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Mißbrauch oder Vergewaltigung?

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von User 20345, 20 September 2004.

  1. User 20345
    User 20345 (37)
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    vergeben und glücklich
    Hallo,

    ich habe nie so ganz den Unterschied zwischen sexuellen Mißbrauch und einer Vergewaltigung verstanden.

    Nach welchen Kriterien wird da unterschieden? Oder ist es eine rein juristsiche Definition?

    Vielleicht könnt ihr mir eine Antwort darauf geben.

    lieben Dank!

    BEL
     
    #1
    User 20345, 20 September 2004
  2. Ryan|83
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    Der größte Unterschied is wohl die Gewalt die dabei ausgeübt wird...

    Sexuellen Mißbrauch ist wohl in den meisten Fällen nicht so brutal wie eine Vergewaltigung, was es aber keinesfalls besser macht!

    Das hat Google ausgespuckt
     
    #2
    Ryan|83, 20 September 2004
  3. Bea
    Bea (30)
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    vergeben und glücklich
    Soweit ich weiß wird unterschieden, ob eine Penetration (egal mit was, kann also auch ein Dildo sein) vorliegt oder nicht. Ist eine Penetration gegeben, spricht man von Vergewaltigung, sonst von sexuellem Missbrauch...
    Ich hab dir mal einen Paragraphen rausgesucht, allerdings bin ich mir nicht sicher, aus welchem Gesetzbuch (steht auf der Seite nicht dabei), der Paragraph stimmt aber *schon auf anderen Seiten gelesen habe*. Ich tipp aber aufs Strafgesetzbuch...
    §177 Sexuelle Nötigung, Vergewaltigung
    (1) Wer eine andere Person
    - mit Gewalt,
    - durch Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben oder
    - unter Ausnutzung einer Lage, in der das Opfer der Einwirkung des Täters schutzlos ausgelifert ist,
    nötigt, sexuelle Handlungen des Täters oder eines Dritten an sich zu dulden oder an dem Täter oder einem Dritten vorzunehmen, wir dmit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft.
    (2) In besonders schweren Fällen ist die Strafe nicht unter zwei Jahren. Ein besonders schwerer Flal liegt in der Regel vor, wenn
    - der Täter mit dem Opfer den Beischlaf (=Sex) vollzieht oder ähnliceh sexuelle Handlungen an dem Opfer vornimmt oder an sich von ihm vornehmen lässt, die dieses besonders eindringen, insbesondere, wenn sie mit einem Eindringen in den Körper verbunden sind (Vergewaltigung), oder
    - die Tat von mehreren gemeinschaftlich begangen wird.
    (3) Auf Freiheitsstrafe nicht unter drei Jahren ist zu erkennen, wenn der Täter
    das Opfer gewaltsamt zwingt (von mir abgekürzt)
    (4) nicht unter fünf Jahren: bei schwerer Misshandlung und Tod des Opfers

    auf einer Selbsthilfeseite hab ich folgende Definition gefunden:
    Quelle: http://www.realhomepage.de/members/LiebeElfe/mehr4.html

    Hier noch was zu dem, was du eigentlich wissen wolltest:
    Quelle: http://www.bdp-bawue.de/praevention/gewalt.html

    Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen :smile:
     
    #3
    Bea, 20 September 2004
  4. User 20345
    User 20345 (37)
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    vergeben und glücklich
    Mißbrauch oder...?

    Mensch, klasse! Vielen lieben Dank für die schnelle Antwort.

    Insbesondere dir BEA, vielen Dank für deine Ausführungen.

    Bin aber immer noch ein bißchen verwirrt.
    Nach deinen Aussagen, wäre fingern ebenfalls eine Vergewaltigung (weil Eindringen eines Körperteils in Körperöffnung).

    Im Falle der Minderjährigkeit des Opfers ist es allerdings eine sexuelle Nötigung.

    So habe ich es verstanden. Also, deine persönliche Meinung dazu, würde mir helfen.


    BEL
     
    #4
    User 20345, 20 September 2004
  5. engel193
    engel193 (39)
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    Die tatbestandlichen Voraussetzungen eines Regelbeispiels der Vergewaltigung gemäß § 177 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 StGB liegt beim
    Eindringen mit dem Finger vor.

    Der "Täter" hat mit dem Eindringen
    seines Fingers in die Scheide der Geschädigten eine sexuelle Handlung erzwungen, die dem Vollzug des Beischlafs ähnlich ist und die Geschädigte besonders erniedrigt. Eine solche Handlung ist nach dem Gesetzestext nämlich "insbesondere" und damit vor allem (vgl. Wahrig, Deutsches Wörterbuch, 6. Aufl. 1997) bzw. in der Regel (vgl. BGHR StGB § 177 II Vergewaltigung 1 = NStZ 2000, 254, 255) anzunehmen, wenn sie mit dem Eindringen in den Körper verbunden war. Einer ausdrücklichen Erörterung, ob die sexuelle Handlung das Opfer besonders erniedrigt hat, bedarf es bei einer erzwungenen Manipulation in dessen Scheide oder After deshalb nicht.

    Quelle: http://dejure.org/dienste/hrr/StGB/177/14.html
     
    #5
    engel193, 20 September 2004

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