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Perspektivlos, arbeitslos und unbeliebt

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von a-girl, 12 November 2009.

  1. a-girl
    a-girl (31)
    Toto-Champ 2009
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    in einer Beziehung
    Hallo,

    ich weiß nicht so recht warum ich das schreibe, aber vll muss ich es einfach mal los werden.

    Habe im August mein Studium beendet in Regelstudienzeit (6 Sem.). Hab mit gut abgeschlossen und Zusatzqualis (Praktikum, SAP-Kenntnisse etc.). Das Studium war sehr hart. Ich musste viel dafür tun (und auf vieles verzichten) und auch finanziell eine Belastung für die ganze Familie. Ich habe mich schon vor meinem Studienende um einen Job gekümmert auch wenn nicht sehr intensiv. Nach meinem Abschluss habe ich gleich sehr intensiv angefangen zu suchen etc pp. Bisher habe ich keinen Job gefunden. Es sieht leider auch nicht danach aus das es bald so sein wird (auch wenn das keiner in meinem Umfeld hören will). Ich kassiere nur Absagen. Meistens ist die Begründung die fehlende Berufserfahrung. Viele Gespräche habe ich aber auch noch nicht gehabt. Häufiger mit Zeitarbeitsfirmen. Das Ergebnis war in allen Belangen mehr als ernüchternd.

    Ich hab 2 Wochen als Lagerhilfe gearbeitet. Besser als nichts. Wobei mich das noch mehr runtergezogen hat. Ich bin schon deprimiert soviel Geld und Mühe in das Studium gesteckt zu haben und mich darüber hinaus parallel weitergebildet zu haben um dann einen Tätigkeit auszuüben die ich auch direkt nach der 10. Klasse hätte machen können. Ich möchte nicht arrogant rüberkommen und habe großen Respekt vor den Menschen die diese Arbeit Tag täglich machen ihr Leben lang. Ich kann mir dies nur schwer vorstellen. Der Job war aber nur befristet und nun haben sie auch keine Arbeit mehr für Hilfskräfte. Im Großen und Ganzen war es ne gute Sache. Ich bin mir auch nicht zu schade mit anzupacken mir macht das durchaus Spaß.

    Natürlich braucht es einen Plan B. Das wäre nächstes Jahr einen Master zu machen. Leider habe ich eigentlich nur genau eine Möglichkeit an einer bestimmten Uni diesen zu machen. Dafür brauche ich ein Praktikum von einem ½ Jahr und einen Englischnachweis. Um beides habe ich mich natürlich schon gekümmert. Nur finde ich auch keinen Betrieb der mich als Praktikanten will. Mit dem Englischnachweis bin ich noch am schauen. Weiß aber welcher es werden soll etc. Außerdem habe ich große Angst davor dass mich die Uni nicht nimmt, weil ich meinen Abschluss an einer anderen Uni gemacht habe. An meiner Uni gibt es für mich keine vernünftige Alternative zum weiterstudieren. Außerdem möchte ich nicht weiter studieren, weil mir das Risiko was ich damit eingehe viel zu groß ist. Ich müsste mich wohl sehr stark verschulden und lange Fahrzeiten auf mich nehmen. Die Angst am Ende genauso dazustehen wie jetzt nur dann mit einem Haufen Schulden überwiegt deutlich. Zumal ich nicht glaube das mich das ganze weiterbringen würde. Die Möglichkeit das Studium nicht zu schaffen ist auch noch in meinem Hinterkopf.

    Was mich einfach quält sind verschiedene Sachen. Ich bekomme kein Geld vom Amt. Liege meinen Eltern weiter auf der Tasche. Viel hinzuverdienen kann ich auch nicht (wegen diversen Begrenzungen) und selbst dann kann ich mit Aushilfstätigkeiten nicht soviel verdienen dass ich ausziehen könnte. Meine Eltern mussten auf viel verzichten wegen dem Studium und ziehen mich jetzt schon mein ganzes Leben durch. Irgendwann muss doch mal Schluss sein. Sie haben es auch verdient zu leben. Das belastet mich sehr. Ähnlich sieht es auch in meiner Beziehung aus. Mein Partner musste auf viel verzichten und ich kann mehr als verstehen, dass er auch mal Leben will. Zumal alles weitere nur an mir hängt… (ich möchte das jetzt nicht weiter ausführen).

    Am Anfang war ich noch sehr motiviert und habe gesucht und war mir sicher das ich was finde. Recht schnell war ich dann deprimiert und hatte eine sehr schlechte Phase. Ich glaube ich habe mein ganzes Umfeld sehr damit genervt. Und einige sind mir gegenüber jetzt sehr negativ eingestellt. Das macht mich noch viel fertiger. Das Gefühl das keiner einen Mag und man überall außen vor ist tut weh. Ich bin leider jemand der Anerkennung braucht. Ich fühl mich momentan sehr alleine. Selbst bei meinem geliebten Sport kann ich nicht mehr abschalten und hab das Gefühl außen vor zu stehen (das kann verschiedene Gründe haben, auch an meinem Sport liegen).

    Kurz um ich bin irgendwie ziemlich fertig. Ich versuche zumindest bei meinem Freundeskreis und beim Sport das alles nicht mehr so raushängen zu lassen. Vermutlich zu spät. Ich habs mir mit allen verdorben.

    Ich hab mir ne Zeitlang jeden Tag überlegt ob ich mir den Bacardi der vor mir auf dem Regal steht aufmache. Habs aber nicht gemacht.

    Inwzischen kann ich nachts nicht mehr schlafen. Hab einen absolut kaputten Tag – Nacht – Rhythmus. Das heißt ich bleibe so lange auf bis ich mich nicht mehr wach halten kann und wach dann am nächsten morgen irgendwie um 10 Uhr auf. Dann hänge ich nur vorm Rechner und such nach Jobs. Den Rest der Zeit hänge ich vorm TV, Videospiele oder mal nen Buch. Nur am WE siehts anders aus und zwei Mal die Woche zum Training.

    Ich fühl mich so überflüssig. Mir liegt es nicht so in den Tag reinzuleben. Mich macht diese Perspektivlosigkeit fertig. Das diese Phase kein Ende hat. Oft weine ich einfach. Ich bin so verzweifelt und frage mich immer nur „warum will mich keiner“.

    Dann frage ich mich die ganze Zeit „warum hast du nur studiert“. Meine beste Freundin hat dieses Jahr ihre AuBi abgeschlossen hat jetzt nen Job und nen gutes Gehalt, ne eigene Wohnung und Perspektive.

    Ich frag mich „was hätte ich anders machen können?“. Ich will so nicht leben. Ich hatte Pläne und Träume. Die Zeit die jetzt schon vergangen ist von August bis jetzt und jeder weiterer Tag ist einfach nur Verschwendung von Lebenszeit und wir wissen doch alle das Leben ist viel zu kurz. Ich möchte jede Minute auskosten kann es aber in dieser Situation nicht (und das nicht nur weil mir die Mittel fehlen).

    Vor allem will ich so nicht mehr weiterleben. Das ist kein Leben. Ich weiß nicht wie ich mein ganzes Leben so verbringen kann. Wenn ich mir vorstelle das es Menschen gibt die so eine Situation freiwillig wählen bleibt mir nur Unverständnis.

    Ich möchte endlich mal wieder so richtig glücklich sein. Warum trifft es mich? Was habe ich nur verbrochen???

    Danke für dein Durchhaltevermögen und das du das alles gelesen hast.

    Gruß a-girl

    P.S. Was ich noch vergessen habe ist das quälende Gefühl für alle nur ne Belastung zu sein und das es ohne meine Existenz für viele einfacher wäre.
     
    #1
    a-girl, 12 November 2009
  2. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
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    Verheiratet
    Bewirbst du dich nur in deiner Umgebung, deutschlandweit, europaweit oder weltweit ?
    Warst du bei unterschiedlichen Beratungen und Karriere-Centern, hast deine Bewerbung überprüfen lassen ?
    Vielleicht sind deine Bewerbungen nicht individuell auf das jeweilige Unternehmen zugeschnitten - schreibst du Massenbewerbungen ?
    Hast du professionelle Bewerbungsfotos, oder guckst du von schräg unten in die Linse ?

    Du bist 24 Jahre alt, du kannst dich für ein Au Pair Jahr bewerben und ich glaube du kannst auch noch ein soziales Jahr etc. machen.
     
    #2
    xoxo, 13 November 2009
  3. ThirdKing
    ThirdKing (28)
    Benutzer gesperrt
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    offene Beziehung
    Den Master hinten anschieben muss Plan A sein.
    Wenn du "nur" einen Batchelor hast, isses kein Wunder, dass du keinen Job findest. Nen Batchelor ist aufm Arbeitsmarkt nen Schißdreck wert. Und das liegt am System: Ein Master ist vergleichbar mit einem Diplom, welches an einigen Universitäten noch angeboten wird. Nur mit nem Batchelor alleine können die meisten Firmen daher nichts anfangen. Dir fehlt nicht die Berufserfahrung, dir fehlt die Qualifikation. Auch wenn du einen "anerkannten" Universitätsabschluss hast, wirst du um deinen Master nicht herumkommen.
    Um hier einmal einen unserer Professoren zu zitieren: "Nach dem Batchelor habt ihr zwei Möglichkeiten: den Master machen oder Taxifahrer werden."

    Was hast du studiert, dass du nen nur an einer Uni machen kannst?
    Zudem solltest du dich für den Master sowieso mal Richtung Auslandsstudium orientieren.

    Wenn du sowieso nichts finest, such mal nach einem unbezahlten Praktikum- davon gibts genug.

    Risiko? Das einzige Risiko, dass du eingegangen bist war, einen Batchelor zu machen, ohne dich um den Master zu kümmern.

    Es bringt dich weiter. Genauer gesagt ist es das Einzige, dass dich in deinem Wunschberuf noch weiterbringen kann. Wenn du nen Job willst, musst du nen "richtigen" Abschluss haben.

    Selber schuld. Wenn du kein eigenes Einkommen hast, hast du Anspruch auf Beihilfe. Von welchem Amt du die beziehen kannst, musste selber schauen.

    Dein weiteres Selbstmitleid zu kommentieren spar ich mir jetzt mal.
    Aber was deinen Master betrifft: Zieh um. Wenn du wegen dem Studium umziehen musst und deine Eltern dich nicht unterstürzen können, bist du Bafög berechtigt. Davon lässt sich ne kleine Wohnung bezahlen bzw nen Zimmer im Wohnheim.

    ThirdKing
     
    #3
    ThirdKing, 13 November 2009
  4. User 48403
    User 48403 (47)
    SenfdazuGeber
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    248
    657
    nicht angegeben
    Kannst Du mal geneauer erlàutern, wie Du dabei vorgehst?

    ist leider meistens so: Sie wollen junge Leute einstellen, aber diese sollten Berufserfahrung haben. Aber: Wie soll denn jemand Erfahrung haben, der gerade von der Schule kommt?:schuettel::rolleyes:

    Ich denke, ein Versuch an einer anderen Uni kann zwar nicht schaden, um Deinen Master zu machen. Sieh es mal so: Mehr als dass die Uni Dich nicht nimmt, kann ja nicht passieren. So hast Du aber den Versuch gemacht.
    Was Deine jetzige Uni betrifft, würde ich angesichts Deiner aktuellen Situation es auch besser lassen, das Risiko, nacher mit nichts und nem Haufen Schulden dazusitzen, ist definitiv zu gross.

    Definiere genervt. Hängt immer davon ab, in welchem Masse das geschieht. Sicher fehlt Deinem Umfeld auch das nötige Verständnis. Ausserdem reagiert ja auch jeder wieder anders, den einer nervt es sofort, andere sind gute Zuhörer.

    Bist Du sicher? Wie steht es denn zur zeit mit Deinen besten Freundinnen bzw. Deinem Freund?

    Alk ist in Deinem Falle wohl die denkbar schlechteste Lösung, was aber nicht heissen muss, dass man sich einmal die Kante geben kann, wenn gar nichts mehr geht.

    Angesichts der jetzigen Jahreszeit leiden im Moment viele Leute darunter, bist nicht die einzige. Wenn es aber ein Dauerzustand wird, ist das nicht so tolle. Angeblich soll es aber helfen, dass man ne ganze Nacht durchmacht und dann am Folgeabend früh schlafen geht. Dann kommt man wieder in nen Rhytmus rein. Das funktioniert bei mir jedenfalls, muss aber nicht heissen, dass es bei anderen ebenfalls zutrifft.

    Das Gefühl kenne ich von meinem Bruder: Überflüssig und zu nichts zu gebrauchen, aber anderen auf der tasche liegen. Aber glaub mir, die Phase hat auch mal ein Ende. Du machst ja aktiv was dafür, dass es mal aufwärts geht. Dann klappt es auch irgendwann mal - auch wenn es für Dich im Augenblick hoffnungslos erscheint.
    Und es gibt mit Sicherheit Leute, die Dich mögen, nur merkst Du jetzt nichts davon, weil Du so deprimiert bist.

    Wenn sie das hat, kannst Du das auch haben. Genau genommen gibt es keinen ersichtlichen Grund, dass Dein Leben für ewig nen Haufen Scheisse sein muss.

    Stellt sich nicht irgendwann mal jeder die Frage? (mich eingeschlossen)

    Es kann jeden treffen, und andere trifft es noch schlimmer. Und verbrochen hast Du nichts. U.U. ne falsche Entscheidung. Aber falsche Entscheidungen trifft man oft - um es nachher besser machen zu können:zwinker:

    Für wen wäre es einfacher? Für Deine Eltern? Für Deinen Freund?
     
    #4
    User 48403, 13 November 2009
  5. a-girl
    a-girl (31)
    Toto-Champ 2009 Themenstarter
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    in einer Beziehung
    im mom noch aus verschiedenen Gründen in "meiner" Region
    Anfang des Jahres gab es bei mir an der Uni eine Jobmesse. Da habe ich natürlich Gespräche geführt und dort gab es auch die Möglichkeit eines Bewerbungsmappenchecks (in Kooperation von unserem Carrer Center und der Agentur für Arbeit). Des Weiteren habe ich meine Bewerbung mit Hilfe eines wirklich guten Bewerbungsbuches geschrieben (also Design etc pp.). Inhaltlich hatte ich ein sehr gutes Buch für Vorstellungsgespräche dadurch habe ich viele Fehler die ich im Gespräch gemacht habe in der Vergangenheit ausbügeln können und konnte teilweise auch was für meine Bewerbungen daraus lernen.
    Meine Bewerbungen sind auf die jeweilige Stelle und meinen Qualis zugeschnitten. Ich versuche zu schauen was wird gefordert und wie kann ich das abdecken. Durch mein Praktikum, Inhalte aus dem Studium oder eben meiner Tätigkeit in einer studentischen Unternehmensberatung.
    Ich habe mir bei einem Fotografen mit einem eigenem Fotostudio ein "Shooting" gemacht. Da wurden ohne zeitliche Begrenzung an die 50 Fotos gemacht in verschiedenen Outfits. Unterschiedlichen Blazern und Blusen. Am Ende habe ich mich für zwei verschiedene Formate und 3 unterschiedliche Bilder entschieden. Das war wirklich nicht ganz billig, aber die Bilder sind sehr gut. Wenn ich da an die vorigen Bilder denke wo ich in so einen Fotoladen gegangen bin (wo man auch Passfotos und so was machen kann) kommt mit das grauen.
    Ich bin schon 24 Jahre alt. Warum sollte ich jetzt noch nen Au Pair machen? Das bringt mich doch auch nicht näher ans Berufsleben?! Sowas kann man dann doch eher direkt nach dem Abi machen. Ich hab mich gegen beides damals entschieden, weil es einfach nicht mein Ding.
     
    #5
    a-girl, 13 November 2009
  6. Kelly85
    Kelly85 (31)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    Ja, es ist schwer nach der Uni den Berufeinstieg zu wagen. Ich hatte vor einem halben Jahr auch mehr als Glück und das trotz Top-Noten und Diplom. Ohne Berufserfahrung sieht es eben immer etwas schlecht aus und man kassiert schneller mal eine Absage. Meine Jobsuche hat auch etwa 5 Monate in Anspruch genommen. Ich hab die allerdings während meiner Diplomarbeit schon gestartet, so dass mein Übergang ins Berufsleben relativ nahtlos funktionierte.

    Nun würde ich dir raten, dich weiter zu bewerben. Zur Not eben erstmal erst einmal um ein Praktikum – ich glaube kaum, dass das wirklich soo aussichtslos ist wie du vermutest. Praktikanten werden doch eher eingestellt, weil sie billig sind und auch nur eine kurze Dauer im Unternehmen verweilen, also die Personalkapazitäten besser geplant werden können.
    Davon hättest du zumindest erst einmal etwas Berufserfahrung, denn wenn man ½ Jahr irgendwo verweilt, ist man nicht mehr total unbedarft, dass wissen auch andere Firmen. Zudem könntest du dich im Anschluss immer noch für den Master entscheiden. Und zu guter letzt könntest du auch in der Praktikumszeit in Ruhe weiter nach einer Festanstellung Ausschau halten. Vielleicht klappt es ja sogar im Praktikumsunternehmen, wenn du dich geschickt anstellst.

    Ansonsten, auch fleißig bundesweit bewerben und nicht nur regional begrenzt.
     
    #6
    Kelly85, 13 November 2009
  7. Trostlos
    Benutzer gesperrt
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    1
    nicht angegeben
    Ich kann berichten, dass ich und andere mit Bachelorabschluss gute Jobs gefunden haben. Meine Kollegen haben Diplome und Staatsexamen. Also was ist der Deal? Einige Firmen bieten inzwischen auch PreMaster-Programme an. Von daher ist es eine attraktive Option mit Bachelor Abschluss zu arbeiten und den Master dann im Ausland zu machen, wenn man Kohle gespart hat.
     
    #7
    Trostlos, 13 November 2009
  8. dollface
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    nen master im ausland muss man sich erstmal leisten können. in vielen anderen europäischen ländern sind die studiengebühren nämlich noch weitaus höher als in deutschland. vorallem für masterstudiengänge.

    ansonsten stimme ich dir allerdings zu.
    mit nem master würden die berufsaussichten sicher viel viel besser aussehen.

    @TS
    was hast du denn studiert???
     
    #8
    dollface, 13 November 2009
  9. a-girl
    a-girl (31)
    Toto-Champ 2009 Themenstarter
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    in einer Beziehung
    Meine Erfahrungen sind da andere. Vor zwei Jahren auf der Jobbörse war es wirklich so das die Unternehmen nichts mit einem Bachelor anfangen konnten. Danach war es immer so das die Unterrnehmen mir versichert haben das es egal ist ob man Master, Diplom, Bachelor, Magister etc pp hat. Es kommt drauf an wie man persönlich rüberkommt und ob die Chemie stimmt. Ein Master ist im übrigen höherwertiger als ein Diplom. Außerdem kommt es sehr stark darauf an was man gemacht hat. Es gibt durchaus Fächer da brauch man nen Master, in anderen nen Dr und es gibt auch durchaus Bereiche da ist der Bachelor ausreichend.

    Ich habe BWL studiert mit dem Schwerpunkt Logistik und kleinen Schwerpunkt Markenmanagement (das gabs nur so im Paket). Meine Uni bietet keinen Master in Richtung Logistik an. Ich halte es für überflüssig einen Master zu machen nur um einen Master zu machen. Viele von meinen Komilitonen studieren jetzt Wirtschaftspsycho oder Gründungsmanagement für KMU, weil eben nichts anderes angeboten wurde. Ich glaub nicht das dies die richtige Einstellung ist.
    Ich kann mir ein Auslandsstudium ohne mich stark zu verschulden nicht hin.

    Ich habe bisher nur unbezahlte Praktika gemacht. Ich suche ein Praktikum egal ob bezahlt oder nicht. Möchte endlich wieder gebraucht werden und was zu tun haben. Ja und ich suche schon die ganze Zeit parallel nach einem Praktikum und einer Festanstellung. Die meisten Unternehmen wollen nur Pflichtpraktika im Rahmen eines laufenden Studiums vergeben. Mit Abschluss „können“ sie einen nicht nehmen und wenn überhaupt dann nur Studenten (wobei ich das Problem so halbwegs gelöst habe).

    Ich habe mich sehr wohl um einen Master gekümmert während meines Studiums, weil es eine Zeit gab da war das mein größter Wunsch und im Prinzip war für mich immer klar das ich nen Master mache. Leider musste ich diese Meinung irgendwann aufgeben. Ich bin aus finanziellen Gründen an meine Uni oder eine die noch ohne Umzug erreichbar ist gebunden. Da gibt es leider nur genau eine Uni die einen Master in Logistik anbietet (oder eben einen Studiengang der in die Richtung geht. General Management mit dem richtigen Major und Minor oder ähnliches gibt es ja auch). Die Uni macht den BAchelor in 7. Semestern. Daher nehmen die mich eigentlich gar nicht. Dafür muss ich zum Ausgleich das Praktikum machen. Das konnte ich ja wohl schlecht während meines laufenden Studiums. Das nächste Problem ist das ich auch erst im letzten Semester den erforderlichen Schnitt geschafft habe (der überall ja bei 2,5 oder 2,59 liegt). An meiner Uni waren eigentlich alle so schlecht dass die Zulassungskriterien für den Master sehr locker sind und bei 3,0 liegen. Nichtmal nen Englischnachweis braucht man.

    Ich habe nen richtigen Abschluss. Es bringt mich nicht weiter, weil selbst im Bachelor ist inhaltlich nicht viel rübergekommen was ich auch nur Ansatzweise im Beruf gebrauchen kann. Klar man reift, lernt Methodenkompetenz und mit Stress umzugehen, aber da sind wir Bachelor scheinbar auf einem Niveau mit dem Diploma. Zumindest gibt es in dem Master WiPsy da keine unterschiede man kann an der Arbeitsweise und dem können nicht sagen ob es eine Diploma oder Bachelor ist. Ein Kumpel von mir studiert WiPsy, weil ihm nichts besseres eingefallen ist und er erzählt mir davon. Ihm gefällt das Studium nicht und was ich bisher gehört habe bestärkt mich darin das ich meine Uni unbedingt verlassen wollte.

    Ich habe kein Anspruch auf irgendetwas, weil ich 24 bin und eine Bedarfsgemeinschaft mit meinen Eltern bilden MUSS. Wir hätten nach den Grenzen erst einen Anspruch auf irgendetwas wenn meine Eltern beide arbeitslos werden.

    Ich kann nicht umziehen. Meine Eltern haben nicht soviel Geld als das sie mir etwas geben könnten. Mit 25 muss ich mich dann auch noch selber versichern und bekomme kein Kindergeld mehr. Meine Eltern mussten sich schon strecken um mir den Bachelor zu ermöglichen. Ich hatte auch vorher gedacht das ich die ganze Zeit parallel arbeiten kann. Leider fehlt mir das Talent und ich habe schon ohne Arbeit meine Grenzen kennengelernt. Mit Arbeit hätte ich wohl meinen Abschluss jetzt nicht. Wenn die Eltern einen nicht unterstützen können heißt es nicht automatisch das man Bafög bekommt. Schön wärs. Gerade die Studenten bei denen die Familien an den Grenzen liegen zum Bafög sieht es düster aus.

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 11:33 -----------

    Um noch mal zu ergänzen. Ich hätte wahnsinnig gerne einen Master gemacht aber sieht finanziell sehr schlecht aus. Außerdem habe ich schon vor einem Jahr festgestellt das die Master die mir am meisten zusagen nur mit 2 Jahren Berufserfahrung gemacht werden können. Daher ist es für mich auch ein Wunsch jetzt erstmal zu arbeiten.

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 12:08 -----------

    Als erstes war ich bei der AfA. Mir ist klar, dass die mich nie und nimmer vermitteln werden. Zumindest ist für mich Kompetenz was anderes.

    Dann bin ich inzwischen in rund 20 Jobbörsen registriert und durchsuche sie fast täglich (am WE nicht). Des Weiteren habe ich einen Pool von ca. 45 Firmenpages die ich im Zuge der obigen Suche durchforste. Bin aber auch immer wieder auf der Suche danach beide Listen zu ergänzen. Ich bin inzwischen bei einigen Zeitarbeitsfirmen und Personalvermittlern registriert und hatte auch schon in dem Bereich das ein odere andere Gespräch. Wobei diese auch sehr unterschiedlich waren und es nicht immer um einen konkreten Job ging. Dann werden Mi die Käseblätter (regionale Gratiszeitungen) durchsucht, weil dort recht viele Anzeigen geschaltet werden (aber eher wegen nem Nebenjob). Am Sa wird dann die Regionalzeitung mit den Stellenangeboten durchforstet. Ansonsten höre ich mich überall um und versuch durch Bekannte etc pp. Kontakte u knüpfen. Wenn ich was finde wird eben ne Bewerbung geschrieben. Je nachdem was das Unternehmen will per Bewerbertool, E-Mail oder klassisch. Ich bewerbe mich auch Initiativ oder Tele hinter Praktika hinterher, wenn auf der Homepage nichts angeboten wird. Der Besuch bei Jobbörsen ist bisher eher ergebnislos und nicht so vielversprechend gewesen.

    Keine Ahnung. Ich hatte ein Gespräch da habe ich 1 ½ Stunden geredet wie toll ich auf den Job passe. Dann sagt die Frau zu mir, dass ich den Job eh nicht bekomme, weil der Kunde zwingend Berufserfahung will. Da fühlt man sich schon verschaukelt. Mein Lebenslauf und meine Qualis wären aber interessant daher hat sie mich eingeladen auch wenn sie nichts für mich hat im Moment. Das ist mir jetzt auch schon 2-3 passiert. Oder so Aussagen wie „ vor 1nem Jahr hätten sie sich mit ihren Qualis einen Job von 10 aussuchen können“. Solche Aussagen bringen mich aber leider auch nicht weiter.

    Wenn du Uni mich nicht nimmt hab ich nen großen Problem. Ich denke, wenn ich nämlich bis nächstes Jahr im Oktober nichts gefunden habe bin ich für den Arbeitsmarkt Tod. Daher muss ich dann im Okt. einen Master anfangen, sonst hab ich keine Chance mehr. Die Uni muss ich auf jeden Fall wechseln. Das Risiko ist sehr groß. Der Master ist finanziell ein noch größeres Risiko. Ich muss mich verschulden, weil deutlich mehr Kosten auf mich zukommen. Durch das wegfallende KiGe und da ich mich selber versichern muss. Meine Eltern können mir kein Geld geben. Des Weiteren müsste ich jeden Tag ca. 145 km pro Strecke Pendeln. Mit dem Zug geht das wohl noch. Ist aber ne riesen Belastung. Ich weiß nicht ob ich das schaffe. Mir viel das Studium sehr schwer und ich bin kein Überflieger.

    Ich weiß nicht wie ich das Definieren soll. Sind einfach genervt. Wollen davon nichts hören. Verstehen auch nicht wie mich das ganze belastet. Schwer zu beschreiben. Wenden sich teilweise auch so ab. Ich rede darüber ja auch eigentlich nicht mehr. Ich mach das mit mir alleine aus im stillen Kämmerlein. So weit es möglich ist.

    Schwer zu sagen. Meine beste Freundin steht zu mir. Sie sagt schlechte Zeiten gehören dazu. Ein befreundetes Pärchen meldet sich auch noch freiwillig.

    So Sätze wie „wer arbeiten will findet einen Job, wenn du keinen findest hast du selber schuld“ tun aber schon weh.

    Kann gut sein. Meine Eltern meinen auch immer das ich keine Belastung bin etc pp. Ich empfinde das aber so und hab ein schlechtes gewissen. Ich war irgendwie teuer in meiner Vergangenheit.

    Sie hatte eben durch die Aubi den Fuß in der Tür und arbeitet nun dort. Sie hat die Berufserfahrung. Die Aubi war auch total Klasse. Das Unt. hat soviel gemacht. Echt ne schöne Sache für sie. Da tut es schon etwas weh nach einem Studium, welches mir so schwer viel (ich hab mehrmals darüber nachgedahcht aufzugeben und hab es dann doch durchgehalten) jetzt mit leeren Händen da zu stehen und nicht dafür etwas zurückzubekommen.

    Es geht eher darum das ich darüber nachdenke ob ich neben dem Studium mehr hätte machen können. Wenn ich darüber nachdenke das die 3 Komilitonen mit denen ich am engsten zusammen war allesamt nichts nebenbei gemacht haben. Kein Praktikum, keine Zusatzsqualis einfach nichts. Dann überlege ich schon ob die Mühe umsonst war. Die SAP-Zertifizierung war trotz Studentenvergünstigung schweine Teuer. Ich habe studiert, weil ich dachte dudurch finde ich eher nen Job und habe mehr Möglichkeiten etc. Vielleicht wäre ne Aubi besser gewesen.

    Klar ich führe mir auch immer vor Augen das es schlimmer sein kann. Ich bin Gesund. Meine Eltern und meine Freund sind Gesund. Wir sind nicht Arm (nur große Sprünge gehen eben nicht). Ich hab ein Dach übern Kopf. Auch wenn es jetzt unpassend ist aber an der Stelle von Frau Enke möchte ich auch nicht stehen. Es sind aber auch viele Dinge die ich ändern möchte. FB beenden. Ausziehen. Finanziell unabhängig sein. Meine Eltern entlasten und unterstützen. Anfangen mein Leben zu leben.

    Für beide. Meine Eltern hätten wieder mehr Geld und könnten Urlaub machen und sich mal was leisten. Die Kosten für mich fallen weg. Mein Freund könnte endlich sein Leben leben. Reisen und sich ein Auto kaufen etc.


    Danke für deine Worte.

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 12:13 -----------

    Ich hab mich vereinzelt beworben, wenn mir was übern Weg lief oder Initiativ. Da ich im letzten Semester aber meine Bachelorarbeit schreiben musste und noch 5 Klausuren (unter anderem mein Schwerpunkt) sowie einen weiteren Kurs belegen musste. Hatte ich dafür viel zu wenig Zeit. Das war so im Semesterplan vorgesehen. Ich hatte da keine Altlasten mehr. Viele die keinen Master machen wollten, haben ihre BA daher auch hintenran gehängt und schreiben jetzt daran. Ich wollte aber lieber in Regelstudienzeit fertig werden und so früh wie möglich ins Berufsleben starten. Ich wollte mein Studium nicht künstlich verlängern. Vielleicht war das auch ein Fehler.
     
    #9
    a-girl, 13 November 2009
  10. may
    may (34)
    Verbringt hier viel Zeit
    215
    103
    1
    vergeben und glücklich
    Liebes a-girl,

    erstmal ein Hallo.....wir haben ja nun doch länger nichts mehr voneinander gehört....aber nun bin ich gerade auf deinen Thread hier gestoßen und will dir mal noch 2 Anregungen geben.

    Zum einen hast du schon mal daran gedacht noch eine Ausbildung zu machen, die zu deinem Studium passt und dir beruflich gesehen mehr Perspektive und dann auch mehr finanziielle Sicherheit und Eigenständigkeit? Also ich meine damit eine richtig klassische Ausbildung in einem Betrieb, die ja dann auch bezahlt wird.

    Diesen Weg will ich nächstes Jahr vielleicht auch noch einschlagen, da ich bis jetzt mit meinem Studium quasi nur die Perspektive auf Honorartätigkeiten sprich Selbständigkeit habe ..... und ich glaub das will ich nicht bis zu meiner Rente machen .... immer dieses ständige Suchen nach Aufträgen und die Ungewissheit von Monat zu Monat.

    Zum anderen hier ein Tipp für ein Auslandspraktikum. Schau dich mal auf dieser Website um: Nationale Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) | Leonardo da Vinci Die Institutionen, die Leonardo da Vinci Projekte organisieren schicken dich dann für 8 Wochen ins Ausland (meist Italien, GB oder vielleicht auch Polen....also europäische Länder jedenfalls) du bekommst am Anfang einen Sprachkurs und danach bist du für ca. 6 Wochen im Praktikum in einer Firma. Du bekommst dafür zwar kein Geld aber die Agentur organisiert von Sprachkurs über Unterkunft und Praktikum alles und übernimmt auch die Kosten dafür. Obendrauf kriegst du auch noch ein kleines Taschengeld. Am 16.11. ist eine Infoveranstaltung in HH...also nix wie hin :zwinker:

    Ansonsten würde ich dir schon raten von dem finanziellen Aspekt ein bißchen abzugehen und dich trotz allem auch erstmal bundesweit zu bewerben. Wenn es dann tatsächlich zu einem Arbeitsvertrag kommen sollte hast du zum einen Geld und zum anderen bekommt man für Umzug und erste Wohnungseinrichtung auch Beihilfen vom Arbeitsamt (war bei einer Freundin von mir auch so). Also nicht nur wegen des Geldes in deiner Region versuchen sondern ganz Deutschland steht dir offen. Und wenn du es dir zutraust bewirb dich doch auch im Ausland....egal ob für Praktika oder Arbeitsstellen. Dort ist der Bachelor oft schon mehr anerkannt denke ich.

    Also auch wenns schwer fällt .... nicht verzweifeln sondern immer frech sein und weiter versuchen und wenn eine Perspektive nicht klappt die nächste suchen....wenn eine tür zugeht geht eine andere auf.

    Glaub mir ich weiß, dass es schwer ist....aber ich muss diesbezüglich auch immer an meiner Einstellung arbeiten und mich nicht hängen lassen. Da es mir momentan sehr gut geht schicke ich jetzt ein bißchen positive Energie an dich weiter :zwinker:
     
    #10
    may, 13 November 2009
  11. Tinkerbellw
    Meistens hier zu finden
    2.998
    148
    94
    nicht angegeben
    Wir haben darüber schon vor zwei Tagen gechattet, aber wenn ich den Text jetzt lese kommen mir nochmal ein paar Gedanken die ich dazuschreiben will:
    1. Auch wenn es sich schrecklich anhört, nach einem Berufsabschluss in der derzeitigen Lage ist es halt nicht immer so einfach, nahtlos eine Stelle zu finden. Aber falls sich wirklich bis Jahresende nichts ergebn haben sollte, wäre es besser weiträumiger zu suchen, HH, B oder auch die Ursprunsregion deines Freundes sind alles Gebiete in denen ihr doch erst einmal die nächsten jahreüber die Runden kommen solltet.
    Ich finde die Idee mit der Ausbildung auch nicht schlecht, wenn du da etwas gefunden hättest wäre vielelicht auch die Ruhe da, sich von dort aus, mit viel Zeit, auf etwas zu deinem Studienabschluss passendes zu bewerben.
    2. Würde ich mich mal nach psychtherapeutischer Betreeung umsehen. Nicht nur wegen der Situation jetzt, schon seit dem ganzen Studium höre ich fast immer nur " ich schaffe es nicht" "ich werde das nie hinbekommen " etc. Ich glaube eine grundlegende andere Sichtweise in deine Lebenssituation erreichst Du nur mit proffesioneller Hilfe.
     
    #11
    Tinkerbellw, 14 November 2009
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  12. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
    20.750
    698
    2.618
    Verheiratet
    Mir fällt es schwer Menschen ernst zu nehmen und gar Verständnis für triefendes Selbstmitleid aufzubringen, wenn meiner Meinung nach die Sache klar ist: Du bewirbst dich nichtmal deutschlandweit. Wenn du nicht weg von Freund und Familie willst, okay, aber dann darfst du dich auch nicht wundern, warum du nicht genommen wirst und dir eine Beschäftigung fehlt. Dann doch lieber eine Fernbeziehung zweier glücklicher Menschen, als eine Beziehung, wo mind. einer der beiden zu Hause rumhockt, weil er sich für die Nähe des Anderen aufgegeben hat.
     
    #12
    xoxo, 14 November 2009
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  13. virtualman
    virtualman (32)
    Benutzer gesperrt
    1.001
    0
    5
    Single

    könnte sein.
    Also jedenfalls hab ich die Erfahrung so gemacht, bzw. mache sie grade-. man gewinnt auf jeden Fall Erfahrung dazu, lernt irgendwie mehr usw...
    Auch dadurch das ich einige Vorlesungen 2, manchmal 3 mal besucht habe (ok das war selten), hab ich irgendwie mehr mitbekommen. Das Verständnis kam dann erst richtig beim 2. mal, also dieser AHA Effekt.
    Bin ich auch froh drüber das das so möglich ist, und das man nicht durchs Studium gepeitscht wird.
    Weil n Studium is keine Berufsausbildung die in 3,5 Jahren abgeschlossen ist, sondern halt n Studium. So hab ich das immer gesehn. Ich möchte was lernen, mich mit vielen vielen Sachen beschäftigen, auch mal Theorie, und nich nur immer Praxis usw..., und wie man in einem Unternehmen effizient arbeitet.
    Das kann ich später immer noch lernen.
    Das mit der Berufserfahrung kann ich auch bestätigen. Das geht sogar schon bei Praktika los. hab dann auch mal einen gefragt als dann wieder so was kam, das sie mich deswegen nicht nehmen können, wie das denn bitteschön gehn soll.
    Er meinte dann nur in diesem Alter müsste man das schon haben, und ich hätte sie ja während des Studiums, oder schon davor sammeln können! Während des Studiums! hallo?
    Da hatte ich genug andere Dinge zu tun.
    Und davor hab ich Abitur und Zivi gemacht, davor Realschule usw.....
    Ich meine irgendwann muss man ja mal anfangen, ich frag mich echt wie die sich das alle vorstellen. Klar wollen sie kein Verlust machen, aber meist bekommt man sowieso nichts beim Praktikum, oder wenn dann nur ganz wenig.
    Also wie liegt das Problem??

    Naja mach dir nich sonen Kopf über die ganze Sache.
    Und wenn ich höre das du schon deswegen nicht schlafen kannst usw... geht das schon zu weit.
    Gesundheit geht IMMER vor!


    Es gibt auch noch sowas wie Heimatverbundenheit, und das man in einer ganz anderen Region einfach nicht klarkommt, mit den Menschen oder was auch immer.
    Das sollte man auf jeden Fall auch noch mit einbeziehn.
    Ich bewerb mich z.B. auch nur hier im Osten, weil ich unbedingt hier bleiben will!
     
    #13
    virtualman, 14 November 2009
  14. dollface
    Verbringt hier viel Zeit
    2.223
    108
    369
    nicht angegeben
    sicher hast du damit nicht unrecht, allerdings ises schon nen unterschied ob man sich im ganzen osten (von deutschland) bewirbt oder eben nur regional.
    abgesehen davon...wenn man wirklich monatelang sucht und nichts findet, muss man auch mal in den sauren apfel beißen und sich umorientieren, auch wenn das ursprünglichanders geplant war.
     
    #14
    dollface, 14 November 2009
  15. glashaus
    Gast
    0
    Ich finde, dass hier viele von den genannten Aspekten zusammenkommen. In welcher Intensität welcher Faktor die Situation prägt/verschlimmert musst du selbst feststellen.
    Bist du derzeit noch immatrikuliert? Ich finde nämlich, dass tinker Recht damit hat, dass du dir evtl. Hilfe dazuholen solltest, gerade wenn du meinst, dass du deinem Umfeld schon auf den Keks gehst. Wenn du noch eingeschrieben bist könntest du ja mal bei der psychosozialen Studiberatung reinschauen. Ich denke, du bist nicht die Einzige mit diesen Problemen.

    Weiterhin muss ich auch xoxo etc. zustimmen: Du solltest deinen Umkreis etwas ausweiten. Ich kann verstehen, dass du nicht überall hinwillst, aber es wird sicher eine größere Erfolgschance geben, wenn du dich regional nicht so sehr fokussierst. Es ist ja keine Entscheidung fürs Leben!

    Was die Perspektiven angeht kann ich mir vorstellen, dass noch ein Studium vielleicht nicht das richtige für dich ist. Ich merke gerade selbst, dass der Master nochmal härterer Tobak ist, als der Bachelor es schon war. Es fällt mir richtig schwer mich zu motivieren, obwohl ich anfangs wirklich Lust darauf hatte...jetzt will ich nur noch, dass es vorbei ist.

    Eine Ausbildung finde ich schon eher passend. Vielleicht auch ein duales Studium? In einer "normalen" Ausbildung wärst du vielleicht total unterfordert und gelangweilt...

    Wie dem auch sei: Halt die Ohren steif & alles Gute!
     
    #15
    glashaus, 14 November 2009
  16. quietscherle20
    Verbringt hier viel Zeit
    21
    86
    0
    vergeben und glücklich
    Sorry, dass ich mich auch mal einmische. Ich arbeite seit 10 Jahren im Logistikbereich.

    Hast du Zollseminare belegt? Hast du Fremdsprachenkenntnisse wie Polnisch, Russisch, Türkisch, Arabisch, Chinesisch? - das sind Qualifikationen für diesen Bereich, falls du in die Logistik willst (was ich bei dem Studium annehme).

    Mit regionaler Suche wirst du nichts finden. Bewerb dich mindestens deutschlandweit.
     
    #16
    quietscherle20, 15 November 2009
  17. a-girl
    a-girl (31)
    Toto-Champ 2009 Themenstarter
    855
    103
    2
    in einer Beziehung
    Ich möchte jetzt nicht auf jeden einzelnen Beitrag gesondert eingehen.

    1. Führe ich Bereits seit mehreren Jahren eine Fernbeziehung und würde die jetzt gerne mal beenden. Das ich hier in meinem Umkreis suche hat nichts mit meiner Beziehung zu tun. Das hat persönliche Gründe.

    2. Es gibt genügend Menschen die nur ungern alles was sie sich über Jahre aufgebaut haben einreißen um am anderen Ende von Deutschland oder im Ausland zu arbeiten. Ich weiß das ich nicht der Mensch dafür bin und ob es toll ist sich von der einen nicht optimalen Situation in die nächste zu stürzen weiß ich nicht. Ich weiß auch von Menschen die hier geantwortet haben die genauso denken. Die unbedingt in „ihrer“ Region bleiben wollen und dabei noch eingeschränkter sind als ich. Ich glaube nicht, dass es verwerflich ist. Zumal ich ja nicht sage ich kann nur im Stadtteil und Bundesland xy arbeiten. Ganz im Gegenteil. Das der Job nicht vor der Haustür liegt ist doch wohl klar. In anderen Bundesländern hat sich bisher leider nämlich auch kein Job aufgetan.

    3. Mir ist es lieber in meinem Umfeld zu bleiben und dafür abstriche beim Job zu machen. Ich würde inzwischen alles machen was halbwegs zu meinen Qualis passt. Ich bin nicht auf irgendetwas versteift was es unbedingt sein muss.

    4. Wenn einige meinen das ich in Selbstmitleid unter gehe ok. Kein Problem einfach Thread nicht beachten. Eigentlich bin ich nur recht verzweifelt, weil ich nicht weiß was ich hätte anders machen können. Weil ich mir jeden verdammten Tag den Arsch aufreiße um nen Job zu finden. Weil ich eben nicht den ganzen Tag im Bett liege und NUR heule und darauf warte das jemand an meiner Tür klopft und sagt hier bitte dein Job. Ich war früher der Meinung wer arbeiten will findet einen Job. Ich muss sagen ich will arbeiten. Mir macht diese Perspektivlosigkeit und dieses stumpfe in den Tag hineinleben wahnsinnig. Da kann man schon grad in dieser Jahreszeit von ein Loch ins nächste stolpern (ohne dabei zu vergessen, dass ich trotz jedem Tief nicht vergesse alle Hebel in Bewegung setze um eine Chance zu bekommen mich zu beweisen). Ich kann nicht nachvollziehen wie sich Menschen hinstellen und sagen ich bekomme H4 und hab ne Wohnung wieso soll ich arbeiten. Ich bin nicht der Mensch dafür. Ist es so unverständlich das es einen trifft, wenn man sich schon am Anfang des Studiums überlegt hat wie man die Chancen auf einen Job im Anschluss an seinen Abschluss durch zusätzliches Engagement erhöhen kann. Wenn man sich doch eigentlich viele Jahre seinen ***sch aufgerissen hat nur mit einem Ziel vor Augen und dann am Ende trotz allem mit leeren Händen da steht. Wenn man dann noch den Fehler macht und sich nicht nur selber reflektiert, sondern auch immer vergleiche anstellt mit anderen. Das ist wahrlich nicht gut, aber macht das nicht jeder? Ich finde es deprimierend.

    Ich glaube auch nicht das mein Studium jetzt so exotisch war das von vorneherein klar war das es schwer wird damit nen Job zu finden. Klar, es gibt viele Betriebswirte, aber eigentlich wird ein Betriebswirt auch in jedem Unternehmen gebraucht. Kann in fast jeder Abteilung eingesetzt werden und bringt gute Grundlagen für viele Bereiche mit. Das ich jetzt mit Kurzsicht und Naivität an die Sache rangegangen bin möchte ich von mir weisen.

    Ich wusste was ich will! Ich habe alles auf das ausgerichtet was ich machen möchte bzw auf die Richtung im Studium und dann mit ausseruniversitären Engagement gestützt. Andere haben ungefähr aus jeder Spezialisierung etwas belegt. Studieren jetzt irgendwas auf Master (damit sie nen Master haben). Haben ihre Semesterfieren voll ausgekostet im Sinne von Ferien und haben nichts nebenbei gemacht. Was aus denen wird weiß ich nicht, aber im Moment komme ich mir da schon ein bisschen blöd vor. Hätte ja auch gut son Lotterleben führen können. Vll hätte ich dann das Studium auch mit weniger Jammern und weniger Zweifel geschafft. Hätte häufiger mal nicht zittern müssen ob ich Klausur x oder y geschafft habe.

    Mit den vielen negativen Reaktionen im Umfeld muss man auch erstmal zurecht kommen. Ich finde nicht, dass ich ein schlechterer Mensch bin nur weil ich grad das Problem habe keinen Job zu finden. Wie man allerdings teilweise behandelt wird finde ich wirklich schlimm.

    5. Bevor hier jemand jetzt anfängt mit Sozialschmarotzer, weil ich die einzige Person auf der Welt bin die so unglaublich unflexibel ist, weil ich eben nicht ans andere Ende von Deutschland für den Job gehe, kann ich beruhigen ich beziehe keinerlei Leistungen aller H4 oder Wohngeld etc pp.

    6. Mit dem Gedanken eine AuBi zu machen habe ich auch schon gespielt. Mein Umfeld ist da regelrecht ausgeflippt. Du spinnst ja. Du hast nen akademischen Abschluss. Vll solltest du mal zum Psychologen gehen etc pp. Außerdem habe ich mich da auch schon drum gekümmert und es wäre wirklich ein großes Glück ein Unternehmen zu finden, welches mich nimmt. Mit denen ich Kontakt aufgenommen habe, haben mir versichert das ich sofort aus dem Verfahren rausfliege bzw. gar nicht erst aufgenommen werde, weil ich ja schon einen berufsqualifizierenden Abschluss habe. Erschwerend kommt dann natürlich noch hinzu, dass ich sogar einen höheren Abschluss in dem Bereich habe. Duales Studium gar keine Chance, weil mein jetziger Abschluss höherwertiger ist. Master im dualen System gibt es in der Form nicht (außer eine vergleichbare ähnliche Sache die nach intensiver Recherche recht umstritten ist und man erstmal in Vorleistung gehen muss ohne zu wissen ob man überhaupt ne Arbeitsstelle bekommt).

    7. Wofür brauche ich in der Produktionslogistik, Leanmanagement, Lagerwirtschaft, Projektmanagemet, im Bereich Prozesse etc pp. Zollseminare?
    Wie gesagt ich bin da nicht so eingeschränkt, ich würde alles machen was einigermaßen passt, aber zu meinem bisherigen Werdegang passen Zollseminare nicht so. Ich hab ein Praktikum im Bereich Lager, Kommissionierung (operationelle Leitung) gemacht (so ganz Grob, da ist mir mit Zoll und den von dir genannten Fremdsprachen nichts übern Weg gelaufen). Ich hab mich auf dem Gebiet des wohl am größten verbreiteten ERP System fortgebildet. Da brauch das Unternehmen bei mir auch nicht mehr soviel Geld für Fortbildungen reinstecken.


    Ich weiß nicht was von mir erwartet wird. Mir geht es mit der Situation nicht gut. Mich beschäftigt das ganze. Ich versuche das was ich brauche um einen Job zu bekommen mir anzueignen. Nur fehlende Berufserfahrung kann man eben nur durch einen richtigen Job bekommen. Ohne Job keine Berufserfahrung ohne Berufserfahrung kein Job. Praktika und solche Sachen zählen für viele Unternehmen nicht wirklich als Berufserfahrung. Ich bin verzweifelt und enttäuscht. Das eine weil meine Bemühungen alle im Sande verlaufen und ich aus meiner Sicht glaube alles auszuschöpfen an Möglichkeiten die mir zur Verfügung stehen. Das andere, weil meine Bemühungen, mein Streben nicht „belohnt“ werden. Das ich scheinbar die Kraft, Energie, Nerven und alles was dazu gehört umsonst in das ganze gesteckt habe. Ist es verwerflich vll zu hoffen, dass man irgendwann für all das ein winzig kleines bisschen zurückzubekommen?


    Ich weiß nicht so recht was es heißt in Selbstmitleid zu verfallen. Ich habe darunter eigentlich immer verstanden eine Situation in der ein Mensch völlig tatenlos ist, keinerlei Aktivität zeigt und gleichzeitig sich über seine Situation beschwert ohne auch nur zu versuchen etwas zu verändern.

    Darf ich nicht traurig, verzweifelt und enttäuscht sein? Muss ich jetzt sagen super ich bin arbeitslos und reiß mir den a*** auf ohne das was bei rum kommt. Ich finde es toll. Es war mir ein vergnügen die letzten 3 Jahre für nichts gemacht zu haben.

    Wie kann man seine Verzweifelung und seine schlechten Gefühle (die ja darauf bezogen sind das ich mehrere Leute in meinem Umfeld mit dem ganze belaste und ich das eigentlich nicht mehr möchte) zum Ausdruck bringen ohne das es wie Selbstmitleid aussieht?

    Wie soll ich denn damit umgehen? Aufgegeben habe ich nicht. Ich bin immer noch jeden Tag dabei. Soll ich mich über Absagen freuen? Vielleicht kann mir mal jemand erklären wie ich mit der Situation, die für mich sehr belastend und schwer ist, umgehen soll. Es nagt einfach auch an einem. Letztendlich nagt doch jeder Tag der Arbeitslosigkeit am Selbstwertgefühl , weckt Zweifel und kratzt am Selbstbewusstsein.

    Ich kann dann nicht einfach jeden Tag aufstehen und sagen toller Tag! Alles in meinem Leben dreht sich darum die Situation zu verändern!

    Ist es nicht auch verständlich das jede Absage, jeder weitere erfolglose Tag dazuführt das Stück für Stück auch die Zuversicht und Hoffnung schwindet?
     
    #17
    a-girl, 15 November 2009
  18. JohnnyLooove
    Verbringt hier viel Zeit
    1
    88
    1
    nicht angegeben
    Ist verständlich.

    Mein Tipp: Nicht alles so ernst nehmen und abwarten. Auf kurz oder lang wirst du etwas finden, etwas Gleichmut ist nicht verkehrt. In Deutschland sind die Akademiker diejenigen mit der geringsten Arbeitslosigkeitsquote. Und Arbeitssuche kann auch mal länger als 6 Monate dauern! Gerade in Zeiten der Krise, kenne viele denen gehts wie dir.
    Btw: Muss es ein Master in Logistik sein? Du könntest dich ja auf alle möglichen Masterprogramme bewerben im Bereich BWL, Marketing, Rechnungswesen, Controlling, Perso, ka, kenne mich in diesem Bereich nicht aus.

    PS: Und wg. Geld: Du wohnst bei deinen Eltern? Du bist gesetzlich versichert? Du warst nicht bafögberechtigt? Naja ich denke, da brauchst du kein schlechtes Gewissen zu haben. Um welche Summe geht es denn? 5000,- p.a.?
     
    #18
    JohnnyLooove, 15 November 2009
  19. a-girl
    a-girl (31)
    Toto-Champ 2009 Themenstarter
    855
    103
    2
    in einer Beziehung
    @johnnylooove
    danke. ich suchg zwar schon länger aber im prinzip sind von august bis jetzt weniger als 3 monate rum... von der seite her ist es schon lächerlich das mich das jetzt schon so belastet.

    mit dem master in einer anderen fachrichtung hängt es sehr stark von den unis ab. viele wollen schon sehen das man seine schwerpunkte im bachelor demenstprechend gesetzt. logistik wäre einfach nen wunsch von mir --> mir ist aber klar das die zeiten der wünsche vorbei sind. :zwinker:

    wie meinst du das mit den 5000 pa? ich muss bei meinen eltern wohnen. bin gesetzlich versichert. bin nicht bafögberechtigt.

    das mit dem gleichmut ist ein echtes problem. ich mach mir eben viele gedanken. überlege mir oft vorher welche konsequenzen mein handeln hat und handel dann demenstprechen. sicher mich gerne auch vorher ab. es ist nicht mein ding von dem einem zum nächsten zu stolpern und dann mal schauen was bei rum kommt. ich guck schon was ich möchte und setze dann alles daran das möglichst effizient zu erreichen. das was ich gemacht habe ist bei mir nicht wie bei einigen anderen ein zufallsprodukt. das macht die sache für mich noch schlimmer (ohne das es jetzt dramatisch klingeln soll).
     
    #19
    a-girl, 15 November 2009
  20. quietscherle20
    Verbringt hier viel Zeit
    21
    86
    0
    vergeben und glücklich
    Ich war 5 Jahre in der Produktionslogistik eines großen Unternehmens. Bei uns waren Zollseminare Pflicht und waren auch durchaus sinnvoll. Und da du als Studentin diese Kenntnisse noch nicht hast bzw. haben kannst, wäre es durchaus auch dir zu raten.

    Wenn ich die Zeitung und Internetjobbörsen durchforste, steht in jeder 2. Zollkenntnisse, EDV-Kenntnisse UND diverse osteuropäische, skandinavische und asiatische Sprachen. Und das ist egal ob Spedition, Logistiker oder Industrie (Produktion, Distibution o.sonstige Bereiche).

    Brauchst mich also gar nicht als Deppen hinstellen. Tut mir leid, dass ich weiß wovon ich rede.
    Auch ich habe ein Logistikstudium hinter mir.
     
    #20
    quietscherle20, 15 November 2009

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