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Nachdenken: Euphemismen in der Sexualität.

Dieses Thema im Forum "Liebe & Sex Umfragen" wurde erstellt von spätzünder, 9 November 2008.

  1. spätzünder
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    Single
    Als Philosoph denke ich ja oft über den tieferen Sinn von Dingen nach, auch über den menschlicher Sexualität. Ich frage mich dann, was wohl guter Sex ist. Ich habe immer den Eindruck, heute wird zwar viel über Sex geredet und gemacht, aber wenig darüber nachgedacht. Ich glaube, dass wir es heute verlernt haben, Sex und Erotik als etwas Individuelles, Verspieltes, Geheimnisvolles zu betrachten. Stattdessen behandeln wir unsere Sexualität wie ein Essen, das in der Mikrowelle aufgewärmt wurde. Für mich ist Erotik einfach auch eine 'Kunst der Liebe'. Und man kann ja versuchen, aus allem eine Kunst zu machen und den Umgang mit einer Sache zu verfeinern. Auch mit der Sexualität. Wir Menschen sollten wieder dazu übergehen, unseren Sex zuzubereiten wie ein Meisterkoch, und nicht wie ein Konsument in einer Frittenbude. Genauso, wie ein Koch Nahrungszubereitung zu einer Kunst verfeinern kann, so können wir doch auch Sex und Erotik wieder zu einer Kunst machen.

    In meiner letzten Beziehung habe ich eines über Sex gelernt: Sex ist mehr als nur ein U-Boot zu versenken. Aus meiner Sicht ist es einfach nur schlechter Sex, wenn Mann bei Frau nur auf ihre Spalte oder ihre Brüste schaut und nur darauf abfährt, möglichst schnell zum Orgasmus zu kommen. Die größte Geilheit hatte ich immer dann, wenn ich ihren ganzen Körper gesehen habe. Gerade ihre Rundungen, ihr Gesicht, ihre Haut etc. haben mich wuschig gemacht. Den besten Sex hat man dann, wenn man in seinem Partner mehr sieht als nur die Ansammlung der primären und sekundären Geschlechtsmerkmale: nämlich wenn man ALLES an seinem Partner liebt, mag und will; die Schönheiten genauso wie die körperlichen Makel.

    Eine zweite Lektion, die ich gelernt habe: Reiner Sex mag gut sein, aber er befriedigt nur so wie etwa ein Glas Wasser den Durst löscht. Um Sex zu 'schmecken', braucht es Leidenschaft. Und dazu braucht man eben mehr als nur GV. Hände, Mund und Zunge sind auch wirksame Utensilien beim 'Zubereiten' von Sex. Und genauso, wie ein Koch sich voll auf sein Essen konzentrieren muss, so sollte man sich auch seinem Partner voll widmen. Anstatt sich gleich auf die Mumu oder sein Gemächt zu stürzen, ist es doch gerade die sexuelle Spannung, die Sex auch so spannend macht. Seinen Körper an der Frau reiben, auf ihr liegen und unter ihr, sie überall spüren, das ist es, was mir immer gefallen hat.
    Den besten Sex hat man, denke ich, aber dann, wenn zum Sex nicht nur Leidenschaft, sondern auch Liebe hinzukommt. Dann ist man wirklich mit vollem Herzen bei der 'Sache'.

    Und ein Weg hin zur 'Verfeinerung' der Sexualität ist für mich auch die Wiederentdeckung des Geheimnisvollen und Individuellen in der Sexualität. Anstatt sich einfach nach irgendwelchen Vorgaben aus Medien und Pornografie zu richten, die einem sagen wollen, wie Sex aussehen muss, sollte man wieder versuchen, Sexualität individuell zu leben und vor allem auch, sich aktiv mit ihr auseinanderzusetzen. Sich wirklich mal für Erotik und Sex anstrengen, anstatt sie nur passiv zu konsumieren.

    Dazu gehört meines Erachtens auch ein sprachliche 'Vergeheimnis-ung' der Sexualität. Es wird heute viel zu oft vulgär über Sex gesprochen: ficken, Schwanz, Fotze, Titten, spritzen, blasen etc.. Natürlich wirken auch diese Worte erotisierend, wenn zwei Leute geil aufeinander sind; und ich finde es auch geil, wenn solche Worte hier und da beim Sex gesprochen werden. Aber ich finde, es wird heute generell nur noch so gesprochen, ohne besonderen, individuellen Anlass. Sex wird verbal einfach nur noch behandelt wie eine Jogginghose, die man nur deshalb anzieht, weil man sich keine Mühe machen will, sich mehr herauszuputzen. Aber warum nicht auch mal wieder zu versteckten Euphemismen zurückkehren, in denen sexuelle Handlungen angedeutet und verniedlicht werden?

    Lange Rede, kurzer Sinn: Ich weiss, ich schreibe immer viel, aber meine Frage läuft darauf hinaus, welche Euphemismen man in der Sexualität benutzen könnte statt der bisherigen abgelutschten Vulgärausdrücke?

    Anstatt Titten könnte man beim Sex auch mal euphemistischer einfach nur Brüste sagen. Oder den sehr altmodischen Begriff 'Busen'.
    Und anstatt 'runterholen': das Hochzeitslied singen (auch ein Alter Euphemismus).
    Anstatt ficken: miteinander schlafen, Liebe machen...
    Anstatt Fotze: Muschi oder feuchte Höhle.

    Versteht ihr? Ich finde, diese Euphemismen haben ihren eigenen sexuellen Reiz und haben etwas Verspieltes, Geheimnis- und Phantasievolles.

    Daher würde ich gerne wissen, welche Euphemismen euch noch so für sexuelle Handlungen, sexuelle Körperstellen etc. einfallen. Habt ihr eigene Euphemismen entwickelt? Hoffentlich ist diese Frage nicht zu abgedreht. Nicht dass ihr jetzt denkt: Was ist denn der TS für ein perverser Typ? :grin: Aber das ist ja heute oft so, dass das eigentlich Normale (hier: verspielte Sexualität) als unnormal gesehen wird und umgekehrt.

    P.S.: Die Umfrage selbst ist eigentlich nur nebensächlich, denn ich wusste nicht, wo ich mit diesem Thema hin soll. Denn ich möchte hier ja eigentlich nur einige Ideen sammeln und über Euphemismen in der Sexualität sprechen.
     
    #1
    spätzünder, 9 November 2008
  2. neverknow
    neverknow (28)
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    Single
    Größtenteils absolute Zustimmung von meiner Seite :jaa:

    Nur sehe ich das ganze noch ein bisschen krasser als du: ich finde Wörter wie

    in keinster Weise erotisierend, sondern einfach nur ekelhaft. Ich empfinde da tatsächlich eine latente körperliche Übelkeit, wenn ich an "Porno-Sex" denke.

    Tatsächlich dachte ich lange Zeit, ich sei asexuell, weil ich in keinster Weise das Bedürfnis hatte, "solchen" Sex zu haben. Sex, so wie er in den Medien dargestellt wird, stößt mich ab.
    Mit der Zeit habe ich gelernt bzw. festgestellt, dass ich nicht asexuell bin, dass ich eben nur eine ganz andere Art von Sexualität als angenehm empfinde und nur solchen Sex jemals haben möchte. Das hat zwar primär mit dem "MIT WEM", aber auch mit dem "WIE" zu tun.
    Und da kommt dein Text: eben, ich möchte mit einem Mann, den ich liebe, schlafen, verschmelzen, ("Liebe machen"), ich möchte nicht von ihm gefickt, gepoppt oder gevögelt werden.

    Also ja, guter Beitrag :smile:
     
    #2
    neverknow, 9 November 2008
  3. D-Man
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    Na ja... eine allgemeine verniedlichung ist genauso wenig tragisch, wie deine erwähnte Methode, Dinge beim Namen zu nennen.
    Aber... ich würde eher die Dinge beim Namen nennen (da ich das ganze eher als Zusatz zum Sex empfinde) als meiner Freundin zu sagen "Du Schatz, ich möchte meinen Schwengel in deine feuchte Höhle gleiten lassen, aber vorher kannst du mir ja noch ein Hochzeitslied singen."

    Nicht nur, dass sie wahrscheinlich nicht wüßte, warum ich jetzt singen will... sondern auch noch, dass ich es albern fänd und wir wahrscheinlich beide in gelächter ausbrechen würden. Ist aber natürlich auch jedem selbst überlassen.


    Ich persönlich denke, man muss ja sowieso nicht unbedingt drüber reden :smile: man kanns ja auch einfach machen :zwinker: .
     
    #3
    D-Man, 9 November 2008
  4. many--
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    Ich bin mir nicht ganz sicher, ob nicht das Stilmittel des Euphemismus im Zusammengang mit Sexualität gerade auf das andere Extrem verweist, nämlich die übertriebene Verheimlichung, Verharmlosung von Sexualität. Sprache als Schleier, sozusagen, als Mittel, nicht direkt über etwas reden zu müssen, es auf diese Weise trotz der Poetik der verwendeten Begriffe abzuwerten.

    Soll heißen: ich sage "das Hochzeitslied singen" statt wichsen, aber nicht, weil ich dieses Wort ob seines scherzhaft-abgehobenen Klanges schätze, sondern weil ich mich nicht traue, für die schmutzige Sexualität eindeutige Wörter zu verwenden.

    Mit deinem Wunsch, in Sachen Sex auch sprachlich wieder mehr Zurückhaltung an den Tag zu legen, könntest du sozusagen Repräsentant einer, wie ich finde, in letzter Zeit wieder stärker werdenden Bewegung sein, die sich gegen die momentane Offenheit der Gesellschaft im Umgang mit Sexualität wendet, da sie diese als fehlgeleitet, aus der Bahn geraten empfindet.
    Man sagt also: das mit dem Sex ist momentan etwas zu weit gegangen. Überall ist Sex präsent, gleichzeitig geht man aber nicht verantwortungsvoll damit um, sondern folgt den Vorgaben der Pornoindustrie etc.
    Das Ziel dieser Bewegung scheint zu sein, Sex wieder teilweise unter den traditionellen und etwas tabuisierenden Schleier des "Besonderen" zu stellen, in der Hoffnung, dass wir und vor allem die jüngere Generation "wieder" lernt, "verantwortungsvoll" mit Sexualität zu agieren. In dem Zusammenhang bemerkt man auch oft die romantisierende Vorstellung, dass die "Liebe" wieder mit dem (offenbar in dem Zusammenhang negativ konnotierten) "bloßen" Sex verbunden werden sollte.

    --
    Ich persönlich weiß nicht, ob ich mich dieser Haltung anschließen würde. Sex zu romantisieren, zu mystifizieren, bedeutet für mich auch ein Stück weit, ihn wieder zu tabuisieren, zu verschleiern. Hier besteht dann auch die Gefahr, dass die übelst konservative Reaktion auf den Zug der Sex-Romantiker aufspringt und deren Initiative für die eigenen, natürlich weitergehenden Ziele missbraucht: hier soll dann natürlich Sex wieder genau so tabuisiert und verschleiert behandelt werden, wie es vor der "Revolution" der letzten 30 Jahre war. Keine Nacktheit in den Medien, keine detaillierte Aufklärung der Kinder, keine Toleranz gegenüber alternativen Formen der Sexualität.
    Bestes Beispiel für diese Tendenzen, die sich schnell in Schutz- oder Verbesserungsideen einschleichen können, ist die aktuelle Gesetzesneuregelung, die Jugendpornographie betrifft. Die hier im Forum kursierende "Anti-Bravo-Kampagne" zeigt dann das Gesicht solcher Ideologie sehr offen.

    Also nochmal: ich sage nicht, dass der, der gerne mehr Euphemismen in der Sprache der Sexualität haben möchte, ein verkappter Konservativer ist, der die sexuelle Entwicklung der Gesellschaft am liebsten wieder in die 50er zurückversetzen will. - Ich sage aber: wer so denkt, muss sich vielleicht eingestehen, dass er letztendlich doch in gewissem Umfange eine Verschleierung der (ihm momentan zu offen ausgelebten) Sexualität anstrebt, und dieser Ansatz könnte üble Zaungäste anziehen.

    --
    Kurz meine Meinung zur Sache: auch ich finde, dass wir uns in Sachen Sex etwas über das Ziel hinaus entwickeln. Wir erleben momentan die zweite große sexuelle Revolution nach den 68ern/70ern, ich nenne sie mal Sex 2.0: nämlich die Einbindung verschiedenster Formen von Sexualität ins öffentliche Leben (nachdem diese 68/70 überhaupt erst mal auf den Tisch gebracht und entkriminalisiert wurden), gleichzeitig damit auch eine Explosion der sexuellen Vielfalt in der Außenwahrnehmung (auch wenn schon die alten Römer Gruppensexorgien kannten).
    Da Sexualität auf der anderen Seite aber immer noch starker Tabuisierung unterliegt, ist trotz des erhöhten Angebotes unsere Fähigkeit zum Umgang mit der Sache eher unterentwickelt. - Die Folge: wir suchen Vorbilder für diesen Umgang. Wo finden wir diese? Da, wo mit Sex gearbeitet wird, in den Medien, besonders der Pornographie, natürlich. - Gerade junge Menschen, die weniger kritisch und reflektiert denken können, neigen dann natürlich dazu, diese Vorbilder sehr wörtlich beziehungsweise bildlich zu nehmen. - Diese Entwicklung ist übrigens, finde ich, gerade in ihrer Heftigkeit und Plötzlichkeit relativ typisch: eine menschliche Neigung, so lange unterdrückt, bricht nun mit Macht hervor und schießt dabei natürlich über das Ziel hinaus. Das ist wie ein Loch in der Staudammmauer. Anstatt nun aber die Mauer zu reparieren, könnte man doch auch eine kontrollierte Ablassung des Wassers überlegen?

    Ich bin also der Meinung, dass die Proletarisierung der Sexualität, die der TS beschreibt, eher nicht durch eine Veränderung des Sprachniveaus behoben werden kann, sondern dadurch, dass wir endlich lernen, natürlich mit Sexualität umzugehen, auch mir ihrer ganzen Vielfalt und mit ihrer neuerworbenen Freiheit - und dies ordentlich an die nächste Generation übermitteln. Es kann nicht angehen, dass wir die Meinungshoheit in Sachen Sex der natürlich auf niedrigem Niveau sich bewegenden Sexindustrie überlassen - das wäre, als würde man in Konzerthallen Handyklingentöne spielen.

    Ich bin also eher dafür, das Ficken heraus dem Schmuddelheft und hinein in den Duden zu holen, anstatt es wieder durch allgemeines "Liebe machen" zu ersetzen.
     
    #4
    many--, 9 November 2008
  5. User 29206
    User 29206 (32)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Ich kann deinem Anliegen nur eines zuordnen, nämlich einen Wunsch nach Normierung - und das lehne ich zutiefst ab. Für meinen Teil nämlich ist die angesprochene "Vulgarisierung" eben nicht selbstverständlich; weder in meinem persönlichen Umfeld, wo mehrheitlich allergische Reflexe gegen z.B. das Wort "ficken" vorherrschen, noch in meiner Wahrnehmung des öffentlichen Lebens, wo in Büchereien und TV-Sendungen ein Haufen schlechter Produktionen einzig und allein wegen der Verwendung dieser "vulgären" Wörter Geld machen.
    Statt den Weg zurück bevorzuge ich den nach vorne: Je selbstverständlicher und unaufgeregter, sprich je weniger normiert die verschiedenen Sprachebenen behandelt werden, desto unmissverständlicher der Gebrauch und schwieriger der Missbrauch.

    Wenn ich mir Literatur ansehe, dann hat jede Epoche ihren eigenen Kode: Genau so oft, wie heute beispielsweise H. Krausser das Wort "Fotze" benutzt, hat etwa D.H. Lawrence den Spruch von der "aufwallenden Leidenschaft" verwendet. Man kann da geschmacklich unterschiedlicher Meinung sein, aber das sprachliche Problem, den so vielschichtigen Sex richtig zu beschreiben, bleibt das gleiche.

    Ich selber verwende beides, den Euphemismus wie das "dreckige" Wort - je nach Situation und ich bin nicht glücklich darüber, wie immer wieder Menschen mir unangenehme Gefühle bereiten, weil sie ihre Abneigung gegen das eine oder andere verallgemeinern wollen.
     
    #5
    User 29206, 9 November 2008
  6. MsThreepwood
    2.424
    Kurz und schmerzlos: Ich kann solchen Verniedlichungen und Verheimlichungen (mehr ist das für mich nicht) nichts abgewinnen.

    Wenn ich Sex haben will, dann ficke ich und will nicht "Liebe machen". Das hat bei mir einen faden Beigeschmack.

    Ich nenne Dinge beim Namen (nicht nur beim Sex) und brauche da keine vertuschenden Umschreibungen wie "das Hochzeitslied" singen.

    Natürlich heißt das nicht, dass man nun den ganzen Tag mit vulgären Ausdrücken um sich werfen soll.

    Aber dein Beitrag schiebt in meinen Augen die Sprache beim Sex zu sehr vom einen (vulgären) Extrem in das andere (verniedlichende).
     
    #6
    MsThreepwood, 9 November 2008
  7. ArsAmandi
    ArsAmandi (35)
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    nicht angegeben
    Da war jemand noch nie in absoluter Extase, dieses "um den Verstand vögeln", dass sie absolut nicht mehr nachdenken kann, nur noch aus Lust und Sex besteht, anfängt zu kratzen, beißen und dabei nicht mehr raus bringt als "fick mich!!".

    In solchen Situationen denkt man nicht mehr daran Euphemismen zu verwenden, da gehts nur noch ums blanke Fleisch und darum der Geilheit Ausdruck zu verleien ohne bewusst darüber nachzudenken.
     
    #7
    ArsAmandi, 9 November 2008
  8. User 44981
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    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Ich habe kein Problem damit, Dinge beim Namen zu nennen, aber trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, was man an "dirty talk" schön finden kann...

    Mal abgesehen vom Wort "blasen", das für mich eigentlich normal und nicht irgendwie vulgär ist, finde ich die hier genannten "vulgären" Wörter nicht gerade toll... ("einen runterholen" ist auch noch durchaus erträglich)
    Natürlich kann man so etwas mal hören, aber es gibt wohl schönere Worte.

    Ich muss aber auch nicht "das Hochzeitslied singen" oder "Liebe machen" - solche blöden Umschreibungen finde ich einfach nur lächerlich.
     
    #8
    User 44981, 9 November 2008
  9. neverknow
    neverknow (28)
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    Single
    Also, "das Hochzeitslied singen" find ich jetzt auch eher lächerlich. "Liebe machen" ist eher ein Grenzfall -- an sich egtl ein recht schöner Ausdruck, hat nur irgendwie negative Konnotationen, kA, würd ich so wahrscheinlich auch nicht benutzen. (Das englische "make love" klingt da schon um einiges besser.)


    Nein, in dieser Art von Ekstase war ich noch nie und da bin ich auch echt froh drum -- ich empfinde das in keinster Weise als positiv.
    Wie gesagt, allzu blumige Euphemismen mag ich auch nicht, aber ich find eben "miteinander schlafen" oder "Sex haben" zig-mal ansprechender als "ficken". "Ficken" verbinde ich mit "Gosse", mit stumpfem Rumrammeln ohne Gefühle, da wird mir schlecht, tut mir Leid.

    Natürlich kann beim Sex der Verstand fast vollständig abschalten, das stell ich mir durchaus auch positiv vor ... nur warum soll ich dann auf einmal ein völlig anderer Mensch sein als vorher und nachher? Das ist doch Quatsch. Beim Sex möchte ich mir jede Sekunde noch darüber bewusst sein, mit wem ich gerade schlafe, was ich für denjenigen empfinde, etc.
    Versteh auch wirklich überhaupt nicht, wie man seine "geliebte" Freundin zB beim Sex auf einmal "Schlampe" oder "Dreckstück" nennen kann :ratlos: da ich bezweifle, dass man beim Sex auf einmal ein völlig anderer Mensch wird, sondern einfach nur enthemmt, nehme ich an, dass der Mann seine Freundin dann wohl generell eher als "Fickstück" sieht, und das beim Sex dann eben auch so sagt, weil er enthemmt ist. Na Prost.
     
    #9
    neverknow, 9 November 2008
  10. DarkPrince
    Gast
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    So sieht's aus :zwinker:
     
    #10
    DarkPrince, 9 November 2008
  11. *Fleur*
    *Fleur* (28)
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    vergeben und glücklich
    Ich finde die Mischung macht es.

    "Fick mich!" drückt für mich etwas komplett anderes aus als "Ich will mit dir schlafen!". Beim einen geht es um Triebbefriedigung beim anderen um die Verbundenheit zum Partner.

    Daher bin ich weder für das eine noch für das andere, da beide nicht durcheinander ersetzbar sind und auch ganz andere Bedeutungen haben, auch wenn sie im Endeffekt den gleichen Vorgang beschreiben.

    LG
     
    #11
    *Fleur*, 9 November 2008
  12. neverknow
    neverknow (28)
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    Single
    :bier: (Warum gibts hier keinen "Daumen hoch" - Smiley?)

    Ganz genau. Und ich möchte eben niemals Sex nur zur reinen Triebbefriedigung haben, sondern immer die Verbundenheit zum Partner spüren. Und das nicht nur aus "moralischen" Gründen, sondern wie der TS es im Ausganstpost beschreibt: alles andere finde ich in keinster Weise erotisch oder erregend. Einen Porno, in dem 2 Leute einfach nur stumpf vögeln (auch wenn die "krassesten" und "heißesten" Sextechniken angewendet werden), finde ich genauso erregend wie 2 Tieren im Fernsehen beim Paaren zuzuschauen, nämlich gar nicht.
     
    #12
    neverknow, 9 November 2008

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