Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren

Meine psychisch kranke Freundin

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von User 70345, 8 Januar 2010.

  1. User 70345
    Verbringt hier viel Zeit
    605
    103
    12
    in einer Beziehung
    .........
     
    #1
    User 70345, 8 Januar 2010
  2. User 46910
    Meistens hier zu finden
    1.016
    133
    43
    vergeben und glücklich
    Liebe schlaflos,
    ich kann verstehen, dass dich das belastet. ch kenne allerdings nicht deine Seite der dinge, sondern die deiner Freundin. Deshalb ann ich dir wohl nicht wirklich helfen, aber ich schreib trotzdem was.

    Du kannst ihr helfen, indem du in den richtigen Momenten für sie da bist. Doch was sind die richtigen Momente? Das ist schwierig, da musst du genau auf ihre Reaktione achten. sitzt sie nur leer und vor sich hin starrend herum.. dann geh zu ihr, umarm sie und schau, wie sie reagiert. Reagiert si gar nicht, ist das, meiner Meinung nach (wichtig) ein gutes Zeichen. Dreht sie sich weg, verzeht sie das Gesicht, dann fühlt sie sich unwohl.
    Ich denke, das gehört u.a. dazu, wenn du beschreibst, sie ist so teilnahmslos, desinteressirt.
    Ich denk sie meint das nicht so. Du bist ihr nicht egal. Jemand, der starke Bindungsängste hat, was ja passen könnte, wenn du beschreibst, dass sie Angst vor Trennungsschmerz hat, lässt sich nicht so schnell auf eine Beziehung ein. Meine Erfahrung. Deshalb denk bitte nicht, du seist ihr egal.. sie kann es wohl nicht so zeigen, weil sie so mit sich beschäftigt ist. Sie meint es nicht böse.
    Tja.. es ist eine schierige Situation. Ich verletze mich, seitdem ich 11 bin, habe zwei abgebrochene Therapien hinter mir und fühle mich, obwohl ich mir nichtmehr so oft wehtue, nicht wirklich gut. Manchmal ok, manchmal heule ich agelang, bin apathisch, bekomme es noch nicht mal hin, wäsche zu waschen, geschweige denn aufzuhängen. Schleppe mich zur Uni, zur Arbeit, fühle manchmal Schmerz, oft nur Leere.
    Ich hoffe shr, dass es bei deiner Frrundin besser ist und da sie eine Therapie macht, bin ich da gute Hoffnung.
    Wieso schreibe ich das, obwohl es doch ihnhaltlich so unwichtig für dic ist?
    Damit du siehst, dass deine Freundin nicht die einzige ist und dass sie auf einem guten Weg ist. Weil sie sichhelfen lässt. Das dauert, wahrscheinlich muss sie noch Vertrauen zu dir fbauen, möchte dich nicht zu sehr belasten.. deshalb redet sie vll nicht so viel mit dir dartüber. Bitte, so war es jedenfalls bei mir, bezieh das nicht negativ auf dich. Sie kommt mit ihrem Leben nicht so klar wie andere und ist damit wohl sehr beschäftigt. Es ist nicht damit gemeint, das sie dich wegstoßen möchte oder gar keine Gefühle für dich hat.

    Versuch, für sie da zu sein, hör ihr zu, wenn sie etwas preisgibt. Rede auch ruhig mal mit ihr darüber, vielleicht nicht stundenlang bohren, aber ansprechen solltest dues, weil es dich ja sehr belastet. Erklär ihr deine Gefühle und schau, wie sie reagiert. Ich denke auch ihr ist es wichtig, auch wenn es nichtso wirkt, zu wissen, wie du dich fühlst. Frag sie doch mal, wie sie die Situation sieht und erklär ihr deine Sicht.

    Taste dich einfach langsam heran., immer mit dem Wissen im Hintergrund, dass sie es nicht mit Absicht macht.

    Das sind alles nur meine Erfahrungen und muss überhaupt nicht stimmen.

    Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Stärke, die wirst du brauchen. Stell dich ncht zurüc und sie in den Vordergrund, sondern lass es Dir trotz allem gut gehen.

    Lg
     
    #2
    User 46910, 8 Januar 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  3. Shiny Flame
    Beiträge füllen Bücher
    6.934
    298
    1.627
    Verlobt
    Ich selber habe ein paar Mal eng mit psychisch kranken Menschen zu tun gehabt - und ja, ich bin selber auch nicht immer ganz stabil. Nicht so krass wie deine Freundin, aber auch ich kenne Momente, in denen irgendetwas in mir klick macht, sich umlegt und ich merke, dass ich jetzt nicht mehr rational reagiere, dass kleine Dinge mich sehr verletzen und ich das Gespür für Verhältnismäßigkeiten vorrübergehend verliere.

    So viel zu meinen Vorerfahrungen - ich habe sie hier kurz beschrieben, weil mein Beitrag zwangsläufig subjektiv sein wird. Dann kannst du wenigstens erkennen, aus welcher Ecke ich schreibe.

    Wenn sie psychisch krank ist, heißt das, dass in ihrer Seele irgendetwas ist, was ihr sehr, sehr wehtut. Sie muss tagein, tagaus mit der Last dieser Krankheit kämpfen, und das braucht viel Kraft. Kraft, die ihr dann im alltäglichen Leben fehlt, wenn es darum geht, die Emotionen anderer wahrzunehmen, sich Details zu merken, die du ihr erzählst, sich für dich und dein Leben zu interessieren - oder auch das Gefühl von Einsamkeit nach einem Abschied zu überstehen.

    Gefühle zeigen oder über sich selbst reden? Das ist ja noch schwerer, dabei muss sie sich ja diesem was-auch-immer in ihrer Seele stellen, und das ist unglaublich hart und schwer.

    Diese Dinge sind vermutlich also tatsächlich ihrer psychischen Krankheit geschuldet und kein "normaler" Charakterzug von ihr.

    ***

    Das Problem ist in meinen Augen: Sie hat diese Krankheit seit fünf Jahren. Obwohl sie in Behandlung ist, wird diese Krankheit nicht besser - sagt sie zumindest.

    Jeder Mensch hat manchmal Tiefs, und das lässt sich nicht völlig verhindern. Bei ihr werden kleinere Tiefs durch die Krankheit gleich immer zu ausgewachsenen Tiefs, die sie und auch ihr Umfeld (dich) ganz übel mit runterreißen.

    Auch, wenn diese anstrengenden Charakterzüge an der Krankheit liegen - im Moment ist die Krankheit ein Teil von ihr! Und sie wird es bleiben!

    Und daher musst du damit fertig werden - und das ist viel zu hart. Das sage ich als Frau mit einer psychisch kranken Mutter, und das sage ich als Frau, die selber unter einer gewissen psychischen Labilität leidet.

    ***

    Ein Partner kann in der Situation so einer Krankheit bis zu einem gewissen Punkt helfen und unterstützen, indem er Wärme und Rückhalt gibt. Aber ich habe schon einige Menschen gesehen, die an der Partnerschaft zu einem psychisch kranken Menschen kaputt gegangen sind...

    Das Problem ist, dass eine echte, gegenseitige Partnerschaft normalerweise nicht möglich ist, Punkt. Der kranke Mensch kann von dem gesunden Menschen viel nehmen und braucht das auch, aber er kann nur sehr wenig zurück geben. Denn er braucht die ganze eigene Kraft UND die ganze Kraft des Partners, weil die Krankheit so viel Kraft fordert und raubt. Es bleibt nicht mehr viel, was man zurückgeben kann. Wenn man Pech hat, ist der vorher gesunde Partner am Ende auch krank, leer und ausgelaugt.

    Das Problem ist, dass man als psychisch kranker Mensch das ganz genau spürt, ohne es in Worte fassen zu können. Man weiß, dass man eigentlich etwas zurückgeben müsste und ES EINFACH NICHT KANN. Das macht ein furchtbar schlechtes Gewissen - und man redet nie über die Sorgen, weil man andere nicht damit belasten will.

    ***

    Pass auf dich selbst auf, _schlaflos_!

    Eine solche Beziehung kann dich zerstören!
     
    #3
    Shiny Flame, 9 Januar 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  4. User 70345
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    605
    103
    12
    in einer Beziehung
    ...........
     
    #4
    User 70345, 15 Januar 2010
  5. Heartcore
    Heartcore (26)
    Sorgt für Gesprächsstoff
    36
    33
    1
    vergeben und glücklich
    Vielleicht kann ich dir aus erster Hand etwas dazu sagen...
    Ich hab selbst leichte psychische Probleme. Das klingt so verharmlost. Aber es ist einfach so. Ich hab mir seit 6 Monaten nix mehr angetan oder hatte nie das Bedürfnis es zu tun. Klar hatte ich Tiefs, aber das mit dem selbst verletzen habe ich wirklich unter Kontrolle.

    ...

    Wenn sie sich selbst was antut, dann darfst du ihr niemals böse sein wegen sowas oder sie anmachen deswegen, was das soll. Das ist nun mal leider die Krankheit. du solltest sie aber meiner Meinung nach Fragen, was der Auslöser war, also die Sache etwas hinterfragen. Aber wenn sie nicht darüber reden will, dann lass sie. Du musst es dann akzeptieren.

    In Watte einpacken darfst du sie meiner Meinung nach keines Wegs. Das wollen die meisten nicht. Behandel sie vollkommen normal. Denoch sehr verständnisvoll und fürsorglich.

    Und noch was...
    Wenn du es dir nicht zutraust, mit ihr unter diesen Umständen leben zu können, dann sag das klar und beende das ganze. Sonst wird es sehr, sehr schmerzhaft für sie.

    Also die Beziehung zwischen mir und meiner Freundin (ja, ich habe auch eine Freundin:zwinker:) leidet nicht darunter. Allerdings scheint es bei deiner Freundin etwas kritischer zu sein, als bei mir. Du wirst wirklich sehr viel Geduld und Verständnis haben. Ansonsten lass es lieber. Das sag ich dir so, wie es ist.
     
    #5
    Heartcore, 16 Januar 2010
  6. Shiny Flame
    Beiträge füllen Bücher
    6.934
    298
    1.627
    Verlobt
    Also, wenn du sagst, dass du diese Beziehung führen möchtest und dir über die Risiken, die du damit eingehst, im Klaren bist: Hut ab. Und du hast trotzdem jedes Recht, es irgendwann doch zu beenden, wenn es dir zu schwer wird.

    Die beiden Dinge sollten klar sein.

    Du brauchst das genauso wenig alleine packen wie deine Freundin alleine mit ihrer Krankheit fertig werden muss. Es müsste (irgendwann) möglich sein, dass ihr auch gemeinsam über das Problem ihrer Krankheit redet und sie auch Wege entwickelt, dich zu unterstützen. Aber ich wollte eigentlich darauf hinaus, dass deine Freundin ja einen Therapeuten hat, der sie auf ihrem schweren Weg unterstützt.

    Für dich gibt es ähnliche Netze. Es gibt Hilfsorganisationen speziell für Angehörige psychisch Kranker (nach denen müsste ich genauso googlen wie du, und dafür bin ich grad zu faul, das kannst du selber machen). Es gibt Foren und es gibt "Selbsthilfe"-Gruppen, alles speziell für Angehörige von psychisch Kranken, um das Zusammenleben ein bisschen "erträglicher" zu gestalten. Es gibt die Möglichkeit, dass du mit zu ihrem Therapeuten kommst und dich von ihm beraten lässt, wie man den Alltag gestalten kann, dass du ihm (evt. sogar in Abwesenheit deiner Freundin) all die Fragen stellst, die dich beschäftigen.

    Es gibt Beratungsstellen für Paare, wo man bei Schwierigkeiten in der Beziehung hingehen kann - auch hier empfehle ich wieder Google oder die gelben Seiten der von dir aus gesehen nächsten Großsstadt. Und so eine Krankheit kann genauso eine Schwierigkeit in der Beziehung sein wie ständiges Streiten oder auch vorgefallene Untreue.

    Wenn du den Kampf schultern willst (was du anscheinend willst) dann hast du die Möglichkeit, dir Hilfe zu holen. Und zwar mehr Hilfe als die mitfühlenden, liebgemeinten, aber situationsbedingt trotzdem nicht professionellen Beitrage von Forenusern hier.

    Du tust ihr gut, sagst du - das ist ein sehr gutes Zeichen. Aber achte trotzdem auch immer noch darauf, ob sie dir umgekehrt auch gut tut!

    P.S. An dem Kratzen kannst du gar nichts ändern. Und das Kratzen ist auch nicht das Kernproblem - es ist etwas, was ihr hilft, sich zu stabilisieren, wenn sie unter Stress steht.

    Willst du sie "retten"? Oder nciht doch eine Partnerschaft führen, die auf Dauer für beide Seiten befriedigend ist :zwinker:? Verlang nicht mehr von dir als du geben kannst.
     
    #6
    Shiny Flame, 16 Januar 2010

jetzt kostenlos registrieren und hier antworten
Die Seite wird geladen...

Ähnliche Fragen - psychisch kranke Freundin
leftright
Beziehung & Partnerschaft Forum
8 November 2016
14 Antworten
_schlaflos_
Beziehung & Partnerschaft Forum
11 Mai 2010
13 Antworten
fpnfjdk
Beziehung & Partnerschaft Forum
8 August 2007
15 Antworten