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Meine Zukunft?

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von timtam, 22 März 2009.

  1. timtam
    timtam (29)
    Verbringt hier viel Zeit
    441
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Hallo zusammen

    Meine Gedanken drehen sich seit einigen Tagen nur um meine Zukunft.
    Ich studiere im 4. Semester Biologie und letzte Woche hatten wir eine Information zum Masterstudium. Wir wählen im 3. Studienjahr verschiedene Blockkurse, die uns die Grundlagen für eines von 12 möglichen Masterstudiengängen geben.
    Ich interessiere mich vor allem für Humanbiologie oder Neurowissenschaften. Nun habe ich versucht, ein Forschungspraktikum in Humanbiologie machen zu können. Tja, sowas geht leider nur bei der medizinischen Fakultät und die scheinen sich nicht gross um uns Biologen zu kümmern. Ich bekam ein unfreundliches und uninformatives Mail zurück.

    Irgendwie hat mich das ganze völlig aus der Bahn geworfen. Ich trau mir irgendwie gar nicht zu, dass ich mich in dieser Welt mal durchsetzen kann. Ich sage immer, ich wolle in die Forschung, aber eigentlich weiss ich ja gar nicht, wie das dort so abläuft.

    Zusätzlich habe ich mir mal die Bachlorstudiengänge einer Fachhochschule angeschaut. Dort kann man sich zur Hebamme ausbilden lassen. Irgendwie interessiert mich das sehr. Aber will ich deswegen 3 Jahre Studium wegwerfen?? Ich müsste 4 Jahre studieren und wäre beim Abschluss schon 27. Was wenn ich dann merke, dass das auch nicht das richtige war? Immerhin hätte ich dann auch noch einen Bachelor in Biologie. Den werde ich nämlich sowieso abschliessen.

    Allerdings war ich immer eine sehr gute Schülerin und ich will den Leuten beweisen, dass ich es zu etwas bringe. Da will ich lieber einen Universitätsabschluss, als einen Fachhochschulabschluss. Mein Vater wäre jedenfalls sehr enttäuscht.

    Ich weiss echt nicht, was ich tun soll oder wo ich Hilfe bekomme :cry: Ich kann so nicht weiterstudieren. Ich studiere ja ohne Ziel. Und irgendwie traue ich mir auch nichts zu. Bin ich fähig, eine Masterarbeit zu schreiben? Mir einen Betreuer zu suchen etc. Ich fühle mich so auf mich allein gestellt und das bei einer so wichtigen Sache...

    Ich würde mich über ein paar Tipps und nette Worte freuen. Der Text ist vielleicht etwas chaotisch, aber ich bin momentan auch verwirrt und emotional.... (eben noch heftig gestritten mit meinem Freund)

    liebe Grüsse
     
    #1
    timtam, 22 März 2009
  2. nuuchah
    nuuchah (34)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    0
    nicht angegeben
    Hallo,

    du solltest dir vor Augen führen, dass du mit dem Studium die Basis dafür legst, womit du dich beruflich die nächsten geschätzten 40 Jahre befassen wirst. Darum solltest du keine Kompromisse eingehen und ein Studium wählen, dass dir die Aussicht und einen erfüllenden und interessanten Beruf bietet.
    Wenn dich die Forschung reizt, guck doch mal in entsprechenden Fachzeitschriften, was für Stellen dort ausgeschrieben sind. Vielleicht findest du dort ja etwas interessantes und hast dann ein Studienziel vor Augen.
    Tendenziell würde ich dir auch zum Universitätsabschluss raten: Der Studienaufwand ist auch nicht viel größer als bei einem Fachhochschulabschluss.

    Hast du denn keine Freunde an der Uni, die dich ein wenig unterstützen? Als Einzelkämpfer hat man es wirklich nicht einfach im Studium, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Im dritten Semester war ich auch kurz davor mein Studium hinzuwerfen, weil mir ebenso wie dir ein Ziel fehlte und ich mich an den organisatorischen Aspekten des Studium schwer tat. Dann hatte ich aber Kontakt zu einer wirklich guten Lerngruppe geschlossen und von da an wurde alles viel leichter.
    Eine Masterarbeit hatte ich mir auch anfangs nicht zugetraut, aber letztlich war es gar nicht so schwer. Am Ende des Studium steht man seinen Professoren auch ein wenig näher, weil die Kurse mit jedem Semester weiter schrumpfen. In der Regel ist es kein Problem hier einen Mentoren für die Masterarbeit zu finden.

    Liebe Grüße
    Thomas
     
    #2
    nuuchah, 22 März 2009
  3. Mr.Piep
    Mr.Piep (30)
    Verbringt hier viel Zeit
    196
    103
    2
    Single
    wer erzählt denn sowas ? es gibt genügend quereinsteiger. das studium ist nur die eintrittskarte in die arbeitswelt. es unterstellt dir die fähigkiet dich in neuen stoff einzuarbeiten. denn wenn wir ehrlich sind, wer kann nach 5 jahren den ganzen vorlesungsstoff noch ?
    hauptsächlich nur das was für die arbeit gebraucht wird. und bevor man überhaupt nach dem studium arbeiten kann muss man sich meist auch wieder in neue themengebiete einarbeiten. gut, grundlagenkenntnisse vorrausgesetzt.
     
    #3
    Mr.Piep, 22 März 2009
  4. nuuchah
    nuuchah (34)
    Sorgt für Gesprächsstoff
    4
    26
    0
    nicht angegeben
    Das mag für viele Beruf zutreffen und ich gebe dir grundsätzlich Recht. Aber in der Forschung ist es anders, hier ist ein Quereinstieg kaum möglich. (Es sei denn, du bist ein Ausnahmewissenschaftler.)
     
    #4
    nuuchah, 22 März 2009
  5. timtam
    timtam (29)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    441
    101
    0
    vergeben und glücklich
    jep, darum ist mir das so wichtig. Wenn ich schon so viele Jahre mit studieren verbringe, soll mir der Job später was bringen und mir Spass machen.
    So einfach bin ich leider nicht :grin: Natürlich sehe ich interessante Forschungsgruppen, aber eine wirkliche Vorstellung fehlt mir trotzdem. Ausserdem arbeiten in den Forschungsgruppen der Humanbiologie meist Mediziner und das demotiviert mich sehr. Mediziner schauen Biologen leider oft als "untergeordnet" an.

    Doch ich habe einige Freunde an der Uni. Meine beste Uni-Kollegin will aber z.B. studieren - dann Lehrerin werden - Kinder kriegen. Sie ist oft pessimistisch, weil wir zu 90% männliche Dozenten haben und sie meint, als Frau hätte man sowieso keine Chance.
    Die anderen Leute befassen sich noch gar nicht so sehr mit der Zukunft oder interessieren sich für ganz andere Dinge, wie z.B. Ökologie oder sie erzählen andauernd, wie sehr sie Laborarbeit hassen und niemals in einem Labor arbeiten wollen... :geknickt:

    In einer Lerngruppe bin ich nicht. Das würde wohl schlecht funktionieren. Ich gehöre zu den Menschen, die Zusammenfassungen schreiben und die muss ich einfach selber schreiben. Einzig in Physik könnte ich eine Lerngruppe brauchen, aber ehrlich gesagt, gehöre ich zu denjenigen, die noch einigermassen damit klar kommen. Und eine Lerngruppe mit Leuten, die gar nix verstehen, wäre wohl eher hinderlich.

    Da hast du Recht. Im nächsten Semester haben wir sogar sehr kleine Kurse, wo wir auch öfters mal in Labors arbeiten. Darauf freue ich mich wirklich, auch wenn ich dann Vorträge halten muss :eek: wenigstens bin ich dann die "uninteressanten" Fächer los :grin:

    Naja, trotzdem gehen mir diese Gesundheitsstudiengänge nicht mehr aus dem Kopf. Da studiere ich 4 Jahre und dann kann ich mich als Hebamme, Physiotherapeutin oder was auch immer bewerben. Wenn ich den Master of Biology habe und in die Forschung will, muss ich ja eigentlich auch noch doktorieren.
     
    #5
    timtam, 23 März 2009

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