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  • User 91095
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    nicht angegeben
    23 Dezember 2009
    #1

    Partner erziehen

    Hallo,

    ich hab mir immer gesagt, ich würde niemals meinen potenziellen Partner erziehen wollen, ihn verändern und so formen, wie ich es gerne hätte. Meine Idealvorstellung war immer, dass es von Anfang an passen muss und das dann alles perfekt wäre. Wenn in irgendwelchen Filmen der Satz "Für dich möchte ich ein besserer Mensch werden" gefallen ist, dann hab ich immer lachen müssen und fand es einerseits zwar romantisch, aber andererseits auch etwas befremdlich.

    Nun ist es so, dass ich gerade jetzt einen Bettpartner hab und wir beide uns prinzipiell vorstellen können, dass mehr daraus wird. Allerdings besitzt er einige (mMn) Charakterschwächen, die für mich eine Beziehung unmöglich machen. Bestimmte Charaktereigenschaften sind für mich einfach ein No-Go bzw. sind die gegenteiligen Charaktereigenschaften einfach Voraussetzung für eine Beziehung mit mir.

    Daher frag ich mal hier in die Runde, was ihr vom "Partner erziehen" haltet, ob ihr es auch gemacht habt oder es mit euch passiert ist. Wie es bei euren Eltern ist (ich hab schon öfters gehört, dass die Ehefrau sich irgendwann wie eine Mutter benimmt), etc.

    Ich spreche jetzt nicht von Kompromissen. Dass diese ganz natürlich und notwendig sind, ist klar.

    :smile:
     
  • Subway
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    23 Dezember 2009
    #2
    Ich denke das kommt sehr auf die Charaktereigenschaften an, die einen stören. Manche Dinge würde ich als Charaktereigenschaft definieren und andere als Charakterschwäche.

    Charakterschwächen darf und sollte man analysieren und auch ändern. Hat ja keiner einen Schaden von und hilft unter Umständen auch der Person in späteren Beziehungen. Beispiele wären in meinen Augen z.B.: extremes klammern, große Eifersucht, etc...
     
  • Tessi
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    23 Dezember 2009
    #3
    Da stimmt ich Subway zu.
    Es gibt Eigenschaften, die machen eine Person aus. Klar, du könntest versuchen solche 'Macken', wie du sie siehst, zu verändern. Aber es wird mit sehr hoher wahrscheinlichkeit nicht lange halten und die Person wird mit sicherheit nicht glücklich werden.
    Immerhin handelt es sich um seine/ihre Persönlichkeit.
     
  • User 91095
    Planet-Liebe-Team Themenstarter
    Moderator
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    nicht angegeben
    23 Dezember 2009
    #4
    Off-Topic:
    Tessi, deine Sig passt zum Thread wie die Faust auf's Auge :tongue:

    Vermutlich habt ihr Recht. Allerdings weiß ich dann nicht, was ich jetzt tun soll... Kann ja kaum eine Beziehung beenden, bevor sie angefangen hat...
     
  • User 10802
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    nicht angegeben
    23 Dezember 2009
    #5
    Hm... Erziehen klingt erstmal schlimm. :grin:

    Man kann sich in einer Beziehung aber durchaus etwas ändern - nicht im Grunde seines Wesens, aber in dem Sinne wie Subway es sagt. Wenn einen etwas am Partner stört, eine Schwäche die nicht sein Wesen ausmacht, kann man darüber reden. Man muss nicht alles akzeptieren, was einen selbst und die Beziehung belastet - sonst wird's nicht gutgehen. Vorraussetzung ist aber Kommunikation - und das beide das wollen. Man muss auch einsehen, dass der Partner in einigen Punkten einfach so ist - und die eigene Meinung nicht richtiger als seine. Gegen seinen Willen und seine Überzeugung wird man niemanden "erziehen" oder gar "umerziehen" können. Man kann nur gemeinsam versuchen an Problemen zu arbeiten, die die Beziehung belasten - oder eben den Partner persönlich.
     
  • aiks
    Gast
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    23 Dezember 2009
    #6
    Natürlich ändert man auch gewisse Sachen für den Partner. Ich versuch z.B. viel ordentlicher zu sein und er trinkt nicht mehr so viel wie früher.

    Es kommt halt aber stark drauf an, um welche Eigenschaften es geht, wie Subway schon gesagt hat.
    Wenn es dich stört, dass er nie eine neue Klopapierrolle reintut, nachdem die aktuelle verbraucht ist ist das was anderes als wenn er ein Choleriker mit Hang zu Gewaltausbrüchen ist.
     
  • Subway
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Verheiratet
    23 Dezember 2009
    #7
    Was sind es denn für Eigenschaften?
     
  • User 91095
    Planet-Liebe-Team Themenstarter
    Moderator
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    nicht angegeben
    23 Dezember 2009
    #8
    @aiks: nein, es geht nicht um bestimmte Gewohnheiten. Es geht wirklich um Charaktereigenschaften.

    @Subway: Am meisten stört mich der vorhandene Egozentrismus und die fehlende Empathie bzw. der Ausdruck derer. Natürlich könnte man sagen, das ist beides nicht vorhanden, weil er zu wenig für mich empfindet. Aber für mich sind das Dinge, die ich in jeder ernsthaften Beziehung zu einem Menschen erwarte, auch in meinem Freundeskreis. Das sind Grundeigenschaften, die nicht einfach mal da sein können oder nicht.
     
  • MrShelby
    Sehr bekannt hier
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    23 Dezember 2009
    #9
    Ist ihm denn überhaupt bewusst, dass er -deiner Meinung nach- zu egozentrisch ist?

    Gib doch mal ein praktisches Beispiel, an dem man es gesehen haben soll.
     
  • glashaus
    Gast
    0
    23 Dezember 2009
    #10
    Ich denke, es gibt einfach Dinge die man nicht ändern kann, also Eigenschaften, die sehr tief verankert sind und die einen auch stark ausmachen. Ich denke z.B., dass ich mich hinsichtlich meines Temperaments oder auch bezüglich bestimmter Ängste nicht so leicht veärndern könnte, vor allem nicht, wenn das eher extern angestoßen wird.

    Marotten und doofe Angewohnheiten - klar, das änder ich gerne, wenn es stört. Aber sobald es wirklich um Charaktereigenschaften geht, finde ich das sehr schwierig. Gerade bei den von dir genannten Beispielen: ich glaube nicht, dass man das "erziehen" kann.
     
    • Danke (import) Danke (import) x 2
  • donmartin
    Gast
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    23 Dezember 2009
    #11
    Off-Topic:
    Daher frag ich mal hier in die Runde, was ihr vom "Partner erziehen" haltet, ob ihr es auch gemacht habt oder es mit euch passiert ist. Wie es bei euren Eltern ist (ich hab schon öfters gehört, dass die Ehefrau sich irgendwann wie eine Mutter benimmt), etc.

    Ich spreche jetzt nicht von Kompromissen. Dass diese ganz natürlich und notwendig sind, ist klar.


    Stimme ich den Anderen zu.
    ICh fühle mich sehr eingeengt, wenn ich merke, dass mich jemand "anders" haben möchte, als ich eigentlich bin.

    Es liegt natürlich an jedem selber. Ich weiß selber (und gestehe mir das auch ein) woran ich an mir arbeiten muss und welche Macken ich habe, die nicht unbedingt von Vorteil sind.

    In meiner jetzigen Beziehung wird nicht "erzogen". Sie ist halt so wie sie ist, jeder Mensch ändert sich trotzdem und wer weiß, vielleicht zu "meinen Gunsten".

    Jeder Mensch kann sich selber nur dahingehend "Entwickeln", wenn er es aus freien Stücken und aus eigener Überzeugung heraus macht. Alles andere heißt für mich "Anpassung" an jemanden anderen / dem Partner.

    Trotzdem muss man sehr gut aufpassen, dass man die Macken und die Dinge, die man am liebsten aberziehen würde noch sieht und bemerkt.
    Wenn der Partner sie plötzlich nicht mehr hat, man es aber nicht bemerkt ist aus der anfänglichen "intoleranz" und der Abgewöhnungsphase nämlich Resignation oder Gleichgültigkeit, Gewöhnung geworden.

    Also, immer die Sinne auf Empfang haben, die Macken sehen und auch Veränderungen mitbekommen.
    Ohne selber Aktiv darauf einzuwirken und hinzuarbeiten.
     
  • User 91095
    Planet-Liebe-Team Themenstarter
    Moderator
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    nicht angegeben
    23 Dezember 2009
    #12
    Hm. Ich hab jedenfalls schon mit ihm drüber geredet. Er meinte, er gibt sich Mühe das zu ändern (was ich aber eigentlich nicht verlange. Für mich würd's dann eben einfach nicht passen und aus.)

    Grundsätzlich ist es einfach so, dass er (wohl unbewusst) mehr an sich denkt als an andere, gerne umsorgt wird, aber selbst nicht auf den Gedanken kommt, dass andere auch mal Unterstützung brauchen. Beispiel: Wenn ich krank bin, ruft er nicht an und fragt nicht, ob er was für mich tun kann. Ich müsste ihm direkt sagen "mach das, mach jenes", dann würde er das wohl auch tun, aber selbst mitdenken und etwas anbieten, kommt eben nicht.

    Da ich auch noch eine komplizierte Person bin, die sich unwohl fühlt, wenn sie ihrem Partner etwas anordnen muss, und eine Person bin, der die Handlung des konkreten Helfens weniger wichtig ist, als das Mitdenken und sich auf diese Weise kümmern (nämlich indem man sich Gedanken macht und in den anderen hineinversetzt), funktioniert das alles nicht so wirklich.
     
  • MrShelby
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    23 Dezember 2009
    #13
    Hast du ihn denn mal darauf konkret angesprochen? Bis jetzt klingt es so, als würdest du nur immer hineninterpretieren, dass er sich nicht um andre sorgt.

    Evtl. denkt er sich auch "Ach...das bischen Krankheit haut die Lotusknospe nicht um...die macht das schon". Zudem sagst du selber, dass er gegenwärtig "nur" ein Bettpartner ist. Warum soll er dich denn dann wie der langjährige Freund umsorgen?
     
  • Lily87
    Gast
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    23 Dezember 2009
    #14
    Meiner war schon vorher gut erzogen :tongue:

    Nein, ich finde auch, dass man Charaktereigenschaften nicht versuchen sollte zu ändern, das kann nur schief gehen.

    Aber gewisse Gewohnheiten, wie nasse Handtücher im Bett liegen lassen, kann man schon abgewöhnen (mittlerweile hänge ich diese meistens wirklich zurück ins Bad :ashamed:). Wichtig ist eben die Kommunikation.

    Lotusknospe, kannst du denn mit seinen Fehlern leben? Wie gut kennst du ihn denn?
     
  • D-Man
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    23 Dezember 2009
    #15
    Na ja... du kannst einen Partner so oder so nicht erziehen, was du aber schreibst, könnte schlicht und ergreifend auch einfach aus einem "nicht bemerken" resultieren. Dann wäre es vielleicht ja schon damit getan, dass du ihm sagst dass es dir schlecht geht.


    Wobei man auch klar unterscheiden muss, um es sich um Charaktereigenschaften oder simple Verhaltensmuster handelt (die alle ja irgendwo mehr oder weniger aus Charaktereigenschaften resultieren). Dein Partner kann sein Verhalten ändern, was defintiv in jeder Partnerschaft nötig ist, aber seinen Charakter wird er nicht ändern.
     
  • User 91095
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    nicht angegeben
    23 Dezember 2009
    #16
    Wir sind zwar offiziell noch Bettpartner, aber wir hatten schon das Gespräch, wo wir gesagt haben, wir steuern auf eine Beziehung zu. Und, das ging von ihm aus und nicht von mir.

    Ich hab ihn konkret darauf angesprochen. Er meinte, er wüsste einfach nicht, wie er reagieren soll (das meinte ich mit "fehlender Ausdruck von Empathie"). Allerdings ist er ein erwachsener Mann und ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass man in seinem Alter nicht weiß, wie man sich um jemanden kümmert. Natürlich können Interpretationsmissverständnisse vorliegen. Ich bin sowieso eine Person, die sich lieber vergräbt, wenn sie krank ist, und niemanden ranlässt. Aber ich fühl mich wohl, wenn Leute den Anschein erwecken, als würden sie sich Sorgen machen. Daher würde ich auch nie verlangen "geh für mich einkaufen, koch mir eine Hühnersuppe", sondern höchstens "biete mir an, für mich einkaufen zu gehen, mir eine Hühnersuppe zu kochen", weil mir nur das Anbieten wichtig ist. Den Rest würde ich gar nicht annehmen, solange ich ihn noch irgendwie selbst erledigen kann.

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 12:27 -----------

    Nein, ich könnte nicht damit leben. Ich kenn ihn tatsächlich noch nicht so gut.

    Da hast du wohl Recht. Vermutlich würde das reichen, wobei es, wenn ich genau drüber nachdenke, sehr unbefriedigend ist.
     
  • capricorn84
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    23 Dezember 2009
    #17
    Ich glaube dass man das ehe erunbewusst macht. :zwinker:
     
  • Lily87
    Gast
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    23 Dezember 2009
    #18
    Hmmm, gibst du dir nicht selbst die Antwort?

    Ich würde ihn an deiner Stelle besser kennen lernen, aber wenn du wirklich damit nicht leben kannst, ist Streit vorprogrammiert. Aber gerade am Anfang einer Beziehung sieht man die Fehler normalerweise nicht (so gut). Ihr scheint ja keinen guten Start zu haben.
     
  • User 92211
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    23 Dezember 2009
    #19
    Es kommt ja auch immer darauf an, was man jetzt als "schlechte" Charaktereigenschaft ansieht. Manch andere(r) fände vielleicht genau die Eigenschaften, die man selber an seinem Partner schlecht findet, gut.

    Ein Beispiel aus meiner letzten Beziehung: Mein Ex war sehr abenteuerlustig und entdeckungsfreudig, ich eher vorsichtig und Couchpotato. Lange Zeit dachte ich, dass sich das gut ausgleichen könnte, also dass ich ihn ab und an mal bei wirklich gefährlichen Dingen zügele und er mich umgekehrt überreden kann, auch mal was zu wagen. Hat aber auf Dauer nicht geklappt. Nur fände ja vielleicht eine andere, die mehr so ist wie er, diese Eigenschaften an ihm super und würde da gar keine Kompromisse wollen. Es kommt also auch auf den Blickwinkel an, welche Eigenschaften man nun als schlecht empfindet und welche nicht.
     
  • User 91095
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    nicht angegeben
    23 Dezember 2009
    #20
    Ja, ich habe eine Antwort. Ich hab ihm auch schon diese Antwort präsentiert, aber er ist damit nicht zufrieden und sagt eben, dass er sich ändern will. Und jetzt frage ich mich eben, ob ich das zulassen kann/will. Denn eigentlich widerspricht das meinen Prinzipien.

    Ich hatte einmal einen guten Freund, der vor lauter Liebe zu mir und Abweisung von mir sich so verändern wollte, dass er sich vielleicht selbst aufgegeben hätte. Diese Gefahr besteht bei meinem derzeitigen Partner nicht. Aber trotzdem missfällt mir einfach der Gedanke.

    Wir haben keinen guten Beziehungsstart. Das stimmt. Ich bin auch noch ein ziemlicher Kopfmensch. Also eine rosarote Brille hab ich für gewöhnlich nie auf.
     

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