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  • DieDa
    DieDa (31)
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    vergeben und glücklich
    2 Juli 2006
    #1

    Opa auf der Intensivstation, soll ich meine Eltern benachrichtigen?

    Meine Eltern sind Mittwoch in Urlaub gefahren und wissen, dass mein Opa wegen diverser Beschwerden Mittwoch ins Krankenhaus wollte. Am Sonntag waren wir nochmal bei ihm und haben ihm gut zugeredet, weil er sich nicht sicher war ob er gehen sollte.

    Gestern ereilte mich ein Anruf meines Onkels, dass mein Opa seit Freitag auf der Intensivstation im künstlichen Koma liegt und der Arzt ihm anvertraut hat, dass es nicht besonders gut aussieht :cry: .

    Soll ich deswegen meine Eltern im Urlaub anrufen, oder soll ich damit warten?
    Einerseits haben sie mich gebeten anzurufen, wenn irgendwas ist. Andererseits können sie eh nichts an der Lage ändern und es würde ihnen komplett den Urlaub vermiesen :frown:
    Und immerhin kann es ja auch noch sein, dass irgendwie ein Wunder geschieht :geknickt:
     
  • Numina
    Numina (31)
    ...!
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    2 Juli 2006
    #2
    Auf jeden Fall würde ich anrufen, zumal deine Eltern ausdrücklich darum gebeten haben. Der Urlaub ist sicherlich erstmal nebensache, und sie würden sich sicher im Nachinein ärgern, wenn sie sich eine schöne Zeit gemacht haben und dann erfahren, dass sie woanders gebraucht wurden und hätten dort sein wollen.
     
  • Sonnenstrahl111
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    2 Juli 2006
    #3
    Ich würde auch auf jedenfall anrufen, denn lass mal das schrecklichste passieren, da machen sich deine Eltern vielleicht ihr ganzes Leben lang Vorwürfe, dass sie in den schwersten Stunden deines Opa´s fröhlich in der Sonne gelegen haben.
     
  • stryk
    stryk (33)
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    nicht angegeben
    2 Juli 2006
    #4
    anrufen!
     
  • DieDa
    DieDa (31)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    2 Juli 2006
    #5
    Naja, aber er ist ja nicht tot, und so einfach zurückkommen können sie eh nicht (sind geflogen).

    Mein Onkel und mein Freund haben mir geraten, ich sollte sie erstmal nicht anrufen.
     
  • thomHH68
    thomHH68 (50)
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    2 Juli 2006
    #6
    Würde sie auf alle Fälle benachrichtigen und sie mit den entsprechenden Informationen versorgen; immerhin handelt es sich um ein Familienmitglied und da sollten die schon Bescheid wissen. Wie sie sich diesbezüglich letzten Endes entscheiden, ergibt sich dann ja aus der Ernsthaftigkeit der Sache.
     
  • waschbär2
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    vergeben und glücklich
    2 Juli 2006
    #7
    Was ändert es, wenn du sie anrufst ?

    Da sie an der Situation eh nichts ändern können, wäre nur ihr Urlaub versaut.

    Meine Schwester und ich waren einmal in einer ähnlichen Situation.
    Wir haben nicht angerufen.
     
  • stryk
    stryk (33)
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    2 Juli 2006
    #8
    nen schnellerer rückflug lässt sich eigentlich immer irgendwie organisieren...

    ginge es um deinen vater würdest du es auch erfahren wollen
    ruf an, dann macht sich später niemand vorwürfe
     
  • TheRapie
    TheRapie (35)
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    2 Juli 2006
    #9
    ich würde anrufen.
    alles andere wäre für mich auch ehrlich gesagt absurd.

    da geht es einem familienmitglied nicht gut und ein grosser rest der familie macht (aus unwissenheit) irgendwo nett urlaub. ne, echt nicht.

    ich finde auch man sollte in so einer situation niemanden bevormunden.
     
  • waschbär2
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    vergeben und glücklich
    2 Juli 2006
    #10
    Meine Schwerster hat es damals drastischer ausgedrückt:

    Wenn er stirbt, ist er nach 5 Tagen immer noch tot.

    Und wenn ich ehrlich bin, wäre es mir egal, wann ich es erfahre. Ich hätte eh nichts daran ändern können.
     
  • Sahneschnitte1985
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    2 Juli 2006
    #11
    Ich würde auf jeden Fall anrufen, deine Eltern haben ja ausdrücklich gebeten das zu tun wenn etwas ist!
     
  • stryk
    stryk (33)
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    2 Juli 2006
    #12
    ich wär jedenfalls verdammt enttäuscht wenn ich jemanden darum bitte mich zu informieren wenn was passiert und ich dann ausm urlaub wiederkomme und erfahre das mein vater auffer intensiv liegt
     
  • wundergibtes
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    vergeben und glücklich
    2 Juli 2006
    #13
    Künstliches Koma in diesem Alter ist nicht gerade eine Lebensgarantie :ratlos: Meine Oma lag ebenfalls im künstlichen Koma und man konnte sie nicht mehr stabilisieren.

    Wenn deine Eltern dich ausdrücklich darum gebeten haben, dann mach es bitte! Wenn in der Zwischenzeit was passiert, dann wirst du dir später womöglich noch Vorwürfe machen.
     
  • Ginny
    Ginny (37)
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    vergeben und glücklich
    2 Juli 2006
    #14
    Ein objektives "Richtig" gibt es in diesem Fall wohl nicht. Ich würde benachrichtigt werden wollen, weil ich es immer schrecklich finde, wenn ich etwas im Nachhinein erfahre und mir zu dem betreffenden Zeitraum keine Gedanken darüber machte - angenommen er stirbt wirklich, dann würde ich mir nachher sagen, dass ich vielleicht doch, wenn ich es gewusst hätte, früher abgereist wäre. Und selbst wenn nicht, ich fühle mich immer ein bisschen besser, wenn ich bei einem schlimmen Ereignis informiert war und es mir selber nciht gut ging. Und, aber hallo, ich würde demjenigen, de rmich nicht informiert, Vorwürfe machen. Lieber ein vermiester Urlaub, als anschließend damit leben zu müssen, dass ich ahnungslos war.
    Das musst du aber selber entscheiden, ob deine Eltern auch so drauf sind. Immerhin wussten sie ja, dass er ins Krankenhaus kam, sind also insgeheim vielleicht eh auf so was vorbereitet. Andererseits haben sie ja ausdrücklich um Benachrichtigung gebeten und ich nehme mal an, dass damit nicht nur der Extremfall Tod oder so gemeint war. Wann kämen sie denn regulär zurück?
     
  • whitewolf
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    nicht angegeben
    2 Juli 2006
    #15
    Das ist zweifelsohne richtig, aber vielleicht will man vorher nochmal die Moeglichkeit haben, Abschied zu nehmen.

    Ich tendiere klar zu anrufen!
     
  • Kleines
    Kleines (31)
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    vergeben und glücklich
    2 Juli 2006
    #16
    Stimmt ich zu. Und vor allem haben sie darum gebeten sie zu benachrichtigen. Ich würds tun. auch wenn der Urlaub versaut ist, ein Urlaub kann man immer wieder machen, aber wenn der Opa stirbt, dann isses vorbei und der kommt net wieder. (Ma ganz blöd ausgedrückt)
     
  • Tamachan
    Tamachan (38)
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    2 Juli 2006
    #17
    Ruf sie an!!!!

    1.
    haben Sie Dir gesagt, Du sollst Dich melden - das war ihr ausdrücklicher! Wunsch. Also handel auch danach!

    2.
    Ich weiß, Du willst Deine Eltern "schützen" und ihnen ihren Urlaub nicht verderben - aber wenn Du sie nicht anrufst, nimmst Du ihnen vielleicht auch die Chance, sich zu verabschieden (was mir persönlich sehr wichtig wäre). Ist nämlich schon was anderes, selbst wenn er jetzt im Koma liegt, als wenn es dann zu spät ist. Und was, wenn es dafür keine 2. Chance gibt? Sie können immer noch selbst entscheiden, wenn Du sie angerufen hast, ob sie ihren Urlaub abbrechen oder nicht. Aber so lässt Du sie nicht mal selbst entscheiden. Das ist nicht gut.

    3.
    Ich weiß nicht wirklich, was Koma für denjenigen bedeutet, der sich darin befindet und will es mir auch nicht anmaßen. Was, wenn diese Menschen sehr wohl noch merken, wenn jemand anwesend ist, den sie lieben? Willst Du ihm das dann nehmen? Zu fühlen, dass jemand da ist, der sich um ihn sorgt?
     
  • DieDa
    DieDa (31)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    2 Juli 2006
    #18
    Man könnte den letzten Sonntag schon als eine Art Abschiedsnahme ansehen..
    Selbst wenn meine Eltern sich jetzt auf den Weg machen würden, wären sie vermutlich nicht schnell genug zurück, um ihn nochmal zu sehen.
    Und gerade das.. ich würde ihn besuchen, wenn er mich irgendwie wahrnehmen könnte. Aber wenn ich nun hinfahre, bekommt er das in keinster Weise mit und es bedeutet im Prinzip nur Stress für das Personal.

    Ahnungslos sind sie ja im Prinzip nicht. Er hat selber gesagt, dass er, wenn er einmal im Krankenhaus ist, da nicht wieder lebend rauskommen wird. Und als wir ihn besucht haben, sah er verdammt mies aus.

    Sie kommen in 1 1/2 Wochen zurück, sind ja gerade mal seit 4 Tagen unterwegs.

    Der Arzt hat ja wohl selber gesagt, dass die Chancen nicht allzu groß sind. Und nachdem ich gehört habe, worum es geht, war mir auch ohne Medizinstudium klar, dass es nicht gut aussieht :frown:
    Allerdings stirbt die Hoffnung bekanntlich zuletzt.

    Das ist es ja, was ändert es?
    Deswegen zögere ich ja.

    Naja, ganz so krass könnt ichs nicht. Das wär nun wirklich was, was ich nicht erstmal für mich behalten könnte.
     
  • dana13
    dana13 (34)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    2 Juli 2006
    #19
    War auch schonmal in der Situation und habe damals dann mit dem behandelnden Arzt darüber geredet, und ihn gebeten, mir eine ganz ehrliche Einschätzung des Zustand meines Opas zu geben.

    Er meinte, es sähe nicht gut aus, und daraufhin habe ich meine Eltern angerufen, die sich darüber auch nie beschwert haben.
    Es ist zwar dann doch nicht das Schlimmste eingetreten, aber die Schuldgefühle hinterher hätte ich mir nicht antun wollen- und meinen Eltern war's damals auch lieber, Bescheid zu wissen!
     
  • DieDa
    DieDa (31)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    2 Juli 2006
    #20
    Das ist nicht mit Wachkoma zu vergleichen, wo man evtl. noch was mitkriegt.
    Das künstliche Koma soll ihn stabilisieren und seine Vitalfunktionen ausschalten, damit sein Körper evtl. die Möglichkeit hat, sich nochmal zu erholen und nicht zuviel Energie verbraucht.
    Vermutlich ist das vergleichbar mit ner Vollnarkose.
     

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