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Opa gestorben...

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von User 75021, 7 Mai 2009.

  1. User 75021
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    Heute morgen ist mein Opa gestorben, er hatte Krebs (unheilbar)...naja, wirklich realisieren kann ich es noch nicht.
    Ich habe wahnsinnig Angst davor meinen Vater weinen zu sehen, ich habe ihn noch nie weinen sehen :geknickt:

    Aber eigentlich liegt mir noch was anderes auf der Seele...
    Ich habe meinen Kindern eben erzählt das ihr Uropa (zu dem sie ein enges Verhältnis hatten) gestorben ist.
    Sie wussten das er krank war und ich habe ihnen erklärt, das man Krankheiten bei alten Menschen leider selten heilen kann.
    Sie haben auch ganz gut drauf reagiert und ich habe sie dann gefragt, ob sie wissen was nach dem Tod eines Menschen passiert.
    Daraufhin sagten die beiden dann auch "Ja, er wird beerdigt"
    Und nun möchten sie gerne bei der Beerdigung dabei sein.
    Ich habe ihnen die Wahl gelassen und auch gesagt, das eine Beerdigung sehr traurig ist und viele Menschen weinen werden und das sie nicht hin brauchen, wenn sie nicht wollen.
    Meine Kids sind 6 1/2 und 8 1/2 und sehr reife, verantwortungsbewusste Kinder. Ansonsten hätte ich ihnen auch nicht unbedingt den Vorschlag gemacht, das sie mit zur Beerdigung dürfen.
    Meint ihr es ist gut für die Kids, wenn sie mitkommen?
    Ich bin so hin und hergerissen, da ich einerseits denke der Tod (gerade beim alten Menschen) ist etwas natürliches und gehört zum Leben dazu. Und ich denke sie haben ein Recht dorthin zu gehen um richtig abzuschließen und zu begreifen, was passiert ist.
    Ich möchte mir in ein paar jahren nicht vorhalten lassen "wir durften nicht zur Beerdigung".
    Andererseits habe ich natürlich Angst, das sie das nicht verkraften könnten (was ich nicht denke)...oder zu klein sind.
    Ich weiß von anderen Beerdigungen, das Kinder dort immer absichtlich fern gehalten wurden-aber ob das so gut ist?
    Man sollte Kinder ja in alles mit einbeziehen und nicht total übermuttern.
    Ich weiß, das kann man nicht vergleichen, aber im Februar wurde unsere Katze überfahren-vor ein paar Jahren starben unsere Kaninchen. Sie kennen Trauer und wissen, was der Tod bedeutet.
    Aber beim Menschen ist das ja doch noch mal was anderes.

    Was meint ihr?
     
    #1
    User 75021, 7 Mai 2009
  2. Chérie
    Chérie (30)
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    Hallo Sweety,

    erst einmal herzliches Beileid, zum Verlust.

    Was deine Kinder angeht: ich denke wirklich, sie sind alt genug um sich an ihren Ur-Opa zu erinnern und zu seiner Beerdigung zu gehen. Ich war 6 als mein Opa (an meinem Geburtstag....) starb und war bei seiner Beerdigung auch dabei.

    Es ist wie du sagst: der Tod gehört zum Leben dazu. Manche haben nicht das Bedürfnis, zu einer Beerdigung zu gehen. Aber bei deinen Kindern überwiegt noch das Kindliche und da gehört - wie sie selbst sagen - die Beerdigung auf jeden Fall dazu. Ich würde sie also auf jeden Fall mitgehen lassen.

    Alles Gute!
     
    #2
    Chérie, 7 Mai 2009
  3. MsThreepwood
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    Erstmal: :knuddel:

    Wenn du den Eindruck hast, dass deine Kinder ansonsten eher stabile Personen sind, würde ich ihnen an deiner Stelle die Möglichkeit geben, zur Beerdigung mitzukommen.

    Grade wenn sie ein sehr enges Verhälrnis zu ihrem Uropa hatten ist es so sicherlich eine gute Möglichkeit sich zu verabschieden.

    Als mein Opa beerdigt wurde durfte ich nicht mitkommen und war deshalb extrem traurig. (Ich war 6 jahre alt). Ich konnte ihn überhaupt nicht für mich persönlich verabschieden und fand es irgendwo unfair, dass mir diese Möglichkeit genommen wurde.
     
    #3
    MsThreepwood, 7 Mai 2009
  4. User 20976
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    Mein Beileid.

    Ich denke, Deine Kinder sind verständig genug, mit so einer Situation umzugehen. Warum Kinder unbedingt von Beerdigungen fernhalten? War in meiner Familie bzw.in meinem Umfeld nie üblich - ich halte das auch nicht für "nötig". Naja, wenn es sehr quengelige Kinder sind, könnte das für die Trauerfeiergäste nicht so "schön" bzw. belastend sein, aber ansonsten? Gerade wenn der Verstorbene auch einen Bezug zu den Kindern hatten, dann halte ich es für richtig, dass auch Kinder an der Trauerfeier teilnehmen. Warum sollte man sie ausschließen? Um sie zu schonen - oder sich selbst? Klar kann es sein, dass sie erleben, wie Erwachsene außer Fassung sind und weinen und traurig sind. Aber das halte ich für normal, ganz ehrlich. Ich habe auch beim Tod bzw. der Trauerfeier meiner Großeltern mütterlicherseits erlebt, wie meine Mutter einen Weinkrampf hatte, ich hab versucht, sie "zu beschützen" und war einfach da (da war ich zehn).

    Ich war beim Tod meiner Großeltern väterlicherseits je etwa im Alter Deiner Kinder - das hat mich damals sehr bewegt, daran erinnere ich mich. Belastet hat es mich nicht weiter. Auch der Tod gehört zum Leben, wie Du selbst ja auch schon sagst; ich habe beim Tod meiner Haustiere mehr geheult als damals bei der Beerdigung meiner Großeltern...
     
    #4
    User 20976, 7 Mai 2009
  5. User 32843
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    nicht angegeben
    Ich war auch in ca. diesem Alter bei der Beerdigung von meiner Uroma. Es hat mir nicht geschadet, ich denke man kann dadurch auch besser abschliessen. Es hätte mich wohl eher fertig gemacht wenn mir gesagt worden wäre "Uroma ist tot" und sie von da an einfach "weg" gewesen wäre, ohne eine Möglichkeit Abschied zu nehmen.
     
    #5
    User 32843, 7 Mai 2009
  6. Ich hab meine beiden Grossväter im sehr frühen Alter verloren.

    Mit 5 und 7 Jahren und mir hat das nicht viel ausgemacht dazumals.
    Ich schätze einfach, dass ich dadurch in der Hinsicht, sehr gut darin bin, mit dem Tod umzugehen und mich das eher weniger fertig macht. Kann aber auch daran liegen, dass ich sehr viele Todesfälle in der Verwandtschaft und Bekanntenkreis mitgekriegt hab.

    Geschadet hat es jedenfalls nicht.

    Umso früher man mit dem Tod konfrontiert wird, umso rationaler steht man im gegenüber, meiner Ansicht nach.
     
    #6
    Chosylämmchen, 7 Mai 2009
  7. User 75021
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    Genau so denke ich auch.

    Ich denke mal, das ein großer Teil meiner Familie dafür kein Verständnis hat.
    In unserer Familie (mütterlicher Seite) ist es üblich, das Kinder von Beerdigungen fern gehalten werden und ich finde das absolut schwachsinnig! Man muss Kinder vor so einer Erfahrung nicht schützen. Ich habe da eine ganz andere Einstellung zu und meine Kinder auch dementsprechend erzogen.
    Trauer gehört doch dazu und warum dürfen sie nicht am Grab trauern oder weinen?
    Meine Tante meinte eben am Telefon "Ich würde meine Kinder nicht mitnehmen und die bekommen bestimmt einen Schock wenn sie vor dem großen schwarzen Loch stehen wo der Sarg reinfällt!":ratlos:
    Was für ein Quatsch-das ist doch kein Horrorfilm.
    Meine Nachbarinnen (eine war 6 als ihre Mutter starb und auch bei der Beerdigung dabei und die andere hat selber 2 Kibnder die auch bei der Beerdigung der Oma waren) stimmten mir zu und meinten auch das die Kinder das bestimmt verkraften und ich sie ruhig mitnehmen soll, wenn sie möchten. Die Tochter meiner Nachbarin kam dann auch noch zu dem Gespräch und erzählte, wie es aus ihrer damaligen Sicht als Kind war (sie war 6) und meinte, sie wäre traurig tgewesen wenn sie nicht hätte dabei sein dürfen.
    Es kommt ja auch immer drauf an, wie man es den Kindern erklärt und sie auf die Beerdigung vorbereitet.
    Mal sehen was mein Freund dazu sagt, aber ich werde sie auf jeden Fall an der Beerdigung teilhaben lassen.
    Sie haben auch ein Recht auf Trauer und mit dem Tod abzuschließen!

    Vielleicht möchten sie dem Opa ja noch ein Bild malen oder ein anderes Andenken ins Grab legen.
    Ich denke das ist eine schöne Erinnerung und hilft beim Abschied nehmen.

    Ganz genau.
    Ich möchte nicht das meine Kinder den Tod als etwas schreckliches ansehen, ich will nicht das sie Angst davor haben.
    Natürlich hat jeder eine gewisse Angst vor dem Tod und vorm sterben-aber manche sind so hysterisch und vermeiden sogar jedes Gespräch darüber.
    Das ist doch auch nicht normal.
    Wie soll man denn lernen mit Trauer umzugehen, wenn man vor allem fern gehalten wird nur um das Kind "zu beschützen"
     
    #7
    User 75021, 7 Mai 2009
  8. Dann möchte ich doch fragen, warum du wildfremde Leute sowas dann fragst? Solltest du deine Kinder nicht so erziehen wie du es für richtig hälst?

    Und da die Kinder hier aus freiem Willen entschieden, soll die Sache doch sowieso schon geklärt sein. Die Kinder wollen es ja, es wäre schlimmer, wenn du sie dazu zwingen würdest, obwohl sie nicht wollen.
    Darum interessiert mich einfach, wo deine Unsicherheit diesbezüglich herkommt?

    Wird wohl nicht nur an der Familie liegen, oder?
     
    #8
    Chosylämmchen, 7 Mai 2009
  9. User 20976
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    Na, offensichtlich kommt die Unsicherheit daher, dass in Sweetys Familie eben eine andere Ansicht dazu besteht und sie deswegen ein wenig nach Unterstützung sucht. Da können "Wildfremde" mit ihren Meinungen schon helfen. Ich finde es nicht weiter seltsam, deswegen hier nachzufragen und sich ggf. noch zusätzliche Argumente anzuhören, um zum Beispiel der eigenen Familie bei Kritik den Wind aus den Segeln zu nehmen...

    Auch wenn Deine Familie es nicht versteht, Sweety, ich finde es genau wie Du selbst eher "unfair", Kinder von der Trauerfeier auszuschließen. Ggf. wirst Du ertragen müssen, dass man Dich da dann kritisiert, aber ich entgegnete vermutlich, dass Du Deine Kinder am besten einschätzen kannst und sie von sich aus gern teilnehmen wollten; ob es an diesem Tag nichts Wichtigeres als eine Diskussion über Deine Erziehungsmethoden gebe, immerhin seist Du hier, um Dich von Deinem Großvater zu verabschieden.

    Zu den Worten Deiner Tante von wegen "großes schwarzes Loch, in das der Sarg fällt": Ach du je. Der Sarg wird da hineingelassen, es ist kein Abgrund, der hunderte Meter tief ist... Das klingt echt eher nach Alptraum und nicht nach Realität.
    Ich denke, Kinder müssen mit auch mit Traurigem und Beängstigendem zurechtkommen, da ist eine Beerdigung noch relativ "simpel". Kinder wachsen eben nicht in einem rosaroten Wölkchenparadies auf, auch wenn man sie gern vor Bösem beschützen will.
     
    #9
    User 20976, 7 Mai 2009
  10. Ich hab ja auch noch gefragt, ob es andere Unsicherheiten gäbe.
    Da ich persönlich es kaum nachvollziehen kann, dass die Meinung der Familie wichtiger ist, als die Eigene.

    Man ist seiner Familie keiner Rechenschaft schuldig, Sweety wird wohl ihr eigenes Leben leben und wenn sie das der Familie deutlich macht, können sie sich noch so drüber aufregen.
    Und ich denke einfach mal, dass die Verwandtschaft nicht so pietätlos ist und das Thema der Beerdigung dann ist, warum sie ihre Kinder mitgebracht hat und wie schlimm, dass das ist.

    Aber für solche Dinge spiel ich mich nicht zu empathisch auf.
    Sonst könnte man ja für alles Verständnis finden. :grin:
     
    #10
    Chosylämmchen, 7 Mai 2009
  11. User 75021
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    Ganz genau. Mosquito hat es richtig erkannt, ich bin einfach unsicher und meine Tante hat mich dann noch mehr verunsichert.
    Ich bin mir einfach unsicher, weil ich noch nie in so einer Lage war :ratlos:
    Sorry, das ich mir gern ein paar Meinungen oder Erfahrungen dazu anhören wollte!
     
    #11
    User 75021, 7 Mai 2009
  12. Du musst dich doch nicht entschuldigen, nur weil ich der Meinung bin, das ich den Grund dahinter nicht wirklich nachvollziehen kann.

    Mich hat es einfach interessiert.

    Aber dann geht es halt darum, dass du deine Meinung gegenüber die der Anderen stellst und willst du, dass du deine Kinder erziehen, oder deine Verwandtschaft?

    Du scheinst es für richtig zu halten und deine Kinder wollen es auch, dagegen steht deine Familie mit der Meinung.

    Willst du gegen deine Meinung und die Meinung deiner Kindern handeln? Vorallem bist du ja selbst der Meinung, dass du den Kindern dadurch die Mystik des Todes nimmst und sie damit reifer umgehen können.

    auch wenn sich das vielleicht hier so anhört, dass soll keineswegs dazu dienen, dein Thema in irgendeiner Art und Weise fertig zu machen, oder deine Nachfrage ins lächerliche zu ziehen.
    Ich schreib halt bisschen direkt. Also nicht allzu böse nehmen! :grin:
     
    #12
    Chosylämmchen, 7 Mai 2009
  13. User 20976
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    vergeben und glücklich
    Was das mit "empathischem Aufspielen" zu tun hat, versteh ich nicht. Du musst die Sorgen und Gedanken anderer nicht verstehen.

    Wie wichtig einem die Ansichten der Familienmitglieder sind, ist sicherlich verschieden, es ist nicht jeder so autark und unabhängig, dass ihm das am Arsch vorbeigeht und er einfach sein Ding macht, egal, ob es dafür blöde Kommentare gibt oder nicht.

    Wenn man Bestätigung für seine eigene Meinung bekommt, ist es jedenfalls manchmal einfacher, seine Meinung auch gegenüber Kritikern zu vertreten - weil man weiß, dass andere die eigene Meinung teilen und man nicht der dumme Außenseiter mit der komischen Meinung ist, sondern eben einfach eine andere Meinung hat.
    Sweety will doch so handeln, wie es ihrer Meinung entspricht, ich glaube nicht, dass sie sich davon abhalten lässt. Eher sucht sie nach Bestärkung, dass ihre Ansicht schon in Ordnung ist.

    Noch zu Deinem Vater, Sweety: Es wird sicher ungewohnt sein, ihn weinen zu sehen, wenn er sonst eher stark ist. Ich habe meinen Vater erstmals weinen sehen, als mein Hund gestorben war - mich hat das ziemlich berührt. Einfach in den Arm nehmen und ggf. mitheulen.
     
    #13
    User 20976, 7 Mai 2009
  14. *PennyLane*
    0
    Mein Beileid, erst einmal. :knuddel_alt:

    Ich kann dazu Folgendes sagen: Als ich in etwa dem Alter war in dem deine Kinder jetzt sind, ist auch meine Uroma gestorben. Wir, also meine Schwester und ich, durften damals nicht mit zur Beerdigung, und obwohl uns unsere Mutter das alles ganz genau erklärt hat (es war die Familie von meinem Vater die das nicht so gerne wollte, dass Kinder dabei sind) und wirklich toll auf uns eingegangen ist, weiß ich noch genau dass ich sehr traurig war, weil ich nicht dabei sein durfte. Ich hatte sehr an ihr gehangen und fand schon in diesem Alter den Gedanken, keinen Abschied nehmen zu können, sehr befremdlich (damals: unheimlich, denn irgendwie hatte diese "Ära" so gar keinen Abschluss).
    Dazu kam das kindliche Gefühl von "Warum denken alle, ich könnte das noch nicht? Ich weiß doch was los ist.", was mich in dem Alter dann außerdem noch belastet hat.

    Ich würde das genau so machen wie du geschrieben hast, den Kindern selber die Wahl lassen (solange sie eben verstehen was da passieren wird und darauf vorbereitet sind).

    Es ist meiner Meinung nach relativ unfair, Kindern in dem Alter den Umgang mit dem Tod nicht zuzutrauen. Außerdem gehört der Tod und der Umgang damit zum Leben dazu und ist etwas ganz Natürliches - nichts wovor man seine Kinder (in dem Alter) "schützen" müsste.
     
    #14
    *PennyLane*, 7 Mai 2009
  15. Off-Topic:

    Verstehen und nachvollziehen sind nicht dasselbe und bei mir, ist es nunmal ein aufspielen. War also explizit auf mich bezogen und nicht auf andere. :zwinker:
     
    #15
    Chosylämmchen, 7 Mai 2009
  16. User 75021
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    Verheiratet
    Falls du es immer noch nicht verstehst, ich war mich auch unsicher BEVOR ich mit meiner Tante sprach, weil die Kinder ja noch jung sind und so etwas nie erlebt haben!
    Meine Tante hat mich nur noch mehr aus dem Konzept gebracht.
    Und es ist mir scheißegal, was meine Verwandschaft denket-ich erziehe meine Kinder so wie ich es für richtig halte!
    Ich habe einfach keine Lust mich jetzt stundenlang zu rechtfertigen warum ich mir gerne andere Meinungen anhöre-sorry, das es grad pampig rüberkommt. Aber mein opa ist tot und so sonderlich geht es mir auch nicht.

    Achja und danke für die lieben Worte-besonders an mosquito.
    Mein Vater ist eigentlich gar kein typischer "harter" Mann, er ist sehr weich aber zeigt eben selten Emotionen.
    Und ich habe einfach Angst, das ich total zusammenbreche (da ich auch emotional bin) wenn ich meinen Papa weinen sehe...das tut mir dann selber so leid.
    Es war sein Vater und wenn ich denke mein Vater stirbt, dann kann ich so gut nachfühlen wie das ist...
     
    #16
    User 75021, 7 Mai 2009
  17. donmartin
    Gast
    1.903
    Mein Beileid!

    Ich finde es richtig, dass die Kids die Chance erhalten sollen, "Abschied " zu nehmen. Dazu gehört die Beerdigung.
    Wenn sie ein gutes Verhältnis zu ihm hatten, sollten sie auch mit zur Beerdigung.

    Und ein Bezug bleibt ja, die Erinnerung und die Liebe.
    Sie sehen, wo jemand beerdigt wird, und "wissen" - weils sie es ja gesehen haben, das der Verstorbene dort ist. Kinder verarbeiten das wesentlich besser als wir Erwachsenen. Sie "glauben, was sie sehen" und haben eine Eigenschaft, die wir meistens leider verlernt haben: Gefühle ausdrücken und zulassen!
    Es wird ihnen zu Jahrestagen oder einfach so, wenn sie das Grab besuchen viel leichter fallen, es zu verarbeiten und die Erinnerung aufrecht zu erhalten,

    Meine Tochter und meine Nichte waren beide 8 + 9 Jahre alt, als meine Mutter, also ihre Oma starb.
    Wir haben sie mitgenommen, sie durften sogar Abschied nehmen - da sie noch 2 Tage zu Hause (natürlich gewaschen und angezogen)
    lag.
    Heute sagt meine Tochter (fast 18), dass das sehr wichtig war und auch wichtig war zu sehen, dass ich und andere vertraute Menschen weinten.

    Was wir NICHT gemacht haben: Sie an den anschließenden "Leichenschmaus" teilnehmen zu lassen.
    Leider kennt man seine "Pappenheimer" und ich denke, die hat jeder in einer Familie,
    das ist tausendmal schlimmer als wenn sie eine Beerdigung besuchen.
     
    #17
    donmartin, 7 Mai 2009
  18. Mìa Culpa
    Gast
    0
    ....
     
    #18
    Mìa Culpa, 7 Mai 2009
  19. User 75021
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    Da sehe ich auch so.
    Kinder begreifen den Tod vielleicht eher, wennn sie eine Beerdigung auch erlebt haben.

    Nach der Beerdigung werde ich mich eh direkt verdrücken.
    Ich hasse die Saufgelager nach der Beerdigung.
    Alle sitzen zusammen und lachen und tun als ob nix passiert ist.
    Das hab ich schon immer gehasst.

    Danke.
    Ja das denke ich auch.
    Alleine ihre Reaktion auf die Nachricht war total locker und ich hatte nicht den Anschein das sie erschrocken waren.
    Sie wussten ja auch schon länger was Sache ist.
    Ist bei mir ähnlich.
    Ich habe eh eine ganz andere Einstellung zum Tod und zum sterben als der Rest der Familie. Ist vielleicht durch meinen Beruf bedingt.
    Es ist halt natürlich und gehört zum Leben dazu, genau wie die Geburt.
    Vor einer Beerdigung muss man ein Kind nun wirklich nicht beschützen.
    Aber ich denke, das habe ich meinen Kids auch in den ganzen Jahren vermittelt denn sie haben keine Angst davor und gehen noch ganz locker und unbefangen mit dem Thema um.


    :jaa:
     
    #19
    User 75021, 7 Mai 2009
  20. Sonata Arctica
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    vergeben und glücklich
    #20
    Sonata Arctica, 7 Mai 2009

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