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Paranoia und Gewalt in der Beziehung!

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von Mrs. Fox, 24 Oktober 2017.

  1. Mrs. Fox
    Mrs. Fox (24)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    nicht angegeben
    Hallo liebe Community!

    Ich (24, Borderline) bin jetzt schon fast 10 Jahre in Therapie, wo ich mich sehr gut aufgehoben bin. Allerdings habe ich nur noch alle 5 Wochen eine Sitzung, was mir leider nicht reicht. Vorab: ich habe mit meinem Therapeuten schon über Klinkaufenthalt gesprochen und sind beide der Meinung, dass das Schema nicht passen wird!

    Mit meinem Freund (35) kommt es immer mehr zu heftigen Spannungen: ich kann kein Vertrauen zu ihm aufbauen und denke dass er sich alles erlügt nur um mich zu schonen. Er hat mich ein paar mal angelogen um mich nicht zu verletzen, aber nur bei sehr kleinen Dingen. Natürlich stelle ich dabei seine komplette Vertrauenswürdigkeit infrage obwohl er mir versprochen hat es nie wieder zu tun. Und da liegt das Problem. Wenn ich irgendwo einen Trigger spüre und auf negative gedanken komme, entwickeln sich extremer Stress und Paranoia, im der ich mich nicht beruhigen kann. Er muss es dann ausbaden indem ich ihn mit allen möglichen Fragen konfrontiere, die bis ins tausendste gehen, weil ich ihm ja nichts glaube. Ich komm dann einfach nicht mit diesem Gedanken er sei unehrlich klar und es macht mich verrückt. Er wird angespannt, verwirrt und dann auch noch genervt und wütend (verstehe ich).

    Es kommt dann so weit dass ich sehr böse beleidige, wütend werde, Dinge kaputt mache und.... auch handgreiflich werde. Ich habe ihn bisher nicht ernsthaft verletzt aber ich weiß dass es das letzte ist so etwas zu tun! Aber ich habe es nicht unter Kontrolle wenn ich ihn in solchen Situationen als den größten Feind sehe.
    Ich habe ihm gesagt dass ich das nicht mehr gut machen kann, aber er ist dann auch noch so lieb zu mir und hat Verständnis. Das will ich gar nicht! Dafür sollte man kein Verständnis haben. Das Ende vom Lied ist dann Selbstverletzung, Erbrechen und Suizidgedanken, weil ich es verdient habe.

    Aber was kann ich denn gegen diese Paranoia tun? Wie kann ich anstellen dass es nicht zu solchen Situationen kommt? Ich schaff es ja nicht einmal das Bohren sein zu lassen weil ich mich dann distanziere und von meinem Partner ekel wenn er mir keine Bestätigung für diese Gedanken gibt. Wenn er sagt es ist anders als ich denke, gehe ich davon aus dass es gelogen ist, weil er Grund dazu hätte und es früher auch getan hat.

    Ist die beziehung zum Scheitern verurteilt?
    In der nächsten Sitzung darf ich ihn mitnehmen, aber darauf darf ich mich jetzt nicht zu sehr verlassen.

    Danke für eure Antworten!
     
    #1
    Mrs. Fox, 24 Oktober 2017
  2. User 106548
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    Single
    Gut! Genau das habe ich gedacht, als ich Deinen Beitrag gelesen habe.
    Anscheinend hast Du ganz großes Glück, ihn an Deiner Seite zu haben. Tu bitte Alles dafür, dass das so bleibt, dass er so wenig wie Dir möglich ist, auch Deine Krankheit "hat". Die Therapie gemeinsam anzugehen ist dafür ein richtiger und wichtiger Schritt.
    Ansonsten: ich nehme an, Du hast alle Möglichkeiten ausgelotet, eine intensivere Therapie zu bekommen?

    Zu Deinen eigentlichen Fragen kann und traue ich mich nicht, etwas zu sagen. Ich kenne niemanden mit Borderline und habe daher Angst, völlig falsch zu raten. Sorry!
     
    #2
    User 106548, 24 Oktober 2017
  3. User 71015
    User 71015 (36)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    vergeben und glücklich
    Gibt es denn eine psychologische Notfallversorgung bei dir in der Nähe oder kannst du deinen Therapeuten in solchen Extremsituationen auch telefonisch kontaktieren? Vielleicht könnte es helfen, wenn dir eine andere Person bestätigt, dass es keinen Grund zur Sorge gibt? Dein Freund muss dich schon sehr lieben, wenn er solche aggressiven Phasen mit dir aushält, denkst du nicht?

    Wie sieht es mit Freunden/Freundinnen/Familie aus? Es könnte vielleicht auch helfen, die belastende Situation in so einem Gespräch zu verlassen und sich irgendwo "auszuheulen", bis du merkst, dass es gar nicht so schlimm ist, wie du dir eingeredet hast. Hast du da Unterstützung?
     
    #3
    User 71015, 24 Oktober 2017
    • Hilfreich Hilfreich x 1
  4. John_Sheppard
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    Single
    Hast du deine Suizidgedanken schon einmal konkret bei einem dir vertrauten Arzt zur Sprache gebracht?
     
    #4
    John_Sheppard, 24 Oktober 2017
  5. User 123446
    Beiträge füllen Bücher
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    Verheiratet
    (Hast du dich denn mittlerweile um das Erbrechen mit Blut gekümmert und es abchecken lassen? Schade, dass du dich in dem alten Thread nicht mehr gemeldet hast.)

    Ansonsten finde ich es sehr schwierig, etwas zu raten, ohne dich zu kennen und zu wissen wie du tickst.
    Wenn ihr der Meinung seid, Klinik ist nicht die richtige Lösung, mag das sein. Wie sieht es mit Tagesklinik aus? Zudem gibt es ambulante DBT-Gruppen. Ich würde mich an deiner Stelle mit DBT (dialektisch-behaviorale Therapie nach Marsha Linehan) befassen und mir überlegen, ob das helfen könnte.
     
    #5
    User 123446, 24 Oktober 2017
    • Zustimmung Zustimmung x 2

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