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ONS, ein Widerspruch in sich?

Dieses Thema im Forum "Liebe & Sex Umfragen" wurde erstellt von User 16351, 5 August 2007.

  1. User 16351
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    vergeben und glücklich
    Bezugnehmend auf einen aktuellen Thread möchte ich folgende Frage in den Raum stellen:

    Kann für einen Mensch, der One-Night-Stands (Genauer: Sex aus Geilheit/wegen körperlicher Attraktivität) hat, und mit dem One-Night-Stand nichts ausser Körperlichkeit verbindet, ein Fremdgehen des Partners in der Beziehung aus rein körperlicher Motivation verwerflich sein?

    Kurzbeispiel:

    Eine Frau und ein Mann haben folgende Einstellung zu Sex:

    - Abstürze auf Party sind normal, Knutschen, Fummeln, danach in die Kiste.
    Beide wollen ihre Sexualität FREIZÜGIG ausleben, haben Spaß daran. Es ist schließlich nur Sex, und nichts Verbotenes. Schließlich leben wir ja nicht im 18. Jh und lassen uns alle von unserer Mami nix mehr sagen, wir wollen schließlich nur Spaß haben und sind erwachsen. Wenn es passiert, passiert's! Schließlich ist es NUR Sex - jeder sollte ohne dafür irgendwie komisch angeguckt zu werden mit jedem, den er attraktiv findet, in die Kiste springen dürfen. Da sind keine großen Gefühle im Spiel, es ist nur Sex.

    Das ist die Ausgangsbasis.
    ___________________________________________________
    Jetzt sind die beiden in einer Beziehung.

    Wenn der andere fremdgeht, und sei es nur aus der oben beschriebenen Geilheit, wäre das der Super-GAU, der völlige Vertrauensbruch, die Basis ist weg.

    Und ich frage mich: Warum? Warum hat die Intimität des anderen dann plötzlich diesen Stellenwert, wenn es doch eigentlich nur Sex, nur Spaß ohne Gefühle ist, wenn man das trennen kann?

    Warum knüpft man an etwas, was eigentlich nur nette Spielerei ist, den Fortbestand einer Beziehung? Es ist doch nur Sex, etwas was Spaß macht und man mit attraktiven Personen hat, was NICHT AN GEFÜHLE, AN ZWEISAMKEIT GEBUNDEN SEIN MUSS.

    Das liegt nicht daran, dass die Einstellung der Personen sich ändert! Wenn du sie in der Beziehung fragst, ob ONS für sie in Betracht kommen, setzen die ein Grinsen auf und sagen: "Na klar, ist doch nur Sex, aber ich bin gerade in einer Beziehung."

    Dann ist es doch nur tumbe Besitzgier und die Menschen wissen eigentlich selbst nicht, weshalb sie eifersüchtig sind, wenn der Partner daran denkt, mit einer/m in die Kiste zu springen. Es müsste der rein aus Gründen der Triebhaftigkeit praktizierte Sex auch innerhalb der Beziehung völlig bedeutungslos sein.
    _______________________________________________________

    Mich würde eure Meinung interessieren aber:
    a) Das hat NICHTS mit Moral zu tun, daher verzichtet bitte auf derartige Antworten.
    b) Nein, ich mache keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen, die ONS haben.
    c) Ich habe weder etwas gegen Menschen, die freizügig sind, noch gegen Menschen, die heiraten müssen, um Sex zu haben, daher würde ich mich über eine Diskussion auf einem Level abseits von Klischees und Allgemeinplätzen freuen.
     
    #1
    User 16351, 5 August 2007
  2. Ginny
    Ginny (35)
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    vergeben und glücklich
    Vielleicht hat man aber trotzdem Angst, dass es für den Partner nicht nur ein reiner ONS war, sondern dass er doch Gefühle besitzt. Dass der Partner sich also verliebt oder sich zumindest so weit zu der anderen Person hingezogen fühlt, dass er sie wiedersehen will. Soll ja genug Leute geben, die sich wider Erwarten in den ONs verliebt haben. Wenn man solo ist, denkt man darüber nicht so nach, aber in der Beziehung wird diese Befürchtung dann plötzlich relevant.

    Ob tumb oder nicht, es gehört ja nunmal dazu, dass man nicht immer rational empfindet. Ich finds ganz normal, dass man in gewissen Bahnen nicht begründen kann, warum man so reagiert und denke, ein gewisses Besitzdenken ist zwar nicht schön, aber menschlich.
     
    #2
    Ginny, 5 August 2007
  3. rough_rider
    Meistens hier zu finden
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    vergeben und glücklich
    ich bin bei diesem thema ziemlich bei dir... das problem ist das fehlende selbstbewußtsein bzw. eifersucht.

    "aber was, wenn sie schmutziger/besser ist als ich?"
    "aber was, wenn er nen größen schwanz hat als ich?"

    das ist das hauptproblem glaub ich.
    solang ich in ne frau verliebt bin, brauch ich keinen sex bei anderen - des weiteren sind ONS nicht so überragend, sex wird ja mit der zeit besser, dementsprechend erst recht kein grund zur eifersucht imho :zwinker:
     
    #3
    rough_rider, 5 August 2007
  4. äther3
    äther3 (36)
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    nicht angegeben
    vielleicht helfen diese fragen..

    welche bedeutung muss ich dem sex beimessen, um mir erlauben zu können ihn ohne liebe zu haben?

    jeder ons-ler wird versuchen den wert und die bedeutung zu verwischen.. zu verharmlosen..
    wenn der sex vorbei ist.. und man kapiert hat.. das führt nirgends hin..
    er muss, denn sonst müsste er sich eingestehen, dass er was falsch gemacht hat..
    oder zumindest etwas verloren hat..

    um dem versuchsweise zu entgehen wird der sex degradiert..
    im widerspruch zum eigentlichen motiv sex zu haben..
    denn wozu sollte man ihn denn sonst haben? :zwinker:

    dieses degradieren & banalisieren..
    nimmt dem sex sein symbolwert..
    er wird zu einer bedeutungslosen nebensache..

    das schlägt sich natürlich nieder in der art, wie die darauffolgenden beziehungen und der darauffolgende sex subjektiv erlebt und bewertet werden..

    denn das kann nur entsprechend den eigenen einstellungen im kombination mit seinen autonomen gefühlsanalgen und mechanismen der subjektivität geschehen..

    und so wird man opfer seiner eigenen degradation des sex..
    weil man es in degradierter form nicht viel wert ist..
    oder man den alten sex bereuen muss, um dem neuen wieder hohen wert geben zu können..

    da ist der wille nicht darüber erhaben, diesen mechnismus zu 'finanzieren, da es um ja-nein-entschdiungen geht.. um eine prinzipien-frage..

    doch wie wirkt sich das auf die Beziehung aus, wenn der sex darin ein degradierter ist?
    wie fühlt sich das im vergliech zu nicht-degradiertem sex an?

    und das ist ja die grosse schweinerei..:
    degradierter sex, degradiert auch die partnerschaft..

    klar reizt die sex-vielfalt..

    nur steht sie eben teilweise im widerspruch zu der exklusiven natur partnerschaftlicher liebe..

    deswegen wird man sich im klaren sein müssen, wo was welche abstriche kostet..

    und genau diese 'einsicht.. die sich im empfindungsstil manifestiert (weil das eigen autonome empfinden nicht mehr subjektive qualität hergeben kann als konsistent ist..) in die unwillkürlichkeit der gültigkeit dieses prinzips ist es, dass die ons-ler am ende doch eifersüchtig werden lässt, wenn sie mal wriklich lieben.. :zwinker:

    an dem prinzip lässt sich nichts ändern..

    die einzigeste frage die sich stellt ist..
    egal welchen weg man wählt..
    bin ich bereit die unwillkürlichen konsequenzen zu tragen?
    kann ich es vor mir selbst und meinem gewissen verantworten?

    jeder der sich die frage stellen kann, ob er den sex für die liebe reserviert oder nicht.. und das tun sie alle..
    degradiert ihn, wenn er ihn nicht für die liebe reserviert..

    wovon lebt die liebe denn, wenn nicht von ihren eigenen 'regeln?
    wozu gibt es tränen & reue?
    wenn es keinen sinn.. und keine bedeutung.. keinen wert des eigenen tuns und lassens gibt?
     
    #4
    äther3, 5 August 2007
  5. Piratin
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    weil Gott (Mutter Natur/der große Manitou/whatever) den Menschen mit dem grünäugigen Monster der EIFERSUCHT ausgestattet hat. :grin: :grin: :grin:
     
    #5
    Piratin, 5 August 2007
  6. Shiny Flame
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    Ich frage mich das auch - aber ich komme zu dem gegenteiligen Ergebnis. Offene Beziehung! Liebe ist was viel zu schönes, um sie allen außer einem einzigen Menschen vorzuenthalten :zwinker:
     
    #6
    Shiny Flame, 5 August 2007
  7. Piratin
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    @Flame: Liebe? Ich dachte in offenen Beziehungen ist man "im Kopf treu" und liebt doch nur den Partner?
     
    #7
    Piratin, 5 August 2007
  8. Shiny Flame
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    Piratin: Das gibt es sehr wohl, ist für mich aber Schwachsinn, also für mein Leben jetzt, ich könnte es nicht. Sex hat was mit Liebe zu tun - aber ich kann mich mit der Zeit immer schwerer an die Vorstellung halten, dass Liebe etwas ist, was man nur mit einer einzigen Person teilen darf.

    Dann kommen immer so Sachen wie, ich liebe meine Eltern, meine Schwester und auch meine Freunde und Freundinnen irgendwie - jenau. Und wenn jemand dabei ist, der grad solo ist und körperlich einsam, oder jemand, der da ähnlich tickt wie ich - dann ist für mich auch in einer Freundschaft Sexualität etwas, was man bei gegenseitiger Attraktivität teilen kann.

    Das ist vielleicht keine Liebe wie zu dem eigenen Partner, aber hat auch sehr viel mit Zuneigung zu tun und ist auch etwas, was ich nicht mit jedem, sondern nur mit besonderen Menschen machen würde. Vielleicht habe ich großes Glück, dass ich mehr als einen besonderen Menschen kenne - vielleicht tickere ich auch einfach nur polyamor.

    Mit den meisten Menschen außerhalb, die ich mag und mit denen ich Sexualität teile, geht es übrigens nciht bis zum letzten, nur schmusen und unter die Wäsche gehen im Höchstfall. Aber das ist meine Art. Ich bin dabei absolut ehrlich und würde nie jemandem mehr vorspielen als was tatsächlcih ist, oder meinen Partner belügen.

    @äther3:

    Es handelt sich dabei weniger um eine Degration des Sexes ("Es ist ja nur Sex"), denn dabei macht man sich selbst wirklcih billig, sondern um eine Weiterfassung des GEfühls Liebe.

    Statt dass ich etwas sehr schönes abwerte (nämlich Sex), erweitere ich etwas anderes sehr schönes (nämlich Zuneigung, ich sag jetzt mal extra nicht Liebe, sondern eben Zuneigung). So habe ich am Ende mehr. Jemand, der wie von dir beschrieben Sex abwertet, hat am Ende weniger.
     
    #8
    Shiny Flame, 5 August 2007
  9. Sylphinja
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    vergeben und glücklich
    Was ist mit dem Fall wo es dann dennoch so weiter funktioniert?

    Wobei ich nicht nur von ONS rede.
    Sondern generell Bekanntschaften die man hat, mit dennen man eventuell in der Kiste landen kann.
    Denn seien wir ehrlich für Sex muss dennoch auch Sympathie vorhanden sein, sonst funktioniert auch das nicht.

    Ich denke wenn man klare Regeln für sowas aufstellt kann es durchaus funktionieren.

    Kat
     
    #9
    Sylphinja, 5 August 2007
  10. Sternschnuppe_x
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    Ich selbst hatte noch nie einen klassischen ONS und könnte mir das auch nicht wirklich vorstellen, mit einem Fremden, "einfach so", ich kann aber durchaus verstehen, daß es Leute gibt, die das eben lockerer sehen.

    Deine Frage war ja, warum bei solchen Leuten, wenn sie dann in einer Beziehung sind, Fremdgehen (ohne Gefühle!) dann so ein Drama wäre, wenn Sex doch gar nichts Besonderes ist. Ich denke, das liegt daran, daß eben doch ein Unterschied besteht, ob man in einer Beziehung ist oder nicht.

    Sie gestehen dem Partner (und auch sich selbst) zu, wenn er nicht in einer Beziehung ist und Lust auf Sex hat, eben auch einfach welchen mit irgendwem zu haben, wenn ihm danach ist, einfach weil er sonst ja gar keinen Sex hätte, unter Umständen für Monate oder Jahre. IN der Beziehung HAT der Partner ja aber gerade die Möglichkeit, Sex zu haben. Und wenn er DANN jemand anders "vorzieht", OBWOHL er jederzeit mit einem selbst Sex haben könnte, dann kommt das Unverständnis und die Eifersucht, bzw. vielleicht sogar Selbstzweifel ("was bekommt er da, was er bei mir nicht bekommt?").

    Insofern finde ich es schon einleuchtend, daß auch Leute, die normalerweise ONS eher locker sehen, das IN der Beziehung dann nicht mehr so locker sehen.
     
    #10
    Sternschnuppe_x, 5 August 2007
  11. User 16351
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    vergeben und glücklich
    Spannend! :smile:
    Danke an alle, dass ihr auf "Kurs" bleibt!

    Ich denke auch, dass es im Wege einer offenen Beziehung funktionieren kann - es muss halt jeder für sich entscheiden, ob er mit dieser Form des Miteinanders klarkommt. Der springende Punkt ist ja, dass der ONS-ler eigentlich damit klarkommen muss, um sich nicht in Selbstwiderspruch zu setzen. Die Begründung, nicht fremdzugehen, um den Partner nicht zu verletzen ist dann zwar immer noch möglich, d.h. man setzt sich selbst Grenzen, aber eben nicht aus dem Grund widerspruchsfrei und konsequent zu leben, sondern lediglich aus Rücksicht, die an Mitleid grenzt - man ist also die ganze Zeit mit einem Menschen zusammen, der eigentlich anders möchte, seinen Trieben aber nicht freien Lauf lässt. Für mich unschön...

    Hmm, aber die Möglichkeit, Sex zu haben, hat man doch eigentlich immer? Um das Fremdgehen dann mit der Frage nach der eigenen Minderwertigkeit in Verbindung zu bringen, muss Sex doch immer einen gewissen Stellenwert haben? Der Ansatz ist interessant, aber irgendwie ist mir der Mensch in der SItuation noch zu sehr Opfer von Selbstzweifeln und Widersprüchen bzw. das wären keine Gedanken, die ich mir machen würde.
     
    #11
    User 16351, 5 August 2007
  12. Shiny Flame
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    Wenn mein Partner damit ein Problem hätte, würde ich treu bleiben, ganz klar, und mich auch kaum eingeschränkt fühlen dadurch. Meinem Partner zuliebe mache ich auch Sachen, die mir wesentlich schwerer fallen als Treue - z.B. meine Sachen abends nciht einfach auf den Boden schmeißen, sondern zusammenlegen.

    Natürlich ist das ne Einschränkung, ich würde sie halt lieber einfach faul in die Ecke schmeißen, aber Zusammensein heißt immer, Kompromisse schließen.

    Wobei, ich muss allerdings sagen (bei uns läuft es im Moment aus anderen Gründen nicht so gut), dass ich es schon schön finden würde, wenn ein möglicher zukünftiger Partner es ähnlich locker sehen würde wie ich. Wäre angenehmer. Wenn nicht - hey, dann beschränke ich mich in ´Zukunft auf freundschaftliche Umarmungen zur Begrüßung und ein wenig Flirten.
     
    #12
    Shiny Flame, 5 August 2007
  13. Sternschnuppe_x
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    Gehst du hier jetzt davon aus, daß jeder, der, wenn er single ist, gerne ONS hat, das auch dann gerne hätte, wenn er in einer Beziehung ist? :ratlos_alt: Oder hab ich da jetzt was falsch verstanden? Das glaube ich nämlich nicht.
     
    #13
    Sternschnuppe_x, 5 August 2007
  14. User 16351
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    Ich mir auch! Und das spreche ich niemandem ab.

    Zur letzten Frage: Nein, davon gehe ich nicht aus, aber der Trieb bleibt, bzw. kommt wieder. Und auch in einer Beziehung gibt es körperliche Attraktivität neben dem Partner. Ich bin mir sicher, dass vom Großteil des Forums auf die Frage, warum man in der Beziehung, wenn man die Möglichkeit hat mit dem Traummann/ der traumfrau zu schlafen, nicht fremdgeht, die Antwort kommt, dass man den Partner nicht verletzen will.
     
    #14
    User 16351, 5 August 2007
  15. Shiny Flame
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    Das ist ein ganz interessanter Punkt, den du da aufgreifst. Meine eine Freundin ist kürzlich Single geworden und lebt sich im Moment, wie man so schön sagen könnte, aus. In ihrer Beziehung hatte sie nie das Bedürfnis danach, und sie geht auch davon aus, dass wenn sie wieder jemanden gefunden hat, in den sie sich verlieben kann, diese "wilde Zeit" eine Phase ist, die vorbei geht.

    Für sie ist es so, dass sie, so lange sie jemanden liebt, gegenseitige Treue für selbstverständlich hält und allein das Bedürfnis nach Sex mit anderen als ein Zeichen dafür, dass in der Beziehung etwas nicht stimmt. Aus diesem Grund wäre ein ONS in der Beziehung für sie immer ein Alarmsignal, dass die Liebe aufgehört hat.

    Neben der Liebe hat sie aber noch andere Bedürfnisse, Bestätigung der eigenen Attraktivität und körperliche Nähe (nicht unbedingt Sex, aber schmusen und knutschen). Wenn sie das nicht gleichzeitig mit Liebe und Partnerschaft kriegen kann, aber auf anderem Weg schon, dann macht sie das. Aber eine dauerhafte Partnerschaft wäre ihr viel lieber.

    Das glaube ich ihr, warum sollte sie mich belügen, die ich selbst doch noch so viel "unmoralischer" als sie bin? Das ist für mich eine Erklärung, warum ONS jetzt ok sind, aber in einer Beziehung nicht mehr.

    a. Es ist völlig ok, wenn man in erster Linie treu bleibt, um den PArtner nicht zu verletzen, und nicht nur, weil man im tiefsten Inneren das Bedürfnis nach Treue verspürt.

    b. Es ist nicht ok, wenn irgendjemand anders Traummann/Traumfrau ist als der Partner - warum ist man dann bitte zusammen?
     
    #15
    Shiny Flame, 5 August 2007
  16. User 16351
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    Da gehen unsere Meinungen auseinander und genau da liegt der Knackpunkt - aber ich respektiere dein Ansicht.:smile:

    Missverständlich ausgedrückt - ich meine optische Schwärmerein.
     
    #16
    User 16351, 5 August 2007
  17. Shiny Flame
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    Ich würde gerne wissen, warum deine Meinung da so anders ist? Ich verstehe es wirklich nicht. Ist gegenseitiger Respekt und Rücksichtnahme nicht das A und O für eine Beziehung?
     
    #17
    Shiny Flame, 5 August 2007
  18. User 16351
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    vergeben und glücklich
    Doch, auf jeden Fall. Für mich persönlich ist es aber -da kann man mir jetzt gerne Zwanghaftigkeit unterstellen- das Wichtigste, möglichst widerspruchsfrei zu leben. Jede Handlung, nach der ich morgens in den Spiegel gucke und mich frage: "Was hast du da jetzt getan?" meide ich (keine Sorge, ich bin nicht verklemmt und habe auch Freunde :smile: ).
    Und gerade in einer Beziehung benötige ich widerspruchsfreie Sicherheit. Diese Sicherheit kann mir nur ein Partner geben, von dem ich weiß, dass er aus den gleichen Überzeugungen -nämlich der Widerspruchsfreiheit der Lebensführung- treu ist. Die andere Form der Treue, das Nicht-verletzen-Wollen, ist für mich eine Form der Rücksichtnahme - und ich will keine Rücksicht, ich will Überzeugung und rationale Konsequenz, nicht emotionale Selbstbeschränkung.
     
    #18
    User 16351, 5 August 2007
  19. waschbär2
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    vergeben und glücklich
    Du willst die "eierlegende Wollmilchsau". Etwas, was es nicht gibt.

    Deine Ansprüche - auch an dich selbst - werden sich wahrscheinlich im Laufe der Zeit relativieren.

    Aber deine "Grundeinstellung" ist ganz ok.
    Du darfst sie nur nicht zum absolut unumstößlichen Gesetz machen :zwinker:
     
    #19
    waschbär2, 5 August 2007
  20. User 16351
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    vergeben und glücklich
    Off-Topic:
    Tja, das ist zumindest für mich schon passiert - ich habe für mich die Lebensweise gefunden, die mir im Bezug auf meine Werte und mein Rechtsverständnis ein maximal -nicht absolut- widerspruchsfreies Leben ermöglicht. Das Einhalten dieser Regeln erfüllt mich mit größerer Zufriedenheit, als das Nachgeben in die Irrationalität und Bedürfnisgesteuertheit.

    Ich kann nicht sagen, was morgen ist, aber zumindest in meinem jetzigen Lebensabschnitt funktioniert auf diese Weise alles perfekt. Es ist nicht unmöglich, dass ich mich ändere, aber es ist unwahrscheinlich. Wie gesagt, ich akzeptiere jede andere Einstellung - jeder so, wie er glücklich wird.


    Jetzt aber wieder On-Topic: Hat noch jemand Antworten auf die Ausgangsfrage?
     
    #20
    User 16351, 5 August 2007

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