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Methamorphosen des eigenen Selbst

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von Manni, 16 August 2003.

  1. Manni
    Manni (31)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Leute... ich bin gerade leicht angheitert und traurig.... Aber darum will ich gerade nichts schreiben... Die Threads mit diversen Problematiken sind eh schon offen.... :kopfschue
    Aber was ich meine ist, dass einige von euch immer betonen, man solle sich nicht für andere ändern....:cry:
    Wenn man sich aber nicht für andere ändert, ist man dann nicht egoistisch und egozentriosch, wie kein zweiter es sein sollte??
    Und erst recht, wenn man jemanden liebt, sollte man dann nicht seine seine Bedürfniss zurückstellen?! Wofür sehen wir, in dieser Gesellschaft, denn Liebe als eines der höchsten Ideale?!
    Wenn wir uns für niemanden ändern, ausser für uns, sind wir doch viel zu selbstgerecht. :frown:

    Dazu diesen Text:
    Gretchen: Was steigt aus dem Boden herauf?
    Der! der! Schick ihn fort!
    Was will der an dem heiligen Ort?
    Er will mich!

    Faust: Du sollst Leben!

    Gretchen: Dein bin ich Vater! Rette mich!
    Ihr Engel! Ihr heiligen Schaaren,
    Lagert euch umher, mich zu bewahren!
    Heinrich, Mir grauts vor dir.

    Mephistopheles: Sie ist gerichtet!

    Stimme von Oben: Ist Gerettet!

    Mephistopheles zu Faust: Her zu mir!
    Verschwindet mitFaust.

    Stimme von innen verhallend: Heinrich! Heinrich!
     
    #1
    Manni, 16 August 2003
  2. Twix
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Du wirst massive Probleme bekommen, wenn du dich für andere änderst.

    Ist doch scheiß egal, ob du egoistisch oder egozentrisch bist, Hauptsache, du bist du selbst und hast so viel Selbstbewusstsein, dass niemand deinen Willen ändern kann!
     
    #2
    Twix, 16 August 2003
  3. ~VaDa~
    ~VaDa~ (31)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Ich denke man sollte sie nur im gewissen Maße für seine "Liebe" ändern,aber nur so weit indem du immer noch du bleibst,denn ich denke,mein Parntner hat auch Eigenschaften die ich nicht mag zurückgestellt und so sollte auch ich für ihn das tun.
    Ich nenne das ganze jetzt mal so:
    Man sollte lernen Kompromisse einzugehen.

    Für andere Leute sicherlich nicht,denn Freunde sollten dich so mögen wie du bist und du solltest dich nicht für sie verstellen.
     
    #3
    ~VaDa~, 16 August 2003
  4. User 7157
    User 7157 (33)
    Sehr bekannt hier
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    nicht angegeben
    Zu sich selbst zu stehen, also so zu sein, wie man wirklich ist, hat meiner Meinung nach überhaupt nichts mit Egoismus zu tun! Der Begriff ist das vollkommen fehl am Platz.
    In einer Beziehung sollte man auf jeden Fall Rücksicht auf den anderen nehmen und Kompromisse schließen. Seinen "Grundcharakter" sollte und kann man aber nicht komplett ändern. Schließlich liebt der andere einen gerade deswegen, weil man der ist, der man ist.
     
    #4
    User 7157, 16 August 2003
  5. Manni
    Manni (31)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Single
    Ich würde mich wohl auch nicht für andere ändern... Aber das würde ich mir eher vorwerfen, als es als OK einzustufen.

    Ich denke aber auch nicht, dass es dir möglich deinen Grundcharakter zu ändern, denn:
    1. Er definiert deine Denkweise;
    2. Dafür müsste man wohl die Neuronen in den Stirnlappen neu anordnen.

    Darum wäre es dir wohl nicht deinen Grundcharakter zu ändern. Aber ich denke auch nicht, dass das nötig ist. Allerdings muss ich sagen, dass ich die Einstellung "Die müssen mich so mögen, wie ich bin, und sonst habe ich eben besseres Verdient" recht lächerlich finde. Freunde sollten dich wohl so mögen, wie du bist, aber ich denke nicht, dass man selbst das als Standart setzen kann, bzw. sollte.
     
    #5
    Manni, 16 August 2003
  6. Sokrates
    Gast
    0
    jeder mensch ändert sich im laufe seines lebens - aber nur in den seltensten fällen bewußt. sich bewußt zu ändern setzt natürlich voraus, daß man sich ändern will. warum aber will man sich ändern? zum beispiel, wenn man einen fehler an sich erkennt, den man beseitigen möchte.

    nun ist es aber so, daß die meisten fehler nur im umgang mit anderen menschen offenbar werden. entweder sagen sie direkt, was sie an einem stört, oder man merkt es selbst an ihrem verhalten.

    bekommt man in einer partnerschaft fehler aufgezeigt und sich daraufhin ändert (sofern das denn gelingt), dann spielt wieder die frage nach der motivation eine rolle. nur, wenn man "vorgeschrieben" bekommt, sich zu ändern und man es dann auch tut - ja, ich denke dann kann man sagen, man hat sich für den anderen geändert. geschieht es aber aus eigener motivation heraus, so ist das nicht der fall.

    meines erachtens sollte man sich aber definitiv nicht ändern, wenn man im eigenen verhalten keinen fehler sieht (bzw. etwas stärker formuliert, wenn man im veränderten verhalten fehler sehen würde), wenn die innere motivation gänzlich fehlt. das führt unweigerlich zu problemen, da es auch viel kraft kostet, ein verhalten zu unterdrücken.

    um noch mal auf deinen text bezug zu nehmen:
    die eigenen bedürfnisse zurückzustellen heißt nicht, sich zu ändern. zurückstellen heißt auch nicht einstellen oder aufgeben. in fast allen zwischenmenschlichen beziehungen muß man mehr oder weniger die eigenen bedürfnisse zurückstellen, um andere nicht zu verletzen, das ist also nicht allein auf partnerschaften beschränkt.

    ich weiß nicht, wie es grad bei dir aussieht, aber wenn du dich ändern sollst, dann überleg dir gründlich, was das für dich bedeuten würde und was dein innerer schweinehund dazu sagt. wenn du dich ändern willst, dann überprüf deine motivation, ob sie auch echt ist oder nicht nur z.b. auf angst gegründet ist.

    greetz
     
    #6
    Sokrates, 16 August 2003
  7. someonetolove
    0
    hmmm @manni: mich würde sehr interessieren, warum du die sterbensszene von gretchen auf deine pronlematik beziehst?!

    denn gretchen ändert sich für faust und stirbt als dank dafür, weil er und mephisto ein falsches spiel mit ihr getrieben haben?!
    also spiegelt das genau das gegenteil deiner meinung wider?! oder wdrin verstricke ich mich grad?
    klär mich auf :zwinker:

    someone :eckig:
     
    #7
    someonetolove, 16 August 2003
  8. [sAtAnIc]vana
    Sehr bekannt hier
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    nicht angegeben
    Ich finde nicht, dass wenn man zu sich selbst steht so bleibt wie man ist, nicht egoistisch oder sowas ist...

    Immerhin lautet es, man soll zu sich selbst, zu dem was man sagt und seinen eigenen Taten stehen. ABER wenn nötig KOMPROMISSE eingehen.

    sich für jemand anderen zu ändern heisst, dass nur dieser Jemand das will und nicht einer selbst, also hilft das so oder so nichts...

    Ich würde mich für andere nie ändern. Kompromisse eingehen, ja. aber mehr auch nicht. Wobei ich sagen muss das ich mich bei einigen Personen anders verhalte als zb. bei meinem Freund *G

    vana
     
    #8
    [sAtAnIc]vana, 16 August 2003
  9. Manni
    Manni (31)
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    Single
    Aber immer, wenn man sich ändert WILL man das. Warum auch immer. Aus Liebe zu einer Person, aus Angst, oder auch "nur" aus einem Einblick heraus.
    Man ändert sich also immer für sich. Das widerspricht zwar meiner Grundthese, dass man sich auch für andere ändern sollte, aber anscheinend kann ich keine Argumente mehr davon bekommen.
    Dafür ist dann meine Synthese, dass man sich gar nicht nur andere ändern KANN, sondern eigentlich NUR für sich selbst. ICH finde dieses sehr deprimierend. Eine Altruistischere Synthese hätte ich bevorzugt...

    @Someonetolove
    Ich hätte diese Szene auf die Hauptperson bezogen: Faust. Ich gebe allerdings zu dass er sich, wie du ansonsten gesagt hättest, sich auch nur geändert hatte, um Gretchen zu bekommen, oder eher: überhaupt jemanden.
    Ich dachte aber anders: Ich ging davon aus, dass seine erste Veränderung schon inzwischen seine Norm ist (ich war angetrunken), und er sich aber noch hätte wieder "zurückändern" können, indem er sich, irgendwie von Mephisto löst, um nur noch Gretchen zu haben. Ob das geklappt hätte ist ja eine andere Sache. Da er sich aber nicht mehr, bzw. nochmal geändert hatte, hat er Gretchen endgültig verloren.

    @Sokrates
    Toller Text!!! Nur Schade, dass du mich nicht durch fragen darauf gebracht hast, nicht wahr - Platon?!(hmmm... ich denke Platon passt demnach besser...)
     
    #9
    Manni, 16 August 2003
  10. Sokrates
    Gast
    0
    die frage nach dem warum ist doch aber gerade der schlüssel. ich nehme als beispiel mal das rauchen. nehmen wir an, du würdest rauchen und es ausschließlich deiner partnerin zu liebe aufgeben wollen. natürlich tust du es dann, weil du angst hast, sie würde dich sonst verlassen; also tust du es auch für dich.

    aber so verhält es sich doch mit allem im leben. alles, was wir tun, tun wir letztendlich für uns selbst. oder kannst du mir ein gegenbeispiel nennen? vielleicht kannst du das, aber ich könnte es widerlegen - mit einer entsprechenden sichtweise. vieles ist abhängig von der interpretation, von der sichtweise.

    wenn du dich mit der einsicht änderst, daß es besser für deine zwischenmenschlichen beziehungen ist, dann kannst du sagen, du hast dich für dich geändert. schließlich legst du wert auf solche beziehungen und genießt sie. aber du kannst genau so gut sagen, du hast dich für andere geändert. denn gäbe es die anderen nicht, dann hätest du auch keinen grund, dich zu ändern. oder?

    wenn du die altruistische sichtweise bevorzugst, dann tu dir keinen zwang an. niemand wird dich deswegen schief ansehen, aber es wird dir wohl auch keiner um den hals fallen. es macht objektiv (so weit man davon sprechen kann) keinen unterschied. für dich scheint es aber einen zu machen, also wähl dir das beste aus.

    glaubt man der überlieferung, so hat platon einmal gesagt, daß er selbst nichts geschrieben hat. er hat nur alles aufgeschrieben. nach der mehrheitlichen meinung war es in der tat sokrates, der sich den ganzen tag in den straßen von athen rumgetrieben hat und die leute nach ihrem tun und wollen befragt hat - wofür man ihn letztendlich zum tode verurteilt hat. aber soviel nur am rande, gibt es alles in schönen texten nachzulesen.

    reichen zwei frgezeichen für den anfang? :zwinker:

    greetz
     
    #10
    Sokrates, 16 August 2003
  11. Manni
    Manni (31)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Single
    Hey, Nun ja.... Das mit der Perspektive sehe ich wohl auch so... Aber es mißfällt trotzdem... Ich kann mir ja nicht so einfach die raussuchen, die ich will.... Das mißfällt mir echt.... muss mir 'was ausdenken....

    Aber ich meinte doch: Sokrates hätte das solange aus mir herausgefragt, bis ICH es bemerkt hätte. Platon war da doch schon eher der Typ, der es einfach aufgeschrieben hat...
     
    #11
    Manni, 16 August 2003

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