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  • Sonne19
    Sonne19 (23)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    17 November 2014
    #1

    Opa vom Freund Gestorben.

    Der Opa von meinem Freund ist vor wenigen Stunden gestorben.Das es passiert wussten wir da er im krankenhaus lag und sehr krank war. Seine kleine Schwester ist meine beste Freundin. Ich war heute mit ihr unterwegs da wussten wir es aber noch nicht und waren auch bei meinem freund im Pizzaladen er wusste es schon aber hat es nicht gesagt.Er hat es mir eben geschrieben.Er hat noch nicht sehr viel mit mir darüber geredet und will das auch nicht.Seine Schwester hingegen spricht ab und an mit mit darüber.Ich weiß nicht wie ich ihm und ihr am besten helfen kann.Da ich noch nicht solche Situationen im leben erlebt habe. Und wie verhalte ich mich wenn ich zu ihm komme seinen Eltern gegenüber wir sind auch erst seit 2 Monaten zusammen. Und was mache ich wenn ich mit auf die Beerdigung kommen soll. Wie verhält man sich da ? Ich weiß nicht was ich tun soll und ich weiß auch nicht mit wem ich darüber reden soll.Ich hoffe ihr könnt mir ein bisschen helfen wie ich damit umgehen kann.( Ich kannte ihren Opa nicht,aber bin trotzdem etwas traurig weil sie so unglücklich sind.)

    lG Julia
     
  • User 78178
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    17 November 2014
    #2
    Als mein Opa gestorben ist, hat mein Freund mich einfach in den Arm genommen und mir meine Lieblingsschokolade mitgebracht. Das war für mich eine unglaublich schöne Geste. Nichts großes, aber er hat mir gezeigt, dass er für mich da ist.

    Ich würde anbieten, vorbeizukommen, wenn er/sie das möchte/n. Möchte er lieber alleine sein, solltest du das auch respektieren. Seinen Eltern würde ich einfach das Beileid aussprechen. Und bei der Beerdigung würde ich mich zurückhalten. Eine Schulter zum Anlehnen anbieten, aber versuchen, selbst sich am Riemen zu reissen.
     
  • huhngesicht
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    17 November 2014
    #3
    Auf einer Beerdigung verhaelt man sich als nicht direkt Betroffener diskret (ruhig, zurueckhaltend) und kondoliert formal. Deinem Freund gegenueber solltest Du offen sein. Heuchele keine Emotionen vor, die Du nicht hast (Du kanntest den Opa ja gar nicht), habe aber auch keine Beruehrungsaengste, das Thema mit Deinem Freund zu besprechen. Nichts nervt Menschen in Trauer mehr als die hilflose Kommunikationsunfaehigkeit von anderen.
     
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  • GreenEyedSoul
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    17 November 2014
    #4
    Sei einfach für ihn da, biete ihm an, mit dir über seine Trauer zu sprechen, aber dränge ihn nicht. Für ihn ist es sicher beruhigend zu wissen, dass er zu dir kommen kann, wenn er reden möchte. Sagen musst du gar nichts, einfach nur zuhören, vielleicht mal nachfragen, falls dich etwas interessiert. Es hilft schon sehr, wenn man über die verstorbene Person sprechen kann.

    Ich persönlich mag Beileidsbekundungen überhaupt nicht gern aussprechen, ich hasse diese Sätze und hab es eigentlich lieber, denjenigen einfach kurz fest in die Arme zu schließen. Ich finde das ehrlich gesagt aussagekräftiger, als diese Worte. Aber das solltest du selbst entscheiden und es kommt wohl auch darauf an, wie gut du seine Eltern schon kennst.

    Kennst du noch jemanden, der auch auf die Beerdigung geht? Ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass du mit bei den Angehörigen sitzen würdest, weil du den Opa ja gar nicht kanntest und dir daher der Bezug fehlt. Vielleicht könntest du dich einem anderen Trauergast anschließen. Du hättest dem Opa deines Freundes damit die letzte Ehre erwiesen, wärst bei deinem Freund und hättest auch gegenüber der Familie angemessen Abschied genommen.

    Den in den beiden oberen Beiträgen angesprochenen Aspekt der bewussten Zurückhaltung kann ich nicht so recht nachvollziehen. Wenn du Trauer empfindest, kannst du selbstverständlich weinen und musst dich nicht zurücknehmen.
     
  • User 78178
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    17 November 2014
    #5
    Bei einer Beerdigung einer Person, die ich nicht kannte, also der ich auch nicht nahestehe, erwarte ich keine große emotionale Reaktion. Natürlich ist man verbunden durch den Freund, aber ich fände es komisch, wenn die TE auf der Beerdigung schluchzen würde. Ich finde, diese großen Emotionen sind irgendwie der Familie vorbehalten. Das klingt so herzlos, wie es sich liest- so herzlos meine ich es garnicht.

    Ich würde halt versuchen, für meinen Partner eine Schulter zum Anlehnen anzubieten. Und wenn ich selbst weine, hätte ich das Gefühl, dass ER sich verpflichtet fühlt, MICH zu trösten. Dabei sollte es umgekehrt sein in diesem Falle. Deswegen der Punkt mit der Zurückhaltung.
     
  • huhngesicht
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    17 November 2014
    #6
    Dem widerspreche ich ausdruecklich. Wenn praktisch Unbeteiligte "sich gehen lassen" beleidigt das die tatsaechlich Trauernden.
     
  • GreenEyedSoul
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    17 November 2014
    #7
    Off-Topic:
    Ich verstehe, was du meinst, aber in dem Punkt sind wir dann wohl einfach unterschiedlicher Meinungen. :smile: Man weint ja nicht nur aufgrund eines Verlustes, sondern möglicherweise auch aufgrund einer traurigen Situation oder bedrückenden Atmosphäre. Tränen unterdrücken, das könnte ich gar nicht, und ich verstehe auch nicht, was daran unangemessen gegenüber den Angehörigen wäre. Würde jemand anders um meinen Opa auf seiner Beerdigung weinen, wäre ich zumindest nicht beleidigt oder erschrocken o.ä., sondern wäre eher gerührt über die Anteilnahme.

    Weinen = "sich gehen lassen"? Aha.
     
  • ~Lady~
    ~Lady~ (31)
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    17 November 2014
    #8
    Mein Opa starb auch vor drei Wochen. Von eher Außenstehenden reicht es mir völlig, wenn sie auf ihre eigene Art ihr Mitgefühl ausdrücken. Mein Verlobter tut mir da unheimlich gut, indem er einfach da ist. Mit mir darüber redet, wenn nötig, oder, wie in der Todesnacht, mich einfach wortlos festhielt, während ich mich ausweinen konnte. Da hat dann keiner bestimmte Erwartungen an den anderen gestellt.

    Bei der Beerdigung würde ich an deiner Stelle auch versuchen, eine Stütze zu sein. Wenn dich aber Emotionen übermannen, dann ist das eben so, da sehe ich auch nichts schlimmes dran. Stützen und da sein kann man natürlich auch, während einem die Tränen übers Gesicht laufen.
    Und mach dich nicht im Vorfeld verrückt. Oft kommt das von ganz allein, man erspürt ja auch ein wenig, wie man sich jetzt in dieser oder jener Situation verhält.
     
  • huhngesicht
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    17 November 2014
    #9
    Off-Topic:

    Ja, wenn es oeffentlich passiert und Leidende tangiert. Mir fallen zwei Beispiele ein. Auf der Beerdigung meiner Mutter hat die Tochter einer Nachbarin regelrecht einen Weinkrampf bekommen. Ich nenne das "unpassend". Oder das oeffentliche Rumgewinsel nach dem Tod von Lady Daina. Hochnotpeinlich.
     
  • User 124192
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    18 November 2014
    #10
    Das Wichtigste ist denke ich auch einfach die Wünsche der Familie zu respektieren. Wenn sie dich nicht dabei haben wollen weil ihr euch nicht wirklich kanntet bzw. Dich darum bitten in den Reihen der allgemeinen trauergemeinde Platz zu nehmen, dann dränge dich nicht auf. ansonsten sei für deinen Freund und die Schwester da aber bedenke das jeder Trauer anders verarbeitet
     
  • User 113006
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    nicht angegeben
    18 November 2014
    #11
    Off-Topic:
    Ich glaube ja, dass das den ""tatsächlich Trauernden"" in dem Moment herzlich egal ist, weil sie mit ihrer eigenen Trauer beschäftigt sind.
     
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  • Sit|it|ojo
    Gast
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    18 November 2014
    #12
    Wenn Menschen sterben geht das Leben dennoch weiter. Wenn Bedarf besteht, wird er sich bei dir schon diesbezüglich melden und mit dir darüber reden wollen. Dann bist du aufmerksam, hilfsbereit und spendest ihm Trost in dem du zuhörst und verstehst. Dennoch ist die Welt nach dem Tod seines Opas nicht zu Ende. Sicherlich darf sich der Trauernde eine "Auszeit" gönnen. Das man jetzt aber ihn Wochenlang in Watte packt - halte ich persönlich für eher beleidigend. Schlimme Dinge passieren immer. Angehörige werden immer sterben, die Art und der Zeitpunkt können schrecklich sein - klar.
     
  • simon1986
    simon1986 (32)
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    Verheiratet
    18 November 2014
    #13
    Seinen Gefühlen soll man nicht Zwang antun in solchen Situationen. Wenn die Trauer echt ist, dann darf man sie auch zeigen. (Es geht nicht um Heuchelei oder als Klageweib eine Shöw abziehen. Das wäre dann etwas anderes)
     

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