immer eine Möglichkeit sich erbrechen zu können... Ich finde es auch komisch bei ihr zu essen, da sie entweder nicht mit isst, und wenn, dann weiß ich genau, dass sie dann wieder auf der Toilette verschwindet :cry:
    Ist nicht leicht, aber ich finde, es ist vielleicht doch besser normal weiterzuessen, auch wenn sie dabei ist... Oder? Was sollte man denn sonst machen...
    Habe gestern wieder mit ihr über ihre Thearapie geredet. Klingt nicht besonders gut... :cry: Sie ist fast überhaupt nicht der Meinung, dass sie die Therapie braucht und ob sie ihr hilft, und will sie sie vielleicht sogar abbrechen.... Was kann ich machen/sagen um sie vielleicht ein bisschen zu überzeugen???
     
    #9
    Toffee, 1 April 2007
  10. DasIch
    DasIch (30)
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    Verliebt
    Leider kannst du da sehr wenig machen.
    Ich habe es damals auch versucht.
    Sie ist/war (ka) in Therapie, weil ihre Mutter sie dazu gezwungen hat.

    Wenn sie es von sich aus nicht will, hilft die beste Therapie nicht.

    Sie muss es selber wollen.

    Wenn ich mit ihr versucht habe drüber zu reden kam meist:"Du hast ja keine Ahnung...."
     
    #10
    DasIch, 1 April 2007
  11. Gravity
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    nicht angegeben
    Also ich habe auch eine Freundin die unter schwerer Bulimie leidet. Meine Erfahrung damit sind sehr ernüchternd:

    Egal wie gut man es meint und wieviel Mühe man sich gibt:
    Keine Chance. Die Bulimie ist größer und stärker als jede Freundschaft.


    Was Du aber doch tun kannst ist, die Bulimie erstmal zu tolerieren. Die Essstörung ist ihr Problem und nur sie kann daran etwas tun. Dazu ist ihr Wille und ihr Handeln erforderlich; Du kannst dazu nichts beisteuern. Wenn sie darüber reden möchte, kannst Du ihr zuhören. Du kannst auch Fragen stellen. Nur versuche sie nicht zu etwas zu überreden oder zu zwingen - das klappt nie oder nur kurzfristig und Du und die Freundschaft würde den kürzeren ziehen.
    Wenn sie sich nicht sicher ist und Dich fragt, dann ermutige sie - dass war meiner Freundin immer eine recht gute Hilfe. Das kam bei ihr nicht wie Zwang an, sondern war ihr eigener Entschluß, der noch besser war, weil ich ihn auch gut fand (muss aber auch ehrlich sein).

    Meiner Freundin half auch, dass ich mit ihr ansonsten weiterhin ganz normal umgegangen bin. Hab ihr ein normales Leben (auch mit Essen) vorgelebt. Bin mit ihr auch zum McDonalds reinmaschiert und hab mir da was geholt, wenn ich hunger hatte. Der Punkt dabei ist, dass ich ihr die Entscheidung gelassen habe, ob sie was möchte oder nicht. Wenn sie nein sagte - und das tat sie immer - war das völlig okay: Keine vielsagenden Blicke, keine Kommentare... einfach nein und gut. Klappt wunderbar. Auch sonst war der einzigste Unterschied zwischen ihr und anderen Freundschaften, dass ich mit dem Thema Essen und Figur etwas sensibler umgegangen bin. So hatte sie nie gelegenheit zu Mauern und ist für das Thema mir gegenüber offen geblieben.
    Damit bewegten wir uns auch langsam von dem Symptom Essstörung zu den eigentlichen Ursachen hin. Und genau da hat es dann bei ihr Eingesetzt, dass sie eine Klinik besuchen wollte - von sich aus.

    Was mir auch noch einfällt: Wenn ich bei ihr zu besuch bin, muss ich quasi damit leben, dass ich ein "Ritualbrecher" bin - während sie Besuch hat, rennt sie nicht zum Klo. Und sie isst dann auch nichts. Aber wie immer: Drüber reden ist okay, aber nicht versuchen etwas gerade zu biegen...

    Rede mit deiner Freundin drüber: Sie kann Dir auch sagen, über was sie reden mag und über was nicht. Sie weiß am Besten was für sie in Ordnung ist und was nicht.
     
    #11
    Gravity, 2 April 2007
  12. 18anna4
    Gast
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    Ich habe auch eine Freundin, die seit mittlerweile 4 Jahren an einem Zwischending Bulimie/Magersucht leidet.

    Leider habe ich damit auch nur schlechte Erfahrungen gemacht:
    Seit sie 12 ist meckerte sie ständig, dass sie zu dick sei usw. Dann mit 14 hatte sie einen Schwächeanfall, wobei dann auch festgestellt wurde, dass sie krank ist. So dann fing sie auch eine Therapie an, das dauerte fast ein Jahr, sie kam raus, es ging ihr besser.. Doch dann, als sie wieder richtig mit der Schule anfing, war das alles zu viel für sie, sie wurde rückfällig... dann ging es wieder, als sie ihren Freund kennengelernt hat und letzten Monat hat der Schluss gemacht und nun fängt sie wieder an.

    Ich porbiere zu ihr zu stehen, mir fällt es aber sehr schwer, weil ich langsam die Hoffnung aufgebe und verzweifelt bin, da ich nicht weiß, wie ich mit ihr umgehen soll.

    Naja, ich wünsche dir, dass du bessere Erfahrungen machst.

    LG
     
    #12
    18anna4, 4 April 2007

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