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neuer Epilepsie-Thread

Dieses Thema im Forum "Körper & Gesundheit" wurde erstellt von User 68557, 18 November 2006.

  1. User 68557
    User 68557 (26)
    Sehr bekannt hier
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    in einer Beziehung
    Alle anderen Epilepsie-Threads sind entweder nicht allgemein, oder so alt, dass man nicht mehr darauf antworten kann. Deshalb hier ein neuer Thread.

    Wie kommt ihr mit eurer Krankheit klar? Gibt es viele Einschränkungen (in der Liebe)? Erzählt ein bisschen (; Seht meine Fragen nicht als Fragebogen sondern als "Leitfädchen".

    Hier erst mal ein Text, den ich vor ein paar Monaten bzgl meiner Epilepsie geschrieben habe. Darunter geht es dann mit dem aktuellen Geschehen weiter:

    Ich habe also die Pille abgesetzt, wie vorhersehbar zum Nächsten Vollmond noch einen Anfall bekommen (da Hormone ja 4-6 Wochen zirkulieren) und seitdem Ruhe... aber jetzt kommts! Ruhe vor Grand Mals.
    DENN: Ich fahre fast jede Ferien auf einen Reiterhof. Meine Freundinnen da wissen natürlich auch von meiner Krankheit und als ich eines Nachts aufwachte hockten alle zusammen in der Mitte des Zimmers und beschrieben mir, dass ich mich im Schlaf wild hin&her geregt hätte, gestöhnt hätte usw. usw. Sie haben mir dann eine Tavor eingeschmissen, allerdings erst als es zu Ende war (Sie wurden dazu aufgefordert mir auch wenns schon zu Ende ist 'ne Tavor -> Notfallmedikament, zu geben, da ich bei Grand Mals nachkrampfe).
    Ich konnte das kaum glauben, denn; es war kein Vollmond&der Anfall war kein Grand Mal alá Ohnmacht, Krampfen usw.
    Sprich; Ich muss 2 verschiedene Epilepsien haben. Eine nur nachts beim Schlafen und eine nur von der Pille.
    Denn meine Eltern haben gesagt, dass ich dieses im Bett rumzucken schon immer habe, sie sich dabei aber nicht was gedacht haben (sie haben mit meinem neurologen drüber gesprochen, aber er gab grünes Licht, keine Ahnung wieso).
    Jetzt überlegen wir (Arzt&ich), ob wir umstellen auf Keppra oder ganz absetzen. Denn die Anfälle im Schlaf stören ja eigl nicht.
    Ich war letzten Monat zu Vollmond auch mehrere Male da und ich hatte wirklich Spikes! (Sonst hatte ich NIE Spikes!)
    Naja Ende mit dem Gelaber. Kann sicher eh keiner folgen. Kann ich ja selber nicht.

    Meine Psyche ja.. die hat die Kankheit teilweise in den Arsch gemacht. Ich habe meine beste Freundin verloren. Sie hat einen Anfall gesehen und seit dem Angst etwas mit mir zu unternehmen und mittlerweile haben wir 0 kontakt.
    Ich habe mich eine Zeit total zurückgezogen. Es ist mir einfach zu peinlich immer&überall umkippen zu können. Aber mittlerweile, seitdem es diese Vollmond&Pille-Theorie gibt und ich etwas Sicherheit habe, gehts mir wieder etwas besser.
    Nur wenn es mal mit was anderem nicht läuft kommt es immer wieder&holt einen ein. Aber man darf nicht in der Krankheit versinken. Das habe ich mir immer geschworen und ich denke, ich habe es geschafft.
     
    #1
    User 68557, 18 November 2006
  2. Katrinchen
    Katrinchen (31)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Ich dachte, ich antworte mal, da niemand sonst zu deinem Thread etwas geschrieben hat.

    Ich selbst habe kein Epilepsie, aber meine Mutter.

    Sie hat es kurz nach der Geburt von meinem jüngeren Bruder bekommen. Zuerst konnte auch niemand zuordnen, was mit ihr los ist, bis es dann nach Monaten festgestellt wurde.

    Früher hat sie ab und an Anfälle gehabt. Seit ca. 5 Jahren hat sie jetzt die richtigen Tabletten.

    Ich finde, es schade, dass du durch die Krankheit deine beste Freundin verloren hast. Dennoch muss ich dazu sagen, dass ich als Kind mit den Anfällen meiner Mutter auch nicht zurecht kam. Mir hat es Angst gemacht.
     
    #2
    Katrinchen, 21 November 2006
  3. stella2002
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Ich hatte auch Epelepsie 7Jahre lang. Als Baby fing das schon an. Meine Eltern meinten ich habe gezuckt, teilweise mein Kopf gegen den Tisch gehaun, bis zu Herzversagen. jede Woche musste ich ins Krankenhaus, hatte 1mal für 3sek Herzstillstand usw.
    Die Ärtze hatten mir vorausgesagt das ich nie:
    - in die Disko gehen kann
    - Alkohol trinken kann
    - Einen Beruf ausüben kann
    - Fernsehschaun,Playstation spielen
    - Auto fahren

    Ich erinner mich noch genau an die EEGS und an den Tag als mein Arzt mit sagte die Krankheit ist zu 90% geheilt und ich es könnte mit 16 wiederkommen. Bisher habe ich es nicht wiederbekommen und denke auch das es nicht wiederkommt. und ich bin sehr glücklich darüber. Ich musste übrigens 4Tabletten am Tag einnehmen.

    Mein Onkel hat auch Epelepsie, allerdings ist das nicht weg und wird auch nie wieder weggehen. Er lebt in einem Behinderten Heim, weil er rund um die Uhr Betreuung braucht auf grund der Epelepsie, denn während seiner Anfälle haut er unkontrolliert seinen Kopf irgendwo gegen..er darf auch kein Allkohl trinken etc. Er ist 40Jahre alt und hat keinen Beruf gelernt etc.
     
    #3
    stella2002, 22 November 2006
  4. stella2002
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    antwort ist zwar etwas spät, aber ich hatte ziemlich schwere epilepsie. Behinderung von 90Grad, also schwerbehindert. Und im EEG haben die festgestellt, dass Flackerlicht usw das bei mir auf jeden Fall mit auslöst, sicherlich war die Medizin aber vor 10Jahren auch noch nicht soweit wie heute und so wie ich es geschrieben habe, haben die Ärzte es meinen Eltern damals mitgeteilt.

    Mein Onkel hat übrigens nur epilepsie und keine weiteren behinderung. Er ist aber mit anderen geistig behinderten usw auf einem Zimmer. Er muss da behindertgerechte Arbeiten machen, ér bekommt in der Woche 5Euro zum verprassen..
    Er ist halt 40 und hat noch bis vor zwei Jahren bei meiner Oma (seine Mutter) gewohnt und ist total unselbstständig und denkt nie an seine Medikamte etc. Sonst sieht man es ihm aber nicht an, dass er epilepsie hat. Ich denke ich habs von ihm geerbt, hoffe es aber nicht, hab total schiss das meine Kinder das später bekommen könnten.
     
    #4
    stella2002, 2 Dezember 2006
  5. User 68557
    User 68557 (26)
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    in einer Beziehung
    Enischränkungen habe ich auch keine.
    wenn ich bis Jahresende keinen GrandMal mehr hatte gelte ich offiziell als von der "grandMal"-Epilepsie geheilt und habe dann noch gelegentlich welche im Schlaf.
    Werde dann wohl auch auf eigenen Wunsch hin meine Medikamention absetzen, da sie sowieso nich gewirkt hat.
    Alkohol etc durfte ich immer trinken (mein medikament wird nicht über die Leber abgebaut) und Flackerlicht-Empfindlich bin ich nicht :cool1:
     
    #5
    User 68557, 15 Dezember 2006
  6. Tobi1982
    Tobi1982 (34)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Hallo zusammen,

    mir war auch nie bewusst, dass es viele Formen von Epilepsie gibt. man kennt ja eigentlich nur diesen typischen epileptischen Anfall und meint, dass alle Epileptiker halt mehr oder weniger häufig diese Anfälle haben.

    Das war so, bis bei einem Bekannten von mir mit 21 Jahren noch Epilepsie diagnostiziert wurde...
    Er hatte das schon länger, wenn er sehr wenig geschlafen hatte und plötzlich aufgeweckt wurde, gerade nach Alkoholkonsum. Dann hat er in der Aufwachphase manchmal plötzlich mit dem Arm gezuckt, oder was fallengelassen und es erst gemerkt, wenn das Teil schon am Boden gelegen ist etc., so ne Art Aussetzer halt. Da hat sich aber nie jemand was dabei gedacht, jeder meinte, er tut sich halt schwer mit dem Aufstehen und so.
    Vor einigen Monaten dann kam es wieder zu so einer Situation: Stress und wenig Schlaf die letzten Tage, durchzechte Nacht, nur 2-3 Stunden Schlaf und dann aus dem Bett gemusst, weil er wo hin musste. Er hat erzählt, er hat am morgen schon gemerkt, dass was nicht OK ist, hat ungewöhnlich oft gezuckt, ein paar Mal was fallenlassen etc. Er musste dann aus dem Haus und eine Stunde später hatte er dann einen richtigen Krampfanfall. Er kam dann ins Krankenhaus, wo eine Form der Epilepsie diagnostiziert wurde, die sich bei starkem Schlafentzug und Alkoholkonsum äußert. Die Ärzte haben gemeint, dass sowas häufiger vorkommt, als man denkt und viele Epilepsien undiagnostiziert bleiben, weil die Betroffenen die Symptome nicht ernst nehmen.

    Epilepsie hat eben viele Gesichter. Hätte ich bisher nie gedacht...


    Gruß
    Tobi
     
    #6
    Tobi1982, 16 Dezember 2006
  7. Cori
    Cori (28)
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    vergeben und glücklich
    Ich habe auch Epilepsie, aber bei mir ist es nicht von Geburt an sondern aus heiterem Himmel aufgetreten, und zwar als ich schon 16 war. Hab damals bei ner Freundin geschlafen und wir hatten nen Film geguckt in dem ziemlich viele grelle Farben, helle Lichter und schnelle Bilder waren, ähnlich den Lichtern in Discos halt. Ich weiß nur noch, wie ich auf einmal total müde geworden bin; als ich dann die Augen aufgemacht habe standen zwei Sanitäter über mir (ich lag auf dem Boden, bin wahrscheinlich von der Coutch gefallen) und haben mich Sachen gefragt wie "hast du Alkohol getrunken?" oder "Hast du Drogen genommen?" Naja, bin dann ins Krankenhaus gefahren worden und vier Tage dageblieben. Das war mein erster Anfall.
    Der zweite kam ungefähr drei Monate später als ich in der Stadtbücherei saß etwas gelesen habe. Es war wie beim ersten Mal: ich wurde auf einmal total müde und weg war ich. Der einzige Unterschied zum ersten Mal war der, dass gleichzeitig mit der Müdigkeit ein total merkwürdiges Gefühl kam was sehr schwer zu beschreiben ist: Es war so, als würde ich in diesem Moment gar nicht da sein wo ich war; so, als wären die Stimmen und Menschen um mich herum gar nicht wirklich da. Ich habe jedes Geräusch und Wort von Menschen verzögert gehört und konnte dem auch nicht so richtig folgen. Habe mit meiner Therapeutin darüber gesprochen, sie meinte es könnten Panikattacken sein...^^ Naja, zurück zum Anfall: Es kamen halt wie beim ersten Mal die Sanitäter und ich kam für 3 Tage ins Krankenhaus. Es war aber wieder so, dass es mir danach gut ging, ich also keine Anzeichen von irgendetwas komischem hatte, kein Schwindel oder so. Nur diese kurze Zeit hat mir halt gefehlt. Im Krankenhaus wurde dann ein EEG gemacht, aber nichts ungewöhnliches festgestellt!
    Meinen dritten und vorletzten Anfall hatte ich auf dem Nachhauseweg von meiner Schule: Es war wie in der Stadtbücherei: Ich bekam wieder dieses merkwürdige Gefühl dass alles gar nicht existieren würde (ich glaube das trifft es), und bin dann wohl gestürzt und hab gekrampft... jedenfalls hat ein Passant nen Krankenwagen gerufen und ich kam mal wieder ins Krankenhaus. Dort haben sie wieder das übliche gemacht, ein EEG aber diesmal auch ein CT (weiß nicht ob das so heißt, bin da in so ne Röhre geschoben worden), und wieder war nichts auffälliges, nur von meinen Beschreibungen hörte es sich sehr nach Epilepsie an und die Ärzte gingen eigentlich schon davon aus. Tabletten bekam ich aber trotzdem nicht, besonders weil meine Ma das nicht wollte^^ Ich bekam nur Notfallmedikamente mit, zur Vorsicht.
    Meinen allerletzten Anfall hatte ich zwei Monate danach, aber diesmal zu Hause. Eine Bekannte war zu Besuch und meine Ma beschrieb es mir hinterher so, dass sie morgen mein Wecker klingeln gehört hatte und es ihr komisch vorkam, dass ich ihn nicht abstelle. Sie kam dann in mein Zimmer und sah mich auf dem Bett krampfen. Ich hatte Gott sei Dank diese Notfallmedizin auf meinem Nachttisch und unsere Bekannte wußte was zu tun war (ehemalige Krankenschwester). Ich bekam dann eine Tablette verabreicht und wir fuhren ins Krankenhaus. Dort blieb ich dann 13 Tage (oh Gott, war das langweilig!!), und wurde auch eingestellt: Muss morgens 75mg nehmen und abends 100.

    Warum meine Ma so lang gegen die Tabletten war, hat einen einfachen Grund: Sie geht davon aus, dass jede Krankheit psychische Ursachen hat, egal ob Grippe, Migräne oder auch Epilesie, und deshalb war sie davon überzeugt, dass, wenn ich meine psychischen Probleme auflöse, die Epilepsie von allein verschwindet und ich gar nicht auf Tabletten angewiesen bin... Sie kann es sich einfach nicht vorstellen wie es ist, mit der Angst zu leben, jeden Moment wieder einen Anfall zu bekommen.

    Naja, zurück zu meiner Geschichte: Als ich aus dem Krankenhaus kam durfte ich noch 4 Tage zu Hause bleiben und am vorletzten Abend hatte ich einen richtigen Zusammenbruch: Meine Ma und ich hatten irgendein normales Gespräch und auf einmal fing ich total an zu weinen weil es mir damals echt beschissen ging und ich auch daran gedacht hatte mich umzubringen weil ich einfach keinen Ausweg mehr gesehen hab (nicht wegen der Epilepsie), ich hatte einfach keinen Spaß mehr am Leben und auch nicht die Kraft das zu verändern.
    Daraufhin bin ich relativ schnell (hat nur 2 Wochen gedauert) in eine Kinder- und Jugendpsychiatrie gekommen in der ich für 12 Wochen geblieben bin und irgendwie versucht habe, einen Anfang zu finden wieder glücklich zu sein. Naja, es sah auch ganz gut aus, ich wurde nach 3 Monaten entlassen und anfangs hatte ich auch das Gefühl dass es mir besser geht. Mein Fehler war aber, dass ich den Rat der Therapeuten nicht befolgt habe und damals keine ambulante Therapie gemacht habe :kopfschue

    5 Monate habe ich es dann allein ausgehalten, mehr schlecht als recht, doch dann fing alles wieder von neuem an und ich hatte einige Nervenzusammenbrüche. Gott sei Dank hat meine Mutter reagiert und mir geholfen, wieder einen Platz zu bekommen; es dauerte diesmal etwas länger, ich glaube einen Monat oder so und dann bekam ich das OK für einen erneuten Klinikaufenthalt. Ich blieb diesmal 10 Wochen.

    Warum ich das alles erzähle: Ich habe doch vorhin erwähnt, dass meine Ma denkt, Krankheiten werden durch Psyche ausgelöst und ich bisher immer dachte, das sei quatsch. Aber: Ich hatte seit etwas über einem Jahr keinen Anfall mehr und es kann ja gut sein, dass es wirklich daran liegt dass es mir psychisch deutlich besser geht. Natürlich will ich es gar nicht probieren die Tabletten jetzt abzusetzen, ich will es gar nicht drauf ankommen lassen, aber ich habe regelmäßige EEG-Termine bei denen es kontrolliert wird und außerdem mache ich ambulante Therapie und es geht mir wirklich deutlich besser als noch vor ein paar Monaten. Wenn ich daran denke, dass ich mich umbringen wollte... Ich bin so froh dass ich lebe!!

    Ich nehme zusätzlich zu den Epilepsie-Medikamen noch Antidepressiver, und es hilft mir beides. Es ist zwar manchmal etwas nervig, an die Tabletten zu denken und anfangs habe ich es auch manchmal noch vergessen, aber mitlerweile habe ich mich daran gewöhnt und ich nehme lieber Tabletten als einen erneuten Anfall zu riskieren.

    Ansonsten zu Einschränkungen: Das einzige was ich nicht mache ist Autofahren; mein Neurologe meinte, ich müsste noch zwei Jahre warten und dann könnte man schauen. Ansonsten gehe ich feiern, trink Alkohol und so, ganz normal eben. Mir wurde zwar dazu geraten, dass nicht zu tun, also keinen Alkohol zu trinken und genug zu schlafen, aber ehrlich gesagt habe ich da gar keine Lust drauf: Ich bin jung und will durch die Krankheit mein Leben nicht bestimmen lassen, außerdem kenne ich meine Grenzen und trinke nicht übermäßig viel und oft. In Maßen find ich es okay, hauptsache ich denk an meine Medizin :engel:

    So das wars, sry dass es so lang geworden ist :schuechte


    Lg
     
    #7
    Cori, 15 Juli 2007
  8. cigam
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Mein Hund hat Epilepsie. Er kann mir aber nicht sagen, wie er damit zurecht kommt.... Bekommt jetzt Pillen, die auch Menschen verschrieben werden und damit sollen die Anfälle zurück gehen.
    Auslöser: Möglicherweise ein Tumor im Kopf.
     
    #8
    cigam, 15 Juli 2007
  9. User 68557
    User 68557 (26)
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    in einer Beziehung
    So nun grab ich den Thread mal wieder aus..
    Ich will nicht mehr..

    Wer sich ein komplettes Bild verschaffen will, liest sich bitte meinen 1. Post in diesem Thread durch.. Hier gehts dann weiter..
    Für alle anderen die Kurzversion:

    Im Alter von 14/15 hatte ich einige epileptische Anfälle unter Pilleneinnahme, die an die Mondphasen gebunden waren..
    Bis wir dahinter kamen, dass es an der Pille liegt, verging einige Zeit, aber als ich die Pille absetzte, kam nie wieder ein Anfall.


    Seitdem ging mein Leben prima weiter.. Anfallsfrei.. Es hieß, ich sei keine Epileptikerin, sondern hätte lediglich eine Veranlagung zu epileptischen Anfällen. Von nun an bin ich also allen Medikamenten, die sich auf diese Weise auf das ZNS auswirken könnten aus dem Weg gegangen. Einfach war das nicht immer, da auch viele Antibiotika Krampfanfälle auslösen könnten & ein Akt war es auch, eine gescheite Verhütung für mich zu finden!
    Alles klar, mein Leben ging weiter, ich galt als gesund, machte meinen Führerschein.. Jahre vergingen..

    Nun stecke ich mitten im Abitur.
    Am Donnerstag telefonierte ich mit einer Freundin und den nächsten Moment an den ich mich erinner ist, dass meine Mama mich auf meinem Sofa schlafend findet und weckt..

    Ich habe solche Angst, dass die Epilepsie wiedergekommen ist.. Mein ganzes Leben wäre auf einmal zu nichte. Mein Freund wohnt relativ weit weg. Ohne Auto is da nix!!!
    Ich habe erst nächsten Montag einen Termin bei meinem Neurologen.. Es gibt sehr viele Widers, aber auch ein paar Fürs, dass es ein epileptischer Anfall gewesen sein könnte. Eine ohnmacht vor lauter Stress im Abi liegt natürlich nicht fern.. Ich habe einfach keine Lust und große, große Angst..

    Vorallem gibt es wahrscheinlich keine Möglichkeit nachhaltig festzustellen, was es genau gewesen ist. Aber natürlich hat man so 'vorgeschädigt' jetzt erstmal große Angst.
    Ich messe regelmäßig Blutdruck und mache Mittwochfrüh ein BelastungsEKG etc. Blutmäßig wurde ich allerdings erst kürzlich durchgecheckt..

    Ich habe einfach so große Angst, dass meine ganze Freiheit nun dahin ist & mein Leben wieder so wird wie es war.. Keine Selbstständigkeit.. Mit Glück nach 2 jahren mal wieder Auto fahren.. Und, haha, an meinem Führerschein und meinem Auto hängt meine ganze Freiheit <3 Ich liebe es.. Ich möchte meine Selbstständigkeit nicht verlieren..
     
    #9
    User 68557, 26 April 2010
  10. kessy88
    kessy88 (28)
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    vergeben und glücklich
    hallo zusammen!

    ich leide nicht an epilepsie.

    ich mache eine ausbildung zurpharmakantin bei einer sehr großen firma bzgl. epilepsie und parkinson. da ich tagtäglich diese medikamente herstelle, vom rohstoff bis zur verpackung in allen stufen (zumindest noch so lange ich in der ausbildung bin), interessiere ich mich schon sehr für dieses thema. als nicht- betroffene kann man sich schlecht vorstellen, wie das ist, mit dieser krankheit leben zu müssen. bis auf einen arbeitskollegen (welch ironie!) kenne ich niemanden, der epilepsie hat.

    allerdings habe ich vor 3 jahren mal mitbekommen, wie ein mädchen, 9 jahre alt, bei einem reitunfall einen anfall bekam. als betreuerin der feriengruppe war ich da ziemlich hilflos, da mir auch unbekannt war, dass sie diese krankheit hat und ich davon ausging, dass sie so schrie, weil das pferd (kaltblüter, min. 700kg) auf sie getreten war. diese schreie werde ich mein leben lang nicht vergessen. die gingen richtig ins mark. die anderen kinder, die erst noch zuguckten, bis ich sie in ihre zimmer schickte, brauchten danach viele gespräche und aufklärung. zum glück ist der kleinen nichts schlimmeres passiert, außer einem armbruch. in dieser ländlichen gegend war wie wartezeit auf den rettungswagen endlos lang. und sie lag die ganze zeit über da und schrie. sie war nicht ansprechbar.

    @cori:
    ich habe mich gerade am montag mit meinem kollegen über seine epilepsie unterhalten. er erklärte mir auch, dass auch die lebensumstände da eine sehr große rolle spielen. als er sich von seiner frau trennte, hatte er einige anfälle. nun lebt er alleine, nähere umstände kenne ich nicht so genau, aber die anfälle sind wieder definitiv weniger geworden. er sprach mit seinem neurologen darüber, der das auch bestätigte (das es von den lebensumständen abhängig sein kann).

    @ts:
    ich kann deine freundin nicht verstehen. sicherlich ist es für sie auch eine belastung, wenn sie immer miterleben muss, wenn du anfälle bekommst. andererseits finde ich es schade, dass das für sie ein grund ist, die freundschaft aufzugeben. dir wäre sicherlich auch mehr geholfen, wenn sie dir in solchen situationen beistehen würde. es muss dir nicht peinlich sein, dass du überall einen anfall erleiden könntest, du kannst das ja schließlich nicht beeinflussen und kannst auch nichts dafür!

    wie reagieren denn die leute darauf, wenn ihr einen anfall habt? schauen sie weg/rufen sie einen krankenwagen/ leisten ersthilfe (ansprechen, tätscheln, flüssigkeit anbieten(falls vorhanden))

    müsst ihr regelmäßig essen, um anfälle zu vermeiden?

    ich wünsche euch alles gute ;o)
     
    #10
    kessy88, 29 April 2010
  11. User 68557
    User 68557 (26)
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    Wollt den Thread mal wieder ausgraben. Bin wohl mehr oder minder "wieder dabei" :/
    Vllt sind ja neue dazu gekommen oder so..

    Beginne ab heute Abend mit dem AE.
     
    #11
    User 68557, 19 Januar 2011
  12. zwiebel
    zwiebel (28)
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    vergeben und glücklich
    HalliiHallo

    Ja..ich bin auch Epileptikerin, seid ich 15 bin. (auch Grand mal)

    Wirkliche Auslöser gab es bei mir nicht. Mein Neurologe meinte "Pubertät". Naja gut. Nach längeren Krankenhausaufenthalten wurde ich auf Orfiril und Lamictal eingestellt.

    Anfangs kam ich überhaupt nicht mit der Krankheit klar. Ich hatte Anfälle in der Schule und wurde schlimm beleidigt und beschimpft.

    In der Ausbildung zur Physiotherapeutin wurde ich aus 3 Praktikumseinrichtungen (Krankenhäusern) "rausgeschmissen", da die Gefahr einfach zu groß war.

    In der Liebe gibts da zum Glück keine Probleme. Mein Freund akzeptiert es und steht mir immer bei und ist auch echt süß, wenn ich mal wieder extrem-Kopfschmerzen hab.

    Mittlerweile bin ich 3 1/2 Jahre anfallsfrei und überglücklich. Dieses Jahr mach ich dann endlich meinen Führerschein.

    Gut, Discobesuche und Nachtschichten sind natürlich weiterhin untersagt, aber da hab ich eh nicht so das Interesse daran. Hat aber noch ein NAchteil: ich würde so gern mal Fallschirmspringen oder Bungeejumping machen-wurde mir aber leider verboten. Aber egal. Geht auch so :zwinker:

    Was mir halt Bedenken gibt, mein FA meinte, mit meiner Tablettenkombination wird es sehr schwer Kinder zu bekommen...aber das werden wir sehen :smile:

    Liebe Grüße
     
    #12
    zwiebel, 19 Januar 2011
  13. User 68557
    User 68557 (26)
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    Und von Anfang an gut gelaufen mit Lamictal und Orfiril?! Nebenwirkungen?!
    Werfe mir gleich die erste Keppra ein..!
     
    #13
    User 68557, 19 Januar 2011
  14. zwiebel
    zwiebel (28)
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    vergeben und glücklich
    Also...anfangs hatten es die Ärzte nur mit Orfiril-den normalen Tabletten versucht- hat aber nix gebracht, Dann kam Orfiril long (Retardkapseln)-ergab aber auch nicht den gewünschten Effekt und dann eben noch das Lamictal. Jetzt schlucke ich morgens und abend 3 Retardkapseln und eine Lamictal

    Nebenwirkungen..ja...ich hatte anfangs sehr stark zugenommen (25kg, von denen ich jetzt gott sei dank wieder runter bin) und Hautausschläge, die jetzt im Sommer immrnoch auftreten
     
    #14
    zwiebel, 19 Januar 2011
  15. hart&ehrlich
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    nicht angegeben
    An alle Betroffenen: Wenn die Medis auf Dauer nicht helfen, wurdet ihr mal untersucht ob ihr Kandidaten für Epilepsie-Chirugie seid?!
     
    #15
    hart&ehrlich, 19 Januar 2011
  16. zwiebel
    zwiebel (28)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Also bei mir haben die Ärzte gesagt, dass es unmöglich sei, da man nie genau weiß, wo das Zentrum genau ist...mal da-mal dort..war sehr ärgerlich
     
    #16
    zwiebel, 20 Januar 2011
  17. User 68557
    User 68557 (26)
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    in einer Beziehung
    Ist überhaupt nur bei fokalen Anfällen möglich, die ihren Herd also in einer bestimmten Region haben und sich dann ggf. sekundär erst über das ganze Gehirn ausbreiten (generalisieren).
    Häufig möglich bei Narbengewebe, Hirnblutungen etc. Chirurgische Heilung bei "klassischer" idiopathischer Epilepsie eher selten realistisch.
     
    #17
    User 68557, 20 Januar 2011
  18. hart&ehrlich
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    @zwiebel: Das ist natürlich sehr ärgerlich. Darf ich fragen welches Krankenhaus das abgelehnt hat? Weil nicht jeder Arzt urteilt gleich. Die Ärzte in Bethel haben abgelehnt meine Tochter zu operieren. In Vogtareuth hingegen wurde ihr schon 2x der Schädel geöffnet...

    Ketogene Diät schon jemand probiert?
     
    #18
    hart&ehrlich, 21 Januar 2011
  19. zwiebel
    zwiebel (28)
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    vergeben und glücklich
    Uniklinik Leipzig, normaler Neurologe und das Heilos Klinikum Aue haben das abgelehnt...aber ich hätte glaube auch zu vie Angst

    Ketogene Diät..?!?
     
    #19
    zwiebel, 22 Januar 2011
  20. hart&ehrlich
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    nicht angegeben
    Naja, eben eine bestimmte Form der Ernährung die die Anfallshäufigkeit vermindern soll. Als Chance wenn Meidkamente nicht helfen und ein Chirugischer Eingriff ausgeschlossen ist. Persönlich kenne ich niemanden der das ausprobiert hat, deswegen habe ich keine Ahnung wie die Erfolgsaussichten sind. Aber man läßt ja nichts unversucht!
     
    #20
    hart&ehrlich, 23 Januar 2011

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