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Oft traurig und niedergeschlagen, warum?

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von kobo1d321, 18 Juni 2010.

  1. kobo1d321
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    vergeben und glücklich
    Weiß nicht mehr weiter, ständig traurig & niedergeschlagen

    Hallo,

    erstmal herzlichen Dank, dass ihr überhaupt angefangen habt zu lesen.:zwinker:

    Ich weiß nicht genau was mit mir los ist, aber ich habe das dringende Bedürfnis einfach mal alles niederzuschreiben was mir auf der Seele lastet und freue mich vielleicht die eine oder andere motivierende Antwort zu erhalten:

    Mein Problem ist, dass ich seit Wochen einfach nurnoch traurig, niedergeschlagen und lustlos bin, mich über gar nichts wirklich freuen kann und einfach am liebsten den ganzen Tag nur die Wand anstarren wollen würde. Ich weiß nur nicht warum...

    Ich bin mit meiner Freundin seit knapp 5 Jahren zusammen, wir leben zwar noch beide bei unseren Eltern, aber das eher aus finanziellen Gründen. Mit meinen Eltern ist es zwar auch nicht immer einfach, aber ich kann mich auf sie verlassen, ich würde sagen eine absolut normale Familiensituation. In meinem Studium komme ich gut mit, was allerdings wirklcih extrem viel Stress bedeutet. Es kommt öfters vor, dass ich morgens um 8-9 anfange und erst um 21 / 22 Uhr wieder zu Hause bin und nurnoch ins Bett falle. Mein Problem ist, ich bin Perfektionist. Ich habe aus zeitlichen Gründen zwei Klausuren nicht mitgeschrieben und das nagt ziemlich an mir. Ich habe ständig irgendwie die Angst durch irgendwelche Klausuren durchzufallen oder mein Studium zu keinem guten Abschluss zu bringen, was zum einen den Effekt hat, dass ich wie blöd lerne und dann "unerwartet" gute Noten erhalte, aber der Stress den ich mir vorher mache ist unglaublich. Und wenn ich dann eine gute Note erhalte freu ich mich irgendwie nicht sondern sage mir: Mist, ein halber Punkt mehr und es wär ne Note besser......

    Das verrückte an der Sache ist: Ich versuche immer alles absolut rational zu machen. Ich führe mir ständig vor Augen, dass falls ich durch eine Klausur einmal durchrausche es nicht schlimm ist, ich kann sie ja locker 1-2 mal wiederholen. Die Noten aus dem Vordiplom interessieren später auch so gut wie keinen. Aber es bleibt irgendwie auf der rationalen Ebene und kommt nicht auf die Gefühlsebene.

    Eine weitere Sache die mir stark zusetzt ist, dass ich mich wunderbar über Ungerechtigkeiten und "Dummheit" aufregen kann. Ich steiger mich ungewollt in solche Sachen rein, sei es in meinen Augen eine absolut dämliche politische Entscheidung, Stress mit dem Bafög-Amt weil die mal wieder irgendwelche ExtraZettel wollen, oder der Prof der meint uns weniger Materialien zu seiner Vorlesung zur Verfügung zu stellen als alle Semester zuvor, weil er meint uns dadurch zu "mehr Leistung" zu animieren (in meinen Augen zwar absolut widersprüchlich, aber das sei mal dahin gestellt). Ich weiß irgendwo das es ein Kampf gegen Windmühlen ist, ich will das auch absolut ändern, nur ich kriege es irgendwie nicht auf die Reihe :frown:

    Ein weiteres tolles Erlebnis ist gewesen, dass ich eine Studienarbeit an einem Institut machen wollte, wo sehr viele Physiker sind. Ich hab mich darauf gefreut, endlich mal bisschen was praktischeres anstatt nur Theorie...Aber auch das bekam schnell einen Dämpfer:

    Ich bin quasi nur der dumme Maschinenbauer. Mein toller "Betreuer" lies mich immer wieder kalt auflaufen, konnte mir nicht genau sagen was er von mir haben will, was für Messungen usw. Ich musste mich komplett ohne Hilfe in ein für mich bis dato absolut neues Gebiet einarbeiten. Ohne Hilfe meint: ich konnte nichtmal eine Frage stellen ohne eine dumme Antwort zu erhalten. Dann hab ich ihm meinen Versuchsaufbau vorgestellt und bekam irgendwelche Gegenfragen nach dem Motto: "Hast du auch daran gedacht...." was meinen ganzen Aufbau hinfällig werden lies und ich immer wieder von vorne beginnen durfte. Wenn ich dann irgendwas gefragt habe hies es: "Das musst du dir überlegen..."
    Wenn ich dann geantwortet habe: "Ja das und das, aber was meinst du dazu, du hast da viel mehr Erfahrung usw."
    "Ich könnte mir das überlegen, wenn ich wollte..."

    Auch meine Kommilitonen sind nicht der Umgang bzw. Typ Mensch mit dem ich gerne zusammen bin. So gut wie alles beschränkt sich nur auf die Uni, wenn man irgendetwas gut kann hat man auf einmal für das Semester viele Freunde...Sonst interessieren sich alle nur für saufen und Fußball, was wirklich nicht meine Welt ist. Somit beschränkt sich mein "Freundeskreis" bzw. meine sozialen Kontakte außerhalb der Uni auf meine Freundin und einen alten Schulfreund mit dem ich ab und an joggen gehe. Ich bin nur dieses ganze Geheuchel leid, dieses ganze falsche Spiel. Ich wünsche mir immer öfter einfach die Zelte abzubrechen und irgendwo in der Pampa ein ruhiges und bescheidenes Leben zu führen und mich nur dann mit dem ganzen Schwachsinn in der Welt beschäftigen zu müssen wenn ich es auch wirklich will...immer diese Weltverbesserer :zwinker:

    Das irrwitzige ist, dass es dann manche Tage gibt wo ich sage: "Sch*** drauf, komme was wolle, mir ist wirklcih alles egal"...
    Ich habe Angst irgendwann komplett innerlich zu resignieren.

    Wenn ich mich versuche von außen zu betrachten habe verstehe ich mich teilweise selbst nicht:
    ich habe eine liebe Freundin, eine nette Familie, bin ein normal guter Student und habe "nur die studentenüblichen" Probleme. Aber das ganze will sich einfach nicht manifestieren, ich bin trotzdem Tag für Tag nurnoch Lustlos, traurig, niedergeschlagen etc....

    Vielen lieben Dank fürs Durchlesen, auch wenns ein wenig länger geworden ist. Ich hoffe es ist einigermaßen Verständlich geblieben, sollte ich irgendetwas vergessen, zu komisch formuliert o.ä haben, bitte einfach nachfragen! Ich bin momentan einfach irgendwie weit neben der Spur. Mir tat es gut mir das ganze irgendwie von der Seele zu schreiben.

    Viele Grüße
     
    #1
    kobo1d321, 18 Juni 2010
  2. MaulPaul
    MaulPaul (28)
    Verbringt hier viel Zeit
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    3
    Single
    Warum? Ich denke mal weil du dich alleine fühlst, weil du außer Familie/Freundin keine Freunde hast, mit denen man abhängen kann, mit denen man quatschen kann etc. etc.
    Das macht einen einfach oft fertig, auch wenn man sich nicht vorstellen kann dass es so ist.
    Aber Kumpels zum "Feiern" zu haben (Feiern wie auch immer), da geht fast nichts drüber.

    Die Mischung aus Famielie/Freunden und Freundin machts.
     
    #2
    MaulPaul, 19 Juni 2010

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