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Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von klatschmohn, 22 Januar 2008.

  1. klatschmohn
    Meistens hier zu finden
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    Single
    sorry, ich bins mal wieder....

    Ich hatte ja vor kurzen schon nen Thread erstellt, in dem es um Ernährung ging.....

    Nun ist es so, dass ich seit September knapp 15 kilo abgenommen habe, aber immer noch nicht zufrieden bin. Und wenn ich ehrlich bin, rutscht die Gewichtsvorstellung, die ich zu Beginn in meinem Kopf hatte immer weiter nach unten.

    Im Moment wäre das alleine ja noch nicht problematisch, da ich imme rnoch ziemlich fett bin, das Problem ist jedoch, dass ich merke, dass mein Eßverhalten immer radikaler wird.

    Ich habe am Anfang das Ziel gehabt, nicht mehr als 800 kcal am Tag zu essen... was auch ganz gut klappt. Aber gestern zum Beispiel habe ich einen Joghurt und 2 Knäckebrot und eine Banane gegessen und hatte danach stundenlang ein schlechtes Gewissen und hätte mir am liebsten den Finger in den Hals gesteckt...

    Und dieses Bedürfnis habe ich in letzter Zeit immer öfter.... ich bin schon wg Borderline in Therapie, möchte aber dieses Thema nicht ansprechen, weil ich dann sicher wieder anfangen würde mehr zu essen...

    Aber gelichzeitig habe ich ziemliche Bedenken,weil ich schon mal eine Eßstörung hatte. Ich schneide mich seit 2/3 Monaten nicht mehr (was ich davor 12 Jahre täglich gemacht habe), worauf ich auch ganz stolz bin. Aber ich fürchte die Problematik des selbstverletzenden Verhaltens hat sich einfach in eine andere Richtung verlegt....

    Ich mag mich im Moment mal wieder überhaupt nicht und hab keine Ahnung, wie ich da wieder raus kommen soll.

    Sorry, dass es so lang geworden ist. Vielleicht mag ja jemand was dazu sagen...

    Danke:geknickt:
     
    #1
    klatschmohn, 22 Januar 2008
  2. jasmin03
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    na du :zwinker:
    also kann sein dass dir die therapie nicht gefällt?
    du fühlst dich ja schlecht und hast offensichtlich wieder
    eine esstörung.
    gibt es bei dir familienmitglieder oder freunde die dich aufbauen?
    es immer wichtig das man aufgefangen wird, wenns einem schlecht geht, ich weiss nicht wie deine famliären verhätlnisse sind.
    aber irgendwo muss ja das selbstverletzende verhalten und die essstörung herkommen.
    ich hoffe für dich dass du irgendwann so akzeptieren kannst wie du bist! ich glaube du weisst auch, das du nicht glücklicher wärest wenn du noch weniger wiegen würdest.
    es kann ja auch sein das du grundsätzlich zu hart zu dir bist!

    du musst lernen dich selber als person wert zu schätzen.
    viel kraft dabei!

    liebe grüsse jasmin
     
    #2
    jasmin03, 22 Januar 2008
  3. Antonella
    Antonella (41)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Hm...ich steck da in der gleichen Problematik drin, und das ist intressant dass Du das mit einem Ausweichverhalten zu Borderline vergleichst, den Gedanken hab ich auch oft ob das sein könnte :ratlos: ... Wir schädigen uns ja immens mit diesem Essverhalten, und wir wissen es (wissen wahrscheinlich sogar wie´s "richtig" geht), und trotzdem "wollen" wir das so machen.Fühlen uns sogar gut, ja oberflächlich sogar saugut, so.

    Darf ich fragen wielange die Essstörung schon so ist bei Dir, und wie die letzte Essstörungsphase ausgesehen hat? Kannst auch gern per PN :smile:

    Das könnte ich mir auch vorstellen, so kenn ich das auch von mir, zumindest sagen mir das viele Leute dass ich das bin :ratlos:
     
    #3
    Antonella, 22 Januar 2008
  4. klatschmohn
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    Ich habe praktisch keine Familie, es ist viel passiert, was ich hier nicht unbedingt wieder ausbreiten möchte. Meine Mutter hat mich dann mit 16 raus geworfen und seit dem bin ich mehr oder weniger auf mich gestellt. Mein Vater ist Alkoholiker und ruft mich nur dann und wann heulend an um mir zu sagen, dass er sich umbringen will und ich hab keine ahnung, wie ich ihm helfen soll und kann. Ehrlich gesagt habe ich auch keine Kraft dazu.

    Er hat keine Ahnung davon, was in meiner Kindheit und Jugend alles passiert ist. Für ihn bin ich seine etwas durchgeknallte Tochter, die psychisch aber total fit ist, Diplom hat und fest im Leben steht. Von meinen Erkrankungen und Therapien weiß er nichts. Und so soll es auch bleiben.

    Die einzige Person in meiner Familie, die ich mich immer geliebt hat war meine Omi, und die ist vor knapp 5 Jahren gestorben..aber sie fehlt mir immer noch wahnsinnig... sie war immer mein Mutter-Ersatz. Man könnte meinen ich müsste mit 25 auch ohne diese Bezugspersonen auskommen, aber ich vermisse sie schrecklich.

    @ Antonella: Meine erste Eßstörung hatte ich mit 16, sie "ging" ungefähr 2 Jahre. Ich hatte immer wieder Phasen, in dem ich extrem wenig gegessen habe, aber irgendwie erscheint es mir dieses mal ernsthafter, falls ich es so nennen soll. Ich weiß auch nicht warum. Ich habe irgendwie das Gefühl, dass die Grenze zur Bulimie immer mehr verwischt..... ich habe schon überlegt mi wieder antidepressiva verschreiben zu lassen, aber ich mag über diese Eß-Thematik irgendwie nicht mit meiner Therapeutin sprechen...
     
    #4
    klatschmohn, 22 Januar 2008
  5. glashaus
    Gast
    0
    Wieso möchtest du die Situation mit deinem Essverhalten nicht in der Therapie ansprechen? Hast du Angst, dass sie dir deine Vermutung bestätigt?

    Gerade weil du schonmal eine Essstörung hattest denke ich, dass du leicht wieder in solche Verhaltens- und Denkweisen hineinrutschst. Deswegen denke ich persönlich, dass du dir dazu Hilfe suchen solltest...aber du weißt wahrscheinlich genauso gut wie ich, dass du das auch selbst wollen musst.
     
    #5
    glashaus, 22 Januar 2008
  6. klatschmohn
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    Ich hab igendwie total Angst, dass ich wieder noch dicker werde und dann mag ich mich noch weniger als so schon. Ich habe eine ziemlich gute Therapeutin, mit der ich schon sehr viel erreicht habe.... aber ich habe Angst, dass das alles kaputt machen würde, was ich mir in den letzten paar monaten erkämpft habe...auch wenn das albern klingt.
     
    #6
    klatschmohn, 22 Januar 2008
  7. sweetgwendoline
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    komisch.
    gerade in den letzten tagen habe ich wieder an deinen alten ernährungs-thread gedacht und überlegt ihn nochmal rauszukramen und zu fragen wie's nun bei dir aussieht...

    tja, schlecht sieht's aus, was?

    ich hab dir damals schon geschrieben, dass ich es nur für eine andere art der selbstverletzung halte. mittlerweile bist du ja derselben ansicht. und zudem klingst du noch viel verzweifelter als im letzten thread...

    du wirst wohl nicht drumrum kommen das bei deiner thera anzusprechen...was würdest du zu einem alkoholiker sagen, der ganz stolz behauptet jetzt abends nicht mehr bier, sondern wein zu trinken?! so ähnlich sehe ich es bei dir, nur dass du eben nicht so "offensichtlich" und stoffgebunden abhängig bist. man kanns immer noch ganz gut vertuschen...auch vor sich selbst. leider.

    fakt ist (und das weißt du alles selbst, aber ich weiß auch wie wichtig das manchmal ist, dass man das immer und immer wieder bestätigt bekommt), dass du mit deinen angestrebten unter 50 kilo auch nicht glücklich wirst. du wirst und kannst nicht einmal stolz drauf sein, weil du es mit dieser "technik" erreicht hast. als borderlinerin weißt du bestimmt auch, dass du gerne die grenzen ausreizt "wie lang kann ichs ertragen? wie tief kann ich schneiden? wie wenig kann ich wiegen?". du WIRST diese grenzen ausreizen und damit auch dein wunschgewicht immer weiter nach unten schieben "noch 3 kilo, dann bin ich glücklich." <-bullshit.

    jaja...das theoretische wissen und die praktische umsetzung sind zwei komplett verschiedene dinge...ich weiß...
    es ist nicht leicht einen therapeuten zu finden, dem man vertraut und der einem dann auch noch sinnvoll weiterhilft. bei dir scheint das ja schon gegeben.

    du weißt, dass du's alleine nicht schaffst. dann weißt du auch was du tun musst.

    *die gwendoline*

    eine letzte frage am rande: schaffst du es dass vor deinem freund zu verheimlichen? bist du bei ihm immer wirklich du oder auch nur die fassade der klatschmohn, so wie du von deiner umgebung wahrgenommen werden willst oder zumindest glaubst, dass deine umgebung dich wahrnehmen möchte?
     
    #7
    sweetgwendoline, 23 Januar 2008
  8. Jakob220357
    0
    Machst Du dieses Abnehmen mit irgendeiner Methode? Ich kenne diese Problematik in gewisser Hinsicht von meiner Schwester, auch wenn es da sicher unproblematischer ist, weil meine Schwester sonst keine psychischen Probleme hat. Sie war lange beim Voltigieren und da auch ziemlich gut, sie hatte also an vielen Tagen die Woche viel Sport getrieben. Sonst aber normal gegessen, war aber durch den sportlichen Ausgleich immer sehr schlank. Nun studiert sie, jedoch an einem anderen Ort und war wohl frustriert. Einmal Probleme mit der WG, dann schweres Studium und zusätzlich der fehlende Kontakt nach Hause. Sie hat also deutlich mehr gegessen und konnte dort auch nirgend voltigieren gehen. Jetzt hat Ihr meine andere Schwester vor etwa einem halben Jahr diese WeightWatcher-Software irgendwo her besorgt. Sie hat nach und nach ihre komplette Ernährung umgestellt und zählt jetzt also Punkte. Aber es ist zu beobachten, wie sie jetzt auch übertrieben ehrgeizig wird, hier ist also der Punkt, an dem ich mir deine Situation ansatzweise vorstellen kann. Sie will nun unbedingt ein Gewicht haben, mit einer Vier am Anfang, ist aber schon sehr schlank. Aber auch da lässt sie sich nicht reinreden, denn Sie hat ihre Punkte immer im Kopf.

    So richtig helfen kann ich Dir gar nicht bei deinen Sorgen, da ich dieses Problem nur von der ganz anderen Seite kenne. Ich kann essen und essen und nehme nicht zu.

    Solltest Du aber deine Gewichtsreduktion auf ganz eigene Faust machen, dann halte ich das für Gefährlich. Nun kennst Du schon die Richtung, in die dass laufen kann. Es kann also nicht sinnvoll sein, kaum noch etwas zu essen, um dem Körper zu signalisieren, dass Essen schlecht ist. Damit schaffst Du dir ja nur das schlechte Gewissen. Auch wenn deine Erfolge sicher beachtlich sind, so musst Du doch keine Geschwindigkeitsrekorde aufstellen. Unterhalte dich mit jemanden, der davon richtig Ahnung hat und lasse Dir einen Ernährungsplan zusammenbauen. Stelle deine Ernährung um und sorge für einen sportlichen Ausgleich, dann fühlst Du dich vermutlich auch bald besser und nimmst natürlicher ab und vermutlich auch an den "richtigen" Stellen. Diese Variante, wie Du sie jetzt gerade versuchst, macht langfristig gesehen vermutlich mehr Schaden, als sie eigentlich nützt. Der Nutzen ist nämlich nur sehr kurzzeitig und sicher auch sehr mit Risiko belastet.

    Ich wünsche Dir alles Gute, Gesundheit und viel Erfolg.

    Jakob
     
    #8
    Jakob220357, 23 Januar 2008
  9. User 48403
    User 48403 (47)
    SenfdazuGeber
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    nicht angegeben
    Andere Frage: Was war Dein Wunschgewicht am Anfang und JETZT. Ist da ein grosser Unterschied?
    Wieviel hattest Du vorher gewogen, wieviel wiegst Du jetzt?
    Um welchen Wert liegt zur Zeit Dein BMI?

    Da ich mir Essstörungen, die auf ner verzerrten Wahrnehmung beruhen, nur sehr schwer vorstellen kann, kann ich dazu nix sagen, ausser aus faktischen Zahlen eine (vorsichtige) Meinung dazu geben.

    Das kann gut möglich sein. Deine Psyche scheint also immer noch nach einem Ventil zu suchen...sei es in Ritzen, Essstörung. Angenommen, die Essstörung wird überwunden, was kommt als Nächstes?:ratlos:
    Daher ist es unbedingt wichtig, dass Du mit Deine Therapeuten alles besprichst, auch wenn Du dies oder bdas zunächst noch für Dich behalten möchtest.
    Es geht darum, die Probleme an der Wurzel zu packen, aber das weisst Du ja sicher selbst schon.....
     
    #9
    User 48403, 23 Januar 2008
  10. Starla
    Gast
    0
    Wieso sollte das passieren, wenn Du mit Deiner Therapeutin darüber sprichst?
     
    #10
    Starla, 23 Januar 2008
  11. klatschmohn
    Meistens hier zu finden Themenstarter
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    Single
    Erstmal Danke an alle, die sich die Zeit genommen haben zu antworten...

    Ich würde ja gern mit meiner Therapeutin darüber sprechen, aber ich sehe die Notwendigkeit irgendwie nich ein. Ich fühle mich von ihr manchmal nicht wirklich ernst genommen, zudem habe ich viele Dinge in den 2 Jahren, die ich jetzt schon bei ihr bin immer noch nicht angesprochen, weil sie einfach zu mächtig sind. Ich habe Angst, dass das Bewusstsein über manche Dinge alles zerstören würde, was ich mir in den letzten 10 Jahren mühsam aufgebaut habe.

    Es ist ein täglicher Teufelskreis, ich kämpfe den ganzen Tag gegen den Hunger an, wenn ich dann mal was esse habe ich stundenlang ein schlechtes Gewissen und hasse mich. Gleichzeitig weiß ich natürlich, dass es totaler Quatsch ist. Ich schwanke zwischen der Gewissheit, dass ich mich da grad in was verrenne, dem Gefühl, dass es kein Problem ist, weil ich total fett bin und es wohl auch immer sein werde. Deswegen sehe ich es irgendwie nicht ein meinen Körper immer weiter voll zu stopfen und ihm was zu gönnen...

    Wenn ich meiner Therapeutin davon erzähle wird sie mit mir darüber sprechen wollen und schließlich geht es wieder um Vergangenheitsbewäligung, meine Rolle als Frau, bla bla bla.

    Es ist alles schwierig zu beschreiben :geknickt:

    @radl_django: Mein angestrebtes Gewicht lag bei 55 Kilo, jetzt liegt es bei 45 kg, ich finde den Unterschied jetzt nicht weiter gravierend, zu mal ich bei diesem Gewicht immer noch im Normalgewicht liegen werde, wenn auch an der Grenze.

    @sweetgwendoline: Ich glaube das Problem liegt auch etwas daran, dass meine jetzige Therapie bald vorbei ist (nach 2 Jahren)..meine Therapeutin meinte, dass ich dann eine Pause machen sollte (weil die Krankenkasse nichts mehr genehmigt) um dann eine Psychoanalyse zu machen. Um dafür stabil genug zu sein, sollte ich ihrer Meinung nach vorher noch eine stationäre Therapie machen.
    Ich habe keine Ahnung, wie ich das alles schaffen soll. Natürlich kann ich es vor meinen Freund nicht verheimlichen, aber ich versuche ihn da so weit wie möglich raus zu halten, weil ich nicht möchte, dass mein Freund den Therapeuten spielt. Ich mag ihn da auf keinen Fall zu weit rein ziehen. Denn das ist nicht seine "Aufgabe" sondern meine,...und wenn ich es alleine nicht schaffe, habe ich halt Pech gehabt.

    Ich fühle mich seit Wochen total ausgelaugt und einfach fertig. Ich fühle mich ständig nahe an einem Nervenzusammenbruch, dabei ist überhaupt nichts.

    :geknickt:
     
    #11
    klatschmohn, 23 Januar 2008
  12. User 48403
    User 48403 (47)
    SenfdazuGeber
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    nicht angegeben
    Zwischen dem
    und diesem
    liegt ein himmelweiter Unterschied.
    Frage: Findest Du Dich immer noch fett? Mit 45 kg bist Du schon hart an der Grenze. Das ist natürlich abhängig von Deiner Grösse....Aus welchem Zeitraum stammt Dein Profilbild? Jedenfalls machst Du mir darauf nicht den Eindruck, dass Du zu wenig auf den Rippen hast.....
    Er ist insofern gravierend, da es sich um ein Verhältnis 55/45 handelt und nicht 80/70....Verstehst Du?
    Find ich sehr gut, dass Du ihn soweit nicht belastest.:smile:
    Off-Topic:
    Ich hatte daran schon gedacht, wollte das Thema aber zunächst noch nicht anschneiden - denn ehrlich gesagt hätte ich damit wohl einige Schwierigkeiten, damit zurechtzukommen. Denn oft höre ich dass deswegen schon Partnerschaften kaputtgegangen sind. Ist halt ne Sache, wie beide Partner damit umgehen, und bei Euch scheint es ja zu funktionieren:smile:

    So schwarz solltest Du nicht denken. Denn irgendwie konntest Du Dich bis jetzt immer durchkämpfen...Ok, leicht gesagt, ich bin ja nicht in Deiner Lage:ratlos: :schuechte
    Wenn Du Dich nicht ernst genommen fühlst, würd ich mal denken, ist es Zeit, die Therapeutin zu wechseln. Vorher aber die Dinge ansprechen, worüber Du noch nicht gesprochen hast, ihre weitere Reaktion siehst Du ja dann.

    Ansonsten wünsch ich Dir viel Kraft:smile:
     
    #12
    User 48403, 23 Januar 2008
  13. Starla
    Gast
    0
    @klatschmohn

    Die Sache ist, dass es keinen anderen Weg gibt, als sich den Problemen zu stellen (wenn man sie bewältigen möchte und nicht nur verdrängen).

    Soll heißen, wenn Du an Deiner Essstörung arbeiten möchtest, führt leider kein Weg daran vorbei, als sich auch _damit_ zu beschäftigen. Das kann in der ersten Zeit sogar zu einer Symptomverschlimmerung führen, langfristig ist es aber am erfolgsversprechendsten.

    Die Frage ist, ob Du JETZT schon in der Lage bist, Dich mit diesen Dingen schonungslos zu konfrontieren.

    Vielleicht solltest Du Deiner Therapeutin einfach mal sagen, dass es da so einige Dinge gibt, die Du momentan nicht ansprechen kannst und was sie davon hält. Vielleicht wäre eine stationäre Therapie auch wirklich das Beste, weil Du Dich total fallenlassen kannst, ohne Rücksicht auf Job, Freund, Umfeld. :smile:


    Äh, ich glaube es geht bei den 55 bzw 45 kg um das ANGESTREBTE Gewicht, nicht das Tatsächliche :zwinker:
     
    #13
    Starla, 23 Januar 2008
  14. User 48403
    User 48403 (47)
    SenfdazuGeber
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    nicht angegeben
    Off-Topic:
    Hab gerade ne PN bekommen, dass ich mich da wohl etwas unglücklich ausgedrückt hatte, also in diesem Falle @klatschmohn:
    Sorry:schuechte
     
    #14
    User 48403, 23 Januar 2008
  15. SexySellerie
    Sehr bekannt hier
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    Single
    Ich selbst hab vor nem knappen Jahr ziemliche Gewichtskomplexe bekommen, was so ausgeartet ist, dass ich mich einige Male nach dem Essen übergeben habe.
    Ich hab mich schuldig und unsaglich fett gefühlt, weil ich Hähnchen mit Tomatenmark gegessen habe, oder weil ich beim Salat doch ein Stück Brot gegessen habe.
    Zeitschriften hab ich mir angeschaut, all die schlanken Leute, flachen Bäuche und zierlichen Hüften - und mir dabei immer wieder gedacht, dass ich fette Sau niemals so aussehen würde. Ich muss dazu sagen, dass ich bei einer Größe von 1,65m um die 58kg gewogen hab.
    Ich hab auch gegen den Hunger angekämpft und letztlich bemerkt, dass ich nur das bekämpfe, wogegen ich Macht habe - mich selbst. Meine anderen Probleme zu jener Zeit hätte ich irgendwie bekämpfen müssen, stattdessen hab ich mich selbst unterdrückt und bestraft.

    Was ich dir damit sagen will: Wenn du den Eindruck hast, dein SVV nur zu verschieben, kann es das durchaus sein. Du hast Angst, in deiner Therapie zurückgeworfen zu werden, schau du hast so viele Dinge noch nicht angesprochen. Es wird jede Menge aufzuarbeiten sein und wenn du Angst hast, in eine Essstörung zu geraten, solltest du das Thema ansprechen - damit man dir auch helfen kann und sich über deinen Gemütszustand im Bilde ist.

    Eins noch:
    Ich hab durch mein kontrolliertes Essverhalten nicht mal 3kg abgenommen und hatte ähnlich dünne Vorstellungen wie ich aussehen sollte. Tatsächlich abgenommen habe ich nach einer Trennung, ich hab nichts mehr gegessen und hab innerhalb Tage 8kg abgenommen - kannst du dir vorstellen, wie scheiße ich aussah? Das war nicht mehr schön, meine Hüftknochen ragten wie Krater hervor,wenn ich lag, nichts passte mehr. Es war einfach nicht mehr schlank, es war krankhaft dünn.
    Eine gesunde,ausgewogene Ernährung oder eine Ernährungsumstellung sind völlig ok und wenn du bei gesundem Essen abnimmst, ist das toll - aber wer leben will, muss auch essen.
    Das habe ich mittlerweile begriffen. Mein Leben lebt sich nicht dadurch leichter, dass es mir physisch schlecht geht. Und wie im Selbstversuch getestet - eine Frau mit Rundungen ist schöner. Übertreib es bitte nicht!

    :knuddel:
     
    #15
    SexySellerie, 23 Januar 2008
  16. jasmin03
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    hi klatschmohn
    ich denke es wäre gut, wenn du deiner therapeutin sagst wofor du angst hast.
    sie kann ja sonst schlecht wissen was dich belastet, du bist ja schon allein durch deine familie belastet genug. also denk nur an dich und das du es schaffst nicht ín eine gefährliche esstörung reinzurutschen.


    lg jasmin
     
    #16
    jasmin03, 23 Januar 2008
  17. klatschmohn
    Meistens hier zu finden Themenstarter
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    Single
    Ich meine, ich weiß, dass ich schon recht gut abgenommen habe. Ich habe schon 2 Kleidergrößen weniger, musste schon enorm viele Dinge aussortieren und mein Freund sagt mir auch, dass er mich liebt und ich ihm nicht zu dick bin (warum auch immer)... er meint er findet mich erotisch und sexy...

    Vielleicht liegt darin ein Teil des Problems. Ich hatte früher sehr sehr große Probleme mit Sexualität und zur Zeit ist es zum ersten mal so, dass ich dank meines Partners und meiner "Therapiearbeit" in der Lage bin Sex zu genießen, mich fallen zu lassen.

    Vielleicht kommt daher das Bedürfnis, nicht mehr weiblich sein zu wollen, alles weibliche, Rundungen, los zu werden, egal um welchen Preis. Ich habe zwischendurch immer wieder das Gefühl, kein sexuelles Wesen sein zu wollen- es nicht sein zu dürfen.

    Es ist ja nicht so, dass ich mein Verhalten nicht reflektiere, aber es macht mich stolz, wenn ich es schaffe an einem Tag mal nur einen Apfel und ein Knäckebrot zu essen- dann bin ich mal in der Lage meinen Körper zu mögen und zu denken: Hey, du kannst was.....

    Ob das abnehmen nun besser ist als das schneiden bleibt dahin gestellt. Aber wer weiß, was sich mein Unterbewusstsein danach für einen Weg sucht?
    Meine Therapeutin meint ich würde mich jeden Tag selbst mißbrauchen, weil ich es so kenne... ob das nun das zerschneiden ist oder das abnehmen bleibt wohl dahin gestellt.

    Ich weiß natürlich, dass ich sicher nicht vom Fleisch fallen werde, ich habe schließlich mehr als genug Reserven.. ehe es körperlich kritisch wird, wird es wohl noch 20 kilo dauern....

    Das ist auch nicht das Thema...das Thema ist, dass ich nicht mal ohne Gewissensbisse ne Tomate oder nen Apfel essen kann.....:geknickt: Ich weiß, dass es an mir liegt aber es ist furchtbar schwer..ich bin mir meiner Eigenverantwortlichkeit mehr als bewusst... aber ich sehe gerade keinen Weg raus...
     
    #17
    klatschmohn, 23 Januar 2008
  18. Dandy77
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    Hallo,

    deine Probleme sind derart komplex, dass ich mich hüten würde, irgendeinen Rat abzugeben. Die Gefahr damit etwas negatives zu bewirken ist viel größer. Du hast schon professionelle Hilfe und deine Probleme lassen sich sicherlich nicht unabhängig voneinander lösen. Hol dir Rat bei deiner Therapeutin,
     
    #18
    Dandy77, 23 Januar 2008
  19. sweetgwendoline
    Verbringt hier viel Zeit
    519
    103
    3
    Single
    das ist doch quatsch! auch ein 150kilo mensch kann innerhalb kürzester zeit verhungern, ohne dass er vorher "vom fleisch fällt" (sprich: 100kilo abnimmt). der körper braucht energie um zu funktionieren und die kann er sich eben nur bedingt aus den reserven holen.

    so richtig glücklich scheinst du mit deiner therapeutin dann aber doch nicht zu sein, was? wenn man sich nicht (immer) ernst genommen fühlt und innerhalb von 2 jahren noch immer dinge mit sich rumschleppt, die man nicht auszusprechen wagt...?

    aber wie dandy77 schon schrieb: deine probleme sind so dermaßen komplex, dass man da eigentlich (und wenn man dich noch dazu überhaupt nicht persönlich kennt) nix raten kann.

    deine therapiearbeit muss aber auf jeden fall noch weitergehen, denn dass du noch immer nicht mit deiner vergangenheit leben kannst/willst, zeigt ja diese neue symptomatik.
    ich kann mir nicht vorstellen, dass deine therapeutin oder die krankenkasse unter diesen gesichtspunkten einer erneuten therapie nicht zustimmen?!
     
    #19
    sweetgwendoline, 23 Januar 2008
  20. klatschmohn
    Meistens hier zu finden Themenstarter
    1.585
    133
    75
    Single
    ich weiß nicht... ich bin ja jetzt schon 2 Jahre bei ihr, vorher war ich schon in der stationären Therapie bei ihr, vielleicht wird es ja mal Zeit für jemand anders?

    Eine andere Therapiemethode vielleicht? Sie meint ja auch, dass das nur eine von einigen Therapien war, die ich noch machen werde und machen "muss"... irgendwie ist mein ganzes Leben verpfuscht :cry: was nützt es eigentlich, wenn man den Rest seines Lebens damit beschäftigt sein wird seine Vergangenheit zu bewältigen? Es macht einfach alles kaputt, wirklich alles....

    Vielleicht ist es wirklich wieder an der Zeit für eine stationäre Therapie oder die Psychoanalyse, aber sie meinte dafür muss man sehr stabil sein.. und das bin ich wohl gerade eher nicht.
     
    #20
    klatschmohn, 23 Januar 2008

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