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Missbrauch - Im Zweifel für die Opfer?

Dieses Thema im Forum "News zu Liebe, Erotik und Sexualität" wurde erstellt von asddf, 7 Juli 2006.

  1. asddf
    kurz vor Sperre
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    nicht angegeben
    Häufig steht in einem Missbrauchsfall Aussage gegen Aussage. Der Weg zur Wahrheit ist schwierig und meist vordefiniert.

    Eine Krimiatorin hält fest, dass bei den Ermittlungen die Tendenz immer Richtung Opfer geht. Die Behörden neigen dazu ihnen mehr Glauben zu schenken, als den vermeintlichen Tätern.

    Dabei steigen die Fälle der Missbrauchsvorwürfe, die auf Verleumdungen basieren.
    Von den gemeldeten Fällen, hat ein Großteil nie stattgefunden.

    In den Medien werden Missbräuche vermehrt dargestellt und verbreitet.


    In ihrem Roman "Ein dunkles Gefühl" beschreibt die Autorin den Missbrauch und dessen drastischen Folgen für das Opfer. Aber auch wie "Missbrauch getrieben [wird] mit dem Missbrauch". [Zitat aus der Quelle]


    Quelle:http://www.3sat.de/kulturzeit/lesezeit/93784/index.html
     
    #1
    asddf, 7 Juli 2006
  2. Glitzerstern
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Da ist bestimmt etwas dran.

    Ich möchte kein Mann sein, dem so etwas passiert.
    Wie heißt es so oft: Die Schlagzeile lesen fast alle, eine Gegendarstellung (so sie denn war ist) interessiert kaum jemanden. :kopfschue
     
    #2
    Glitzerstern, 8 Juli 2006
  3. Gravity
    Verbringt hier viel Zeit
    641
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    0
    nicht angegeben
    Oder die Leute, die bisher die Schlagzeilen nicht kannten, erfahren erst durch die Gegendarstellung davon und glauben ihr nicht.


    Eigentlich müsst ja der Fall "Im Zweifel für das Opfer" anfechtbar sein, da meines wissens in der Justiz der Grundsatz "Im Zweifel für den Angeklagten" verbindlich gilt.
    Das wär ja noch schöner, wenn man auch mit runden Kulleraugen das Urteil beeinflusst. Wär ja genauso, als wenn man mit Bestechungsgeldern arbeitet. Oder Gewaltandrohungen.
     
    #3
    Gravity, 8 Juli 2006
  4. HAY-Deez
    Verbringt hier viel Zeit
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    3
    nicht angegeben
    Vergewaltigung ist ein abscheuliches Verbrechen, was eine harte Strafe (und nicht so eine wie in der Realität oft "verhängt" wird) verlangt.

    Aber da eine Vergewaltigung auch sehr leicht "initiieren" läßt, sollten zur Verurteilung schon überzeugungskräftige Beweise geliefert werden.
    Nicht nur reine Beweise (wie z.b. Spermaspuren) sollten den Ausschlag geben, da sie nur beweisen, das Verkehr stattgefunden hat -nicht aber unter welchen Umständen.
    Auch Verletzungen an Täter und Opfer die dabei passiert sind sollen beachtet werden und Indizien.

    Alles in allem beachtet unser Rechtssystem sehr viel davon, nur leider werden die Frauen auch immer geschickter. :kopfschue

    Deutschland sollte seiner Linie "im Zweifel für den Angeklagten" treu bleiben, auch wenn das wieder viel Unverständnis bei den Opfern hervorrufen wird.
    Mir gefällt es selber nicht, aber was tun? Man hat nur die Alternativen für den Angeklagten oder für das Opfer.
    Und da die Philosophie unseres Rechtsystems nicht auf bedingungslose Rache ausgerichtet ist, sind die Urteile nomalerweise auf Täter-Seite. Lieber einen Schuldigen ziehen lassen als einne Unschuldigen bestrafen.
    So eine Aussage tut mir in der Seele weh... :-/

    Die Tendenz bei Sexualstraftaten eher zu Gunsten des Anklägers zu entscheiden zeigt, wie emotional bindens so ein Fall doch ist.
    ich möchte nicht in der Situation eines Richters sein, und entscheiden müssen, ob die Frau die zitternd und verheult auf der Anklagebank sitzt tatsächlich Opfer einer verabscheuungswürdigen Tat wurde oder ob was anderes dahinter steckt und die Frau ein ganz linkes Spiel treibt...
    Vom menschlichen Beschützerinstinkt würde ich natürlich auch sofort den Mann verurteilen... aber das wäre nicht korrekt.
     
    #4
    HAY-Deez, 8 Juli 2006
  5. User 505
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
    4.743
    348
    2.787
    Verheiratet
    Ich möchte mal drauf hinweisen, dass diese Frau *vorsichtig ausgedrückt* nicht ganz unumstritten ist - selbst in ihren eigenen Kreisen.

    Es ist übrigens genau so schwer zu beweisen, dass ein Missbrauch stattgefunden hat, wie, dass er NICHT stattgefunden hat - nicht jeder Freispruch heißt, dass der Mensch auf der Anklagebank tatsächlich unschuldig ist.

    Natürlich gibt es Missbrauch mit dem Missbrauch, aber ihre Zahlen halte ich für arg übertrieben, das wäre ja eine 50% Quote von falschen Anzeigen.


    Woher hat sie ihre Zahlen? Woher hat sie Beweise, dass ein Missbrauch NICHT stattgefunden hat? Das würde mich mal interessieren..
     
    #5
    User 505, 8 Juli 2006
  6. Glitzerstern
    Verbringt hier viel Zeit
    51
    91
    0
    nicht angegeben
    Damit hat Du natürlich leider Recht.

    Aber es ist wohl beides als Gleichschlimm einstufen.

    Für das richtige Opfer, den Täter auf freien Fuß zu sehen und,
    als Unschuldiger im Gefängnis zu sitzen.

    Und leider sitzen auch in Deutschland viele unschuldig im Gefängnis.
    Was sich nicht nur auf Mißbrauchtaten bezieht.
     
    #6
    Glitzerstern, 8 Juli 2006
  7. Malin
    Malin (29)
    Meistens hier zu finden
    1.584
    148
    102
    Single
    Ich verstehe diese Frauen nicht, die Männer zu Unrecht beschuldigen. Damit machen sie die echten Opfer ja auch unglaubwürdig. Somit begehen sie nicht nur ein Verbrechen an dem Mann, sondern auch noch an anderen Frauen :kopfschue
     
    #7
    Malin, 8 Juli 2006
  8. normallyinsane
    Verbringt hier viel Zeit
    271
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Studien, die irgendwann in den letzten Jahren stattgefunden haben, also in diesem Jahrtausend, kommen zu dem Schluß, dass durchschnittlich 2% der behaupteten Vergewaltigungs/Mißbrauchsanschuldigungen von den Klägern erfunden sind.
    Also ich kann _meist_ verstehen, warum es dann zu Gunsten des Klägers steht. Denn ich glaube mal, fast jedes Schwein, das ein solches Verbrechen begehen wird, wird auch, wenn es ihm irgendwie möglich ist, die Tat leugnen. Wieso auch bestrafen lassen, wenn man davon kommen kann?
    Ich bin weder für das eine noch das andere Extrem, das muß man wahrscheinlichkeits- und umständehalber in jedem einzelnen nicht eindeutigen Fall abwägen. Was auch noch helfen würde, wenn die Opfer, wenn sie den Täter anzeigen/-klagen wollen, dies so gut es geht tun, wenn die Spuren noch da sind. Ich weiß, dass das besonders bei dem Einfühlungsvermögen vieler zB Polizeibeamter schwierig ist, doch je länger ihr wartet, umso wahrscheinlicher ist es, dass der Täter dann ungeschoren davonkommt und das wäre nun wirklich schlimm. Last but not least deswegen, weil dadurch dass er auf freiem Fuß/o.ä. ist, weitere unschuldige menschliche Wesen zum Opfer fallen können und oft passiert genau das. :kopf-wand :madgo:
     
    #8
    normallyinsane, 8 Juli 2006
  9. Hens
    Hens (28)
    Verbringt hier viel Zeit
    846
    103
    0
    Verheiratet
    In den USA ist jetzt ein 44 jähriger nach 18 Jahren entlassen worden, weil seine Unschuld per DNA Analyse bewiesen wurde.
    Das Opfer hatte ihn als den Täter identifiziert.
    Er selber hatte die Tat immer bestritten.

    Quelle
     
    #9
    Hens, 12 Juli 2006
  10. metamorphosen
    Sehr bekannt hier
    3.418
    168
    227
    vergeben und glücklich
    "Nur zehn Prozent kommen überhaupt zur Anklage."

    Und daraus wird die Schlußfolgerung gezogen, dass 90% der Fälle erlogen sind?

    Unseriös!
     
    #10
    metamorphosen, 12 Juli 2006
  11. User 505
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
    4.743
    348
    2.787
    Verheiratet
    Kann in Deutschland nicht passieren - so hohe Strafen sind hier nicht vorgesehen :downunde_alt:

    Mal im Ernst: Hat niemand bestritten, dass es Justizirrtümer in diese Richtung gibt - aber die findest du zu JEDEM Verbrechen. Heißt das jetzt, dass man generell IMMER dazu neigt, den Geschädigten recht zu geben? Ist doch Quark mit Honig..

    @metamorphosen
    Jup, genau das verstehe ich auch nicht.. Wo sind die Beweise für ihre Behauptungen? Für die Frau scheint alles erlogen zu sein, was nicht eindeutig bewiesen werden kann.
     
    #11
    User 505, 12 Juli 2006
  12. Hens
    Hens (28)
    Verbringt hier viel Zeit
    846
    103
    0
    Verheiratet
    Ne, hat keiner.
    Und ich wollte auch in keiner Weise das damit behaupten.
    Weder in die eine, noch in die die andere Richtung. :!:
    War nur ein Beitrag der in diesen Thread paßte, ohne gleich einen Neuen zu starten.

    Off-Topic:
    7 Minuten scheint sich als Durschnittsantwortzeit auf meine Beiträge einzupendeln :hmm_alt:
     
    #12
    Hens, 12 Juli 2006
  13. User 29904
    Beiträge füllen Bücher
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    nicht angegeben
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    #13
    Zuletzt bearbeitet: 22 Februar 2016
    User 29904, 12 Juli 2006
  14. waschbär2
    Beiträge füllen Bücher
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    218
    275
    vergeben und glücklich
    Was im Umkehrschluß aber auch heißt, dass nicht jeder, der verurteilt wird, auch schuldig ist ...

    Es ist die Krux unseres Rechtssystems, dass - nicht nur bei dieser abscheulichen Tat - die Schuld des Täters bewiesen werden muss.
    Dass es da Fehler in die eine oder andere Richtung gibt, ist systembedingt, da halt Menschen über Menschen richten, die nicht unfehlbar sind.
    Aber ich denke, das muss man hinnehmen, weil sonst das im Grunde richtige System "in dubio pro reo" gekippt würde.
    Die Rechte und die Freiheit des Einzelnen wären damit in einem unerträglichem Maße eingeschränkt, dass das, was wir unter einem modernen Rechts- und Staatssystem verstehen, zerstört werden würde.
    Ich persönlich schlucke - wenn auch zähneknirschend - diese Kröte. Denn umgekehrt würde ich daran ersticken.
    Jedes System hat Fehler, aber das deutsche Rechtssystem hat die geringsten.
     
    #14
    waschbär2, 12 Juli 2006
  15. User 29904
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    nicht angegeben
    x
     
    #15
    Zuletzt bearbeitet: 22 Februar 2016
    User 29904, 12 Juli 2006
  16. User 505
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    Verheiratet
    Das sehe ich genau so.

    Ich wehre mich nur gegen die Behauptung, dass eine ins leere laufende Anzeige automatisch erlogen ist. Wie gesagt, die Beweisführung ist extrem schwer. Solche Aussagen wie oben führen dazu, dass noch weniger Opfern geglaubt wird - nicht nur vor Gericht, sondern allgemein.
     
    #16
    User 505, 12 Juli 2006

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