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Papa meiner Freundin gestorben

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Schwarze Rose, 24 Juni 2010.

  1. Schwarze Rose
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Hallo,

    ich muss mir einfach mal den Kummer von der Seele schreiben. Am späten Montagabend ist der Papa meiner Freundin verstorben.

    Anfang des Jahres 2008 stellten die Ärzte einen Nierentumor bei ihm fest. Sie gaben ihm damals noch ca. 2 Jahre.
    Um Weihnachten 2009 verschlimmerte sich sein Zustand immer mehr. Vor ca. einem Monat gaben sie ihm nur noch wenige Tage. Am Wochenende hab ich ihn noch mal mit besucht. Der Anblick dieses todkranken Mannes - meines zukünftigen Schwiegervaters - ging mir richtig nah!
    Meine Freundin war am Montag auch noch mal bei ihm. Ich kam gerade von Spätschicht, als sie mir schrieb, dass er vor ca. einer dreiviertel Stunde ruhig eingeschlafen sei und sie seinen letzten Atemzug miterlebt habe. Ich war total fertig! Die Nacht war die Hölle. Meine Freundin ist die Nacht bei ihren Eltern geblieben und kam nicht nach Hause.
    Morgens stand ich auf und rief sie sofort an. Ich wollte für sie da sein, ihr zuhören. Sie erzählte mir am Telefon die Einzelheiten. Es war so furchtbar! Die eigene Freundin am anderen Ende der Leitung zu haben, während sie gerade in Tränen aufgelöst vom Tod ihres geliebten Papas berichtet, war das Schlimmste für mich.
    Abends kam sie dann nach Hause. Wieder stand sie, mit den Tränen kämpfend, vor mir. Sätze, wie "Weißt du, wie das ist, wenn man den eigenen Papa nie mehr wieder sehen kann?" und "Ich bin 20 Jahre und hab nicht mal mehr einen Vati! Ich finde das so unfair!" haben sich bei mir ebenso eingebrannt, wie ihre Schilderungen der Geschehnisse am Abend. Und dann die ganzen Details, wie sie seine mittlerweile kalten und mit weißen Flecken überzogenen Hände gehalten und er zum letzten Male Luft geholt hat, wie sie eine Kerze angezündet und seine Lieblings-CD eingespielt haben. Es muss so furchtbar traurig gewesen sein!!! Wenn ich daran denke, hab ich selber ständig mit den Tränen zu kämpfen (eben beim Schreiben auch wieder)! Wie sie am nächsten Tag den Arzt gerufen haben, der den Tode festgestellt hat (was ja leider sein muss)! Wie der Leichenwagen kam, er in einen Sarg gelegt wurde und hinausgetragen wurde! "Das war ein Anblick..." sie konnte den Satz nicht zu Ende aussprechen. Seine Schuhe hätten noch im Flur gestanden, als wäre nix gewesen und sie habe sich gewünscht, er hätte sie angezogen und wäre einfach auf sie zugekommen! Bilder, die sie wohl nie in ihrem Leben vergessen werden kann! Vorstellungen in meinem Kopf, die ich wohl auch niemals vergessen kann! Wir mussten beide schrecklich weinen. Sie war eisekalt. Verständlich.

    Wie schrecklich muss das sein? Von Anfang an zu wissen, dass man nur noch 2 Jahre zu leben hat? Zu wissen, dass sie einem sowieso nicht helfen können? Dass die eigene Familie bald ohne Vater dastehen wird! Der Mann tut mir so Leid! Er war mein zukünftiger Schwiegervater. Ich hab ihn doch auch lieb gehabt!!!

    Wie muss das für meine Freundin sein? Den eigenen Papa nie mehr wieder sehen zu können? Mit 20 Jahren ohne ihn klar kommen zu müssen? Während ihre Kollegin im Büro mit 51 Jahren noch immer von ihren Eltern erzählen kann? Wie muss das für meine Schwiegermutter sein? Mit 46 Jahren alleine da zu stehen! Jetzt, wo sie wirklich alleine ist, da meine Freundin und ich vor kurzem zusammengezogen sind! Niemanden mehr zu haben, mit dem man morgens aufstehen und abends einschlafen kann!

    Ich hab so ein schlechtes Gewissen... Ich kann nix tun. Ich würde so gerne helfen, aber wie? Meiner Freundin helfe ich, indem ich für sie da bin, sie in den Arm nehme, sie tröste, ihre Tränen trockne und ihr zuhöre. Aber wer trocknet meine Tränen? Ich kann nicht einfach vor ihr losheulen. Das wäre nicht fair. Sie braucht jemanden, der sie wieder aufbaut und sie nicht noch weiter runterreißt! Aber ich kann nicht ihren Papa ersetzen. Das geht einfach nicht.

    Mich quälen Fragen, Ängste, Erinnerungen, Worte, Bilder, einfach alles, was mit diesem Schicksal in Zusammenhang steht!

    Vielleicht hab ich meinen Emotionen zu sehr freien Lauf gelassen, aber vielleicht liest es sich ja trotzdem jemand durch und kann es nachempfinden, wie es momentan für uns ist.

    Liebe Grüße,
    Schwarze Rose
     
    #1
    Schwarze Rose, 24 Juni 2010
  2. glashaus
    Gast
    0
    Hach, da muss ich direkt :cry: ...

    Es tut mir so leid für euch! Ich hoffe du kannst deine Freundin unterstützen und für sie da sein. Dennoch ist es wichtig, dass du auch trauern kannst. Wenn ihr könnt, gebt euch gegenseitig halt. Sag deiner Freundin ruhig, dass du auch traurig bist.
    Vielleicht hast du auch gute Freunde, bei denen du dir noch Luft machen kannst?
     
    #2
    glashaus, 24 Juni 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  3. Maxx
    Sehr bekannt hier
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    Single
    Es ist sicherlich nachvollziehbar, dass die Sache dich mitnimmt und fast so schlimm ist wie für deine Freundin. Vielleicht hattest du eine sehr enge Verbindung zu dem zukünftigen Schwiegervater, den du selber schon fast wie einen Vater betrachtet hast.

    Gefühle sind aber auch ansteckend und man fängt die Gefühle besonders der liebsten Menschen in seinem Umfeld ein und besonders empfindsame Menschen fühlen deshalb nicht nur mit, sondern leiden manchmal genauso wie der geliebte Partner, der gerade ein schweres Leid erfahren hat.

    Vielleicht quälen dich Fragen, Ängste, Erinnerungen, Worte und Bilder, die mit diesem Schicksal zusammenhängen aber besonders deshalb, weil sie dich generell über den Tod nachdenken lassen und über die Tatsache, dass es jeden von uns vor Ablauf seiner Zeit treffen könnte. Für Menschen, die sich intensiv mit dem Tod befassen, wie für Personen, die solche Gedanken eher von sich weg schieben, kann ein solches Schicksal auf ganz persönliche Art sehr einschneidend sein.

    Es kann eine Mischung aus oben genannten oder auch anderen Gründen sein, warum du mit deiner Freundin gemeinsam um ihren Vater trauerst. Ungewöhnlich ist das sicherlich nicht, sondern eine normale Reaktion.

    Es kommt immer wieder vor, dass Kinder ihre Eltern viel zu früh, manchmal noch früher als deine Freundin mit 20, verlieren und das ist in solchen Fällen natürlich besonders tragisch, da die Eltern meist selbst noch nicht sehr alt waren.

    Es war sicherlich schlimm für den Vater zu wissen, dass er nur noch ca. 2 Jahre zu leben hat. Andererseits hat er dadurch seiner Familie auch die Chance gegeben, sich allmählich an die Situation zu gewöhnen. Stell dir vor er wäre abrupt durch einen Unfall aus dem Leben gerissen worden, dann wäre es für ihn zwar vielleicht kurz und schmerzlos gewesen, aber für die Angehörigen oder dich noch viel schlimmer, da sie sich womöglich nicht einmal mehr von ihm hätten verabschieden können. Zu wissen, wann man ungefähr abtreten muss, kann also trotz angesichts des bevorstehenden Unglücks auch seine positiven Seiten haben.

    Wie du sagst ist es dir nicht möglich der Freundin den Vater zu ersetzen, aber darum geht es auch nicht. Aber du kannst dennoch für sie da sein, auch wenn du selber dabei trauerst. Es ist möglich als Tröster hilfreich zu sein, obwohl oder gerade weil offensichtlich ist, dass das Schicksal einen selbst auch berührt. Vorausgesetzt natürlich, dass man trotzdem gefestigt bleibt und sich nicht selbst vollkommen von den Ereignissen runterziehen lässt.

    Und letztlich wird die Zeit wohl die Wunden heilen, wenn auch nicht ganz ohne Narben zurück zu lassen, sobald die ersten Trauerphase allmählich vergehen.
     
    #3
    Maxx, 24 Juni 2010
  4. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    vergeben und glücklich
    Es ist sehr traurig. Der positive Aspekt dabei, auch wenn das vielleicht merkwürdig klingt: Sie konnte ihn begleiten, konnte von ihm Abschied nehmen. Natürlich ist es eine seltsame Vorstellung zu wissen, dass man so krank ist, dass man daran in Lauf der nächsten X Monate wohl sterben wird. Von anderen Todkranken weiß ich, dass man sich mit dieser Diagnose aber arrangieren kann und trotzdem das verbleibende Leben genießen kann, selbst wenn da Verzweiflung ist.

    Der Vater Deiner Freundin durfte zuhause im Kreise seiner Familie sterben, in vertrauter Umgebung. Von daher eine schöne Art zu sterben - auch wenn ganz klar schöner wäre, wenn er stattdessen weiterlebte. Aber diese Wahl bestand leider nicht. Wünsche wie Lieblingsmusik zum Abschied und eben die Nähe der geliebten Tochter konnten ihm erfüllt werden.

    Hör Deiner Freundin zu, sei für sie da. Wirklich helfen kannst Du ihr nicht, die Trauer ist groß und sie muss mit dem Verlust zurechtzukommen lernen. Das dauert. Es dauert zu begreifen, dass ihr Vater jetzt wirklich fort ist, dass er nicht mehr da ist. Du trauerst sowohl um Deinen Schwiegervater als auch mit Deiner Freundin.

    Vielleicht kannst Du Dich einem guten Freund anvertrauen, wie nah Dir dieser Todesfall geht? Oder hast du Geschwister, die Dir nahestehen? Oder andere Menschen? Dann hast Du jemanden, der Dir zuhört und der nicht selbst direkt betroffen ist, so dass Du ohne schlechtes Gewissen schwach sein kannst.

    Wobei ich denke, dass Du kein schlechtes Gewissen haben musst, wenn Deine Freundin merkt, dass Du Dich hilflos und traurig und bekümmert und verloren fühlst angesichts dieses Todesfalls. Trotzdem kannst Du für sie da sein, eine "Lösung" gibt es derzeit nicht, nur das gemeinsame Trauern und langsame Verstehen.
     
    #4
    User 20976, 24 Juni 2010
  5. HughAshmead
    0
    Das tut mir sehr leid für euch!

    Vor ca. zwei Jahren hab ich meine Mutter wegen Krebs verloren, die Situation war vergleichbar mit eurer. Auch bei ihr ging es langsam aber stetig bergab, zum Schluss ging es glücklicherweise recht schnell. Sie lag im Krankenhaus, hatte aber noch nicht aufgegeben, aber irgendwie war uns allen klar, dass sie nicht mehr nach Hause kommen wird. Sie ist im Februar gestorben, das Weihnachten, Silvester und mein Geburtstag davor waren die Hölle. Es war nicht ausgesprochen, aber irgendwie war uns allen klar, dass es das letzte mal gemeinsam sein wird, meine Mutter hatte zu dem Zeitpunkt bereits sehr stark abgebaut, nahm Morphine wegen der Tumorschmerzen und hatte kaum noch einen hellen Moment. Der Tod war letztlich eine Erlösung für sie und auch für uns, so grausam es auch klingt. Ich war bewusst nicht bei ihrem Tod dabei, mich hat die ganze Situation überfordert, ich brauchte Abstand von dem ganzen. Natürlich war ich, als sie auf der Palliativ-Station lag, stundenlang bei ihr, hab ihr nochmal den Rücken gekrault, versucht mit ihr zu reden. Aber die Atem-Aussetzer, die sie da schon hatte, haben mir echt den Rest gegeben.
    Die Tage nach ihrem Tod waren irgendwie unwirklich, weil sie einfach nur stressig waren. Vor lauter organisieren lief ich wie auf Autopilot. Aus heutiger Sicht verstehe ich es nicht, wie ich das alles ausgehalten habe. Das eigentliche Begreifen ihres Tods setzte erst Monate später ein und dauert bis heute an. Erst war es so, als ob sie einfach nur länger in Urlaub war, dann realisierte man so langsam, dass man sie nie wieder sehen würde. Das ist wirklich sehr sehr grausam. Ich hab so unendliche Angst davor, die Erinnerungen an sie zu vergessen...
    Mit der Zeit lernt man mit der Situation zu leben. Das erste Jahr nach ihrem Tod war das schlimmste. Bei den Geburtstagen fehlt jemand, bei den Familientagen ist man eine Person weniger, Weihnachten und Silvester waren ganz und gar schrecklich.
    Was mich heute noch verfolgt ist nicht ihr Tod, sondern dieses langsame dahin-siechen. Ich durchträume noch häufig die Situation wo sie krank ist, aber noch Hoffnung besteht, dann wird klar, dass sie sterben wird. Immer genau an dem Punkt wache ich vollkommen desorientiert auf, weiß in den ersten Minuten nicht was los ist, bis es mir dann dämmert, wenn ich wacher bin.

    Soweit zur Situation bei mir, ich hoffe dir damit einen Einblick geben zu können. Bei Fragen, kannst du mich gerne alles fragen.

    Direkte Tipps hab ich leider nicht für dich, da irgendwo jeder Mensch unterschiedlich ist und unterschiedlich trauert. Die Hauptsache ist m.E., dass du einfach immer für sie da bist und viiiiiel Verständnis mitbringst. Sei für sie da, wenn sie es will und halte dich im Hintergrund, wenn sie es so will. Du wirst viel zurück stecken müssen! Ich würde versuchen es so zu machen, dass sie weiß, dass ich noch da bin und zu ihr stehe, ihr aber gleichzeitig keinen Druck mache. Das kann sie im Moment am allerwenigsten brauchen.
    Und auch wenn es schwer fällt, versuche eine gewisse Normalität zu entwckeln. Klar, ich verstehe es, wenn du auch riesig traurig bist, aber du zeig ihr ein gewisses Maß an Alltag. Es bringt ja auch nichts, wenn ihr alle vor Trauer nicht mehr handeln könnt, so grausam es auch ist, das Leben geht weiter.

    Ich könnte dazu jetzt noch Stunden weiter schreiben, aber auf den Punkt gebracht:

    Jeder Mensch ist anders und daher gibt es auch kein Patentrezept für dich. Versuche einen Mittelweg zwischen Trauer und Alltag zu finden, das wichtigste ist aber, dass du bedingungslos hinter ihr stehst! Wenn sie das merkt, dann wirst du schon viel für sie getan haben.

    Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen. Bei Fragen schreib mir einfach eine PN, ich werd so schnell antworten wie ich kann!

    Alles alles Gute, für die schwierige Zeit wünsche ich euch nur das Beste!
     
    #5
    HughAshmead, 24 Juni 2010
  6. User 46728
    Beiträge füllen Bücher
    5.180
    248
    677
    vergeben und glücklich
    Mein Papa ist gestorben, als ich grad erst 20 geworden bin.
    Wenn du konkrete Fragen hast, jederzeit per PM.
     
    #6
    User 46728, 24 Juni 2010
  7. MaulPaul
    MaulPaul (28)
    Verbringt hier viel Zeit
    64
    93
    3
    Single
    Ich hab meinen Vater auch mit 19 verloren.
    Du musst jetzt einfach für sie da sein, nicht immer fragen "wie gehts" usw. das nervt nur an. Denn wie soll es einem schon gehen?
    Auch die Mutter dürft ihr nicht vergessen. Vll. kann sie, oder auch ihr ja ein paar Tage wieder bei ihr wohnen.

    Bei uns wollte damals auch keiner alleine sein. Und seht zu das ihr als Familie zusammenhaltet, Tante,Onkel Oma, Opa einfach alle.
     
    #7
    MaulPaul, 25 Juni 2010
  8. MasterOfDesaster
    Sorgt für Gesprächsstoff
    220
    43
    11
    vergeben und glücklich
    Hey,

    vorweg erst mal mein Beileid :frown:

    Der Vater meiner Freundin ist gestorben als sie 4 war. Ich weiß um ehrlich zu sein nicht genau, wie es in ihr dem gegenüber aussieht und wie sie das verarbeitet hat. Aber an wichtigen Tagen, z.B. seinem Geburtstag, Feiertagen oder seinem Todestag kommt da alles wieder hoch.
    Ich hab gelernt: Dräng sie nicht mit dir zu reden (aber das hat deine Freundin ja schon gemacht, find ich gut, denke man muss mit seinem Schmerz nicht alleine sein), wie MaulPaul schon sagt, nicht immer nach dem Befinden fragen, die Antwort wäre ja eh klar und vor allem, nimm sie einfach in den Arm. Bei meiner Freundin hilft das ungemein, ich seh ihr an, dass sie die ganze Zeit mit sich ringt, aber wenn man sie dann wortlos in die Arme nimmt und einfach nur an sich drückt, dann hab ich das Gefühl, dass sie sich richtig fallen lassen kann. Meist fängt sie dann an zu weinen und ich halte sie einfach nur, da geht es ihr dann schon bald besser :smile:

    Alles gute euch

    Master
     
    #8
    MasterOfDesaster, 25 Juni 2010
  9. User 54458
    Verbringt hier viel Zeit
    330
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    45
    vergeben und glücklich
    Keiner wird gefragt
    wann es ihm recht ist
    Abschied zu nehmen
    von Menschen
    Gewohnheiten
    sich selbst

    irgendwann
    plötzlich
    heißt es
    damit umgehen
    ihn aushalten
    annehmen
    diesen Abschied
    diesen Schmerz des Sterbens

    dieses Zusammenbrechen
    um neu aufzubrechen

    (Margot Bickel)

    Mein Vater starb, da war ich gut halb so alt wie Deine Freundin heute. und meine Mutter war da ungefähr so alt wie Deine Schwiegermutter. Ich kann mir daher recht gut vorstellen, wie es gerade in euch aussieht.

    Vorab: Du brauchst kein schlechtes Gewissen haben. Es ist schrecklich, was passiert ist - aber auch das gehört zum Leben dazu. Es ist ein Lernprozess, den jeder früher oder später durchstehen muss.
    Was Du tun kannst - einfach da sein für Deine Freundin/Ihre Familie, egal, ob sie traurig ist oder wütend oder still. Nimm sie an, sei präsent, halte den Schmerz einfach mit ihr aus. Das bedeutet nicht, dass Du selbst nicht weinen darfst, das ist kein Zeichen von Schwäche. Ihr könnt miteinander weinen, euer Leid teilen, gegenseitig Eure Tränen trocknen.

    Ich wünsche Euch viel Kraft.
     
    #9
    User 54458, 25 Juni 2010

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