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Mobbing

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von Luc, 8 April 2009.

  1. Luc
    Luc (29)
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    nicht angegeben
    Das Thema ist Mobbing ist heikel, ich weiss. Ich hoffe, es wird da nicht in Beschuldigungen und Streitigkeiten ausarten. Doch denke ich halt doch, dass viele von hier heimlich "Täter" sind, denn eine Person wird immer von mehreren gehänselt/gemobbt usw.

    Mich interessiert wie ihr dazu steht, was ihr für Erfahrungen damit gemacht habt.
    Wer sich selber gestehen muss, dass er in der Schule mitgemobbt hat, kann ja auch anonym abstimmen.
     
    #1
    Luc, 8 April 2009
  2. BeowulfOF
    BeowulfOF (35)
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    Single
    Also in der Schule früher hab ich beim Mobbing von einer Klassenkameradin mitgemacht, bis etwa 7. Klasse, danach hab ich mich eher neutral positioniert. Zumindest von meiner Seite aus, denn danach wurde ich zum Mobbing-Opfer - war immer der kleinste... man kennt das ja.

    Auf der Arbeit wollte ich schon Klage einreichen gegen Diskriminierung, wir waren das einzige Büro, welches nicht gemobbt wurde :grin: also im ernst, hab ich das Problem im Beruf noch nicht erlebt, würde da aber aktiv gegen angehen.

    Nur um das mal klarzustellen, Schuld ist und hat niemals der gemobbte, sondern immer der Mobber!
     
    #2
    BeowulfOF, 8 April 2009
  3. Samaire
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    nicht angegeben
    Ich glaube, wie bei vielem anderen auch, wird heute immer gleich von Mobbing geschrien - früher war das stinknormales Hänseln, was auch nicht nett ist, was wir aber alle überlebt haben. Aber heute wird jeder angeblich gleich gemobbt, genauso wie jeder, der ein bisschen traurig ist, gleich depressiv ist und jedes Kind, das einfach ein unerzogenes Saubalg ist, gleich an ADS "leidet". Versteht mich nicht falsch, ich nehme ECHTE Fälle von Mobbing (sowie auch von Depressionen, ADS oder was-auch-immer) sehr sehr ernst, aber es wird da imho viel zu viel überdramatisiert.

    Ich war während der Grundschule ein Aussenseiter, wurde auch öfters gehänselt oder bewusst ausgegrenzt, und ich bin trotzdem einfach so zu einem stinknormalen Menschen ohne nennenswerte Probleme hernagewachsen. Später, mit Anfang 20, wurde ich in meiner ersten Arbeitsstelle mal sehr grenzwertig behandelt, andere würden das wohl bereits als Mobbing bezeichnen, da wurden unter anderem Gerüchte gestreut und hinter meinem Rücken Lügen verbreitet, und zwar welche, die wirklich fatal hätten sein können. Erst war ich verzweifelt, enttäuscht, wütend und traurig, aber Diskussionen waren mir zu blöd. Ich hab dann halt einfach gekündigt, und auch das unbeschadet überlebt. Ein weiteres Mal wurde ich im Studium von einer Gruppe Kommilitonen massiv ausgegrenzt und auch beschimpft, weil ich mich gegen eine bestimmte Idee, die hart an der Grenze zur Straftat vorbeischlitterte, gewehrt hatte. Die Zeit danach war anstrengend für mich, auch enttäuschend, aber auch das habe ich unbeschadet überstanden. Die Situationen, die ich da erlebt habe, würden sicher einige bereits als Mobbing bezeichnen - wenn ich jetzt weiter ins Detail würde sowieso. Ich selber habe mich aber nie "gemobbt" gefühlt. Ausgegrenzt vielleicht, aber so what, man kann nicht von jedem geliebt werden. Vielleicht bin ich zu stark oder zu prinzipientreu und ich ziehe einfach meine Konsequenzen für mich persönlich, wenn eben etwas nicht mehr stimmt, anstatt dass ich mich in die Defensiv- oder Passivsituation manövriere und mich meinem Schicksal einfach so ergebe. Keine Ahnung, ist jetzt nur so ein Gedanke.

    Nochmals: ich weiss, wie schlimm Mobbing sein kann und ich finde ebenfalls, dass die Schuld nie beim Gemobbten, sondern immer beim Mobber liegt. Trotzdem glaube ich - und jetzt hackt auf mich ein - dass Mobbing doch einen bestimmten Typ Menschen eben eher trifft, als es andere trifft und dass dieser bestimmte Typ Mensch tendentiell auch nicht der ist, der sich eben wirklich wehrt oder seine Konsequenzen für sich zieht, wodurch die Situation erst so richtig schlimm wird. Just my 2 cents.

    Selber gemobbt oder auch nur gehänselt habe ich nie jemanden, wirklich nicht, auch als Kind nicht.
     
    #3
    Samaire, 8 April 2009
  4. Scheich Assis
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    vergeben und glücklich
    Um mal sinngemäß Düringer zu zitieren:

    "Es gibt in jeder Klasse mindestens an Klassentrottel - und wenn ma in ana Klass is und ma find eam net, dann sollt ma vielleicht überlegen ob ma net selber... *hint*, *hint*"

    :zwinker:


    Ich erinnere mich noch immer an die Klassentrottel, und ja, sie wurden ausgelacht und verspottet und meistens haben alle schön mitgemacht (Mitläufer halt). Bis man dann doch erwachsen wurde und langsam begriffen hat, was man da eigentlich Ungutes tut.

    Im Studien- oder Berufsleben (wo man dann doch gereift sein sollte) ist mir das bis jetzt noch nicht untergekommen.
     
    #4
    Scheich Assis, 8 April 2009
  5. Kiya_17
    Kiya_17 (27)
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    1
    vergeben und glücklich
    Erlebt, selbst hab ich nie bewusst mitgemacht.
    Ist scheiße, aber was solls. Trägt doch zu einem großen Teil meiner Meinung über die Menschen bei.
     
    #5
    Kiya_17, 8 April 2009
  6. CCFly
    CCFly (36)
    live und direkt
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    Verheiratet
    ja, in meinem vorvorletzten job (war mit ein grund warum ich aufgehört hab nach 1 1/2 monaten). die eine kollegin hat sich für was besseres gehalten und ich war nur die doofe fsj-lerin.
     
    #6
    CCFly, 8 April 2009
  7. User 20526
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    Verheiratet
    Ich und 2 weitere Mädels haben wegen quasi grundlosem Mobbing (komplizierte Geschichte) in der 10. Klasse die Schule gewechselt. Leider war das Thema zu der Zeit noch nicht so aktuell wie jetzt, deswegen hatte selbst der Schulleiter nichts gegen die mobbenden Schüler und Lehrer in der Hand und ich hatte 1 Jahr lang Angst, in diese beschissene Schule zu gehen. :geknickt:
    Inzwischen hab ich meine daraus resultierenden sozialen Ängste mit therapeutischer Unterstützung gut aufgearbeitet, aber wenn ich zurückdenke, läuft mir immer noch ein Schauer über den Rücken.
     
    #7
    User 20526, 8 April 2009
  8. Ogre
    Ogre (34)
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    vergeben und glücklich
    Grundlos? Gibt's für Hänseln denn (nachvollziehbare) Gründe?

    An meiner Schule wurde auch gehänselt, unter Klassenmitgliedern schikaniert, aber es hat nie die Auswüchse angenommen, welche uns in den Medien präsentiert werden. Sicher haben sich die Jungs gegen den einen oder anderen mal zusammengetan, aber das blieb i.d.R. auf einen Tag beschränkt. Wir waren vermutlich alle "zu gleich".
     
    #8
    Ogre, 8 April 2009
  9. User 85637
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    Single
    Ich schätze mal, es ist wirklich schwer eine Grenze zwischen Hänseln und echtem Mobbing zu ziehen. Denn gehänselt wurde fast jeder mal, nur dass es heutzutage in vielen Fällen als Mobbing bezeichnet wird.
    Ich wurde auch gehänselt, war eher ein Außenseiter. Das hat mich aber nicht daran gehindert auch zu hänseln. Allerdings beschränkt sich das eher darauf, dass ich keine Probleme damit habe, einer Person direkt ins Gesicht zu sagen, dass ich sie nicht leiden kann und ihr das manchmal nun mal zeige. Aber das beruht meistens auf Gegenseitigkeit.

    Ich weiß nicht warum oder ob es überhaupt den Tatsachen entspricht, aber ich persönlich habe das Gefühl, dass viele Jugendliche [oder auch andere Menschen] das Bedürfnis haben, sich durch Leid zu profilieren. Etwa: wer hatte die schlimmste Krankheit, wer wurde am heftigsten fertig gemacht, wer hat die schlimmeren Verletzungen erlitten etc. pp.
    Daraus resultiert einfach ein (ungesundes) Maß an Übertreibung.
     
    #9
    User 85637, 8 April 2009
  10. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    vergeben und glücklich
    Zum Mobben bin ich zu lieb und zu freundlich. :zwinker: Ich bin definitiv keine Intrigantin und finde es gemein und widerlich, Menschen fertigzumachen.

    Zu meinen Schulzeiten gab es den Begriff Mobbing ohnehin nicht. Dass mal gestritten wurde oder Schüler vorübergehend ausgegrenzt wurden (oder auch sich ausgrenzten), kam natürlich vor, das ist normal. Gezieltes dauerhaftes "Fertigmachen" habe ich nicht miterlebt.

    Ich habe in der sechsten Klasse erlebt, dass ich auf einmal eine "Feindin" hatte, die über mich herzog, lästerte und mich runtermachte - das war belastend, aber nach einigen Wochen vorbei. Einige machten damals mit, mit denen ich "eigentlich" befreundet war - als ich sie dann nachmittags fragte, warum sie so gemein waren zu mir, war ihnen das peinlich. Und am nächsten Tag hielten sie dann zu mir... Ich war sicherlich für die Mitschülerin ein tolles Opfer, weil ich leicht zum Weinen zu bringen war.
    Dennoch sehe ich auch heute das nicht als "Mobbing" bzw. habe nicht den Eindruck, dass ich von dieser Konfliktsituation noch lange belastet war.
    Nach mir war dann eine andere Mitschülerin dran. Die mochte ich selbst auch nicht, aber weil ich ja wusste, wie das ist, habe ich zu ihr gehalten und auf einmal den Mund aufgemacht. Weils nicht mehr um mich ging, konnte ich sogar etwas schlagfertig sein.

    Ich denke, insgesamt habe ich Glück gehabt, in meinen Schulen gings eher friedlich zu. In meiner Mittelstufenklasse von der 7. bis zur 10. Klasse gab es Cliquen, wir waren 32 Leute - dass sich da einige mögen und andere eher nicht mögen, ist normal. Aber Mobbing? Nein.

    Im Beruf habe ich auch kein Mobbing erlebt, sondern war von vernünftigen Menschen umgeben.
     
    #10
    User 20976, 8 April 2009
  11. User 46728
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    vergeben und glücklich
    teilweise...
    meine freunde hatte ich immer außerhalb der schule,in der schule gings so..ich habe mich mit den meisten recht gut verstanden,wollte aber mit den bonzenkindern nix zu tun haben.eher mit denen ne stufe über uns..irgendwann fand ich auch 3-4 freunde in der klasse,mti denen habe ich bis heute kontakt,die anderen interessieren mcih nicht.
    ich kam in der 3. klasse nach deutschland,wurde in der grundschule zusammen mit den anderen ausländern in eine klasse gesteckt,die lehrerin war auch vorher komlett unfähig..da ging gar nix..da hatte ich schlägereien,was das zeug hielt..in der 4.wurde die klasse aufgelöst und ich ging mit mienem kumpel in eine "sozialere"..da war alles okay..mit dem rest will ich heute nix zu tun haben,so,wie die abgedriftet sind..
    auf m gymnasium gings wieder los..in der stufe kannte sich jeder..nur ich kannte nur einen..also ging ich mit ihm zu den jungs und machte in der pause mit denen sport..passte den ladies nicht,die grenzten mich aus..die jungs flogen nach und nach von der shcule..hatte irgendwann kaum noch jmd..aber war mir egal..meine freunde hatte ich außerhalb und meine stufe war für desinteresse an integration und zusammenhalt bekannt.unsere stufe war die chaotischste und schlimmste seit jahren..sonst hatte die schule nen sehr guten ruf..
    ich wurde nich gemobbt,nur ausgegrenzt..aber was solls..mit paar kam ich ja gut klar..in der 7. grenzte man mich aus,weil ich von keinem der 4 jungs,die mich mochten,was wollte:ratlos: :ratlos: , in der 11.,weil ich mit dem schönling der stufe befreundet war,angeblich was von ihm wollte,dabei waren wir beide vergeben und wussten,dass da nix is..
    ich ging in der 9. in die schülervertretung,hatte da meine paar leute aus den anderen stufen..
    und in der 12. und 13. wars okay,da kam ich gut klar...
    wenn ich meiner stufe auf der straße begegne,bin ich froh,dass ich zu denen nicht gehöre..

    in der uni gehöre ich der größten clique an und komme mit allen total gut klar..so kann sich das blatt wenden...
     
    #11
    User 46728, 8 April 2009
  12. Lily87
    Gast
    0
    Ich war Opfer und wurde täglich mit Absicht nieder gemacht (auch von Lehrern). Mehr will ich hier öffentlich nicht schreiben.
     
    #12
    Lily87, 8 April 2009
  13. User 77547
    Beiträge füllen Bücher
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    1.642
    Verheiratet
    Ich wurde nie gemobbt und habe nie gemobbt. Bei uns damals in der Klasse wurde eigentlich niemand wirklich ausgegrenzt. Ich kann mich zumindest nicht dran erinnern. Der Zusammenhalt war zwar eher schwach ausgeprägt. Aber fertig gemacht wurde niemand.

    Ich hatte meine Freunde sowieso vor allem außerhalb der Schule. Ich war also auf niemanden in der Klasse "angewiesen".
     
    #13
    User 77547, 8 April 2009
  14. User 53338
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    offene Beziehung
    Bin jahrelang an der Schule "gemobbt" worden, auch von Lehrern. Die Anfuehrungsstriche deswegen, weil dieser Ausdruck viel zu harmlos fuer diese Hoelle ist. Um jemand anderen zu mobben hatte ich gar nicht die Kraft, selbst wenn ich geglaubt haette dadurch bei den anderen in Ansehen geraten zu koennen. Ich glaube, waere mein Suizidversuch damals geglueckt haetten die sich noch gefreut.

    Ein sehr guter Freund von mir wird gerade auf seiner Arbeitsstelle "gemobbt" - systematisches zerstoeren nenne ich das. Ich kann solche Leute nicht verstehen, die mit Genuss einem Menschen das Leben zur Hoelle machen.


    Denke das Problem bei Mobbing an der Schule ist, dass viele Lehrer mit der Einstellung 'Das sind ja nur Haenseleien" rangehen und den Ernst der Situation oftmals nicht erkennen koennen. Oder, wie in meinem Fall, einfach nicht wollen. Ich glaube allerdings auch, dass ein bestimmter Typ Mensch anfaelliger dafuer ist. Ich hatte kein Selbstbewusstsein, weil ich schon zu Hause misshandelt wurde.
     
    #14
    User 53338, 8 April 2009
  15. Hilfiger
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    offene Beziehung
    Soso, "Mobbing" wird das also heute genannt was sich schon seit jeher auf den Schulhöfen und am Arbeitsplatz abspielt.

    Also Klassentrottel gibt es immer wobei das gar keiner mit einer "extremen Eigenschaft" sein muss. Ein bisschen andres drauf zu sein ist oft Grund genug. Einer von den "Coolen" findet es witzig den zu ärgern, stichelt herum und dann setzt unter Umständen die Gruppendynamik ein. Wenn sich die Stichler dann noch gegenseitig was beweisen oder sich gegenseitig übertrumpfen wollen, dann gute Nacht.

    Am Arbeitsplatz werden meist jene gemobbt, die etwas verändern oder umstrukturieren wollen. Die anderen wollen ja nur weiterhin ihren nutzlosen Job weitermachen und sich nicht richtig anstrengen. Das finde ich eigentlich schade, denn oft sind die gemobbten die intelligenteren Leute.
     
    #15
    Hilfiger, 8 April 2009
  16. objekt.f
    objekt.f (26)
    Verbringt hier viel Zeit
    329
    103
    4
    Single
    Mobbing hab ich so direkt nie mitbekommen.
    Klar es gab immer die beliebten und die anderen, aber so wirklich runtergemacht wurde nie jemand.
    Möchte jedoch anmerken, dass ich nie über jemanden lästere und immer, wenn ich sowas mitbekommen, die leute dabei unterbreche und schön anschnauze was das soll :zwinker:
     
    #16
    objekt.f, 8 April 2009
  17. Beastie
    Beastialische Beiträge
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    218
    254
    Single
    hab ich auch immer gedacht.. bis ich selber gemobbt wurde. und zwar von meiner chefin.
    ich bin überhaupt nicht der typ, von dem man sagen würde, dass ich ein typisches mobbingopfer wäre. zumindest nich so, wie man sich das so vorstellt.

    trotzdem hat meine chefin mich gemobbt.. ein ganzes jahr lang.
    ich habs anfang nich mal ''gemerkt'' sondern für ein versehen gehalten, wenn sie beispielsweise besprechungen vorgezogen hat und mir nicht bescheid gesagt hat.
    das is nur ein beispiel, ich hab 4 din a 4 seiten dazu geschrieben, als ich es aufgeschrieben habe, weil ich wusste, ich kanns vorm personalrat so nicht vortragen

    nach einem jahr bin ich dann mehr oder weniger zusammengebrochen oder sagen wir, es is aus mir rausgebrochen, warum ich abends schon bauchschmerzen vor angst vorm nächsten tag hatte. wieso ich 60 krankheitsfehltage im letzten jahr hatte und warum ich mich regelmäßig sonntagsabends übergeben habe.

    bin dann zum personalrat und hab mich versetzen lassen.

    es is total krass, wie anders mein leben plötzlich wieder is.
    ich liebe es zur arbeit zu gehen, ich steh morgens wieder früh auf, ohne dass ich zwei stunden den wecker klingeln lasse...
    es is unglaublich, wie sehr das mein ganzes leben und auch meine familie, meine ehe, meinen sohn betroffen hat.
    und wie ich es nicht mal gemerkt habbe bzw wahr haben wollte

    ich bin sehr froh, dass ich meine chefin ''angeschissen'' habe. sie hats nich besser verdient.

    ich kann nur jedem raten, es auch zu tun und sich zu wehren!!!
     
    #17
    Beastie, 8 April 2009
  18. User 38570
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    offene Beziehung
    Also ich stehe dem Thema Mobbing sehr kritisch gegenüber. Nach meiner Erfahrung wird hiermit auch eine Menge Mißbrauch getrieben.

    Was so in der Schule abgeht, ist größtenteils sicher kein Mobbing. Die normale Hänselei wird sicher nie ganz auszuschließen sein.

    Was das Berufsleben angeht: Wenn dort tatsächliches Mobbing stattfindet, muss man da ganz konsequent handeln. Aber: Das Wort Mobbing fällt relativ schnell und wird mißbraucht. Da fühlen sich Arbeitnehmer gemobbt, wenn sie einfach mal auf ihre arbeitsvertraglichen Pflichten hingewiesen werden oder wenn sie ein Kritikgespräch erhalten. Da wird zu Anwälten gerannt nur um letztlich zu erfahren, dass es doch keines war. Kostet nur Zeit und Geld.

    Ich selbst habe sicher auch schonmal unbeabsichtigt gemobbt. Absichtlich sicher nicht, denn ich habe andere Strategien mit schwierigen Situationen oder Mitarbeitern umzugehen. Selbst erfahren habe ich das jedoch bisher nie.
     
    #18
    User 38570, 8 April 2009
  19. BABY_TARZAN_90
    Sehr bekannt hier
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    526
    Verliebt
    Ich bin selber nie gemobbt worden. Ich weiss, warum ich verschont geblieben bin, die Gründe spielen hier keine Rolle, aber sie zeigen die Feigheit derer, die andere mobben.

    Manchmal habe ich versucht, Mobbing-Opfern zu helfen. An schwere Fälle von Mobbing kann ich mich aus meiner Klasse nicht erinnern

    Es ist leicht gesagt, der Begriff Mobbing werde vorschnell herangezogen. Zugegeben: "Hänseleien hat es schon immer gegeben". Alles hat es schon immer gegeben, Klimaveränderungen hat es schon immer gegeben, Killer-Games hat es schon immer gegeben; und wer Bildung zeigen möchte, verweist auf Sokrates, der schon vor zweieinhalb Tausend Jahren die Ungezogenheit der Jugend beklagt hat...

    Aber der Begriff Mobbing ist da, und das hat Rückwirkungen auf die Sache. Ich kann jetzt bewusst Mobbing betreiben. Was ich tue, hat einen Namen, und ich habe eine weitere Möglichkeit, meine Grenzen auszutesten. Die Rede über Mobbing wirkt wie ein Angebot. Genau wie diejenigen Sexpraktiken, die einen Namen haben und damit zum gängigen Repertoire gehören werden.

    Ich kenne ehemalige Mitschüler und Mitschülerinnen, die bewusst Klassenkollegen fertig gemacht haben. Sie sagen ganz offen: "Ich war ein Schwein, das sehe ich heute ein".

    Sie haben von ihrem aktiven Mobben profitiert, sie haben mit lebenden Menschen experimentiert und - es klingt zynisch - Sozialkompetenz erwerben können - auf Kosten ihrer Opfer, die dafür mit einer verdorbenen Schulzeit und mit bleibenden Schäden bezahlt haben.
     
    #19
    BABY_TARZAN_90, 8 April 2009
  20. capricorn84
    Beiträge füllen Bücher
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    Verheiratet
    Ich wurde in der Schule gemobbt. Volksschule, Hauptschule. Jahrelang ging das so, wurde auch geschlagen.

    Ich hab nie gemobbt. Wozu? :ratlos:
     
    #20
    capricorn84, 8 April 2009

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