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Misandrie - Herabwürdigung des männlichen Geschlechts

Dieses Thema im Forum "Liebe & Sex Umfragen" wurde erstellt von User 157222, 18 Juni 2017.

  1. User 157222
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    Aufgrund von Beobachtungen, Erfahrungen und privaten Gesprächen, möchte ich dieses Thema zusprache bringen.
    Mir persönlich sind Pauschalisierungen zuwider jedoch lässt sich nicht bestreiten, dass die Benachteiligungen und Herabwürdigungen des männlichen Geschlechts immer absurdere Ausmaße annehmen.
    Aus diesem Grund möchte ich folgende Beobachtungen nicht unerwähnt lassen und wäre am Empfinden und den Perspektiven der PL-User interessiert.
    Es ist jedoch nicht mein Anliegen diesen völlig überflüssigen Geschlechterkampf zu intensivieren, sondern dass wir alle zu mehr Harmonie und Verständnis füreinander finden.

    Darstellung der Männer in den Medien
    Seit Jahren wird der Mann nun in Werbung und Spielfilmen als triebgesteuerter, primitiver Idiot dargestellt.
    Wenn er nicht auf der Couch sitzt und sich grunzend "Pizzaburger" in den Rachen stopft, fällt ihm eine Schranke auf den Kopf weil er aus dem Cabrio Frauen hinterherschaut, anzügliche Bermerkungen gegenüber Frauen macht und dabei so blöd ist, dass er seine Umgebung nicht wahrnimmt.
    Ach ja, diese Männer.
    Wie dämlich sie doch sind.
    Der Anblick einer Frau lässt jeglichen Verstand, von dem diese Minusmenschen ja ohnehin nicht viel haben, komplett abhanden kommen.
    Nicht nur, dass sie absolut jeder Frau immer und überall hinterherstarren, sie sind auch noch zu blöd für Multitasking.
    Dafür reicht die Kapazität ihres Gehirns einfach nicht aus.

    Zum Glück gibt es Frauen, ohne die der minderbemittelte Mann keinen Tag überleben würde.
    Wenn er schon im McDonald's sitzt, ledert er natürlich erst einmal darüber ab, dass der Laden auch Kaffee und Kuchen im Repertoire hat.
    Als dümmlicher Mann gefällt es ihm natürlich nicht, bis er es mit seinen Kumpels probiert und feststellt, dass die holde Weiblichkeit, die sich natürlich auch nur den lieben langen Tag mit Kaffee zuschüttet, recht damit hatte, dass das McCafé Esprit hat.
    Du kleiner retardierter Schwachkopf.
    Da hatte die Freundin wieder einmal recht.
    Gewöhn dich doch endgütig daran denn im nächsten Spot zeigt sie dir doch auch wie man eine Waschmaschine bedient weil du selbst dafür zu dumm bist.

    Mich persönlich widert es an was uns hier tagtäglich präsentiert wird.
    Jedes männliche Exemplar ist nicht nur primitiv und triebgesteuert, auch wird er von falschem Stolz geleitet und will nicht einsehen, dass die Frau höher entwickelt ist und er sich doch damit abfinden soll, dass er in allen Lebensbelangen zu dumm ist um die simpelsten Dinge zu verstehen.

    Wenn er in Filmen nicht die Bratpfanne oder das Nudelholz über den Kopf geschlagen bekommt und wir uns über häusliche Gewalt lustig machen sollen, wird er oft als sexbesessenes Tier dargestellt.
    Denn für Männer ist Sexualität niemals Ausdruck von Liebe und Zuneigung, es dient zur Triebbefriedigung.

    Physische Gewalt
    Hierbei beziehe ich mich größtenteils auf persönliche Erfahrungen.
    Von prügelnden Mann welche seine Frau misshandelt hört man oft, doch wie sieht es andersherum aus?
    Die Gewalt welche Frauen gegen Männern ausüben wird zumeist lediglich als Randnotiz erwähnt, wobei diese Fälle alles andere als selten sind.
    Ich habe beobachten müssen wie ein Mädchen einer Kindergartengruppe einem Jungen in den Schritt trat.
    Die weibliche Aufsicht nahm es zur Kenntnis, ermahnte das Mädchen jedoch nicht einmal.
    Sie tadelte allen Ernstes den Jungen weil er vor Schmerzen weinte und schrie.
    Die restlichen Kinder lachten weil es in besagten Medien selbstverständlich als lustig dargestellt wird, wenn man einem Mann zwischen die Beine tritt und sich dieser lustige Clown vor Schmerzen krümmt.

    Als Mann Gewalt seitens Frauen zu erdulden gilt noch immer als geforderte Konvention.
    Ganz egal wie sehr die Ehefrau ihren Mann misshandelt, er hat sich nicht gegen das "schwache" Geschlecht zu wehren.
    Denn schließlich wird sie schon einen trifftigen Grund dafür haben.
    Höchstwahrscheinlich war es auch Notwehr denn häusliche Gewalt geht doch immer von Männern aus.
    Und selbst wenn dem nicht der Fall sein sollte, haben sie es gefälligst "wie ein Mann zu hinzunehmen" und es zu ertragen.
    Aber was passiert denn wenn er sich wirklich erdreisten sollte ihr eine zurückzuknallen wenn sie ihm mit der Faust ins Gesicht schlägt weil er fünf Minuten zu spät zuhause ist?
    Völlig legitim fängt sie an zu heulen, zerrt ihn vor Gericht wo er verdient bestraft wird und von der Gesellschaft geächtet wird.
    Tritt dies nicht in Kraft, schalten sich ihre Freunde ein und schlagen diesem Schwein die Zähne ein.

    Ähnliches habe ich zu Schulzeiten beobachten müssen.
    Ein Mädchen mobbte, bewarf und schlug einen Mitschüler welcher nicht sonderlich beliebt war.
    Als sie ihm in den Schritt trat, klappte er nicht wie in den Filmen zusammen, er scheuerte ihr eine mit der flachen Hand.
    Schon fünf Minuten später sah er sich einer Gruppe gegenüber, welche ihm das Gesicht verformte.
    Wieder war es einer der Fälle in denen sich der Täter zum Opfer macht und das eigentliche Opfer fertiggemacht wurde.
    Keinen der Lehrer hat es interessiert.
    Als ich, als eigentlich sehr passive Person dazwischen ging, war ich nach Ansicht aller, warum auch immer, die "Schlampe" vom Dienst.

    Zur Sprache zu bringen sind ebenso Vergewaltigung und andere sexuelle Übergriffe auf Männer seitens Frauen.
    Wie asozial kann eine Gesellschaft sein, welche derartige Vorfälle ignoriert und bisweilen unter den Tisch kehrt?
    Vergewaltigung seitens Frauen ist doch unmöglich und selbst wenn sie es nicht wäre, hat es dem Mann doch gefallen.
    Schließlich haben diese Untermenschen doch ohnehin nichts als Sex in ihrem Matschkopf.
    Wenn einem Mann an das Rektum oder in den Schritt gefasst wird, ist dies selbstverständlich auch kein Übergriff.
    Das Männer selbst bei diesem kranken Thema nicht ernst genommen werden, widert mich persönlich so sehr an, dass mir beinahe die Worte fehlen.
    Die lebenslangen Folgeschäden wie Angstzustände, Paranoia, Schmerzen, Depressionen, Suizide so dermaßen zu verharmlosen und die Tat zu relativieren, ist unfassbar.
    Wenn die Täterin Jahre später ein glückliches Leben führt und sich keiner Schuld bewusst ist, das Opfer kaum noch fähig ist Glück zu empfinden, wird dies einfach relativiert.
    Zu guter Letzt wird ihm in erwähnten Werbespots und Filmen weiterhin von der Gesellschaft präsentiert, wie widerlich er als Mann ist.
    Zudem er sich auch noch gesellschaftlich akzeptierten Behauptungen wie
    "Jeder Mann ist ein potentieller Vergewaltiger", aussetzen muss.

    Schuldzuweisungen und Manipulationen

    Wie anhand obiger Beispiele beschrieben, empfinde ich vielerlei Konventionen als Schuldzuweisungen an den Mann.
    Dies beginnt schon in der Kindheit.
    Was wird denn zum Beispiel in Cartoons und Kinderserien suggeriert?
    Mir sind noch einige Szenen in Erinnerungen geblieben welche sich über mehrere Medienformate erstreckten.
    Als Beispiel, dass blonde Jungs und Männer stets als hinterhältig und bösartig galten.
    Schöne oder androgyne Männer wurden als "pervers", manipulativ und weinerlich präsentiert.
    War dies nicht der Fall waren sie zumeist dümmlich und eindimensional.
    Wie oft sehen wir schon in Trickfilmen und Cartoons wie ein Mädchen einem Jungen aus vollkomen nichtigen Gründen eine Beule verpasst, was dazu auch noch als "lustig" dargestellt wird?

    Pflegen sie sich nicht, sind sie asozial und primitiv.
    Achten sie auf ihre Erscheinung, sind sie selbstverliebte Egomanen.
    Dass ein Mann als individuum ein eigenes Ästhetikempfinden hat, wäre selbstverständlich abwegig.

    Wenn sie nicht mit ihrer Partnerin schlafen, haben sie entweder eine Affäre, sind "Schlappschwänze" oder ihre Frau ist ihnen nichts wert.
    Wenn sie mit ihrer Frau schlafen wollen, dann nur wegen der "Triebbefriedigung" mit der sie die Frau zum Objekt degradieren.
    Intimität als Ausdruck von Liebe und Zuneigung findet seitens eine Mannes grundsätzlich nicht statt.

    Ich könnte dies ewig fortsetzen.
    Es ist vollkommen gleich ob ein Mann romantisch, hart aber herzlich, intellektuell, sportlich orientiert, androgyn oder "kernig" ist.
    Stets werden ihm Fehler und Schuldgefühle eingetrichtert und Bösartigkeit unterstellt.
    Wie soll er denn mit diesen Unterstellungen zurecht kommen?
    Wie sehr soetwas auf Seele, Herz und Psyche schlägt, kann ich nachempfinden.
    Und dort setzt die Manipulation ein.

    Wie oft ich mir bei Beziehungsproblemen schon anhören musste wie arm die Frau und was für ein "Schwein" der Mann doch sei.
    Ich kann es nicht mehr zählen.
    Halbwahrheiten, Beschuldigungen des Mannes aufgrund von weiblicher Solidarität seitens irgendeiner "besten Freundin", glatte Lügen, Täter- und Opfertausch et cetera.
    Ausschließlich lag die Schuld beim Mann.
    Dies wurde solange fortgeführt und mit Manipulation und Schuldgefühlen untermauert bis der Mann so indoktriniert war, dass er sich ebenfalls die Schuld gab und sich für Vorfälle entschuldigte welche niemals stattgefunden haben.
    Wenn sie ihn eiskalt betrügt, dann weil er ihr keine Aufmerksamkeit schenkte und sie damit achso sehr gar schlimm verletzte, dass das arme Ding gar nicht anders konnte als sich vom nächstbesten Idioten "komplimentieren" zu lassen.
    Dass der Partner aber bei all der Liebe zu ihr einen Nebenjob annahm um ihnen einen Paarurlaub zu ermöglichen, sich um sie bemühte obwohl sie ihn wie den letzten Dreck behandelte, wurde unter den Tisch fallen gelassen.
    Selbst bei der Trennung als er die Beziehung über seinen Stolz stellte und ihr weiterhin Liebe zukommen ließ, blieb sie eiskalt.
    Von vermeintlichen Freundinnen mit einem "Nein, lass ihn jetzt mal schmoren. Er soll mal sehen was er dir angetan hat" den Rücken gestärkt.
    Wie fern jeglicher Realität diese Menschen sind und dem Mann auch noch Schuld zusprechen, ist überflüssig zu erwähnen.
    Wenn in diesem Zusammenhang auch noch unterbewusst Stolz und Herabwürdigung praktiziert wird, wie "einfach gestrickt" Männer sind und wie einfach sie sich "manipulieren" lassen.
    Dass das Verhalten seitens des Mannes nicht auf dieser ach so ausgeklügelten Manipulation sondern auf seiner Liebe beruht, wird nicht einmal wahrgenommen.
    Wenn er klein beigibt, dann nicht weil er so "dumm" ist, sondern weil er vor lauter Liebe alles in kauf nimmt und sich am Ende des Tages allen Ernstes Schuld zuspricht und mit einem schlechten Gewissen leben muss.
    Für Dinge welche in keinster Weise den Tatsachen entsprechen.

    Ich erwähne hierbei nochmals ausdrücklich, dass dies keine Anschuldigung an Frauen ist.
    Ich beziehe mich hierbei ausschließlich auf Menschen welche den einfachen Weg gehen, nicht reflektieren und stets zu ihrem Vorteil, ohne Empathie und Rücksicht, handeln.
    Und so sehr ich Pauschalisierungen verabscheue, habe ich diese Beobachtungen jedoch beinahe ausschließlich bei Frauen beobachten dürfen.
    Seitens Männer habe zumeist beobachtet wie schuldig sie sich bei einer Trennung fühlen, wie getroffen sie sind, wie sehr sie ihre Partnerin lieben und wie sehr sie im Stillen leiden ganz gleich was ihnen angetan wurde.
    Wie stigmatisiert und indoktriniert sie von Medien, Gesellschaft und Erfahrungen sie sind.

    Leider hat dies oftmals Misogynie zufolge.
    Ein ausgewachsenen Frauenhass und die pauschalisierende Verurteilung welche ihnen selbst zuteil wurde.
    Und auch wenn ich es nachvollziehen kann, dass nach Jahren bitterer Erfahrungen Trotz, Wut und Frust zutage treten, so ist es doch der falsche Weg.
    Ich würde es begrüßen wenn sich die Menschen wieder als Individuum gegenübertreten.
    Auch wenn es schwerfallen mag, lasst uns zueinander finden.
    Hier auf PL lese ich häufig Beiträge, welche in diese Richtung tendieren und dies ist einer der Faktoren warum ich PL so schätze.
    Im Gegensatz zum Leben dort draußen, sind die PL-Mitglieder zumeist reflektiert und lassen sich nicht von diesem völlig idiotischem Geschlechterkampf indoktrinieren.

    Trotz dessen begegnen mir beschriebene Vorfälle häufig im Alltag.
    Wie nehmt ihr diese Gegebenheiten wahr?
    Fallen sie euch ebenfalls auf?
    Beeinflussen sie euer Leben?
    Fühlen sich die Männer von der Justiz, der Gesellschaft, den Medien und im Alltag benachteiligt?
    Haben die Männer diese Schuldgefühle, wie die Männer deren Umstände ich miterlebt habe?

    Liebe Grüße :rose:
     
    #1
    Zuletzt bearbeitet: 18 Juni 2017
    User 157222, 18 Juni 2017
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  2. Tahini
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    in einer Beziehung
    Die Antwort ist ganz einfach: Unser gesellschaftliches Maennerbild ist noch immer das des "boarischen Mannsbilds", das stoisch alles hinnimmt, und auch nur deshalb ein "richtiger Mann" ist - siehe auch Bruce Willis, James Bond, japanische Machokultur, Lateinamerika, China, Indien... Sensibilitaeten kommunizieren is nich, der Mann hat ein Hackklotz zu sein.

    Der Tag, an dem wir Maenner den Status menschlicher Wesen mit tiefgehenden Gefuehlen zugestanden bekommen, der ist lediglich so fern wie wir selbst ihn halten. Denn die Erschaffer dieses Zerrbildes sind nicht Frauen, sondern Maenner.

    Waere es ploetzlich OK fuer uns, Schwaeche und Gefuehl zu zeigen, dann... tja, dann waere die Welt endlich in Skandinavien angelangt. Tahini versucht uebrigens seit Jahren, dorthin zu kommen... weil ich endlich ein ganzer Mensch sein duerfen will.
     
    #2
    Zuletzt bearbeitet: 18 Juni 2017
    Tahini, 18 Juni 2017
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  3. User 157222
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    Mir erschließt sich jedoch nicht warum dies noch immer einen vermeintlichen Einfluss hat.
    Jeder sollte doch zumindest soweit reflektieren können, dass ihn diese Umstände nicht in seinen Denkstrukturen beeinflussen.
    Ich kann nicht nachvollziehen warum diese uralte "Masche" noch funktioniert und sich die Menschen gegeneinander ausspielen lassen.
     
    #3
    User 157222, 18 Juni 2017
  4. Tahini
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    in einer Beziehung
    Kultur.

    Man glaubt gar nicht, wie hartnaeckig sich kulturell verankertes Zeug haelt, und an wievielem das festgemacht ist, ohne, dass man es gleich erkennt. Man waechst mit Rollenbildern auf, und bevor man weiss, was passiert ist, ist man selbst so.

    Man kann Nonkonformist werden - das macht jedoch einsam, und erfolglos. Oder man kann woanders hingehen, wo der masculinity index (Geert Hofstede, faszinierende Lektuere) besser ist.
     
    #4
    Zuletzt bearbeitet: 18 Juni 2017
    Tahini, 18 Juni 2017
  5. User 157222
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    Das mag stimmen aber trotz dessen ist es für mich nicht nachvollziehbar, dass diese Menschen noch so unreflektiert sind und dies als Gegebenheit abtun.
    Dieser Faktor der Kultur verhält sich dazu ,meines Erachtens nach, doch ebenso wie Mentalität, Erziehung und Umfeld.
    Das sind doch keine Faktoren wenn man nur einmal in seinem Leben reflektiert und sich eigene Gedanken macht.
    Wären besagte Faktoren so einflussreich, dann wäre ich selbst schon aufgrund meiner Herkunft und Umständen eine andere Person.

    Ich persönlich müsste dementsprechend die Werte und Ansichten meiner Eltern, meiner Schwester und ehemaliger Klassenkameraden vertreten.
    Meines Erachtens nach sind besagte Umstände nur ein Vorwand welche Eindimensionalität legitimieren sollen.
    Und dies lässt sich doch aushebeln wenn man nur ein Mindestmaß an Individualität beherbergt.
    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Menschen sich so einfach beeinflussen lassen ohne auch nur einem einzigen eigenen Gedanken Raum zu geben.

    Dies hat auch nichts mit pubertärer Rebellion zu tun, sondern ergibt sich von ganz allein' wenn man nur etwas reflektiert und auf sein Gefühl und seine Seele hört.
    Und es wäre doch zu einfach anzunehmen, dass die Menschen sich niemals Gedanken machen.
     
    #5
    User 157222, 18 Juni 2017
  6. Tahini
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    in einer Beziehung
    Es bedarf dafuer einer eigenen Identitaet.
    Und manche Menschen haben schon so frueh im Leben ein so starkes Selbstbild, dass sie sich vom kulturellen Umfeld dissoziieren koennen, und sind so resilient, dass sie mit dem Widerstand klarkommen. Mir z.B. gelang das. Aber die meisten definieren sich ja doch im formbaren Alter bereits ueber ihr Umfeld. Und so gehen sie eben zusammen mit dem Spuelwasser runter.
     
    #6
    Tahini, 18 Juni 2017
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  7. User 157222
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    Ich möchte dir dabei auch keinesfalls widersprechen bevor du diesen Eindruck gewinnst, nur kann ich es wirklich nicht nachvollziehen.
    Dass Menschen jenseits der Pubertät und einige bis ins hohe Alter solchen Konventionen folgen, ohne ein einziges mal nachzudenken.
    Zu eigenen tiefgehenden Gedanken und der Auseinandersetzung mit diesen ist doch nun wirklich jeder Mensch imstande insofern er an keiner geistigen Behinderung leidet.
    Keine Frage, es gibt viel Idiotie und Oberflächlichkeit aber ich glaube nicht, dass mangelnde Reflektion der ausschließliche Grund sein kann.

    Die erwähnten negativen Erfahrungen und der daraus resultierende Frust und Trotz haben dabei einen erheblichen Einfluss, würde ich behaupten.
    Frust wird schnell zu Hass und genau dort setzt die Manipulation ein in welcher sich die Opfer von Ungerechtigkeit bestätigt sehen, denke ich.
    Dies zeigt sich auch anhand dessen, dass viele Männer eine Misogynie entwickeln weil sie wieder und wieder dieselben Erfahrungen machen mussten.
    Herabwürdigung, Unterstellungen, dem Einreden eines schlechten Gewissens obgleich das Individuum nie etwas verbrochen hat und mit dem Kollektiv verurteilt wird weil es zufällig das selbe Geschlecht hat.
    Im Gegensatz dazu gehen dann die Frauen auf die Barrikaden weil der Frust der Männer sich in blanken Trotz und Abwertung wandelt.

    Feindbilder lassen sich somit leicht in alle Richtungen erschaffen.
    Diesem Trotz zu widerstehen fällt nicht immer leicht aber es ist machbar dass die Menschen aufeinander zugehen.
     
    #7
    User 157222, 18 Juni 2017
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  8. Tahini
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    in einer Beziehung
    Das ist zweifellos gerade in unserem Zeitalter, wo wir uns nicht mehr mit der Begruendung "ich wusste von nichts" davonstehlen koennen, richtig. Dass wir einerseits wissen, was richtig ist, und es aber andererseits nicht tun, hat mit dem Wollen zu tun, das gelaehmt ist von Massentraegheit. Es will einfach keiner den Anfang machen. Wenn wir als Gesellschaft wirklich endlich alle taeten, was wir sollten, haetten wir das skandinavische Zeitalter erreicht.
     
    #8
    Tahini, 18 Juni 2017
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  9. User 135918
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    Ich liebe dich ganz ehrlich, für deine Offenheit und deine Art ! Herje du sprichst mir so aus der Seele !

    Ich muss jedoch teils Tahini Recht geben , dass wir Männer uns großteils selbst diskriminieren .

    Es ist einfacher gewesen das festgefahren Frauenbild umzukippen als das Bild vom Mann .
     
    #9
    User 135918, 18 Juni 2017
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  10. Tahini
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    in einer Beziehung
    Es gibt uebrigens einen historisch etablierten Ausweg aus der Misere, der auch heute funktioniert: Dandyism.

    Ich selbst bin, seit ich denken kann, praktizierender Dandy, und fuehre seit eh und je tumbe Maennlichkeitsstereotype mit gusto ad absurdum, indem ich ihnen zuwiderlebe. Gott sei Dank muss ich mich dafuer nicht verstellen, sondern ich bin wirklich so. Oscar Wilde und ich, wir waeren prima Kumpel.

    Das Problem ist natuerlich, so muss man einfach sein, oder zumindest sein wollen. Und da hakt's eben leider beim Gros total aus. Kann man nix machen, fuerchte ich.
     
    #10
    Tahini, 18 Juni 2017
  11. User 157222
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    Dies ist mir ebenfalls aufgefallen.
    Insbesondere verletzter Stolz ist dabei ein Faktor.
    Es wird immer so viel von "Härte" erzählt.
    Meines Erachtens ist Härte jedoch kein offensives Verhalten, eher das Aushalten negativer Umstände und dabei seiner Moral und seinem Altruismus treu zu bleiben, ganz gleich welch schlechte Erfahrungen man erfahren muss.
    Ich möchte keinen Mann verurteilen nur weil ich zum Beispiel von einigen Exemplaren zum Objekt degradiert werde oder mein erster Partner ein Idiot war.
    Was kann ein Mann für die Erlebnisse welche mir widerfahren sind nur weil er das selbe Geschlecht hat?
    Was könnte ich dafür dass ihn seine bisherigen Partnerinnen vielleicht alle betrogen haben?
    Was zählt ist am Ende doch wie wir uns zueinander verhalten und uns die Liebe geben, welche uns bisher verwehrt wurde.
    Auch wenn sich Misstrauen, Skepsis, Kummer und Frust manifestiert hat, ist es wichtig aufeinander zuzugehen.
    Wir bräuchten lediglich etwas mehr Liebe, Vertrauen und Verständnis in alle Richtungen, statt uns von irgendwelchen bescheuerten Medien, Konventionen und Erfahrungen vereinehmen und indoktrinieren zu lassen.

    Dankeschön.
    Deinem letzten Absatz stimme ich weitestgehend zu.
    Wie man es dreht und wendet, was den Frauen über so lange Zeit angetan wurde ist nicht zu entschuldigen und ich bin froh, dass sich die Zeiten gewandelt haben.
    Weil so viel Unterdrückung gegenüber Frauen stattfand und teils auch heute noch in Teilen der Welt stattfindet, ist das männliche Geschlecht leider kollektiv stigmatisiert.
    Es war insofern einfacher das Frauenbild zu revolutionieren weil sie ohne Zweifel die Leidtragenden waren und es nicht zur Debatte steht wie moralisch widerwärtig diese Zeiten waren.
    Leider hat es sich dadurch manifestiert, dass "die Männer" "bösartige Tyrannen" sind und dementsprechend als diese behandelt werden, obgleich dies nicht der Fall ist.
    Da wären wir wieder beim Trotz.
    Wie im Kindergarten.

    Die Diskriminierung der Männer welche daraus entstand, kommt auch nicht den Frauen zugute.
    Sie kommt lediglich Menschen zugute, welche es sich einfach machen, ihre Verantwortung ablegen und lediglich Vorteile genießen wollen ohne einen Funken Verständnis oder Empathie zu zeigen.
    So wie jemand, der anderen Leid zufügt aber kein Problem damit hat, solang er nicht dafür vom Gesetz belangt wird.
    Nur weil etwas nicht illegal ist, ist es nicht automatisch richtig.
    Wo das hinführt sehen wir.

    Extremismus ist immer die einfachste Lösung um sich einen Lebenssinn zu geben.
    Wird dieser durch Argumente ausgehebelt oder das Feindbild als solches enttarnt, sehen diese Menschen ihren Lebenssinn bedroht und verteidigen ihn mit noch so schwachsinnigen Ausreden.

    Ich bin jedoch auch glücklich, Frauen und Männer zu kennen welche sich diesem Machtkampf entziehen.
    Und auffällig ist ebenfalls wie dieses Thema in den Medien aufgebauscht wird.
    Feindbilder erschaffen.
    "Teile und herrsche."
    Ich warte nur auf den Tag an dem die Menschen dieses Spiel nicht mehr mitspielen und dieses ganze Konstrukt in sich zusammenbricht.
    Weil Liebe vielleicht mehr Schaden anrichten kann als Feindseligkeit.
     
    #11
    User 157222, 18 Juni 2017
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  12. User 165615
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    vergeben und glücklich
    Nicht im geringsten. Ich bemesse diesen Dingen keine Bedeutung bei. Vermutlich ist mein Horizont auch zu beschränkt als mich über so etwas "aufzuregen" oder es irgendeiner Bedeutung bei zu bemessen.

    Von mir aus kann 24 Std am Tag laufen, das Männer Schweine sind - Radio, TV, Zeitung wo auch immer - und es würde mich trotzdem nicht zu einem Schwein machen. Mir schreibt doch keiner vor, dass ich zu akzeptieren habe was irgendjemand meint verallgemeinern zu müssen. Letztlich bin ich doch derjenige der entscheidet wie ich bin und niemand anderes.
     
    #12
    User 165615, 18 Juni 2017
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  13. Tahini
    Tahini (45)
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    in einer Beziehung
    Ich glaube eher, es ist eine Mischung aus Zweifel und Missgunst, und sie basiert auf Unsicherheit.

    Um's zu illustrieren:

    Wir wissen heute,
    • dass ernaehrungstechnisch Tiereiweiss nicht noetig ist;
    • dass Tierhaltung grausam ist und den Planeten demoliert;
    • dass der Grossteil der Tierprodukte gesundheitstechnisch fuer uns recht dubios ist.
    Also essen wir alle das nicht mehr. Richtig?
    :zwinker:
    Doch. Wir hauen alle voll rein an Weihnachten, essen Gaense, Lachse, alle Tiere muessen in die Pfanne. Und zwar weil:
    • Weihnachten so ist - traditionell, blah...
    • man da nicht mit Linsensuppe sitzen will, waehrend Cousin Sandro sich den Genuss reindrueckt, der Affe
    • Mami sonst verwirrt waere
    • wir nicht nerven wollen
    • das, aeh, lecker ist
    • etc.
    Und so kommt's, dass auch gleich morgen frueh um acht alle Jungs in der Schule wieder mit dem Vorsatz antanzen werden, heute cool zu sein, statt z.B. einfuehlsam, oder interessiert an dem Aussenseiter aus Syrien und seiner Geschichte. Hier sind Rollenmodelle gefragt.

    Vielleicht sollten die, denen's in die Wiege gelegt wurde, einfach demonstrativ sein und bleiben.
     
    #13
    Tahini, 18 Juni 2017
  14. User 157222
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    Verliebt
    Eben dies macht deinen Horizont alles andere als beschränkt, möchte ich meinen.
    Insbesondere weil dieses dumme Spiel fehlschlägt und du dich nicht davon beeinflussen lässt, nicht auf die Barrikaden gehst, was für andere wieder nur für weiteren Zündstoff sorgen und die Spirale damit fortgesetzt werden würde.
    Und wie sagte schon Oliver Kalkofe:
    "Fresse, Fernsehen!"

    Ich kann jedoch nachvollziehen, dass andere Männer anders darauf reagieren.
    Zum Beispiel anhand dessen was ich erwähnte.
    Ein Junge oder Mann welcher von einer Frau misshandelt wurde und sich dann "Jeder Mann ist ein potentieller Vergewaltiger" anhören darf.
    Ich will mir gar nicht vorstellen wie sich soetwas anfühlen muss.
     
    #14
    User 157222, 18 Juni 2017
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  15. BrooklynBridge
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    nicht angegeben
    Ich habe auch das Gefühl, dass in unseren Medien, vor allem in der Werbung, sehr gerne das Klischee des verblödeten/spätmerkenden/lebensunfähigen Männchens bedient wird. In diesem Ausmaß würde es umgekehrt regelmäßig Sexismus-Vorwürfe geben. Das heißt nicht, dass Frauen nicht auch mal schlecht weg kommen, aber gegenüber Männern scheint das salonfähiger zu sein.

    Zu deinen anderen Punkten enthalte ich mich mal - ich bestreite es nicht, kriege es aber subjektiv nicht so deutlich mit.
     
    #15
    BrooklynBridge, 18 Juni 2017
  16. User 165615
    Klickt sich gerne rein
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    32
    vergeben und glücklich
    Das jeder Minderheit aus irgendeinem Blickwinkel Unrecht zu teil wird ist doch der Lauf der Dinge. Macht die Sache zwar nicht schön aber wie würde man das vermeiden wollen? Niemand hat vermutlich die Zeit und Muse jeden Gedankengang auf inhaltlich korrekte Betrachtungsweise zu prüfen oder eben fix eine wissenschaftliche Abhandlung darüber zu verfassen. Vielleicht missverstehe ich deine Intention aber auch.

    Ich würde nicht sagen dass das Spielchen fehlschlägt. Wäre dem so, wäre ich nicht Gesellschaftsfähig. Meine Freundin kann mich sehr gut manipulieren und ist sich dieser Tatsache bewusst. Ebenso bin ich mir bewusst, dass es ist wie es ist. Könnte ich etwas dran ändern? Mitsicherheit. Will ich das? Nö. Es erwächst mir ja kein Nachteil daraus. Außerdem müsste ich mich ja freisprechen nicht in Rollen zu denken. Was mir persönlich viel zu anstrengend wäre.

    Was ich im übrigen mit "beschränkt" meine. Ist ja eine bewusste Handlung. Ich würde mich keinesfalls als gelassenen Menschen beschreiben. Weil es auch einfach gelogen wäre, aber ich liebe meine "einfache" Denke in solchen Belangen. Ich habe nicht den Anspruch an mich solchen Dingen alzu viel Raum in meinem Leben zu geben. Habe ich ja auch kein Vorteil von. Vielleicht kann ich mir dann auf die Kappe schreiben dass ich ach so reflektiert und weitsichtig bin. Tjoa, da setze ich mich doch lieber mit nem Lutscher auf die Parkbank und erfreue mich der Leere in den Gedanken. Gibt mir Raum und Zeit mich auf Dinge zu konzentrieren die ich A. ändern kann und B. mich einfach mehr interessieren.

    Ja ich bin ein Mann, ja irgendwo wird meinem Geschlecht sicherlich Unrecht getan aber wirklich jucken tut es mich nicht.
     
    #16
    User 165615, 18 Juni 2017
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  17. User 161012
    Öfters im Forum
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    25
    Single
    Baff!
    Warst du bei uns dabei? Du schilderst exakt die Dinge, die mir widerfahren sind.
    Wirklich "danke" für diesen Beitrag. :rose:
    Muss mich erstmal sammeln...
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 18 Juni 2017 ---
    Frauen und Männer werden vom Gesetz nicht gleich behandelt.
    Exhibitionismus und daraus abgeleitete sexuelle Belästigung kann per Gesetz nur von einem Mann als Straftatbestand begangen werden. Eine Frau, die sich öffentlich entblößt, muss mi keinerlei gesetzlichen Konsequenzen rechnen.
    Für mich immer noch unnglaublich...
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 18 Juni 2017 ---
    Nochmals herzlichen Dank Nebel für das aus meinen Augen wichtige Ausgangs-Posting.
    Persönlich habe ich leider sehr tiefgreifende eigene Erfahrungen zu den Themen "Physische Gewalt" und "Schuldzuweisungen/Manipulation" gemacht, die du faszinierend genau beschrieben hast.
    Ich wünsche, dass die Diskussion hier fruchtbar ist.
    Ich werde mich nicht daran beteiligen, weil mich das Thema immer noch (nach mehreren Jahren) aufwühlt und ich keine persönlichen Details offenbaren will, um nicht Gefahr zu laufen am Ende noch einmal in die Misere von damals zu geraten.

    Den Punkt "Misogynie" habe ich hoffentlich noch nicht erreicht, aber die in vielen Jahren gemachten Erfahrungen haben mein Frauenbild definitiv nicht zum Besseren beeinflusst.

    Wie gesagt: danke, dass du das Thema einmal so umfassend und in positiver Darstellung ansprichst...aber ich muss "raus".:winkwink:
     
    #17
    User 161012, 18 Juni 2017
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  18. User 157222
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    65
    Verliebt
    Selbstverständlich sind einige Exemplare von "Minderheiten" übersensibilisiert und legen jedes Wort auf die Goldwaage weil sie sich lediglich über ihre Zuordnung zu vermeintlichen Minderheit identifizieren.
    Ich selbst kann auch über schwarzen Humor lachen und verwende Worte wie "behindert" obgleich ich selbst eine Behinderung habe weil es auf den Kontext ankommt.
    Was mich stört ist jedoch das Messen mit zweierlei Maß wenn es um gewisse Themen geht.

    Einerseits wird bei Diskussionen über sexuelle Übergriffe Pietät erwartet, andererseits bezieht sich dies zumeist ausschließlich auf Frauen.
    Ich könnte es, wenn auch mit Abneigung, akzeptieren, dass männliche Opfer unerwähnt bleiben aber dass ihnen auch noch ins Gesicht gespuckt wird, empfinde ich als widerlich.
    Ganz abgesehen von diesem unhaltbaren Vorwurf dass jeder Mann eine potentieller Vergewaltiger ist, da Männer ja nichts anderes als Triebe im Sinn haben, der jeglichem gesunden Menschenverstand widerspricht.
    Aber das den Männern soetwas, bei vollem Bewusstsein dass es unter ihnen Opfer gibt, angedichtet wird, ist ekelerregend.

    Ganz davon abgesehen wie die Justiz derlei Vorkomnisse handhabt.
    Wenn Frau einen Mann nun mit Substanzen betäubt oder ihn mit Schlägen "gefügig" macht und anschließend misshandelt, wird dies zumeist noch belächelt.
    "Sie hätten sich doch wehren können."
    Was wäre denn passiert wenn er dies getan hätte?
    Seitens der Frau hat dies eine Anzeige wegen Körperverletzung zufolge.
    Und wem wird vor Gericht mehr geglaubt?
    Dem zweimetergroßen Mann oder dem armen kleinen Frauchen, wie sie dort mit ihren kleinen Schühchen sitzt und auf die Tränendrüse drückt?

    Wie fühlt es sich für einen Mann an wenn er irgendwelche Gegenstände gewaltsam in irgendwelche Körperöffnungen gepresst bekommt, dass vielleicht irreparable Schäden entstehen?
    Wie fühlt es sich für ihn an wenn sie sich ihn gewaltsam einverleibt?
    Wie fühlt er sich wenn er sich niemandem anvertrauen kann weil es nicht ernst genommen wird?
    Wie fühlt er sich wenn es die Frau ist, die er liebt und die ihm so weh tut?
    Wie fühlt es sich an wenn er nachts von Alpträumen aufwacht?
    Und wie fühlt es sich an wenn ihm dann an den Kopf geworfen wird, dass er imstande ist diese Pein, diesen Missbrauch, diese Vergewaltigung jemandem zuzufügen, nur weil er keine Frau ist?

    Ich rede nicht von Elendstourismus.
    Ich rede von einer Gerechtigkeit, die er selbst dann nicht erfahren wird wenn die Frau belangt wird, wenn ihm keine Unterstellung als Vergewaltiger gemacht wird.
    Weil diese Narben auf ewig bleiben und er nie mehr die Liebe und Zuwendung genießen können wird, welche er hätte erfahren können.
    Ein lebenslanges Leid und dann spuckt man ihm ins Gesicht.

    Georgieboy, ich möchte dir nur mein Beileid ausdrücken auch wenn es falsch klingen mag und eventuell unangebracht ist.
    Ich möchte gar nicht zu sehr auf deine Worte eingehen um es nicht schlimmer zu machen aber hoffe dass es dir verhältnismäßig "gut" geht.
    Lieben Dank für deinen Mut und deine Worte. :rose:
     
    #18
    User 157222, 18 Juni 2017
  19. simon1986
    simon1986 (31)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    2.118
    Verlobt
    Ich möchte es so sagen: wenn mein Pa mit uns Kindern (meine Schwester müsste nicht mal dabei gewesen sein) so liebevoll umgegangen wäre wie meine Mam, dann würde er heute noch im Zuchthaus sitzen, uund wir dürften ihn vielleicht alle paar Monate unter Ausicht besuchen..... (dabei habe ich die liebste Mam von der Welt!)
     
    #19
    simon1986, 18 Juni 2017
  20. User 165615
    Klickt sich gerne rein
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    vergeben und glücklich
    Nun, es ist eine Frage des angesprochen Fühlens. Du selber hast ja gerade das Beispiel mit dem schwarzen Humor gemacht. Fühltest Du Dich in negativer Hinsicht angesprochen? Nein. Ähnlich ist es mit der obigen Geschichte. Sicherlich wird ein Betroffender das ggf. nicht so nüchtern betrachten können. Allein durch das Erlebte bedeutet es aber nicht, dass er sich zu stigmatisieren lassen hat. Das hat Derjenige immer noch im vollen Umfang selber in der Hand.

    Das Denjenigen bewusst zu machen empfinde ich persönlich als zielführender, als zu erwarten eine breite Masse würde sich ändern. Das wird allenfalls Jahrzehnte des Kampfes bedeuten, bis kleine Erfolge sichtbar werden. Siehe die Frauenbewegung.

    Zum Rest kann ich mir kein Urteil bilden, weil es mir dazu fehlt die deutsche Rechtssprechung auf diesen Missstand zu prüfen. Ich kann mir jedoch kaum vorstellen, dass ein Richter der beschriebenen Analogie folgt, als die Fakten zu ignorieren.
     
    #20
    User 165615, 18 Juni 2017
    • sehe ich anders sehe ich anders x 1

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