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  • La Vita è bella
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    22 März 2006
    #1

    perfektes hochdeutsch lernen

    hallo allerseits

    weiss jemand, wie man perfektes hochdeutsch lernt?

    mein problem ist nicht die spache ansich, ich verstehe alles, sondern die aussprache. wenn ich hochdeutsch spreche, merkt man sofort, dass ich nicht aus deutschland komme (die sprachmelodie stimmt irgendwie nicht).

    gibt es da irgendwelche methoden um das zu üben?

    gruss la vita ...
     
  • Gravity
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    22 März 2006
    #2
    Entweder die teure Methode mit einem Sprachtrainier. Oder die günstige Methode: Genau hinhören und probieren es genauso nach zu sprechen. Und dann üben, üben, üben.
     
  • brainforce
    brainforce (35)
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    22 März 2006
    #3
    ich kann auch kein hochdeutsch sprechen - nur fränkisch...:zwinker:

    Die wenigsten Deutschen sprechen perfektes Hochdeutsch also mach dir mal nicht soviele Sorgen.
     
  • Reliant
    Reliant (36)
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    vergeben und glücklich
    22 März 2006
    #4
    am besten sind rethorikkurse. sollt ich auch mal machen ich kann nur bei reden oder vor publikum gut reden. wenn zuwenige zuhörer da sind red ich meistens zu leise :smile:
     
  • sarkasmus
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    22 März 2006
    #5
    **************
     
  • Donnie_Darko
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    22 März 2006
    #6
    Hi, ich hatte früher einen recht starken, auf meine (deutsche) Region bezogenen Dialekt. Er ist mir selber sogar auf Videoaufnahmen aufgefallen... :grin:
    Im Laufe meines Studiums konnte ich das aber weitgehend ablegen. Dazu beigetragen haben sicherlich massig Vorträge und (ehrenamtliches) Engagement in Bereichen, in denen viel geredet werden muss.
    Reden mit Leuten, die selber nach möglichst sauberen Hochdeutsch bemüht sind, hat mir also geholfen!

    Es geht sogar soweit, dass mir heute gerade kennengelernte Leute nicht meine Herkunft anhören können. Sie sind regelrecht erstaunt, wenn ich erzähle, aus welcher Region ich komme... :grin:
    Aber trotzdem muss ich sagen, dass man mir trotzdem noch etwas anhören kann. Dazu sind aber sicherlich nur sehr geübte Zuhörer oder Menschen mit derselben Herkunft in der Lage.

    Es gibt also Hoffnung... :zwinker:
     
  • Bakunin
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    22 März 2006
    #7
    Das ist sehr schwierig. Das ist schon für einen native speaker schwierig, wirklich sauberes Deutsch sprechen zu lernen. Für einen Nichtmuttersprachler kommt noch das Problem dazu, dass er es gewissermaßen gewohnt ist, bestimmte Laute auf eine bestimmte Art und Weise zu produzieren - sprich, ein rein mechanisches Problem. (Deshalb werfen zum Beispiel Asiaten immer das "l" und das "r" durcheinander - in zum Beispiel Korea ist es genau derselbe Laut, der nur angepasst wird an den nachfolgenden Laut.) Dein Gehirn sieht ein Lautzeichen (einen Buchstaben) und verknüpft den mit einem bestimmten Laut, den du aus deiner Muttersprache kennst.
    Dann gibt es eben auch Laute, die nur in Sprache A vorkommen und in Sprache B vielleicht ähnlich, aber nicht genauso. (Beispiele: "th" im Englischen, Nasale im Französischen, pharyngales "ch" im Deutschen...)
    Ein Sprachtrainer ist schonmal ein guter Ansatz. Ideal wäre natürlich, sich nebenbei ein bisschen in Phonetik einzulesen und sich mit Lautbildung zu beschäftigen.
     
  • markus-x
    markus-x (38)
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    22 März 2006
    #8
    Bei mir z.b. zwecklos, Schwäbisch bekommste nicht abtrainiert.
    Und das ist auch gut so
     
  • kerl
    kerl (55)
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    23 März 2006
    #9
    selbst gelöscht
     
  • sarkasmus
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    23 März 2006
    #10
    **************
     
  • Olga
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    23 März 2006
    #11
    Hör mal genau hin, wie die Sprachmelodie bei deiner Muttersprache (Italienisch?) ist und dann, wie im Deutschen. Wo gehst du mit der Stimme hoch, welche Wörter / Wortteile betonst du? Und wie machen das die Deutschen?

    Die meisten Menschen, die eine Fremdsprache sprechen, übertragen einfach ihre eigene Sprachmelodie auf die Fremdsprache... deshalb klingt es teilweise auch grauenhaft, wenn z.B. Deutsche Französisch sprechen.
     
  • Gravity
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    23 März 2006
    #12
    Olga hat recht, die meisten begnügen sich damit, die eigene Sprachmelodie auf die Fremdsprache zu übertragen. Das ist auch der einfachste Weg, weil das Üben der Laute wegfällt und in den meisten Fällen dann doch reicht. Der Akzent bleibt dann jedoch, man erkennt so einen Deutschen als Deutscher immer wieder - egal ob er gerade Englisch oder Französisch spricht. Umgekehrt erkennt man so auch jeden Franzosen und Amerikaner wieder, der sich an Deutsch versucht.

    Das Üben der anderen Sprachmelodie ist nicht leicht. Man muss da genau zu hören und üben. Und vor allem muss man dann noch beim Sprechen daran denken, das geübte zu nutzen. Und das es geht, haben schon verschiedene Leute bewiesen, die die Fremdsprache akzentfrei sprechen können.

    Ich könnte auch einen Sprachtrainer / Rhetoriker gebrauchen. Mein Englisch ist noch total "deutsch". Das "th" krieg nach wievor nicht hin, das konnte mir bisher auch keiner richtig zeigen. Meine Englisch-Lehrer meinten dass irgendwie die Zunge zwischen die Zähne muss... ??? Krieg ich nicht so von selbst hin. So behelf ich mir dann auch mit "se", "w" und "d" als Ersatzlaute - und oute mich dann sofort wieder als Deutscher.
    Genauso ergeht mir das mit den japanischen Silben ra, ri, ru, re und ro. Die hören sich für mich mal mehr nach R und mal mehr nach L an. Gesagt wurde mir, dass sie eigentlich ein bißchen von beidem sind. Sie würden ungefähr wie das spanische Zungenschlag-"R" klingen. Gut ich kenne eine die Spanisch und einen der Phonetik studiert, erklären konnten mir beide das aber auch nicht. Und ich kenne auch keinen Japaner, der mir das erklären oder zeigen kann.
     
  • User 15848
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    23 März 2006
    #13
    Die Frage ist auch, warum man überhaupt Hochdeutsch sprechen will.
    Es ist im Grunde nichts, als eine "Erfindung", denn wirklich gesprochen wird es so nirgends. Da gibt es genormte Ausspracheregeln, die einfach von oben herab präskriptiv wirken sollen. Nicht mal Nachrichtensprecher sprechen "perfektes Hochdeutsch", oftmals meinen sie es zu gut und verwenden schon eher überlautete Theatersprache.
    Wenn ein Ausländer perfektes Hochdeutsch lernt, fällt er allein dadurch schon auf.

    Aber am besten lernen geht es sicher, wenn man sich mal mit Phonetik allgemein und mit der Phonologie des Deutschen beschäftigt. Das heißt, vor allem auch mit Prosodie und Suprasegmentalia. Sobald man erkannt hat, was anders ist als in der Muttersprache, kann man auch lernen, es so zu sprechen.

    Ich kenne übrigens sehr wohl Nichtmuttersprachler, denen die meisten Menschen das nicht anhören, weil sie es perfekt gelernt haben, perfekt in dem Fall, weil sie auch eine gewisse dialektale Verfärbung ihrer Region mitgelernt haben. Ich merks meistens trotzdem, aber ich höre schon seehr genau hin...
     
  • Reliant
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    23 März 2006
    #14
    ich denk aber es kommt auch aufs umfeld an. also zB fußball, ich finds immer wieder super wenn ein österreichischer verrein irgendwo hin kommt und die gegnerischen spieler ein um einiges besseres deutsch haben als so mancher der bei uns lebt und eigendlich die sprache jeden tag verwendet.

    also man kann ne sprache lernen, aber es muss auch das umfeld und die möglichkeiten stimmen

    (sorry war offtopic ich find halt nur mehrsprachigkeit an sich sehr gut deswegen beeindruckt mich das immer ein wenig :zwinker:)
     
  • User 15848
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    23 März 2006
    #15
    Das "th" im Englischen ist ein (apiko-)interdentaler Frikativ, das heißt, die Zungenspitze sollte tatsächlich zwischen den Zähnen sein. Theoretisch einfach, aber ich glaub, ganz richtig kann ich ihn auch nicht aussprechen :ratlos:

    Und beim Japanischen r/l ist es nicht das spanische Zungenspitzen-r an sich, sondern nur ein Flap, das heißt nur der erste Anschlag, wenn du so ein r bilden willst. Also nur Anschlagen, aber noch nicht vibrieren. Mit dem Laut hab ich zb keine Probleme, weil ich das Zungenspitzen-r gar nicht kann und deswegen nicht in Versuchung komme, es ganz auszusprechen :grin: Wenn du das mal versuchst, merkst du leicht selber, dass es wie l und wie r klingt, je nachdem. Manchmal klingts sogar wie d. Meines Wissens verwenden Amerikaner diesen Laut für Doppel-D oder -T zwischen Vokalen (bedding ..ok blödes Beispiel jetzt...).
     
  • lumi
    lumi (51)
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    23 März 2006
    #16
    ich habe in Berlin einen kurs für akzentfreies sprechen besucht. Es hat sich verbessert, aber ganz weg war mein akzent nicht - dann habe ich ihn einfach akzeptiert. Eine freundin von mir, logopädin, meinte, nicht alle menschen können das lernen, und ich glaube ihr. Z.B., das deutsche "r" kann ich einfach nicht, egal wieviel mühe ich mir gebe :flennen:
    Aber, ehrlich gesagt, kenne ich keinen Deutscher, der eine romanische sprache wirklich akzentfrei spricht, der unterschied ist viel zu groß :tongue:
     
  • Reliant
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    23 März 2006
    #17
    nebenher bemerkt ein gepflegter akzent kann sehr attraktiv wirken. ne freundin von mir hat immer elis gehört und wenn die sängerin ihr r rollt läuft mir immer ein angenehmer schauer über den rücken :smile:
     
  • kittie
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    23 März 2006
    #18
    meinen deutschen akzent im englischen habich einfach durchs englisch sprechen mit native speakers ohne kontakt zu deutschen wegbekommen....
    allerdings sprechich sicher kein perfektes oxfrod english, werde mehr richtung australien/neuseeland eingeordnet.. naja ich kann damit leben..solange es kein deutscher akzent ist :grin:
     
  • starlight169
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    vergeben und glücklich
    23 März 2006
    #19
    Man kann Akzente schon wegkriegen (z.b. spreche ich akzentfreies Englisch), es erfordert aber schon viel Training und Umgang mit Muttersprachlern. Irgendwann fällt einem einfach auf, was man falsch macht. So ging es mir zumindest. Und genauso übernimmt man irgendwann auch die andere Sprachmelodie. Nachdem ich z.b. zurück nach Deutschland gezogen bin, hatte ich eine Weile einen englischen Akzent, weil ich die deutsche Melodie noch nicht wieder draufhatte.
     
  • velvet paws
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    23 März 2006
    #20
    yep, dem kann ich nur zustimmen...mit genuegend training (und ein bisschen sprachbegabung) ist das gar kein problem. wenn ich englisch spreche ist mein akzent 100% britisch....wenn ich den leuten nicht sage, dass ich aus deutschland komme merkt kein mensch dass ich auslaenderin bin.
    umgekehrt kenne ich auch auslaender die ohne den geringsten akzent deutsch sprechen.....moeglich ist das also auf jeden fall.
    ich denke wenn man's alleine nicht hinbekommt ist ein sprachtrainer wirklich keine schlechte idee...renee zellweger und johnny depp wurde so zu einem wirklich ueberzeugenden british accent verholfen.
     

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