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Meine Freundin und ihr Kind

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von DerWeg, 17 Juni 2008.

  1. DerWeg
    DerWeg (27)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Hey Leute ich brauche euren Rat

    Ich bin seit ca. 7 Monaten mit meiner Freundin zusammen. Ich liebe sie sehr und möchte für immer an ihrer Seite sein. Wir hatten zwar schon einige Streits, aber nichts wirklich Ernstes; zumindest haben wir immer alles wieder hinbekommen. Auch gerade in diesem Moment lieben wir uns sehr. Doch es gibt etwas, was mich in dieser Beziehung ständig verunsichert. Und das ist ihr kleiner Sohn, den sie vor drei Jahren mit ihrem Ex bekommen hat. Ich komme prima mít dem kleinen zurecht, und ich muss sagen, dass es wirklich ein liebes Kind es, was mich auch sehr mag. Nur manchmal stört bzw. nervt mich die Situation, weil meine Freundin nunmal Mutter ist. Wir können selten alleine sein, ohne dass sie auf die Uhr gucken muss oder ihr Sohn uns dazwischenfunkt. Er ist tagsüber im Kindergarten oder bei einer Tagesmutter, wenn sie zur Schule geht. Aber meistens, wenn ich da bin, dann ist er auch da. Ich habe ständig das Gefühl - und das klingt echt doof - dass er mir meine Freundin wegnimmt. Das ist jetzt zu hart ausgedrückt, aber meine Freundin ist nie richtig frei und wird wohl auch nie richtig frei sein. Ich kann das verstehen, nur bin ich auch noch jung und hatte noch nie Kinder. Ich weiß nicht, wie das ist. Soweit so gut.

    Neulich habe ich ihr gesagt, dass ich damit meine Probleme habe, und es mir nicht wirklich vorstellen kann, wenn wir mal zusammen wohnen, dass es immernoch jemand anderen gibt, der vor mir an erster Stelle steht. Irgendwie kann ich mit diesem Gedanken nicht umgehen. Ich mag Kinder und ich hätte auch gerne welche, nur noch nicht jetzt. Ich fühle mich so verantwortlich, so bedrängt, besonders da meine Freundin unsere 3er-Beziehung immer mehr ausbaut. Wir gehen zu dritt irgendwohin, ich passe manchmal auf den Kleinen auf, sie redet oft von ihm, was er jetzt wohl gerade macht und sie meint oft, dass wenn die Zeit gekommen ist, wir auch zu dritt oft Unternehmungen machen, wir große Geschenke für ihn kaufen, ... Ich fühle mich ein wenig vernachlässigt, auch wenn ich weiß, dass das Quatsch ist. Das ist Kinderliebe. Ich verstehe das auch vollkommen. Nur fühle ich mich schlecht dabei, dass es immer nur meine Freundin und ihr Kind geben kann. Und nie nur meine Freundin. Das macht mich ein wenig traurig, vor allem, da ich sie wirklich liebe, und noch nie etwas schöneres und perfekteres als sie in meinem ganzen Leben gesehen habe.

    Ich brauche euren Rat. Wie würdet ihr an meiner Stelle handeln?

    mfg DerWeg
     
    #1
    DerWeg, 17 Juni 2008
  2. GoldenGrace
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    hey du,

    also ich kann deine gedanken einerseits schon verstehen, andererseits hast du sie doch so kennengelernt, und musstest eigentlich damit rechnen, dass besonders weil das kind ja noch so klein ist, sie wohl die nächsten jahre nie nur für dich da sein kann.
    ich schätze mal, für sie ist das auch nicht so einfach, sie kann ja schlecht ihr kind für ein paar stunden in den schrank stellen nur damit du sie mal alleine hast.
    was is denn mit dem exfreund?oder den großeletern? können die nicht auch mal ein wochenende oder so auf das kleine aufpassen?
     
    #2
    GoldenGrace, 17 Juni 2008
  3. Savage
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Hallo,

    das ist natürlich ne dumme Situation für dich, da du ja in eine kleine Familie reingerutscht bist. Die Frage ist nur, ob du damit nicht umgehen kannst oder es einfach nicht willst. :zwinker:

    Da du mit dem Kurzen gut klarkommst ist ja eigentlich schon mal ne Basis für euch geschaffen. Was du daraus machst liegt natürlich bei dir.

    Da deine Freundin ja seit drei Jahren Mutter ist, denke ich ist sie sich Ihrer Verantwortung bewusst. Immerhin gehts hier um ein Kind. Aber mal ehrlich gesagt finde ich es super wie gut sie mit der ganzen Situation umgeht. Immerhin macht Sie 1. Ihre Schule weiter und 2. ist sie nicht nur am Party machen und "schiebt das Kind ab".

    Du wirst einfach lernen müssen mit der Situation umzugehen. Aber da ihr erst seit 7 Monaten zusammen seit und du, wie du schon selber gesagt hast, noch jung bist und keine Kinder hast, wirst du dich schon an den "Dritten" in eurer Beziehung gewöhnen.

    Lass dich einfach mal auf eure kleine Familie ein und seh den Kleinen als Teil eurer Beziehung. Dann habt ihr auch eine Zukunft.:zwinker:
     
    #3
    Savage, 17 Juni 2008
  4. Dandy77
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    nicht angegeben
    Damit muss sich jeder Mann abfinden, wenn er in einer Beziehung mit Kindern lebt. Egal ob es die eigenen sind oder fremde. Du hast dir eine Mutter als Freundin ausgesucht. Da ist es nunmal normal, dass sie mehr Aufgaben und Pflichten hat, als eine kinderlose Frau und auch, dass du sie teilen musst. Natürlich ist diese Situation neu für dich und du hattest nicht die Gelegenheit, beim Kinderwunsch mit einbezogen zu werden und dich darauf vorzubereiten. Einem leiblichen Vater fällt das vielleicht leichter - ist aber immer noch schwer sich damit abzufinden, die zweite Geige zu spielen. Du hast den Vorteil, dass du es bei deiner Freundin nicht anders kennengelernt hast. Normalerweise ist man gewohnt, dass die Freundin nur für einen alleine da ist und muss dann zurücktreten. Das ist immer hart.

    Für die nächsten 15 Jahre wirst du deine Freundin immer teilen müssen. Dabei nimmt der Anteil mit zunehmendem Alter des Kindes aber ab. Entweder du gewöhnst dich daran und versuchst dich zu arrangieren, oder du beendest die Beziehung. Du solltest nicht erwarten geschweige denn fordern, dass sich deine Freundin zwischen dir und dem Kind entscheidet. Dabei würdest du nur verlieren. Suche lieber nach Aktivitäten mit Kind, die auch dir Spaß machen.
     
    #4
    Dandy77, 17 Juni 2008
  5. User 48753
    User 48753 (31)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    Zunächst möchte ich dir mal sagen, dass ich dich sehr gut verstehen kann. Allerdings verstehe ich auch deine Freundin.

    Wenn man einen Menschen liebt, dann möchte man möglichst viel Zeit mit ihm verbringen. Natürlich möchte man die Zeit auch gern alleine mit dem geliebten Partner verbringen. Das ist gut verständlich.

    Dennch solltest du jetzt nicht denken, dass der Sohn dir deine Freundin wegnimmt. Bist du schon mal auf die Idee gekommen, dass ein Kind auch Angst haben kann, dass du ihm die Mutter wegnimmst? Genau das möchte wohl deine Freundin auch verhindern und deshalb bindet sie den Kleinen so viel wie möglich mit ein.

    Es ist klar, du bist erst 19 Jahre alt und wurdest praktisch von heute auf morgen in eine "Vaterrolle" hineingedrängt. Das kommt unerwartet und man ist eben nicht darauf vorbereitet. Du wolltest zwar Kinder haben, aber eben noch nicht jetzt.
    Nun musst du dir halt überlegen, ob du nicht doch noch in die Rolle hineinwachsen kannst.

    Hat das Kind übrigens auch Kontakt zum richtigen Vater? Ist es manchmal dort? Dann könntest du doch vielleicht zumindest die Zeit mal nutzen um mit deiner Freundin allein die Zeit zu verbringen.

    Hat das Kind vielleicht auch mal die Möglichkeit, dass es mal seine Großeltern besucht?

    Du musst einfach lernen, die wenige Zeit, die ihr miteinander allein verbringen könnt, zu nutzen.

    Gleichzeitig würde ich dir raten, dass du mal ausführlich mit deiner Freundin redest. Mach ihr klar, dass du nicht nur als "Ersatzvater" da sein möchtest, sondern auch als ihr Partner. Und erklär ihr, dass du den Sohn sehr gerne magst, aber eben auch an ihr allein interessiert bist. Sag ihr, dass du momentan noch mit der Situation überfordert bist.

    Ich denke übrigens, dass deine Freundin dich sicher auch sehr liebt, sonst würde sie dich doch gar nicht so sehr in ihre kleine Familie einbinden wollen. Vielleicht ist ihr gar nicht bewusst, wie schwierig das Ganze für dich ist.

    Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass ihr das Ganze klären könnt. Es ist doch wunderbar, wenn zwei Menschen, die sich lieben, zueinander gefunden haben. Außerdem ist es doch auch schön, dass der Kleine dich so sehr akzeptiert und dich auch lieb hat.
    Es wäre doch echt schade, wenn die Beziehung an dem Kind scheitert.

    Allerdings solltest du dir halt auch wirklich überlegen, ob du schon für solch eine Beziehung bereit bist. Mit 19 Jahren hat man halt meistens noch andere Vorstellungen vom Leben.

    Also, rede mit deiner Freundin über alles.
    Dann findet ihr sicherlich eine Lösung, mit der ihr alle klarkommen könnt.
     
    #5
    User 48753, 17 Juni 2008
  6. squibs
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Wie alt ist sie denn?
     
    #6
    squibs, 17 Juni 2008
  7. Shiny Flame
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    Verlobt
    Unterschreibt.
     
    #7
    Shiny Flame, 17 Juni 2008
  8. malista
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    vergeben und glücklich
    Einen Partner mit Kind kennenzulernen, und selber keine zu haben, stellt eigentlich immer ein Problem dar.

    Ich musste mich an diese Situation auch erst gewöhnen, und das klappt irgendwann. Auch wenn ich nur die Partnerin eines Umgangs-Elternteil bin.
    Gib dir und euch Zeit dazu, keiner erwartet von dir, dass du den Papa-Ersatz spielst, denn der Kleine hat ja einen Vater. Allerdings gibt es deine Freundin nunmal nur im Doppelpack und wird es auch immer geben. Und bei eigenen Kindern stellt das auch keine Last dar. Eltern werden niemals die Einschränkungen, die durch Kinder entstehen, als solche sehen. Bei den Partnern ohne Kind ist das hingegen oft der Fall.

    Bevor du ein negatives Gefühl dem Kleinen gegenüber aufbaust, was er ja absolut nicht verdient hat, solltest du mit deiner Freundin darüber sprechen. Auch über deine Bedenken, was die Zukunft angeht. Und wenn es gar nicht geht und das Kind für dich einen Schönheitsfehler ihrer "Perfektion" darstellt, dann geht es eben nicht. Aber das liegt dann nicht nur am Kind.
     
    #8
    malista, 17 Juni 2008
  9. Trauerklops
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    nicht angegeben
    Dandy – Du musst hier mal sein Alter beachten. Die Ängste und Sorgen die er hier äußert sind durchaus berechtigt und vor allem muss er sich nicht damit abfinden. Wenn, dann ist es sein freier erklärter Wille das zu akzeptieren – mehr aber auch nicht.

    Mit knapp zwanzig die Verantwortung für ein Kind zu übernehmen ist wirklich sehr anspruchsvoll. Man ist selbst gerade erwachsen geworden und nun möchte man auch seine Freiheit des erwachsen seins erleben und auch durchleben. Antworten, wie „da mußt Du Dich mit abfinden“ treffen den Punkt einfach nicht.

    TS:

    Du wirst dieses Thema bei deiner jetzigen Freundin thematisieren müssen. Es ist zwar verständlich, dass sie sehr viel Zeit mit ihrem Kind verbringt – verbringen muss, aber das bedeutet noch lange nicht, dass Du alles so hinnehmen musst wie es die Situation gerade erfordert. Ich bei der Meinung, dass deine Freundin auf alle Fälle deine Ängste und Sorgen kennen muss. Schließlich möchte auch sie mit Dir zusammen leben. Auch sie, als auch das Kind müssen das akzeptieren, bzw. alle müssen versuchen die Situation für jeden so erträglich zu machen wie es nun halt die Situation hergibt. Beispiel: Der Kleine könnte durchaus mal bei „Oma oder Opa“ (sofern vorhanden) unterkommen. Die entstehende Zeit solltet ihr auf alle Fälle für euch nutzen.
    Lasst euch mal kein schlechtes Gewissen einreden, dass ihr den Kleinen eventuell temporär auslagert – ist vollkommen legitim! Auch ihr als „Elternteile“ solltet zusehen, dass das Kind nicht euch und eure Zeit dominiert, sondern es mit euch lebt. In Deutschland ist stets alles kinderfreundlich hier und kinderfreundlich da – aber an die Elternfreundlichkeit wird nie gedacht, die dürfen sich quasi für ihre Kinder „aufopfern“.

    Sprich mit deiner Freundin über deine berechtigten Ängste und Sorgen. Offen, ehrlich und ohne eifersucht!
     
    #9
    Trauerklops, 17 Juni 2008
  10. Dandy77
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    nicht angegeben
    Sorry, Trauerklops, das sehe ich anders. Er hat sich eine Mutter als Freundin ausgesucht. Und damit hat er nur zwei Alternativen. Er findet sich damit ab, oder er beendet die Beziehung wieder. Natürlich kann er aus freien Willen zwischen diesen Alternativen wählen. Natürlich sind seine Ängste und Sorgen verständlich, aber auch das Einbeziehen von Großeltern und Expartner bei der Kinderbetreuung wird nichts daran ändern: in den nächsten Jahren wird er immer die 2. Geige spielen. Die Mutterrolle seiner Freundin geht vor. Und da hat er eben nur die beiden Alternativen.
     
    #10
    Dandy77, 17 Juni 2008
  11. many--
    many-- (32)
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    Verheiratet
    Du bist sehr jung für einen Vater. Du bist eigentlich fast schon zu jung für einen Stiefvater.

    Nicht, weil du unreif wärst oder verantwortungslos oder kindisch. Sondern, weil Vaterschaft im Idealfall eine aktive Entscheidung ist, die man trifft, wenn man sich bereit dazu fühlt, wenn man sein eigenes Leben so weit im Griff hat. - Mit einem leiblichen Kind hat man dann natürlich auch eine ganz besondere emotionale Beziehung.

    Bei dir ist es nun so: das ist nicht dein Kind. Du hast dich nicht aktiv entschieden, es in die Welt zu setzen: es ist mehr oder weniger über dich gekommen. Dein Ziel war eine Beziehung, keine Vaterrolle. Du siehst dich selber noch nicht als Vater, sondern als junger Mensch, für den eine Kindfamilie nicht der primäre Lebensfokus ist.
    Das ist absolut verständlich, normal und in Ordnung: wenn du in deinem Alter bereit für Kinder wärst, hättest du ja evtl schon eines gezeugt.

    Hier ist dir die Entscheidung leider abgenommen worden - du willst diese Frau, die gibt es nur mit Kind. Klar, dass man(n) da erst mal sagt: macht nix, wie schlimm kann das schon sein, Kinder sind doch süß. Du hast ja keine Erfahrung damit, also, warum solltest du Angst davor haben :zwinker: - Jetzt hast du ein paar Erfahrungen gemacht und gelernt: du wirst mit dem Kind sozusagen "konkurrieren" müssen, du spielst nicht automatisch die erste Geige im Leben deiner Freundin, auch wenn es genau das ist, was du dir eigentlich von einer Beziehung erhoffst bzw das dem Idealbild entspricht, das du von einer Beziehung hast.

    Jetzt musst du echt überlegen, ob das für dich so ok ist. Ich fasse nochmal zusammen: das Kind hat nichts mit dir zu tun, du musst dich also nicht schuldig fühlen, wenn du erkennst, dass du noch nicht bereit für eine Beziehung mit Kind bist. Allerdings musst du dir im Klaren darüber sein, dass es diese Frau nur mit Kind gibt. Die Frage ist also: bist du bereit, dein Leben auf dieses Kind einzustellen? Deine Bedürfnisse und Erwartungen anzupassen? Ist dir diese Beziehung so wichtig, dass du dich entsprechend für sie ändern willst?

    Hier geht es tatsächlich primär um dich, denn du musst mit der Sache klarkommen und leben. Letztendlich ist die Grundfrage leicht: bist du bereit für diese Situation? - Nur die Antwort ist nicht leicht, denn, wie gesagt, die Konsequenzen sind doch bedeutend: Ende der Beziehung oder Änderung des eigenen Lebensfokus.
    Ich sage mal ganz ehrlich: mit 19 war ich nicht bereit für ein Stiefkind und hätte die Beziehung so nicht führen können.
     
    #11
    many--, 17 Juni 2008
  12. DerWeg
    DerWeg (27)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Oh schade. Ich hatte soviel zusammen geschrieben, was auf einmal wieder weg ist :frown: Und ich muss nun los.

    Ich muss euch später davon berichten. Tut mir Leid.

    Aber danke für eure zahlreichen Antworten. Ich komme ganz sicher auf sie zurück.

    mfg DerWeg

    Hey ich muss meine Gedanken einfach loswerden.

    Also es ist nicht so, dass wir gar keine Zeit mehr für uns zwei haben. Sie arrangiert oft für mich einen Babysitter oder gibt ihn zu ihren Eltern oder auch in den Nachmittagskindergarten. In dieser Hinsicht tut sie echt viel für mich. In Bezug auf den Kindsvater; er hat sich sozusagen aus dem Staub gemacht. Meine 20 Jahre alte Freundin und ihr Sohnemann haben kaum bzw. eigentlich gar keinen Kontakt mehr zu ihm. Und meiner Freundin passt dies auch sehr gut, weil er eben einfach nicht der richtige war.

    Many hat es so schön auf den Punkt gebracht. Ich möchte raus aus der Welt, möchte was erleben. Ich habe gerade mein Abitur gemacht und nun steht mir die Welt offen. Klar, ein Kind ist nicht mein primärer Lebensfokus. Aber die große Liebe. Und sie ist nicht nur der primäre Lebensfokus, sondern der Sinn meines Lebens. Und ich weiß, dass ich wenn ich meiner Freundin in die Augen schaue, die große Liebe spüre. Von daher würde es mir sooooo verdammt schwer fallen, mich von ihr zu trennen. Meine Bedürfnisse und Erwartungen, ... Ja, ich werde darüber nachdenken und eingehend mit ihr über all das sprechen, was ihr mir ans Herz gelegt habt.

    Ich habe einfach Angst, es könnte schief gehen. Das ich versuche, sozusagen den Stiefvater so gut es geht zu spielen, und dann am Ende meine Freundin zutiefst enttäusche. Ich habe echt Angst davor. Ich will meiner Freundin nicht weh tun. Ich würde lieber Schluss machen, um das zu verhindern. Aus Liebe zu ihr. Auch wenn das ein wenig paradox klingt.

    Früher habe ich mir immer vorgestellt, dass ich einfach alles aus meinem Leben rauskitzeln möchte. Ich will das Leben leben. Den Lebensmark saugen. Frei sein. Die Welt erkunden. Eben die Wünsche, die man als Jugendlicher hat. Und diese kleine Welt bricht mit dem Gedanken an das Kind etwas zusammen. Ich weiß nicht, inwieweit ich meine Freiheit ausleben kann und darf.

    Dennoch möchte ich es auf jeden Fall versuchen, eine 3er-Beziehung zu führen. Vll wird es mit den Jahren ja besser, wenn der Kleine zu nem Großen geworden ist :smile:

    Es stört mich eben einfach diese Eifersucht. Mein großer Traum von der wahren Liebe scheint zu zerplatzen, wenn sich Jemand zwischen mir und meiner Freundin stellt. Mein Ideal der großen Liebe ist etwas zerstört, da ich eben nur an 2. Stelle stehe. Es ist mir bewusst, dass ich das nicht vergleichen kann. Aber es fällt mir schwer, das alles gedanklich zu fassen. Ich denke, dass geht jedem Vater so, der seine Partnerin liebt. Ich muss versuchen damit umzugehen.

    Von meinem Charakter würde ich sagen, dass ich nicht bereit für eine solche Beziehung bin. Ich wäre genervt davon, immer erst an zweiter Stelle zu stehen. Besonders weh tut es, wenn wir zu dritt im Bett liegen. Wenn er in der Mitte schläft, habe ich oft das Gefühl: Wer ist das überhaupt? Ist das nicht ein Fremder? Was soll ich tun? Ich kann doch nicht mit ihm kuscheln... Ich bin nicht sein Vater.
    Wenn er neben mir und meiner Freundin liegt, dann dreht sich meine Freundin oft um und kuschelt mit ihm. Ich liege dann am Rand des Bettes und muss die beiden kichern hören. Manchmal macht mich das echt traurig.

    Auf jeden Fall möchte ich mit meiner Freundin nochmal über alles sprechen. Komisch ist, dass ich immer denke, dass eine Tochter mir nicht so Unbehangen bringen würde. Wenn ihr Sohn eine Tochter wäre, dann wäre ich ganz gelassen. Alles ein wenig seltsam...

    Aber ich nehme mir vor, meinen Charakter dem anzupassen und das Kind voll und ganz in der Beziehung zu akzeptieren. Ich möchte es lernen. Auch wenn es mir mit meinen gerade 19 Jahren nicht leicht fällt. Aber ich bin entschlossen. Heute abend rede ich mit meiner Geliebten.

    mfg DerWeg
     
    #12
    DerWeg, 17 Juni 2008
  13. Trauerklops
    Verbringt hier viel Zeit
    224
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    nicht angegeben
    @dandy

    Da mögen wir halt unterschiedliche Meinungen haben. Aber ich denke es gibt immer Alternativen zwischen „Friss oder Stirb“. Es wird hier auf das Zusammenspiel der Mutter, des Kindes und des TS ankommen. Es sind stets Kompromisse einzugehen – das ganze Leben besteht aus einem riesigem Kompromiss, aber das ganze für 15 Jahre bereits hypothetisch hochzurechnen halte ich für sehr gewagt. Wie gesagt, in meinen Augen machen viele Eltern den Fehler sich zu sehr nach dem Kinde zu richten. Sie vergessen ihre eigene Individualität – ja sogar ihr eigenes Leben – und das kann es einfach nicht sein.

    Natürlich kommt viel Arbeit auf den TS zu, wenn er sich für Mutter und Kind entscheidet, aber dass sein Leben damit „quasi vorbei ist“, sie kaum Zeit für ihn hat, er stets die zweite Geige spielen würde – das sehe ich nicht ganz so. Es wird genügend Zeit auch für die beiden übrig bleiben, man muss nur bereits sei diese Zeiten auch zu fordern und auf der anderen Seite muss die Mutter auch bereit sein diese Zeit zu geben. Ein drei Jähriges Kind kann durchaus mal eine gewisse Zeit sich selbst überlassen sein. Es benötigt keine 24 Stunde Betreuung, damit es überleben kann.
     
    #13
    Trauerklops, 17 Juni 2008
  14. Piratin
    Piratin (38)
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    Ich würde das auch nicht wollen. (Mein Freund hat auch ein Kind) Im übrigen bin ich der Meinung, dass ein dreijähriges Kind durchaus im eigenen Bett schlafen sollte, wenn die Kuschelrunde vorbei ist und dass die beiden Erwachsenen zusammen in ihrem Bett schlafen sollen dürften - ihr habt ja sicher auch eigene Bedürfnisse.Ich bin aber auch der Meinung, dass ich das genauso halten würde, wenn ich einen Mann und wir gemeinsame Kinder hätten. Glückliche Eltern= glückliche Kinder, und Eltern möchten ja auch nachts gern zusammen schlafen!

    Wir haben einen konsequenten aufgeschriebenen Plan was die Zeitverteilung angeht, an den sich (im Normalfall) alle Beteiligten halten und der versucht, die Bedürfnisse aller Beteiligten zu berücksichtigen.
    Mein Freund ist Wochenendpapa und wir haben ne Fernbeziehung (700 km), das heisst, der Kleine und ich sind abwechselnd "dran", und dann kriegen wir aber auch die volle Aufmerksamkeit.

    Bei euch ist das natürlich anders, weil der Sohn deiner Freundin ja bei ihr lebt, aber ihr solltet euch trotzzdem festeingeplante Zeitfenster für jeden schaffen auf die sich jeder einstellen kann, dann kommt jeder eher zu seinem Recht als bei so nem Kuddelmuddel, bei dem sich deine Freundin sicher öfter mal zwischen zwei Stühlen fühlt und der Kleine und du das Gefühl haben ihr kommt zu kurz.
     
    #14
    Piratin, 17 Juni 2008
  15. User 77547
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    Puh, das ist wirklich ein Problem. Ich kann wirklich nachvollziehen, was der TS denkt und fühlt. Ihm muss halt klar sein, dass da immer noch jemand anderes (der Kleine) da sein wird und in so einer Familie erstmal niente ist, mit "Welt erkunden". Klaro, ein gutes "Zeitmanagement" kann vieles abpuffern, jedoch auch nicht alles. Auf der anderen Seite muss ein Kind auch nicht bedeuten, dass man nur noch zu Hause vor der Glotze hockt. Man kann viele schöne Sachen mit Kindern machen.....natürlich nicht all das, was man sich mit 19 Jahren erträumt, das weiß ich auch.
    Diese "Eifersucht" musst Du aber wohl loswerden....das Beispiel oben mit dem Kuscheln im Bett hat mich schon sehr berührt. Ich kann das zwar nachvollziehen, aber vielleicht solltest Du Dir auch klar machen, dass es nicht nur für Dich eine schwierige Situation ist, sondern natürlich auch für Deine Freundin (SIE MUSS EUCH BEIDEN GERECHT WERDEN, das ist wirklich ein Spagat!). Und verabschiede Dich bitte von der Vorstellung, dass der Kleine sowas wie ein "Rivale" ist. Kuscheln mit Dir und Kuscheln mit ihm ist für Deine Freundin etwas komplett anderes.....aber das dürfte ja sowieso klar sein. Er mag vielleicht ein "Zeitrivale" sein.....ein "Liebesrivale" ist er aber definitiv nicht!

    Ich hab keine Lösung, noch nicht mal einen richtigen Rat!

    Aber was ich auf jeden Fall loswerden will:

    Ich habe allergrößten Respekt vor Dir und Deiner Freundin. Was Ihr da gerade mitmacht ist "Erwachsen-Werden" in Zeitraffer und aus dem, was Du schreibst, spricht schon eine ziemliche Reife für einen 19 jährigen (klingt jetzt ein wenig "altväterlich" von mir...ich weiß). Ich würde mal die Behauptung aufstellen, dass für die allermeisten in Deinem Alter die Entscheidung sonnenklar wäre....die hätten eine Frau mit Kind noch nichtmal angeschaut :geknickt:.
     
    #15
    User 77547, 17 Juni 2008
  16. Beastie
    Beastialische Beiträge
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    du solltest versuchen es anders zu sehen. aus euch kann doch eine große liebe zu dritt werden und nicht 2x2lieben.

    ich bin mir sicher, dass der kleine dich nach 7 monaten schon läääängst in dein herz geschlossen hat


    du musst nich sein vater sein um mit ihm zu kuscheln.
    aber ich weiß schon, dass es einem nich leicht fällt. gerade vor der mutter.
    vll kannst du ja mal probeweise mit ihm kuscheln, wenn ihr alleine seid. dann siehst du, wie er reagiert und musst keine angst vor zurückweisung haben, weil es kriegt ja keiner mit.
     
    #16
    Beastie, 17 Juni 2008
  17. DerWeg
    DerWeg (27)
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    vergeben und glücklich
    Ihr helft mir alle wahnsinnig. Danke. Meine Freundin wird es sicherlich freuen.

    Ja ihr habt wohl recht. Das Leben besteht aus lauter Kompromissen. Auch wenn ich selbst noch ein Kind bin, dass nicht immer weiß, was es tun soll oder auch mal Dreck am Stecken hat, so kann ich doch, wenn ich bei dem kleinen bin, mein bestes geben, um als Beispiel voranzugehen. Es wird bestimmt nicht leicht, einen Erwachsenen zu "spielen", der ich nicht bin. Aber meine Freundin wird mir bestimmt die nötige Zeit lassen. Und Zeit, meine eigenen Wege zu gehen, in Urlaub zu fahren, oder einfach mal zu mir selbst zu finden, habe ich ja auch noch.

    Vll habe ich all das ein wenig zu straff gezogen. Aber es ist und bleibt nunmal eine Entscheidung, die mein Leben sehr stark beeinflusst.
    Ich werde auf mein Herz hören.

    mfg DerWeg
     
    #17
    DerWeg, 17 Juni 2008
  18. Sternschnuppe_x
    Benutzer gesperrt
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    Wie sieht denn deine weitere Lebensplanung aus? Du bist 19, bist du in einer Ausbildung, machst du bald Abi? Was hast du noch so vor danach? Egal ob Freundin mit oder ohne Kind, gerade dieser Schritt vom Abi zum Studium läßt viele Beziehungen zerbrechen.

    Ich finde es gut, daß du hier um Rat fragst und deinem Kummer Luft machst. Und dir gleich vorzuhalten "dann akzeptier's doch endlich, oder trenn dich halt", halte ich auch nicht für sinnvoll. Manchmal will man ja ein Problem auch einfach nur mal loswerden oder andere Meinungen dazu hören...

    Für mich persönlich (!) wäre in deinem Alter ein Partner mit Kind definitiv nicht in Frage gekommen - eben weil ich studieren wollte, auch ein Auslandssemester machen wollte usw... und auch mit der Rolle der "Ersatzmutter" nicht klargekommen wäre. Und ich glaube, gerade jüngere Kinder entwickeln da recht schnell eine recht enge Bindung, und dann einfach so "abzuhauen", auch wenn's nicht das eigene ist, ist dem Kind gegenüber eigentlich nicht fair.

    Du solltest dir Gedanken machen, wie deine halbwegs langfristige Planung aussieht. Wirst du in der Nähe eine Ausbildung machen oder studieren (oder hast du vielleicht schon eine Ausbildung)? Willst du mal ins Ausland? Wieviel "Verantwortung" willst du für das Kind übernehmen, wieviel "Bindung" willst du zulassen, welche Rolle willst du im Leben des Kindes spielen?

    Hast du darüber eigentlich schonmal mit deiner Freundin geredet, wie sie das sieht? Erwartet sie, daß du quasi die "Ersatz-Vater-Rolle" übernimmst, daß du "miterziehst"? Oder will sie vielleicht gar nicht, daß deine Bindung zu ihrem Kind ZU eng wird, damit es nicht enttäuscht wird, falls es mal nicht mehr klappt zwischen euch? Weiß deine Freundin von deinen Eifersuchtsgefühlen, der Angst, immer nur die Nr. 2 zu sein? Weiß sie von deinem Freiheitsdrang und dem Konflikt, der für dich dadurch entsteht?

    Ich denke, gerade was den Freiheitsdran angeht, ist das etwas, wo es in einer "normalen" Beziehung ohne Kind genauso Probleme geben kann. Auch da ist es nicht leicht, wenn z.B. einer von beiden für ein Jahr im Ausland studieren will oder sich eine Uni in einer anderen Stadt ausgesucht hat. Auch da stellt sich die Frage, wer wieviel verzichtet und wer zu welchen Kompromissen bereit ist. Natürlich ist man aber mit Kind grundsätzlich viel gebundener und festgelegter, klar...
     
    #18
    Sternschnuppe_x, 17 Juni 2008
  19. User 4590
    User 4590 (33)
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    nicht angegeben
    Ich denke, es ist auch sehr wichtig, dass du dir selber Zeit lässt. Du musst nicht von heute auf morgen erwachsen und ein perfekter Vater werden, sowas kann keiner! Was zählt, ist der gute Wille, und der ist bei dir ja ganz offensichtlich vorhanden; in deine Rolle als Stiefvater wirst du allmählich reinwachsen, gebt euch einfach alle drei gegenseitig noch etwas Zeit.

    Und was Sternschnuppe sagte, finde ich auch wichtig, sprich doch mal mit deiner Freundin über ihre Erwartungen, wie sie sich euch drei und speziell deine Rolle gegenüber dem Kleinen vorstellt.
     
    #19
    User 4590, 17 Juni 2008
  20. User 72261
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    2
    nicht angegeben
    Das sehe ich wie Piratin: Kuschelstunde ja, aber nicht zu dritt im Bett schlafen. Das habe ich mit meinem Freund (allerdings Wochenendvater) von Anfang an geklärt, zumal das Kind schon fünf war. Vor allem Anfangs ist es ein fremdes Kind und auch später braucht man die Nacht für sich und seinen Partner. Ein Dreijähriger gehört in sein eigenes Bett. Eifersucht ist zudem ein mächtiges Gefühl und lässt sich nicht einfach so abschalten. Du musst entscheiden, ob du mit dem Gefühl klar kommst. Deine Beschreibung oben hat mich zu den Gedanken geführt:

    Ganz wichtige Fragen von Sternschnuppe. Vor allem die erste betrifft ja eines deiner größten Probleme damit - wie stark du die Verantwortung übernehmen sollst UND kannst. Das müsst ihr klären. Wenn du die richtige Vaterrolle übernehmen sollst, ist das eine Entscheidung mit immenser Tragweite. Ich hätte die Mutterrolle nicht übernehmen können und wollen, wir haben das von Anfang an geklärt. Dennoch verstehe ich mich gut mit dem Kind. Bei deiner Freundin gibt es aber keinen Vater und das Kind wird dich wohl zwangsläufig mit der Zeit als solchen und einzigen sehen. Das später zu brechen, wäre für den Jungen sehr schmerzhaft. Hat deine Freundin sich zu ihren Vorstellungen mal geäußert?
     
    #20
    User 72261, 17 Juni 2008

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