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Oh nein, er spielt wohl wieder!? (World of Warcraft)

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von rainbowgirl, 21 September 2008.

  1. rainbowgirl
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    So ein Mist! Ich dachte, mein Freund hätte dieses Spiel endlich aufgegeben, da entdecke ich in seinem Amazon-Account, dass er die bald erscheinende Erweiterung von WOW gekauft hat. :geknickt: Und die kauft man ja wohl nicht, um sie ins Regal zu stellen!?! Hm, ich sollte ihm nicht hinterher spionieren, aber wir hatten wegen diesem Spiel zu viel Stress, als dass ich ihm jetzt noch vorbehaltlos vertrauen könnte. Er ist zeitweise nicht arbeiten gegangen, weil er die Nächte durchgezockt hat, oder hat mich angelogen, dass er auf der Arbeit ist, während er bei seinem Freund gespielt hat. Seit ein paar Monaten dachte ich wirklich, er hätte endgültig den "Absprung" geschafft. Und jetzt vergisst er einmal, sich aus Amazon auszuloggen und ich sehe prompt, dass er diese Erweiterung gekauft hat! Ich habe ihn später gefragt, ob er schon weiß, dass diese Erweiterung bald rauskommt und was das für ihn bedeutet (da er mir ja gesagt hatte, dass er nicht mehr spielt und das Spiel auch nicht mehr interessant für ihn wäre). Und er meinte: "Ach, ich wusste ja noch gar nicht, dass die Erweiterung bald rauskommt. Ist mir aber auch egal." Dabei hatte er sie ein paar Stunden vorher gekauft! :kopfschue Das hasse ich ja am meisten: Dass er mich immer wieder wegen diesem Spiel anlügt! Wie soll ich ihm denn vertrauen, wenn er jetzt wieder damit anfängt?! Es ging jetzt ein paar Monate lang gut, ich bin mir fast sicher, dass er die letzten paar Monate die Wahrheit gesagt hat, wenn er meinte, dass er nicht gespielt hat. Aber das ist doch jetzt ein total schlechtes Zeichen, dass er mich schon wieder anlügt! :geknickt: Ich hatte schon gar keine Lust, ihn mit seiner Lüge zu konfrontieren, erstens weil ich so enttäuscht war und zweitens natürlich auch, weil ich nicht einfach in seinem Amazon-Account rumlesen sollte. Aber das Hauptproblem ist für mich eigentlich, dass ich ihn nicht verlassen möchte, aber trotzdem mit seinen Lügen überhaupt nicht klarkomme. Ich weiß einfach nicht, was ich machen soll! Ich möchte, dass er ehrlich zu mir ist. Aber das kriegt er anscheinend nicht gebacken. Und wenn er wegen einem Computerspiel lügt, wer weiß wegen was sonst noch!
    Und trotzdem liebe ich ihn und möchte auch bei ihm bleiben. Nur habe ich irgendwie Angst, dass mich das auf die Dauer kaputt macht, wenn ich immer wieder belogen werde. :geknickt: Ich musste mich jetzt mal hier ausheulen. Vielleicht kann ja jemand was dazu sagen. :geknickt:
     
    #1
    rainbowgirl, 21 September 2008
  2. User 35148
    User 35148 (43)
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    nicht angegeben
    Also wenn er es nötig hat, wegen eines bescheuerten und zeitfressenden ComputerSPIELs, zu lügen, dann weiss ich auch nicht mehr :kopfschue
    Wieviel Vertrauen habt ihr denn überhaupt noch gegenseitig!?? :kopfschue

    Wenn er diese Erweriterung unbedingt haben muß, wenn er seine Zeit damit verplempern will, mit seinen Kumpels Spaß haben will, dann lass ihn halt. Es ist sein Hobby, nicht Deins.

    Sobald er mit der Erweiterung durch ist, wird er wieder mehr Zeit für Dich haben :engel:

    Versuch, Dich anderweitig abzulenken, oder trenn Dich von ihm, wenn Du das nicht mehr aushälst.

    :engel_alt:
     
    #2
    User 35148, 21 September 2008
  3. Hase2008
    Hase2008 (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Naja er lügt dich wahrscheinlich an, weil du son Theater machst.
    MEin Gott, er hat sich ein Pc Spiel gekauft, und dich nicht wegen ner anderen angelogen. Vielleicht hat er es auch vor ein paar Monaten schon vorbestellt? Und da jetzt nicht mehr dran gedacht? Oder hast du gesheen, dass er es jetzt erst bestellt hat?
    Vielleicht spielt er jetzt ja auch "normal" viel mit dem Add On. Das weisst du ja noch gar nicht.
     
    #3
    Hase2008, 21 September 2008
  4. ArsAmandi
    ArsAmandi (35)
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    nicht angegeben
    Ganz klar wieso er dich anlügt, weil du ihm sonst eine Szene gemacht hättest, er ist ein erwachsener Mann (?), er darf tun und lassen was er möchte.
     
    #4
    ArsAmandi, 21 September 2008
  5. SandraChristina
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    nicht angegeben

    naja, solche aussagen finde ich doch bedenklich!

    computer spielsucht sollte man nicht unterschätzen, und in asien sind leute an WOW gestorben. sie haben einfach aufgehört zu trinken, weil sie vom spiel nicht mehr loskamen.

    WOW verwendet Bildwiederholungsraten, die erwiesener Maßen süchtg machend sind...

    ich könnte da jetzt noch unzählig weiter machen, ich bin eine ehemals leidgeplagte, mein ex war süchtig.


    es kommt immer auf den rahmen an, ein hobby ist vollkommen ok. eine sucht nicht mehr.



    an ts: falls dein freund süchtig ist, wirst du nichts machen können. entweder du lebst damit oder eben nicht. so hart es klingt. es wird such nur etwas ändern wenn er es will. das ist bei jeder sucht so
     
    #5
    SandraChristina, 21 September 2008
  6. User 35148
    User 35148 (43)
    Beiträge füllen Bücher
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    nicht angegeben
    Also tut mir leid, das ist purer Blödsinn! (bei den anderen Dingen die Du schriebst stimme ich Dir allerdings zu!)

    Die Bildwiederholrate kann man beliebig einstellen,
    und bei den modernen Flachbildschirmen sind sie (zumindest am PC) 60Hz fest!

    -

    Es gibt bei Computerspielen und Konsolen durchaus Warnungen vor epileptischen Anfällen für sensible Personen, weil z.B. Explosionen oder irgendwelche aufwändigen graphischen Effekte am Bildschirm plötzliche Helligkeitsschwankungen haben und in ungünstigen Konstellationen stroboskopartige Effekte hervorrufen können.

    Nein, der Suchtcharakter am WoW und ähnlichen Spielen ist,
    daß da ständig etwas los ist in diesen Welten, und man dauernd etwas machen muß, um nur ja keine Punkte bzw. den Anschluß nicht zu verlieren.

    :engel_alt:
     
    #6
    User 35148, 21 September 2008
  7. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
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    Verheiratet
    Hier scheinen Menschen zu schreiben, die absolut null bis wenig Ahnung von Computerspielen, speziell von World of Warcraft und Spielsucht haben. Für die Mehrheit von uns ist WoW bloß ein Spiel, dennoch ist es für Millionen Menschen mehr als das. WoW wird online mit und gegen Millionen andere Spieler gezockt, man verabredet sich, zieht gemeinsam durch die Online-Welt, bildet Gruppen, es entstehen Online-Cliquen. Man erschafft sich seine eigene Welt, sucht sich seinen Lieblingscharakter aus, bildet diesen aus und findet Gleichgesinnte … "Freunde". Das Spiel hat Aufgaben, aber kein Ende. Ist ein Charakter Level 80, nimmt man sich eben den Nächsten.

    WoW ist bekannt dafür, dass es schnell süchtig macht. Mein Vater, der seine Arbeitskollegen angesteckt hat, mein Bruder und dessen Kumpels sind betroffen, mein bester Freund, mein Kindergartenfreund, eine Freundin usw … es kann jeden treffen, aber auf eine Art und Weise sind alle süchtig. Wenn sie anfangen alle sozialen Kontakte zu vernachlässigen, verlassen ihr Zimmer nur noch zum Essen und aufs Klo zu gehen, wenn man sich Urlaubstage nimmt um auf LAN Parties zu gehen und die eigene Freundin anlügt, wenn sich das Geschirr und die dreckige Wäsche im Zimmer stapeln … Spielsucht!

    An deiner Stelle würde ich deinen Freund so bald wie möglich konfrontieren. Es bringt doch nichts, wenn du jetzt tagelang misstrauisch bist und er zwar bemerkt, dass du nicht so bist wie sonst immer, aber er nicht an dich rankommt und versteht wieso. Und wenn er die Erweiterung erhalten hat, wirst du ja sehen, ob sich sein altes Verhalten wieder einstellt. Ein Kompromiss ist bei WoW aber meistens aussichtslos. Einigt man sich auf eine Stunde pro Tag, dann lohnt sich das kaum, aus zwei werden dann erst 2 ½ und schließlich 3 und schon beginnt der Alptraum wieder von vorne. Ich hab keine Ahnung, wie meine Mutter das aushält, aber ich kenne genug Menschen, meist Frauen, die ihre Beziehung wegen WoW aufgegeben haben und der Mann meist einen Monat später reumütig angekrochen kam. Überlege dir gut, wieweit du bereit bist, sein Hintergehen und Verheimlichen und seine Lügen zu akzeptieren.
     
    #7
    xoxo, 21 September 2008
  8. Black X Angel
    Verbringt hier viel Zeit
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    in einer Beziehung
    Mein Ex-Freund war auch förmlich süchtig nach dem Spiel. Er hat meistens auch alles stehen und liegen gelassen und war nur mit Teamspeak und dessen Spiel beschäftigt. Einmal war ich ein Wochenende bei ihm, da musste er sich den ganzen Abend vor diesem dummen Spiel hinsetzen. Nach 6 Stunden bin ich dann mal sauer geworden und bin ein bissl augetickt. Er wollte schließlich nur "10 Minuten" an den PC. Daraus wurden dann 5-6. Mir hat das ganze damals schon recht weh getan, weil das Spiel wohl wichtiger für ihn war.
    Also wirklich. Wer dieses dumme Spiel erfunden hat, gehört doch echt sonst wohin. Ich hasse dieses Spiel, weil es mich immer an ihn erinnert. An seine dumme Abhängigkeit von diesem Spiel.

    Ich kann vollkommen nachvollziehen, dass dich sowas stört. Vorallem, wenn er dich wegen irgendeinem dummen WOW Spiel anlügen muss. Dadurch kann durchaus eine Beziehung stark leiden. Mach dich aber bitte wegen sowas nicht kaputt.
     
    #8
    Black X Angel, 21 September 2008
  9. Hase2008
    Hase2008 (33)
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    vergeben und glücklich
    Ja, es kann so sein. Aber es muss nciht. Es gibt auch Menschen, die das in einem normalen Rahmen spielen. (zB ich ;-))
    Und der Freund der TS scheint es in letzter Zeit ja gar nicht mehr gespielt zu haben. Deswegen verstehe ich die Aufregung nicht.
    Vielleicht hat er ja begriffen, dass es bei ihm zu viel war. Und spielt es jetzt in normalem Maße. Deswegn würde ich einfach mal abwarten. Wenn er wieder damit anfängt, und es zu viel wird, dann kannst du immer noch was dagegen sagen, oder deine Konsequenzen ziehen. Ich würde ihn vielleicht erstmal darauf ansprechen, dass er sich das bestellt hat. Und schauen was er dazu sagt...
     
    #9
    Hase2008, 21 September 2008
  10. diamond in love
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    nicht angegeben
    Kann man sich bei WoW-Sucht eigentlich an jede x-beliebige Suchtberatungsstelle wenden oder gibt's für sowas Spezialisten?
     
    #10
    diamond in love, 21 September 2008
  11. Hase2008
    Hase2008 (33)
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    vergeben und glücklich
    Es gibt mittlerweile auch Beratungsstellen, für Computer Spielsucht.
    Aber ich denke nicht, dass das an jeder normalen Stelle angeboten wird.

    Off-Topic:
    Sucht btw entsteht im Übrigen weil das Belohnungszentrum aktiviert wird. Das ist zumindest eine Ursache. Die bei verschiedenen Süchten so ist...
     
    #11
    Hase2008, 21 September 2008
  12. Shiny Flame
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    Sämtliche Alarmglocken läuten.

    Wow kann süchtig machen. Genau wie Alkohol, genau wie harte Drogen, genau wie Cannabis.

    Die Aussage, dass viele Menschen Wow spielen und hinterher wieder beenden können, sagt nichts vernünftiges, denn viele Menschen sind auch in der Lage, Alkohol in vernünftigen Maßen zu konsumieren.

    Ich erkenne dich in einigen Menschen in meinem Umfeld wieder, liebe TS. In der neunzehnjährigen Abiturientin, die mit ihrem neunzehnjährigen Freund zusammenlebt, der die Körperhygiene wegen diesem Spiel vernachlässigt, tagelang kein Wort mit ihr redet und IHR an ihren Differenzen die Schuld gibt, weil SIE angeblich seit neuestem so zickig geworden sei. Oder in der 38-jährigen Ehefrau, deren Mann auf Geschäftsreisen abends in einsamen Hotelzimmern damit angefangen hat und sich selbst irgendwann eingestehen musste, dass er süchtig ist, dass er zickig und gereizt wird, wenn er seine tägliche Dosis Stoff nicht bekommt. Oder in der Ex-Freundin des 28-jährigen Managers, die es nicht mehr aushielt, nur noch Luft für ihn zu sein.

    Was sagt man einem Menschen, dessen Partner alkoholsüchtig ist und nicht einsieht, dass er damit ein Problem hat? Was einem Menschen, dessen Partnerin kaufsüchtig ist, was einem Menschen, dessen Partner spielsüchtig ist?

    Was kann man als Außenstehender raten, wenn ein Mensch in einer Beziehung in eine Sucht gekippt ist und der andere darunter leidet?

    Nichts kann man raten. Gar nichts.

    Alles, was ich dir, liebe TS, sagen kann, ist: Du hast ein verdammt großes Problem an der Backe. Und du bist nicht die einzige Frau mit diesem Problem. Dein Partner ist süchtig, und die Sucht ist für ihn wichtiger als du geworden.
     
    #12
    Shiny Flame, 21 September 2008
  13. Hase2008
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    Er spielt doch im mom gar nicht..
     
    #13
    Hase2008, 21 September 2008
  14. Shiny Flame
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    In meiner Arbeit mit alkoholsüchtigen Menschen habe ich aber mitbekommen, wie die ihre Angehörigen und liebsten Menschen anlügen, um ihrer Sucht heimlich nachgehen zu können. Deswegen leuchten meine Alarmglocken ja auch beim Gedanken daran, dass er sie wegen diesem Spiel belogen hat! Er hat sie belogen! Schon wieder! Woher soll sie wissen, dass er im Moment nicht spielt?

    Wenn er es unter Kontrolle hätte, könnte er es zugeben. Kann ja sein, dass er Angst hat, dass seine Freundin dann wieder eine Szene macht... Aber ich kann sie verstehen!

    Habt ihr schon mal erlebt, wie furchtbar es ist, einen geliebten Menschen an die Sucht zu verlieren? Wie sehr man dagegen ankämpft, wie man versucht, den Partner in der "richtigen" Welt zu behalten und dabei gegen Windmühlenflügel anzulaufen versucht? Wenn man belogen wird und am Atem schnuppert, ob hinter dem Kaugummigeruch doch wieder die Fahne durchscheint? Süchte erschaffen menschliche Tragödien!

    Es ist egal, ob diese Sucht Alk oder Wow heißt. Eine Lösung ist erst in Sicht, wenn der Betroffene selbst einsieht, dass er ein Problem hat und Hilfe braucht. Dann kann der Partner dabei helfen und unterstützen. Aber erst dann...
     
    #14
    Shiny Flame, 21 September 2008
  15. Fireman86
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    Aber er will ja wohl wieder anfangen. Und er belügt sie (wieder).
    Ein gewisser Anfangsverdacht ist da ja schon gewesen...

    @ TS: Pass auf das dich das nicht kaputt macht! --> Lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende...
    (sag ich aus persönlicher Erfahrung in der
    Familie aufgrund einer Suchterkrankung).
     
    #15
    Fireman86, 21 September 2008
  16. Hase2008
    Hase2008 (33)
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    vergeben und glücklich
    Ja Flame ich weiss wie das ist, mit Drogen und mit Spielsucht.
    Ich meine nur sie soll nicht direkt den Teufel an die Wand malen, wo zumindest im Moment nichts ist.
     
    #16
    Hase2008, 21 September 2008
  17. SandraChristina
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    nicht angegeben

    würdest du es auch so locker sehen, wenn ihr freund trockener alkoholiker ist, und sich nun im internet nen jack daniels bestellt?

    ich glaube nicht dass man bei diesem spiel von süchtig auf normal umsteigen kann. es sei denn, es hat sich etwas grundlegendes im menschen selbst geändert.

    dass ihr freund wieder lügt, deutet nicht darauf hin.
     
    #17
    SandraChristina, 21 September 2008
  18. Hase2008
    Hase2008 (33)
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    vergeben und glücklich
    Off-Topic:
    Natürlich kann man von süchtig auf nicht-süchtig umsteigen. SOnst dürfte ja ein Kausüchtiger sein Leben lang nicht mehr einlaufen gehen.
    Eis Ess Süchtiger sein Leben lang nichts mehr Essen.
    Ich selbst habe das auch schon erlebt. Das geht eben dann, wenn sich die Einstellung ändert...
    Und Alkohol Sucht ist eien sehr schlimme Sucht. Und es ist viel schwieriger da raus zu kommen...
     
    #18
    Hase2008, 21 September 2008
  19. Shiny Flame
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    Verlobt
    Im Moment ist nichts?

    Er war einmal mehr oder weniger süchtig. Mit den Begleiterscheinungen wie Lügen, die dazu gehören. Das hat der TS damals sehr wehgetan.

    Jetzt hat er wieder gelogen. Wegen diesem Spiel. Er hat gesagt, er wüsste gar nichts von der Erweiterung - obwohl er sie doch kurz zuvor bestellt hat.

    Es ist nichts?

    Eine Sucht, die eine Beziehung zerstören kann, wurde angeblich aufgegeben. Aber jetzt lügt er wieder wegen dem, was damals die Sucht ausgelöst hat.

    Das soll nichts sein?

    Viele Menschen spielen Wow in Maßen. Der Geschäftsreisende, von dem ich erzählt habe, hat seine Sucht im Moment in dem Maße im Griff, dass er einen Abend pro Woche spielt und sich ansonsten eisern beherrscht. Er hat mit seiner Frau darüber gesprochen. Er weiß, dass es jederzeit wieder kippen kann, aber er nicht ganz davon los kommt. So haben die beiden gemeinsam einen Weg gefunden, damit umzugehen. Aber er ist immer noch süchtig, es fällt ihm immer noch sehr schwer, sich auf den einen Abend pro Woche zu beschränken.

    Der TS redet nicht mit seiner Freundin darüber, sondern belügt sie.

    Das soll nichts sein? Sie hat Angst um ihn, Angst um die Beziehung! Und das zu Recht! Vielleicht ist es nicht ganz so schlimm, wie es scheint...

    Aber wie soll sie das überprüfen können, wenn sie schon wieder angelogen wird? Die Lügen sind noch viel schlimmer als die eigentliche Sucht!

    Off-Topic:
    Ein Kaufsüchtiger muss sein Leben lang aufpassen, besonders wenn er Stress hat, um nicht doch wieder in die alten Verhaltensmuster zurückzuverfallen.

    Eine Esssüchtige... Nun, immer wenn ich Stress habe, traurig bin, zwinge ich mich, meine drei Mahlzeiten am Tag zu essen. Obwohl es dann wie Watte in meinem Mund und Bauch ist und mir manchmal schlecht wird.

    Ich weiß, dass ich mein Leben lang aufpassen muss, nicht wieder in den Kreislauf der Essstörung reinzukommen. Mein Leben lang. Auch, wenn es viele Zeiten gibt, zu denen es mir ganz normal geht.

    Ich weiß, dass da ein Problem ist, dass ich im Blick behalten muss. Dazu stehe ich auch. Ich würde niemals jemandem erzählen "Keine Sorge, ich habe heute gefrühstückt, ich brauch jetzt noch nichts", sondern ich sage "ich habe heute nicht gefrühstückt, ich hoffe mal, das ist jetzt nicht so schlimm. Ich muss wohl wieder aufpassen, dass ich meine Mahlzeiten regelmäßig esse. Aber gerade kriege ich nichts runter."

    Wer nicht so zu seiner "Sucht" stehen kann, sondern sie verleugnet, verharmlost und ignoriert, der kann nicht behaupten, dass er sie bewältigt hat! Nur jemand, der sie sich selbst eingesteht und zu seinen Probleme stehen kann, der hat eine Chance.
     
    #19
    Shiny Flame, 21 September 2008
  20. SandraChristina
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben

    sucht ist sucht. sobald sie das leben beeinträchtigt ist sie "schlimm"
    es gibt WOW spieler, die stehen einem langzeitalkoholiker in nichts nach.

    hier ausm ICD 10, die Merkmale für Abhänigkeit:



    Einteilung
    Klassifizierung von Sucht nach ICD-10

    Um die Diagnose einer Abhängigkeitserkrankung stellen zu können, müssen mindestens 3 der folgenden Kriterien erfüllt sein:

    Es kommt zur Toleranzentwicklung. Toleranz bedeutet, dass ein Patient im zeitlichen Verlauf stets mehr Substanz benötigt, um den gleichen positiven Effekt zu spüren.
    Beispiel: Ein Alkoholiker, der zu Beginn seiner Erkrankung etwa eine halbe Flasche Schnaps trank, um einen Zustand des angenehmen Rausches herbeizuführen, wird nach einigen Wochen vermutlich schon eine ganze Flasche brauchen, um sich so zu fühlen wie zu Beginn der Erkrankung.

    Körperliche Entzugssymptome. Dies bedeutet, dass es bei Nichteinnahme der Substanz zu den typischen körperlichen Symptomen kommt, welche anzeigen, dass der Körper sein “Gift“ braucht. Typischerweise sieht man hier ein verstärktes Schwitzen, körperliche Unruhe, Zittern und Schlaflosigkeit.

    Substanzgebrauch mit dem Ziel, Entzugssymptome zu vermindern. Dies bedeutet, dass es im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung kann nicht mehr nur um Rauschzustände geht, sondern vielmehr darum, dass es häufig notwendig ist Substanzen zu sich zu nehmen, um überhaupt in einen „neutralen“ Zustand zu kommen.

    Verminderte Kontrollfähigkeit bezüglich des Beginns, der Beendigung und der Menge des Konsums. Normalerweise nimmt man eine Substanz zu sich, um einen bestimmten Effekt zu erzielen und hört anschließend mit der Zufuhr auf. Man trinkt eine gewisse Menge und hört dann auf. Die Abhängigkeitserkrankung macht die Patienten jedoch „haltlos“ oder „haltarm“. Ihnen entgleitet die Kontrolle über Beginn, Ende und Menge des Konsums. Dieser wird als unbegrenzte Selbstverständlichkeit betrieben und verfolgt somit keinen echten, begrenzten Zweck mehr. Man nimmt sich z.B. vor nur ein einziges Glas Wein zum Essen zu trinken und trinkt dann doch eine ganze Flasche.

    Starker Wunsch bestimmte Substanzen zu konsumieren. Diesen Mechanismus bezeichnet man auch als „Craving“. Hiermit wird ein Verlangen bezeichnet, was so stark ist, dass es alle guten Vorsätze oder drohende negative Konsequenzen überlagert. Diese Form des Verlangens geht nicht mit Entzugserscheinungen einher.
    Beispiel: Ein alkoholabhängiger Patient nannte dieses Verlangen mir gegenüber einmal: Es fühlt sich an, als ob man drei Tage durch die Wüste irrt und dann eine Oase findet. Da können noch so viele Warnschilder stehen. Sie werden trinken!

    Eingeengtes Verhaltensmuster im Umgang mit psychoreaktiven Substanzen. Dies bedeutet, dass z.B. der Alkohol oder Cannabis im Rahmen der Abhängigkeit ihren ursprünglichen Zweck verliert. Vormals wurden sie vielleicht als Stimmungsaufheller oder einfach als Teil des gelungenen Wochenendes und der Geselligkeit gesehen. Später jedoch werden Sie nur noch eingesetzt, um die Realität nicht mehr wahrzunehmen oder einfach, weil es Gewohnheit geworden ist. Es geht darum „drauf“ zu sein, weil das Leben nüchtern so schwer zu ertragen ist.

    Fortschreitende Vernachlässigung anderer Vergnügungen oder Interessen. Hiermit ist gemeint, dass Sucht, ganz ähnlich wie Krebs, in das Leben des Patienten hineinwuchert und immer mehr Lebensbereiche bestimmt.
    Beispiel: Sucht und Vernachlässigung
    Ein Mann, welcher zunächst nur nach der Arbeit zu Hause trank und langsam in eine Abhängigkeit rutschte, wird wegen Trunkenheit am Arbeitsplatz entlassen. Dies hat zur Folge, dass sich aus Wut und Trauer darüber sein Alkoholkonsum deutlich steigert. Immer öfter wird er zu Hause durch Freunde, die ihm eigentlich beistehen wollen betrunken angetroffen. Im Weiteren ziehen sich die Freunde immer mehr zurück und da der Mann sich schämt vernachlässigt er auch immer mehr Kontakte nach Außen. Letztendlich hält es auch seine Frau nicht mehr aus und verlässt ihn, so dass der Mann in die vollständige „soziale Isolation“ gerät.



    8. Anhaltender Substanzkonsum trotz eindeutiger körperlicher und psychischer Folgen. Dieser Punkt macht im Besonderen noch einmal das Teuflische der Abhängigkeitserkrankung deutlich. Die meisten Patienten wissen sehr wohl, was mit Ihnen passiert. Sie bemerken die Veränderungen an und in ihren Körpern. Auch merken sie die Veränderungen des Denkens und ihres Wesens. Abhängige wünschen diese Veränderungen keineswegs, noch wünschen sie sich zu sterben. Trotzdem ist es ihnen nicht möglich aufzuhören.
     
    #20
    SandraChristina, 21 September 2008

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