Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren

Nochmal in die "Klapse"?

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von AncientMelody, 22 April 2006.

  1. AncientMelody
    0
    Erstmal werde ich euch einen sehr knappen Überblick über mein bisheriges Leben geben, damit ihr euch vielleicht ein bisschen in meine Situation hineinversetzen könnt.
    Mittlerweile bin ich 19 Jahre alt und gehe seit bald sechs Jahren zum Psychologen. Vor vier Jahren war ich schon einmal für ein halbes Jahr in stationäer Therapie in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie. Der Grund für meine Arztbesuche sind vor allem Depressionen. Mir geht es oft nicht gut und oft weiß ich auch nicht, warum nicht....
    Der Stationsaufenthalt hat mir meiner Ansicht nach nichts gebracht. Eigentlich war es sogar das Gegenteil. Ich hatte vielleicht auch zu falschen Leuten auf der Station Kontakt und vieles ist schlimmer geworden, als es vorher war.
    Seit 3,5 Jahren gehe ich jetzt zu einem anderen Psychologen und ich komme mit ihm etwas besser klar als mit dem vorherigen. Dieser Psychologe hat mir jetzt geraten, doch nochmal in stationäre Therapie zu gehen. Da ich dieses Jahr Abitur mache, habe ich dafür auch etwas Zeit, ohne dass ich irgendwas verpassen würde.
    Jedoch habe ich auch etwas Angst davor, dass es wieder so sein wird, wie vor vier Jahren. Die Klinik ist eine ganz andere, außerdem ist es keine Kinderstation und es gibt dort auch mehrere Stationen, sodass ich z.B. nicht mit Leuten mit Drogenproblemen oder Essstörungen auf einer Station wäre. Außerdem haben dort die Patienten mehr Freiheit, was z.B. die Freizeitgestaltung und die Mahlzeiten angeht. Trotzdem bin ich etwas skeptisch, ob ich diesen Schritt gehen soll.
    Mit wurde gesagt, dass ich dort dann ca. sechs bis acht Wochen bleiben solle.
    Was meint ihr dazu? Was haltet ihr davon?
     
    #1
    AncientMelody, 22 April 2006
  2. User 37284
    User 37284 (31)
    Benutzer gesperrt
    12.774
    248
    474
    vergeben und glücklich
    Wenn du denkst, dass es dir helfen könnte, dann würde ich das auf jeden Fall machen! Wie sieht es denn derzeit aus, werden deine Depressionen wieder schlimmer oder nehmen sie sogar eher ab?

    Ich kann da zwar schlecht mitreden aber als erstes würde ich mich erstmal versuchen abzulenken und zu normalen Gesprächen zum Psychologen gehen, wenn das aber alles nichts bringt, dann würde ich eben schon einen stationären Aufenthalt in Erwägung ziehen!

    Normalerweise ist das in guten Kliniken so, dass leute mit Depressionen nicht gerade bei Drogenabhängigen sind!
     
    #2
    User 37284, 22 April 2006
  3. AncientMelody
    0
    Es ist ganz unterschiedlich. Manchmal geht es mir einigermaßen gut, manchmal auch überhaupt nicht.
    Wie gesagt, ich gehe jetzt bald seit sechs Jahren mindestens alle zwei Wochen zum Psychologen...
     
    #3
    AncientMelody, 22 April 2006
  4. hiT mYselF!
    Verbringt hier viel Zeit
    1.389
    123
    1
    nicht angegeben
    Hört sich leicht gesagt an aber ich würde sagen ein Partner an deienr Seite der dir beisteht hilft mehr asl die Therapie ... weiß jetzt net wie es bei dir aussieht aber ich würde lieber versuche neinen partner zufinden als in die Klinik zugehen
     
    #4
    hiT mYselF!, 22 April 2006
  5. AncientMelody
    0
    Vor etwas mehr als drei Jahren, also ca. ein halbes Jahr nach meinem stationären Aufenthalt, bin ich mit meinem Exfreund zusammengekommen. Seit ca. neun Monaten ist unsere Beziehung nun Vorbeit. Es stimmt, in der Zeit, in der ich meinen nun Expartner hatte, ging es mir psychisch besser. Die Zeiten sind nun aber vorbei und alleine muss ich auch zurechtkommen...
     
    #5
    AncientMelody, 22 April 2006
  6. User 37284
    User 37284 (31)
    Benutzer gesperrt
    12.774
    248
    474
    vergeben und glücklich
    Hast du denn eine Unterstützung z.B. Freunde oder Eltern? Ich glaube, dass dies meist ein großes Problem ist, gerade wenn man Depressionen hat. Wenn man sich ungeliebt fühlt, nichts zu tun hat und keine Freunde sinkt das Selbstbewusstsein und so können leicht Depressionen entstehen.

    Du weißt das ganz bestimmt schon.. Die Frage ist eben nur, ob solch eine Therapie mit stationärem Aufenthalt auch längerfristig gut ist, ich könnte mir nämlich vorstellen, dass es dir dann dort einigermaßen gut geht aber das ganze Theater danach wieder beginnt!

    Wie schlägt denn die Behandlung beim Psychologen an, bist du damit überhaupt nicht glücklich und bringt sie gar nichts oder wie kann ich mir das vorstellen?
     
    #6
    User 37284, 22 April 2006
  7. hiT mYselF!
    Verbringt hier viel Zeit
    1.389
    123
    1
    nicht angegeben
    Dann such dir Freudne die zu dir stehen du musst dein Leben nicht alleine meistern
     
    #7
    hiT mYselF!, 22 April 2006
  8. AncientMelody
    0
    Ich glaube nicht, dass ich wirkliche Freunde habe. Natürlich komme ich mit einigen Menschen ganz gut zurecht, also auch aus meiner Stufe, aber als Freunde würde ich die Leute nicht bezeichnen.
    Mit meinen Eltern ist es in der letzten Zeit wieder etwas besser geworden, aber sehr gut läuft es nun auch nicht mit ihnen.
    Bis zu dem Zeitpunkt, als ich in die "Klapse" vor vier Jahren gekommen bin, hatte ich schon fast fünf Jahre eine beste Freundin. Diese Freundin hat dann aber den Kontakt zu mir abgebrochen, als ich ihr von meinen psychischen Problemen erzählt habe. Seitdem hatte ich nicht wieder Freunde...eben bis auf meinen Exfreund.
    Wahrscheinlich werde ich nach dem Jahr nochmal für ein Jahr auf eine Höhere Handelsschule gehen und möchte dort dann möglichst mit einer einigermaßen stabilen Psyche dort starten... deshalb finde ich die Idee mit der stationären Aufenthalt wohl nicht so schlecht.
    Die Stunden beim Psychologen bringen etwas, aber wirklich viel auch nicht.
     
    #8
    AncientMelody, 22 April 2006
  9. Viktoria
    Viktoria (29)
    kurz vor Sperre
    2.378
    0
    0
    vergeben und glücklich
    Also ich würde das auf keinen Fall machen!!

    Vor 3 Jahren war ich auch mal in so etwas drinnen, und bin dort unter die falschen Leute geraten. Es ist eine grausame Erinnerung und ich will sie vergessen, was mir heute gut gelungen ist. Zum Glück.

    Mir wurde übrigens auch gesagt, daß es "nur" 6 Wochen gehe würde, und daraus wurden 4 Monate!!!
    Dabei habe ich damals gar nichst gehabt, ich war nicht "krank". Ich hatte einfach meine pubertäre Phase, in der ich einfach nur keinen Bock auf die Eltern hatte.
    Ich hätte ebenso 4 Monate ins Hotel gehen können.
    Und so hat es mir nur geschadet, daß ich unter lauten Bekloppten war, und ich dagegen war völllig normal.
    Selbst schuld, heute weiß ich das. Werde das jetzt einfach aus meinem Leben streichen und vergessen.

    Ich meine, wenn du sagst, es hat dir vorher nichts gebracht und du bist unter die falschen Leute geraten, rate ich dir auch dringend davon ab!!!
    Damit habe ich einfach eine extrem schlechte Erfahrung gemacht und die hätte nicht sein müßen!!
     
    #9
    Viktoria, 22 April 2006
  10. User 37284
    User 37284 (31)
    Benutzer gesperrt
    12.774
    248
    474
    vergeben und glücklich
    @Viktoria: Aus welchem Grund warst du denn dort gewesen? Ich glaube es ist ein Unterschied ob man wirklich selbst ein Problem hat oder ob das von anderen Leuten kommt.

    Depressionen sind schon sehr schlimm und für jeden Menschen nicht schön zu ertragen und man will ja auch selbst was dran ändern!!
     
    #10
    User 37284, 22 April 2006
  11. Pierrot
    Pierrot (32)
    Verbringt hier viel Zeit
    218
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Ich denke, es ist eine gut Idee. Ich habe selber nur positive Erfahrungen gemacht, in einer psychosomatischen Psychatrie.
    Diese war auch in verschieden Blöcke eingeteilt, in welche verschiedene Krankheitsbilder behandelt werden.
    Ich denke in der Klinik wird es zumindest besser laufen als vor einigen Jahren, da du da eben mit Leuten zusammen kommst, die ähnliche Probleme haben wie du und auch in deine Alter sind.
     
    #11
    Pierrot, 22 April 2006
  12. stranger
    Gast
    0
    Du gehst bald 6 Jahre zum Psychologen. Hast Du dir nie die Frage gestellt, ob die Behandlung eigentlich nur den Psychologen nutzt, der ganz gut Geld an Dir verdient!
    Vermute mal, daß es sich um eine tiefenpsychologische Behandlung dreht, die recht zeitaufwendig und wenig effizient ist.
    Mein Vorschlag: Versuch es mal mit kognitiver Verhaltenstherapie nach Beck. Bei dieser T. werden leichte bis mittelschwere Depressionen innerhalb kurzer Zeit erfolgreich behandelt!
    Darüberhinaus empfiehlt es sich Sport zu treiben, sofern Du nicht völlig am Boden liegst.
    Wer Geld und Zeit hat, wird durch einen tollen Urlaub oftmals sehr fix
    aus einer Depression herausgeholt.
     
    #12
    stranger, 22 April 2006
  13. Viktoria
    Viktoria (29)
    kurz vor Sperre
    2.378
    0
    0
    vergeben und glücklich
    Die einfachste Antwort ist: pure Dummheit.
    Ich hatte Ärger mit meinen Eltern, einfach pubertätsbedingt, nichts ernstzunehmendes.
    Und ich dachte mir, dann tu ich mal so, als hätte ich "echte Probleme", also wie ständige Traurigkeit und sowas. Also alles total überzogen. Ich wollte einfach mal vor meinen Eltern meine Ruhe haben.
    Ich war nicht "krank"!! Das war ich noch nie!! Ich war völlig "gesund".
    Ich war ganz einfach nur strunzdumm, so etwas zu machen!!

    Heute habe ich mich zum Glück total geändert und bin erwachsen geworden, und habe es auch völlig vergessen.
    Es war für mich wirklich grausam.
    Darüber will ich auch nicht mehr sprechen. Ich will es völlig vergessen.
     
    #13
    Viktoria, 22 April 2006
  14. User 37284
    User 37284 (31)
    Benutzer gesperrt
    12.774
    248
    474
    vergeben und glücklich
    Und genau darin liegt der Unterschied: Sie hat wirklich psychische Probleme und mit Depressionen ist nicht zu spaßen, die machen einen ziemlich fertig und man kann das Leben nicht mehr genießen! Sie will ja das alles loswerden und wenn es bei einem Psychologen nichts bringt, halte ich den stationären Aufenthalt nicht für die schlechteste Lösung :zwinker:
     
    #14
    User 37284, 22 April 2006
  15. Viktoria
    Viktoria (29)
    kurz vor Sperre
    2.378
    0
    0
    vergeben und glücklich
    Du hast ja völlig recht :smile:

    Es geht mir ja nur eher darum, daß sie dann nochmal unter die falschen Leute gerät. Sie sagte ja, das wäre ihr beim ersten Mal schon passiert und das hätte ihr geschadet.
    Darum geht es mir da.
     
    #15
    Viktoria, 22 April 2006
  16. User 37284
    User 37284 (31)
    Benutzer gesperrt
    12.774
    248
    474
    vergeben und glücklich
    Ich weiß schon, was du damit sagen willst! Und du hattest schlechte Erfahrungen und man weiß nie, ob solch ein stationärer Aufenthalt wirklich hilft aber eine gute Möglichkeit ist es auf jeden fall, zumal sie ja wirklich in einen Block kommt, indem nur Leute sind, die Depressionen haben! Von daher wird sie sicher nicht so schnell an die falschen Leute geraten.
     
    #16
    User 37284, 22 April 2006
  17. AncientMelody
    0
    Ich erhoffe mir eben von dem Aufenthalt dort, dass es eben ganz anders ist, als es in der Kinder- und Jugendpsychiatrie vor vier Jahren war. Zu der Zeit war ich auch erst 14 Jahre alt...
    Und in der K. und J.-Psychiatrie waren dort eigentlich nur Leute mit Essstörungen, Drogenproblemen und selbstverletzenden Verhalten. 80% der Leute haben dort geraucht und fast alle Leute gingen auf die Haupt- (nichts gegen Hauptschulen!!!) oder Sonderschule...
    Die Therapie bei dem Psychologen, bei dem ich vorher war, hat wirklich gar nichts gebracht...
    Die jetzige ambulante Therapie hat mir auch noch nicht sehr weitergeholfen, aber immerhin etwas...
     
    #17
    AncientMelody, 22 April 2006
  18. Kuri
    Kuri (26)
    Verbringt hier viel Zeit
    4.774
    123
    2
    vergeben und glücklich
    Toller Rat... als würden einem die Menschen, denen man sich am meisten verbunden fühlt/fühlen wird, einfach mal so über den Weg laufen... wer nach "wahren" Freunden regelrecht sucht, wird sie doch deshalb nicht finden. Freunde können einem leider - und gerade bei psychischen Erkrankungen - nur nicht in allem weiterhelfen. Obwohl ich dir natürlich Recht gebe, dass sie einen sehr unterstützen und einem davor bewahren können, sich in Einsamkeit und Isolation zu verlieren.

    Sag mal, hast du es je mit Antidepressiva versucht? In Kombination mit einer Psychotherapie ist das sicher nicht schlecht. Denn Antidepressiva greifen ja nicht die Ursache der Erkrankung an, lindern aber die Symptome. Wenn du gleichzeitig noch eine Therapie machst, die tiefenpsychologisch arbeitet, dann könnte das vielleicht hilfreicher sein als eine reine Gesprächstherapie. Hast du schon einmal darüber nachgedacht, vielleicht den Psychologen zu wechseln?
    Ich stimm San-dee bezüglich Viktoria auch zu, in dem Fall ist das sicher etwas anderes, da sie tatsächlich an Depressionen leidet. Und das ist ja nicht einfach eine Depri-Phase, die jeder mal hat, sondern kann den Betroffenen wirklich erheblich leiden lassen... soweit, dass es im Extremstfall bis zum Selbstmord gehen kann.

    Ich denke, es wäre auf jeden Fall nicht schlecht, wenn du es machen würdest. Aber ich fänds nett, wenn du meine Frage bzgl. Antidepressiva beantworten würdest, denn das wäre ja auch eine Alternative. Wobei es natürlich möglich ist, dass die Ärzte bei einem stationären Aufenthalt einen Versuch mit AD versuchen.
     
    #18
    Kuri, 22 April 2006
  19. User 37284
    User 37284 (31)
    Benutzer gesperrt
    12.774
    248
    474
    vergeben und glücklich
    An deiner Stelle würde ich mich einfach mal über diese Einrichtung informieren und wenn möglich sogar mal hinfahren und sie mir anschauen! Dann kannst du dir selbst einen Eindruck davon machen und ich glaube, dass es gerade im Vornerein schon viel bringt, wenn man sich das ganze mal anschaut und nachfragt wie das der Aufbau ist und welche Probleme die Leute dort zum Grooßteil haben!
     
    #19
    User 37284, 22 April 2006
  20. stranger
    Gast
    0
    Dem letzten Beitrag kann ich mich in etwa anschließen, d.h. konkret, Du solltest Dir erst einmal die Klapse anschauen und was unbedingt wichtig ist, auch mit Patienten reden. Erfährtst Du, daß in der Klinik die Patienten nicht nur mit Medikamenten vollgeballert werden und dies auch nicht gegen ihren Willen, dann könnte ein Klinikaufenthalt evtl. in Betracht gezogen werden.
    Hierbei sollte natürlich auch erfragt werden, ob Du jederzeit das PK wieder verlassen kannst und ob Du auch auf Wunsch anderweitig übernachten kannst.
    Du solltest auch wissen, daß Antidepressiva keine Depression heilen können, sondern lediglich phasenverkürzend wirken. Bedacht werden muß auch, daß diese Mittel z.T. erhebliche Nebenwirkungen aufweisen, so z.B. Müdigkeit, Libidoverlust, Kreislaufprobleme, vermehrtes Schwitzen, Harnretention, Sehstörungen etc.
    Ich hatte einen Teil meines Zivildienstes in einem PK abgeleistet, bis ich wegen Psychopharmakakritik rausflog! Ich muß sagen, meine Kuckucksnesterfahrungen sind nicht die besten.
     
    #20
    stranger, 22 April 2006

jetzt kostenlos registrieren und hier antworten
Die Seite wird geladen...

Ähnliche Fragen - Nochmal Klapse
Fragestellerin88
Kummerkasten Forum
15 Juli 2015
1 Antworten
Biene24
Kummerkasten Forum
12 Mai 2010
22 Antworten